ALLGÄUER LATSCHENK. Schmerz Creme
14,45 €
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Pharmazeutische Informationen
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 11692113
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Marke:
- ALLGÄUER
- Hersteller:
- Dr. Theiss Naturwaren GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Gesicht, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 2 Wochen anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Benommenheit und Atemnot kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Rheumatische Beschwerden
- Muskelschmerzen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren, Einzeldosis: 6cm Stranglänge, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 6cm Stranglänge, Gesamtdosis: 3-5 mal täglich, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination und enthält Eucalyptusöl, Pfefferminzöl und Rosmarinöl. Zusammen wirken die Öle Schmerzen entgegen.
Eucalyptusöl und Rosmarinöl sollen äußerlich angewendet durchblutungsfördernd und schmerzlindernd wirken und können deshalb bei Schmerzen des Bewegungsapparates angewendet werden. Pfefferminzöl wirkt auf der Haut kühlend und hat somit abschwellende und schmerzhemmende Eigenschaften.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Geschädigte Haut - (z.B. Verbrennungen, Verletzungen)
- Haut- und Kinderkrankheiten mit Hautausschlag
- Asthma bronchiale
- Keuchhusten
- Pseudokrupp
- Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen
- Kinder mit Anfallsleiden
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 30 Monaten: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 3
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 9 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Rötung, Schwellung des Gelenks oder Fieber auftreten.
Schmerz
Was ist das? - Definition Schmerz ist die Bezeichnung für sehr verschiedene unangenehme Empfindungen. Sie können in ihrem Charakter höchst unterschiedlich sein und ihre Stärke kann von kaum wahrnehmbar bis unerträglich reichen.
Krankheitsbild
Schmerz ist ein vielschichtiges, unangenehmes Empfinden, das sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die Spannbreite reicht von leichtem Ziehen bis hin zu starkem, kaum erträglichem Stechen oder Brennen. Er tritt bei akuten Verletzungen ebenso auf wie bei chronischen Erkrankungen. Schmerzen sind in erster Linie ein Warnsignal des Körpers, das auf eine mögliche oder bereits eingetretene Schädigung hinweist. Ohne Schmerzempfinden würden wir Gefahren für unseren Körper oft zu spät bemerken.
Die Reize werden über spezielle Schmerzrezeptoren an der Körperoberfläche oder in Organen wahrgenommen. Diese Signale wandern über Nervenbahnen ins Gehirn, wo sie als Schmerz empfunden werden. Verschiedene Auslöser wie Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder chemische Reize können diesen Prozess in Gang setzen. Auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Diabetes können das Schmerzempfinden beeinflussen oder verfälschen.
Symptome/Verlauf
Schmerzen zeigen sich je nach Ursache und Person unterschiedlich. Man unterscheidet sie unter anderem nach Dauer, Intensität und Art:
- Akute Schmerzen treten plötzlich auf, etwa bei Prellungen, Schnittwunden oder Muskelverspannungen, und verschwinden meist, wenn die Ursache behoben ist.
- Chronische Schmerzen dauern länger an als die ursprüngliche Verletzung, oft über Monate hinweg. Sie gelten inzwischen als eigenständiges Krankheitsbild.
Auch die Wahrnehmung ist individuell: Manche Menschen vertragen Schmerzen gut, andere weniger. Die kulturelle Prägung kann dabei eine Rolle spielen. Die Art des Schmerzes gibt Hinweise auf die Ursache: Krampfartige (kolikartige) Schmerzen können auf Nieren
- oder Gallensteine hindeuten, dumpfe oder stechende auf Verletzungen oder innere Erkrankungen. Manche Menschen empfinden sogar in amputierten Gliedmaßen weiterhin Schmerzen, sogenannten Phantomschmerzen.
Nicht immer haben Schmerzen eine rein körperliche Ursache. Auch psychische Belastungen wie Stress oder Angst können Beschwerden auslösen, etwa Bauchweh bei Schulangst.
