BRENNESSEL TEE
17,07 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Tee — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00429938
- Darreichungsform:
- Tee (Tee)
- Packungsgröße:
- 300 g
- Marke:
- BRENNESSEL
- Hersteller:
- Alexander Weltecke GmbH & Co KG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie den Tee zu und trinken Sie ihn gleich. Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 150ml) und geben Sie ihn nach etwa 10 bis 15 Minuten durch ein Teesieb.
Dauer der Anwendung?
Durchspülung der Harnwege: Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 1 Woche anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sowie bei einer Verschlechterung der Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Die Anwendungsdauer sollte nicht länger als 2-4 Wochen betragen. Rheumatische Beschwerden: Die Anwendungsdauer sollte nicht länger als 4 Wochen betragen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zum Trinken:
Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit.
Anwendungsgebiete
- Durchspülung der Harnwege
- Grießbildung in den Harnwegen
- Vorbeugung gegen Grießbildung in den Harnwegen
- Rheumatische Beschwerden, unterstützende Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2-4g (1-2 Esslöffel), Gesamtdosis: 3-6 mal täglich (max. 8-12g (ca. 4-6 Esslöffel)), Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Brennnessel und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: krautige, bis zu 1,5m hohe Pflanze mit spitz zulaufenden, dunkelgrünen Blättern; ausgeprägte Netznervatur; Brennhaare an Stängel und Blattunterseite
- Vorkommen: Europa und Asien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Fettsäuren, Kieselsäure, Phytosterole, Gerbstoffe
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte und Tinkturen aus Blättern, Wurzeln und Kraut
Brennnessel hemmt durch die enthaltenen Gerbstoffe und Fettsäuren Entzündungen und stillt Schmerzen. Es wirkt leicht harntreibend und wird daher gegen Griess in den Harnwegen eingesetzt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Hautreaktionen
- Juckreiz
- Ausschlag
- Nesselsucht
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Wassereinlagerungen (Ödeme) - v.a. bei Herz- und Nierenschwäche
- Empfohlene Reduzierung der Flüssigkeitsaufnahme aufgrund von Erkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Traditionelle Anwendung:
Diese Anwendungen stützen sich ausschließlich auf die langjährige Anwendung des Arzneimittels in den Anwendungsgebieten.
Durchspülung der Harnwege: Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, krampfartige Schmerzen, Harnverhalt oder Blut im Urin auftreten.
Rheumatische Beschwerden: Suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf, wenn zusätzliche Beschwerden wie Rötung, Schwellung oder Überwärmung der Gelenke auftreten.
Nierensteine/Harnsteine
Was ist das? - Definition Nierensteine oder Harnsteine sind feste Ablagerungen aus Salzen und Mineralien, die sich in den Nieren oder Harnwegen bilden. Sie können unbemerkt bleiben oder starke krampfartige Schmerzen auslösen, wenn sie sich bewegen oder festklemmen.
Krankheitsbild
Nierensteine und Harnsteine entstehen, wenn sich bestimmte Stoffe im Urin stark konzentrieren und Kristalle bilden. Diese können zu größeren Steinen zusammenwachsen und den Abfluss des Urins behindern. Die Erkrankung betrifft Menschen jeden Alters, wobei Wiederholungen häufig sind. Viele Steine bleiben klein und verursachen kaum Beschwerden, andere lösen heftige Schmerzen aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starke krampfartige Schmerzen, die meist plötzlich einsetzen. Folgende Beschwerden können ebenfalls auftreten:
- Ziehende oder kolikartige Schmerzen in Flanke oder Rücken
- Blut im Urin
- Häufiger Harndrang
- Übelkeit und Erbrechen
- Schmerzen beim Wasserlassen
Der Verlauf hängt von Größe und Lage des Steins ab. Kleine Steine gehen oft von selbst ab. Größere können den Harnleiter blockieren und wiederkehrende Schmerzattacken verursachen, bis sie sich lösen oder behandelt werden.
