BUSCOPAN 10 mg Dragees
41,95 €
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Pharmazeutische Informationen
Überzogene Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19778340
- Darreichungsform:
- Überzogene Tabletten (Überzogene Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- BUSCOPAN
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu einer Hemmung der Schweißsekretion mit Hautrötung, Mundtrockenheit, beschleunigtem Puls sowie zu Störungen beim Wasserlassen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Reizdarm-Syndrom: bei krampfartigen Bauchbeschwerden
- Magen-Darm-Krämpfe
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Dragees, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags, abends, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff nimmt Einfluss auf das Nervensystem, indem er die Übertragung bestimmter Reize unterbindet. An der Reizweiterleitung sind verschiedene Überträgerstoffe beteiligt, deren Funktion durch Butylscopolamin zum Teil unterdrückt wird. Auf diese Weise vermag der Arzneistoff Krämpfe des Magen-Darm-Kanals, der Gallen- und Harnwege sowie der Gebärmutter zu lösen.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Mundtrockenheit
- Schwindel
- Müdigkeit
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Nesselausschlag
- Austrocknung der Haut
- Niedriger Blutdruck
- Pulsbeschleunigung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Verengung im Verdauungstrakt, z.B. an der Speiseröhre, am Magen oder am Dünn- oder Dickdarm
- Megakolon (krankhaft erweiterter Darm)
- Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Puls - (Herzrasen)
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
- Harnverhalt
- Prostatavergrößerung
- Engwinkelglaukom
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Durchfall
Was ist das? - Definition Durchfall bezeichnet häufige, dünnflüssige Stuhlentleerungen, meist mehr als dreimal täglich. Er kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Oft ist er Begleiterscheinung einer Infektion, kann aber auch andere Ursachen haben.
Krankheitsbild
Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Er tritt auf, wenn der Darm Wasser und Elektrolyte nicht ausreichend aufnehmen kann oder zu viel davon abgibt. Die Folge ist ein wässriger Stuhl. Man unterscheidet zwischen akutem Durchfall, der meist plötzlich beginnt und nur wenige Tage anhält, und chronischem Durchfall, der über Wochen oder Monate besteht.
Akuter Durchfall ist häufig infektiös bedingt und tritt oft in Zusammenhang mit verdorbenen Lebensmitteln auf. Chronischer Durchfall kann auf eine Grunderkrankung wie Reizdarm oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag
- wässriger oder breiiger Stuhl
- Bauchkrämpfe oder Blähungen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber bei infektiösem Verlauf
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Akuter Durchfall klingt meist nach wenigen Tagen ab. Chronischer Durchfall kann schubweise oder dauerhaft auftreten. Bei starkem Flüssigkeitsverlust droht Austrocknung, besonders bei Kindern und älteren Menschen.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei Durchfall ist der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten. Das kann zu Kreislaufproblemen, Schwäche und im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.
Zu den weiteren Komplikationen zählen Störungen Nährstoffmangel bei längerem Verlauf, Reizung der Darmschleimhaut und eine Verstärkung bestehender Grunderkrankung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Virusinfektionen wie Norovirus oder Rotavirus, bakterielle Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter und Parasiten bei Reisen in vor allem tropische Regionen. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz, Medikamente wie Antibiotika oder Abführmittel, chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können zu Durchfall führen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen mangelnde Hygiene, unreines Trinkwasser, Stress, bestimmte Ernährungsweisen oder eine geschwächte Immunabwehr.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Stuhluntersuchungen, Bluttests oder bildgebende Verfahren die Ursache klären. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Elektrolytlösungen, Mittel gegen Durchfall wie Loperamid bei nicht-infektiösem Verlauf oder Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.
Das kann man selbst tun: Viel trinken, am besten Wasser oder Tee, leichte Kost wie Zwieback oder Reis und Verzicht auf fettige, süße oder stark gewürzte Speisen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, blutig ist, mit hohem Fieber oder starkem Flüssigkeitsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt generell für Säuglinge und Kleinkinder sowie bereits geschwächte Patienten.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kolik
Was ist das? - Definition Eine Kolik bezeichnet starke, meist plötzlich einsetzende und krampfartige Schmerzen, die durch eine ruckartige Anspannung der Muskulatur in Hohlorganen entstehen. Häufig betrifft das den Magen-Darm-Trakt, die Gallen- oder die Harnwege. Die Schmerzen kommen in Wellen und können sehr heftig sein.
