ACICLOVIR 089PHARM 400 mg Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19397632
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 35 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- ACICLOVIR
- Hersteller:
- 089PHARM GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Verwirrtheit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Zur Behandlung bei Herpesinfektion: Für die Behandlung stehen Arzneimittel mit einem geeigneteren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Zur Vorbeugung gegen Wiederauftreten einer Herpesinfektion: Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Zur Vorbeugung gegen Herpesinfektionen bei Abwehrschwäche: Für die Behandlung stehen Arzneimittel mit einem geeigneteren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Zur Vorbeugung gegen Herpesinfektionen bei starker Abwehrschwäche:
Zur Behandlung bei Windpocken und Gürtelrose:
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten.
Anwendungsgebiete
- Herpes (Herpes-simplex-Infektion)
- Vorbeugung gegen Wiederauftreten einer Herpes-simplex-Infektion
- Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Vorbeugung gegen Wiederauftreten einer Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Vorbeugung gegen Herpesinfektionen bei Abwehrschwäche, bedingt durch Krankheit oder Behandlung mit abwehrunterdrückenden Medikamenten
- Windpocken
- Gürtelrose (Herpes zoster)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 2 Jahren, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 2-6 Jahren, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 4 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 4 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 5-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 4 Stunden, nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bekämpft bestimmte Viren, indem er ihr Erbgut schädigt und somit ihre Vervielfältigung behindert. Er wirkt vor allem gegen Herpes-Viren. So kann eine Herpesinfektion, z.B. an den Lippen gestoppt werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Juckreiz
- Nesselausschlag (Urtikaria) durch Medikamente
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Müdigkeit
- Fieber
- Haarausfall
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 35 × 104 × 44 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Herpes genitalis
Was ist das? - Definition Herpes genitalis ist eine sexuell übertragbare Virusinfektion, die durch das Herpes-simplex-Virus verursacht wird. Sie führt zu schmerzhaften Bläschen im Intimbereich und kann immer wieder ausbrechen.
Krankheitsbild
Herpes genitalis wird meist durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2, seltener durch Typ 1 ausgelöst. Die Infektion erfolgt über direkten Kontakt mit infizierten Schleimhäuten oder Körperflüssigkeiten, meist beim Geschlechtsverkehr. Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann sich bei bestimmten Auslösern reaktivieren. Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen, wobei letztere häufiger erkranken. Die Erstinfektion verläuft oft besonders heftig, spätere Ausbrüche meist milder. Die Viren ruhen in Nervenzellen und können durch Stress, Infekte oder hormonelle Veränderungen wieder aktiv werden.
Symptome/Verlauf
Die ersten Beschwerden treten meist zwei bis zwölf Tage nach der Ansteckung auf. Zu den typischen Symptomen zählen Rötung, Brennen, Jucken und ein unangenehmes Spannungsgefühl im Genitalbereich. Es bilden sich kleine, schmerzhafte Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Diese platzen auf, verkrusten und heilen innerhalb von ein bis drei Wochen ab. Oft leiden Betroffene auch unter Fieber, Abgeschlagenheit und geschwollenen Lymphknoten auftreten. Beim Wasserlassen kann es zu Schmerzen kommen. Die Symptome unterscheiden sich von Fall zu Fall. Während manche Betroffene unter starken Beschwerden leiden, verläuft die Infektion bei anderen fast unbemerkt. Wiederkehrende Ausbrüche sind möglich, aber meist schwächer ausgeprägt.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft Herpes genitalis harmlos. Komplikationen können jedoch auftreten, vor allem bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Infektion kann sich auf benachbarte Hautbereiche ausbreiten oder bei Neugeborenen zu schweren Erkrankungen führen, wenn sich die Mutter bereits infiziert hat. Auch psychische Belastungen durch die Diagnose sind nicht selten. Zudem erhöht ein aktiver Herpes das Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV zu infizieren.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Übertragung erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- früher Beginn sexueller Aktivität
- viele Sexualpartner
- Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten
- Stress und geschwächtes Immunsystem
- Hautverletzungen im Intimbereich
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Häufig werden virushemmende Medikamente wie Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir eingesetzt, meist in Tablettenform. Bei leichten Ausbrüchen können auch Cremes helfen.
