AMOXICLAV-Elpen 875 mg/125 mg P.H.Susp.z.Einn.
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Pharmazeutische Informationen
Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16398080
- Darreichungsform:
- Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (Pulver)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 875 mg
- Marke:
- AMOXICLAV-Elpen
- Hersteller:
- Elpen Pharmaceutical Co. Inc.
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Geben Sie es dazu in ein 1/2 Glas Wasser und rühren um.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die allgemeine Anwendungsdauer sollte ohne Überprüfung durch Ihren Arzt 14 Tage nicht überschreiten.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Verwirrtheit und Krampfanfällen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (über 40kg Körpergewicht) auf 3 Beutel pro Tag erhöht werden.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Bakterieninfektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs, wie:
-
- Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
-
- Mittelohrentzündung (Otitis media)
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Bronchitis
-
- Lungenentzündung
- Bakterieninfektion der Harnwege, wie:
-
- Harnblasenentzündung
- Bakterieninfektion der Niere, wie:
-
- Nierenbecken- und Nierenkörperchenentzündung (Pyelonephritis)
- Bakterieninfektionen der Haut und des Gewebes, wie:
-
- Entzündung des Unterhautzellgewebes (Zellulitis)
-
- Bisswunden von Tieren
-
- Zahnwurzelentzündung, mit Eiteransammlungen - (Dentalabszess)
- Bakterieninfektion der Knochen und Gelenke, wie:
-
- Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder, Jugendliche und Erwachsene ab 40 kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Beutel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Amoxicillin: Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet Bakterien ab, indem er den Aufbau der Bakterienzellwand hemmt. Dadurch wird die äußere Hülle der Bakterien geschwächt und kann platzen. Der Wirkstoff kann jedoch nur bei Bakterien eingreifen, bei denen die Hülle gerade entsteht oder umgebaut wird, also während dem Wachstum oder der Vermehrung durch Zellteilung.
Clavulansäure: Der Wirkstoff stört die Abwehrmechanismen von Bakterien auf Antibiotika. Manche Bakterien können Stoffe produzieren, die Antibiotika unwirksam machen. Diese Stoffe werden von der Clavulansäure abgefangen und so wird die Wirkung eines zusätzlich gegebenen Antibiotikums unterstützt.
Außerdem gehört der Wirkstoff selbst zu den Antibiotika und tötet Bakterien ab, indem er den Aufbau der Bakterienzellwand hemmt. Dieser Effekt ist aber nur sehr schwach ausgeprägt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Beschwerden im Oberbauch
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Anstieg der Leberwerte
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen
- Verfärbung der Zahnoberfläche, die vorübergehend ist und durch gute Mundhygiene vermieden werden kann
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Gelbsucht, in der Vorgeschichte, die durch die Wirkstoffe dieses Arzneimittels hervorgerufen wurde
- Leberfunktionsstörung, in der Vorgeschichte, die durch die Wirkstoffe dieses Arzneimittels hervorgerufen wurde
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge in den ersten 2 Lebensmonaten: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
- Kinder und Erwachsene unter 40 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 58 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 30 × 80 × 130 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Diese Angabe gilt nur für die fertige Zubereitung.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Penicillin oder Cephalosporin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Penicillin!
- Aspartam/Phenylalanin kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Glucose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Nebenhöhlenentzündungen
Was ist das? - Definition Die Nasennebenhöhlenentzündung ist eine Entzündung der Schleimhäute in den Hohlräumen rund um die Nase. Sie entsteht meist nach einer Erkältung, wenn der Schleim nicht mehr richtig abfließen kann. Besonders betroffen sind die Kieferhöhlen und die sogenannten Siebbeinzellen, Hohlräumen zwischen den Augen und der Nase. Die Beschwerden können akut oder chronisch verlaufen.
