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Pharmazeutische Informationen
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03407676
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 12 Stück
- Marke:
- ALDARA
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Zuvor reinigen Sie die betroffene Stelle.
Feigwarzen: Lassen Sie das Arzneimittel 6-10 Stunden einwirken und waschen Sie es anschließend ab.
Basalzellkarzinom, Keratose: Lassen Sie das Arzneimittel 8 Stunden einwirken und waschen Sie es anschließend ab.
Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände.
Dauer der Anwendung?
Feigwarzen: Das Arzneimittel sollte jeweils an 3 Tagen pro Woche angewendet werden, maximal 16 Wochen.
Basalzellkarzinom: Das Arzneimittel sollte 6 Wochen lang jeweils an 5 Tagen pro Woche angewendet werden, maximal 12 Wochen.
Keratose: Das Arzneimittel sollte 4 Wochen lang an 3 alternierenden Tagen pro Woche angewendet werden, maximal 8 Wochen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Führen Sie die Anwendung durch, sobald Sie daran denken und halten Sie dann Ihren Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Bei Feigwarzen und akinetischer Keratose:
Während und bis 2 Tage nach der Behandlung sollte nur mit latexfreien Kondomen geschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.
Bei Basalzellkarzinom:
Anwendungsgebiete
- Feigwarzen, im äußeren Geschlechtsbereich bei Männern und Frauen
- Keratose, aktinisch
- Basalzellkarzinome, kleine oberflächliche - (kleiner Hauttumor)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3 mal wöchentlich (im Abstand von 2-3 Tagen), Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 5 mal wöchentlich, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in das körpereigene Immunsystem ein. Daraufhin kann sich der Körper besser gegen Eindringlinge wie Viren zur Wehr setzen. Außerdem greift der Wirkstoff bei unkontrolliert wachsenden, körpereigenen Zellen auf der Haut regulierend ein.
Nebenwirkungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und Schleimhaut, wie:
- - Hautausschlag
- - Brennen oder Stechen auf der Haut
- - Juckreiz
- - Hautrötung
- - Schuppenbildung der Haut
- - Entzündungsreaktionen der Haut
- - Haarbalgentzündung, oberflächliche (Follikulitis)
- Gewebeschäden
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Bauchschmerzen
- - Mundtrockenheit
- - Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schläfrigkeit
- Benommenheit
- Schlaflosigkeit
- Depressionen
- Reizbarkeit
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Schwitzen
- Lymphadenitis (entzündliche Lymphknotenschwellung)
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Allgemeine Schwäche
- Infektionen mit anderen Viren, Bakterien oder mit Pilzen, wie:
- - Infektion mit Herpes-Viren
- - Infektionen der Scheide
- - Infektionen der Atemwege
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Abwehrschwäche, z.B. HIV-Infektionen, Organtransplantationen, langzeitig hochdosierte Kortisonbehandlung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 17 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 20 × 66 × 118 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Feigwarzen
Was ist das? - Definition Feigwarzen, auch Genitalwarzen genannt, sind gutartige Wucherungen im Genital oder Analbereich, die durch bestimmte Erreger, sogenannte humane Papillomviren, verursacht werden. Sie sind ansteckend, verlaufen meist harmlos, können aber körperlich und seelisch sehr belastend sein.
Krankheitsbild
Feigwarzen entstehen durch eine Infektion der Haut oder Schleimhaut mit bestimmten Virustypen, sogenannten humanen Papillomviren. Die Warzen können einzeln oder in Gruppen auftreten. Sie sind oft weich, hautfarben oder leicht gerötet. Manche bleiben sehr klein, andere wachsen zu größeren flachen oder blumenkohlartigen Gebilden zusammen. Viele Betroffene bemerken sie zunächst nicht, da sie meist keine Schmerzen verursachen. Sichtbar werden sie häufig erst, wenn sie wachsen, sich vermehren oder stören.
