ATOVAQUON/Proguanil-HCl Aaragon 250 mg/100 mg FTA
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19530545
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 12 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 250 mg
- Marke:
- ATOVAQUON
- Hersteller:
- Aaragon Pharma s.r.o.
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel sollte nicht zerdrückt werden.
Dauer der Anwendung?
Zur Vorbeugung der Malaria: Die Einnahme sollte 24 oder 48 Stunden vor dem Einreisetag in das Malariagebiet begonnen werden, während des Aufenthaltes und 7 Tage nach dem Verlassen des Malariagebietes fortgesetzt werden.
Zur Behandlung der Malaria: Das Arzneimittel sollte nicht länger als 3 Tage angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zur Vorbeugung der Malaria - Einnahmebeginn 24 bis 48 Stunden vor dem Abreisetag, dann weiterhin tägliche Einnahme während des Aufenthaltes und 7 Tage darüber hinaus.
Zur Behandlung der Malaria, Einnahme am 1., 2. und 3. Tag:
Zur Behandlung der Malaria, Einnahme am 1., 2. und 3. Tag: Für Kinder ab 11 kg wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Kommt es innerhalb 1 Stunde nach Einnahme zu Erbrechen ist die Einnahme zu wiederholen.
Anwendungsgebiete
- Malaria, zur Vorbeugung
- Malaria, zur Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene und Kinder über 40 kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zur gleichen Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene und Kinder über 40 kg Körpergewicht, Einzeldosis: 4 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zur gleichen Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination. Beide Wirkstoffe greifen störend in den Stoffwechsel von Malariaerregern ein. Sie blockieren dort die Herstellung und Funktion wichtiger Eiweißverbindungen und hemmen so dass Wachstum und Vermehrung der Erreger. Die beiden Substanzen verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirksamkeit.
Nebenwirkungen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Magenbeschwerden
- Appetitlosigkeit
- Geschwüre auf der Mundschleimhaut
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Kopfschmerzen
- Schlaflosigkeit
- Schwindel
- Husten
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag
- - Nesselausschlag
- - Juckreiz
- - Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
- Natriummangel
- Anstieg der Leberwerte, meist vorübergehend
- Erhöhte Werte eines Verdauungsenzyms aus der Bauchspeicheldrüse (Amylase)
- Fieber
- Blutarmut (Anämie)
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Ungewöhnliche Träume
- Depression
- Angstgefühl
- Herzklopfen
- Haarausfall
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 11 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Überempfindlichkeit gegen einen der arzneilich wirksamen oder sonstigen Bestandteile!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger der Malaria. In welcher Region welches Arzneimittel empfohlen wird, kann sich laufend ändern. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder einem Tropeninstitut beraten.
Malaria
Was ist das? - Definition Malaria ist eine Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten ausgelöst und durch den Stich bestimmter Stechmücken übertragen wird. Sie tritt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen auf und kann unbehandelt lebensbedrohlich sein.
Krankheitsbild
Die Erkrankung wird durch Parasiten, sogenannte Plasmodien verursacht. Sie gelangen beim Stich einer infizierten weiblichen Anopheles-Mücke in den menschlichen Körper. Zunächst vermehren sich die Parasiten in der Leber, anschließend befallen sie die roten Blutkörperchen. Es gibt verschiedene Malaria-Erreger, die zu unterschiedlich schweren Krankheitsverläufen führen. Besonders gefährlich ist die Malaria tropica, die rasch zu schweren Komplikationen führen kann. Andere Formen verlaufen meist milder, können aber ebenfalls belastend sein oder Rückfälle verursachen.
Malaria kommt vor allem in Afrika, Teilen Asiens und Südamerikas vor. In Deutschland tritt sie fast ausschließlich bei Reiserückkehrern auf.
Symptome/Verlauf
Zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden vergehen meist ein bis mehrere Wochen, in seltenen Fällen auch länger. Typische Symptome sind:
- Fieber
- Schüttelfrost
- Schweißausbrüche
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Erschöpfung
- ein starkes Krankheitsgefühl
- manchmal auch Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen
Im weiteren Verlauf zeigen sich je nach Form unterschiedliche Fiebermuster. Ohne Behandlung kann sich die Erkrankung rasch verschlechtern. Mit rechtzeitiger Therapie sind die Heilungschancen jedoch in der Regel gut.
