BECLOMETASON/Formoterol-ratiopharm 100/6 \m63g 120
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Pharmazeutische Informationen
Dosieraerosol — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19275082
- Darreichungsform:
- Dosieraerosol
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- BECLOMETASON
- Hersteller:
- ratiopharm GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Für die Behandlung eines akuten Anfalls ist dieses Arzneimittel nicht geeignet.
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf, wenn nach Arzneimittelanwendung plötzliche oder zunehmende Verstärkung der Atemnot auftreten.
Asthma bronchiale (allergisch und nicht-allergisch)
Was ist das? - Definition Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Bronchien entzünden und verengen. Das führt zu anfallsartiger Atemnot, Husten und einem Engegefühl in der Brust. Die Beschwerden können durch Allergene, körperliche Belastung oder andere Reize ausgelöst werden. Mit der richtigen Behandlung lässt sich Asthma meist gut kontrollieren.
Krankheitsbild
Asthma bronchiale betrifft die unteren Atemwege und kann in jedem Alter auftreten. Häufig beginnt die Erkrankung bereits im Kindesalter. Die Bronchien sind dauerhaft entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize. Das führt zu einer Verengung der Atemwege, wodurch das Atmen erschwert wird. In Deutschland sind etwa 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen und rund 10 Prozent der Kinder betroffen.
Asthma tritt in Schüben auf. Zwischen den Anfällen können die Betroffenen beschwerdefrei sein. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten und einem angepassten Lebensstil gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Ein Asthma-Anfall kann plötzlich auftreten und Minuten bis Stunden andauern. Typische Beschwerden sind:
- -Atemnot, oft begleitet von Angst und Unruhe
- -Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
- -Husten mit zähem Schleim, besonders nachts oder morgens
- -Beklemmungsgefühl in der Brust
- -Erschwerte Ausatmung
- -Blaufärbung der Lippen oder Finger bei starkem Sauerstoffmangel
- -Müdigkeit durch unzureichende Sauerstoffversorgung
In schweren Fällen kann ein sogenannter "Status asthmaticus" auftreten. Das ist ein Asthma-Anfall, der länger als 24 Stunden dauert und nicht auf die üblichen Medikamente anspricht. Das ist ein medizinischer Notfall.
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen haben nur gelegentlich leichte Beschwerden, andere leiden unter häufigen und schweren Anfällen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Asthma kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Häufige Anfälle belasten Herz und Kreislauf und können zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. In schweren Fällen droht ein Sauerstoffmangel, der lebensbedrohlich sein kann.
Langfristig kann sich ein sogenanntes "remodeling" der Bronchien entwickeln. Hierbei verändern sich die Atemwege strukturell, was die Beschwerden verstärken kann. Auch psychische Belastungen wie Angst und Schlafstörungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Asthma entsteht durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber bestimmten Reizen. Man unterscheidet verschiedene Formen:
- -allergisches Asthma: Ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmel
- -nicht-allergisches Asthma: Reaktion auf Infekte, Medikamente, Stress oder kalte Luft
- -berufsbedingtes Asthma: Durch Reizstoffe am Arbeitsplatz
- -hormonelles Asthma: Kann bei Frauen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten
- -Risikofaktoren sind unter anderem:
- -familiäre Vorbelastung mit Asthma oder Allergien
- -Luftverschmutzung und Zigarettenrauch
- -Allergene in der Umgebung
- -Atemwegsinfekte in der Kindheit
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Behandlung erfolgt meist mit inhalierbaren Medikamenten. Dazu gehören entzündungshemmende Mittel wie Cortison-Sprays und bronchienerweiternde Wirkstoffe. Je nach Schweregrad wird die Therapie individuell angepasst. Bei schweren Fällen können auch Antikörpertherapien oder Cortison-Tabletten notwendig sein.
Was man selbst tun kann:
- -Asthma-Auslöser meiden
- -nicht rauchen
- -regelmäßige Bewegung
- -Gewicht reduzieren
- -Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken wahrnehmen
- -Inhalationstechnik regelmäßig überprüfen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Beschwerden zunehmen, die Medikamente nicht mehr helfen oder ein schwerer Anfall auftritt, ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Bei Atemnot, die länger anhält oder sich verschlimmert, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - AWMF, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-002, (2024) - Ginasthma.org, https://ginasthma.org/, (2024) - www.atemwegsliga.de, https://www.atemwegsliga.de/asthma.html, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
Was ist das? - Definition Die COPD ist eine chronische Lungenerkrankung, bei der sich die Atemwege dauerhaft verengen und die Lunge ihre Elastizität verliert. Die Krankheit entwickelt sich langsam und führt zu Atemnot, Husten und Auswurf. Hauptursache ist meist das Rauchen. Eine COPD lässt sich nicht heilen, aber eine Behandlung kann die Beschwerden lindern.
