ATOMOXETIN Heumann 10 mg Hartkapseln
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Pharmazeutische Informationen
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18092942
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 14 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- ATOMOXETIN
- Hersteller:
- HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Kapseln dürfen nicht geöffnet werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Magen-Darm-Beschwerden, Mundtrockenheit, Hautausschlag, Schläfrigkeit und Unruhe. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- ADHS
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in die Übermittlung von Signalen im Gehirn ein, indem er die Wirkungsdauer von ganz bestimmten Botenstoffen erhöht. Diese Wirkung erfolgt nur in ganz bestimmten Arealen im Gehirn, dadurch ergeben sich zielgerichtete Behandlungsmöglichkeiten gegen die sog. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS).
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- Sedierung
- Bauchschmerzen
- Schmerzen im Oberbauch
- Magen-Darm-Beschwerden
- Erbrechen
- Übelkeit
- Blutdruckanstieg
- Erhöhter Puls
- Reizbarkeit
- Stimmungsschwankungen
- Schlaflosigkeit
- Einschlafstörung
- Durchschlafstörung
- Vorzeitiges Erwachen
- Antriebssteigerung
- Angst
- Depression
- Emotionale Niedergeschlagenheit mit Unglücklichsein
- Tic-Störung
- Schwindelgefühl
- Pupillenerweiterung
- Verstopfung
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Entzündungsreaktionen der Haut
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Müdigkeit
- Schläfrigkeit mit erhöhter Reizschwelle
- Brustkorbschmerzen
- Gewichtsverlust
- Selbstmordverhalten
- Aggressives Verhalten
- Feindseligkeit
- Schnelle und häufige Änderung der Stimmung
- Seelische Erkrankung mit Persönlichkeitsveränderung (Psychose)
- Sinnestäuschung (Halluzination)
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
- Zittern
- Migräne
- Missempfindungen
- Taubheitsgefühl
- Krampfanfälle
- Verschwommenes Sehen
- Herzklopfen
- Herzbeschwerden mit Pulsbeschleunigung durch das Schrittmacherzentrum
- EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall)
- Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Vermehrter Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Schwitzen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
Zusätzlich bei Erwachsenen:
- Mundtrockenheit
- Vermindertes sexuelles Verlangen
- Geschmacksverzerrung (Dysgeusie)
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Hitzewallung
- Blähung
- Schmerzhafte oder erschwerte Harnblasenentleerung
- Verstärkter Harndrang
- Unvollständige Entleerung der Blase
- Schmerzhafte Monatsblutung (Dysmenorrhoe)
- Gestörter Samenerguss
- Gestörtes Anschwellen des männlichen Gliedes (erektile Dysfunktion)
- Entzündung der Vorsteherdrüse
- Schmerzen am männlichen Glied
- Schmerzen an den Geschlechtsorganen
- Schüttelfrost
- Rastlosigkeit (innere Unruhe)
- Durstgefühl
- Kältegefühl der äußeren Körpergebiete (z. B. Finger, Zehen, Arme)
- Kreislaufversagen durch eine allergische Reaktion (Anaphylaktischer Schock)
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
- Muskelkrampf
- Verstärkter Harndrang
- Ausbleibender Samenerguss
- Unregelmäßige Monatsblutung
- Orgasmusstörung
- Kältegefühl
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Engwinkelglaukom
- Herzerkrankung, wie:
- Bluthochdruck
- Herzinsuffizienz
- Durchblutungsstörung äußerer Körpergebiete (PAVK)
- Angina pectoris
- Herzfehler (hämodynamisch relevant)
- Herzmuskelerkrankung
- Herzinfarkt
- Herzrhythmusstörungen
- Ionenkanalerkrankung - (Erregungsstörungen der Muskulatur oder des Nervensystems)
- Erkrankung der Hirnblutgefäße, wie:
- Sackartig erweiterte Blutgefäße oder Herzwand (Aneurysma)
- Schlaganfall
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen:
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie nach Behandlungsbeginn starke Änderungen der Stimmung oder des Verhaltens entwickeln, wie z.B. Gedanken sich oder andere Menschen zu verletzen.
