BETAISODONA Lösung
48,40 €
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Pharmazeutische Informationen
Lösung — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09196714
- Darreichungsform:
- Lösung (Lösung)
- Packungsgröße:
- 500 ml
- Marke:
- BETAISODONA
- Hersteller:
- ACA Müller/ADAG Pharma AG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Wenden Sie das Arzneimittel entweder in verdünnter Form (Spülungen, Waschungen, Bäder) oder unverdünnter Form (antiseptische Wundbehandlung) an. Es kann zu einer vorübergehenden Hautverfärbung an der Anwendungsstelle kommen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich bei wiederholter Anwendung nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung und sollte bis zum Abklingen der Symptome fortgesetzt werden. Falls nach Abschluss der Behandlung erneut Beschwerden auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Krämpfen bis hin zum Kollaps kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung - einmalige Anwendung:
Das Arzneimittel wird entsprechend des Eingriffes von Ihrem Arzt dosiert.
Allgemeine Dosierungsempfehlung - zeitlich begrenzte Anwendung:
Antiseptische Wundbehandlung:
Antiseptische Oberflächentherapie von Verbrennungswunden:
Spülungen zur Wundbehandlung und zur Vorbeugung einer Entzündung vor, während und nach Operationen: Verdünnung 1:2 - 1:20
Antiseptische Waschungen: Verdünnung 1:2 - 1:25
Antiseptische Teilbäder: Verdünnung 1:25
Antiseptische Vollbäder: Verdünnung 1:100
Zur Anwendung am Auge lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung gegen Wundinfektionen der Haut und Schleimhaut (vor operativen Eingriffen, Biopsien, Injektionen, Punktionen, Blutentnahmen, Blasenkathetherisierungen)
- Chirurgische Händedesinfektion
- Wundliegen
- Geschwüre an Bein oder Fuß aufgrund Durchblutungsstörungen (Ulcus cruris)
- Verbrennung
- infizierte Hauterkrankung (Dermatose)
- superinfizierte Hauterkrankung (Dermatose)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kleinkinder ab 1 Jahr und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge (unverdünnt), Gesamtdosis: ein- bis mehrmals täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Kleinkinder ab 1 Jahr und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge (in der Regel unverdünnt), Gesamtdosis: ein- bis mehrmals täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Iod wird an Trägerstoffe gebunden zur Keimminderung (Desinfektion) und zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt. Iod ist wirksam gegen eine Vielzahl von Krankheitserregern, wie Bakterien, Viren und Pilze.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Immer:
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautrötung
- Blasenbildung
- Kontaktdermatitis - (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
Unter Umständen bei Aufnahme größerer Mengen des Wirkstoffes z.B bei Verbrennungen und längerfristiger Anwendung:
- Störung des Salzhaushaltes
- Veränderte Konzentration an wasserbindenden Stoffen (osmotisch) im Blut
- Beeinträchtigte Nierenfunktion
- Störung im Stoffwechsel mit Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schilddrüsenüberfunktion
- Schilddrüsenerkrankungen, auch in der Vorgeschichte
- Dermatitis herpetiformis Duhring - (Immunkrankheit mit juckendem Ausschlag mit Bläschenbildung)
- Bevorstehende oder vor kurzem abgeschlossene Radiojodtherapie
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 1 Jahr: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur einmaligen Anwendung:
Zur zeitlich begrenzten Anwendung:
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Lithiumcarbonat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können in bestimmten Fällen unerwünschte Wirkungen wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bei Kombination der Arzneimittel können in bestimmten Fällen Maßnahmen nötig sein. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker darauf an, ob dies auf Sie zutrifft.
Wer ist besonders betroffen?
Frauen, ältere Menschen, Patienten mit
~i- Niereninsuffizienz
~i- Schilddrüsenerkrankungen
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Octenidin dihydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Anwendung beider Arzneimittel auf denselben oder benachbarten Hautbereichen kann es zu Verfärbungen der Haut kommen. Außerdem kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Dekubitus
Was ist das? - Definition Druckgeschwüre, auch Dekubitus oder Druckverletzungen genannt, entstehen durch länger anhaltenden Druck auf die Haut, oft in Verbindung mit Reibung, Zug oder Feuchtigkeit. Besonders betroffen sind Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit oder gestörter Wundheilung. Werden sie früh erkannt, heilen Druckgeschwüre meist gut, unbehandelt können sie jedoch ernsthafte Folgen haben.