Das kann man selbst tun: Stressvermeidung, eine gesunde Lebensweise und geschützter Geschlechtsverkehr beugen einer Infektion vor. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden stark sind, häufig wiederkehren oder in der Schwangerschaft auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt nötig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Windpocken
Was ist das? - Definition Windpocken (Varizellen) sind eine sehr ansteckende Virusinfektion. Sie zählen zu den typischen Kinderkrankheiten. Windpocken werden durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht und gehen typischerweise mit Fieber sowie einem juckenden Hautausschlag mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen einher.
Krankheitsbild
Windpocken (Varizellen) sind eine sehr ansteckende Virusinfektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie treten vor allem bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren auf. Typisch ist ein juckender Hautausschlag mit kleinen, flüssigkeitsgefüllten Bläschen sowie leichtes Fieber. Die Erkrankung tritt vor allem im Kindesalter auf und gehört zu den häufigen Infektionskrankheiten. Nach einer durchgemachten Infektion bleibt das Virus lebenslang im Körper und kann später erneut aktiv werden und dann eine Gürtelrose verursachen. Seit 2004 wird in Deutschland eine Schutzimpfung empfohlen.
Symptome/Verlauf
Nach der Ansteckung vergehen meist etwa 10 bis 21 Tage, bis erste Beschwerden auftreten. Anfangs zeigen sich oft unspezifische Symptome wie leichtes Fieber, Müdigkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Kurz darauf entwickelt sich der typische Hautausschlag: rote Flecken, aus denen stark juckende Bläschen entstehen, die sich über den ganzen Körper ausbreiten können. Diese Bläschen trocknen später aus und verkrusten. Bei gesunden Kindern heilt die Erkrankung meist innerhalb von ein bis zwei Wochen folgenlos ab, während Erwachsene häufig schwerer erkranken.
Folgen/Komplikationen
Windpocken verlaufen bei gesunden Kindern in der Regel ohne ernsthafte Folgen. Es können jedoch Komplikationen auftreten, insbesondere bei Erwachsenen, Neugeborenen, Schwangeren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Dazu zählen bakterielle Infektionen der Haut durch aufgekratzte Bläschen sowie schwerere Verläufe bei denen es beispielsweise Lungenentzündungen oder Entzündungen des Gehirns kommen kann. Zudem kann das Virus später im Leben wieder aktiv werden und eine schmerzhafte Gürtelrose auslösen.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursache der Erkrankung ist das Varizella-Zoster-Virus. Windpocken sind hoch ansteckend und werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen, etwa beim Husten oder Niesen, sowie durch direkten Kontakt mit dem Inhalt der Hautbläschen. Erkrankte sind bereits ein bis zwei Tage vor Auftreten des Ausschlags ansteckend und bleiben es, bis alle Bläschen verkrustet sind. Ungeimpfte Personen stecken sich zu 90 Prozent nach Kontakt mit einer infizierten Person an. Geimpfte Personen erkranken in der Regel nicht oder zeigen nur einen leichten Verlauf. Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe besteht bei Erwachsenen, Schwangeren, Neugeborenen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung von Windpocken zielt vor allem darauf ab, Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Gegen die juckende Haut helfen beispielsweise spezielle Salben aus der Apotheke. Der Arzt kann je nach Verlauf Medikamente gegen den Juckreiz verordnen und in schweren Fällen antivirale Mittel einsetzen. Eine wichtige Rolle spielt die Impfung: Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und schützt wirksam vor einer Erkrankung oder vor schweren Verläufen. Danach sollten Säuglinge und Kleinkinder ab 11 Monaten insgesamt zweimal geimpft werden.
Das kann man selbst tun: Betroffene können selbst dazu beitragen, den Krankheitsverlauf zu erleichtern, indem sie die Haut pflegen, den Juckreiz lindern und darauf achten, die Bläschen nicht aufzukratzen, um zusätzliche Infektionen zu vermeiden. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es helfen, die Fingernägel kurz zu schneiden oder ihnen Baumwollfäustlinge anzuziehen.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gürtelrose (Herpes zoster)
Was ist das? - Definition Gürtelrose ist eine Virusinfektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie äußert sich meist als schmerzhafter Hautausschlag mit Bläschen.