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom)
Was ist das? - Definition ADHS ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindesalter. ADHS zeigt sich durch eine Kombination aus Unaufmerksamkeit, übermäßiger Aktivität und Impulsivität. Auch Erwachsene können an ADHS leiden.
Krankheitsbild
ADHS, oft auch Zappelphilipp-Syndrom bekannt, ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindesalter. Etwa 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren sind betroffen. ADHS zeigt sich durch eine Kombination aus Unaufmerksamkeit, übermäßiger Aktivität und Impulsivität. Auch Erwachsene können an ADHS leiden - schätzungsweise zwei bis vier Prozent sind betroffen.
Symptome/Verlauf
ADHS äußert sich unterschiedlich stark und kann in jedem Alter anders andere Auswirkungen zeigen. Typische Anzeichen sind:
- Konzentrationsprobleme: Betroffene lassen sich leicht ablenken, brechen Aufgaben oft ab oder vergessen Dinge.
- Impulsivität: Betroffene handeln vorschnell, reagieren heftig oder haben Mühe, abzuwarten.
- Überaktivität: Betroffene haben einen gesteigerten Bewegungsdrang, wirken sehr unruhig oder reden ununterbrochen.
Bei Kindern fällt der gesteigerte Bewegungsdrang oft besonders auf. Sie können sich beispielsweise außerdem schlecht konzentrieren, machen in der Schule oft Flüchtigkeitsfehler und lassen sich leicht ablenken. Sie stören im Unterricht, platzen mit Antworten heraus oder neigen zu Wutausbrüchen. Im Jugendalter treten häufig Stimmungsschwankungen, Trotz oder Gereiztheit hinzu. Sie neigen mitunter mehr zu riskantem Verhalten und Drogenkonsum als Gleichaltrige. Erwachsene mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, ihren Alltag zu strukturieren. Die mangelnde Organisationsfähigkeit hat oft Auswirkungen auf Beruf und Privatleben.
Der Verlauf von ADHS ist sehr individuell: Bei manchen Kindern werden die Symptome mit der Pubertät schwächer. Etwa ein Drittel der Betroffenen leidet auch im Erwachsenenalter unter ADHS.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann ADHS zu erheblichen Belastungen führen: in der Schule, im Beruf und im sozialen Umfeld. Kinder und Jugendliche erleben häufiger Misserfolge und Konflikte, was ihr Selbstbewusstsein mindert. Später können Probleme wie Angststörungen, Depressionen oder Suchtverhalten hinzukommen. Bei Erwachsenen führen die innere Unruhe, Vergesslichkeit und Impulsivität oft zu beruflichen oder privaten Schwierigkeiten. Eine passende Behandlung kann diesen Folgen aber gut vorbeugen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von ADHS sind noch nicht vollständig geklärt. Forscher gehen von einem Zusammenspiel genetischer Faktoren sowie weiterer Einflussfaktoren aus. Belastende Lebensbedingungen, familiäre Instabilität, aber auch Alkohol- und Tabakkonsum in der Schwangerschaft können auf Entwicklung und Verlauf von ADHS einen Einfluss haben.
Bei ADHS kommt es zu Abweichungen neuronaler Regelkreise im Gehirn. Die Funktionsstörungen gehen mit einem Über- oder Unterangebot von Botenstoffen in bestimmten Gehirnregionen einher. Bei ADHS sind dabei vor allem die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin von Bedeutung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
ADHS ist gut behandelbar. Entscheidend ist, dass die Therapie individuell angepasst wird und das Umfeld (Eltern, Lehrkräfte oder Partner) einbezogen wird. Der Arzt oder die Ärztin kann zunächst eine genaue Diagnose stellen und über die beste Behandlung beraten. Häufig kommen Verhaltenstherapie, Eltern- oder Angehörigenschulung und bei Bedarf Medikamente wie beispielsweise Methylphenidat zum Einsatz.
Das kann man selbst tun:
Ein geregelter Tagesablauf, ausreichend Bewegung, klare Strukturen und ein angemessener Erziehungsstil können Kindern helfen. Erwachsene profitieren zusätzlich von Entspannungstechniken, Selbstorganisationstraining, sportlicher Aktivität und dem Austausch mit anderen Betroffenen.