Krankheitsbild
Eine Nasennebenhöhlenentzündung entsteht häufig durch eine virale Infektion, bei der die Schleimhäute anschwellen und die Belüftung der Nebenhöhlen behindert wird. Das Sekret staut sich, und es kommt zu einer Entzündung. Die Erkrankung kann akut auftreten und innerhalb von ein bis zwei Wochen abheilen oder chronisch verlaufen, wenn sie länger als zwölf Wochen anhält. Anatomische Besonderheiten oder Allergien können wiederkehrende Entzündungen begünstigen.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Druckschmerz im Gesicht
- Verstopfte Nase
- Gelb-grüner oder zäher Nasenausfluss
- Riechstörungen oder Geruchsverlust
- Kopf- und Zahnschmerzen beim Bücken
- Husten, besonders nachts
- Allgemeines Krankheitsgefühl, evenuell FieberBei chronischer Sinusitis sind die Symptome oft weniger stark, halten aber dauerhaft an. Die Erkrankung kann sich über Wochen oder Monate hinziehen und die Nasenatmung dauerhaft beeinträchtigen. Ohne Behandlung droht eine Verschlechterung oder Ausbreitung der Entzündung.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Sinusitis zu ernsthaften Komplikationen führen. Dazu zählen chronische Schleimhautschwellung, Polypenbildung, Übergreifen der Entzündung auf die Augenhöhle, Hirnhautentzündung, Eiteransammlungen in den Nebenhöhlen, chronischer Husten durch Schleimabfluss sowie Zahnerkrankungen durch Ausbreitung auf die Zahnwurzeln. Eine frühzeitige Behandlung kann diese Folgen meist verhindern.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Auslöser sind Virusinfektionen nach Erkältung, bakterielle Superinfektionen, Allergien wie Heuschnupfen, anatomische Besonderheiten wie Polypen sowie Zahnerkrankungen im Oberkieferbereich. Risikofaktoren sind wiederholte Infekte, Allergien, trockene Raumluft und eine geschwächte Immunabwehr. Die Sinusitis selbst ist nicht direkt ansteckend, wohl aber die zugrunde liegende Erkältung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er untersucht die Nase, klopft die Nebenhöhlen ab und kann bildgebende Verfahren einsetzen. Bei Bedarf erfolgt eine Endoskopie oder Allergiediagnostik. Medikamente wie abschwellende Nasensprays, Schmerzmittel und Nasenspülungen helfen bei akuten Beschwerden. Bei bakterieller Ursache kommen Antibiotika wie Amoxicillin/Clavulansäure zum Einsatz. Bei chronischem Verlauf helfen Kortison-Nasensprays oder operative Maßnahmen. DAs kann man selbst tun: Inhalationen, viel Trinken und regelmäßige Nasenspülungen lindern die Beschwerden. Grenzen sind erreicht bei starken Schmerzen, Fieber oder Sehstörungen. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akute Mittelohrentzündung
Was ist das? - Definition Die akute Mittelohrentzündung ist eine plötzlich auftretende Entzündung des Mittelohrs, meist ausgelöst durch Viren oder Bakterien. Sie betrifft vor allem Kinder und äußert sich durch starke Ohrenschmerzen, Druckgefühl und Fieber. Die Erkrankung heilt oft innerhalb weniger Tage folgenlos aus.
Krankheitsbild
Das Mittelohr liegt zwischen Trommelfell und Innenohr und enthält kleine Knochen, die Schall weiterleiten. Bei einer akuten Entzündung sammelt sich dort infizierte Flüssigkeit, was zu Schmerzen und Hörproblemen führt. Die Erreger gelangen meist über die Ohrtrompete aus dem Nasen-Rachen-Raum ins Mittelohr. Die Ohrtrompete, auch Eustachische Röhre genannt, verbindet diese beiden Teile. Besonders häufig betroffen sind Kinder, da ihre Ohrtrompete kürzer und weiter ist.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Plötzliche, starke Ohrenschmerzen
- Druckgefühl im Ohr
- Hörminderung
- Fieber
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Unruhe und Weinen bei Kindern
- Manchmal Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe)
Die Symptome treten meist einseitig auf und beginnen plötzlich. In der Regel klingt die Entzündung innerhalb von zwei bis sieben Tagen ab.
