BUDIAIR 200 \m63g Standard Dosieraerosol
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Pharmazeutische Informationen
Dosieraerosol — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16708729
- Darreichungsform:
- Dosieraerosol (Dosierinhalationsspray)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- BUDIAIR
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Inhalieren Sie das Arzneimittel. Die Anwendung sollte vor dem Essen erfolgen. Lassen Sie sich zu der Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Anfälligkeit für blaue Flecken, Dünnerwerden der Haut und Glaukom. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Asthma bronchiale:
Höchstdosis: Kinder von 6-12 Jahren: Eine Dosis von 4 Sprühstößen pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Höchstdosis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene: Eine Dosis von 8 Sprühstößen pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Höchstdosis: Erwachsene: Eine Dosis von 8 Sprühstößen pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
- Chronische Bronchitis
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6-12 Jahren, Einzeldosis: 1 Sprühstoß, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Angewendet wird der Wirkstoff vor allem um chronisch entzündliche Reaktionen im Körper, wie zum Beispiel der Atemwege oder des Verdauungstraktes, zu vermindern. Der Wirkstoff hemmt körpereigene Prozesse, die eine Entzündung im Körper immer weiter nähren. So können sich bei chronischen Erkrankungen die Entzündung verselbständigen und durch Schwellungen der betroffenen Haut bzw Schleimhaut zu weit reichenden Beschwerden führen.
Optimal wirkt der Stoff erst, wenn er regelmäßig angewendet wird.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen, wie:
- Heiserkeit
- Husten
- Infektionen mit Hefepilzen, wie:
- Mundsoor
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen, wie:
- Pilzinfektionen der Atemwege
- Virusinfektionen der Atemwege
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Lungentuberkulose
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Für die Behandlung eines akuten Anfalls ist dieses Arzneimittel nicht geeignet.
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf, wenn nach Arzneimittelanwendung plötzliche und zunehmende Verstärkung der Atemnot auftreten.
Asthma bronchiale (allergisch und nicht-allergisch)
Was ist das? - Definition Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Bronchien entzünden und verengen. Das führt zu anfallsartiger Atemnot, Husten und einem Engegefühl in der Brust. Die Beschwerden können durch Allergene, körperliche Belastung oder andere Reize ausgelöst werden. Mit der richtigen Behandlung lässt sich Asthma meist gut kontrollieren.
Krankheitsbild
Asthma bronchiale betrifft die unteren Atemwege und kann in jedem Alter auftreten. Häufig beginnt die Erkrankung bereits im Kindesalter. Die Bronchien sind dauerhaft entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize. Das führt zu einer Verengung der Atemwege, wodurch das Atmen erschwert wird. In Deutschland sind etwa 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen und rund 10 Prozent der Kinder betroffen.
Asthma tritt in Schüben auf. Zwischen den Anfällen können die Betroffenen beschwerdefrei sein. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten und einem angepassten Lebensstil gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Ein Asthma-Anfall kann plötzlich auftreten und Minuten bis Stunden andauern. Typische Beschwerden sind:
- -Atemnot, oft begleitet von Angst und Unruhe
- -Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
- -Husten mit zähem Schleim, besonders nachts oder morgens
- -Beklemmungsgefühl in der Brust
- -Erschwerte Ausatmung
- -Blaufärbung der Lippen oder Finger bei starkem Sauerstoffmangel
- -Müdigkeit durch unzureichende Sauerstoffversorgung
In schweren Fällen kann ein sogenannter "Status asthmaticus" auftreten. Das ist ein Asthma-Anfall, der länger als 24 Stunden dauert und nicht auf die üblichen Medikamente anspricht. Das ist ein medizinischer Notfall.
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen haben nur gelegentlich leichte Beschwerden, andere leiden unter häufigen und schweren Anfällen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Asthma kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Häufige Anfälle belasten Herz und Kreislauf und können zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. In schweren Fällen droht ein Sauerstoffmangel, der lebensbedrohlich sein kann.
