AKYNZEO 300 mg/0,5 mg Hartkapseln
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Pharmazeutische Informationen
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12595895
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 300 mg
- Marke:
- AKYNZEO
- Hersteller:
- axicorp Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Kapseln dürfen nicht geöffnet werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Da sich das Arzneimittel aus verschiedenen Wirkstoffen zusammensetzt, kann es zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Verstopfung, Angst, Herzklopfen und Schmerzen in den Beinen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Das Arzneimittel sollte ca. 1Stunde vor Beginn der Tumorbehandlung eingenommen werden.
Anwendungsgebiete
- Übelkeit bei einer Tumorbehandlung - akute und verzögerte Übelkeit
- Erbrechen bei einer Tumorbehandlung - akutes und verzögertes Erbrechen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1 Kapsel, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination von Netupitant und Palonosetron, die zwei verschiedene Mechanismen blockieren, die an der Auslösung von Übelkeit und Erbrechen bei einer Tumorbehandlung beteiligt sind. Netupitant blockiert bestimmte Rezeptoren (Neurokinin-1-Rezeptoren), die sich im Nervensystem befinden und für die verzögerte Phase der Übelkeit und des Erbrechens verantwortlich sind. Palonosetron dagegen blockiert Rezeptoren (Serotonin-Rezeptoren) im Darm, die für die frühe Phase verantwortlich sind.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kopfschmerzen
- Verstopfung
- Erschöpfung
- Mangel an weißen Blutkörperchen (Neutropenie)
- Blutbildungsstörung mit mehr weißen Blutkörperchen im Blut (Leukozytose)
- Appetitlosigkeit
- Schlaflosigkeit
- Benommenheit
- Schwindelgefühl
- Drehschwindel
- AV-Block 1. Grades (gestörter Herzschlag bei der Überleitung vom Vorhof zur Kammer)
- Herzmuskelerkrankung
- Erregungsleitungsstörung am Herzen
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Bluthochdruck
- Schluckauf
- Blähung
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Verdauungsbeschwerden
- Entweichen von Darmgasen
- Übelkeit
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Allgemeine Schwäche
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
- Erhöhte alkalische Phosphatase
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 75 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 15 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 25 × 80 × 105 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur Vorbeugung:
Übelkeit/Erbrechen
Was ist das? - Definition Übelkeit und Erbrechen sind unangenehme Symptome, die viele Ursachen haben können. Übelkeit beschreibt das Gefühl, sich übergeben zu müssen, während Erbrechen das tatsächliche Entleeren des Mageninhalts über den Mund ist. Beide treten oft gemeinsam auf und sind meist Zeichen einer vorübergehenden Störung im Verdauungssystem oder einer anderen körperlichen Belastung.
Krankheitsbild
Übelkeit und Erbrechen sind keine eigenständigen Krankheiten, sondern Symptome, die bei vielen verschiedenen Erkrankungen auftreten können. Sie entstehen durch eine Reizung des Brechzentrums im Gehirn, das über Nervenimpulse aus dem Magen-Darm-Trakt, dem Gleichgewichtsorgan oder anderen Körperregionen aktiviert wird. Häufig sind sie harmlos und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. In anderen Fällen können sie auf ernstere gesundheitliche Probleme hinweisen.
Symptome/Verlauf
Übelkeit äußert sich als flaues Gefühl im Magen, oft begleitet von Appetitlosigkeit, Schwindel oder vermehrtem Speichelfluss. Erbrechen kann plötzlich auftreten und bringt meist eine vorübergehende Erleichterung. Die Beschwerden können einmalig oder wiederholt auftreten. Je nach Ursache sind sie mit weiteren Symptomen verbunden, etwa Bauchschmerzen, Fieber oder Durchfall. Der Verlauf hängt stark vom Auslöser ab. Bei harmlosen Magenverstimmungen verschwinden die Symptome meist innerhalb weniger Stunden oder Tage.