Krankheitsbild
COPD steht für "chronic obstructive pulmonary disease". Die Erkrankung betrifft die Atemwege und die Lunge und entwickelt sich über Jahre hinweg. Dabei verlieren die Lungenbläschen ihre Elastizität, und die Atemwege sind dauerhaft verengt. Die Folge: Die Atmung wird erschwert, besonders beim Ausatmen. Viele Betroffene bemerken die Krankheit zunächst nicht, da sie sich schleichend entwickelt. Häufig verwechseln sie Betroffene mit einem "normalen Raucherhusten".
In Deutschland sind Millionen Menschen betroffen, viele davon, ohne es zu wissen. Die Beschwerden nehmen mit der Zeit zu und können die Lebensqualität stark einschränken. Typisch ist die sogenannte AHA-Symptomatik: Atemnot, Husten und Auswurf.
Symptome und Verlauf
Die Beschwerden beginnen meist unauffällig. Anfangs tritt Husten vor allem morgens auf, oft über Monate oder Jahre hinweg. Der Auswurf ist zäh und verstärkt sich bei Infekten. Atemnot zeigt sich zunächst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe. Zu den weiteren Anzeichen zählen pfeifende Atemgeräusche, Engegefühl in der Brust, häufige Infekte, Erschöpfung und Gewichtsverlust.
Eine COPD verläuft in vier Stadien:
- -Stadium 1 (leicht): Husten mit Auswurf, kaum Atemnot. Die Lungenfunktion ist nur leicht eingeschränkt.
- -Stadium 2 (mittel): Atemnot bei Belastung, zum Beispiel beim Treppensteigen. Infekte häufen sich.
- -Stadium 3 (schwer): Atemnot auch bei alltäglichen Aktivitäten. Die Leistungsfähigkeit sinkt deutlich.
- -Stadium 4 (sehr schwer): Atemnot bereits in Ruhe. Sauerstofftherapie kann nötig sein. Häufige Krankenhausaufenthalte sind möglich.
Besonders gefährlich sind akute Verschlechterungen, sogenannte Exazerbationen. Dabei verschlimmern sich die Symptome plötzlich, oft durch Infekte oder andere Reize. Diese Situationen erfordern rasche ärztliche Hilfe.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann COPD zu schweren Einschränkungen führen. Die Lungenfunktion nimmt immer weiter ab, und die Belastbarkeit sinkt. Im fortgeschrittenen Stadium drohen Sauerstoffmangel, Herz-Kreislauf-Probleme und häufige Krankenhausaufenthalte. Auch psychische Belastungen wie Angst und Depression kommen vor. Die Lebenserwartung kann deutlich sinken, besonders bei häufigen Exazerbationen.
Ursachen und Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist das Einatmen von Schadstoffen, allen voran Tabakrauch. Etwa 80 bis 90 Prozent der Fälle lassen sich darauf zurückführen. Auch Passivrauchen, Luftverschmutzung, beruflicher Kontakt zu Stäuben oder Dämpfen sowie wiederholte Infekte in der Kindheit können eine Rolle spielen. In seltenen Fällen liegt eine genetische Ursache vor.
Wichtige Risikofaktoren:
- -Rauchen (aktiv und passiv)
- -Luftverschmutzung
- -berufliche Belastung durch Staub oder Chemikalien
- -wiederholte Atemwegsinfekte
- -genetische Einflüsse
Ein Rauchstopp bildet die wichtigste Maßnahme, um die Lunge zu entlasten, unabhängig vom Krankheitsstadium.
Das kann helfen
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Der Arzt kann Medikamente verschreiben, die die Atemwege erweitern oder Entzündungen hemmen. Auch eine Sauerstofftherapie oder Atemphysiotherapie kann sinnvoll sein. Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken helfen, Infekte zu vermeiden, die die Lunge zusätzlich belasten.
Was man selbst tun kann:
- -mit dem Rauchen aufhören
- -regelmäßig bewegen
- -Atemübungen machen
- -auf gute Luftqualität achten
- -Infekte frühzeitig behandeln lassen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn Atemnot stark zunimmt, sich die Beschwerden plötzlich verschlechtern oder Fieber und starker Auswurf auftreten, sollte man sofort ärztliche Hilfe suchen. Auch bei Unsicherheit über die richtige Medikamentenanwendung oder bei psychischer Belastung ist professionelle Unterstützung wichtig.