Langfristig kann sich ein sogenanntes "remodeling" der Bronchien entwickeln. Hierbei verändern sich die Atemwege strukturell, was die Beschwerden verstärken kann. Auch psychische Belastungen wie Angst und Schlafstörungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Asthma entsteht durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber bestimmten Reizen. Man unterscheidet verschiedene Formen:
- -allergisches Asthma: Ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmel
- -nicht-allergisches Asthma: Reaktion auf Infekte, Medikamente, Stress oder kalte Luft
- -berufsbedingtes Asthma: Durch Reizstoffe am Arbeitsplatz
- -hormonelles Asthma: Kann bei Frauen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten
- -Risikofaktoren sind unter anderem:
- -familiäre Vorbelastung mit Asthma oder Allergien
- -Luftverschmutzung und Zigarettenrauch
- -Allergene in der Umgebung
- -Atemwegsinfekte in der Kindheit
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Behandlung erfolgt meist mit inhalierbaren Medikamenten. Dazu gehören entzündungshemmende Mittel wie Cortison-Sprays und bronchienerweiternde Wirkstoffe. Je nach Schweregrad wird die Therapie individuell angepasst. Bei schweren Fällen können auch Antikörpertherapien oder Cortison-Tabletten notwendig sein.
Was man selbst tun kann:
- -Asthma-Auslöser meiden
- -nicht rauchen
- -regelmäßige Bewegung
- -Gewicht reduzieren
- -Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken wahrnehmen
- -Inhalationstechnik regelmäßig überprüfen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Beschwerden zunehmen, die Medikamente nicht mehr helfen oder ein schwerer Anfall auftritt, ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Bei Atemnot, die länger anhält oder sich verschlimmert, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - AWMF, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-002, (2024) - Ginasthma.org, https://ginasthma.org/, (2024) - www.atemwegsliga.de, https://www.atemwegsliga.de/asthma.html, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Anstrengungsasthma
Was ist das? - Definition Anstrengungsasthma ist eine Form von Asthma, bei der körperliche Belastung wie Sport oder schnelles Gehen zu Atemnot führt. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf die Anstrengung und verengen sich vorübergehend. Das führt zu typischen Beschwerden wie Husten, Keuchen oder Kurzatmigkeit. Die Symptome treten meist kurz nach Beginn oder am Ende der Belastung auf und verschwinden nach einiger Zeit wieder.
Krankheitsbild
Beim Anstrengungsasthma handelt es sich um eine spezielle Ausprägung des Asthma bronchiale. Die Beschwerden treten vor allem bei körperlicher Aktivität auf. Die Atemwege reagieren dann besonders empfindlich auf Reize wie kalte Luft oder trockene Umgebung. Während der Belastung kommt es zu einer Verengung der Bronchien, was das Atmen erschwert. Die Symptome treten in der Regel vorübergehend auf, können aber die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Symptome/Verlauf
Typisch für Anstrengungsasthma sind Beschwerden, die während oder kurz nach körperlicher Aktivität auftreten. Hierzu zählen:
- Kurzatmigkeit
- Trockener Reizhusten
- Keuchen oder pfeifende Atemgeräusche
- Engegefühl in der Brust
- Schnelle Ermüdung bei Belastung
Die Symptome beginnen meist wenige Minuten nach Beginn der Aktivität oder direkt danach. Sie klingen oft innerhalb von 30 Minuten wieder ab. Bei manchen Betroffenen treten die Beschwerden auch erst nach dem Sport auf. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen haben nur gelegentlich Beschwerden, andere reagieren regelmäßig auf körperliche Belastung.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Anstrengungsasthma kann dazu führen, dass Betroffene körperliche Aktivitäten meiden. Das kann langfristig zu Bewegungsmangel und eingeschränkter Fitness führen. In seltenen Fällen kann es zu schweren Atemnotanfällen kommen, die ärztlich behandelt werden müssen. Auch die psychische Belastung durch die Angst vor Symptomen kann eine Rolle spielen. Bei Kindern kann sich das Krankheitsbild auf die Entwicklung und Teilnahme am Sportunterricht auswirken.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber Belastung. Vorbestehendes Asthma bronchiales, Allergien/Heuschnupfen. kalte oder trockene Luft und Luftverschmutzung oder Rauch fördern das Auftreten. Auch Infekte der Atemwege und intensive körperliche Belastung steigern das Risiko. Zudem scheinen genetische Faktoren, also eine familiäre Belastung, eine Rolle zu spielen. Kinder und Jugendliche sind häufiger betroffen, besonders wenn sie bereits an allergischen Erkrankungen leiden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch spezielle Tests feststellen, ob es sich um Anstrengungsasthma handelt. Zur Behandlung werden meist Medikamente aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt, die die Bronchien erweitern. Auch entzündungshemmende Wirkstoffe wie Kortikosteroide können sinnvoll sein.