Folgen/Komplikationen
Bleiben Steine unbehandelt, kann dies den Harnabfluss störten. Das erhöht das Risiko für Infektionen oder Entzündungen der Harnwege. In schweren Fällen kann sich der Urin zurückstauen und das Nierengewebe schädigen. Treten Fieber, starke Schmerzen oder Schüttelfrost auf besteht, Verdacht auf eine ernste Komplikation, die sofort ärztlich behandelt werden muss.
Ursachen/Risikofaktoren
Steine entstehen, wenn der Urin zu konzentriert ist oder bestimmte Stoffe in ihm überwiegen. Zu den Risikofaktoren zählen eine geringe Flüssigkeitszufuhr, Übergewicht, familiäre Veranlagung und bestimmte Stoffwechselerkrankungen. Auch wiederholte Harnwegsinfektionen können die Bildung bestimmter Steinarten begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Steintyp Wirkstoffe einsetzen, die etwa die Schmerzen lindern oder den Steinabgang erleichtern. Bei Bedarf lassen sich Harn- oder Nierensteine auch mit operativen oder von außen eingesetzten Verfahren entfernen oder zertrümmern.
Das kann man selbst tun: Viel trinken und sich bewegen fördern den Abgang. Grenzen der Selbsthilfe liegen bei Fieber, starken Schmerzen oder dann vor, wenn der Stein nicht weiterwandert. Dann ist eine gezielte medizinische Behandlung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Entzündungen der Niere und der Harnwege
Was ist das? - Definition Harnwegs- und Niereninfektionen sind meist bakterielle Entzündungen der unteren oder oberen Harnwege (z. B. Blase, Harnröhre, Prostata oder Nierenbecken), die sich in Symptomen, Verlauf und Behandlung unterscheiden. Sie heilen meist gut aus, können aber unbehandelt teilweise zu ernsthaften Komplikationen führen.
Krankheitsbild
Die Harnwege werden beim Menschen in obere und untere Harnwege eingeteilt. Zu den Entzündungen der unteren Harnwege gehören die Blasenentzündung (Zystis), die Harnröhrenentzündung (Urethritis) und die Prostataentzündung (Prostatitis). Sind die oberen Harnwege betroffen, kommt es zu einer sogenannten Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). In den meisten Fällen lösen Bakterien die Infektionen aus. Es können aber auch Viren oder Pilze beteiligt sein. Die Erkrankungen unterscheiden sich in Symptomatik, Verlauf und Behandlung. Männer und Frauen sind unterschiedlich oft betroffen.
Symptome/Verlauf
Frauen haben deutlich häufiger als Männer eine Blaseninfektion. Zu den Gründen gehören etwa die geringe Länge der Harnröhre sowie die Nähe zu Vagina und After. Das erhöht die Gefahr einer bakteriellen Infektion. Eine Blasenentzündung äußert sich in der Regel durch häufigen Harndrang und schmerzhaftes oder brennendes Wasserlassen. Ältere Menschen haben diese typischen Symptome teilweise nicht. Liegen keine weiteren Erkrankungen vor, heilt eine Blaseninfektion häufig innerhalb einer Woche von allein aus. Halten die Beschwerden länger als ein paar Tage an, kommt es zu Fieber, Rückenschmerzen, Blut im Urin oder liegt eine Schwangerschaft vor, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine medikamentöse Behandlung kann die Symptome verringern und den Krankheitsverlauf verkürzen. Bei Männern wird eine Blasenentzündung mitunter durch eine bakterielle Entzündung der Prostata (Prostatits) hervorgerufen, die sich durch Schmerzen im Dammbereich, Fieber und Schüttelfrost äußert. Eine Prostatitis sollte unbedingt ärztlich behandelt werden. Mitunter breitet sich eine Infektion der Harnwege weiter aus und führt zu einer Nierenbeckenentzündung. Typische Beschwerden sind Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In den allermeisten Fällen lösen Escherichia-Coli-Bakterien die Infektion aus. Harnröhreninfekte werden meist durch Bakterien wie etwa Clamydien oder Gonokokken (Tripper) übertragen. Vor allem Männer haben Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre. Frauen haben seltener Symptome. Erfolgt keine Behandlung kann sich die Infektion ausweiten.
