AGNUSFEMINA 4 mg Filmtabletten
11,27 €
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03781239
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 60 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 4 mg
- Marke:
- AGNUSFEMINA
- Hersteller:
- MIBE GmbH Arzneimittel
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Die Behandlung sollte über mindestens 3 Monatszyklen erfolgen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Unregelmäßige Regelblutung
- Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten - (Mastodynie)
- Beschwerden vor Eintritt der Regelblutung - (Prämenstruelles Syndrom, PMS)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: täglich zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Mönchspfeffer und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: bis zu 6m hoher Baum oder Strauch, dessen Fiederblätter auf der Unterseite behaart sind, die kleinen duftenden violetten Blüten bilden ährenartige Blütenstände, die Früchte sind klein, rötlich-schwarz
- Vorkommen: Südeuropa, Asien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (Limonen, Pinen), Iridoidglykoside (Aucubin, Agnosid), Flavonoide
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: hauptsächlich Extrakte der Frucht
Extrakte von Mönchspfeffer unterdrücken die Freisetzung von Prolaktin. Die Konzentration dieser Substanz ist vor der Menstruation häufig erhöht und ist eine der Ursachen für die prämenstruellen Beschwerden. Zusätzlich scheint Mönchspfeffer das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron wiederherzustellen.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Nesselausschlag
- Quincke-Ödem
- Atemnot
- Schluckbeschwerden
- Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Brusttumore
- Tumore der Hirnanhangsdrüse (Hypophysentumore)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Glucose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Vor der Behandlung mit diesem Arzneimittel sollte eine Untersuchung durch Ihren Arzt erfolgen.
Regelschmerzen
Was ist das? - Definition Regelschmerzen sind krampfartige Schmerzen im Unterbauch, die vor oder während der Menstruation auftreten. Sie gehören zu den häufigsten Beschwerden im Zusammenhang mit der Monatsblutung und können von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In manchen Fällen beeinträchtigen sie den Alltag erheblich.
Krankheitsbild
Regelschmerzen entstehen durch Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur. Diese sind notwendig, um die Schleimhaut abzustoßen, die sich im Laufe des Zyklus aufgebaut hat. Dabei setzt der Körper Botenstoffe wie Prostaglandine frei, die die Schmerzen verstärken können. Es handelt sich um eine funktionelle Störung, die meist keine organische Ursache hat. In einigen Fällen können jedoch Erkrankungen wie Endometriose dahinterstecken.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden beginnen oft kurz vor der Menstruation und dauern ein bis drei Tage an. Sie können sich mit zunehmendem Alter oder nach Schwangerschaften verändern. Neben den Schmerzen im Unterbauch treten häufig weitere Symptome auf. Hierzu zählen:
- Krampfartige Schmerzen im Unterbauch
- Rückenschmerzen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Durchfall oder Kreislaufprobleme
- Müdigkeit und Reizbarkeit
Folgen/Komplikationen
Starke Regelschmerzen können die Lebensqualität erheblich einschränken. Sie führen nicht selten zu Fehlzeiten in Schule oder Beruf. Bei sehr intensiven oder langanhaltenden Beschwerden sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen, um organische Ursachen auszuschließen. Besonders bei Verdacht auf Endometriose oder Zysten ist eine weiterführende Diagnostik notwendig.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht immer eindeutig. Häufig spielen hormonelle Einflüsse und die individuelle Schmerzempfindlichkeit eine Rolle. Auch bestimmte Lebensumstände oder Vorerkrankungen können das Risiko erhöhen. Hierzu zählen ein früher Beginn der Menstruations, starke oder unregelmäßige Blutungen, Stress und psychische Belastung. Auch familiäre Häufung, Endometriose oder Myome sowie Bewegungsmangel steigern die Wahrscheinlichkeit unter Regelschmerzen zu leiden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräch und Ultraschall mögliche Ursachen abklären. Bei Bedarf kommen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder krampflösende Mittel zum Einsatz. Hormonpräparate wie die Pille können ebenfalls helfen. Mitunter unterstützen auch pflanzliche Präparate die Behandlung.Das kann man selbst tun: Wärme, Bewegung und Entspannungstechniken lindern oft die Beschwerden. Wenn die Schmerzen regelmäßig stark auftreten oder sich verschlimmern, sollte man nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Störungen der Regelblutung
Was ist das? - Definition Unregelmäßige oder ausbleibende Regelblutungen werden auch als Zyklusstörungen bezeichnet. Darunter versteht man Veränderungen der Häufigkeit, Stärke oder Dauer der Monatsblutung. Normalerweise dauert eine Regelblutung etwa drei bis vier Tage und kommt einmal im Monat. Kommt es zu Abweichungen, kann das harmlose Ursachen haben, aber auch auf Erkrankungen hinweisen.