Das kann man selbst tun: Sportarten wählen, die weniger belasten, etwa Schwimmen, Walking oder "normales" Radfahren. Zudem möglichst kalte Luft beim Einatmen vermeiden und die Medikamente wie verordnet anwenden. Grenzen der Eigentherapie sind erreicht, wenn die Beschwerden trotz Maßnahmen bestehen bleiben oder sich verschlimmern. Bei schwerer Atemnot oder häufigen Anfällen sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bronchiektasen
Was ist das? - Definition Bronchiektasen sind krankhafte dauerhafte Erweiterungen der Bronchien, die zu wiederkehrenden Entzündungen und vermehrtem zähem Schleim führen.
Krankheitsbild
Bronchiektasen entstehen, wenn Teile der Bronchien ihre normale Form verlieren und sich dauerhaft erweitern. Dadurch sammeln sich Sekrete an, die der Körper nur schwer abtransportieren kann. Dies begünstigt Infektionen und Entzündungen und führt zu einer Belastung der Lunge. Betroffene bemerken oft einen chronischen Husten mit Schleimproduktion, der im Verlauf zunehmen kann.
Symptome/Verlauf
Typische Anzeichen treten meist über längere Zeit auf und können sich schubweise verstärken. Häufige Symptome sind unter anderem:
- anhaltender Husten mit oft zähem Auswurf
- wiederkehrende Atemwegsinfekte
- Atemnot, vor allem bei körperlicher Belastung
- morgendliche Verschlechterung durch angesammelten Schleim
Der Verlauf kann von mild bis stark ausgeprägt reichen. Manche Menschen haben über Jahre wenig Beschwerden, während andere deutliche Einschränkungen bemerken.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Bronchiektasen können zu immer wiederkehrenden Infektionen führen, die die Lunge mit der Zeit schädigen. Es kann zu Blutbeimengungen im Auswurf, Einschränkungen der Leistungsfähigkeit oder selten zu schweren Lungeninfektionen kommen. Langfristig arbeitet die Lunge oft schlechter, was sich im Alltag deutlich bemerkbar macht.
Ursachen/Risikofaktoren
Bronchiektasen entstehen aus verschiedenen Gründen. Dazu gehören Infektionen im Kindesalter, wiederholte schwere Atemwegsinfekte, , chronische Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD, angeborene Erkrankungen wie Mukoviszidose oder Störungen der Schleimtransportfunktion. Auch chronische Entzündungen der Atemwege oder eine beeinträchtigte Immunabwehr begünstigen die Entstehung. In manchen Fällen bleibt die Ursache unklar.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung umfasst meist Atemtherapie, Entfernung von Sekret und bei Bedarf den Einsatz schleimlösender Mittel und bei bakteriellen Infekten geeigneter Antibiotika. Im Verlauf der Erkrankung treten akute Verschlechterungen der bronchialen Entzündung und/oder der Infektion auf. Deshalb sollten sich Betroffene unbedingt gegen Grippe, Lungenentzündung, Keuchhusten und soweit verfügbar auch weitere Atemwegsinfekte impfen lassen.