Folgen/Komplikationen
Harnwegsinfekte können sich auf die Nieren, Eierstöcke oder Hoden ausweiten und sollten unbedingt behandelt werden. Daneben besteht die Gefahr, dass akute Nieren- und Harnwegsentzündungen in eine chronische Verlaufsform übergehen. Veränderungen des Nierengewebes können die Folge sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Gerade Frauen bekommen aufgrund der Kürze und Lage ihrer Harnwege oft eine wiederkehrende Blasenentzündung. Menschen mit Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Blasenentzündungen und sollten bei Anzeichen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch für Schwangere, Menschen mit anderen Vorerkrankungen und wenn Symptome wie Fieber, Rückenschmerzen oder Übelkeit hinzukommen. Auch Männer sollten Harnwegsinfekte immer ernst nehmen und rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. Eine Blasenentzündung tritt bei ihnen zwar seltener auf, hat aber öfter Ursachen, die abgeklärt werden sollten wie zum Beispiel eine vergrößerte Prostata, Prostatitis oder Blasensteine. Eine Harnröhrenentzündung geht bei Männern häufiger auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurück und kann durch Tripper-Bakterien verursacht sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt kann der Arzt durch Urin-, Bluttest oder bildgebende Verfahren die Ursache des Infekts abklären und behandeln. Häufig kommen Antibiotika und schmerzstillende Mittel zum Einsatz. Bei einer Blasenentzündung können auch pflanzliche Präparate helfen. Manchmal stellt der Arzt auch zugrundeliegende Erkrankungen wie Nierensteine, verengte Harnwege, vergrößerte Prostata oder Diabetes fest und leitet eine entsprechende Behandlung ein.
Das kann man selbst tun: Diese Maßnahmen können gegen wiederkehrende Blasenentzündungen bei Frauen, aber auch generell zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen helfen:
- mindestens 1,5 Liter am Tag trinken
- regelmäßiges Wasserlassen
- nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren
- nach dem Toilettengang von vorne nach hinten wischen
- geschützter Geschlechtsverkehr.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangabe:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Rheuma
Was ist das? - Definition Rheuma ist ein Sammelbegriff für über 100 Erkrankungen, die vor allem den Bewegungsapparat betreffen. Dazu zählen Gelenke, Muskeln, Sehnen und Knochen, aber auch Organe, Haut und das Immunsystem. Rheuma verläuft oft chronisch und verursacht Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen. Eine frühzeitige Diagnose kann Folgeschäden verhindern.
Krankheitsbild
Rheuma ist keine einzelne Krankheit, sondern umfasst viele unterschiedliche Erkrankungen. Zu den häufigsten Formen zählen entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis. Daneben gibt es degenerative Formen wie Arthrose, Weichteilrheuma wie Fibromyalgie und stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Gicht.
Auch autoimmunbedingte Systemerkrankungen wie Lupus erythematodes zählen dazu. Rheuma kann nicht nur Gelenke betreffen, sondern auch Haut, Augen, Blutgefäße oder innere Organe. In Deutschland leben rund 20 Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung. Selbst Kinder können betroffen sein, etwa bei der juvenilen idiopathischen Arthritis.
Symptome und Verlauf
So vielfältig die betroffenen Teile des Körpers, so vielfältig die möglichen Beschwerden. Häufig beginnt es mit Gelenkschmerzen, besonders morgens oder nach Ruhephasen. Die Gelenke sind oft steif, geschwollen und gerötet. Ebenfalls typisch: die Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten anhält. Auch allgemeine Symptome wie Müdigkeit, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit können auftreten.
Der Verlauf hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Viele Formen verlaufen chronisch und in Schüben. Schmerzen und Entzündungen beginnen oft an kleinen Gelenken wie Fingern oder Händen. Mit der Zeit können dauerhafte Schäden entstehen. Manche Formen betreffen auch Organe oder die Haut. Eine frühzeitige Behandlung kann den Verlauf deutlich verlangsamen.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Rheuma zu schweren Komplikationen führen. Gelenke können sich verformen oder versteifen, Knochen werden geschädigt. Auch Osteoporose, also ein Knochenschwund, zählt zu den möglichen Folgen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich. Viele Betroffene leiden unter chronischer Erschöpfung oder psychischen Belastungen wie Depressionen.