Krankheitsbild
Bei einer Kolik zieht sich die Muskulatur eines Hohlorgans schmerzhaft zusammen, meist weil etwas den normalen Abfluss behindert. Das können Gase, Stuhl, Gallensteine oder Harnsteine sein. Zwischen den Schmerzattacken gibt es oft kurze beschwerdefreie Phasen. Koliken sind ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung.
Symptome/Verlauf
Koliken äußern sich typischerweise durch stark wechselnde Schmerzen. Zu den häufigen Begleitzeichen zählen:
- Krampfartige wellenförmige Schmerzen
- Unruhe, da ruhiges Liegen meist sehr schwer fällt
- Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen
- Schwitzen, Blässe oder beschleunigter Puls
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Manche Koliken klingen rasch ab, andere halten länger an oder kehren wieder.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Ursache bestehen, kann es zu Entzündungen, Organschäden oder Infektionen kommen, etwa bei Gallen- oder Nierenkoliken. Starke Schmerzen belasten zudem Kreislauf und Allgemeinzustand. Fieber, Blut im Urin oder Stuhl oder anhaltende Schmerzen sind Warnzeichen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind Gallensteine, Nierensteine, Darmgase oder eine Verstopfung. Auch Entzündungen, Funktionsstörungen der betroffenen Organe oder bestimmte Nahrungsmittel können Koliken auslösen. Risikofaktoren sind Flüssigkeitsmangel, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und bestimmte Vorerkrankungen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er versucht die Ursache festzustellen und behandelt gezielt, etwa mit krampflösenden und schmerzlindernden Medikamenten oder weiteren Maßnahmen. Hierzu zählen bei Bedarf auch operative Eingriffe.
Das kann man selbst tun: Bei leichten Beschwerden Wärme anwenden, ruhig bleiben und ausreichend trinken. Bei starken anhaltenden Schmerzen, Fieber oder Verschlechterung sind die Grenzen der Selbsthilfe erreicht und ärztliche Abklärung ist notwendig.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Verstopfung
Was ist das? - Definition Verstopfung, fachsprachlich Obstipation, bedeutet, dass der Darm träge arbeitet und der Stuhlgang erschwert oder seltener erfolgt. Sie kann akut oder chronisch auftreten und ist für viele Betroffene belastend.
Krankheitsbild
Verstopfung liegt vor, wenn der Stuhlgang weniger als dreimal pro Woche erfolgt oder das Entleeren mit Beschwerden verbunden ist. Die Stuhlmasse ist oft hart und trocken, das Pressen beim Toilettengang kann schmerzhaft sein. Man unterscheidet zwischen akuter Verstopfung, die meist durch kurzfristige Umstände entsteht, und chronischer Verstopfung, die über längere Zeit besteht und regelmäßige Beschwerden verursacht.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche
- Harter, trockener oder klumpiger Stuhl
- Starkes Pressen beim Stuhlgang
- Gefühl der unvollständigen Entleerung
- Blähungen
- Völlegefühl
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Übelkeit
Die akute Form entsteht oft durch unpassende Ernährung, Stress oder Bewegungsmangel und ist meist vorübergehend. Die chronische Form entwickelt sich über Wochen oder Monate und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt führt eine Verstopfung oft zu weiteren Problemen. Dazu gehören Hämorrhoidalleiden durch starkes Pressen, Einrisse am After (Analfissuren), Stuhlverhärtung (Kotstau), Darmträgheit und in seltenen Fällen ein Darmverschluss. Auch psychische Belastungen durch die ständige Sorge um den Toilettengang sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig und oft kombiniert. Zu den häufigen Risikofaktoren zählen ballaststoffarme Ernährung, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Bewegungsmangel, Stress, hormonelle Veränderungen (zum Beispiel während der Schwangerschaft), Medikamente wie Schmerzmittel oder Eisenpräparate, chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion sowie Alter und eingeschränkte Mobilität.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch gezielte Fragen, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren die Ursache klären. Die Behandlung richtet sich nach der Form und Ursache der Verstopfung. Zu den wichtigsten Arzneimittelgruppen zählen osmotische Abführmittel, Quellstoffe wie Flohsamenschalen oder Stimulanzien zur Förderung der Darmbewegung.
