ALPICORT Lösung
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Pharmazeutische Informationen
Lösung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 08737846
- Darreichungsform:
- Lösung (Lösung)
- Packungsgröße:
- 100 ml
- Marke:
- ALPICORT
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel auf die Kopfhaut auf. Verwenden Sie dazu den Applikator. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 2-3 Wochen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Nach Besserung der Symptome ist eine Anwendung 2-3 mal pro Woche ausreichend.
Für Kinder wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt dosiert.
Anwendungsgebiete
- Kopfhautentzündungen, die gering ausgeprägt sind
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Prednisolon: Der Wirkstoff ist ebenso wie das verwandte Cortison ein Hormon der Nebennierenrinde. Diese Hormone greifen in ganz unterschiedliche Stoffwechselvorgänge und biochemische Prozesse des Körpers ein. Bei Prednisolon wird für die Behandlung vor allem eine entzündungshemmende Wirkung und die Unterdrückung von Abwehrvorgängen des Körpers ausgenutzt.
Salicylsäure: Der Wirkstoff wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Außerdem kann er äußerlich angewendet die obere Hornschicht der Haut aufweichen. Schuppende Hautstellen oder übermäßige Verhornungen lassen sich so entfernen.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bei langdauernder Anwendung kann es zu Hautveränderungen kommen (zum Beispiel Akne mit Pickelbildung, Hautverdickungen), da das Arzneimittel Cortison enthält.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Windpocken
- Lues (Syphilis)
- Hauttuberkulose
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
- Pilzinfektionen der Haut
- Hautentzündungen, vor allem durch Bakterien bedingt
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
- Periorale Dermatitis (akneähnliche entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Estradiol benzoat Clotrimazol Itraconazol Clarithromycin Voriconazol Lopinavir und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten. Es kann aber auch zu einem Abfall des Blutdrucks, Schwäche bzw. Dehydratation kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Kleinkinder
- Bei Anwendung
~i-auf verletzter oder dünner Haut (z. B. Gesicht, Augenlider, Hoden, Schleimhäute)
~i- auf großen Flächen
~i- mit hoher Dosierung
~i- über längere Zeit
Haarausfall
Was ist das? - Definition Haarausfall, fachsprachlich Alopezie, bezeichnet einen über das normale Maß hinausgehenden Verlust von Kopfhaaren. Er kann vorübergehend oder dauerhaft auftreten und unterschiedliche Ursachen haben.
Krankheitsbild
Haarausfall zeigt sich durch merklich lichter werdendes Haar oder kahle Stellen. Er kann langsam fortschreiten oder schubweise auftreten. Betroffen sind Menschen jeden Alters. Häufig stehen genetische Faktoren im Mittelpunkt. In anderen Fällen spielen Krankheiten oder Belastungen eine Rolle. Manche Formen sind vollständig reversibel, andere eher nicht.
Symptome/Verlauf
Typisch ist ein fortlaufender Haarverlust mit sichtbarer Ausdünnung. Der Verlauf kann je nach Ursache unterschiedlich aussehen. Manche Menschen bemerken einen vermehrten Haarverlust beim Kämmen oder Waschen. Andere stellen kreisrunde kahle Areale fest. Häufig kommt es zu Begleiterscheinungen wie Juckreiz oder Spannungsgefühl der Kopfhaut. Ein Verlauf kann folgende Erscheinungsformen aufweisen:
- Zunehmendes Ausfallen beim täglichen Bürsten
- Verdünnung an Stirn oder Scheitel
- Kreisrunde kahle Stellen
- Diffuser Verlust über den gesamten Kopf
Die Geschwindigkeit des Fortschreitens hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab.