Folgen/Komplikationen
In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf benachbarte Knochen (Mastoiditis) oder das Innenohr ausbreiten. Dies kann zu Hörverlust oder sogar einer Gehirnhautentzündung führen. Wiederholte oder langanhaltende Entzündungen können chronisch werden und dauerhafte Hörschäden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigen Auslösern zählen Erkältungsviren und Bakterien wie Streptokokken oder Pneumokokken. Weitere Risikofaktoren sind:
- Passivrauchen
- Vergrößerte Rachenmandeln
- Allergien
- Immunschwäche
- Häufige Schnuller-Nutzung bei Babys
Auch Verletzungen des Trommelfells oder eine schlechte Belüftung des Mittelohrs können eine Entzündung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Er untersucht das Ohr mit einem Otoskop, mit dem er den äußeren Gehörgang betrachten kann. Dann entscheidet er über die Behandlung. Bei bakteriellen Ursachen können Antibiotika helfen. Schmerzmittel wie Ibuprofen lindern Beschwerden. Nasentropfen können die Belüftung verbessern.
Was man selbst tun kann:
Ein bekanntes Hausmittel sind Zwiebelsäckchen. Zudem hilft ausreichend Ruhe, viel Flüssigkeit und Schutz vor Wasser im Ohr. Die Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber über 48 Stunden oder Ausfluss auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ohrenschmerzen
Was ist das? - Definition Ohrenschmerzen sind ein häufiges Symptom, das durch Entzündungen, Infektionen oder andere Reizungen im Bereich des Ohres verursacht wird. Sie können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln und betreffen Menschen jeden Alters. Die Schmerzen können stechend, dumpf oder pochend sein und verschiedene Ursachen haben, darunter Erkältungen, Druckveränderungen oder Verletzungen. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Krankheitsbild
Ohrenschmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Sie können im äußeren Gehörgang, im Mittelohr oder seltener im Innenohr auftreten. Häufig verursachen Entzündungen die Beschwerden, etwa Bakterien oder Viren. Auch mechanische Reize wie ein Ohrenschmalzpfropf oder Fremdkörper können Schmerzen auslösen. Die Beschwerden reichen von leichtem Druckgefühl bis zu starken, stechenden Schmerzen. Besonders Kinder sind oft betroffen, meist durch eine Mittelohrentzündung.
Symptome/Verlauf
Die Schmerzen können einseitig oder beidseitig auftreten und sich als stechend, dumpf, ziehend oder pochend äußern. Oft treten sie im Zusammenhang mit Erkältungen auf. Weitere Symptome sind Hörminderung, Fieber, Schwindel, Druckgefühl im Ohr und manchmal Ausfluss. Bei Kindern kommen oft Unruhe, Weinen und Schlafstörungen hinzu. Ohrenschmerzen können plötzlich beginnen oder sich über Tage entwickeln. In manchen Fällen klingen sie von selbst ab, in anderen ist eine Behandlung nötig.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Ohrenschmerzen können zu ernsthaften Komplikationen führen. Dazu zählen Trommelfellverletzungen, Hörverlust, chronische Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Strukturen wie das Innenohr. In seltenen Fällen tritt sogar eine Gesichtsnervenlähmung auf, etwa bei Herpesinfektionen im Ohr.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind
- bakterielle oder virale Infektionen (z.?B. Erkältung, Grippe)
- Mittelohrentzündung
- Gehörgangsentzündung (Otitis externa)
- Druckveränderungen (Flugreisen, Tauchen)
- Fremdkörper im Ohr
- Ohrenschmalzpfropf
- Verletzungen durch Wattestäbchen oder Lärm
- Zahnprobleme oder Kieferfehlstellungen
- Mandelentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung
- Herpesinfektionen im Ohr
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gegen die Beschwerden helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol, abschwellende Nasensprays und bei bakteriellen Infektionen Antibiotika. Spezielle Ohrentropfen können lokal entzündungshemmend wirken. Bei Fremdkörpern oder Trommelfellverletzungen ist eine ärztliche Entfernung oder Behandlung notwendig.
Was man selbst tun kann: Wärme (zum Beispiel Kirschkernkissen), Zwiebelsäckchen, Inhalationen und Ruhe lindern die Beschwerden. Auf Wattestäbchen generell verzichtet. Bei starken Schmerzen, Fieber über 38,5 Grad, Hörverlust, Ausfluss oder länger als zwei Tage anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16398080
- Darreichungsform:
- Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (Pulver)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 875 mg
- Marke:
- AMOXICLAV-Elpen
- Hersteller:
- Elpen Pharmaceutical Co. Inc.