Dekubitus
Druckgeschwüre, auch Dekubitus oder Druckverletzungen genannt, entstehen durch länger anhaltenden Druck auf die Haut, oft in Verbindung mit Reibung, Zug oder Feuchtigkeit. Besonders betroffen sind Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit oder gestörter Wundheilung. Werden sie früh erkannt, heilen Druckgeschwüre meist gut, unbehandelt können sie jedoch ernsthafte Folgen haben.
Krankheitsbild
Druckgeschwüre werden auch als Dekubitus, Druckverletzungen oder Wundliegen bezeichnet. Sie entstehen, wenn auf die Haut über längere Zeit Druck wirkt, oft zusammen mit Reibung, Ziehen an der Haut oder Feuchtigkeit. Häufig sind ältere Menschen betroffen, die sich nicht mehr gut bewegen können und sich hauptsächlich in Bett oder Rollstuhl aufhalten. Aber auch Gipsverbände oder Schienen können zu Druckgeschwüren führen. Menschen mit gestörter Wundheilung oder gestörtem Schmerzempfinden sind häufiger betroffen. Werden Druckgeschwüre früh behandelt, heilen sie oft gut. Unbehandelt können sie jedoch gefährlich sein und die Pflege oder den Krankenhausaufenthalt deutlich verlängern.
Symptome/Verlauf
Druckgeschwüre verursachen meist Schmerzen und Juckreiz. Bei Menschen mit gestörtem Schmerzempfinden können jedoch selbst schwere Druckgeschwüre ohne Schmerzen auftreten. Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein. Druckgeschwüre werden nach dem Ausmaß der Gewebeschädigung in vier Grade eingeteilt:
Grad 1: Bei heller Haut rosa-rot verfärbt. Bei dunkler Haut oft kaum erkennbar. Die betroffene Stelle kann druckempfindlicher sein und sich anders anfühlen als die umgebende Haut.
Grad 2: Flaches Druckgeschwür mit rosafarbener bis roter Oberfläche. Die Haut kann aufgerieben sein und es zeigen sich zum Teil Blasen. Tieferes Gewebe ist noch nicht sichtbar.
Grad 3: Alle Hautschichten sind betroffen und die Wunde reicht bis zur Fettschicht. Oft erscheint die Wunde kraterförmig. Muskeln und Knochen sind nicht betroffen.
Grad 4: Die Haut ist vollständig zerstört. Tiefe Strukturen wie Muskeln, Sehnen oder Knochen sind sichtbar.
Nach sechsmonatiger Behandlung heilen rund zwei Drittel der Druckgeschwüre von Grad 2 ab, die Hälfte der Druckgeschwüre von Grad 3 und etwa 30 Prozent der Druckgeschwüre von Grad 4.
Folgen/Komplikationen
Druckgeschwüre können ernste Folgen haben, vor allem wenn sie sich infizieren. Bakterielle Infektionen sind die häufigste Komplikation. Infektionen zeigen sich durch Rötung, Eiter oder Schmerzen. Entzündet sich die Wunde, verzögert dies bei oberflächlichen Druckgeschwüren die Heilung und kann bei tiefen Druckgeschwüren lebensbedrohlich werden.
Heilen infizierte Druckgeschwüre nicht ab, können sich Infektionen der Haut in das darunter liegende Gewebe ausbreiten. Manchmal entstehen auch sogenannte Fisteln, bei denen sich krankhafte Verbindungsgänge zu tiefer liegenden Körperbereichen bilden, zum Beispiel zum Darm. Die Infektion kann außerdem auf Knochen oder Gelenke übergreifen und dabei Muskeln und anderes tiefes Gewebe zerstören. In schweren Fällen können Bakterien in den Blutkreislauf gelangen. Dies kann zu Fieber oder Schüttelfrost führen und dazu, dass sich die Infektion auf wichtige Organe wie das Gehirn oder das Herz ausbreitet.
