ANDROCUR 50 mg Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03967760
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 50 mg
- Marke:
- ANDROCUR
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Männer-Triebdämpfung:
Allgemeine Dosierempfehlung-Anfangsdosis (für etwa 4 Wochen):
Die weitere Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt bestimmt und auf eine für Sie passende Dosis eingestellt.
Ist ein befriedigendes Behandlungsergebnis erreicht, kann in Absprache mit Ihrem Arzt auf die geringstmögliche Dosis reduziert werden.
Männer-Prostatkrebs (palliativ):
Allgemeine Dosierempfehlung-Anfangsdosis:
Die weitere Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Männer-Vorbeugung von Folgeerscheinungen durch Hormonbehandlung mit LHRH-Agonisten bei Prostatakrebs:
Allgemeine Dosierempfehlung-Anfangsdosis (5-7 Tage):
Anschließend wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln weiterbehandelt.
Allgemeine Dosierempfehlung (für weitere 3-4 Wochen):
Männer-Hitzewallungen bei Hormonbehandlung mit LHRH-Agonisten oder nach Hodenentfernung:
Allgemeine Dosierempfehlung:
Die Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt bestimmt und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Bei Bedarf kann die Dosierung auf 3 x 2 Tabletten täglich erhöht werden.
Eine Höchstdosis von 300 mg pro Tag darf bei allen Anwendungsgebieten nicht überschritten werden.
Frauen:
Es handelt sich um eine Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln.
Lassen Sie sich zur Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Vermehrte männliche Behaarung bei der Frau (Hirsutismus)
- Hormoneller Haarausfall der Frau (androgene Alopezie)
- Linderung der Symptome bei einem fortgeschrittenem Prostatakrebs
- Behandlung mit LHRH-Analoga oder die operative Entfernung des Prostata-Tumors ist nicht angezeigt
- Vorbeugung der Symptome, die durch Hormonbehandlung entstehen können
- Behandlung von Beschwerden (Hitzewallungen), die durch die Behandlung mit LHRH-Agonisten oder nach Hodenentfernung auftreten
- Dämpfung bei unangemessenem Sexualverhalten
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-3-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal-täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal-täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-3-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum weiblichen Geschlechtshormon Gestagen (Gelbkörperhormon). Bei der Frau bewirkt das Gestagen u.a. eine Wachstumshemmung der schwangerschaftsvorbereitenden Gebärmutterschleimhaut, eine Hemmung des Transports der Spermien und eine Hemmung des Eisprungs.Zusätzlich besitzt Cyproteron antiandrogene Eigenschaften wie Hemmung des Geschlechtstriebs, Verminderung der Talgdrüsenaktivität und Verhinderung männlicher Wachstumsimpulse auf das Prostatagewebe.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Allgemein:
- Gefühl der Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Vermindertes sexuelles Verlangen
- Leicht erhöhtes Prolaktin im Blut
- Hautausschlag
- Gewichtszunahme
- Gewichtsabnahme
- Müdigkeit
- Lebertoxische Reaktionen
- Gelbsucht
- Versagen der Leber
- Leberentzündung
- Emotionale Niedergeschlagenheit mit Unglücklichsein
- Vorübergehende Rastlosigkeit (innere Unruhe)
- Antriebsminderung
- Gutartiger Tumor der Leber
- Bösartiger Tumor der Leber
- Kortisol im Blut erniedrigt
- Überempfindlichkeit
- Tumor des Zentralnervensystems (meist gutartig)
- Trockene Haut
- Ansteigender Blutzuckerspiegel bei Diabetikern
- Gefäßverschluss durch z.B. Blutpfropf (Embolie)
- Blutung im Bauch (intraabdominal)
Nebenwirkungen, die zusätzlich bei Frauen auftreten können:
- Ausbleibender Eisprung (Anovulation)
- Beschwerden an der weiblichen Brust
- Brustschmerz
- Vergrößerung der Brust
- Scheidenblutung
- Unregelmäßige Scheidenblutung
- Ausbleibende Regelblutung
- Gesteigertes sexuelles Verlangen
Nebenwirkungen, die zusätzlich bei Männern auftreten können:
- Gestörte Bildung der männlichen Samenzellen (wieder umkehrbar)
- Gestörtes Anschwellen des männlichen Gliedes
- Hitzewallungen
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Brustdrüsenvergrößerung beim Mann
- Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen
- Blutarmut (Anämie)
- Osteoporose (Knochenschwund)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Allgemein:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Lebererkrankungen
- Erbliche Leberfunktionsstörung (Dubin-Johnson-Syndrom)
- Erbliche Stoffwechselstörung (Rotor-Syndrom)
