CANDIO HERMAL Creme
13,82 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01951016
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 50 g
- Marke:
- CANDIO
- Hersteller:
- ALMIRALL HERMAL GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Rötung der Haut, Juckreiz und Brennen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
In schweren Fällen kann das Arzneimittel auch häufiger angewendet werden.
Anwendungsgebiete
- Pilzinfektionen mit Hefepilzen (Candida), wie:
- Pilzinfektionen der Haut
- Pilzinfektionen in den Körperfalten
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-3 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, Zellbestandteile treten aus und die Zelle kann sich auflösen. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Amphotericin B, Nystatin)!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger Pilzarten, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Pilzbefall der Haut mit Hefepilzen (Candidosen)
Was ist das? - Definition Candidosen sind Hautinfektionen durch Hefepilze der Gattung Candida. Diese Pilze gehören zur natürlichen Hautflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Entzündungen verursachen. Besonders betroffen sind feuchtwarme Körperregionen wie Hautfalten, der Genitalbereich oder der Nagelwall. Bei letzterem handelt es sich um das Gewebe, das den Nagel u-förmig umfasst. Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber bei geschwächtem Immunsystem problematisch werden.
Krankheitsbild
Candidosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst werden. Diese Pilze leben normalerweise auf der Haut, ohne Beschwerden zu verursachen. Gerät das Gleichgewicht der Hautflora jedoch aus der Balance, können sie sich übermäßig vermehren und eine Infektion auslösen. Besonders häufig tritt die Candidose in Hautfalten, am Nagelwall, im Genitalbereich oder unter der Brust auf. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, kann aber wiederkehren, wenn die Ursachen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind lokal begrenzt. Typische Symptome sind:
- gerötete, nässende oder schuppende Hautstellen
- Juckreiz oder Brennen
- weißliche Beläge oder Pusteln
- Risse oder Schmerzen in Hautfalten
- unangenehmer Geruch bei stärkerem Befall
Die Symptome können je nach Körperregion variieren. Bei Nagelbefall kommt es zu Verdickungen, Verfärbungen und brüchigen Nägeln. Im Genitalbereich kann die Infektion mit Ausfluss und Schmerzen einhergehen. Bei gesunden Menschen heilt die Candidose meist unkompliziert ab. Bei Begleiterkrankungen wie Immunschwäche oder Diabetes kann sie jedoch hartnäckig sein.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten und tieferes Gewebe betreffen. In seltenen Fällen kommt es zu einer systemischen Ausbreitung, etwa bei stark geschwächtem Immunsystem. Wiederkehrende Candidosen können die Hautbarriere schwächen und zu bakteriellen Zusatzinfektionen führen. Auch psychische Belastungen durch Juckreiz oder sichtbare Hautveränderungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Vermehrung von Candida wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen Feuchtigkeit und Wärme, etwa durch enge Kleidung oder mangelnde Belüftungsn, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes oder eine Antibiotikatherapie, die das Gleichgewicht der Hautflora stört. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft, Übergewicht mit ausgeprägten Hautfalten, eine mangelnde Hygiene oder aggressive Pflegeprodukte erhöhen das Risiko. Zudem beeinflussen Stress und Ernährung das Hautmilieu und steigern die Wahrscheinlichkeit für Pilzerkrankungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Candidose mit antimykotischen Salben oder Cremes behandeln. Bei ausgedehntem Befall kommen auch Tabletten zum Einsatz. Wichtige Wirkstoffgruppen sind Azole und Polyene.
Das kann man selbst tun: Gute Hautpflege, das Trockenhalten gefährdeter Stellen und luftdurchlässige Kleidung beugen vor. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sich ausbreiten oder wiederkehren, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung stößt hier an ihre Grenzen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hautwolf
Was ist das? - Definition Hautwolf (Intertrigo) ist eine entzündliche Hauterkrankung, die in Körperfalten entsteht, wo Haut auf Haut liegt und sich durch Feuchtigkeit, Wärme und Reibung wundreibt. Die Haut rötet sich, brennt oder juckt und kann nässen. In dem feucht-warmen Milieu können sich zusätzlich Hefepilze wie Candida oder Bakterien vermehren und die Entzündung verstärken.