Ursachen/Risikofaktoren
Druckgeschwüre entstehen vor allem durch länger anhaltenden Druck, oft verstärkt durch Zug an der Haut (aufrechtes Sitzen im Bett), Reibung und Feuchtigkeit. Besonders gefährdet sind ältere Menschen ab 65 Jahren, da ihre Haut dünner ist, weniger gut durchblutet und mitunter langsamer heilt. Ein erhöhtes Risiko besteht außerdem bei eingeschränkter Beweglichkeit, zum Beispiel bei Bettlägerigkeit, Rollstuhlabhängigkeit, Lähmungen oder bei Krankenhausaufenthalten. Menschen mit Nervenschädigung spüren Druck oder Schmerzen oft nicht und wechseln ihre Position seltener. Sie bemerken Druckgeschwüre mitunter sehr spät. Auch eine verzögerte Wundheilung, wie zum Beispiel bei Diabetes, kann das Risiko erhöhen. Bei Mangelernährung entstehen Druckgeschwüre mitunter leichter und heilen auch schwerer ab. Feuchtigkeit durch Schweiß, Urin oder Stuhl und wiederholte Reibung der Haut, etwa an Bettwäsche oder Kleidung, begünstigen ebenfalls die Entstehung von Druckgeschwüren.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei bestehenden Druckgeschwüren ist das A und O ein häufiges Umlagern zur Druckentlastung. Außerdem müssen die Wunden regelmäßig gereinigt und verbunden werden, bei Bedarf bekommen die Patienten Schmerzmittel. Bei Infektionen erfolgt eine Antibiotikatherapie. In schwereren Fällen muss geschädigtes Gewebe zum Teil entfernt werden.
Was man selbst tun kann: Druckgeschwüren kann man durch verschiedene Maßnahmen vorbeugen. Am besten ist es, selbst in Bewegung zu bleiben. Ist dies nicht möglich, sollten Menschen, die sich nicht bewegen können, alle ein bis zwei Stunden umgelagert werden. Eine gute Hautpflege und eine ausgewogene Ernährung tragen ebenfalls zur Vorsorge bei.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Unterschenkelgeschwür
Was ist das? - Definition Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris) sind chronische, schlecht heilende Wunden am Bein. Als Ursache liegen meist Durchblutungsstörungen zugrunde, aber auch andere Erkrankungen wie Diabetes können die Entstehung und Heilung beeinflussen. Eine gezielte Behandlung der Ursache und eine gute Wundversorgung sind entscheidend für die Heilung.
Krankheitsbild
Ein Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris), umgangssprachlich auch "offenes Bein" genannt, ist eine offene, schlecht heilende und oft schmerzende Wunde am Unterschenkel. Das offene Bein ist kein einheitliches Krankheitsbild, sondern ein Symptom mit unterschiedlichen Ursachen. Die häufigste Ursache sind Gefäßerkrankungen, vor allem venöse Probleme, aber auch arterielle Durchblutungsstörungen. Auch Diabetes kann die Entstehung und Heilung eines Ulcus cruris beeinflussen. Das Unterschenkelgeschwür gehört zu den chronischen Wunden. Eine ärztliche Abklärung und Behandlung der Grunderkrankung sowie eine gute Wundversorgung sind wichtig, um die Wundheilung zu verbessern.
Symptome/Verlauf
Liegen Gefäßerkrankungen zugrunde, kann es an den Beinen zunächst zu unspezifischen Beschwerden kommen, wie Schweregefühl in den Beinen, Dellen und Ödemen oder Hautverfärbungen. Es reichen dann teils schon kleinere Verletzungen, damit sich ein chronisches Geschwür bildet. Die Wunde kann unterschiedlich groß sein, in tiefere Hauschichten eindringen und sich unter Umständen auch infizieren. Je nach Ursache unterscheiden sich Erscheinungsbild und Verlauf. Wenn eine Wunde trotz Behandlung nicht heilt oder stark schmerzt, muss die Ursache erneut überprüft werden.
Folgen/Komplikationen
Ein offenes Bein bedeutet für Betroffene oft eine lange Krankheitsdauer und eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität. Die Wunde kann immer wieder aufgehen oder über längere Zeit bestehen bleiben. Erschwert wird die Heilung unter anderem dann, wenn mehrere Ursachen gleichzeitig vorliegen oder sich die Wunde infiziert. Ein Unterschenkelgeschwür kann teils tief ins Gewebe vordringen und dieses zerstören. In schweren Fällen kann es zu ausgeprägten Gewebeschäden kommen, die operative Maßnahmen erforderlich machen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen eines offenen Beins sind vielfältig. Meist liegt eine Gefäßerkrankung zugrunde, wie etwa eine chronische Venenschwäche. Daneben kommen unter anderem die periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit), Diabetes und immunologisch bedingte Entzündungen an den Gefäßen als Ursache infrage. Risikofaktoren sind je nach Ursache unter anderem höheres Lebensalter, familiäre Veranlagung, Adipositas, frühere Thrombosen oder Bewegungsmangel.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zunächst ist es wichtig, dass der Arzt mögliche Grunderkrankungen feststellt. Die Behandlung richtet sich dann nach der Ursache. Darüber hinaus muss die Wunde professionell versorgt werden. Zur Wundversorgung gehören geeignete Wundauflagen, die ein feuchtes Wundmilieu unterstützen und möglichst hautverträglich sein sollen. Außerdem ist oft die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen sinnvoll, etwa aus Hautheilkunde, Gefäßmedizin, Chirurgie, Diabetologie oder weiterer spezialisierter Wundversorgung.