Folgen/Komplikationen
Werden akute Schmerzen behandelt, sind die Aussichten in der Regel gut. Schwieriger sieht es bei chronischen Schmerzen aus: Diese können das Leben stark beeinträchtigen, sowohl körperlich als auch seelisch. Hobbies und Berufstätigkeit sind oft nicht mehr möglich, was zu sozialem Rückzug, Depressionen und Isolation führen kann. Diese psychischen Belastungen wiederum verstärken das Schmerzempfinden. Es entsteht ein Teufelskreis. Deshalb ist bei chronischen Schmerzen nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Unterstützung wichtig, auch für das Umfeld der Betroffenen.
Ursachen/Risikofaktoren
Schmerzen entstehen, wenn Gewebe geschädigt oder gereizt wird, zum Beispiel durch Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder Operationen. Auch chemische Substanzen wie Säuren oder Laugen können Schmerzen verursachen. Medikamente, insbesondere bei falscher Anwendung, können ihrerseits Schmerzen auslösen (z. B. durch Schädigung von Nieren oder Magen).
Nicht alle Krankheiten verursachen frühzeitig Schmerzen:
Krebserkrankungen können lange schmerzfrei verlaufen und dadurch unentdeckt bleiben. Auch Menschen mit Diabetes spüren Schmerzen oft verzögert oder gar nicht, da die Nerven geschädigt sind. So bleiben bei ihnen mitunter selbst ernsthafte Probleme wie ein Herzinfarkt oder Fußverletzungen unbemerkt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärzte suchen gezielt nach der Schmerzursache und leiten entsprechende Maßnahmen ein. Bei akuten Schmerzen stehen oft Medikamente, Schonung oder Kühlung im Vordergrund. Chronische Schmerzen erfordern meist eine umfassendere Behandlung, etwa durch regelmäßige Schmerzmittelgabe, begleitende Therapien und psychologische Unterstützung.
Was man selbst tun kann:
- Bei unklaren oder starken Schmerzen zum Arzt gehen.
- Entspannungsverfahren wie Yoga, Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung ausprobieren.
- Bei Verstauchungen oder Zerrungen: kühlen und schonen.
- Bei Verspannungen oder krampfartigen Schmerzen: Wärme (z. B. Wärmflasche, Rotlicht).
- Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke nur kurzzeitig verwenden. Als Faustregel gilt: nicht länger als drei oder vier Tage hintereinander, monatlich nicht mehr als an zehn Tagen.
- Bei Kindern ist die Behandlung mit Schmerzmitteln heikel und bedarf einer gründlichen Beratung durch Ärzte und Apotheker. Nicht alle rezeptfrei erhältlichen Schmerzmittel eignen sich für Kinder.
- Auf mögliche Wechselwirkungen achten, wenn man mehrere Medikamente nimmt.
- Selbsthilfegruppen können bei chronischen Schmerzen sehr hilfreich sein.
- Wer neben Schmerzmitteln noch weitere Medikamente einnimmt, sollte im Gespräch mit einem Apotheker oder einem Arzt gefährliche Wechselwirkungen ausschließen.
Bearbeitungsstand: 17.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Rheuma
Was ist das? - Definition Rheuma ist ein Sammelbegriff für über 100 Erkrankungen, die vor allem den Bewegungsapparat betreffen. Dazu zählen Gelenke, Muskeln, Sehnen und Knochen, aber auch Organe, Haut und das Immunsystem. Rheuma verläuft oft chronisch und verursacht Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen. Eine frühzeitige Diagnose kann Folgeschäden verhindern.
Krankheitsbild
Rheuma ist keine einzelne Krankheit, sondern umfasst viele unterschiedliche Erkrankungen. Zu den häufigsten Formen zählen entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis. Daneben gibt es degenerative Formen wie Arthrose, Weichteilrheuma wie Fibromyalgie und stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Gicht.