Symptome/Verlauf
Feigwarzen können sehr unterschiedlich aussehen und sich entwickeln. Typische Merkmale sind:
- kleine weiche Erhebungen im Genital oder Analbereich
- Juckreiz oder leichtes Brennen
- gelegentlich Feuchtigkeit oder Reizung der Haut
- selten leichte Blutungen bei Reibung
Der Verlauf ist oft schubweise. Manche Warzen verschwinden von selbst, andere bleiben bestehen oder breiten sich weiter aus. Ohne Behandlung können sie größer werden, dichter stehen oder neue Bereiche befallen.
Folgen/Komplikationen
Feigwarzen sind zwar gutartig, können aber stark verunsichern und die Sexualität beeinträchtigen. Bei ausgeprägtem Befall kann es zu Schmerzen, Reizungen oder Problemen beim Geschlechtsverkehr kommen. In seltenen Fällen können sich Warzen entzünden, nässen oder immer wiederkehren. Die verursachenden Viren können im Körper verbleiben, auch wenn die sichtbaren Veränderungen verschwinden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ansteckung erfolgt meist durch engen Hautkontakt, vor allem beim Geschlechtsverkehr. Risikofaktoren sind häufig wechselnde Partner, ungeschützter Verkehr, eine geschwächte Abwehrlage oder bereits gereizte Schleimhäute. Manche Menschen tragen die Viren ohne sichtbare Warzen zu entwickeln, können sie aber dennoch weitergeben.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er entfernt die Warzen zum Beispiel durch Vereisung, Verödung oder er nutzt bestimmte Lösungen und Cremes dafür.
Das kann man selbst tun: Auf eine schonende Intimhygiene achten, Reizungen im Genitalbereich vermeiden und bei Sexualkontakten Kondome verwenden. Grenzen bestehen, wenn die Warzen wachsen, Beschwerden verursachen, bluten oder immer wiederkehren. Dann ist ärztliche Behandlung notwendig. Medikamente sollten nur nach fachlicher Vorgabe eingesetzt werden.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Sonnenbrand
Was ist das? - Definition Sonnenbrand ist eine akute Hautreaktion, die durch übermäßige Einwirkung von ultravioletter Strahlung entsteht. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Haut, die sich durch Rötung, Schmerzen und manchmal Blasenbildung äußert. Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm, sondern kann langfristig die Haut schädigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen.
Krankheitsbild
Sonnenbrand ist eine Form der Hautentzündung. Er entsteht, wenn die Haut zu lange ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Die ultraviolette Strahlung schädigt die Hautzellen und löst eine Entzündungsreaktion aus. Besonders gefährdet sind helle Hauttypen, aber grundsätzlich kann jeder Sonnenbrand bekommen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Rötung, Schmerzen und ein Wärmegefühl der betroffenen Hautareale. Bei stärkerem Sonnenbrand können Schwellungen oder Blasen auftreten. Die Beschwerden bessern sich sehr häufig nach einigen Tagen. Wiederholte Sonnenbrände können die Haut dauerhaft schädigen.
Folgen/Komplikationen
Sonnenbrand kann kurzfristig zu starken Schmerzen und bei fehlender Linderung der Beschwerden zu Schlafproblemen führen. Komplikationen entstehen durch Blasenbildung oder Infektionen der geschädigten Haut. Langfristig erhöht wiederholter Sonnenbrand das Risiko für Hautalterung und Hautkrebs. Besonders gefährlich sind tiefe Hautschäden, die nicht mehr vollständig abheilen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist übermäßige UV-Strahlung. Zu den Risikofaktoren zählen:
- Lange Aufenthalte in der Sonne ohne entsprechenden Schutz
- Helle Hauttypen mit geringer Pigmentierung
- Mittagszeit mit besonders intensiver Sonnenstrahlung
- Urlaub in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung
- Verzicht auf Sonnenschutzmittel oder Kleidung
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann bei starkem Sonnenbrand schmerzlindernde Mittel oder entzündungshemmende Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: kühlende Umschläge, viel Flüssigkeit und Schonung der Haut lindern die Beschwerden. Grenzen liegen dort, wo Blasen großflächig auftreten oder starke Schmerzen bestehen oder wenn Säuglinge oder Kleinkinder betroffen sind. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Krebs
Was ist das? - Definition Krebs bezeichnet eine bösartige Gewebeneubildung. Tumorzellen vermehren sich unkontrolliert, sie wachsen in Nachbargewebe ein, zerstören gesundes Gewebe und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen.