Krankheitsbild
Unregelmäßige oder ausbleibende Regelblutungen werden auch als Zyklusstörungen bezeichnet. Darunter versteht man Veränderungen der Häufigkeit, Stärke oder Dauer der Monatsblutung. Normalerweise dauert eine Regelblutung etwa drei bis vier Tage und kommt einmal im Monat. Kommt es zu Abweichungen, kann das harmlose Ursachen haben, aber auch auf Erkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zyklusstörungen können sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Man unterscheidet vor allem Störungen der Häufigkeit und der Stärke der Blutung. Diese Unregelmäßigkeiten gibt es:
- Amenorrhoe: Die Regelblutung bleibt aus. Hat eine Frau noch nie eine Regelblutung gehabt, spricht man von einer primären Amenorrhoe, zum Beispiel bei angeborenen Fehlbildungen. Bleibt die Regel bei Frauen, die bereits ihren Zyklus haben, länger als drei Monate aus oder kommt seltener als neun Mal im Jahr, nennt man das sekundäre Amenorrhoe.
- Polymenorrhoe: Die Regelblutung kommt sehr häufig, mit Abständen unter 24 Tagen.
- Oligomenorrhoe: Die Regelblutung kommt selten, mit Abständen von mehr als 35 Tagen.
- Zwischenblutungen: Kleine Blutungen treten zusätzlich zwischen den normalen Regelblutungen auf.
- Blutungen nach den Wechseljahren
- Hypermenorrhoe: Sehr starke Regelblutung bei normaler Dauer.
- Hypomenorrhoe: Sehr schwache Regelblutung.
Folgen/Komplikationen
Der weitere Verlauf hängt von der Ursache der Zyklusstörung ab. Häufig stecken hormonelle Schwankungen oder psychische Belastungen dahinter, die sich wieder normalisieren können. Bleiben Blutungen jedoch länger aus oder treten ungewöhnliche Blutungen auf, kann dies die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen. Besonders Blutungen nach den Wechseljahren müssen immer ärztlich abgeklärt werden, um bösartige Veränderungen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zyklusstörungen sind sehr häufig und haben viele mögliche Ursachen. Dazu gehören:
- natürliche Lebensphasen wie Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit oder Wechseljahre
- Stress, starke seelische Belastungen oder extremes Sporttreiben
- starkes Unter- oder Übergewicht
- hormonelle Störungen im hormonproduzierenden Hypothalamus oder in den Eierstöcken
- das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS)
- vorzeitige Wechseljahre
- Narben oder Schäden der Gebärmutterschleimhaut
- hormonelle Verhütungsmittel oder bestimmte Medikamente
In seltenen Fällen können auch Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane eine Rolle spielen.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann? Selbst können Betroffene auf einen ausgewogenen Lebensstil und eine gute Ernährung achten, Stress reduzieren und extreme körperliche Belastungen vermeiden. Wichtig ist, anhaltende oder neu auftretende Zyklusveränderungen ärztlich abklären zu lassen.
Das macht der Arzt: Die Ärztin oder der Arzt klärt zunächst die Ursache, zum Beispiel durch Gespräche, Untersuchungen, Bluttests oder Ultraschall. Die Behandlung richtet sich nach dem Auslöser und kann hormonell oder anders erfolgen.
Bearbeitungsstand: 27.03.2026
Quellenangabe:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Prämenstruelles Syndrom
Was ist das? - Definition Das prämenstruelle Syndrom bezeichnet körperliche und seelische Beschwerden, die regelmäßig vor der Monatsblutung auftreten. Typisch sind Stimmungsschwankungen, Schmerzen oder Veränderungen im Verhalten. Die Symptome beginnen meist einige Tage vor der Periode und verschwinden mit deren Einsetzen wieder. Viele Frauen sind betroffen, die jeweilige Ausprägung unterscheidet sich jedoch sehr.
