AGAKALIN 10 mg Hartkapseln
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Pharmazeutische Informationen
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19521090
- Darreichungsform:
- Hartkapseln
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- AGAKALIN
- Hersteller:
- MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH&Co.KG
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 22 × 60 × 102 mm
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen:
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie nach Behandlungsbeginn starke Änderungen der Stimmung oder des Verhaltens entwickeln, wie z.B. Gedanken sich oder andere Menschen zu verletzen.
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom)
Was ist das? - Definition ADHS ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindesalter. ADHS zeigt sich durch eine Kombination aus Unaufmerksamkeit, übermäßiger Aktivität und Impulsivität. Auch Erwachsene können an ADHS leiden.
Krankheitsbild
ADHS, oft auch Zappelphilipp-Syndrom bekannt, ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindesalter. Etwa 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren sind betroffen. ADHS zeigt sich durch eine Kombination aus Unaufmerksamkeit, übermäßiger Aktivität und Impulsivität. Auch Erwachsene können an ADHS leiden - schätzungsweise zwei bis vier Prozent sind betroffen.
Symptome/Verlauf
ADHS äußert sich unterschiedlich stark und kann in jedem Alter anders andere Auswirkungen zeigen. Typische Anzeichen sind:
- Konzentrationsprobleme: Betroffene lassen sich leicht ablenken, brechen Aufgaben oft ab oder vergessen Dinge.
- Impulsivität: Betroffene handeln vorschnell, reagieren heftig oder haben Mühe, abzuwarten.
- Überaktivität: Betroffene haben einen gesteigerten Bewegungsdrang, wirken sehr unruhig oder reden ununterbrochen.
Bei Kindern fällt der gesteigerte Bewegungsdrang oft besonders auf. Sie können sich beispielsweise außerdem schlecht konzentrieren, machen in der Schule oft Flüchtigkeitsfehler und lassen sich leicht ablenken. Sie stören im Unterricht, platzen mit Antworten heraus oder neigen zu Wutausbrüchen. Im Jugendalter treten häufig Stimmungsschwankungen, Trotz oder Gereiztheit hinzu. Sie neigen mitunter mehr zu riskantem Verhalten und Drogenkonsum als Gleichaltrige. Erwachsene mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, ihren Alltag zu strukturieren. Die mangelnde Organisationsfähigkeit hat oft Auswirkungen auf Beruf und Privatleben.
Der Verlauf von ADHS ist sehr individuell: Bei manchen Kindern werden die Symptome mit der Pubertät schwächer. Etwa ein Drittel der Betroffenen leidet auch im Erwachsenenalter unter ADHS.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann ADHS zu erheblichen Belastungen führen: in der Schule, im Beruf und im sozialen Umfeld. Kinder und Jugendliche erleben häufiger Misserfolge und Konflikte, was ihr Selbstbewusstsein mindert. Später können Probleme wie Angststörungen, Depressionen oder Suchtverhalten hinzukommen. Bei Erwachsenen führen die innere Unruhe, Vergesslichkeit und Impulsivität oft zu beruflichen oder privaten Schwierigkeiten. Eine passende Behandlung kann diesen Folgen aber gut vorbeugen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von ADHS sind noch nicht vollständig geklärt. Forscher gehen von einem Zusammenspiel genetischer Faktoren sowie weiterer Einflussfaktoren aus. Belastende Lebensbedingungen, familiäre Instabilität, aber auch Alkohol- und Tabakkonsum in der Schwangerschaft können auf Entwicklung und Verlauf von ADHS einen Einfluss haben.
Bei ADHS kommt es zu Abweichungen neuronaler Regelkreise im Gehirn. Die Funktionsstörungen gehen mit einem Über- oder Unterangebot von Botenstoffen in bestimmten Gehirnregionen einher. Bei ADHS sind dabei vor allem die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin von Bedeutung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
ADHS ist gut behandelbar. Entscheidend ist, dass die Therapie individuell angepasst wird und das Umfeld (Eltern, Lehrkräfte oder Partner) einbezogen wird. Der Arzt oder die Ärztin kann zunächst eine genaue Diagnose stellen und über die beste Behandlung beraten. Häufig kommen Verhaltenstherapie, Eltern- oder Angehörigenschulung und bei Bedarf Medikamente wie beispielsweise Methylphenidat zum Einsatz.
Das kann man selbst tun:
Ein geregelter Tagesablauf, ausreichend Bewegung, klare Strukturen und ein angemessener Erziehungsstil können Kindern helfen. Erwachsene profitieren zusätzlich von Entspannungstechniken, Selbstorganisationstraining, sportlicher Aktivität und dem Austausch mit anderen Betroffenen.