Das kann man selbst tun: Ist eine der genannten Grunderkrankungen bekannt, ist es wichtig auch kleine Wunden immer gut im Blick zu behalten. Heilt eine Wunde schlecht, sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Die Behandlung der Grunderkrankung ist unerlässlich. Abbau von Übergewicht und ausreichend Bewegung können den Krankheitsverlauf mitunter günstig beeinflussen.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Brandwunden
Was ist das? - Definition Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Krankheitsbild
Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind Schmerzen, Rötung und Blasen. Bei tieferen Verbrennungen können Schmerzen fehlen, weil Nerven zerstört sind. Experten unterscheiden folgende Verbrennungsgrade:
- Grad I: oberflächlich, gerötet und schmerzhaft (z. B. Sonnenbrand), heilt von allein ab.
- Grad II: mit Blasenbildung; bei Typ IIa heilt die Wunde meist von selbst, bei Typ IIb ist oft eine Operation nötig.
- Grad III: tiefe Verbrennung, die Haut muss durch ein Transplantat ersetzt werden.
- Grad IV: sehr schwere Verbrennung mit Zerstörung tiefer Gewebe bis hin zu Muskeln oder Knochen.
Schwere Verbrennungen müssen so schnell wie möglich in einer spezialisierten Klinik versorgt werden. Sie verlaufen in mehreren Phasen: In der Schockphase muss vor allem der Flüssigkeitshaushalt des Patienten ausgeglichen werden. Um Infektionen auszuschließen, erfolgt im weiteren Verlauf oft eine Antibiotikatherapie. Ob eine Wunde von selbst heilt oder operiert werden muss, entscheiden Ärzte gerade bei Verbrennungen 2. Grades häufig erst im Verlauf.
Folgen/Komplikationen
Große Verbrennungen beeinträchtigen häufig die Temperaturregulation des Körpers, was gerade im Anfangsstadium zu Auskühlung führen kann. Mögliche Folgen von Brandwunden sind Infektionen, Narbenbildung und in schweren Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Sepsis, auch als Blutvergiftung bekannt. Je tiefer und großflächiger die Verbrennung, desto höher ist das Risiko für bleibende Schäden oder auch einen tödlichen Verlauf.
Ursachen/Risikofaktoren
Brandwunden entstehen in über der Hälfte der Fälle durch Feuer, bei 23 Prozent durch Verbrühungen und in selteneren Fällen durch Explosionen, das Anfassen heißer Gegenstände oder Stromunfälle. Haushaltsunfälle kommen am häufigsten vor, gefolgt von Arbeitsunfällen. Männer erleiden mehr als doppelt so häufig Verbrennungen. Bei Kindern passieren die meisten Unfälle im Haushalt, häufig durch heiße Getränke oder Speisen. Dauer und Stärke der Hitzeeinwirkung sowie die betroffene Körperregion beeinflussen die Schwere der Verletzung.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann: Leichte und kleinflächige Brandverletzungen kann man mit Wasser (12 bis 15 Grad Celsius) kühlen und anschließend mit beispielsweise mit einer Brandsalbe versorgen. Auf keinen Fall Eis oder Kühlpacks verwenden. Größere Verbrennungen sollten Ersthelfer nicht kühlen oder reinigen, sondern nur steril abdecken. Wichtig ist außerdem, den Betroffenen vor Auskühlung zu schützen. Rufen Sie bei starken Verbrennungen den Rettungsdienst.