Krankheitsbild
Das prämenstruelle Syndrom umfasst eine Vielzahl von Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus stehen. Es tritt in der zweiten Zyklushälfte auf und kann sowohl körperliche als auch psychische Symptome verursachen. Manche Frauen erleben nur leichte Einschränkungen, andere leiden erheblich unter den wiederkehrenden Beschwerden.
Symptome/Verlauf
Die Symptome sind vielfältig und können sich von Frau zu Frau unterscheiden. Häufige Beschwerden sind:
- Kopfschmerzen
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme
- Müdigkeit und Schlafprobleme
- Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
- Konzentrationsschwierigkeiten
Der Verlauf ist zyklusabhängig. Die Beschwerden beginnen meist einige Tage vor der Menstruation und verschwinden mit deren Beginn oder kurz danach.
Folgen/Komplikationen
Das prämenstruelle Syndrom kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Berufliche und soziale Aktivitäten werden erschwert, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind. In schweren Fällen kann es zu einer prämenstruellen dysphorischen Störung kommen, die mit ausgeprägten psychischen Beschwerden verbunden ist.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Hormonelle Veränderungen im Zyklus spielen jedoch eine zentrale Rolle. Zu den Risikofaktoren zählen die individuelle Empfindlichkeit gegenüber Hormonschwankungen, Stress und psychische Belastungen, ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung, Schlafmangel und familiäre Veranlagung. Auch die Ernährung und der Konsum von Alkohol oder Nikotin können die Beschwerden verstärken.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen die Diagnose stellen und bei Bedarf eine Behandlung einleiten. Dazu gehören Medikamente aus wichtigen Wirkstoffgruppen wie Schmerzmittel oder Antidepressiva bei schweren psychischen Beschwerden. Auch bestimmte pflanzliche Arzneimittel lindern oft die Symptome.
Das kann man selbst tun: Bewegung, Entspannungstechniken und eine ausgewogene Ernährung wirken sich positiv aus. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden sehr stark auftreten oder das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03781239
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 60 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 4 mg
- Marke:
- AGNUSFEMINA
- Hersteller:
- MIBE GmbH Arzneimittel
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Die Behandlung sollte über mindestens 3 Monatszyklen erfolgen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Unregelmäßige Regelblutung
- Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten - (Mastodynie)
- Beschwerden vor Eintritt der Regelblutung - (Prämenstruelles Syndrom, PMS)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: täglich zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Mönchspfeffer und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: bis zu 6m hoher Baum oder Strauch, dessen Fiederblätter auf der Unterseite behaart sind, die kleinen duftenden violetten Blüten bilden ährenartige Blütenstände, die Früchte sind klein, rötlich-schwarz
- Vorkommen: Südeuropa, Asien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (Limonen, Pinen), Iridoidglykoside (Aucubin, Agnosid), Flavonoide
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: hauptsächlich Extrakte der Frucht
Extrakte von Mönchspfeffer unterdrücken die Freisetzung von Prolaktin. Die Konzentration dieser Substanz ist vor der Menstruation häufig erhöht und ist eine der Ursachen für die prämenstruellen Beschwerden. Zusätzlich scheint Mönchspfeffer das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron wiederherzustellen.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Nesselausschlag
- Quincke-Ödem
- Atemnot
- Schluckbeschwerden
- Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Brusttumore
- Tumore der Hirnanhangsdrüse (Hypophysentumore)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Glucose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Vor der Behandlung mit diesem Arzneimittel sollte eine Untersuchung durch Ihren Arzt erfolgen.
Regelschmerzen
Was ist das? - Definition Regelschmerzen sind krampfartige Schmerzen im Unterbauch, die vor oder während der Menstruation auftreten. Sie gehören zu den häufigsten Beschwerden im Zusammenhang mit der Monatsblutung und können von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In manchen Fällen beeinträchtigen sie den Alltag erheblich.