Was die Apotheke rät
Die Apotheke kann beim Rauchstopp unterstützen, zum Beispiel mit Nikotinersatzpräparaten und persönlicher Beratung. Apothekerinnen und Apotheker zeigen, wie Inhalationsgeräte korrekt angewendet werden.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Richling, COPD, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - copd-deutschland.de, https://www.copd-deutschland.de/, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosieraerosol — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19275082
- Darreichungsform:
- Dosieraerosol
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- BECLOMETASON
- Hersteller:
- ratiopharm GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Für die Behandlung eines akuten Anfalls ist dieses Arzneimittel nicht geeignet.
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf, wenn nach Arzneimittelanwendung plötzliche oder zunehmende Verstärkung der Atemnot auftreten.
Asthma bronchiale (allergisch und nicht-allergisch)
Was ist das? - Definition Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Bronchien entzünden und verengen. Das führt zu anfallsartiger Atemnot, Husten und einem Engegefühl in der Brust. Die Beschwerden können durch Allergene, körperliche Belastung oder andere Reize ausgelöst werden. Mit der richtigen Behandlung lässt sich Asthma meist gut kontrollieren.
Krankheitsbild
Asthma bronchiale betrifft die unteren Atemwege und kann in jedem Alter auftreten. Häufig beginnt die Erkrankung bereits im Kindesalter. Die Bronchien sind dauerhaft entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize. Das führt zu einer Verengung der Atemwege, wodurch das Atmen erschwert wird. In Deutschland sind etwa 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen und rund 10 Prozent der Kinder betroffen.
Asthma tritt in Schüben auf. Zwischen den Anfällen können die Betroffenen beschwerdefrei sein. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten und einem angepassten Lebensstil gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Ein Asthma-Anfall kann plötzlich auftreten und Minuten bis Stunden andauern. Typische Beschwerden sind:
- -Atemnot, oft begleitet von Angst und Unruhe
- -Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
- -Husten mit zähem Schleim, besonders nachts oder morgens
- -Beklemmungsgefühl in der Brust
- -Erschwerte Ausatmung
- -Blaufärbung der Lippen oder Finger bei starkem Sauerstoffmangel
- -Müdigkeit durch unzureichende Sauerstoffversorgung
In schweren Fällen kann ein sogenannter "Status asthmaticus" auftreten. Das ist ein Asthma-Anfall, der länger als 24 Stunden dauert und nicht auf die üblichen Medikamente anspricht. Das ist ein medizinischer Notfall.
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen haben nur gelegentlich leichte Beschwerden, andere leiden unter häufigen und schweren Anfällen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Asthma kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Häufige Anfälle belasten Herz und Kreislauf und können zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. In schweren Fällen droht ein Sauerstoffmangel, der lebensbedrohlich sein kann.
Langfristig kann sich ein sogenanntes "remodeling" der Bronchien entwickeln. Hierbei verändern sich die Atemwege strukturell, was die Beschwerden verstärken kann. Auch psychische Belastungen wie Angst und Schlafstörungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Asthma entsteht durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber bestimmten Reizen. Man unterscheidet verschiedene Formen:
- -allergisches Asthma: Ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmel
- -nicht-allergisches Asthma: Reaktion auf Infekte, Medikamente, Stress oder kalte Luft
- -berufsbedingtes Asthma: Durch Reizstoffe am Arbeitsplatz
- -hormonelles Asthma: Kann bei Frauen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten
- -Risikofaktoren sind unter anderem:
- -familiäre Vorbelastung mit Asthma oder Allergien
- -Luftverschmutzung und Zigarettenrauch
- -Allergene in der Umgebung
- -Atemwegsinfekte in der Kindheit
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Behandlung erfolgt meist mit inhalierbaren Medikamenten. Dazu gehören entzündungshemmende Mittel wie Cortison-Sprays und bronchienerweiternde Wirkstoffe. Je nach Schweregrad wird die Therapie individuell angepasst. Bei schweren Fällen können auch Antikörpertherapien oder Cortison-Tabletten notwendig sein.
Was man selbst tun kann:
- -Asthma-Auslöser meiden
- -nicht rauchen
- -regelmäßige Bewegung
- -Gewicht reduzieren
- -Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken wahrnehmen
- -Inhalationstechnik regelmäßig überprüfen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Beschwerden zunehmen, die Medikamente nicht mehr helfen oder ein schwerer Anfall auftritt, ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Bei Atemnot, die länger anhält oder sich verschlimmert, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - AWMF, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-002, (2024) - Ginasthma.org, https://ginasthma.org/, (2024) - www.atemwegsliga.de, https://www.atemwegsliga.de/asthma.html, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
Was ist das? - Definition Die COPD ist eine chronische Lungenerkrankung, bei der sich die Atemwege dauerhaft verengen und die Lunge ihre Elastizität verliert. Die Krankheit entwickelt sich langsam und führt zu Atemnot, Husten und Auswurf. Hauptursache ist meist das Rauchen. Eine COPD lässt sich nicht heilen, aber eine Behandlung kann die Beschwerden lindern.
