ARIPIPRAZOL Hormosan 10 mg Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 10754332
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 49 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- ARIPIPRAZOL
- Hersteller:
- HORMOSAN Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Bei mittelschweren bis schweren manischen Phasen bei einer bipolaren Störung bei Jugendlichen von 13-18 Jahren: nicht länger als 12 Wochen.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Teilnahmslosigkeit/Gleichgültigkeit, erhöhtem Blutdruck, Schläfrigkeit, Herzrasen, Übelkeit, Erbrechen sowie Durchfall. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Behandlung der Schizophrenie:
Schizophrenie - Anfangsdosis:
Schizophrenie: Das Arzneimittel ist vor allem für den Behandlungsbeginn geeignet. Für die Folgebehandlung stehen Arzneimittel mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Schizophrenie: Für Jugendliche ab 15 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt dosiert.
Schizophrenie - Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Behandlung der mittelschweren bis schweren manischen Phase bei einer bipolaren Störung:
Als alleinige Behandlung oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln: Für die Behandlung stehen Arzneimittel mit einem geeigneteren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Vorbeugung der manischen Phase bei einer bipolaren Störung: Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Behandlung der mittelschweren bis schweren manischen Phase bei einer bipolaren Störung: Für Jugendliche ab 13 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt dosiert.
Anwendungsgebiete
- Behandlung der Schizophrenie
- Behandlung einer mittelschweren bis schweren manischen Phase bei einer bipolaren Störung
- Vorbeugung einer manischen Phase bei einer bipolaren Störung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von den Mahlzeiten
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 3 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von den Mahlzeiten
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hat eine antipsychotische, sedierende und zusätzlich antidepressive Wirkung. Die Wirkstoffgruppe der Neuroleptika, zu denen Aripiprazol gehört, dämpft psychomotorische Erregungszustände und verringert Spannungen, Wahn, Halluzination, Denkstörungen und Ich-Störungen. Bestimmte Neuroleptika beeinflussen zusätzlich günstig die z. B. Erregbarkeit und die Stimmungslage.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Schlaflosigkeit
- Angst
- Unruhe
- motorischen Unruhe
- Störung der unbewussten Bewegungsabläufe mit Zittern, evtl. Fallneigung
- Zittern
- Kopfschmerz
- Sedierung
- Schläfrigkeit
- Schwindelgefühl
- Verschwommenes Sehen
- Verstopfung
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Übelkeit
- vermehrter Speichelfluss
- Erbrechen
- Ermüdung
- Erhöhung des Prolaktinspiegels im Blut
- Überzuckerung
- Depression
- Gesteigerte Sexualität
- Bewegungsstörungen
- Doppeltsehen
- Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
- Blutdruckabfall durch Aufstehen
- Schluckauf
- Lichtempfindlichkeit der Augen
- Syndrom der unruhigen Beine
- Erniedrigtes Prolaktin im Blut
- Übermäßige Bewegungsaktivität im Gesichtsbereich
- Bewegungsstörung mit Muskelkontraktionen
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 13 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 15 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 40 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 54 × 60 × 121 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Schizophrenie
Was ist das? - Definition Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung, bei der Denken, Wahrnehmung und Gefühle aus dem Gleichgewicht geraten. Betroffene hören beispielsweise Stimmen oder entwickeln Wahnvorstellungen, sie zeigen seltsame Verhaltensweisen und Gefühlsarmut. Die Krankheit beginnt meist im jungen Erwachsenenalter und ist in den meisten Fällen gut behandelbar.
Krankheitsbild
Schizophrenie ist eine ernste psychische Erkrankung, die Denken, Wahrnehmung und Gefühle stark beeinflusst. Betroffene erleben oft Wahnvorstellungen, hören Stimmen oder deuten die Umwelt falsch. Dadurch wirken ihre Handlungen für Außenstehende manchmal unverständlich, haben aber nichts mit "gespaltener Persönlichkeit" oder geringer Intelligenz zu tun. Schizophrenie tritt meist im jungen Erwachsenenalter auf, Männer erkranken oft etwas früher als Frauen. In den meisten Fällen ist die Schizophrenie behandelbar.
Symptome/Verlauf
Erste Anzeichen einer schizophrenen Störung sind unspezifisch und zeigen sich oft schon lange vor einer akuten Phase. Betroffene können angespannt, ruhelos, geräuschempfindlich oder durcheinander sein. Oft ziehen sie sich zurück und wirken uninteressiert. Bei akuten Schüben gehören Wahnvorstellungen wie Verfolgungswahn oder Stimmenhören zu den typischen Anzeichen (Positivsymptome). Aber auch Unruhe und für die Umgebung unverständliche Verhaltensweisen treten vermehrt auf. Nach einem Schub nehmen die die Symptome oft wieder ab. Schizophrenie kann auch chronisch werden. Dann stehen sogenannte Negativ-Symptome wie Antriebsmangel, Rückzug und Gefühlsarmut im Vordergrund.