Auch autoimmunbedingte Systemerkrankungen wie Lupus erythematodes zählen dazu. Rheuma kann nicht nur Gelenke betreffen, sondern auch Haut, Augen, Blutgefäße oder innere Organe. In Deutschland leben rund 20 Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung. Selbst Kinder können betroffen sein, etwa bei der juvenilen idiopathischen Arthritis.
Symptome und Verlauf
So vielfältig die betroffenen Teile des Körpers, so vielfältig die möglichen Beschwerden. Häufig beginnt es mit Gelenkschmerzen, besonders morgens oder nach Ruhephasen. Die Gelenke sind oft steif, geschwollen und gerötet. Ebenfalls typisch: die Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten anhält. Auch allgemeine Symptome wie Müdigkeit, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit können auftreten.
Der Verlauf hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Viele Formen verlaufen chronisch und in Schüben. Schmerzen und Entzündungen beginnen oft an kleinen Gelenken wie Fingern oder Händen. Mit der Zeit können dauerhafte Schäden entstehen. Manche Formen betreffen auch Organe oder die Haut. Eine frühzeitige Behandlung kann den Verlauf deutlich verlangsamen.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Rheuma zu schweren Komplikationen führen. Gelenke können sich verformen oder versteifen, Knochen werden geschädigt. Auch Osteoporose, also ein Knochenschwund, zählt zu den möglichen Folgen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich. Viele Betroffene leiden unter chronischer Erschöpfung oder psychischen Belastungen wie Depressionen.
Bei Kindern kann Rheuma zu Wachstumsstörungen führen. Auch Augenentzündungen oder Organschäden sind möglich. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Chancen auf einen milden Verlauf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen kennt die Forschung oft noch nicht eindeutig. Viele rheumatische Erkrankungen gelten als Autoimmunerkrankungen. Hier greift das Immunsystem körpereigene Strukturen an. Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, ebenso Umweltfaktoren wie Infektionen, Rauchen oder Stress. Auch hormonelle Einflüsse und die Darmflora werden diskutiert.
0Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- Familiäre Vorbelastung
- Rauchen
- Ungesunde Ernährung
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Chronischer Stress
Ein gesunder Lebensstil kann helfen, das Risiko zu senken und den Verlauf positiv zu beeinflussen. Das gilt besonders bei genetischer Veranlagung.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung, Bluttests und Bildgebung. Je nach Erkrankung kommen Medikamente zum Einsatz, die Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Dazu zählen Basistherapeutika, Biologika, JAK-Hemmer oder Kortison. Auch Physio- und Ergotherapie sowie psychologische Unterstützung sind wichtig.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, eine entzündungshemmende Ernährung und Stressabbau helfen, Beschwerden zu lindern. Auch Hilfsmittel aus der Apotheke wie Bandagen oder pflanzliche Präparate können unterstützen. Wichtig ist, Medikamente regelmäßig und korrekt einzunehmen.
Wo die Grenzen liegen: Wenn Gelenkschmerzen länger anhalten, sich verschlimmern oder mehrere Gelenke betroffen sind, sollte man nicht allein auf Hausmittel setzen. Spätestens bei Schwellungen, Fieber oder Bewegungseinschränkungen ist ärztlicher Rat notwendig. Nur eine frühzeitige Behandlung kann Folgeschäden verhindern.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Polymyalgia rheumatica
Was ist das? - Definition Polymyalgia rheumatica, ist eine entzündliche Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft. Sie verursacht starke Schmerzen und Steifigkeit in Schultern, Nacken und Hüften und schränkt die Beweglichkeit deutlich ein.
Krankheitsbild
Polymyalgia rheumatica, auch entzündliches Muskelrheuma geannnt, tritt meist plötzlich auf und betrifft überwiegend Personen über sechzig Jahre. Entzündungen in Muskeln und umliegenden Strukturen führen zu ausgeprägten Schmerzen, insbesondere morgens. Alltägliche Bewegungen wie Ankleiden oder Aufstehen fallen schwer. Die Beschwerden bessern sich oft im Tagesverlauf, doch ohne eine Behandlung bleiben sie bestehen und können fortschreiten.