Bei Kindern kann Rheuma zu Wachstumsstörungen führen. Auch Augenentzündungen oder Organschäden sind möglich. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Chancen auf einen milden Verlauf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen kennt die Forschung oft noch nicht eindeutig. Viele rheumatische Erkrankungen gelten als Autoimmunerkrankungen. Hier greift das Immunsystem körpereigene Strukturen an. Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, ebenso Umweltfaktoren wie Infektionen, Rauchen oder Stress. Auch hormonelle Einflüsse und die Darmflora werden diskutiert.
0Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- Familiäre Vorbelastung
- Rauchen
- Ungesunde Ernährung
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Chronischer Stress
Ein gesunder Lebensstil kann helfen, das Risiko zu senken und den Verlauf positiv zu beeinflussen. Das gilt besonders bei genetischer Veranlagung.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung, Bluttests und Bildgebung. Je nach Erkrankung kommen Medikamente zum Einsatz, die Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Dazu zählen Basistherapeutika, Biologika, JAK-Hemmer oder Kortison. Auch Physio- und Ergotherapie sowie psychologische Unterstützung sind wichtig.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, eine entzündungshemmende Ernährung und Stressabbau helfen, Beschwerden zu lindern. Auch Hilfsmittel aus der Apotheke wie Bandagen oder pflanzliche Präparate können unterstützen. Wichtig ist, Medikamente regelmäßig und korrekt einzunehmen.
Wo die Grenzen liegen: Wenn Gelenkschmerzen länger anhalten, sich verschlimmern oder mehrere Gelenke betroffen sind, sollte man nicht allein auf Hausmittel setzen. Spätestens bei Schwellungen, Fieber oder Bewegungseinschränkungen ist ärztlicher Rat notwendig. Nur eine frühzeitige Behandlung kann Folgeschäden verhindern.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tee — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00429938
- Darreichungsform:
- Tee (Tee)
- Packungsgröße:
- 300 g
- Marke:
- BRENNESSEL
- Hersteller:
- Alexander Weltecke GmbH & Co KG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie den Tee zu und trinken Sie ihn gleich. Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 150ml) und geben Sie ihn nach etwa 10 bis 15 Minuten durch ein Teesieb.
Dauer der Anwendung?
Durchspülung der Harnwege: Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 1 Woche anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sowie bei einer Verschlechterung der Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Die Anwendungsdauer sollte nicht länger als 2-4 Wochen betragen. Rheumatische Beschwerden: Die Anwendungsdauer sollte nicht länger als 4 Wochen betragen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zum Trinken:
Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit.
Anwendungsgebiete
- Durchspülung der Harnwege
- Grießbildung in den Harnwegen
- Vorbeugung gegen Grießbildung in den Harnwegen
- Rheumatische Beschwerden, unterstützende Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2-4g (1-2 Esslöffel), Gesamtdosis: 3-6 mal täglich (max. 8-12g (ca. 4-6 Esslöffel)), Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Brennnessel und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: krautige, bis zu 1,5m hohe Pflanze mit spitz zulaufenden, dunkelgrünen Blättern; ausgeprägte Netznervatur; Brennhaare an Stängel und Blattunterseite
- Vorkommen: Europa und Asien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Fettsäuren, Kieselsäure, Phytosterole, Gerbstoffe
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte und Tinkturen aus Blättern, Wurzeln und Kraut
Brennnessel hemmt durch die enthaltenen Gerbstoffe und Fettsäuren Entzündungen und stillt Schmerzen. Es wirkt leicht harntreibend und wird daher gegen Griess in den Harnwegen eingesetzt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Hautreaktionen
- Juckreiz
- Ausschlag
- Nesselsucht
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Wassereinlagerungen (Ödeme) - v.a. bei Herz- und Nierenschwäche
- Empfohlene Reduzierung der Flüssigkeitsaufnahme aufgrund von Erkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Traditionelle Anwendung:
Diese Anwendungen stützen sich ausschließlich auf die langjährige Anwendung des Arzneimittels in den Anwendungsgebieten.