Bearbeitungsstand: 01.12.2025
Quellenangabe:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19521090
- Darreichungsform:
- Hartkapseln
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- AGAKALIN
- Hersteller:
- MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH&Co.KG
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 22 × 60 × 102 mm
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen:
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie nach Behandlungsbeginn starke Änderungen der Stimmung oder des Verhaltens entwickeln, wie z.B. Gedanken sich oder andere Menschen zu verletzen.
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom)
Was ist das? - Definition ADHS ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindesalter. ADHS zeigt sich durch eine Kombination aus Unaufmerksamkeit, übermäßiger Aktivität und Impulsivität. Auch Erwachsene können an ADHS leiden.
Krankheitsbild
ADHS, oft auch Zappelphilipp-Syndrom bekannt, ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindesalter. Etwa 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren sind betroffen. ADHS zeigt sich durch eine Kombination aus Unaufmerksamkeit, übermäßiger Aktivität und Impulsivität. Auch Erwachsene können an ADHS leiden - schätzungsweise zwei bis vier Prozent sind betroffen.
Symptome/Verlauf
ADHS äußert sich unterschiedlich stark und kann in jedem Alter anders andere Auswirkungen zeigen. Typische Anzeichen sind:
- Konzentrationsprobleme: Betroffene lassen sich leicht ablenken, brechen Aufgaben oft ab oder vergessen Dinge.
- Impulsivität: Betroffene handeln vorschnell, reagieren heftig oder haben Mühe, abzuwarten.
- Überaktivität: Betroffene haben einen gesteigerten Bewegungsdrang, wirken sehr unruhig oder reden ununterbrochen.
Bei Kindern fällt der gesteigerte Bewegungsdrang oft besonders auf. Sie können sich beispielsweise außerdem schlecht konzentrieren, machen in der Schule oft Flüchtigkeitsfehler und lassen sich leicht ablenken. Sie stören im Unterricht, platzen mit Antworten heraus oder neigen zu Wutausbrüchen. Im Jugendalter treten häufig Stimmungsschwankungen, Trotz oder Gereiztheit hinzu. Sie neigen mitunter mehr zu riskantem Verhalten und Drogenkonsum als Gleichaltrige. Erwachsene mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, ihren Alltag zu strukturieren. Die mangelnde Organisationsfähigkeit hat oft Auswirkungen auf Beruf und Privatleben.
Der Verlauf von ADHS ist sehr individuell: Bei manchen Kindern werden die Symptome mit der Pubertät schwächer. Etwa ein Drittel der Betroffenen leidet auch im Erwachsenenalter unter ADHS.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann ADHS zu erheblichen Belastungen führen: in der Schule, im Beruf und im sozialen Umfeld. Kinder und Jugendliche erleben häufiger Misserfolge und Konflikte, was ihr Selbstbewusstsein mindert. Später können Probleme wie Angststörungen, Depressionen oder Suchtverhalten hinzukommen. Bei Erwachsenen führen die innere Unruhe, Vergesslichkeit und Impulsivität oft zu beruflichen oder privaten Schwierigkeiten. Eine passende Behandlung kann diesen Folgen aber gut vorbeugen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von ADHS sind noch nicht vollständig geklärt. Forscher gehen von einem Zusammenspiel genetischer Faktoren sowie weiterer Einflussfaktoren aus. Belastende Lebensbedingungen, familiäre Instabilität, aber auch Alkohol- und Tabakkonsum in der Schwangerschaft können auf Entwicklung und Verlauf von ADHS einen Einfluss haben.
Bei ADHS kommt es zu Abweichungen neuronaler Regelkreise im Gehirn. Die Funktionsstörungen gehen mit einem Über- oder Unterangebot von Botenstoffen in bestimmten Gehirnregionen einher. Bei ADHS sind dabei vor allem die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin von Bedeutung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
ADHS ist gut behandelbar. Entscheidend ist, dass die Therapie individuell angepasst wird und das Umfeld (Eltern, Lehrkräfte oder Partner) einbezogen wird. Der Arzt oder die Ärztin kann zunächst eine genaue Diagnose stellen und über die beste Behandlung beraten. Häufig kommen Verhaltenstherapie, Eltern- oder Angehörigenschulung und bei Bedarf Medikamente wie beispielsweise Methylphenidat zum Einsatz.
Das kann man selbst tun:
Ein geregelter Tagesablauf, ausreichend Bewegung, klare Strukturen und ein angemessener Erziehungsstil können Kindern helfen. Erwachsene profitieren zusätzlich von Entspannungstechniken, Selbstorganisationstraining, sportlicher Aktivität und dem Austausch mit anderen Betroffenen.
Bearbeitungsstand: 01.12.2025
Quellenangabe:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.