- Tumor der Leber, vorausgegangen oder bestehend
- Bösartige Erkrankung (maligne bösartige Erkrankung)
- Tumor des Zentralnervensystems (meist gutartig), bestehend oder in der Vorgeschichte
- Schwere chronische Depression
- Gefäßverschluss durch z.B. Blutpfropf (Embolie), vorausgegangen oder bestehend
Bei Triebdämpfung zusätzlich:
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Erbliche Blutarmut (Sichelzellenanämie)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Anwendungsgebiete bei Frauen:
Anwendungsgebiete bei Männern:
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Benzyl benzoat Phenobarbital Primidon und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Benzyl benzoat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Nevirapin Benzyl benzoat Nevirapin-0,5-Wasser Efavirenz und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Johanniskraut-Trockenextrakt (3-7:1); Auszugsmittel: Methanol Johanniskraut-Trockenextrakt Benzyl benzoat Johanniskraut-Trockenextrakt (3-6:1); Auszugsmittel: Ethanol Johanniskraut Johanniskraut-Trockenextrakt (5-7:1); Auszugsmittel: Ethanol und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Carbamazepin Benzyl benzoat Oxcarbazepin Eslicarbazepin acetat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Lopinavir Benzyl benzoat Ritonavir und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenytoin Benzyl benzoat Mitotan und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Ethinylestradiol Benzyl benzoat Metformin hydrochlorid Sitagliptin phosphat-1-Wasser Pioglitazon hydrochlorid Dapagliflozin-[(2S)-Propan-1,2-diol] (1:1)-1-Wasser und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen könnte.
Was ist zu tun?
Bitte überprüfen Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination der Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Benzyl benzoat Itraconazol Clarithromycin Voriconazol Elvitegravir Darunavir-Ethanol (1:1) und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel könnten unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel möglicherweise vermehrt auftreten, beispielsweise Niedergeschlagenheit, Gewichtszunahme oder Zwischenblutungen bei Frauen oder bei Männern verringerte Libido oder Erektionsprobleme.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Haarausfall
Was ist das? - Definition Haarausfall, fachsprachlich Alopezie, bezeichnet einen über das normale Maß hinausgehenden Verlust von Kopfhaaren. Er kann vorübergehend oder dauerhaft auftreten und unterschiedliche Ursachen haben.
Krankheitsbild
Haarausfall zeigt sich durch merklich lichter werdendes Haar oder kahle Stellen. Er kann langsam fortschreiten oder schubweise auftreten. Betroffen sind Menschen jeden Alters. Häufig stehen genetische Faktoren im Mittelpunkt. In anderen Fällen spielen Krankheiten oder Belastungen eine Rolle. Manche Formen sind vollständig reversibel, andere eher nicht.
Symptome/Verlauf
Typisch ist ein fortlaufender Haarverlust mit sichtbarer Ausdünnung. Der Verlauf kann je nach Ursache unterschiedlich aussehen. Manche Menschen bemerken einen vermehrten Haarverlust beim Kämmen oder Waschen. Andere stellen kreisrunde kahle Areale fest. Häufig kommt es zu Begleiterscheinungen wie Juckreiz oder Spannungsgefühl der Kopfhaut. Ein Verlauf kann folgende Erscheinungsformen aufweisen:
- Zunehmendes Ausfallen beim täglichen Bürsten
- Verdünnung an Stirn oder Scheitel
- Kreisrunde kahle Stellen
- Diffuser Verlust über den gesamten Kopf
Die Geschwindigkeit des Fortschreitens hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab.
Folgen/Komplikationen
Haarausfall kann zu deutlicher seelischer Belastung führen. Manche Betroffene entwickeln Schamgefühle oder Rückzugstendenzen. Bei bestimmten Formen können Entzündungen der Kopfhaut entstehen. Dauerhafte kahle Stellen können sich vergrößern und die Haarstruktur langfristig schwächen. Wird eine zugrunde liegende Erkrankung nicht erkannt, können dadurch zusätzliche Beschwerden entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind erbliche Einflüsse, hormonelle Veränderungen oder Erkrankungen wie Störungen der Schilddrüse. Auch Stress und Mangelernährung können eine Rolle spielen. Auch manche Medikamente beeinflussen das Haarwachstum. Ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen kommt ebenfalls als Auslöser infrage.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Kopfhaut untersuchen, Blutwerte prüfen und bei Bedarf Wirkstoffgruppen wie Mittel zur Regulierung des Haarwachstums, etwa Minoxidil, oder Mittel gegen Entzündungen einsetzen.