Durchspülung der Harnwege: Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, krampfartige Schmerzen, Harnverhalt oder Blut im Urin auftreten.
Rheumatische Beschwerden: Suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf, wenn zusätzliche Beschwerden wie Rötung, Schwellung oder Überwärmung der Gelenke auftreten.
Nierensteine/Harnsteine
Was ist das? - Definition Nierensteine oder Harnsteine sind feste Ablagerungen aus Salzen und Mineralien, die sich in den Nieren oder Harnwegen bilden. Sie können unbemerkt bleiben oder starke krampfartige Schmerzen auslösen, wenn sie sich bewegen oder festklemmen.
Krankheitsbild
Nierensteine und Harnsteine entstehen, wenn sich bestimmte Stoffe im Urin stark konzentrieren und Kristalle bilden. Diese können zu größeren Steinen zusammenwachsen und den Abfluss des Urins behindern. Die Erkrankung betrifft Menschen jeden Alters, wobei Wiederholungen häufig sind. Viele Steine bleiben klein und verursachen kaum Beschwerden, andere lösen heftige Schmerzen aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starke krampfartige Schmerzen, die meist plötzlich einsetzen. Folgende Beschwerden können ebenfalls auftreten:
- Ziehende oder kolikartige Schmerzen in Flanke oder Rücken
- Blut im Urin
- Häufiger Harndrang
- Übelkeit und Erbrechen
- Schmerzen beim Wasserlassen
Der Verlauf hängt von Größe und Lage des Steins ab. Kleine Steine gehen oft von selbst ab. Größere können den Harnleiter blockieren und wiederkehrende Schmerzattacken verursachen, bis sie sich lösen oder behandelt werden.
Folgen/Komplikationen
Bleiben Steine unbehandelt, kann dies den Harnabfluss störten. Das erhöht das Risiko für Infektionen oder Entzündungen der Harnwege. In schweren Fällen kann sich der Urin zurückstauen und das Nierengewebe schädigen. Treten Fieber, starke Schmerzen oder Schüttelfrost auf besteht, Verdacht auf eine ernste Komplikation, die sofort ärztlich behandelt werden muss.
Ursachen/Risikofaktoren
Steine entstehen, wenn der Urin zu konzentriert ist oder bestimmte Stoffe in ihm überwiegen. Zu den Risikofaktoren zählen eine geringe Flüssigkeitszufuhr, Übergewicht, familiäre Veranlagung und bestimmte Stoffwechselerkrankungen. Auch wiederholte Harnwegsinfektionen können die Bildung bestimmter Steinarten begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Steintyp Wirkstoffe einsetzen, die etwa die Schmerzen lindern oder den Steinabgang erleichtern. Bei Bedarf lassen sich Harn- oder Nierensteine auch mit operativen oder von außen eingesetzten Verfahren entfernen oder zertrümmern.
Das kann man selbst tun: Viel trinken und sich bewegen fördern den Abgang. Grenzen der Selbsthilfe liegen bei Fieber, starken Schmerzen oder dann vor, wenn der Stein nicht weiterwandert. Dann ist eine gezielte medizinische Behandlung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Entzündungen der Niere und der Harnwege
Was ist das? - Definition Harnwegs- und Niereninfektionen sind meist bakterielle Entzündungen der unteren oder oberen Harnwege (z. B. Blase, Harnröhre, Prostata oder Nierenbecken), die sich in Symptomen, Verlauf und Behandlung unterscheiden. Sie heilen meist gut aus, können aber unbehandelt teilweise zu ernsthaften Komplikationen führen.