Krankheitsbild
Regelschmerzen entstehen durch Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur. Diese sind notwendig, um die Schleimhaut abzustoßen, die sich im Laufe des Zyklus aufgebaut hat. Dabei setzt der Körper Botenstoffe wie Prostaglandine frei, die die Schmerzen verstärken können. Es handelt sich um eine funktionelle Störung, die meist keine organische Ursache hat. In einigen Fällen können jedoch Erkrankungen wie Endometriose dahinterstecken.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden beginnen oft kurz vor der Menstruation und dauern ein bis drei Tage an. Sie können sich mit zunehmendem Alter oder nach Schwangerschaften verändern. Neben den Schmerzen im Unterbauch treten häufig weitere Symptome auf. Hierzu zählen:
- Krampfartige Schmerzen im Unterbauch
- Rückenschmerzen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Durchfall oder Kreislaufprobleme
- Müdigkeit und Reizbarkeit
Folgen/Komplikationen
Starke Regelschmerzen können die Lebensqualität erheblich einschränken. Sie führen nicht selten zu Fehlzeiten in Schule oder Beruf. Bei sehr intensiven oder langanhaltenden Beschwerden sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen, um organische Ursachen auszuschließen. Besonders bei Verdacht auf Endometriose oder Zysten ist eine weiterführende Diagnostik notwendig.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht immer eindeutig. Häufig spielen hormonelle Einflüsse und die individuelle Schmerzempfindlichkeit eine Rolle. Auch bestimmte Lebensumstände oder Vorerkrankungen können das Risiko erhöhen. Hierzu zählen ein früher Beginn der Menstruations, starke oder unregelmäßige Blutungen, Stress und psychische Belastung. Auch familiäre Häufung, Endometriose oder Myome sowie Bewegungsmangel steigern die Wahrscheinlichkeit unter Regelschmerzen zu leiden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräch und Ultraschall mögliche Ursachen abklären. Bei Bedarf kommen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder krampflösende Mittel zum Einsatz. Hormonpräparate wie die Pille können ebenfalls helfen. Mitunter unterstützen auch pflanzliche Präparate die Behandlung.Das kann man selbst tun: Wärme, Bewegung und Entspannungstechniken lindern oft die Beschwerden. Wenn die Schmerzen regelmäßig stark auftreten oder sich verschlimmern, sollte man nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Störungen der Regelblutung
Was ist das? - Definition Unregelmäßige oder ausbleibende Regelblutungen werden auch als Zyklusstörungen bezeichnet. Darunter versteht man Veränderungen der Häufigkeit, Stärke oder Dauer der Monatsblutung. Normalerweise dauert eine Regelblutung etwa drei bis vier Tage und kommt einmal im Monat. Kommt es zu Abweichungen, kann das harmlose Ursachen haben, aber auch auf Erkrankungen hinweisen.
Krankheitsbild
Unregelmäßige oder ausbleibende Regelblutungen werden auch als Zyklusstörungen bezeichnet. Darunter versteht man Veränderungen der Häufigkeit, Stärke oder Dauer der Monatsblutung. Normalerweise dauert eine Regelblutung etwa drei bis vier Tage und kommt einmal im Monat. Kommt es zu Abweichungen, kann das harmlose Ursachen haben, aber auch auf Erkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zyklusstörungen können sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Man unterscheidet vor allem Störungen der Häufigkeit und der Stärke der Blutung. Diese Unregelmäßigkeiten gibt es:
- Amenorrhoe: Die Regelblutung bleibt aus. Hat eine Frau noch nie eine Regelblutung gehabt, spricht man von einer primären Amenorrhoe, zum Beispiel bei angeborenen Fehlbildungen. Bleibt die Regel bei Frauen, die bereits ihren Zyklus haben, länger als drei Monate aus oder kommt seltener als neun Mal im Jahr, nennt man das sekundäre Amenorrhoe.
- Polymenorrhoe: Die Regelblutung kommt sehr häufig, mit Abständen unter 24 Tagen.
- Oligomenorrhoe: Die Regelblutung kommt selten, mit Abständen von mehr als 35 Tagen.
- Zwischenblutungen: Kleine Blutungen treten zusätzlich zwischen den normalen Regelblutungen auf.
- Blutungen nach den Wechseljahren
- Hypermenorrhoe: Sehr starke Regelblutung bei normaler Dauer.
- Hypomenorrhoe: Sehr schwache Regelblutung.