Folgen/Komplikationen
Kurzzeitige Übelkeit und gelegentliches Erbrechen sind meist unbedenklich. Bei häufigem oder starkem Erbrechen kann es jedoch zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlust kommen. Das kann besonders bei Kindern, älteren Menschen oder chronisch Kranken gefährlich werden. In schweren Fällen drohen Kreislaufprobleme, Austrocknung oder eine Reizung der Speiseröhre. Wenn Blut im Erbrochenen sichtbar ist oder die Beschwerden länger als zwei Tage anhalten, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Bandbreite möglicher Ursachen ist groß. Häufig sind Infektionen des Magen-Darm-Trakts, etwa durch Viren oder Bakterien. Auch verdorbene Lebensmittel, Stress, Medikamente oder hormonelle Veränderungen wie in der Schwangerschaft können Übelkeit und Erbrechen auslösen. Weitere Auslöser sind Reisekrankheit, Migräne oder Nebenwirkungen von Medikamenten. In seltenen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung wie ein Darmverschluss oder eine Hirndrucksteigerung dahinter.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen verordnen. Dazu gehören Antiemetika wie Dimenhydrinat oder Metoclopramid. Bei Infektionen kann eine symptomatische Behandlung mit Flüssigkeitszufuhr und Ruhe ausreichend sein. Auch pflanzliche Präparate, etwa mit Ingwer, können die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Leichte Kost zu sich nehmen, ausreichend trinken und reizende Einflüsse meiden. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sehr stark sind oder mit anderen Warnzeichen wie Fieber oder Blut im Erbrochenen einhergehen, sollte man nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Übelkeit infolge Krebstherapie
Was ist das? - Definition Übelkeit infolge einer Krebstherapie ist ein häufiges Begleitsymptom, das durch Medikamente der Chemotherapie oder andere Krebsbehandlungen ausgelöst wird. Sie entsteht durch Reizungen im Magen-Darm-Bereich und durch Veränderungen in Nerven und Gehirnzentren, die das Brechzentrum steuern.
Krankheitsbild
Die Übelkeit tritt oft in Zusammenhang mit den jeweiligen Behandlungszyklen auf und kann kurz nach der Therapie oder verzögert einsetzen. Viele Betroffene empfinden dabei ein anhaltendes flaues Gefühl im Bauch, das sich bis zum Erbrechen steigern kann. Je nach Art der Krebstherapie und persönlicher Empfindlichkeit schwankt die Intensität stark. Die Beschwerden belasten nicht nur den Körper, sondern auch das seelische Wohlbefinden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Häufig berichten Betroffene über:
- Unangenehmes Druck- oder Leeregefühl im Bauch
- Appetitlosigkeit
- Erbrechen oder Würgereiz
Der Verlauf hängt stark vom eingesetzten Therapieverfahren ab. Bei einigen beginnt die Übelkeit bereits Stunden nach der Behandlung, bei anderen erst einen oder mehrere Tage später. Wiederholte Therapiezyklen können die Empfindlichkeit erhöhen, sodass die Beschwerden an bestimmten Tagen vorhersehbarer werden.
Folgen Komplikationen
Hält die Übelkeit länger an, kann es zu Flüssigkeitsmangel, Gewichtsverlust und Schwäche kommen. Manche Patienten entwickeln eine starke Abneigung gegen bestimmte Speisen oder sogar gegen den Ort der Behandlung. Unbehandelte starke Übelkeit kann dazu führen, dass die Therapie schwieriger wird, weil Betroffene weniger essen können oder geschwächt sind. Auch seelische Belastungen wie Angst vor der nächsten Behandlung sind mögliche Folgen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Auslöser liegen meist in den Wirkmechanismen der Therapien. Chemotherapeutika reizen empfindliche Bereiche des Verdauungstraktes und aktivieren Nerven, die das Brechzentrum anregen. Auch bestimmte Strahlentherapien und einzelne krebshemmende Medikamente können das Risiko erhöhen. Zu den persönlichen Risikofaktoren gehören jüngeres Alter, weibliches Geschlecht, frühere Neigung zu Übelkeit sowie Angst oder Erschöpfung vor der Behandlung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt gezielt Medikamente wie Serotoninblockern oder weitere Mitteln gegen Übelkeit ein und passt deren Dosierung an die Therapie an. Zusätzlich wird geprüft, ob ein Flüssigkeits- oder Nährstoffmangel vorliegt.