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Geben Sie es dazu in ein 1/2 Glas Wasser und rühren um.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die allgemeine Anwendungsdauer sollte ohne Überprüfung durch Ihren Arzt 14 Tage nicht überschreiten.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Verwirrtheit und Krampfanfällen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (über 40kg Körpergewicht) auf 3 Beutel pro Tag erhöht werden.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Bakterieninfektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs, wie:
-
- Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
-
- Mittelohrentzündung (Otitis media)
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Bronchitis
-
- Lungenentzündung
- Bakterieninfektion der Harnwege, wie:
-
- Harnblasenentzündung
- Bakterieninfektion der Niere, wie:
-
- Nierenbecken- und Nierenkörperchenentzündung (Pyelonephritis)
- Bakterieninfektionen der Haut und des Gewebes, wie:
-
- Entzündung des Unterhautzellgewebes (Zellulitis)
-
- Bisswunden von Tieren
-
- Zahnwurzelentzündung, mit Eiteransammlungen - (Dentalabszess)
- Bakterieninfektion der Knochen und Gelenke, wie:
-
- Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder, Jugendliche und Erwachsene ab 40 kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Beutel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Amoxicillin: Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet Bakterien ab, indem er den Aufbau der Bakterienzellwand hemmt. Dadurch wird die äußere Hülle der Bakterien geschwächt und kann platzen. Der Wirkstoff kann jedoch nur bei Bakterien eingreifen, bei denen die Hülle gerade entsteht oder umgebaut wird, also während dem Wachstum oder der Vermehrung durch Zellteilung.
Clavulansäure: Der Wirkstoff stört die Abwehrmechanismen von Bakterien auf Antibiotika. Manche Bakterien können Stoffe produzieren, die Antibiotika unwirksam machen. Diese Stoffe werden von der Clavulansäure abgefangen und so wird die Wirkung eines zusätzlich gegebenen Antibiotikums unterstützt.
Außerdem gehört der Wirkstoff selbst zu den Antibiotika und tötet Bakterien ab, indem er den Aufbau der Bakterienzellwand hemmt. Dieser Effekt ist aber nur sehr schwach ausgeprägt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Beschwerden im Oberbauch
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Anstieg der Leberwerte
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen
- Verfärbung der Zahnoberfläche, die vorübergehend ist und durch gute Mundhygiene vermieden werden kann
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Gelbsucht, in der Vorgeschichte, die durch die Wirkstoffe dieses Arzneimittels hervorgerufen wurde
- Leberfunktionsstörung, in der Vorgeschichte, die durch die Wirkstoffe dieses Arzneimittels hervorgerufen wurde
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge in den ersten 2 Lebensmonaten: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
- Kinder und Erwachsene unter 40 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 58 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 30 × 80 × 130 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Diese Angabe gilt nur für die fertige Zubereitung.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Penicillin oder Cephalosporin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Penicillin!
- Aspartam/Phenylalanin kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Glucose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Nebenhöhlenentzündungen
Was ist das? - Definition Die Nasennebenhöhlenentzündung ist eine Entzündung der Schleimhäute in den Hohlräumen rund um die Nase. Sie entsteht meist nach einer Erkältung, wenn der Schleim nicht mehr richtig abfließen kann. Besonders betroffen sind die Kieferhöhlen und die sogenannten Siebbeinzellen, Hohlräumen zwischen den Augen und der Nase. Die Beschwerden können akut oder chronisch verlaufen.