Das kann man selbst tun: Regelmäßig Atemübungen durchführen, ausreichend trinkt und sich bewegen. Grenzen bestehen, wenn starke Atemnot, Fieber, Blut im Auswurf oder häufige Infektionen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosieraerosol — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16708729
- Darreichungsform:
- Dosieraerosol (Dosierinhalationsspray)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- BUDIAIR
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Inhalieren Sie das Arzneimittel. Die Anwendung sollte vor dem Essen erfolgen. Lassen Sie sich zu der Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Anfälligkeit für blaue Flecken, Dünnerwerden der Haut und Glaukom. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Asthma bronchiale:
Höchstdosis: Kinder von 6-12 Jahren: Eine Dosis von 4 Sprühstößen pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Höchstdosis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene: Eine Dosis von 8 Sprühstößen pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Höchstdosis: Erwachsene: Eine Dosis von 8 Sprühstößen pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
- Chronische Bronchitis
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6-12 Jahren, Einzeldosis: 1 Sprühstoß, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Angewendet wird der Wirkstoff vor allem um chronisch entzündliche Reaktionen im Körper, wie zum Beispiel der Atemwege oder des Verdauungstraktes, zu vermindern. Der Wirkstoff hemmt körpereigene Prozesse, die eine Entzündung im Körper immer weiter nähren. So können sich bei chronischen Erkrankungen die Entzündung verselbständigen und durch Schwellungen der betroffenen Haut bzw Schleimhaut zu weit reichenden Beschwerden führen.
Optimal wirkt der Stoff erst, wenn er regelmäßig angewendet wird.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen, wie:
- Heiserkeit
- Husten
- Infektionen mit Hefepilzen, wie:
- Mundsoor
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen, wie:
- Pilzinfektionen der Atemwege
- Virusinfektionen der Atemwege
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Lungentuberkulose
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Für die Behandlung eines akuten Anfalls ist dieses Arzneimittel nicht geeignet.
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf, wenn nach Arzneimittelanwendung plötzliche und zunehmende Verstärkung der Atemnot auftreten.
Asthma bronchiale (allergisch und nicht-allergisch)
Was ist das? - Definition Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Bronchien entzünden und verengen. Das führt zu anfallsartiger Atemnot, Husten und einem Engegefühl in der Brust. Die Beschwerden können durch Allergene, körperliche Belastung oder andere Reize ausgelöst werden. Mit der richtigen Behandlung lässt sich Asthma meist gut kontrollieren.
Krankheitsbild
Asthma bronchiale betrifft die unteren Atemwege und kann in jedem Alter auftreten. Häufig beginnt die Erkrankung bereits im Kindesalter. Die Bronchien sind dauerhaft entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize. Das führt zu einer Verengung der Atemwege, wodurch das Atmen erschwert wird. In Deutschland sind etwa 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen und rund 10 Prozent der Kinder betroffen.
Asthma tritt in Schüben auf. Zwischen den Anfällen können die Betroffenen beschwerdefrei sein. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten und einem angepassten Lebensstil gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Ein Asthma-Anfall kann plötzlich auftreten und Minuten bis Stunden andauern. Typische Beschwerden sind:
- -Atemnot, oft begleitet von Angst und Unruhe
- -Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
- -Husten mit zähem Schleim, besonders nachts oder morgens
- -Beklemmungsgefühl in der Brust
- -Erschwerte Ausatmung
- -Blaufärbung der Lippen oder Finger bei starkem Sauerstoffmangel
- -Müdigkeit durch unzureichende Sauerstoffversorgung
In schweren Fällen kann ein sogenannter "Status asthmaticus" auftreten. Das ist ein Asthma-Anfall, der länger als 24 Stunden dauert und nicht auf die üblichen Medikamente anspricht. Das ist ein medizinischer Notfall.
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen haben nur gelegentlich leichte Beschwerden, andere leiden unter häufigen und schweren Anfällen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Asthma kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Häufige Anfälle belasten Herz und Kreislauf und können zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. In schweren Fällen droht ein Sauerstoffmangel, der lebensbedrohlich sein kann.