Krankheitsbild
Unsere Zellen haben eine Art Lebenszyklus, in dem sich Phasen der Zellteilung mit Ruhephasen abwechseln. Dabei ist genau geregelt, wann sich die Zelle zu teilen und wann sie zu ruhen hat. Tumorzellen sind entartete Zellen, die sich nicht nach diesem Zyklus richten, sondern sich unkontrolliert ständig teilen und somit immer wachsen. Sie reagieren nicht mehr auf Signale, die das Wachstum in gesunden Geweben steuern, und können sich der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen.
Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Etwa jeder vierte Mensch stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung. Die häufigsten Tumorarten sind bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.
Symptome/Verlauf
Krebs entwickelt sich meist schleichend. In frühen Stadien verursacht er häufig keine Beschwerden. Erste Anzeichen sind oft unspezifisch:
- Starker, unerklärlicher Gewichtsverlust
- Müdigkeit, Leistungsschwäche, Appetitverlust
- Ungewöhnliche Geschmacksempfindungen, etwa Abneigung gegen Fleisch
- Schmerzen meist erst im fortgeschrittenen Stadium
Je nach betroffenem Organ kann es zusätzlich zu folgenden Symptomen kommen:
- Tastbare Knoten, z.B. in der Brust
- Blut im Stuhl oder geänderter Stuhlgang bei Darmkrebs
- Veränderungen an Haut oder Muttermalen
- Länger anhaltender Husten, besonders bei Rauchern
Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) möglich.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann Krebs das betroffene Organ zerstören und Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Diese Tochtergeschwülste sind oft besonders gefährlich, da sie weitere Organe schädigen können. Hierzu zählen etwa Leber, Lunge oder Knochen. Der Krebs kann auch über Lymphknoten oder Blutbahnen gestreut werden.
Wie eine Krebserkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie früh sie erkannt wird, wie aggressiv der Tumor ist und wie gut der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist. Manche Tumoren wachsen langsam, andere sehr rasch.
Dennoch ist Krebs heute nicht automatisch ein Todesurteil: Viele Tumoren lassen sich erfolgreich behandeln, manche sogar vollständig heilen, besonders wenn sie früh erkannt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Warum Zellen entarten, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch zahlreiche bekannte Risikofaktoren:
- Rauchen ist Hauptursache vieler Krebsarten, v.a. Lungenkrebs
- Alkoholkonsum, besonders in Kombination mit Rauchen
- Ungesunde Ernährung, etwa wenig Ballaststoffe oder viel fett- und fleischreiche Lebensmittel
- Viren und Bakterien, z.B. Humane Papillomaviren/HPV (Gebärmutterhalskrebs), Hepatitis B (Leberkrebs), Helicobacter pylori (Magenkrebs)
- UV-Strahlung bei Hautkrebs
- Familiäre Vorbelastung
- Abwehrschwäche, z.B. durch HIV
Eine Krebserkrankung ist nicht ansteckend.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Je nach Krebsart kommen Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapie oder moderne Immun- und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Nach der Behandlung erfolgen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Was man selbst tun kann:
- Nicht rauchen, Alkohol nur in Maßen
- Ausgewogen essen: viel Obst, Gemüse, Vollkorn, wenig Fett
- Auf Sonnenschutz achten
- Regelmäßige Bewegung und normales Körpergewicht halten
- An Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen
- Impfungen (z.B. gegen HPV, Hepatitis B) nutzen
- Unklare Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären lassen
Ob Krebspatienten von Nahrungsergänzungsmitteln, etwa mit bestimmten Vitaminen, oder anderen frei verkäuflichen Präparaten profitieren, müssen diese unbedingt mit den behandelnden Ärzten abklären. Einige Inhaltsstoffe können gewisse bösartige Tumore sogar noch fördern.
Auch nach einer Tumortherapie bedarf jeder Patient einer speziellen Weiterbehandlung und Betreuung. Das Ziel der regelmäßigen Nachuntersuchungen ist die rechtzeitige Erkennung eines erneuten Tumorwachstums. Daher sollten die vom Arzt empfohlenen Kontrolltermine unbedingt eingehalten werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03407676
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 12 Stück
- Marke:
- ALDARA
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Zuvor reinigen Sie die betroffene Stelle.