Folgen/Komplikationen
Schizophrenie ist heute gut behandelbar, aber meist nicht heilbar. Über die Hälfte der Patienten können ohne größere Einschränkungen damit leben. Eine Herausforderung liegt darin, dass Betroffene ihre Krankheit oft nicht erkennen oder die Behandlung ablehnen. In akuten Phasen kann es zu Selbst- oder Fremdgefährdung kommen, was manchmal eine stationäre Aufnahme nötig macht. Auch nach einer akuten Episode bleiben häufig Probleme wie Konzentrationsschwierigkeiten oder eingeschränkte Planungsfähigkeit bestehen, die Alltag und Beruf erschweren.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Schizophrenie sind bis heute nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus: genetische Veranlagung, biologische Veränderungen im Gehirn und äußere Belastungen. Eine erbliche Vorbelastung erhöht zwar das Risiko, doch viele Betroffene haben keine erkrankten Angehörigen. Im Gehirn zeigen sich häufig ein Ungleichgewicht wichtiger Botenstoffe wie Dopamin sowie Veränderungen bestimmter Strukturen. Menschen mit Schizophrenie sind oft besonders empfindsam gegenüber Stress und inneren wie äußeren Reizen. Belastende Lebensereignisse oder Probleme im familiären Umfeld können die Krankheit nicht direkt auslösen, aber den Verlauf mitunter beeinflussen. Auch Cannabis-Konsum könnte die Erkrankung begünstigen.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Steht die Diagnose Schizophrenie, ist es wichtig, sich in ärztliche und therapeutische Behandlung zu begeben. 85 Prozent der Menschen, die die verschriebenen antipsychotischen Medikamente regelmäßig einnehmen, erleiden keinen Rückfall.
0Was der Arzt tun kann:
1Schizophrenie ist gut behandelbar, wenn verschiedene Therapiebausteine kombiniert werden. Im Akutfall können Medikamente (Antipsychotika) helfen, die Symptome zu lindern und Rückfällen vorzubeugen. Sie müssen in der Regel über einen längeren Zeitraum, manchmal sogar dauerhaft eingenommen werden. Ergänzend kommen Psychotherapie und Soziotherapie zum Einsatz, um Krankheitserleben zu verarbeiten und soziale Probleme zu bewältigen. Zusätzlich helfen kognitive Trainings, Konzentration und Gedächtnis zu verbessern und die Rückkehr ins Berufs- und Alltagsleben zu erleichtern.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 10754332
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 49 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- ARIPIPRAZOL
- Hersteller:
- HORMOSAN Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Bei mittelschweren bis schweren manischen Phasen bei einer bipolaren Störung bei Jugendlichen von 13-18 Jahren: nicht länger als 12 Wochen.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Teilnahmslosigkeit/Gleichgültigkeit, erhöhtem Blutdruck, Schläfrigkeit, Herzrasen, Übelkeit, Erbrechen sowie Durchfall. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Behandlung der Schizophrenie:
Schizophrenie - Anfangsdosis:
Schizophrenie: Das Arzneimittel ist vor allem für den Behandlungsbeginn geeignet. Für die Folgebehandlung stehen Arzneimittel mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Schizophrenie: Für Jugendliche ab 15 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt dosiert.
Schizophrenie - Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Behandlung der mittelschweren bis schweren manischen Phase bei einer bipolaren Störung:
Als alleinige Behandlung oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln: Für die Behandlung stehen Arzneimittel mit einem geeigneteren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Vorbeugung der manischen Phase bei einer bipolaren Störung: Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Behandlung der mittelschweren bis schweren manischen Phase bei einer bipolaren Störung: Für Jugendliche ab 13 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt dosiert.
Anwendungsgebiete
- Behandlung der Schizophrenie
- Behandlung einer mittelschweren bis schweren manischen Phase bei einer bipolaren Störung
- Vorbeugung einer manischen Phase bei einer bipolaren Störung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von den Mahlzeiten
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 3 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von den Mahlzeiten
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hat eine antipsychotische, sedierende und zusätzlich antidepressive Wirkung. Die Wirkstoffgruppe der Neuroleptika, zu denen Aripiprazol gehört, dämpft psychomotorische Erregungszustände und verringert Spannungen, Wahn, Halluzination, Denkstörungen und Ich-Störungen. Bestimmte Neuroleptika beeinflussen zusätzlich günstig die z. B. Erregbarkeit und die Stimmungslage.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Schlaflosigkeit
- Angst
- Unruhe
- motorischen Unruhe
- Störung der unbewussten Bewegungsabläufe mit Zittern, evtl. Fallneigung
- Zittern
- Kopfschmerz
- Sedierung
- Schläfrigkeit
- Schwindelgefühl
- Verschwommenes Sehen
- Verstopfung
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Übelkeit
- vermehrter Speichelfluss
- Erbrechen
- Ermüdung
- Erhöhung des Prolaktinspiegels im Blut
- Überzuckerung
- Depression
- Gesteigerte Sexualität
- Bewegungsstörungen
- Doppeltsehen
- Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
- Blutdruckabfall durch Aufstehen
- Schluckauf
- Lichtempfindlichkeit der Augen
- Syndrom der unruhigen Beine
- Erniedrigtes Prolaktin im Blut
- Übermäßige Bewegungsaktivität im Gesichtsbereich
- Bewegungsstörung mit Muskelkontraktionen
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 13 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 15 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 40 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 54 × 60 × 121 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Schizophrenie
Was ist das? - Definition Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung, bei der Denken, Wahrnehmung und Gefühle aus dem Gleichgewicht geraten. Betroffene hören beispielsweise Stimmen oder entwickeln Wahnvorstellungen, sie zeigen seltsame Verhaltensweisen und Gefühlsarmut. Die Krankheit beginnt meist im jungen Erwachsenenalter und ist in den meisten Fällen gut behandelbar.