Das kann man selbst tun: Auf eine ausreichende Haarpflege und ausgewogene Ernährung achten sowie Belastungen reduzieren. Grenzen bestehen dort, wo der Haarverlust trotz eigener Maßnahmen fortschreitet oder Symptome wie Schmerzen oder starke Entzündung auftreten. Dann sollte unbedingt medizinische Hilfe gesucht werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Krebs
Was ist das? - Definition Krebs bezeichnet eine bösartige Gewebeneubildung. Tumorzellen vermehren sich unkontrolliert, sie wachsen in Nachbargewebe ein, zerstören gesundes Gewebe und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen.
Krankheitsbild
Unsere Zellen haben eine Art Lebenszyklus, in dem sich Phasen der Zellteilung mit Ruhephasen abwechseln. Dabei ist genau geregelt, wann sich die Zelle zu teilen und wann sie zu ruhen hat. Tumorzellen sind entartete Zellen, die sich nicht nach diesem Zyklus richten, sondern sich unkontrolliert ständig teilen und somit immer wachsen. Sie reagieren nicht mehr auf Signale, die das Wachstum in gesunden Geweben steuern, und können sich der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen.
Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Etwa jeder vierte Mensch stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung. Die häufigsten Tumorarten sind bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.
Symptome/Verlauf
Krebs entwickelt sich meist schleichend. In frühen Stadien verursacht er häufig keine Beschwerden. Erste Anzeichen sind oft unspezifisch:
- Starker, unerklärlicher Gewichtsverlust
- Müdigkeit, Leistungsschwäche, Appetitverlust
- Ungewöhnliche Geschmacksempfindungen, etwa Abneigung gegen Fleisch
- Schmerzen meist erst im fortgeschrittenen Stadium
Je nach betroffenem Organ kann es zusätzlich zu folgenden Symptomen kommen:
- Tastbare Knoten, z.B. in der Brust
- Blut im Stuhl oder geänderter Stuhlgang bei Darmkrebs
- Veränderungen an Haut oder Muttermalen
- Länger anhaltender Husten, besonders bei Rauchern
Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) möglich.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann Krebs das betroffene Organ zerstören und Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Diese Tochtergeschwülste sind oft besonders gefährlich, da sie weitere Organe schädigen können. Hierzu zählen etwa Leber, Lunge oder Knochen. Der Krebs kann auch über Lymphknoten oder Blutbahnen gestreut werden.
Wie eine Krebserkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie früh sie erkannt wird, wie aggressiv der Tumor ist und wie gut der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist. Manche Tumoren wachsen langsam, andere sehr rasch.
Dennoch ist Krebs heute nicht automatisch ein Todesurteil: Viele Tumoren lassen sich erfolgreich behandeln, manche sogar vollständig heilen, besonders wenn sie früh erkannt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Warum Zellen entarten, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch zahlreiche bekannte Risikofaktoren:
- Rauchen ist Hauptursache vieler Krebsarten, v.a. Lungenkrebs
- Alkoholkonsum, besonders in Kombination mit Rauchen
- Ungesunde Ernährung, etwa wenig Ballaststoffe oder viel fett- und fleischreiche Lebensmittel
- Viren und Bakterien, z.B. Humane Papillomaviren/HPV (Gebärmutterhalskrebs), Hepatitis B (Leberkrebs), Helicobacter pylori (Magenkrebs)
- UV-Strahlung bei Hautkrebs
- Familiäre Vorbelastung
- Abwehrschwäche, z.B. durch HIV
Eine Krebserkrankung ist nicht ansteckend.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Je nach Krebsart kommen Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapie oder moderne Immun- und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Nach der Behandlung erfolgen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Was man selbst tun kann:
- Nicht rauchen, Alkohol nur in Maßen
- Ausgewogen essen: viel Obst, Gemüse, Vollkorn, wenig Fett
- Auf Sonnenschutz achten
- Regelmäßige Bewegung und normales Körpergewicht halten
- An Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen
- Impfungen (z.B. gegen HPV, Hepatitis B) nutzen
- Unklare Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären lassen
Ob Krebspatienten von Nahrungsergänzungsmitteln, etwa mit bestimmten Vitaminen, oder anderen frei verkäuflichen Präparaten profitieren, müssen diese unbedingt mit den behandelnden Ärzten abklären. Einige Inhaltsstoffe können gewisse bösartige Tumore sogar noch fördern.