Krankheitsbild
Die Harnwege werden beim Menschen in obere und untere Harnwege eingeteilt. Zu den Entzündungen der unteren Harnwege gehören die Blasenentzündung (Zystis), die Harnröhrenentzündung (Urethritis) und die Prostataentzündung (Prostatitis). Sind die oberen Harnwege betroffen, kommt es zu einer sogenannten Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). In den meisten Fällen lösen Bakterien die Infektionen aus. Es können aber auch Viren oder Pilze beteiligt sein. Die Erkrankungen unterscheiden sich in Symptomatik, Verlauf und Behandlung. Männer und Frauen sind unterschiedlich oft betroffen.
Symptome/Verlauf
Frauen haben deutlich häufiger als Männer eine Blaseninfektion. Zu den Gründen gehören etwa die geringe Länge der Harnröhre sowie die Nähe zu Vagina und After. Das erhöht die Gefahr einer bakteriellen Infektion. Eine Blasenentzündung äußert sich in der Regel durch häufigen Harndrang und schmerzhaftes oder brennendes Wasserlassen. Ältere Menschen haben diese typischen Symptome teilweise nicht. Liegen keine weiteren Erkrankungen vor, heilt eine Blaseninfektion häufig innerhalb einer Woche von allein aus. Halten die Beschwerden länger als ein paar Tage an, kommt es zu Fieber, Rückenschmerzen, Blut im Urin oder liegt eine Schwangerschaft vor, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine medikamentöse Behandlung kann die Symptome verringern und den Krankheitsverlauf verkürzen. Bei Männern wird eine Blasenentzündung mitunter durch eine bakterielle Entzündung der Prostata (Prostatits) hervorgerufen, die sich durch Schmerzen im Dammbereich, Fieber und Schüttelfrost äußert. Eine Prostatitis sollte unbedingt ärztlich behandelt werden. Mitunter breitet sich eine Infektion der Harnwege weiter aus und führt zu einer Nierenbeckenentzündung. Typische Beschwerden sind Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In den allermeisten Fällen lösen Escherichia-Coli-Bakterien die Infektion aus. Harnröhreninfekte werden meist durch Bakterien wie etwa Clamydien oder Gonokokken (Tripper) übertragen. Vor allem Männer haben Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre. Frauen haben seltener Symptome. Erfolgt keine Behandlung kann sich die Infektion ausweiten.
Folgen/Komplikationen
Harnwegsinfekte können sich auf die Nieren, Eierstöcke oder Hoden ausweiten und sollten unbedingt behandelt werden. Daneben besteht die Gefahr, dass akute Nieren- und Harnwegsentzündungen in eine chronische Verlaufsform übergehen. Veränderungen des Nierengewebes können die Folge sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Gerade Frauen bekommen aufgrund der Kürze und Lage ihrer Harnwege oft eine wiederkehrende Blasenentzündung. Menschen mit Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Blasenentzündungen und sollten bei Anzeichen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch für Schwangere, Menschen mit anderen Vorerkrankungen und wenn Symptome wie Fieber, Rückenschmerzen oder Übelkeit hinzukommen. Auch Männer sollten Harnwegsinfekte immer ernst nehmen und rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. Eine Blasenentzündung tritt bei ihnen zwar seltener auf, hat aber öfter Ursachen, die abgeklärt werden sollten wie zum Beispiel eine vergrößerte Prostata, Prostatitis oder Blasensteine. Eine Harnröhrenentzündung geht bei Männern häufiger auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurück und kann durch Tripper-Bakterien verursacht sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt kann der Arzt durch Urin-, Bluttest oder bildgebende Verfahren die Ursache des Infekts abklären und behandeln. Häufig kommen Antibiotika und schmerzstillende Mittel zum Einsatz. Bei einer Blasenentzündung können auch pflanzliche Präparate helfen. Manchmal stellt der Arzt auch zugrundeliegende Erkrankungen wie Nierensteine, verengte Harnwege, vergrößerte Prostata oder Diabetes fest und leitet eine entsprechende Behandlung ein.