Krankheitsbild
Gürtelrose, medizinisch Herpes zoster genannt, tritt nur bei Menschen auf, die früher Windpocken hatten. Das Virus bleibt nach der Windpocken-Erkrankung lebenslang im Körper und kann später wieder aktiv werden. Die Reaktivierung erfolgt meist entlang eines Nervs und zeigt sich als Hautausschlag auf einer Körperhälfte. Besonders häufig trifft es den Rumpf und den Brustkorb, seltener Gesicht, Hals oder Beine. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, ist aber bei Menschen über 50 und bei geschwächtem Immunsystem häufiger.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn verspüren Betroffene oft ein allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber und Schmerzen in einem begrenzten Hautbereich. Nach wenigen Tagen entstehen Rötungen, Knötchen und stark juckende Bläschen. Diese platzen auf, verkrusten und heilen meist innerhalb von zwei bis vier Wochen ab. In manchen Fällen kann die Gürtelrose auch ohne sichtbaren Ausschlag auftreten. Besonders gefährlich ist ein Befall im Gesicht oder an den Augen, da hier zusätzliche Komplikationen wie Sehstörungen oder Gesichtslähmungen auftreten können.
Folgen/Komplikationen
Die häufigste Komplikation ist die Postzoster-Neuralgie, bei der Schmerzen auch nach Abheilung des Ausschlags bestehen bleiben. Zu den weiteren möglichen Folgen zählen Narbenbildung, Pigmentstörungen der Haut, bakterielle Hautentzündungen, Entzündungen von Organen wie Lunge oder Gehirn, Gesichtslähmungen und Hörprobleme bei Befall des Ohres sowie Sehstörungen bei Befall der Augen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Reaktivierung des Virus wird meist durch ein geschwächtes Immunsystem ausgelöst. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- fortgeschrittenes Alter
- Stress
- chronische Erkrankungen
- Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, etwa nach einer Organtransplantation
- HIV-Infektion
- Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt in der Regel antivirale Medikamente wie Aciclovir oder Valaciclovir ein, möglichst früh nach dem Auftreten der Symptome. Schmerzmittel und juckreizstillende Lotionen können zusätzlich helfen.
Das kann man selbst tun: Stressvermeidung, eine gesunde Lebensweise und eine spezielle Impfung beugen Gürtelrose vor. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Gesichtsbeteiligung oder Augensymptome auftreten - dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19397632
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 35 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- ACICLOVIR
- Hersteller:
- 089PHARM GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Verwirrtheit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Zur Behandlung bei Herpesinfektion: Für die Behandlung stehen Arzneimittel mit einem geeigneteren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Zur Vorbeugung gegen Wiederauftreten einer Herpesinfektion: Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Zur Vorbeugung gegen Herpesinfektionen bei Abwehrschwäche: Für die Behandlung stehen Arzneimittel mit einem geeigneteren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Zur Vorbeugung gegen Herpesinfektionen bei starker Abwehrschwäche:
Zur Behandlung bei Windpocken und Gürtelrose:
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten.
Anwendungsgebiete
- Herpes (Herpes-simplex-Infektion)
- Vorbeugung gegen Wiederauftreten einer Herpes-simplex-Infektion
- Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Vorbeugung gegen Wiederauftreten einer Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Vorbeugung gegen Herpesinfektionen bei Abwehrschwäche, bedingt durch Krankheit oder Behandlung mit abwehrunterdrückenden Medikamenten
- Windpocken
- Gürtelrose (Herpes zoster)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 2 Jahren, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 2-6 Jahren, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 4 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 4 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 5-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 4 Stunden, nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bekämpft bestimmte Viren, indem er ihr Erbgut schädigt und somit ihre Vervielfältigung behindert. Er wirkt vor allem gegen Herpes-Viren. So kann eine Herpesinfektion, z.B. an den Lippen gestoppt werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Juckreiz
- Nesselausschlag (Urtikaria) durch Medikamente
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Müdigkeit
- Fieber
- Haarausfall
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 35 × 104 × 44 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Herpes genitalis
Was ist das? - Definition Herpes genitalis ist eine sexuell übertragbare Virusinfektion, die durch das Herpes-simplex-Virus verursacht wird. Sie führt zu schmerzhaften Bläschen im Intimbereich und kann immer wieder ausbrechen.