Symptome/Verlauf
Die Erkrankung zeigt ein recht typisches Beschwerdebild. Viele Betroffene berichten über:
- Starke Schmerzen in Schultern, Hüften und Nacken
- Ausgeprägte Morgensteifigkeit
- Erschöpfung und leichtes Fieber
Unbehandelt kann der Verlauf mehrere Monate bis Jahre anhalten. Wird frühzeitig behandelt, kommt es oft rasch zu einer deutlichen Besserung. Rückfälle sind jedoch möglich, weshalb eine ärztliche Begleitung über längere Zeit erforderlich ist.
Folgen/Komplikationen
Wird Polymyalgia rheumatica nicht erkannt oder falsch behandelt, können dauerhafte Schmerzen bestehen bleiben. Zu den wichtigen möglichen Komplikationen zählt die Riesenzellarteriitis, eine Entzündung großer Blutgefäße. Diese kann unter anderem Sehstörungen verursachen. Längere Bewegungseinschränkungen können zu Muskelabbau und verminderter Belastbarkeit führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genaue Ursache ist noch unklar. Vermutet werden fehlgeleitete Immunprozesse sowie genetische Faktoren. Ein deutlich erhöhtes Risiko besitzen Menschen höheren Alters. Auch vorausgehende Infekte oder Belastungen des Immunsystems scheinen eine Rolle zu spielen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt meist entzündungshemmende Medikamente ein, insbesondere aus Wirkstoffgruppen, die das Immunsystem dämpfen.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige sanfte Bewegungen und eine ausreichende Erholung unterstützen eine Linderung der Symptome. Grenzen bestehen, wenn die Schmerzen zunehmen, die Beweglichkeit stark abnimmt oder Sehstörungen auftreten. Dann ist eine sofortige ärztliche Betreuung notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 11692113
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Marke:
- ALLGÄUER
- Hersteller:
- Dr. Theiss Naturwaren GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Gesicht, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 2 Wochen anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Benommenheit und Atemnot kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Rheumatische Beschwerden
- Muskelschmerzen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren, Einzeldosis: 6cm Stranglänge, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 6cm Stranglänge, Gesamtdosis: 3-5 mal täglich, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination und enthält Eucalyptusöl, Pfefferminzöl und Rosmarinöl. Zusammen wirken die Öle Schmerzen entgegen.
Eucalyptusöl und Rosmarinöl sollen äußerlich angewendet durchblutungsfördernd und schmerzlindernd wirken und können deshalb bei Schmerzen des Bewegungsapparates angewendet werden. Pfefferminzöl wirkt auf der Haut kühlend und hat somit abschwellende und schmerzhemmende Eigenschaften.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Geschädigte Haut - (z.B. Verbrennungen, Verletzungen)
- Haut- und Kinderkrankheiten mit Hautausschlag
- Asthma bronchiale
- Keuchhusten
- Pseudokrupp
- Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen
- Kinder mit Anfallsleiden
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 30 Monaten: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 3
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 9 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Rötung, Schwellung des Gelenks oder Fieber auftreten.
Schmerz
Was ist das? - Definition Schmerz ist die Bezeichnung für sehr verschiedene unangenehme Empfindungen. Sie können in ihrem Charakter höchst unterschiedlich sein und ihre Stärke kann von kaum wahrnehmbar bis unerträglich reichen.
Krankheitsbild
Schmerz ist ein vielschichtiges, unangenehmes Empfinden, das sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die Spannbreite reicht von leichtem Ziehen bis hin zu starkem, kaum erträglichem Stechen oder Brennen. Er tritt bei akuten Verletzungen ebenso auf wie bei chronischen Erkrankungen. Schmerzen sind in erster Linie ein Warnsignal des Körpers, das auf eine mögliche oder bereits eingetretene Schädigung hinweist. Ohne Schmerzempfinden würden wir Gefahren für unseren Körper oft zu spät bemerken.