Feigwarzen: Lassen Sie das Arzneimittel 6-10 Stunden einwirken und waschen Sie es anschließend ab.
Basalzellkarzinom, Keratose: Lassen Sie das Arzneimittel 8 Stunden einwirken und waschen Sie es anschließend ab.
Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände.
Dauer der Anwendung?
Feigwarzen: Das Arzneimittel sollte jeweils an 3 Tagen pro Woche angewendet werden, maximal 16 Wochen.
Basalzellkarzinom: Das Arzneimittel sollte 6 Wochen lang jeweils an 5 Tagen pro Woche angewendet werden, maximal 12 Wochen.
Keratose: Das Arzneimittel sollte 4 Wochen lang an 3 alternierenden Tagen pro Woche angewendet werden, maximal 8 Wochen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Führen Sie die Anwendung durch, sobald Sie daran denken und halten Sie dann Ihren Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Bei Feigwarzen und akinetischer Keratose:
Während und bis 2 Tage nach der Behandlung sollte nur mit latexfreien Kondomen geschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.
Bei Basalzellkarzinom:
Anwendungsgebiete
- Feigwarzen, im äußeren Geschlechtsbereich bei Männern und Frauen
- Keratose, aktinisch
- Basalzellkarzinome, kleine oberflächliche - (kleiner Hauttumor)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3 mal wöchentlich (im Abstand von 2-3 Tagen), Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 5 mal wöchentlich, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in das körpereigene Immunsystem ein. Daraufhin kann sich der Körper besser gegen Eindringlinge wie Viren zur Wehr setzen. Außerdem greift der Wirkstoff bei unkontrolliert wachsenden, körpereigenen Zellen auf der Haut regulierend ein.
Nebenwirkungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und Schleimhaut, wie:
- - Hautausschlag
- - Brennen oder Stechen auf der Haut
- - Juckreiz
- - Hautrötung
- - Schuppenbildung der Haut
- - Entzündungsreaktionen der Haut
- - Haarbalgentzündung, oberflächliche (Follikulitis)
- Gewebeschäden
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Bauchschmerzen
- - Mundtrockenheit
- - Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schläfrigkeit
- Benommenheit
- Schlaflosigkeit
- Depressionen
- Reizbarkeit
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Schwitzen
- Lymphadenitis (entzündliche Lymphknotenschwellung)
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Allgemeine Schwäche
- Infektionen mit anderen Viren, Bakterien oder mit Pilzen, wie:
- - Infektion mit Herpes-Viren
- - Infektionen der Scheide
- - Infektionen der Atemwege
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Abwehrschwäche, z.B. HIV-Infektionen, Organtransplantationen, langzeitig hochdosierte Kortisonbehandlung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 17 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 20 × 66 × 118 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Feigwarzen
Was ist das? - Definition Feigwarzen, auch Genitalwarzen genannt, sind gutartige Wucherungen im Genital oder Analbereich, die durch bestimmte Erreger, sogenannte humane Papillomviren, verursacht werden. Sie sind ansteckend, verlaufen meist harmlos, können aber körperlich und seelisch sehr belastend sein.
Krankheitsbild
Feigwarzen entstehen durch eine Infektion der Haut oder Schleimhaut mit bestimmten Virustypen, sogenannten humanen Papillomviren. Die Warzen können einzeln oder in Gruppen auftreten. Sie sind oft weich, hautfarben oder leicht gerötet. Manche bleiben sehr klein, andere wachsen zu größeren flachen oder blumenkohlartigen Gebilden zusammen. Viele Betroffene bemerken sie zunächst nicht, da sie meist keine Schmerzen verursachen. Sichtbar werden sie häufig erst, wenn sie wachsen, sich vermehren oder stören.
Symptome/Verlauf
Feigwarzen können sehr unterschiedlich aussehen und sich entwickeln. Typische Merkmale sind:
- kleine weiche Erhebungen im Genital oder Analbereich
- Juckreiz oder leichtes Brennen
- gelegentlich Feuchtigkeit oder Reizung der Haut
- selten leichte Blutungen bei Reibung
Der Verlauf ist oft schubweise. Manche Warzen verschwinden von selbst, andere bleiben bestehen oder breiten sich weiter aus. Ohne Behandlung können sie größer werden, dichter stehen oder neue Bereiche befallen.