Auch nach einer Tumortherapie bedarf jeder Patient einer speziellen Weiterbehandlung und Betreuung. Das Ziel der regelmäßigen Nachuntersuchungen ist die rechtzeitige Erkennung eines erneuten Tumorwachstums. Daher sollten die vom Arzt empfohlenen Kontrolltermine unbedingt eingehalten werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03967760
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 50 mg
- Marke:
- ANDROCUR
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Männer-Triebdämpfung:
Allgemeine Dosierempfehlung-Anfangsdosis (für etwa 4 Wochen):
Die weitere Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt bestimmt und auf eine für Sie passende Dosis eingestellt.
Ist ein befriedigendes Behandlungsergebnis erreicht, kann in Absprache mit Ihrem Arzt auf die geringstmögliche Dosis reduziert werden.
Männer-Prostatkrebs (palliativ):
Allgemeine Dosierempfehlung-Anfangsdosis:
Die weitere Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Männer-Vorbeugung von Folgeerscheinungen durch Hormonbehandlung mit LHRH-Agonisten bei Prostatakrebs:
Allgemeine Dosierempfehlung-Anfangsdosis (5-7 Tage):
Anschließend wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln weiterbehandelt.
Allgemeine Dosierempfehlung (für weitere 3-4 Wochen):
Männer-Hitzewallungen bei Hormonbehandlung mit LHRH-Agonisten oder nach Hodenentfernung:
Allgemeine Dosierempfehlung:
Die Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt bestimmt und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Bei Bedarf kann die Dosierung auf 3 x 2 Tabletten täglich erhöht werden.
Eine Höchstdosis von 300 mg pro Tag darf bei allen Anwendungsgebieten nicht überschritten werden.
Frauen:
Es handelt sich um eine Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln.
Lassen Sie sich zur Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Vermehrte männliche Behaarung bei der Frau (Hirsutismus)
- Hormoneller Haarausfall der Frau (androgene Alopezie)
- Linderung der Symptome bei einem fortgeschrittenem Prostatakrebs
- Behandlung mit LHRH-Analoga oder die operative Entfernung des Prostata-Tumors ist nicht angezeigt
- Vorbeugung der Symptome, die durch Hormonbehandlung entstehen können
- Behandlung von Beschwerden (Hitzewallungen), die durch die Behandlung mit LHRH-Agonisten oder nach Hodenentfernung auftreten
- Dämpfung bei unangemessenem Sexualverhalten
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-3-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal-täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal-täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene Männer, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-3-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum weiblichen Geschlechtshormon Gestagen (Gelbkörperhormon). Bei der Frau bewirkt das Gestagen u.a. eine Wachstumshemmung der schwangerschaftsvorbereitenden Gebärmutterschleimhaut, eine Hemmung des Transports der Spermien und eine Hemmung des Eisprungs.Zusätzlich besitzt Cyproteron antiandrogene Eigenschaften wie Hemmung des Geschlechtstriebs, Verminderung der Talgdrüsenaktivität und Verhinderung männlicher Wachstumsimpulse auf das Prostatagewebe.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Allgemein:
- Gefühl der Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Vermindertes sexuelles Verlangen
- Leicht erhöhtes Prolaktin im Blut
- Hautausschlag
- Gewichtszunahme
- Gewichtsabnahme
- Müdigkeit
- Lebertoxische Reaktionen
- Gelbsucht
- Versagen der Leber
- Leberentzündung
- Emotionale Niedergeschlagenheit mit Unglücklichsein
- Vorübergehende Rastlosigkeit (innere Unruhe)
- Antriebsminderung
- Gutartiger Tumor der Leber
- Bösartiger Tumor der Leber
- Kortisol im Blut erniedrigt
- Überempfindlichkeit
- Tumor des Zentralnervensystems (meist gutartig)
- Trockene Haut
- Ansteigender Blutzuckerspiegel bei Diabetikern
- Gefäßverschluss durch z.B. Blutpfropf (Embolie)
- Blutung im Bauch (intraabdominal)
Nebenwirkungen, die zusätzlich bei Frauen auftreten können:
- Ausbleibender Eisprung (Anovulation)
- Beschwerden an der weiblichen Brust
- Brustschmerz
- Vergrößerung der Brust
- Scheidenblutung
- Unregelmäßige Scheidenblutung
- Ausbleibende Regelblutung
- Gesteigertes sexuelles Verlangen
Nebenwirkungen, die zusätzlich bei Männern auftreten können:
- Gestörte Bildung der männlichen Samenzellen (wieder umkehrbar)
- Gestörtes Anschwellen des männlichen Gliedes
- Hitzewallungen
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Brustdrüsenvergrößerung beim Mann
- Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen
- Blutarmut (Anämie)
- Osteoporose (Knochenschwund)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Allgemein:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Lebererkrankungen
- Erbliche Leberfunktionsstörung (Dubin-Johnson-Syndrom)
- Erbliche Stoffwechselstörung (Rotor-Syndrom)
- Tumor der Leber, vorausgegangen oder bestehend
- Bösartige Erkrankung (maligne bösartige Erkrankung)
- Tumor des Zentralnervensystems (meist gutartig), bestehend oder in der Vorgeschichte
- Schwere chronische Depression
- Gefäßverschluss durch z.B. Blutpfropf (Embolie), vorausgegangen oder bestehend
Bei Triebdämpfung zusätzlich:
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Erbliche Blutarmut (Sichelzellenanämie)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Anwendungsgebiete bei Frauen:
Anwendungsgebiete bei Männern:
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen könnte.