Die Reize werden über spezielle Schmerzrezeptoren an der Körperoberfläche oder in Organen wahrgenommen. Diese Signale wandern über Nervenbahnen ins Gehirn, wo sie als Schmerz empfunden werden. Verschiedene Auslöser wie Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder chemische Reize können diesen Prozess in Gang setzen. Auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Diabetes können das Schmerzempfinden beeinflussen oder verfälschen.
Symptome/Verlauf
Schmerzen zeigen sich je nach Ursache und Person unterschiedlich. Man unterscheidet sie unter anderem nach Dauer, Intensität und Art:
- Akute Schmerzen treten plötzlich auf, etwa bei Prellungen, Schnittwunden oder Muskelverspannungen, und verschwinden meist, wenn die Ursache behoben ist.
- Chronische Schmerzen dauern länger an als die ursprüngliche Verletzung, oft über Monate hinweg. Sie gelten inzwischen als eigenständiges Krankheitsbild.
Auch die Wahrnehmung ist individuell: Manche Menschen vertragen Schmerzen gut, andere weniger. Die kulturelle Prägung kann dabei eine Rolle spielen. Die Art des Schmerzes gibt Hinweise auf die Ursache: Krampfartige (kolikartige) Schmerzen können auf Nieren
- oder Gallensteine hindeuten, dumpfe oder stechende auf Verletzungen oder innere Erkrankungen. Manche Menschen empfinden sogar in amputierten Gliedmaßen weiterhin Schmerzen, sogenannten Phantomschmerzen.
Nicht immer haben Schmerzen eine rein körperliche Ursache. Auch psychische Belastungen wie Stress oder Angst können Beschwerden auslösen, etwa Bauchweh bei Schulangst.
Folgen/Komplikationen
Werden akute Schmerzen behandelt, sind die Aussichten in der Regel gut. Schwieriger sieht es bei chronischen Schmerzen aus: Diese können das Leben stark beeinträchtigen, sowohl körperlich als auch seelisch. Hobbies und Berufstätigkeit sind oft nicht mehr möglich, was zu sozialem Rückzug, Depressionen und Isolation führen kann. Diese psychischen Belastungen wiederum verstärken das Schmerzempfinden. Es entsteht ein Teufelskreis. Deshalb ist bei chronischen Schmerzen nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Unterstützung wichtig, auch für das Umfeld der Betroffenen.
Ursachen/Risikofaktoren
Schmerzen entstehen, wenn Gewebe geschädigt oder gereizt wird, zum Beispiel durch Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder Operationen. Auch chemische Substanzen wie Säuren oder Laugen können Schmerzen verursachen. Medikamente, insbesondere bei falscher Anwendung, können ihrerseits Schmerzen auslösen (z. B. durch Schädigung von Nieren oder Magen).
Nicht alle Krankheiten verursachen frühzeitig Schmerzen:
Krebserkrankungen können lange schmerzfrei verlaufen und dadurch unentdeckt bleiben. Auch Menschen mit Diabetes spüren Schmerzen oft verzögert oder gar nicht, da die Nerven geschädigt sind. So bleiben bei ihnen mitunter selbst ernsthafte Probleme wie ein Herzinfarkt oder Fußverletzungen unbemerkt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärzte suchen gezielt nach der Schmerzursache und leiten entsprechende Maßnahmen ein. Bei akuten Schmerzen stehen oft Medikamente, Schonung oder Kühlung im Vordergrund. Chronische Schmerzen erfordern meist eine umfassendere Behandlung, etwa durch regelmäßige Schmerzmittelgabe, begleitende Therapien und psychologische Unterstützung.
Was man selbst tun kann:
- Bei unklaren oder starken Schmerzen zum Arzt gehen.
