ACNATAC 10 mg/g + 0,25 mg/g Gel
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Pharmazeutische Informationen
Gel — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 10168841
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 60 g
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- ACNATAC
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Zuvor reinigen Sie die betroffene(n) Stelle(n). Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Mund, Nasenlöchern, Augen und mit offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Die Anwendungsdauer sollte ohne erneute ärztliche Untersuchung 12 Wochen nicht überschreiten.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Hautrötung, Abschälung der Haut, sonstigen Hautbeschwerden sowie zu Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut bei Akne:
Anwendungsgebiete
- Akne
- Leichte Hautentzündung mit Mitessern (Akne comedonica)
- Hautentzündung mit Papeln und Pusteln (papulo-pustulöse Akne)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Kombination von zwei Wirkstoffen.
Clindamycin gehört zu den Antibiotika und behindert die Produktion von Eiweiß in der Bakterienzelle. Dadurch fehlen den Bakterien wichtige Bausteine für Wachstum und Stoffwechsel. Die Bakterien werden in ihrer Vermehrung gehemmt. Es wurden auch direkt Bakterien abtötende Eigenschaften des Wirkstoffes beobachtet.
Tretinoin ist ein Vitamin A-Abkömmling und gehört zur Gruppe der Retinoide. Wie Vitamin A normalisiert Tretinoin das Wachstum und die Differenzierung von Haut- und Schleimhautzellen und senkt eine erhöhte Zellteilungsrate. Durch Eingriff in die Keratinbildung wird zudem die Hornschicht aufgelockert und oberflächliche Zellen können leichter abgeschilfert werden. Zudem beeinflussen Retinoide das Immunsystem und haben eine entzündungshemmende Wirkung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Akne
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Vermehrte Bildung von Hautfett (Seborrhoea)
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautausschlag
- Schuppen bildender Hautausschlag (exfoliativer Hautauschlag)
- Hautschuppung bzw. -abschälung (Exfoliation)
- Sonnenbrand
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Hautentzündung an der Anwendungsstelle
- Trockenheit an der Anwendungsstelle
- Hautrötung an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Darmentzündung (Morbus Crohn)
- Dickdarmschleimhautentzündung (Colitis ulcerosa)
- Antibiotikum-bedingte Darmentzündung
- Hautkrebs, in der Vor- oder Familienvorgeschichte
- Akute Hautentzündung (Ekzem) mit Juckreiz und Rötung, in der Vorgeschichte
- Entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich (Rosacea), in der Vorgeschichte
- Akneähnliche, entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich (periorale Dermatitis), in der Vorgeschichte
- Schwere Verlaufsformen der Akne
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Erythromycin Cetylstearylalkohol raffiniert und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Hautreaktionen (zum Beispiel Sonnenbrand) vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Bitte vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung oder Solarienbesuche und schützen Sie Ihre Haut vor UV-Strahlen durch Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor und geeignete Kleidung (dunkle Textilien, Kopfbedeckung). Wenn Sie Fragen hierzu haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akne
Was ist das? - Definition Akne ist eine häufige Hauterkrankung, die vor allem in der Pubertät auftritt. Sie entsteht durch eine Überproduktion von Talg und eine Verstopfung der Poren. Typisch sind Mitesser, Pickel und manchmal entzündete Knoten. Akne kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und sowohl das Gesicht als auch Rücken oder Brust betreffen.
Krankheitsbild
Akne entwickelt sich, wenn die Talgdrüsen vermehrt Fett produzieren und die Ausführungsgänge verstopfen. Dadurch entstehen zunächst Mitesser. Gelangen Bakterien in die verstopften Poren, kommt es zu einer Entzündung mit Rötung und Schwellung. Die Erkrankung tritt häufig auf und kommt vor allem bei Jugendlichen, aber auch Erwachsenen vor. Sie kann mild verlaufen oder schwerere Formen annehmen, die das Hautbild deutlich beeinträchtigen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Mitesser, Pickel und entzündete Knoten. Die Haut wirkt fettig und unrein. Der Verlauf ist oft langwierig und kann über Jahre bestehen bleiben. Manche Betroffene haben nur leichte Beschwerden, andere leiden unter ausgeprägten Hautveränderungen. Häufig bessert sich die Akne nach der Pubertät, sie kann aber auch im Erwachsenenalter fortbestehen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte oder schwere Akne kann verschiedene Folgen haben:
- Narbenbildung durch tiefe Entzündungen
- Psychische Belastung durch sichtbare Hautveränderungen
- Chronischer Verlauf mit wiederkehrenden Schüben
- Verstärkte Entzündung bei unsachgemäßer Manipulation
Besonders die psychische Belastung ist nicht zu unterschätzen, da das Hautbild das Selbstbewusstsein stark beeinflussen kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine gesteigerte Talgproduktion in Verbindung mit einer Verhornungsstörung der Haut. Bakterien tragen zur Entzündung bei. Risikofaktoren sind hormonelle Veränderungen wie während der Pubertät, genetische Veranlagung, Stress und bestimmte Medikamente. Auch Kosmetika, die die Poren verstopfen, können Akne begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Schweregrad verschiedene Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören äußerliche Behandlungen mit Wirkstoffen wie Retinoiden oder Benzoylperoxid sowie bei stärkeren Formen Antibiotika oder hormonelle Therapien.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig reinigen und fettige Produkte vermeiden. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden stark sind, Narben entstehen oder die Akne das seelische Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gel — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 10168841
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 60 g
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- ACNATAC
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Zuvor reinigen Sie die betroffene(n) Stelle(n). Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Mund, Nasenlöchern, Augen und mit offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Die Anwendungsdauer sollte ohne erneute ärztliche Untersuchung 12 Wochen nicht überschreiten.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Hautrötung, Abschälung der Haut, sonstigen Hautbeschwerden sowie zu Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut bei Akne:
Anwendungsgebiete
- Akne
- Leichte Hautentzündung mit Mitessern (Akne comedonica)
- Hautentzündung mit Papeln und Pusteln (papulo-pustulöse Akne)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Kombination von zwei Wirkstoffen.