Krankheitsbild
COPD steht für "chronic obstructive pulmonary disease". Die Erkrankung betrifft die Atemwege und die Lunge und entwickelt sich über Jahre hinweg. Dabei verlieren die Lungenbläschen ihre Elastizität, und die Atemwege sind dauerhaft verengt. Die Folge: Die Atmung wird erschwert, besonders beim Ausatmen. Viele Betroffene bemerken die Krankheit zunächst nicht, da sie sich schleichend entwickelt. Häufig verwechseln sie Betroffene mit einem "normalen Raucherhusten".
In Deutschland sind Millionen Menschen betroffen, viele davon, ohne es zu wissen. Die Beschwerden nehmen mit der Zeit zu und können die Lebensqualität stark einschränken. Typisch ist die sogenannte AHA-Symptomatik: Atemnot, Husten und Auswurf.
Symptome und Verlauf
Die Beschwerden beginnen meist unauffällig. Anfangs tritt Husten vor allem morgens auf, oft über Monate oder Jahre hinweg. Der Auswurf ist zäh und verstärkt sich bei Infekten. Atemnot zeigt sich zunächst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe. Zu den weiteren Anzeichen zählen pfeifende Atemgeräusche, Engegefühl in der Brust, häufige Infekte, Erschöpfung und Gewichtsverlust.
Eine COPD verläuft in vier Stadien:
- -Stadium 1 (leicht): Husten mit Auswurf, kaum Atemnot. Die Lungenfunktion ist nur leicht eingeschränkt.
- -Stadium 2 (mittel): Atemnot bei Belastung, zum Beispiel beim Treppensteigen. Infekte häufen sich.
- -Stadium 3 (schwer): Atemnot auch bei alltäglichen Aktivitäten. Die Leistungsfähigkeit sinkt deutlich.
- -Stadium 4 (sehr schwer): Atemnot bereits in Ruhe. Sauerstofftherapie kann nötig sein. Häufige Krankenhausaufenthalte sind möglich.
Besonders gefährlich sind akute Verschlechterungen, sogenannte Exazerbationen. Dabei verschlimmern sich die Symptome plötzlich, oft durch Infekte oder andere Reize. Diese Situationen erfordern rasche ärztliche Hilfe.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann COPD zu schweren Einschränkungen führen. Die Lungenfunktion nimmt immer weiter ab, und die Belastbarkeit sinkt. Im fortgeschrittenen Stadium drohen Sauerstoffmangel, Herz-Kreislauf-Probleme und häufige Krankenhausaufenthalte. Auch psychische Belastungen wie Angst und Depression kommen vor. Die Lebenserwartung kann deutlich sinken, besonders bei häufigen Exazerbationen.
Ursachen und Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist das Einatmen von Schadstoffen, allen voran Tabakrauch. Etwa 80 bis 90 Prozent der Fälle lassen sich darauf zurückführen. Auch Passivrauchen, Luftverschmutzung, beruflicher Kontakt zu Stäuben oder Dämpfen sowie wiederholte Infekte in der Kindheit können eine Rolle spielen. In seltenen Fällen liegt eine genetische Ursache vor.
Wichtige Risikofaktoren:
- -Rauchen (aktiv und passiv)
- -Luftverschmutzung
- -berufliche Belastung durch Staub oder Chemikalien
- -wiederholte Atemwegsinfekte
- -genetische Einflüsse
Ein Rauchstopp bildet die wichtigste Maßnahme, um die Lunge zu entlasten, unabhängig vom Krankheitsstadium.
Das kann helfen
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Der Arzt kann Medikamente verschreiben, die die Atemwege erweitern oder Entzündungen hemmen. Auch eine Sauerstofftherapie oder Atemphysiotherapie kann sinnvoll sein. Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken helfen, Infekte zu vermeiden, die die Lunge zusätzlich belasten.
Was man selbst tun kann:
- -mit dem Rauchen aufhören
- -regelmäßig bewegen
- -Atemübungen machen
- -auf gute Luftqualität achten
- -Infekte frühzeitig behandeln lassen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn Atemnot stark zunimmt, sich die Beschwerden plötzlich verschlechtern oder Fieber und starker Auswurf auftreten, sollte man sofort ärztliche Hilfe suchen. Auch bei Unsicherheit über die richtige Medikamentenanwendung oder bei psychischer Belastung ist professionelle Unterstützung wichtig.
Was die Apotheke rät
Die Apotheke kann beim Rauchstopp unterstützen, zum Beispiel mit Nikotinersatzpräparaten und persönlicher Beratung. Apothekerinnen und Apotheker zeigen, wie Inhalationsgeräte korrekt angewendet werden.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Richling, COPD, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - copd-deutschland.de, https://www.copd-deutschland.de/, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.