Krankheitsbild
Schizophrenie ist eine ernste psychische Erkrankung, die Denken, Wahrnehmung und Gefühle stark beeinflusst. Betroffene erleben oft Wahnvorstellungen, hören Stimmen oder deuten die Umwelt falsch. Dadurch wirken ihre Handlungen für Außenstehende manchmal unverständlich, haben aber nichts mit "gespaltener Persönlichkeit" oder geringer Intelligenz zu tun. Schizophrenie tritt meist im jungen Erwachsenenalter auf, Männer erkranken oft etwas früher als Frauen. In den meisten Fällen ist die Schizophrenie behandelbar.
Symptome/Verlauf
Erste Anzeichen einer schizophrenen Störung sind unspezifisch und zeigen sich oft schon lange vor einer akuten Phase. Betroffene können angespannt, ruhelos, geräuschempfindlich oder durcheinander sein. Oft ziehen sie sich zurück und wirken uninteressiert. Bei akuten Schüben gehören Wahnvorstellungen wie Verfolgungswahn oder Stimmenhören zu den typischen Anzeichen (Positivsymptome). Aber auch Unruhe und für die Umgebung unverständliche Verhaltensweisen treten vermehrt auf. Nach einem Schub nehmen die die Symptome oft wieder ab. Schizophrenie kann auch chronisch werden. Dann stehen sogenannte Negativ-Symptome wie Antriebsmangel, Rückzug und Gefühlsarmut im Vordergrund.
Folgen/Komplikationen
Schizophrenie ist heute gut behandelbar, aber meist nicht heilbar. Über die Hälfte der Patienten können ohne größere Einschränkungen damit leben. Eine Herausforderung liegt darin, dass Betroffene ihre Krankheit oft nicht erkennen oder die Behandlung ablehnen. In akuten Phasen kann es zu Selbst- oder Fremdgefährdung kommen, was manchmal eine stationäre Aufnahme nötig macht. Auch nach einer akuten Episode bleiben häufig Probleme wie Konzentrationsschwierigkeiten oder eingeschränkte Planungsfähigkeit bestehen, die Alltag und Beruf erschweren.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Schizophrenie sind bis heute nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus: genetische Veranlagung, biologische Veränderungen im Gehirn und äußere Belastungen. Eine erbliche Vorbelastung erhöht zwar das Risiko, doch viele Betroffene haben keine erkrankten Angehörigen. Im Gehirn zeigen sich häufig ein Ungleichgewicht wichtiger Botenstoffe wie Dopamin sowie Veränderungen bestimmter Strukturen. Menschen mit Schizophrenie sind oft besonders empfindsam gegenüber Stress und inneren wie äußeren Reizen. Belastende Lebensereignisse oder Probleme im familiären Umfeld können die Krankheit nicht direkt auslösen, aber den Verlauf mitunter beeinflussen. Auch Cannabis-Konsum könnte die Erkrankung begünstigen.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Steht die Diagnose Schizophrenie, ist es wichtig, sich in ärztliche und therapeutische Behandlung zu begeben. 85 Prozent der Menschen, die die verschriebenen antipsychotischen Medikamente regelmäßig einnehmen, erleiden keinen Rückfall.
0Was der Arzt tun kann:
1Schizophrenie ist gut behandelbar, wenn verschiedene Therapiebausteine kombiniert werden. Im Akutfall können Medikamente (Antipsychotika) helfen, die Symptome zu lindern und Rückfällen vorzubeugen. Sie müssen in der Regel über einen längeren Zeitraum, manchmal sogar dauerhaft eingenommen werden. Ergänzend kommen Psychotherapie und Soziotherapie zum Einsatz, um Krankheitserleben zu verarbeiten und soziale Probleme zu bewältigen. Zusätzlich helfen kognitive Trainings, Konzentration und Gedächtnis zu verbessern und die Rückkehr ins Berufs- und Alltagsleben zu erleichtern.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.