Das kann man selbst tun: Leichte Mahlzeiten, ausreichend Trinken und eine Umgebung können die Symptome lindern. Grenzen liegen dort, wo anhaltendes Erbrechen, Schwindel oder starker Gewichtsverlust auftreten. Dann ist ärztliche Unterstützung unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - Kellnhauser, Thiemes Pflege, (2009), 11. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12595895
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 300 mg
- Marke:
- AKYNZEO
- Hersteller:
- axicorp Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Kapseln dürfen nicht geöffnet werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Da sich das Arzneimittel aus verschiedenen Wirkstoffen zusammensetzt, kann es zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Verstopfung, Angst, Herzklopfen und Schmerzen in den Beinen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Das Arzneimittel sollte ca. 1Stunde vor Beginn der Tumorbehandlung eingenommen werden.
Anwendungsgebiete
- Übelkeit bei einer Tumorbehandlung - akute und verzögerte Übelkeit
- Erbrechen bei einer Tumorbehandlung - akutes und verzögertes Erbrechen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1 Kapsel, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination von Netupitant und Palonosetron, die zwei verschiedene Mechanismen blockieren, die an der Auslösung von Übelkeit und Erbrechen bei einer Tumorbehandlung beteiligt sind. Netupitant blockiert bestimmte Rezeptoren (Neurokinin-1-Rezeptoren), die sich im Nervensystem befinden und für die verzögerte Phase der Übelkeit und des Erbrechens verantwortlich sind. Palonosetron dagegen blockiert Rezeptoren (Serotonin-Rezeptoren) im Darm, die für die frühe Phase verantwortlich sind.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kopfschmerzen
- Verstopfung
- Erschöpfung
- Mangel an weißen Blutkörperchen (Neutropenie)
- Blutbildungsstörung mit mehr weißen Blutkörperchen im Blut (Leukozytose)
- Appetitlosigkeit
- Schlaflosigkeit
- Benommenheit
- Schwindelgefühl
- Drehschwindel
- AV-Block 1. Grades (gestörter Herzschlag bei der Überleitung vom Vorhof zur Kammer)
- Herzmuskelerkrankung
- Erregungsleitungsstörung am Herzen
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Bluthochdruck
- Schluckauf
- Blähung
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Verdauungsbeschwerden
- Entweichen von Darmgasen
- Übelkeit
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Allgemeine Schwäche
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
- Erhöhte alkalische Phosphatase
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 75 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 15 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 25 × 80 × 105 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur Vorbeugung:
Übelkeit/Erbrechen
Was ist das? - Definition Übelkeit und Erbrechen sind unangenehme Symptome, die viele Ursachen haben können. Übelkeit beschreibt das Gefühl, sich übergeben zu müssen, während Erbrechen das tatsächliche Entleeren des Mageninhalts über den Mund ist. Beide treten oft gemeinsam auf und sind meist Zeichen einer vorübergehenden Störung im Verdauungssystem oder einer anderen körperlichen Belastung.
Krankheitsbild
Übelkeit und Erbrechen sind keine eigenständigen Krankheiten, sondern Symptome, die bei vielen verschiedenen Erkrankungen auftreten können. Sie entstehen durch eine Reizung des Brechzentrums im Gehirn, das über Nervenimpulse aus dem Magen-Darm-Trakt, dem Gleichgewichtsorgan oder anderen Körperregionen aktiviert wird. Häufig sind sie harmlos und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. In anderen Fällen können sie auf ernstere gesundheitliche Probleme hinweisen.
Symptome/Verlauf
Übelkeit äußert sich als flaues Gefühl im Magen, oft begleitet von Appetitlosigkeit, Schwindel oder vermehrtem Speichelfluss. Erbrechen kann plötzlich auftreten und bringt meist eine vorübergehende Erleichterung. Die Beschwerden können einmalig oder wiederholt auftreten. Je nach Ursache sind sie mit weiteren Symptomen verbunden, etwa Bauchschmerzen, Fieber oder Durchfall. Der Verlauf hängt stark vom Auslöser ab. Bei harmlosen Magenverstimmungen verschwinden die Symptome meist innerhalb weniger Stunden oder Tage.