Folgen/Komplikationen
Haarausfall kann zu deutlicher seelischer Belastung führen. Manche Betroffene entwickeln Schamgefühle oder Rückzugstendenzen. Bei bestimmten Formen können Entzündungen der Kopfhaut entstehen. Dauerhafte kahle Stellen können sich vergrößern und die Haarstruktur langfristig schwächen. Wird eine zugrunde liegende Erkrankung nicht erkannt, können dadurch zusätzliche Beschwerden entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind erbliche Einflüsse, hormonelle Veränderungen oder Erkrankungen wie Störungen der Schilddrüse. Auch Stress und Mangelernährung können eine Rolle spielen. Auch manche Medikamente beeinflussen das Haarwachstum. Ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen kommt ebenfalls als Auslöser infrage.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Kopfhaut untersuchen, Blutwerte prüfen und bei Bedarf Wirkstoffgruppen wie Mittel zur Regulierung des Haarwachstums, etwa Minoxidil, oder Mittel gegen Entzündungen einsetzen.
Das kann man selbst tun: Auf eine ausreichende Haarpflege und ausgewogene Ernährung achten sowie Belastungen reduzieren. Grenzen bestehen dort, wo der Haarverlust trotz eigener Maßnahmen fortschreitet oder Symptome wie Schmerzen oder starke Entzündung auftreten. Dann sollte unbedingt medizinische Hilfe gesucht werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Neurodermitis
Was ist das? - Definition Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, die meist in Schüben verläuft. Sie betrifft vor allem Kinder, kann aber auch Erwachsene belasten.
Definition
Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz und entzündlichen Hautveränderungen einhergeht. Sie wird auch atopische Dermatitis genannt und tritt meist schon im Kindesalter auf. Die Beschwerden verlaufen in Schüben und können sich mit zunehmendem Alter bessern oder dauerhaft bestehen bleiben.
Krankheitsbild
Die Haut von Menschen mit Neurodermitis reagiert überempfindlich. Sie ist trocken, gereizt und anfällig für Entzündungen. Die Erkrankung betrifft häufig die Beugeseiten von Armen und Beinen, das Gesicht oder den Hals. In akuten Phasen kommt es zu Rötungen, Schuppung und nässenden Ekzemen. Die Hautbarriere ist gestört, was das Eindringen von Reizstoffen und Keimen erleichtert. Neurodermitis verläuft meist in Schüben, die durch verschiedene Auslöser verstärkt werden können.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind individuell verschieden und können sich je nach Alter und Lebenssituation verändern. Zu den typischen Symptomen zählen sind:
- Starker Juckreiz, besonders nachts
- Trockene, schuppige Haut
- Rötungen und entzündliche Ekzeme
- Nässen oder Krustenbildung
- Verdickung der Haut bei längerem Verlauf
- Hautrisse und Blutungen durch Kratzen
- Schlafstörungen und Unruhe
- Betroffene Stellen oft an Beugen, Hals, Gesicht
- Wechsel zwischen beschwerdefreien und akuten Phasen
Der Verlauf ist chronisch und schubweise. Bei Kindern kann sich die Erkrankung mit der Zeit zurückbilden. Bei Erwachsenen bleibt sie oft bestehen und erfordert eine dauerhafte Hautpflege und Behandlung.
Folgen/Komplikationen
Neurodermitis kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Der Juckreiz führt zu Schlafmangel, Konzentrationsproblemen und psychischer Belastung. Durch häufiges Kratzen entstehen Hautverletzungen, die sich entzünden können. In schweren Fällen kommt es zu bakteriellen Infektionen oder einer Ausbreitung der Ekzeme. Auch Allergien und Asthma treten bei Betroffenen häufiger auf.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Eine genetische Veranlagung spielt eine große Rolle. Die Haut reagiert überempfindlich auf Umweltreize, Stress oder Allergene. Risikofaktoren sind unter anderem eine familiäre Vorbelastung mit Allergien, Kontakt mit Reizstoffen oder Allergenen, Stress und psychische Belastung sowie klimatische Bedingungen wie Kälte oder Trockenheit. Auch Infektionen oder Hautverletzungen und ungeeignete Hautpflegeprodukte fördern die Krankheitsschübe.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt Neurodermitis meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf Allergietests durchführen. Zur Behandlung werden Kortikosteroide gegen Entzündungen und Calcineurin-Inhibitoren verwendet, die das überschießende Immunsystem unterdrücken. Bei starkem Juckreiz helfen Antihistaminika.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Vermeidung von Reizstoffen und Stressabbau tragen zur Linderung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Entzündungen, Infektionen oder dauerhafte Beschwerden auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Lösung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 08737846
- Darreichungsform:
- Lösung (Lösung)
- Packungsgröße:
- 100 ml
- Marke:
- ALPICORT
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel auf die Kopfhaut auf. Verwenden Sie dazu den Applikator. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 2-3 Wochen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Nach Besserung der Symptome ist eine Anwendung 2-3 mal pro Woche ausreichend.