Krankheitsbild
Eine Nasennebenhöhlenentzündung entsteht häufig durch eine virale Infektion, bei der die Schleimhäute anschwellen und die Belüftung der Nebenhöhlen behindert wird. Das Sekret staut sich, und es kommt zu einer Entzündung. Die Erkrankung kann akut auftreten und innerhalb von ein bis zwei Wochen abheilen oder chronisch verlaufen, wenn sie länger als zwölf Wochen anhält. Anatomische Besonderheiten oder Allergien können wiederkehrende Entzündungen begünstigen.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Druckschmerz im Gesicht
- Verstopfte Nase
- Gelb-grüner oder zäher Nasenausfluss
- Riechstörungen oder Geruchsverlust
- Kopf- und Zahnschmerzen beim Bücken
- Husten, besonders nachts
- Allgemeines Krankheitsgefühl, evenuell FieberBei chronischer Sinusitis sind die Symptome oft weniger stark, halten aber dauerhaft an. Die Erkrankung kann sich über Wochen oder Monate hinziehen und die Nasenatmung dauerhaft beeinträchtigen. Ohne Behandlung droht eine Verschlechterung oder Ausbreitung der Entzündung.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Sinusitis zu ernsthaften Komplikationen führen. Dazu zählen chronische Schleimhautschwellung, Polypenbildung, Übergreifen der Entzündung auf die Augenhöhle, Hirnhautentzündung, Eiteransammlungen in den Nebenhöhlen, chronischer Husten durch Schleimabfluss sowie Zahnerkrankungen durch Ausbreitung auf die Zahnwurzeln. Eine frühzeitige Behandlung kann diese Folgen meist verhindern.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Auslöser sind Virusinfektionen nach Erkältung, bakterielle Superinfektionen, Allergien wie Heuschnupfen, anatomische Besonderheiten wie Polypen sowie Zahnerkrankungen im Oberkieferbereich. Risikofaktoren sind wiederholte Infekte, Allergien, trockene Raumluft und eine geschwächte Immunabwehr. Die Sinusitis selbst ist nicht direkt ansteckend, wohl aber die zugrunde liegende Erkältung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er untersucht die Nase, klopft die Nebenhöhlen ab und kann bildgebende Verfahren einsetzen. Bei Bedarf erfolgt eine Endoskopie oder Allergiediagnostik. Medikamente wie abschwellende Nasensprays, Schmerzmittel und Nasenspülungen helfen bei akuten Beschwerden. Bei bakterieller Ursache kommen Antibiotika wie Amoxicillin/Clavulansäure zum Einsatz. Bei chronischem Verlauf helfen Kortison-Nasensprays oder operative Maßnahmen. DAs kann man selbst tun: Inhalationen, viel Trinken und regelmäßige Nasenspülungen lindern die Beschwerden. Grenzen sind erreicht bei starken Schmerzen, Fieber oder Sehstörungen. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akute Mittelohrentzündung
Was ist das? - Definition Die akute Mittelohrentzündung ist eine plötzlich auftretende Entzündung des Mittelohrs, meist ausgelöst durch Viren oder Bakterien. Sie betrifft vor allem Kinder und äußert sich durch starke Ohrenschmerzen, Druckgefühl und Fieber. Die Erkrankung heilt oft innerhalb weniger Tage folgenlos aus.
Krankheitsbild
Das Mittelohr liegt zwischen Trommelfell und Innenohr und enthält kleine Knochen, die Schall weiterleiten. Bei einer akuten Entzündung sammelt sich dort infizierte Flüssigkeit, was zu Schmerzen und Hörproblemen führt. Die Erreger gelangen meist über die Ohrtrompete aus dem Nasen-Rachen-Raum ins Mittelohr. Die Ohrtrompete, auch Eustachische Röhre genannt, verbindet diese beiden Teile. Besonders häufig betroffen sind Kinder, da ihre Ohrtrompete kürzer und weiter ist.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Plötzliche, starke Ohrenschmerzen
- Druckgefühl im Ohr
- Hörminderung
- Fieber
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Unruhe und Weinen bei Kindern
- Manchmal Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe)
Die Symptome treten meist einseitig auf und beginnen plötzlich. In der Regel klingt die Entzündung innerhalb von zwei bis sieben Tagen ab.