Folgen/Komplikationen
Feigwarzen sind zwar gutartig, können aber stark verunsichern und die Sexualität beeinträchtigen. Bei ausgeprägtem Befall kann es zu Schmerzen, Reizungen oder Problemen beim Geschlechtsverkehr kommen. In seltenen Fällen können sich Warzen entzünden, nässen oder immer wiederkehren. Die verursachenden Viren können im Körper verbleiben, auch wenn die sichtbaren Veränderungen verschwinden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ansteckung erfolgt meist durch engen Hautkontakt, vor allem beim Geschlechtsverkehr. Risikofaktoren sind häufig wechselnde Partner, ungeschützter Verkehr, eine geschwächte Abwehrlage oder bereits gereizte Schleimhäute. Manche Menschen tragen die Viren ohne sichtbare Warzen zu entwickeln, können sie aber dennoch weitergeben.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er entfernt die Warzen zum Beispiel durch Vereisung, Verödung oder er nutzt bestimmte Lösungen und Cremes dafür.
Das kann man selbst tun: Auf eine schonende Intimhygiene achten, Reizungen im Genitalbereich vermeiden und bei Sexualkontakten Kondome verwenden. Grenzen bestehen, wenn die Warzen wachsen, Beschwerden verursachen, bluten oder immer wiederkehren. Dann ist ärztliche Behandlung notwendig. Medikamente sollten nur nach fachlicher Vorgabe eingesetzt werden.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Sonnenbrand
Was ist das? - Definition Sonnenbrand ist eine akute Hautreaktion, die durch übermäßige Einwirkung von ultravioletter Strahlung entsteht. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Haut, die sich durch Rötung, Schmerzen und manchmal Blasenbildung äußert. Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm, sondern kann langfristig die Haut schädigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen.
Krankheitsbild
Sonnenbrand ist eine Form der Hautentzündung. Er entsteht, wenn die Haut zu lange ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Die ultraviolette Strahlung schädigt die Hautzellen und löst eine Entzündungsreaktion aus. Besonders gefährdet sind helle Hauttypen, aber grundsätzlich kann jeder Sonnenbrand bekommen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Rötung, Schmerzen und ein Wärmegefühl der betroffenen Hautareale. Bei stärkerem Sonnenbrand können Schwellungen oder Blasen auftreten. Die Beschwerden bessern sich sehr häufig nach einigen Tagen. Wiederholte Sonnenbrände können die Haut dauerhaft schädigen.
Folgen/Komplikationen
Sonnenbrand kann kurzfristig zu starken Schmerzen und bei fehlender Linderung der Beschwerden zu Schlafproblemen führen. Komplikationen entstehen durch Blasenbildung oder Infektionen der geschädigten Haut. Langfristig erhöht wiederholter Sonnenbrand das Risiko für Hautalterung und Hautkrebs. Besonders gefährlich sind tiefe Hautschäden, die nicht mehr vollständig abheilen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist übermäßige UV-Strahlung. Zu den Risikofaktoren zählen:
- Lange Aufenthalte in der Sonne ohne entsprechenden Schutz
- Helle Hauttypen mit geringer Pigmentierung
- Mittagszeit mit besonders intensiver Sonnenstrahlung
- Urlaub in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung
- Verzicht auf Sonnenschutzmittel oder Kleidung
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann bei starkem Sonnenbrand schmerzlindernde Mittel oder entzündungshemmende Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: kühlende Umschläge, viel Flüssigkeit und Schonung der Haut lindern die Beschwerden. Grenzen liegen dort, wo Blasen großflächig auftreten oder starke Schmerzen bestehen oder wenn Säuglinge oder Kleinkinder betroffen sind. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Krebs
Was ist das? - Definition Krebs bezeichnet eine bösartige Gewebeneubildung. Tumorzellen vermehren sich unkontrolliert, sie wachsen in Nachbargewebe ein, zerstören gesundes Gewebe und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen.