Für Kinder wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt dosiert.
Anwendungsgebiete
- Kopfhautentzündungen, die gering ausgeprägt sind
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Prednisolon: Der Wirkstoff ist ebenso wie das verwandte Cortison ein Hormon der Nebennierenrinde. Diese Hormone greifen in ganz unterschiedliche Stoffwechselvorgänge und biochemische Prozesse des Körpers ein. Bei Prednisolon wird für die Behandlung vor allem eine entzündungshemmende Wirkung und die Unterdrückung von Abwehrvorgängen des Körpers ausgenutzt.
Salicylsäure: Der Wirkstoff wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Außerdem kann er äußerlich angewendet die obere Hornschicht der Haut aufweichen. Schuppende Hautstellen oder übermäßige Verhornungen lassen sich so entfernen.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bei langdauernder Anwendung kann es zu Hautveränderungen kommen (zum Beispiel Akne mit Pickelbildung, Hautverdickungen), da das Arzneimittel Cortison enthält.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Windpocken
- Lues (Syphilis)
- Hauttuberkulose
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
- Pilzinfektionen der Haut
- Hautentzündungen, vor allem durch Bakterien bedingt
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
- Periorale Dermatitis (akneähnliche entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten. Es kann aber auch zu einem Abfall des Blutdrucks, Schwäche bzw. Dehydratation kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Kleinkinder
- Bei Anwendung
~i-auf verletzter oder dünner Haut (z. B. Gesicht, Augenlider, Hoden, Schleimhäute)
~i- auf großen Flächen
~i- mit hoher Dosierung
~i- über längere Zeit
Haarausfall
Was ist das? - Definition Haarausfall, fachsprachlich Alopezie, bezeichnet einen über das normale Maß hinausgehenden Verlust von Kopfhaaren. Er kann vorübergehend oder dauerhaft auftreten und unterschiedliche Ursachen haben.
Krankheitsbild
Haarausfall zeigt sich durch merklich lichter werdendes Haar oder kahle Stellen. Er kann langsam fortschreiten oder schubweise auftreten. Betroffen sind Menschen jeden Alters. Häufig stehen genetische Faktoren im Mittelpunkt. In anderen Fällen spielen Krankheiten oder Belastungen eine Rolle. Manche Formen sind vollständig reversibel, andere eher nicht.
Symptome/Verlauf
Typisch ist ein fortlaufender Haarverlust mit sichtbarer Ausdünnung. Der Verlauf kann je nach Ursache unterschiedlich aussehen. Manche Menschen bemerken einen vermehrten Haarverlust beim Kämmen oder Waschen. Andere stellen kreisrunde kahle Areale fest. Häufig kommt es zu Begleiterscheinungen wie Juckreiz oder Spannungsgefühl der Kopfhaut. Ein Verlauf kann folgende Erscheinungsformen aufweisen:
- Zunehmendes Ausfallen beim täglichen Bürsten
- Verdünnung an Stirn oder Scheitel
- Kreisrunde kahle Stellen
- Diffuser Verlust über den gesamten Kopf
Die Geschwindigkeit des Fortschreitens hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab.
Folgen/Komplikationen
Haarausfall kann zu deutlicher seelischer Belastung führen. Manche Betroffene entwickeln Schamgefühle oder Rückzugstendenzen. Bei bestimmten Formen können Entzündungen der Kopfhaut entstehen. Dauerhafte kahle Stellen können sich vergrößern und die Haarstruktur langfristig schwächen. Wird eine zugrunde liegende Erkrankung nicht erkannt, können dadurch zusätzliche Beschwerden entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind erbliche Einflüsse, hormonelle Veränderungen oder Erkrankungen wie Störungen der Schilddrüse. Auch Stress und Mangelernährung können eine Rolle spielen. Auch manche Medikamente beeinflussen das Haarwachstum. Ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen kommt ebenfalls als Auslöser infrage.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Kopfhaut untersuchen, Blutwerte prüfen und bei Bedarf Wirkstoffgruppen wie Mittel zur Regulierung des Haarwachstums, etwa Minoxidil, oder Mittel gegen Entzündungen einsetzen.