Folgen/Komplikationen
Der weitere Verlauf hängt von der Ursache der Zyklusstörung ab. Häufig stecken hormonelle Schwankungen oder psychische Belastungen dahinter, die sich wieder normalisieren können. Bleiben Blutungen jedoch länger aus oder treten ungewöhnliche Blutungen auf, kann dies die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen. Besonders Blutungen nach den Wechseljahren müssen immer ärztlich abgeklärt werden, um bösartige Veränderungen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zyklusstörungen sind sehr häufig und haben viele mögliche Ursachen. Dazu gehören:
- natürliche Lebensphasen wie Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit oder Wechseljahre
- Stress, starke seelische Belastungen oder extremes Sporttreiben
- starkes Unter- oder Übergewicht
- hormonelle Störungen im hormonproduzierenden Hypothalamus oder in den Eierstöcken
- das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS)
- vorzeitige Wechseljahre
- Narben oder Schäden der Gebärmutterschleimhaut
- hormonelle Verhütungsmittel oder bestimmte Medikamente
In seltenen Fällen können auch Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane eine Rolle spielen.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann? Selbst können Betroffene auf einen ausgewogenen Lebensstil und eine gute Ernährung achten, Stress reduzieren und extreme körperliche Belastungen vermeiden. Wichtig ist, anhaltende oder neu auftretende Zyklusveränderungen ärztlich abklären zu lassen.
Das macht der Arzt: Die Ärztin oder der Arzt klärt zunächst die Ursache, zum Beispiel durch Gespräche, Untersuchungen, Bluttests oder Ultraschall. Die Behandlung richtet sich nach dem Auslöser und kann hormonell oder anders erfolgen.
Bearbeitungsstand: 27.03.2026
Quellenangabe:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Prämenstruelles Syndrom
Was ist das? - Definition Das prämenstruelle Syndrom bezeichnet körperliche und seelische Beschwerden, die regelmäßig vor der Monatsblutung auftreten. Typisch sind Stimmungsschwankungen, Schmerzen oder Veränderungen im Verhalten. Die Symptome beginnen meist einige Tage vor der Periode und verschwinden mit deren Einsetzen wieder. Viele Frauen sind betroffen, die jeweilige Ausprägung unterscheidet sich jedoch sehr.
Krankheitsbild
Das prämenstruelle Syndrom umfasst eine Vielzahl von Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus stehen. Es tritt in der zweiten Zyklushälfte auf und kann sowohl körperliche als auch psychische Symptome verursachen. Manche Frauen erleben nur leichte Einschränkungen, andere leiden erheblich unter den wiederkehrenden Beschwerden.
Symptome/Verlauf
Die Symptome sind vielfältig und können sich von Frau zu Frau unterscheiden. Häufige Beschwerden sind:
- Kopfschmerzen
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme
- Müdigkeit und Schlafprobleme
- Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
- Konzentrationsschwierigkeiten
Der Verlauf ist zyklusabhängig. Die Beschwerden beginnen meist einige Tage vor der Menstruation und verschwinden mit deren Beginn oder kurz danach.
Folgen/Komplikationen
Das prämenstruelle Syndrom kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Berufliche und soziale Aktivitäten werden erschwert, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind. In schweren Fällen kann es zu einer prämenstruellen dysphorischen Störung kommen, die mit ausgeprägten psychischen Beschwerden verbunden ist.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Hormonelle Veränderungen im Zyklus spielen jedoch eine zentrale Rolle. Zu den Risikofaktoren zählen die individuelle Empfindlichkeit gegenüber Hormonschwankungen, Stress und psychische Belastungen, ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung, Schlafmangel und familiäre Veranlagung. Auch die Ernährung und der Konsum von Alkohol oder Nikotin können die Beschwerden verstärken.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen die Diagnose stellen und bei Bedarf eine Behandlung einleiten. Dazu gehören Medikamente aus wichtigen Wirkstoffgruppen wie Schmerzmittel oder Antidepressiva bei schweren psychischen Beschwerden. Auch bestimmte pflanzliche Arzneimittel lindern oft die Symptome.
Das kann man selbst tun: Bewegung, Entspannungstechniken und eine ausgewogene Ernährung wirken sich positiv aus. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden sehr stark auftreten oder das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.