Was der Arzt macht: Der Arzt kann die Wunde beurteilen und kleinere Verbrennungen eventuell direkt versorgen. Starke Verbrennungen müssen unbedingt in einer Spezialklinik oder zur Not telemedizinisch unterstützt therapiert werden.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Lösung — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09196714
- Darreichungsform:
- Lösung (Lösung)
- Packungsgröße:
- 500 ml
- Marke:
- BETAISODONA
- Hersteller:
- ACA Müller/ADAG Pharma AG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Wenden Sie das Arzneimittel entweder in verdünnter Form (Spülungen, Waschungen, Bäder) oder unverdünnter Form (antiseptische Wundbehandlung) an. Es kann zu einer vorübergehenden Hautverfärbung an der Anwendungsstelle kommen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich bei wiederholter Anwendung nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung und sollte bis zum Abklingen der Symptome fortgesetzt werden. Falls nach Abschluss der Behandlung erneut Beschwerden auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Krämpfen bis hin zum Kollaps kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung - einmalige Anwendung:
Das Arzneimittel wird entsprechend des Eingriffes von Ihrem Arzt dosiert.
Allgemeine Dosierungsempfehlung - zeitlich begrenzte Anwendung:
Antiseptische Wundbehandlung:
Antiseptische Oberflächentherapie von Verbrennungswunden:
Spülungen zur Wundbehandlung und zur Vorbeugung einer Entzündung vor, während und nach Operationen: Verdünnung 1:2 - 1:20
Antiseptische Waschungen: Verdünnung 1:2 - 1:25
Antiseptische Teilbäder: Verdünnung 1:25
Antiseptische Vollbäder: Verdünnung 1:100
Zur Anwendung am Auge lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung gegen Wundinfektionen der Haut und Schleimhaut (vor operativen Eingriffen, Biopsien, Injektionen, Punktionen, Blutentnahmen, Blasenkathetherisierungen)
- Chirurgische Händedesinfektion
- Wundliegen
- Geschwüre an Bein oder Fuß aufgrund Durchblutungsstörungen (Ulcus cruris)
- Verbrennung
- infizierte Hauterkrankung (Dermatose)
- superinfizierte Hauterkrankung (Dermatose)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kleinkinder ab 1 Jahr und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge (unverdünnt), Gesamtdosis: ein- bis mehrmals täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Kleinkinder ab 1 Jahr und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge (in der Regel unverdünnt), Gesamtdosis: ein- bis mehrmals täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Iod wird an Trägerstoffe gebunden zur Keimminderung (Desinfektion) und zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt. Iod ist wirksam gegen eine Vielzahl von Krankheitserregern, wie Bakterien, Viren und Pilze.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Immer:
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautrötung
- Blasenbildung
- Kontaktdermatitis - (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
Unter Umständen bei Aufnahme größerer Mengen des Wirkstoffes z.B bei Verbrennungen und längerfristiger Anwendung:
- Störung des Salzhaushaltes
- Veränderte Konzentration an wasserbindenden Stoffen (osmotisch) im Blut
- Beeinträchtigte Nierenfunktion
- Störung im Stoffwechsel mit Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schilddrüsenüberfunktion
- Schilddrüsenerkrankungen, auch in der Vorgeschichte
- Dermatitis herpetiformis Duhring - (Immunkrankheit mit juckendem Ausschlag mit Bläschenbildung)
- Bevorstehende oder vor kurzem abgeschlossene Radiojodtherapie
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 1 Jahr: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur einmaligen Anwendung:
Zur zeitlich begrenzten Anwendung:
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können in bestimmten Fällen unerwünschte Wirkungen wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bei Kombination der Arzneimittel können in bestimmten Fällen Maßnahmen nötig sein. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker darauf an, ob dies auf Sie zutrifft.
Wer ist besonders betroffen?
Frauen, ältere Menschen, Patienten mit
~i- Niereninsuffizienz
~i- Schilddrüsenerkrankungen
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Anwendung beider Arzneimittel auf denselben oder benachbarten Hautbereichen kann es zu Verfärbungen der Haut kommen. Außerdem kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Dekubitus
Was ist das? - Definition Druckgeschwüre, auch Dekubitus oder Druckverletzungen genannt, entstehen durch länger anhaltenden Druck auf die Haut, oft in Verbindung mit Reibung, Zug oder Feuchtigkeit. Besonders betroffen sind Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit oder gestörter Wundheilung. Werden sie früh erkannt, heilen Druckgeschwüre meist gut, unbehandelt können sie jedoch ernsthafte Folgen haben.