Das kann man selbst tun: Auf eine ausreichende Haarpflege und ausgewogene Ernährung achten sowie Belastungen reduzieren. Grenzen bestehen dort, wo der Haarverlust trotz eigener Maßnahmen fortschreitet oder Symptome wie Schmerzen oder starke Entzündung auftreten. Dann sollte unbedingt medizinische Hilfe gesucht werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Neurodermitis
Was ist das? - Definition Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, die meist in Schüben verläuft. Sie betrifft vor allem Kinder, kann aber auch Erwachsene belasten.
Definition
Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz und entzündlichen Hautveränderungen einhergeht. Sie wird auch atopische Dermatitis genannt und tritt meist schon im Kindesalter auf. Die Beschwerden verlaufen in Schüben und können sich mit zunehmendem Alter bessern oder dauerhaft bestehen bleiben.
Krankheitsbild
Die Haut von Menschen mit Neurodermitis reagiert überempfindlich. Sie ist trocken, gereizt und anfällig für Entzündungen. Die Erkrankung betrifft häufig die Beugeseiten von Armen und Beinen, das Gesicht oder den Hals. In akuten Phasen kommt es zu Rötungen, Schuppung und nässenden Ekzemen. Die Hautbarriere ist gestört, was das Eindringen von Reizstoffen und Keimen erleichtert. Neurodermitis verläuft meist in Schüben, die durch verschiedene Auslöser verstärkt werden können.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind individuell verschieden und können sich je nach Alter und Lebenssituation verändern. Zu den typischen Symptomen zählen sind:
- Starker Juckreiz, besonders nachts
- Trockene, schuppige Haut
- Rötungen und entzündliche Ekzeme
- Nässen oder Krustenbildung
- Verdickung der Haut bei längerem Verlauf
- Hautrisse und Blutungen durch Kratzen
- Schlafstörungen und Unruhe
- Betroffene Stellen oft an Beugen, Hals, Gesicht
- Wechsel zwischen beschwerdefreien und akuten Phasen
Der Verlauf ist chronisch und schubweise. Bei Kindern kann sich die Erkrankung mit der Zeit zurückbilden. Bei Erwachsenen bleibt sie oft bestehen und erfordert eine dauerhafte Hautpflege und Behandlung.
Folgen/Komplikationen
Neurodermitis kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Der Juckreiz führt zu Schlafmangel, Konzentrationsproblemen und psychischer Belastung. Durch häufiges Kratzen entstehen Hautverletzungen, die sich entzünden können. In schweren Fällen kommt es zu bakteriellen Infektionen oder einer Ausbreitung der Ekzeme. Auch Allergien und Asthma treten bei Betroffenen häufiger auf.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Eine genetische Veranlagung spielt eine große Rolle. Die Haut reagiert überempfindlich auf Umweltreize, Stress oder Allergene. Risikofaktoren sind unter anderem eine familiäre Vorbelastung mit Allergien, Kontakt mit Reizstoffen oder Allergenen, Stress und psychische Belastung sowie klimatische Bedingungen wie Kälte oder Trockenheit. Auch Infektionen oder Hautverletzungen und ungeeignete Hautpflegeprodukte fördern die Krankheitsschübe.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt Neurodermitis meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf Allergietests durchführen. Zur Behandlung werden Kortikosteroide gegen Entzündungen und Calcineurin-Inhibitoren verwendet, die das überschießende Immunsystem unterdrücken. Bei starkem Juckreiz helfen Antihistaminika.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Vermeidung von Reizstoffen und Stressabbau tragen zur Linderung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Entzündungen, Infektionen oder dauerhafte Beschwerden auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.