Folgen/Komplikationen
In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf benachbarte Knochen (Mastoiditis) oder das Innenohr ausbreiten. Dies kann zu Hörverlust oder sogar einer Gehirnhautentzündung führen. Wiederholte oder langanhaltende Entzündungen können chronisch werden und dauerhafte Hörschäden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigen Auslösern zählen Erkältungsviren und Bakterien wie Streptokokken oder Pneumokokken. Weitere Risikofaktoren sind:
- Passivrauchen
- Vergrößerte Rachenmandeln
- Allergien
- Immunschwäche
- Häufige Schnuller-Nutzung bei Babys
Auch Verletzungen des Trommelfells oder eine schlechte Belüftung des Mittelohrs können eine Entzündung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Er untersucht das Ohr mit einem Otoskop, mit dem er den äußeren Gehörgang betrachten kann. Dann entscheidet er über die Behandlung. Bei bakteriellen Ursachen können Antibiotika helfen. Schmerzmittel wie Ibuprofen lindern Beschwerden. Nasentropfen können die Belüftung verbessern.
Was man selbst tun kann:
Ein bekanntes Hausmittel sind Zwiebelsäckchen. Zudem hilft ausreichend Ruhe, viel Flüssigkeit und Schutz vor Wasser im Ohr. Die Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber über 48 Stunden oder Ausfluss auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ohrenschmerzen
Was ist das? - Definition Ohrenschmerzen sind ein häufiges Symptom, das durch Entzündungen, Infektionen oder andere Reizungen im Bereich des Ohres verursacht wird. Sie können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln und betreffen Menschen jeden Alters. Die Schmerzen können stechend, dumpf oder pochend sein und verschiedene Ursachen haben, darunter Erkältungen, Druckveränderungen oder Verletzungen. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Krankheitsbild
Ohrenschmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Sie können im äußeren Gehörgang, im Mittelohr oder seltener im Innenohr auftreten. Häufig verursachen Entzündungen die Beschwerden, etwa Bakterien oder Viren. Auch mechanische Reize wie ein Ohrenschmalzpfropf oder Fremdkörper können Schmerzen auslösen. Die Beschwerden reichen von leichtem Druckgefühl bis zu starken, stechenden Schmerzen. Besonders Kinder sind oft betroffen, meist durch eine Mittelohrentzündung.
Symptome/Verlauf
Die Schmerzen können einseitig oder beidseitig auftreten und sich als stechend, dumpf, ziehend oder pochend äußern. Oft treten sie im Zusammenhang mit Erkältungen auf. Weitere Symptome sind Hörminderung, Fieber, Schwindel, Druckgefühl im Ohr und manchmal Ausfluss. Bei Kindern kommen oft Unruhe, Weinen und Schlafstörungen hinzu. Ohrenschmerzen können plötzlich beginnen oder sich über Tage entwickeln. In manchen Fällen klingen sie von selbst ab, in anderen ist eine Behandlung nötig.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Ohrenschmerzen können zu ernsthaften Komplikationen führen. Dazu zählen Trommelfellverletzungen, Hörverlust, chronische Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Strukturen wie das Innenohr. In seltenen Fällen tritt sogar eine Gesichtsnervenlähmung auf, etwa bei Herpesinfektionen im Ohr.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind
- bakterielle oder virale Infektionen (z.?B. Erkältung, Grippe)
- Mittelohrentzündung
- Gehörgangsentzündung (Otitis externa)
- Druckveränderungen (Flugreisen, Tauchen)
- Fremdkörper im Ohr
- Ohrenschmalzpfropf
- Verletzungen durch Wattestäbchen oder Lärm
- Zahnprobleme oder Kieferfehlstellungen
- Mandelentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung
- Herpesinfektionen im Ohr
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gegen die Beschwerden helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol, abschwellende Nasensprays und bei bakteriellen Infektionen Antibiotika. Spezielle Ohrentropfen können lokal entzündungshemmend wirken. Bei Fremdkörpern oder Trommelfellverletzungen ist eine ärztliche Entfernung oder Behandlung notwendig.
Was man selbst tun kann: Wärme (zum Beispiel Kirschkernkissen), Zwiebelsäckchen, Inhalationen und Ruhe lindern die Beschwerden. Auf Wattestäbchen generell verzichtet. Bei starken Schmerzen, Fieber über 38,5 Grad, Hörverlust, Ausfluss oder länger als zwei Tage anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.