Dekubitus
Druckgeschwüre, auch Dekubitus oder Druckverletzungen genannt, entstehen durch länger anhaltenden Druck auf die Haut, oft in Verbindung mit Reibung, Zug oder Feuchtigkeit. Besonders betroffen sind Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit oder gestörter Wundheilung. Werden sie früh erkannt, heilen Druckgeschwüre meist gut, unbehandelt können sie jedoch ernsthafte Folgen haben.
Krankheitsbild
Druckgeschwüre werden auch als Dekubitus, Druckverletzungen oder Wundliegen bezeichnet. Sie entstehen, wenn auf die Haut über längere Zeit Druck wirkt, oft zusammen mit Reibung, Ziehen an der Haut oder Feuchtigkeit. Häufig sind ältere Menschen betroffen, die sich nicht mehr gut bewegen können und sich hauptsächlich in Bett oder Rollstuhl aufhalten. Aber auch Gipsverbände oder Schienen können zu Druckgeschwüren führen. Menschen mit gestörter Wundheilung oder gestörtem Schmerzempfinden sind häufiger betroffen. Werden Druckgeschwüre früh behandelt, heilen sie oft gut. Unbehandelt können sie jedoch gefährlich sein und die Pflege oder den Krankenhausaufenthalt deutlich verlängern.
Symptome/Verlauf
Druckgeschwüre verursachen meist Schmerzen und Juckreiz. Bei Menschen mit gestörtem Schmerzempfinden können jedoch selbst schwere Druckgeschwüre ohne Schmerzen auftreten. Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein. Druckgeschwüre werden nach dem Ausmaß der Gewebeschädigung in vier Grade eingeteilt:
Grad 1: Bei heller Haut rosa-rot verfärbt. Bei dunkler Haut oft kaum erkennbar. Die betroffene Stelle kann druckempfindlicher sein und sich anders anfühlen als die umgebende Haut.
Grad 2: Flaches Druckgeschwür mit rosafarbener bis roter Oberfläche. Die Haut kann aufgerieben sein und es zeigen sich zum Teil Blasen. Tieferes Gewebe ist noch nicht sichtbar.
Grad 3: Alle Hautschichten sind betroffen und die Wunde reicht bis zur Fettschicht. Oft erscheint die Wunde kraterförmig. Muskeln und Knochen sind nicht betroffen.
Grad 4: Die Haut ist vollständig zerstört. Tiefe Strukturen wie Muskeln, Sehnen oder Knochen sind sichtbar.
Nach sechsmonatiger Behandlung heilen rund zwei Drittel der Druckgeschwüre von Grad 2 ab, die Hälfte der Druckgeschwüre von Grad 3 und etwa 30 Prozent der Druckgeschwüre von Grad 4.
Folgen/Komplikationen
Druckgeschwüre können ernste Folgen haben, vor allem wenn sie sich infizieren. Bakterielle Infektionen sind die häufigste Komplikation. Infektionen zeigen sich durch Rötung, Eiter oder Schmerzen. Entzündet sich die Wunde, verzögert dies bei oberflächlichen Druckgeschwüren die Heilung und kann bei tiefen Druckgeschwüren lebensbedrohlich werden.
Heilen infizierte Druckgeschwüre nicht ab, können sich Infektionen der Haut in das darunter liegende Gewebe ausbreiten. Manchmal entstehen auch sogenannte Fisteln, bei denen sich krankhafte Verbindungsgänge zu tiefer liegenden Körperbereichen bilden, zum Beispiel zum Darm. Die Infektion kann außerdem auf Knochen oder Gelenke übergreifen und dabei Muskeln und anderes tiefes Gewebe zerstören. In schweren Fällen können Bakterien in den Blutkreislauf gelangen. Dies kann zu Fieber oder Schüttelfrost führen und dazu, dass sich die Infektion auf wichtige Organe wie das Gehirn oder das Herz ausbreitet.