Das kann man selbst tun: Auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten, ausreichend trinken und sich regelmäßig bewegen. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden über Wochen bestehen, starke Schmerzen auftreten oder der Stuhlgang gar nicht mehr möglich ist. Dann ist eine ärztliche Abklärung dringend notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Überzogene Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19778340
- Darreichungsform:
- Überzogene Tabletten (Überzogene Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- BUSCOPAN
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu einer Hemmung der Schweißsekretion mit Hautrötung, Mundtrockenheit, beschleunigtem Puls sowie zu Störungen beim Wasserlassen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Reizdarm-Syndrom: bei krampfartigen Bauchbeschwerden
- Magen-Darm-Krämpfe
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Dragees, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags, abends, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff nimmt Einfluss auf das Nervensystem, indem er die Übertragung bestimmter Reize unterbindet. An der Reizweiterleitung sind verschiedene Überträgerstoffe beteiligt, deren Funktion durch Butylscopolamin zum Teil unterdrückt wird. Auf diese Weise vermag der Arzneistoff Krämpfe des Magen-Darm-Kanals, der Gallen- und Harnwege sowie der Gebärmutter zu lösen.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Mundtrockenheit
- Schwindel
- Müdigkeit
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Nesselausschlag
- Austrocknung der Haut
- Niedriger Blutdruck
- Pulsbeschleunigung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Verengung im Verdauungstrakt, z.B. an der Speiseröhre, am Magen oder am Dünn- oder Dickdarm
- Megakolon (krankhaft erweiterter Darm)
- Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Puls - (Herzrasen)
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
- Harnverhalt
- Prostatavergrößerung
- Engwinkelglaukom
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Durchfall
Was ist das? - Definition Durchfall bezeichnet häufige, dünnflüssige Stuhlentleerungen, meist mehr als dreimal täglich. Er kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Oft ist er Begleiterscheinung einer Infektion, kann aber auch andere Ursachen haben.
Krankheitsbild
Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Er tritt auf, wenn der Darm Wasser und Elektrolyte nicht ausreichend aufnehmen kann oder zu viel davon abgibt. Die Folge ist ein wässriger Stuhl. Man unterscheidet zwischen akutem Durchfall, der meist plötzlich beginnt und nur wenige Tage anhält, und chronischem Durchfall, der über Wochen oder Monate besteht.
Akuter Durchfall ist häufig infektiös bedingt und tritt oft in Zusammenhang mit verdorbenen Lebensmitteln auf. Chronischer Durchfall kann auf eine Grunderkrankung wie Reizdarm oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag
- wässriger oder breiiger Stuhl
- Bauchkrämpfe oder Blähungen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber bei infektiösem Verlauf
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Akuter Durchfall klingt meist nach wenigen Tagen ab. Chronischer Durchfall kann schubweise oder dauerhaft auftreten. Bei starkem Flüssigkeitsverlust droht Austrocknung, besonders bei Kindern und älteren Menschen.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei Durchfall ist der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten. Das kann zu Kreislaufproblemen, Schwäche und im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.
Zu den weiteren Komplikationen zählen Störungen Nährstoffmangel bei längerem Verlauf, Reizung der Darmschleimhaut und eine Verstärkung bestehender Grunderkrankung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Virusinfektionen wie Norovirus oder Rotavirus, bakterielle Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter und Parasiten bei Reisen in vor allem tropische Regionen. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz, Medikamente wie Antibiotika oder Abführmittel, chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können zu Durchfall führen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen mangelnde Hygiene, unreines Trinkwasser, Stress, bestimmte Ernährungsweisen oder eine geschwächte Immunabwehr.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Stuhluntersuchungen, Bluttests oder bildgebende Verfahren die Ursache klären. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Elektrolytlösungen, Mittel gegen Durchfall wie Loperamid bei nicht-infektiösem Verlauf oder Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.
Das kann man selbst tun: Viel trinken, am besten Wasser oder Tee, leichte Kost wie Zwieback oder Reis und Verzicht auf fettige, süße oder stark gewürzte Speisen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, blutig ist, mit hohem Fieber oder starkem Flüssigkeitsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt generell für Säuglinge und Kleinkinder sowie bereits geschwächte Patienten.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kolik
Was ist das? - Definition Eine Kolik bezeichnet starke, meist plötzlich einsetzende und krampfartige Schmerzen, die durch eine ruckartige Anspannung der Muskulatur in Hohlorganen entstehen. Häufig betrifft das den Magen-Darm-Trakt, die Gallen- oder die Harnwege. Die Schmerzen kommen in Wellen und können sehr heftig sein.