Was ist zu tun?
Bitte überprüfen Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination der Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel könnten unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel möglicherweise vermehrt auftreten, beispielsweise Niedergeschlagenheit, Gewichtszunahme oder Zwischenblutungen bei Frauen oder bei Männern verringerte Libido oder Erektionsprobleme.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Haarausfall
Was ist das? - Definition Haarausfall, fachsprachlich Alopezie, bezeichnet einen über das normale Maß hinausgehenden Verlust von Kopfhaaren. Er kann vorübergehend oder dauerhaft auftreten und unterschiedliche Ursachen haben.
Krankheitsbild
Haarausfall zeigt sich durch merklich lichter werdendes Haar oder kahle Stellen. Er kann langsam fortschreiten oder schubweise auftreten. Betroffen sind Menschen jeden Alters. Häufig stehen genetische Faktoren im Mittelpunkt. In anderen Fällen spielen Krankheiten oder Belastungen eine Rolle. Manche Formen sind vollständig reversibel, andere eher nicht.
Symptome/Verlauf
Typisch ist ein fortlaufender Haarverlust mit sichtbarer Ausdünnung. Der Verlauf kann je nach Ursache unterschiedlich aussehen. Manche Menschen bemerken einen vermehrten Haarverlust beim Kämmen oder Waschen. Andere stellen kreisrunde kahle Areale fest. Häufig kommt es zu Begleiterscheinungen wie Juckreiz oder Spannungsgefühl der Kopfhaut. Ein Verlauf kann folgende Erscheinungsformen aufweisen:
- Zunehmendes Ausfallen beim täglichen Bürsten
- Verdünnung an Stirn oder Scheitel
- Kreisrunde kahle Stellen
- Diffuser Verlust über den gesamten Kopf
Die Geschwindigkeit des Fortschreitens hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab.
Folgen/Komplikationen
Haarausfall kann zu deutlicher seelischer Belastung führen. Manche Betroffene entwickeln Schamgefühle oder Rückzugstendenzen. Bei bestimmten Formen können Entzündungen der Kopfhaut entstehen. Dauerhafte kahle Stellen können sich vergrößern und die Haarstruktur langfristig schwächen. Wird eine zugrunde liegende Erkrankung nicht erkannt, können dadurch zusätzliche Beschwerden entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind erbliche Einflüsse, hormonelle Veränderungen oder Erkrankungen wie Störungen der Schilddrüse. Auch Stress und Mangelernährung können eine Rolle spielen. Auch manche Medikamente beeinflussen das Haarwachstum. Ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen kommt ebenfalls als Auslöser infrage.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Kopfhaut untersuchen, Blutwerte prüfen und bei Bedarf Wirkstoffgruppen wie Mittel zur Regulierung des Haarwachstums, etwa Minoxidil, oder Mittel gegen Entzündungen einsetzen.