Krankheitsbild
Herpes genitalis wird meist durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2, seltener durch Typ 1 ausgelöst. Die Infektion erfolgt über direkten Kontakt mit infizierten Schleimhäuten oder Körperflüssigkeiten, meist beim Geschlechtsverkehr. Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann sich bei bestimmten Auslösern reaktivieren. Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen, wobei letztere häufiger erkranken. Die Erstinfektion verläuft oft besonders heftig, spätere Ausbrüche meist milder. Die Viren ruhen in Nervenzellen und können durch Stress, Infekte oder hormonelle Veränderungen wieder aktiv werden.
Symptome/Verlauf
Die ersten Beschwerden treten meist zwei bis zwölf Tage nach der Ansteckung auf. Zu den typischen Symptomen zählen Rötung, Brennen, Jucken und ein unangenehmes Spannungsgefühl im Genitalbereich. Es bilden sich kleine, schmerzhafte Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Diese platzen auf, verkrusten und heilen innerhalb von ein bis drei Wochen ab. Oft leiden Betroffene auch unter Fieber, Abgeschlagenheit und geschwollenen Lymphknoten auftreten. Beim Wasserlassen kann es zu Schmerzen kommen. Die Symptome unterscheiden sich von Fall zu Fall. Während manche Betroffene unter starken Beschwerden leiden, verläuft die Infektion bei anderen fast unbemerkt. Wiederkehrende Ausbrüche sind möglich, aber meist schwächer ausgeprägt.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft Herpes genitalis harmlos. Komplikationen können jedoch auftreten, vor allem bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Infektion kann sich auf benachbarte Hautbereiche ausbreiten oder bei Neugeborenen zu schweren Erkrankungen führen, wenn sich die Mutter bereits infiziert hat. Auch psychische Belastungen durch die Diagnose sind nicht selten. Zudem erhöht ein aktiver Herpes das Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV zu infizieren.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Übertragung erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- früher Beginn sexueller Aktivität
- viele Sexualpartner
- Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten
- Stress und geschwächtes Immunsystem
- Hautverletzungen im Intimbereich
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Häufig werden virushemmende Medikamente wie Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir eingesetzt, meist in Tablettenform. Bei leichten Ausbrüchen können auch Cremes helfen.
Das kann man selbst tun: Stressvermeidung, eine gesunde Lebensweise und geschützter Geschlechtsverkehr beugen einer Infektion vor. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden stark sind, häufig wiederkehren oder in der Schwangerschaft auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt nötig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Windpocken
Was ist das? - Definition Windpocken (Varizellen) sind eine sehr ansteckende Virusinfektion. Sie zählen zu den typischen Kinderkrankheiten. Windpocken werden durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht und gehen typischerweise mit Fieber sowie einem juckenden Hautausschlag mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen einher.
Krankheitsbild
Windpocken (Varizellen) sind eine sehr ansteckende Virusinfektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie treten vor allem bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren auf. Typisch ist ein juckender Hautausschlag mit kleinen, flüssigkeitsgefüllten Bläschen sowie leichtes Fieber. Die Erkrankung tritt vor allem im Kindesalter auf und gehört zu den häufigen Infektionskrankheiten. Nach einer durchgemachten Infektion bleibt das Virus lebenslang im Körper und kann später erneut aktiv werden und dann eine Gürtelrose verursachen. Seit 2004 wird in Deutschland eine Schutzimpfung empfohlen.
Symptome/Verlauf
Nach der Ansteckung vergehen meist etwa 10 bis 21 Tage, bis erste Beschwerden auftreten. Anfangs zeigen sich oft unspezifische Symptome wie leichtes Fieber, Müdigkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Kurz darauf entwickelt sich der typische Hautausschlag: rote Flecken, aus denen stark juckende Bläschen entstehen, die sich über den ganzen Körper ausbreiten können. Diese Bläschen trocknen später aus und verkrusten. Bei gesunden Kindern heilt die Erkrankung meist innerhalb von ein bis zwei Wochen folgenlos ab, während Erwachsene häufig schwerer erkranken.