Krankheitsbild
Unsere Zellen haben eine Art Lebenszyklus, in dem sich Phasen der Zellteilung mit Ruhephasen abwechseln. Dabei ist genau geregelt, wann sich die Zelle zu teilen und wann sie zu ruhen hat. Tumorzellen sind entartete Zellen, die sich nicht nach diesem Zyklus richten, sondern sich unkontrolliert ständig teilen und somit immer wachsen. Sie reagieren nicht mehr auf Signale, die das Wachstum in gesunden Geweben steuern, und können sich der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen.
Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Etwa jeder vierte Mensch stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung. Die häufigsten Tumorarten sind bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.
Symptome/Verlauf
Krebs entwickelt sich meist schleichend. In frühen Stadien verursacht er häufig keine Beschwerden. Erste Anzeichen sind oft unspezifisch:
- Starker, unerklärlicher Gewichtsverlust
- Müdigkeit, Leistungsschwäche, Appetitverlust
- Ungewöhnliche Geschmacksempfindungen, etwa Abneigung gegen Fleisch
- Schmerzen meist erst im fortgeschrittenen Stadium
Je nach betroffenem Organ kann es zusätzlich zu folgenden Symptomen kommen:
- Tastbare Knoten, z.B. in der Brust
- Blut im Stuhl oder geänderter Stuhlgang bei Darmkrebs
- Veränderungen an Haut oder Muttermalen
- Länger anhaltender Husten, besonders bei Rauchern
Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) möglich.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann Krebs das betroffene Organ zerstören und Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Diese Tochtergeschwülste sind oft besonders gefährlich, da sie weitere Organe schädigen können. Hierzu zählen etwa Leber, Lunge oder Knochen. Der Krebs kann auch über Lymphknoten oder Blutbahnen gestreut werden.
Wie eine Krebserkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie früh sie erkannt wird, wie aggressiv der Tumor ist und wie gut der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist. Manche Tumoren wachsen langsam, andere sehr rasch.
Dennoch ist Krebs heute nicht automatisch ein Todesurteil: Viele Tumoren lassen sich erfolgreich behandeln, manche sogar vollständig heilen, besonders wenn sie früh erkannt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Warum Zellen entarten, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch zahlreiche bekannte Risikofaktoren:
- Rauchen ist Hauptursache vieler Krebsarten, v.a. Lungenkrebs
- Alkoholkonsum, besonders in Kombination mit Rauchen
- Ungesunde Ernährung, etwa wenig Ballaststoffe oder viel fett- und fleischreiche Lebensmittel
- Viren und Bakterien, z.B. Humane Papillomaviren/HPV (Gebärmutterhalskrebs), Hepatitis B (Leberkrebs), Helicobacter pylori (Magenkrebs)
- UV-Strahlung bei Hautkrebs
- Familiäre Vorbelastung
- Abwehrschwäche, z.B. durch HIV
Eine Krebserkrankung ist nicht ansteckend.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Je nach Krebsart kommen Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapie oder moderne Immun- und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Nach der Behandlung erfolgen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Was man selbst tun kann:
- Nicht rauchen, Alkohol nur in Maßen
- Ausgewogen essen: viel Obst, Gemüse, Vollkorn, wenig Fett
- Auf Sonnenschutz achten
- Regelmäßige Bewegung und normales Körpergewicht halten
- An Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen
- Impfungen (z.B. gegen HPV, Hepatitis B) nutzen
- Unklare Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären lassen
Ob Krebspatienten von Nahrungsergänzungsmitteln, etwa mit bestimmten Vitaminen, oder anderen frei verkäuflichen Präparaten profitieren, müssen diese unbedingt mit den behandelnden Ärzten abklären. Einige Inhaltsstoffe können gewisse bösartige Tumore sogar noch fördern.
Auch nach einer Tumortherapie bedarf jeder Patient einer speziellen Weiterbehandlung und Betreuung. Das Ziel der regelmäßigen Nachuntersuchungen ist die rechtzeitige Erkennung eines erneuten Tumorwachstums. Daher sollten die vom Arzt empfohlenen Kontrolltermine unbedingt eingehalten werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.