Das kann man selbst tun: Auf eine ausreichende Haarpflege und ausgewogene Ernährung achten sowie Belastungen reduzieren. Grenzen bestehen dort, wo der Haarverlust trotz eigener Maßnahmen fortschreitet oder Symptome wie Schmerzen oder starke Entzündung auftreten. Dann sollte unbedingt medizinische Hilfe gesucht werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Krebs
Was ist das? - Definition Krebs bezeichnet eine bösartige Gewebeneubildung. Tumorzellen vermehren sich unkontrolliert, sie wachsen in Nachbargewebe ein, zerstören gesundes Gewebe und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen.
Krankheitsbild
Unsere Zellen haben eine Art Lebenszyklus, in dem sich Phasen der Zellteilung mit Ruhephasen abwechseln. Dabei ist genau geregelt, wann sich die Zelle zu teilen und wann sie zu ruhen hat. Tumorzellen sind entartete Zellen, die sich nicht nach diesem Zyklus richten, sondern sich unkontrolliert ständig teilen und somit immer wachsen. Sie reagieren nicht mehr auf Signale, die das Wachstum in gesunden Geweben steuern, und können sich der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen.
Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Etwa jeder vierte Mensch stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung. Die häufigsten Tumorarten sind bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.
Symptome/Verlauf
Krebs entwickelt sich meist schleichend. In frühen Stadien verursacht er häufig keine Beschwerden. Erste Anzeichen sind oft unspezifisch:
- Starker, unerklärlicher Gewichtsverlust
- Müdigkeit, Leistungsschwäche, Appetitverlust
- Ungewöhnliche Geschmacksempfindungen, etwa Abneigung gegen Fleisch
- Schmerzen meist erst im fortgeschrittenen Stadium
Je nach betroffenem Organ kann es zusätzlich zu folgenden Symptomen kommen:
- Tastbare Knoten, z.B. in der Brust
- Blut im Stuhl oder geänderter Stuhlgang bei Darmkrebs
- Veränderungen an Haut oder Muttermalen
- Länger anhaltender Husten, besonders bei Rauchern
Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) möglich.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann Krebs das betroffene Organ zerstören und Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Diese Tochtergeschwülste sind oft besonders gefährlich, da sie weitere Organe schädigen können. Hierzu zählen etwa Leber, Lunge oder Knochen. Der Krebs kann auch über Lymphknoten oder Blutbahnen gestreut werden.
Wie eine Krebserkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie früh sie erkannt wird, wie aggressiv der Tumor ist und wie gut der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist. Manche Tumoren wachsen langsam, andere sehr rasch.
Dennoch ist Krebs heute nicht automatisch ein Todesurteil: Viele Tumoren lassen sich erfolgreich behandeln, manche sogar vollständig heilen, besonders wenn sie früh erkannt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Warum Zellen entarten, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch zahlreiche bekannte Risikofaktoren:
- Rauchen ist Hauptursache vieler Krebsarten, v.a. Lungenkrebs
- Alkoholkonsum, besonders in Kombination mit Rauchen
- Ungesunde Ernährung, etwa wenig Ballaststoffe oder viel fett- und fleischreiche Lebensmittel
- Viren und Bakterien, z.B. Humane Papillomaviren/HPV (Gebärmutterhalskrebs), Hepatitis B (Leberkrebs), Helicobacter pylori (Magenkrebs)
- UV-Strahlung bei Hautkrebs
- Familiäre Vorbelastung
- Abwehrschwäche, z.B. durch HIV
Eine Krebserkrankung ist nicht ansteckend.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Je nach Krebsart kommen Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapie oder moderne Immun- und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Nach der Behandlung erfolgen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Was man selbst tun kann:
- Nicht rauchen, Alkohol nur in Maßen
- Ausgewogen essen: viel Obst, Gemüse, Vollkorn, wenig Fett
- Auf Sonnenschutz achten
- Regelmäßige Bewegung und normales Körpergewicht halten
- An Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen
- Impfungen (z.B. gegen HPV, Hepatitis B) nutzen
- Unklare Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären lassen
Ob Krebspatienten von Nahrungsergänzungsmitteln, etwa mit bestimmten Vitaminen, oder anderen frei verkäuflichen Präparaten profitieren, müssen diese unbedingt mit den behandelnden Ärzten abklären. Einige Inhaltsstoffe können gewisse bösartige Tumore sogar noch fördern.
Auch nach einer Tumortherapie bedarf jeder Patient einer speziellen Weiterbehandlung und Betreuung. Das Ziel der regelmäßigen Nachuntersuchungen ist die rechtzeitige Erkennung eines erneuten Tumorwachstums. Daher sollten die vom Arzt empfohlenen Kontrolltermine unbedingt eingehalten werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.