Folgen/Komplikationen
Windpocken verlaufen bei gesunden Kindern in der Regel ohne ernsthafte Folgen. Es können jedoch Komplikationen auftreten, insbesondere bei Erwachsenen, Neugeborenen, Schwangeren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Dazu zählen bakterielle Infektionen der Haut durch aufgekratzte Bläschen sowie schwerere Verläufe bei denen es beispielsweise Lungenentzündungen oder Entzündungen des Gehirns kommen kann. Zudem kann das Virus später im Leben wieder aktiv werden und eine schmerzhafte Gürtelrose auslösen.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursache der Erkrankung ist das Varizella-Zoster-Virus. Windpocken sind hoch ansteckend und werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen, etwa beim Husten oder Niesen, sowie durch direkten Kontakt mit dem Inhalt der Hautbläschen. Erkrankte sind bereits ein bis zwei Tage vor Auftreten des Ausschlags ansteckend und bleiben es, bis alle Bläschen verkrustet sind. Ungeimpfte Personen stecken sich zu 90 Prozent nach Kontakt mit einer infizierten Person an. Geimpfte Personen erkranken in der Regel nicht oder zeigen nur einen leichten Verlauf. Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe besteht bei Erwachsenen, Schwangeren, Neugeborenen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung von Windpocken zielt vor allem darauf ab, Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Gegen die juckende Haut helfen beispielsweise spezielle Salben aus der Apotheke. Der Arzt kann je nach Verlauf Medikamente gegen den Juckreiz verordnen und in schweren Fällen antivirale Mittel einsetzen. Eine wichtige Rolle spielt die Impfung: Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und schützt wirksam vor einer Erkrankung oder vor schweren Verläufen. Danach sollten Säuglinge und Kleinkinder ab 11 Monaten insgesamt zweimal geimpft werden.
Das kann man selbst tun: Betroffene können selbst dazu beitragen, den Krankheitsverlauf zu erleichtern, indem sie die Haut pflegen, den Juckreiz lindern und darauf achten, die Bläschen nicht aufzukratzen, um zusätzliche Infektionen zu vermeiden. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es helfen, die Fingernägel kurz zu schneiden oder ihnen Baumwollfäustlinge anzuziehen.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gürtelrose (Herpes zoster)
Was ist das? - Definition Gürtelrose ist eine Virusinfektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie äußert sich meist als schmerzhafter Hautausschlag mit Bläschen.
Krankheitsbild
Gürtelrose, medizinisch Herpes zoster genannt, tritt nur bei Menschen auf, die früher Windpocken hatten. Das Virus bleibt nach der Windpocken-Erkrankung lebenslang im Körper und kann später wieder aktiv werden. Die Reaktivierung erfolgt meist entlang eines Nervs und zeigt sich als Hautausschlag auf einer Körperhälfte. Besonders häufig trifft es den Rumpf und den Brustkorb, seltener Gesicht, Hals oder Beine. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, ist aber bei Menschen über 50 und bei geschwächtem Immunsystem häufiger.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn verspüren Betroffene oft ein allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber und Schmerzen in einem begrenzten Hautbereich. Nach wenigen Tagen entstehen Rötungen, Knötchen und stark juckende Bläschen. Diese platzen auf, verkrusten und heilen meist innerhalb von zwei bis vier Wochen ab. In manchen Fällen kann die Gürtelrose auch ohne sichtbaren Ausschlag auftreten. Besonders gefährlich ist ein Befall im Gesicht oder an den Augen, da hier zusätzliche Komplikationen wie Sehstörungen oder Gesichtslähmungen auftreten können.
Folgen/Komplikationen
Die häufigste Komplikation ist die Postzoster-Neuralgie, bei der Schmerzen auch nach Abheilung des Ausschlags bestehen bleiben. Zu den weiteren möglichen Folgen zählen Narbenbildung, Pigmentstörungen der Haut, bakterielle Hautentzündungen, Entzündungen von Organen wie Lunge oder Gehirn, Gesichtslähmungen und Hörprobleme bei Befall des Ohres sowie Sehstörungen bei Befall der Augen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Reaktivierung des Virus wird meist durch ein geschwächtes Immunsystem ausgelöst. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- fortgeschrittenes Alter
- Stress
- chronische Erkrankungen
- Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, etwa nach einer Organtransplantation
- HIV-Infektion
- Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt in der Regel antivirale Medikamente wie Aciclovir oder Valaciclovir ein, möglichst früh nach dem Auftreten der Symptome. Schmerzmittel und juckreizstillende Lotionen können zusätzlich helfen.
Das kann man selbst tun: Stressvermeidung, eine gesunde Lebensweise und eine spezielle Impfung beugen Gürtelrose vor. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Gesichtsbeteiligung oder Augensymptome auftreten - dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.