Bearbeitungsstand: 01.12.2025
Quellenangabe:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18092942
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 14 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- ATOMOXETIN
- Hersteller:
- HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Kapseln dürfen nicht geöffnet werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Magen-Darm-Beschwerden, Mundtrockenheit, Hautausschlag, Schläfrigkeit und Unruhe. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- ADHS
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in die Übermittlung von Signalen im Gehirn ein, indem er die Wirkungsdauer von ganz bestimmten Botenstoffen erhöht. Diese Wirkung erfolgt nur in ganz bestimmten Arealen im Gehirn, dadurch ergeben sich zielgerichtete Behandlungsmöglichkeiten gegen die sog. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS).
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- Sedierung
- Bauchschmerzen
- Schmerzen im Oberbauch
- Magen-Darm-Beschwerden
- Erbrechen
- Übelkeit
- Blutdruckanstieg
- Erhöhter Puls
- Reizbarkeit
- Stimmungsschwankungen
- Schlaflosigkeit
- Einschlafstörung
- Durchschlafstörung
- Vorzeitiges Erwachen
- Antriebssteigerung
- Angst
- Depression
- Emotionale Niedergeschlagenheit mit Unglücklichsein
- Tic-Störung
- Schwindelgefühl
- Pupillenerweiterung
- Verstopfung
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Entzündungsreaktionen der Haut
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Müdigkeit
- Schläfrigkeit mit erhöhter Reizschwelle
- Brustkorbschmerzen
- Gewichtsverlust
- Selbstmordverhalten
- Aggressives Verhalten
- Feindseligkeit
- Schnelle und häufige Änderung der Stimmung
- Seelische Erkrankung mit Persönlichkeitsveränderung (Psychose)
- Sinnestäuschung (Halluzination)
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
- Zittern
- Migräne
- Missempfindungen
- Taubheitsgefühl
- Krampfanfälle
- Verschwommenes Sehen
- Herzklopfen
- Herzbeschwerden mit Pulsbeschleunigung durch das Schrittmacherzentrum
- EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall)
- Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Vermehrter Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Schwitzen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
Zusätzlich bei Erwachsenen:
- Mundtrockenheit
- Vermindertes sexuelles Verlangen
- Geschmacksverzerrung (Dysgeusie)
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Hitzewallung
- Blähung
- Schmerzhafte oder erschwerte Harnblasenentleerung
- Verstärkter Harndrang
- Unvollständige Entleerung der Blase
- Schmerzhafte Monatsblutung (Dysmenorrhoe)
- Gestörter Samenerguss
- Gestörtes Anschwellen des männlichen Gliedes (erektile Dysfunktion)
- Entzündung der Vorsteherdrüse
- Schmerzen am männlichen Glied
- Schmerzen an den Geschlechtsorganen
- Schüttelfrost
- Rastlosigkeit (innere Unruhe)
- Durstgefühl
- Kältegefühl der äußeren Körpergebiete (z. B. Finger, Zehen, Arme)
- Kreislaufversagen durch eine allergische Reaktion (Anaphylaktischer Schock)
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
- Muskelkrampf
- Verstärkter Harndrang
- Ausbleibender Samenerguss
- Unregelmäßige Monatsblutung
- Orgasmusstörung
- Kältegefühl
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Engwinkelglaukom
- Herzerkrankung, wie:
- Bluthochdruck
- Herzinsuffizienz
- Durchblutungsstörung äußerer Körpergebiete (PAVK)
- Angina pectoris
- Herzfehler (hämodynamisch relevant)
- Herzmuskelerkrankung
- Herzinfarkt
- Herzrhythmusstörungen
- Ionenkanalerkrankung - (Erregungsstörungen der Muskulatur oder des Nervensystems)
- Erkrankung der Hirnblutgefäße, wie:
- Sackartig erweiterte Blutgefäße oder Herzwand (Aneurysma)
- Schlaganfall
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen:
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie nach Behandlungsbeginn starke Änderungen der Stimmung oder des Verhaltens entwickeln, wie z.B. Gedanken sich oder andere Menschen zu verletzen.
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom)
Was ist das? - Definition ADHS ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindesalter. ADHS zeigt sich durch eine Kombination aus Unaufmerksamkeit, übermäßiger Aktivität und Impulsivität. Auch Erwachsene können an ADHS leiden.