Ursachen/Risikofaktoren
Druckgeschwüre entstehen vor allem durch länger anhaltenden Druck, oft verstärkt durch Zug an der Haut (aufrechtes Sitzen im Bett), Reibung und Feuchtigkeit. Besonders gefährdet sind ältere Menschen ab 65 Jahren, da ihre Haut dünner ist, weniger gut durchblutet und mitunter langsamer heilt. Ein erhöhtes Risiko besteht außerdem bei eingeschränkter Beweglichkeit, zum Beispiel bei Bettlägerigkeit, Rollstuhlabhängigkeit, Lähmungen oder bei Krankenhausaufenthalten. Menschen mit Nervenschädigung spüren Druck oder Schmerzen oft nicht und wechseln ihre Position seltener. Sie bemerken Druckgeschwüre mitunter sehr spät. Auch eine verzögerte Wundheilung, wie zum Beispiel bei Diabetes, kann das Risiko erhöhen. Bei Mangelernährung entstehen Druckgeschwüre mitunter leichter und heilen auch schwerer ab. Feuchtigkeit durch Schweiß, Urin oder Stuhl und wiederholte Reibung der Haut, etwa an Bettwäsche oder Kleidung, begünstigen ebenfalls die Entstehung von Druckgeschwüren.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei bestehenden Druckgeschwüren ist das A und O ein häufiges Umlagern zur Druckentlastung. Außerdem müssen die Wunden regelmäßig gereinigt und verbunden werden, bei Bedarf bekommen die Patienten Schmerzmittel. Bei Infektionen erfolgt eine Antibiotikatherapie. In schwereren Fällen muss geschädigtes Gewebe zum Teil entfernt werden.
Was man selbst tun kann: Druckgeschwüren kann man durch verschiedene Maßnahmen vorbeugen. Am besten ist es, selbst in Bewegung zu bleiben. Ist dies nicht möglich, sollten Menschen, die sich nicht bewegen können, alle ein bis zwei Stunden umgelagert werden. Eine gute Hautpflege und eine ausgewogene Ernährung tragen ebenfalls zur Vorsorge bei.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Unterschenkelgeschwür
Was ist das? - Definition Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris) sind chronische, schlecht heilende Wunden am Bein. Als Ursache liegen meist Durchblutungsstörungen zugrunde, aber auch andere Erkrankungen wie Diabetes können die Entstehung und Heilung beeinflussen. Eine gezielte Behandlung der Ursache und eine gute Wundversorgung sind entscheidend für die Heilung.
Krankheitsbild
Ein Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris), umgangssprachlich auch "offenes Bein" genannt, ist eine offene, schlecht heilende und oft schmerzende Wunde am Unterschenkel. Das offene Bein ist kein einheitliches Krankheitsbild, sondern ein Symptom mit unterschiedlichen Ursachen. Die häufigste Ursache sind Gefäßerkrankungen, vor allem venöse Probleme, aber auch arterielle Durchblutungsstörungen. Auch Diabetes kann die Entstehung und Heilung eines Ulcus cruris beeinflussen. Das Unterschenkelgeschwür gehört zu den chronischen Wunden. Eine ärztliche Abklärung und Behandlung der Grunderkrankung sowie eine gute Wundversorgung sind wichtig, um die Wundheilung zu verbessern.
Symptome/Verlauf
Liegen Gefäßerkrankungen zugrunde, kann es an den Beinen zunächst zu unspezifischen Beschwerden kommen, wie Schweregefühl in den Beinen, Dellen und Ödemen oder Hautverfärbungen. Es reichen dann teils schon kleinere Verletzungen, damit sich ein chronisches Geschwür bildet. Die Wunde kann unterschiedlich groß sein, in tiefere Hauschichten eindringen und sich unter Umständen auch infizieren. Je nach Ursache unterscheiden sich Erscheinungsbild und Verlauf. Wenn eine Wunde trotz Behandlung nicht heilt oder stark schmerzt, muss die Ursache erneut überprüft werden.
Folgen/Komplikationen
Ein offenes Bein bedeutet für Betroffene oft eine lange Krankheitsdauer und eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität. Die Wunde kann immer wieder aufgehen oder über längere Zeit bestehen bleiben. Erschwert wird die Heilung unter anderem dann, wenn mehrere Ursachen gleichzeitig vorliegen oder sich die Wunde infiziert. Ein Unterschenkelgeschwür kann teils tief ins Gewebe vordringen und dieses zerstören. In schweren Fällen kann es zu ausgeprägten Gewebeschäden kommen, die operative Maßnahmen erforderlich machen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen eines offenen Beins sind vielfältig. Meist liegt eine Gefäßerkrankung zugrunde, wie etwa eine chronische Venenschwäche. Daneben kommen unter anderem die periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit), Diabetes und immunologisch bedingte Entzündungen an den Gefäßen als Ursache infrage. Risikofaktoren sind je nach Ursache unter anderem höheres Lebensalter, familiäre Veranlagung, Adipositas, frühere Thrombosen oder Bewegungsmangel.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zunächst ist es wichtig, dass der Arzt mögliche Grunderkrankungen feststellt. Die Behandlung richtet sich dann nach der Ursache. Darüber hinaus muss die Wunde professionell versorgt werden. Zur Wundversorgung gehören geeignete Wundauflagen, die ein feuchtes Wundmilieu unterstützen und möglichst hautverträglich sein sollen. Außerdem ist oft die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen sinnvoll, etwa aus Hautheilkunde, Gefäßmedizin, Chirurgie, Diabetologie oder weiterer spezialisierter Wundversorgung.