Langfristig kann sich ein sogenanntes "remodeling" der Bronchien entwickeln. Hierbei verändern sich die Atemwege strukturell, was die Beschwerden verstärken kann. Auch psychische Belastungen wie Angst und Schlafstörungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Asthma entsteht durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber bestimmten Reizen. Man unterscheidet verschiedene Formen:
- -allergisches Asthma: Ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmel
- -nicht-allergisches Asthma: Reaktion auf Infekte, Medikamente, Stress oder kalte Luft
- -berufsbedingtes Asthma: Durch Reizstoffe am Arbeitsplatz
- -hormonelles Asthma: Kann bei Frauen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten
- -Risikofaktoren sind unter anderem:
- -familiäre Vorbelastung mit Asthma oder Allergien
- -Luftverschmutzung und Zigarettenrauch
- -Allergene in der Umgebung
- -Atemwegsinfekte in der Kindheit
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Behandlung erfolgt meist mit inhalierbaren Medikamenten. Dazu gehören entzündungshemmende Mittel wie Cortison-Sprays und bronchienerweiternde Wirkstoffe. Je nach Schweregrad wird die Therapie individuell angepasst. Bei schweren Fällen können auch Antikörpertherapien oder Cortison-Tabletten notwendig sein.
Was man selbst tun kann:
- -Asthma-Auslöser meiden
- -nicht rauchen
- -regelmäßige Bewegung
- -Gewicht reduzieren
- -Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken wahrnehmen
- -Inhalationstechnik regelmäßig überprüfen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Beschwerden zunehmen, die Medikamente nicht mehr helfen oder ein schwerer Anfall auftritt, ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Bei Atemnot, die länger anhält oder sich verschlimmert, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - AWMF, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-002, (2024) - Ginasthma.org, https://ginasthma.org/, (2024) - www.atemwegsliga.de, https://www.atemwegsliga.de/asthma.html, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Anstrengungsasthma
Was ist das? - Definition Anstrengungsasthma ist eine Form von Asthma, bei der körperliche Belastung wie Sport oder schnelles Gehen zu Atemnot führt. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf die Anstrengung und verengen sich vorübergehend. Das führt zu typischen Beschwerden wie Husten, Keuchen oder Kurzatmigkeit. Die Symptome treten meist kurz nach Beginn oder am Ende der Belastung auf und verschwinden nach einiger Zeit wieder.
Krankheitsbild
Beim Anstrengungsasthma handelt es sich um eine spezielle Ausprägung des Asthma bronchiale. Die Beschwerden treten vor allem bei körperlicher Aktivität auf. Die Atemwege reagieren dann besonders empfindlich auf Reize wie kalte Luft oder trockene Umgebung. Während der Belastung kommt es zu einer Verengung der Bronchien, was das Atmen erschwert. Die Symptome treten in der Regel vorübergehend auf, können aber die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Symptome/Verlauf
Typisch für Anstrengungsasthma sind Beschwerden, die während oder kurz nach körperlicher Aktivität auftreten. Hierzu zählen:
- Kurzatmigkeit
- Trockener Reizhusten
- Keuchen oder pfeifende Atemgeräusche
- Engegefühl in der Brust
- Schnelle Ermüdung bei Belastung
Die Symptome beginnen meist wenige Minuten nach Beginn der Aktivität oder direkt danach. Sie klingen oft innerhalb von 30 Minuten wieder ab. Bei manchen Betroffenen treten die Beschwerden auch erst nach dem Sport auf. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen haben nur gelegentlich Beschwerden, andere reagieren regelmäßig auf körperliche Belastung.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Anstrengungsasthma kann dazu führen, dass Betroffene körperliche Aktivitäten meiden. Das kann langfristig zu Bewegungsmangel und eingeschränkter Fitness führen. In seltenen Fällen kann es zu schweren Atemnotanfällen kommen, die ärztlich behandelt werden müssen. Auch die psychische Belastung durch die Angst vor Symptomen kann eine Rolle spielen. Bei Kindern kann sich das Krankheitsbild auf die Entwicklung und Teilnahme am Sportunterricht auswirken.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber Belastung. Vorbestehendes Asthma bronchiales, Allergien/Heuschnupfen. kalte oder trockene Luft und Luftverschmutzung oder Rauch fördern das Auftreten. Auch Infekte der Atemwege und intensive körperliche Belastung steigern das Risiko. Zudem scheinen genetische Faktoren, also eine familiäre Belastung, eine Rolle zu spielen. Kinder und Jugendliche sind häufiger betroffen, besonders wenn sie bereits an allergischen Erkrankungen leiden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch spezielle Tests feststellen, ob es sich um Anstrengungsasthma handelt. Zur Behandlung werden meist Medikamente aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt, die die Bronchien erweitern. Auch entzündungshemmende Wirkstoffe wie Kortikosteroide können sinnvoll sein.