Folgen/Komplikationen
Schwere Verläufe können lebensbedrohlich werden. Anämie, Gelbsucht, vergrößerte Milz und Leber können auftreten. Insbesondere bei Malaria tropica kann es zu Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, Atemproblemen und Niereninsuffizienz kommen. Es besteht das Risiko für innere Blutungen und Organversagen, etwa von Nieren oder Lunge.
Ist das Gehirn betroffen, kann dies zu Krampfanfällen oder Koma führen. Diese Form wird zerebrale Malaria genannt. Eine andere Komplikation ist das Schwarzwasserfieber. Dabei platzen sehr viele rote Blutkörperchen, der Blutfarbstoff Hämoglobin gelangt in die Blutbahn und wird über die Nieren ausgeschieden. Der Urin färbt sich dadurch dunkel, die Nieren können stark geschädigt werden.
Besonders gefährdet sind kleine Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Personen ohne vorherigen Kontakt mit dem Erreger, etwa Reisende aus Europa.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache ist eine Infektion mit Plasmodien, die vor allem durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen werden.
Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere:
- bei Aufenthalten in tropischen und subtropischen Regionen
- ohne ausreichenden Mückenschutz
- ohne vorbeugende Medikamenteneinnahme
- bei fehlender Immunität, wie sie bei Reisenden üblich ist
Selten kann eine Übertragung auch über Blut erfolgen, etwa bei Transfusionen oder während der Schwangerschaft.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht wird schnell eine Blutuntersuchung durchgeführt, um die Erreger nachzuweisen. Die Behandlung erfolgt mit speziellen Medikamenten, die sich nach der Malaria-Form und dem Schweregrad richten. Schwere Verläufe müssen im Krankenhaus, teilweise intensivmedizinisch, behandelt werden.
Das kann man selbst tun: Vor Reisen in Risikogebiete ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Dazu gehören konsequenter Mückenschutz, das bedeutet lange Kleidung, Moskitonetze und Insektenschutzmittel. Je nach Region kann die vorbeugende Einnahme von Medikamenten sinnvoll sein.
Nach einer Reise gilt: Bei Fieber unbedingt sofort ärztlich abklären lassen, auch wenn der Aufenthalt bereits Wochen zurückliegt.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19530545
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 12 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 250 mg
- Marke:
- ATOVAQUON
- Hersteller:
- Aaragon Pharma s.r.o.
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel sollte nicht zerdrückt werden.
Dauer der Anwendung?
Zur Vorbeugung der Malaria: Die Einnahme sollte 24 oder 48 Stunden vor dem Einreisetag in das Malariagebiet begonnen werden, während des Aufenthaltes und 7 Tage nach dem Verlassen des Malariagebietes fortgesetzt werden.
Zur Behandlung der Malaria: Das Arzneimittel sollte nicht länger als 3 Tage angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zur Vorbeugung der Malaria - Einnahmebeginn 24 bis 48 Stunden vor dem Abreisetag, dann weiterhin tägliche Einnahme während des Aufenthaltes und 7 Tage darüber hinaus.
Zur Behandlung der Malaria, Einnahme am 1., 2. und 3. Tag:
Zur Behandlung der Malaria, Einnahme am 1., 2. und 3. Tag: Für Kinder ab 11 kg wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Kommt es innerhalb 1 Stunde nach Einnahme zu Erbrechen ist die Einnahme zu wiederholen.
Anwendungsgebiete
- Malaria, zur Vorbeugung
- Malaria, zur Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene und Kinder über 40 kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zur gleichen Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene und Kinder über 40 kg Körpergewicht, Einzeldosis: 4 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zur gleichen Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination. Beide Wirkstoffe greifen störend in den Stoffwechsel von Malariaerregern ein. Sie blockieren dort die Herstellung und Funktion wichtiger Eiweißverbindungen und hemmen so dass Wachstum und Vermehrung der Erreger. Die beiden Substanzen verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirksamkeit.