Krankheitsbild
Bei einer Kolik zieht sich die Muskulatur eines Hohlorgans schmerzhaft zusammen, meist weil etwas den normalen Abfluss behindert. Das können Gase, Stuhl, Gallensteine oder Harnsteine sein. Zwischen den Schmerzattacken gibt es oft kurze beschwerdefreie Phasen. Koliken sind ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung.
Symptome/Verlauf
Koliken äußern sich typischerweise durch stark wechselnde Schmerzen. Zu den häufigen Begleitzeichen zählen:
- Krampfartige wellenförmige Schmerzen
- Unruhe, da ruhiges Liegen meist sehr schwer fällt
- Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen
- Schwitzen, Blässe oder beschleunigter Puls
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Manche Koliken klingen rasch ab, andere halten länger an oder kehren wieder.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Ursache bestehen, kann es zu Entzündungen, Organschäden oder Infektionen kommen, etwa bei Gallen- oder Nierenkoliken. Starke Schmerzen belasten zudem Kreislauf und Allgemeinzustand. Fieber, Blut im Urin oder Stuhl oder anhaltende Schmerzen sind Warnzeichen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind Gallensteine, Nierensteine, Darmgase oder eine Verstopfung. Auch Entzündungen, Funktionsstörungen der betroffenen Organe oder bestimmte Nahrungsmittel können Koliken auslösen. Risikofaktoren sind Flüssigkeitsmangel, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und bestimmte Vorerkrankungen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er versucht die Ursache festzustellen und behandelt gezielt, etwa mit krampflösenden und schmerzlindernden Medikamenten oder weiteren Maßnahmen. Hierzu zählen bei Bedarf auch operative Eingriffe.
Das kann man selbst tun: Bei leichten Beschwerden Wärme anwenden, ruhig bleiben und ausreichend trinken. Bei starken anhaltenden Schmerzen, Fieber oder Verschlechterung sind die Grenzen der Selbsthilfe erreicht und ärztliche Abklärung ist notwendig.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Verstopfung
Was ist das? - Definition Verstopfung, fachsprachlich Obstipation, bedeutet, dass der Darm träge arbeitet und der Stuhlgang erschwert oder seltener erfolgt. Sie kann akut oder chronisch auftreten und ist für viele Betroffene belastend.
Krankheitsbild
Verstopfung liegt vor, wenn der Stuhlgang weniger als dreimal pro Woche erfolgt oder das Entleeren mit Beschwerden verbunden ist. Die Stuhlmasse ist oft hart und trocken, das Pressen beim Toilettengang kann schmerzhaft sein. Man unterscheidet zwischen akuter Verstopfung, die meist durch kurzfristige Umstände entsteht, und chronischer Verstopfung, die über längere Zeit besteht und regelmäßige Beschwerden verursacht.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche
- Harter, trockener oder klumpiger Stuhl
- Starkes Pressen beim Stuhlgang
- Gefühl der unvollständigen Entleerung
- Blähungen
- Völlegefühl
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Übelkeit
Die akute Form entsteht oft durch unpassende Ernährung, Stress oder Bewegungsmangel und ist meist vorübergehend. Die chronische Form entwickelt sich über Wochen oder Monate und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt führt eine Verstopfung oft zu weiteren Problemen. Dazu gehören Hämorrhoidalleiden durch starkes Pressen, Einrisse am After (Analfissuren), Stuhlverhärtung (Kotstau), Darmträgheit und in seltenen Fällen ein Darmverschluss. Auch psychische Belastungen durch die ständige Sorge um den Toilettengang sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig und oft kombiniert. Zu den häufigen Risikofaktoren zählen ballaststoffarme Ernährung, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Bewegungsmangel, Stress, hormonelle Veränderungen (zum Beispiel während der Schwangerschaft), Medikamente wie Schmerzmittel oder Eisenpräparate, chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion sowie Alter und eingeschränkte Mobilität.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch gezielte Fragen, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren die Ursache klären. Die Behandlung richtet sich nach der Form und Ursache der Verstopfung. Zu den wichtigsten Arzneimittelgruppen zählen osmotische Abführmittel, Quellstoffe wie Flohsamenschalen oder Stimulanzien zur Förderung der Darmbewegung.
Das kann man selbst tun: Auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten, ausreichend trinken und sich regelmäßig bewegen. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden über Wochen bestehen, starke Schmerzen auftreten oder der Stuhlgang gar nicht mehr möglich ist. Dann ist eine ärztliche Abklärung dringend notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.