- Entspannungsverfahren wie Yoga, Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung ausprobieren.
- Bei Verstauchungen oder Zerrungen: kühlen und schonen.
- Bei Verspannungen oder krampfartigen Schmerzen: Wärme (z. B. Wärmflasche, Rotlicht).
- Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke nur kurzzeitig verwenden. Als Faustregel gilt: nicht länger als drei oder vier Tage hintereinander, monatlich nicht mehr als an zehn Tagen.
- Bei Kindern ist die Behandlung mit Schmerzmitteln heikel und bedarf einer gründlichen Beratung durch Ärzte und Apotheker. Nicht alle rezeptfrei erhältlichen Schmerzmittel eignen sich für Kinder.
- Auf mögliche Wechselwirkungen achten, wenn man mehrere Medikamente nimmt.
- Selbsthilfegruppen können bei chronischen Schmerzen sehr hilfreich sein.
- Wer neben Schmerzmitteln noch weitere Medikamente einnimmt, sollte im Gespräch mit einem Apotheker oder einem Arzt gefährliche Wechselwirkungen ausschließen.
Bearbeitungsstand: 17.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Rheuma
Was ist das? - Definition Rheuma ist ein Sammelbegriff für über 100 Erkrankungen, die vor allem den Bewegungsapparat betreffen. Dazu zählen Gelenke, Muskeln, Sehnen und Knochen, aber auch Organe, Haut und das Immunsystem. Rheuma verläuft oft chronisch und verursacht Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen. Eine frühzeitige Diagnose kann Folgeschäden verhindern.
Krankheitsbild
Rheuma ist keine einzelne Krankheit, sondern umfasst viele unterschiedliche Erkrankungen. Zu den häufigsten Formen zählen entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis. Daneben gibt es degenerative Formen wie Arthrose, Weichteilrheuma wie Fibromyalgie und stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Gicht.
Auch autoimmunbedingte Systemerkrankungen wie Lupus erythematodes zählen dazu. Rheuma kann nicht nur Gelenke betreffen, sondern auch Haut, Augen, Blutgefäße oder innere Organe. In Deutschland leben rund 20 Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung. Selbst Kinder können betroffen sein, etwa bei der juvenilen idiopathischen Arthritis.
Symptome und Verlauf
So vielfältig die betroffenen Teile des Körpers, so vielfältig die möglichen Beschwerden. Häufig beginnt es mit Gelenkschmerzen, besonders morgens oder nach Ruhephasen. Die Gelenke sind oft steif, geschwollen und gerötet. Ebenfalls typisch: die Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten anhält. Auch allgemeine Symptome wie Müdigkeit, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit können auftreten.
Der Verlauf hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Viele Formen verlaufen chronisch und in Schüben. Schmerzen und Entzündungen beginnen oft an kleinen Gelenken wie Fingern oder Händen. Mit der Zeit können dauerhafte Schäden entstehen. Manche Formen betreffen auch Organe oder die Haut. Eine frühzeitige Behandlung kann den Verlauf deutlich verlangsamen.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Rheuma zu schweren Komplikationen führen. Gelenke können sich verformen oder versteifen, Knochen werden geschädigt. Auch Osteoporose, also ein Knochenschwund, zählt zu den möglichen Folgen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich. Viele Betroffene leiden unter chronischer Erschöpfung oder psychischen Belastungen wie Depressionen.
Bei Kindern kann Rheuma zu Wachstumsstörungen führen. Auch Augenentzündungen oder Organschäden sind möglich. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Chancen auf einen milden Verlauf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen kennt die Forschung oft noch nicht eindeutig. Viele rheumatische Erkrankungen gelten als Autoimmunerkrankungen. Hier greift das Immunsystem körpereigene Strukturen an. Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, ebenso Umweltfaktoren wie Infektionen, Rauchen oder Stress. Auch hormonelle Einflüsse und die Darmflora werden diskutiert.
0Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- Familiäre Vorbelastung
- Rauchen
- Ungesunde Ernährung
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Chronischer Stress
Ein gesunder Lebensstil kann helfen, das Risiko zu senken und den Verlauf positiv zu beeinflussen. Das gilt besonders bei genetischer Veranlagung.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung, Bluttests und Bildgebung. Je nach Erkrankung kommen Medikamente zum Einsatz, die Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Dazu zählen Basistherapeutika, Biologika, JAK-Hemmer oder Kortison. Auch Physio- und Ergotherapie sowie psychologische Unterstützung sind wichtig.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, eine entzündungshemmende Ernährung und Stressabbau helfen, Beschwerden zu lindern. Auch Hilfsmittel aus der Apotheke wie Bandagen oder pflanzliche Präparate können unterstützen. Wichtig ist, Medikamente regelmäßig und korrekt einzunehmen.
Wo die Grenzen liegen: Wenn Gelenkschmerzen länger anhalten, sich verschlimmern oder mehrere Gelenke betroffen sind, sollte man nicht allein auf Hausmittel setzen. Spätestens bei Schwellungen, Fieber oder Bewegungseinschränkungen ist ärztlicher Rat notwendig. Nur eine frühzeitige Behandlung kann Folgeschäden verhindern.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Polymyalgia rheumatica
Was ist das? - Definition Polymyalgia rheumatica, ist eine entzündliche Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft. Sie verursacht starke Schmerzen und Steifigkeit in Schultern, Nacken und Hüften und schränkt die Beweglichkeit deutlich ein.
Krankheitsbild
Polymyalgia rheumatica, auch entzündliches Muskelrheuma geannnt, tritt meist plötzlich auf und betrifft überwiegend Personen über sechzig Jahre. Entzündungen in Muskeln und umliegenden Strukturen führen zu ausgeprägten Schmerzen, insbesondere morgens. Alltägliche Bewegungen wie Ankleiden oder Aufstehen fallen schwer. Die Beschwerden bessern sich oft im Tagesverlauf, doch ohne eine Behandlung bleiben sie bestehen und können fortschreiten.
Symptome/Verlauf
Die Erkrankung zeigt ein recht typisches Beschwerdebild. Viele Betroffene berichten über:
- Starke Schmerzen in Schultern, Hüften und Nacken
- Ausgeprägte Morgensteifigkeit
- Erschöpfung und leichtes Fieber
Unbehandelt kann der Verlauf mehrere Monate bis Jahre anhalten. Wird frühzeitig behandelt, kommt es oft rasch zu einer deutlichen Besserung. Rückfälle sind jedoch möglich, weshalb eine ärztliche Begleitung über längere Zeit erforderlich ist.
Folgen/Komplikationen
Wird Polymyalgia rheumatica nicht erkannt oder falsch behandelt, können dauerhafte Schmerzen bestehen bleiben. Zu den wichtigen möglichen Komplikationen zählt die Riesenzellarteriitis, eine Entzündung großer Blutgefäße. Diese kann unter anderem Sehstörungen verursachen. Längere Bewegungseinschränkungen können zu Muskelabbau und verminderter Belastbarkeit führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genaue Ursache ist noch unklar. Vermutet werden fehlgeleitete Immunprozesse sowie genetische Faktoren. Ein deutlich erhöhtes Risiko besitzen Menschen höheren Alters. Auch vorausgehende Infekte oder Belastungen des Immunsystems scheinen eine Rolle zu spielen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt meist entzündungshemmende Medikamente ein, insbesondere aus Wirkstoffgruppen, die das Immunsystem dämpfen.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige sanfte Bewegungen und eine ausreichende Erholung unterstützen eine Linderung der Symptome. Grenzen bestehen, wenn die Schmerzen zunehmen, die Beweglichkeit stark abnimmt oder Sehstörungen auftreten. Dann ist eine sofortige ärztliche Betreuung notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.