Das kann man selbst tun: Sportarten wählen, die weniger belasten, etwa Schwimmen, Walking oder "normales" Radfahren. Zudem möglichst kalte Luft beim Einatmen vermeiden und die Medikamente wie verordnet anwenden. Grenzen der Eigentherapie sind erreicht, wenn die Beschwerden trotz Maßnahmen bestehen bleiben oder sich verschlimmern. Bei schwerer Atemnot oder häufigen Anfällen sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bronchiektasen
Was ist das? - Definition Bronchiektasen sind krankhafte dauerhafte Erweiterungen der Bronchien, die zu wiederkehrenden Entzündungen und vermehrtem zähem Schleim führen.
Krankheitsbild
Bronchiektasen entstehen, wenn Teile der Bronchien ihre normale Form verlieren und sich dauerhaft erweitern. Dadurch sammeln sich Sekrete an, die der Körper nur schwer abtransportieren kann. Dies begünstigt Infektionen und Entzündungen und führt zu einer Belastung der Lunge. Betroffene bemerken oft einen chronischen Husten mit Schleimproduktion, der im Verlauf zunehmen kann.
Symptome/Verlauf
Typische Anzeichen treten meist über längere Zeit auf und können sich schubweise verstärken. Häufige Symptome sind unter anderem:
- anhaltender Husten mit oft zähem Auswurf
- wiederkehrende Atemwegsinfekte
- Atemnot, vor allem bei körperlicher Belastung
- morgendliche Verschlechterung durch angesammelten Schleim
Der Verlauf kann von mild bis stark ausgeprägt reichen. Manche Menschen haben über Jahre wenig Beschwerden, während andere deutliche Einschränkungen bemerken.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Bronchiektasen können zu immer wiederkehrenden Infektionen führen, die die Lunge mit der Zeit schädigen. Es kann zu Blutbeimengungen im Auswurf, Einschränkungen der Leistungsfähigkeit oder selten zu schweren Lungeninfektionen kommen. Langfristig arbeitet die Lunge oft schlechter, was sich im Alltag deutlich bemerkbar macht.
Ursachen/Risikofaktoren
Bronchiektasen entstehen aus verschiedenen Gründen. Dazu gehören Infektionen im Kindesalter, wiederholte schwere Atemwegsinfekte, , chronische Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD, angeborene Erkrankungen wie Mukoviszidose oder Störungen der Schleimtransportfunktion. Auch chronische Entzündungen der Atemwege oder eine beeinträchtigte Immunabwehr begünstigen die Entstehung. In manchen Fällen bleibt die Ursache unklar.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung umfasst meist Atemtherapie, Entfernung von Sekret und bei Bedarf den Einsatz schleimlösender Mittel und bei bakteriellen Infekten geeigneter Antibiotika. Im Verlauf der Erkrankung treten akute Verschlechterungen der bronchialen Entzündung und/oder der Infektion auf. Deshalb sollten sich Betroffene unbedingt gegen Grippe, Lungenentzündung, Keuchhusten und soweit verfügbar auch weitere Atemwegsinfekte impfen lassen.
Das kann man selbst tun: Regelmäßig Atemübungen durchführen, ausreichend trinkt und sich bewegen. Grenzen bestehen, wenn starke Atemnot, Fieber, Blut im Auswurf oder häufige Infektionen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.