Nebenwirkungen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Magenbeschwerden
- Appetitlosigkeit
- Geschwüre auf der Mundschleimhaut
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Kopfschmerzen
- Schlaflosigkeit
- Schwindel
- Husten
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag
- - Nesselausschlag
- - Juckreiz
- - Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
- Natriummangel
- Anstieg der Leberwerte, meist vorübergehend
- Erhöhte Werte eines Verdauungsenzyms aus der Bauchspeicheldrüse (Amylase)
- Fieber
- Blutarmut (Anämie)
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Ungewöhnliche Träume
- Depression
- Angstgefühl
- Herzklopfen
- Haarausfall
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 11 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Überempfindlichkeit gegen einen der arzneilich wirksamen oder sonstigen Bestandteile!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger der Malaria. In welcher Region welches Arzneimittel empfohlen wird, kann sich laufend ändern. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder einem Tropeninstitut beraten.
Malaria
Was ist das? - Definition Malaria ist eine Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten ausgelöst und durch den Stich bestimmter Stechmücken übertragen wird. Sie tritt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen auf und kann unbehandelt lebensbedrohlich sein.
Krankheitsbild
Die Erkrankung wird durch Parasiten, sogenannte Plasmodien verursacht. Sie gelangen beim Stich einer infizierten weiblichen Anopheles-Mücke in den menschlichen Körper. Zunächst vermehren sich die Parasiten in der Leber, anschließend befallen sie die roten Blutkörperchen. Es gibt verschiedene Malaria-Erreger, die zu unterschiedlich schweren Krankheitsverläufen führen. Besonders gefährlich ist die Malaria tropica, die rasch zu schweren Komplikationen führen kann. Andere Formen verlaufen meist milder, können aber ebenfalls belastend sein oder Rückfälle verursachen.
Malaria kommt vor allem in Afrika, Teilen Asiens und Südamerikas vor. In Deutschland tritt sie fast ausschließlich bei Reiserückkehrern auf.
Symptome/Verlauf
Zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden vergehen meist ein bis mehrere Wochen, in seltenen Fällen auch länger. Typische Symptome sind:
- Fieber
- Schüttelfrost
- Schweißausbrüche
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Erschöpfung
- ein starkes Krankheitsgefühl
- manchmal auch Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen
Im weiteren Verlauf zeigen sich je nach Form unterschiedliche Fiebermuster. Ohne Behandlung kann sich die Erkrankung rasch verschlechtern. Mit rechtzeitiger Therapie sind die Heilungschancen jedoch in der Regel gut.
Folgen/Komplikationen
Schwere Verläufe können lebensbedrohlich werden. Anämie, Gelbsucht, vergrößerte Milz und Leber können auftreten. Insbesondere bei Malaria tropica kann es zu Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, Atemproblemen und Niereninsuffizienz kommen. Es besteht das Risiko für innere Blutungen und Organversagen, etwa von Nieren oder Lunge.
Ist das Gehirn betroffen, kann dies zu Krampfanfällen oder Koma führen. Diese Form wird zerebrale Malaria genannt. Eine andere Komplikation ist das Schwarzwasserfieber. Dabei platzen sehr viele rote Blutkörperchen, der Blutfarbstoff Hämoglobin gelangt in die Blutbahn und wird über die Nieren ausgeschieden. Der Urin färbt sich dadurch dunkel, die Nieren können stark geschädigt werden.
Besonders gefährdet sind kleine Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Personen ohne vorherigen Kontakt mit dem Erreger, etwa Reisende aus Europa.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache ist eine Infektion mit Plasmodien, die vor allem durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen werden.
Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere:
- bei Aufenthalten in tropischen und subtropischen Regionen
- ohne ausreichenden Mückenschutz
- ohne vorbeugende Medikamenteneinnahme
- bei fehlender Immunität, wie sie bei Reisenden üblich ist
Selten kann eine Übertragung auch über Blut erfolgen, etwa bei Transfusionen oder während der Schwangerschaft.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht wird schnell eine Blutuntersuchung durchgeführt, um die Erreger nachzuweisen. Die Behandlung erfolgt mit speziellen Medikamenten, die sich nach der Malaria-Form und dem Schweregrad richten. Schwere Verläufe müssen im Krankenhaus, teilweise intensivmedizinisch, behandelt werden.
Das kann man selbst tun: Vor Reisen in Risikogebiete ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Dazu gehören konsequenter Mückenschutz, das bedeutet lange Kleidung, Moskitonetze und Insektenschutzmittel. Je nach Region kann die vorbeugende Einnahme von Medikamenten sinnvoll sein.
Nach einer Reise gilt: Bei Fieber unbedingt sofort ärztlich abklären lassen, auch wenn der Aufenthalt bereits Wochen zurückliegt.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.