Das kann man selbst tun: Diese Maßnahmen können gegen wiederkehrende Blasenentzündungen bei Frauen, aber auch generell zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen helfen:
- mindestens 1,5 Liter am Tag trinken
- regelmäßiges Wasserlassen
- nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren
- nach dem Toilettengang von vorne nach hinten wischen
- geschützter Geschlechtsverkehr.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangabe:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Rheuma
Was ist das? - Definition Rheuma ist ein Sammelbegriff für über 100 Erkrankungen, die vor allem den Bewegungsapparat betreffen. Dazu zählen Gelenke, Muskeln, Sehnen und Knochen, aber auch Organe, Haut und das Immunsystem. Rheuma verläuft oft chronisch und verursacht Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen. Eine frühzeitige Diagnose kann Folgeschäden verhindern.
Krankheitsbild
Rheuma ist keine einzelne Krankheit, sondern umfasst viele unterschiedliche Erkrankungen. Zu den häufigsten Formen zählen entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis. Daneben gibt es degenerative Formen wie Arthrose, Weichteilrheuma wie Fibromyalgie und stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Gicht.
Auch autoimmunbedingte Systemerkrankungen wie Lupus erythematodes zählen dazu. Rheuma kann nicht nur Gelenke betreffen, sondern auch Haut, Augen, Blutgefäße oder innere Organe. In Deutschland leben rund 20 Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung. Selbst Kinder können betroffen sein, etwa bei der juvenilen idiopathischen Arthritis.
Symptome und Verlauf
So vielfältig die betroffenen Teile des Körpers, so vielfältig die möglichen Beschwerden. Häufig beginnt es mit Gelenkschmerzen, besonders morgens oder nach Ruhephasen. Die Gelenke sind oft steif, geschwollen und gerötet. Ebenfalls typisch: die Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten anhält. Auch allgemeine Symptome wie Müdigkeit, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit können auftreten.
Der Verlauf hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Viele Formen verlaufen chronisch und in Schüben. Schmerzen und Entzündungen beginnen oft an kleinen Gelenken wie Fingern oder Händen. Mit der Zeit können dauerhafte Schäden entstehen. Manche Formen betreffen auch Organe oder die Haut. Eine frühzeitige Behandlung kann den Verlauf deutlich verlangsamen.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Rheuma zu schweren Komplikationen führen. Gelenke können sich verformen oder versteifen, Knochen werden geschädigt. Auch Osteoporose, also ein Knochenschwund, zählt zu den möglichen Folgen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich. Viele Betroffene leiden unter chronischer Erschöpfung oder psychischen Belastungen wie Depressionen.
Bei Kindern kann Rheuma zu Wachstumsstörungen führen. Auch Augenentzündungen oder Organschäden sind möglich. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Chancen auf einen milden Verlauf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen kennt die Forschung oft noch nicht eindeutig. Viele rheumatische Erkrankungen gelten als Autoimmunerkrankungen. Hier greift das Immunsystem körpereigene Strukturen an. Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, ebenso Umweltfaktoren wie Infektionen, Rauchen oder Stress. Auch hormonelle Einflüsse und die Darmflora werden diskutiert.
0Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- Familiäre Vorbelastung
- Rauchen
- Ungesunde Ernährung
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Chronischer Stress
Ein gesunder Lebensstil kann helfen, das Risiko zu senken und den Verlauf positiv zu beeinflussen. Das gilt besonders bei genetischer Veranlagung.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung, Bluttests und Bildgebung. Je nach Erkrankung kommen Medikamente zum Einsatz, die Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Dazu zählen Basistherapeutika, Biologika, JAK-Hemmer oder Kortison. Auch Physio- und Ergotherapie sowie psychologische Unterstützung sind wichtig.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, eine entzündungshemmende Ernährung und Stressabbau helfen, Beschwerden zu lindern. Auch Hilfsmittel aus der Apotheke wie Bandagen oder pflanzliche Präparate können unterstützen. Wichtig ist, Medikamente regelmäßig und korrekt einzunehmen.
Wo die Grenzen liegen: Wenn Gelenkschmerzen länger anhalten, sich verschlimmern oder mehrere Gelenke betroffen sind, sollte man nicht allein auf Hausmittel setzen. Spätestens bei Schwellungen, Fieber oder Bewegungseinschränkungen ist ärztlicher Rat notwendig. Nur eine frühzeitige Behandlung kann Folgeschäden verhindern.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.