Das kann man selbst tun: Ist eine der genannten Grunderkrankungen bekannt, ist es wichtig auch kleine Wunden immer gut im Blick zu behalten. Heilt eine Wunde schlecht, sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Die Behandlung der Grunderkrankung ist unerlässlich. Abbau von Übergewicht und ausreichend Bewegung können den Krankheitsverlauf mitunter günstig beeinflussen.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Brandwunden
Was ist das? - Definition Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Krankheitsbild
Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind Schmerzen, Rötung und Blasen. Bei tieferen Verbrennungen können Schmerzen fehlen, weil Nerven zerstört sind. Experten unterscheiden folgende Verbrennungsgrade:
- Grad I: oberflächlich, gerötet und schmerzhaft (z. B. Sonnenbrand), heilt von allein ab.
- Grad II: mit Blasenbildung; bei Typ IIa heilt die Wunde meist von selbst, bei Typ IIb ist oft eine Operation nötig.
- Grad III: tiefe Verbrennung, die Haut muss durch ein Transplantat ersetzt werden.
- Grad IV: sehr schwere Verbrennung mit Zerstörung tiefer Gewebe bis hin zu Muskeln oder Knochen.
Schwere Verbrennungen müssen so schnell wie möglich in einer spezialisierten Klinik versorgt werden. Sie verlaufen in mehreren Phasen: In der Schockphase muss vor allem der Flüssigkeitshaushalt des Patienten ausgeglichen werden. Um Infektionen auszuschließen, erfolgt im weiteren Verlauf oft eine Antibiotikatherapie. Ob eine Wunde von selbst heilt oder operiert werden muss, entscheiden Ärzte gerade bei Verbrennungen 2. Grades häufig erst im Verlauf.
Folgen/Komplikationen
Große Verbrennungen beeinträchtigen häufig die Temperaturregulation des Körpers, was gerade im Anfangsstadium zu Auskühlung führen kann. Mögliche Folgen von Brandwunden sind Infektionen, Narbenbildung und in schweren Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Sepsis, auch als Blutvergiftung bekannt. Je tiefer und großflächiger die Verbrennung, desto höher ist das Risiko für bleibende Schäden oder auch einen tödlichen Verlauf.
Ursachen/Risikofaktoren
Brandwunden entstehen in über der Hälfte der Fälle durch Feuer, bei 23 Prozent durch Verbrühungen und in selteneren Fällen durch Explosionen, das Anfassen heißer Gegenstände oder Stromunfälle. Haushaltsunfälle kommen am häufigsten vor, gefolgt von Arbeitsunfällen. Männer erleiden mehr als doppelt so häufig Verbrennungen. Bei Kindern passieren die meisten Unfälle im Haushalt, häufig durch heiße Getränke oder Speisen. Dauer und Stärke der Hitzeeinwirkung sowie die betroffene Körperregion beeinflussen die Schwere der Verletzung.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann: Leichte und kleinflächige Brandverletzungen kann man mit Wasser (12 bis 15 Grad Celsius) kühlen und anschließend mit beispielsweise mit einer Brandsalbe versorgen. Auf keinen Fall Eis oder Kühlpacks verwenden. Größere Verbrennungen sollten Ersthelfer nicht kühlen oder reinigen, sondern nur steril abdecken. Wichtig ist außerdem, den Betroffenen vor Auskühlung zu schützen. Rufen Sie bei starken Verbrennungen den Rettungsdienst.
Was der Arzt macht: Der Arzt kann die Wunde beurteilen und kleinere Verbrennungen eventuell direkt versorgen. Starke Verbrennungen müssen unbedingt in einer Spezialklinik oder zur Not telemedizinisch unterstützt therapiert werden.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.