Krankheitsbild
ADHS, oft auch Zappelphilipp-Syndrom bekannt, ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindesalter. Etwa 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren sind betroffen. ADHS zeigt sich durch eine Kombination aus Unaufmerksamkeit, übermäßiger Aktivität und Impulsivität. Auch Erwachsene können an ADHS leiden - schätzungsweise zwei bis vier Prozent sind betroffen.
Symptome/Verlauf
ADHS äußert sich unterschiedlich stark und kann in jedem Alter anders andere Auswirkungen zeigen. Typische Anzeichen sind:
- Konzentrationsprobleme: Betroffene lassen sich leicht ablenken, brechen Aufgaben oft ab oder vergessen Dinge.
- Impulsivität: Betroffene handeln vorschnell, reagieren heftig oder haben Mühe, abzuwarten.
- Überaktivität: Betroffene haben einen gesteigerten Bewegungsdrang, wirken sehr unruhig oder reden ununterbrochen.
Bei Kindern fällt der gesteigerte Bewegungsdrang oft besonders auf. Sie können sich beispielsweise außerdem schlecht konzentrieren, machen in der Schule oft Flüchtigkeitsfehler und lassen sich leicht ablenken. Sie stören im Unterricht, platzen mit Antworten heraus oder neigen zu Wutausbrüchen. Im Jugendalter treten häufig Stimmungsschwankungen, Trotz oder Gereiztheit hinzu. Sie neigen mitunter mehr zu riskantem Verhalten und Drogenkonsum als Gleichaltrige. Erwachsene mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, ihren Alltag zu strukturieren. Die mangelnde Organisationsfähigkeit hat oft Auswirkungen auf Beruf und Privatleben.
Der Verlauf von ADHS ist sehr individuell: Bei manchen Kindern werden die Symptome mit der Pubertät schwächer. Etwa ein Drittel der Betroffenen leidet auch im Erwachsenenalter unter ADHS.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann ADHS zu erheblichen Belastungen führen: in der Schule, im Beruf und im sozialen Umfeld. Kinder und Jugendliche erleben häufiger Misserfolge und Konflikte, was ihr Selbstbewusstsein mindert. Später können Probleme wie Angststörungen, Depressionen oder Suchtverhalten hinzukommen. Bei Erwachsenen führen die innere Unruhe, Vergesslichkeit und Impulsivität oft zu beruflichen oder privaten Schwierigkeiten. Eine passende Behandlung kann diesen Folgen aber gut vorbeugen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von ADHS sind noch nicht vollständig geklärt. Forscher gehen von einem Zusammenspiel genetischer Faktoren sowie weiterer Einflussfaktoren aus. Belastende Lebensbedingungen, familiäre Instabilität, aber auch Alkohol- und Tabakkonsum in der Schwangerschaft können auf Entwicklung und Verlauf von ADHS einen Einfluss haben.
Bei ADHS kommt es zu Abweichungen neuronaler Regelkreise im Gehirn. Die Funktionsstörungen gehen mit einem Über- oder Unterangebot von Botenstoffen in bestimmten Gehirnregionen einher. Bei ADHS sind dabei vor allem die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin von Bedeutung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
ADHS ist gut behandelbar. Entscheidend ist, dass die Therapie individuell angepasst wird und das Umfeld (Eltern, Lehrkräfte oder Partner) einbezogen wird. Der Arzt oder die Ärztin kann zunächst eine genaue Diagnose stellen und über die beste Behandlung beraten. Häufig kommen Verhaltenstherapie, Eltern- oder Angehörigenschulung und bei Bedarf Medikamente wie beispielsweise Methylphenidat zum Einsatz.
Das kann man selbst tun:
Ein geregelter Tagesablauf, ausreichend Bewegung, klare Strukturen und ein angemessener Erziehungsstil können Kindern helfen. Erwachsene profitieren zusätzlich von Entspannungstechniken, Selbstorganisationstraining, sportlicher Aktivität und dem Austausch mit anderen Betroffenen.
Bearbeitungsstand: 01.12.2025
Quellenangabe:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.