Clindamycin gehört zu den Antibiotika und behindert die Produktion von Eiweiß in der Bakterienzelle. Dadurch fehlen den Bakterien wichtige Bausteine für Wachstum und Stoffwechsel. Die Bakterien werden in ihrer Vermehrung gehemmt. Es wurden auch direkt Bakterien abtötende Eigenschaften des Wirkstoffes beobachtet.
Tretinoin ist ein Vitamin A-Abkömmling und gehört zur Gruppe der Retinoide. Wie Vitamin A normalisiert Tretinoin das Wachstum und die Differenzierung von Haut- und Schleimhautzellen und senkt eine erhöhte Zellteilungsrate. Durch Eingriff in die Keratinbildung wird zudem die Hornschicht aufgelockert und oberflächliche Zellen können leichter abgeschilfert werden. Zudem beeinflussen Retinoide das Immunsystem und haben eine entzündungshemmende Wirkung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Akne
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Vermehrte Bildung von Hautfett (Seborrhoea)
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautausschlag
- Schuppen bildender Hautausschlag (exfoliativer Hautauschlag)
- Hautschuppung bzw. -abschälung (Exfoliation)
- Sonnenbrand
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Hautentzündung an der Anwendungsstelle
- Trockenheit an der Anwendungsstelle
- Hautrötung an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Darmentzündung (Morbus Crohn)
- Dickdarmschleimhautentzündung (Colitis ulcerosa)
- Antibiotikum-bedingte Darmentzündung
- Hautkrebs, in der Vor- oder Familienvorgeschichte
- Akute Hautentzündung (Ekzem) mit Juckreiz und Rötung, in der Vorgeschichte
- Entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich (Rosacea), in der Vorgeschichte
- Akneähnliche, entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich (periorale Dermatitis), in der Vorgeschichte
- Schwere Verlaufsformen der Akne
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Hautreaktionen (zum Beispiel Sonnenbrand) vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Bitte vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung oder Solarienbesuche und schützen Sie Ihre Haut vor UV-Strahlen durch Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor und geeignete Kleidung (dunkle Textilien, Kopfbedeckung). Wenn Sie Fragen hierzu haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akne
Was ist das? - Definition Akne ist eine häufige Hauterkrankung, die vor allem in der Pubertät auftritt. Sie entsteht durch eine Überproduktion von Talg und eine Verstopfung der Poren. Typisch sind Mitesser, Pickel und manchmal entzündete Knoten. Akne kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und sowohl das Gesicht als auch Rücken oder Brust betreffen.
Krankheitsbild
Akne entwickelt sich, wenn die Talgdrüsen vermehrt Fett produzieren und die Ausführungsgänge verstopfen. Dadurch entstehen zunächst Mitesser. Gelangen Bakterien in die verstopften Poren, kommt es zu einer Entzündung mit Rötung und Schwellung. Die Erkrankung tritt häufig auf und kommt vor allem bei Jugendlichen, aber auch Erwachsenen vor. Sie kann mild verlaufen oder schwerere Formen annehmen, die das Hautbild deutlich beeinträchtigen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Mitesser, Pickel und entzündete Knoten. Die Haut wirkt fettig und unrein. Der Verlauf ist oft langwierig und kann über Jahre bestehen bleiben. Manche Betroffene haben nur leichte Beschwerden, andere leiden unter ausgeprägten Hautveränderungen. Häufig bessert sich die Akne nach der Pubertät, sie kann aber auch im Erwachsenenalter fortbestehen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte oder schwere Akne kann verschiedene Folgen haben:
- Narbenbildung durch tiefe Entzündungen
- Psychische Belastung durch sichtbare Hautveränderungen
- Chronischer Verlauf mit wiederkehrenden Schüben
- Verstärkte Entzündung bei unsachgemäßer Manipulation
Besonders die psychische Belastung ist nicht zu unterschätzen, da das Hautbild das Selbstbewusstsein stark beeinflussen kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine gesteigerte Talgproduktion in Verbindung mit einer Verhornungsstörung der Haut. Bakterien tragen zur Entzündung bei. Risikofaktoren sind hormonelle Veränderungen wie während der Pubertät, genetische Veranlagung, Stress und bestimmte Medikamente. Auch Kosmetika, die die Poren verstopfen, können Akne begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Schweregrad verschiedene Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören äußerliche Behandlungen mit Wirkstoffen wie Retinoiden oder Benzoylperoxid sowie bei stärkeren Formen Antibiotika oder hormonelle Therapien.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig reinigen und fettige Produkte vermeiden. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden stark sind, Narben entstehen oder die Akne das seelische Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.