Folgen/Komplikationen
Kurzzeitige Übelkeit und gelegentliches Erbrechen sind meist unbedenklich. Bei häufigem oder starkem Erbrechen kann es jedoch zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlust kommen. Das kann besonders bei Kindern, älteren Menschen oder chronisch Kranken gefährlich werden. In schweren Fällen drohen Kreislaufprobleme, Austrocknung oder eine Reizung der Speiseröhre. Wenn Blut im Erbrochenen sichtbar ist oder die Beschwerden länger als zwei Tage anhalten, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Bandbreite möglicher Ursachen ist groß. Häufig sind Infektionen des Magen-Darm-Trakts, etwa durch Viren oder Bakterien. Auch verdorbene Lebensmittel, Stress, Medikamente oder hormonelle Veränderungen wie in der Schwangerschaft können Übelkeit und Erbrechen auslösen. Weitere Auslöser sind Reisekrankheit, Migräne oder Nebenwirkungen von Medikamenten. In seltenen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung wie ein Darmverschluss oder eine Hirndrucksteigerung dahinter.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen verordnen. Dazu gehören Antiemetika wie Dimenhydrinat oder Metoclopramid. Bei Infektionen kann eine symptomatische Behandlung mit Flüssigkeitszufuhr und Ruhe ausreichend sein. Auch pflanzliche Präparate, etwa mit Ingwer, können die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Leichte Kost zu sich nehmen, ausreichend trinken und reizende Einflüsse meiden. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sehr stark sind oder mit anderen Warnzeichen wie Fieber oder Blut im Erbrochenen einhergehen, sollte man nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Übelkeit infolge Krebstherapie
Was ist das? - Definition Übelkeit infolge einer Krebstherapie ist ein häufiges Begleitsymptom, das durch Medikamente der Chemotherapie oder andere Krebsbehandlungen ausgelöst wird. Sie entsteht durch Reizungen im Magen-Darm-Bereich und durch Veränderungen in Nerven und Gehirnzentren, die das Brechzentrum steuern.
Krankheitsbild
Die Übelkeit tritt oft in Zusammenhang mit den jeweiligen Behandlungszyklen auf und kann kurz nach der Therapie oder verzögert einsetzen. Viele Betroffene empfinden dabei ein anhaltendes flaues Gefühl im Bauch, das sich bis zum Erbrechen steigern kann. Je nach Art der Krebstherapie und persönlicher Empfindlichkeit schwankt die Intensität stark. Die Beschwerden belasten nicht nur den Körper, sondern auch das seelische Wohlbefinden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Häufig berichten Betroffene über:
- Unangenehmes Druck- oder Leeregefühl im Bauch
- Appetitlosigkeit
- Erbrechen oder Würgereiz
Der Verlauf hängt stark vom eingesetzten Therapieverfahren ab. Bei einigen beginnt die Übelkeit bereits Stunden nach der Behandlung, bei anderen erst einen oder mehrere Tage später. Wiederholte Therapiezyklen können die Empfindlichkeit erhöhen, sodass die Beschwerden an bestimmten Tagen vorhersehbarer werden.
Folgen Komplikationen
Hält die Übelkeit länger an, kann es zu Flüssigkeitsmangel, Gewichtsverlust und Schwäche kommen. Manche Patienten entwickeln eine starke Abneigung gegen bestimmte Speisen oder sogar gegen den Ort der Behandlung. Unbehandelte starke Übelkeit kann dazu führen, dass die Therapie schwieriger wird, weil Betroffene weniger essen können oder geschwächt sind. Auch seelische Belastungen wie Angst vor der nächsten Behandlung sind mögliche Folgen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Auslöser liegen meist in den Wirkmechanismen der Therapien. Chemotherapeutika reizen empfindliche Bereiche des Verdauungstraktes und aktivieren Nerven, die das Brechzentrum anregen. Auch bestimmte Strahlentherapien und einzelne krebshemmende Medikamente können das Risiko erhöhen. Zu den persönlichen Risikofaktoren gehören jüngeres Alter, weibliches Geschlecht, frühere Neigung zu Übelkeit sowie Angst oder Erschöpfung vor der Behandlung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt gezielt Medikamente wie Serotoninblockern oder weitere Mitteln gegen Übelkeit ein und passt deren Dosierung an die Therapie an. Zusätzlich wird geprüft, ob ein Flüssigkeits- oder Nährstoffmangel vorliegt.
Das kann man selbst tun: Leichte Mahlzeiten, ausreichend Trinken und eine Umgebung können die Symptome lindern. Grenzen liegen dort, wo anhaltendes Erbrechen, Schwindel oder starker Gewichtsverlust auftreten. Dann ist ärztliche Unterstützung unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - Kellnhauser, Thiemes Pflege, (2009), 11. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.