Krankheitsbild
Der Begriff Hautwolf ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die medizinische Hauterkrankung Intertrigo. Intertrigo ist eine Entzündung der Haut, die besonders in Körperfalten entsteht, also an Stellen, an denen Haut auf Haut liegt und sich reibt. Häufig betroffen sind zum Beispiel die Hautfalten in der Leiste, unter den Brüsten, zwischen den Oberschenkeln oder in den Achselhöhlen. Ursache ist eine Kombination aus Feuchtigkeit, eingeschlossener Wärme und mechanischer Reibung, die dazu führt, dass die oberste Hautschicht aufweicht und gereizt wird. Dadurch verliert die Haut ihre Schutzfunktion und wird empfindlich. Häufig entstehen zusätzlich Infektionen durch Hefepilze wie Candida oder auch Bakterien, da sich in dem feucht-warmen Milieu Keime leichter vermehren können.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn zeigt sich ein Hautwolf meist als rote, entzündete Hautstelle. Die betroffenen Bereiche sind gereizt, können jucken oder brennen. Im weiteren Verlauf kann die Haut nässen oder sich schuppen. Bei einer zusätzlichen Infektion mit Pilzen oder Bakterien können sich Schmierstellen oder ein unangenehmer Geruch entwickeln. Bei chronischem oder länger bestehendem Verlauf kann die Haut verdicken und grob werden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich Intertrigo verschlimmern oder ausbreiten. Besonders häufig kommt es zu einer Superinfektion, also einer zusätzlichen Besiedelung durch Pilze wie Candida oder durch Bakterien, die die Entzündung verstärken. In schwereren Fällen entstehen tiefe Hautrisse oder Schmerzen, sodass alltägliche Bewegungen unangenehm werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Intertrigo entsteht dort, wo Hautflächen aneinander liegen und sich bewegen, zusammen mit Feuchtigkeit und Wärme - zum Beispiel durch Schwitzen. Faktoren, die ein solches feucht-warmes Hautklima begünstigen, erhöhen das Risiko erheblich. Wichtige Risikofaktoren sind Übergewicht, starkes Schwitzen, schlecht belüftete Hautareale, enge Kleidung, Diabetes mellitus, eine geschwächte Immunabwehr, Inkontinenz, Bettlägerigkeit oder auch mangelnde Hautpflege.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt kann feststellen, ob eine Superinfektion mit Hefepilzen oder Bakterien besteht. In diesem Fall können antimykotisch (pilz-bekämpfenden) oder antibakteriell wirksame Salben den Heilungsprozess fördern.
Das kann man selbst tun: Damit sich ein Hautwolf nicht ausbreitet oder wieder auftaucht, ist es wichtig, die betroffenen Hautpartien trocken und sauber zu halten. Das kann helfen:
- Hautfalten regelmäßig mit milden Seifen reinigen und danach sorgfältig trocknen.
- Locker sitzende, atmungsaktive Kleidung aus natürlichen Stoffen tragen.
- Bei stärkerem Schwitzen trockenhaltende Puder oder Antitranspirantien nutzen.
- Luft an die Haut lassen - z. B. durch häufiges Offenhalten der betroffenen Stellen.
- Schutzcremes können zusätzlich den Kontakt der Hautflächen mindern.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01951016
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 50 g
- Marke:
- CANDIO
- Hersteller:
- ALMIRALL HERMAL GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Rötung der Haut, Juckreiz und Brennen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
In schweren Fällen kann das Arzneimittel auch häufiger angewendet werden.
Anwendungsgebiete
- Pilzinfektionen mit Hefepilzen (Candida), wie:
- Pilzinfektionen der Haut
- Pilzinfektionen in den Körperfalten
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-3 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, Zellbestandteile treten aus und die Zelle kann sich auflösen. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Amphotericin B, Nystatin)!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger Pilzarten, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Pilzbefall der Haut mit Hefepilzen (Candidosen)
Was ist das? - Definition Candidosen sind Hautinfektionen durch Hefepilze der Gattung Candida. Diese Pilze gehören zur natürlichen Hautflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Entzündungen verursachen. Besonders betroffen sind feuchtwarme Körperregionen wie Hautfalten, der Genitalbereich oder der Nagelwall. Bei letzterem handelt es sich um das Gewebe, das den Nagel u-förmig umfasst. Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber bei geschwächtem Immunsystem problematisch werden.
Krankheitsbild
Candidosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst werden. Diese Pilze leben normalerweise auf der Haut, ohne Beschwerden zu verursachen. Gerät das Gleichgewicht der Hautflora jedoch aus der Balance, können sie sich übermäßig vermehren und eine Infektion auslösen. Besonders häufig tritt die Candidose in Hautfalten, am Nagelwall, im Genitalbereich oder unter der Brust auf. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, kann aber wiederkehren, wenn die Ursachen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind lokal begrenzt. Typische Symptome sind:
- gerötete, nässende oder schuppende Hautstellen
- Juckreiz oder Brennen
- weißliche Beläge oder Pusteln
- Risse oder Schmerzen in Hautfalten
- unangenehmer Geruch bei stärkerem Befall
Die Symptome können je nach Körperregion variieren. Bei Nagelbefall kommt es zu Verdickungen, Verfärbungen und brüchigen Nägeln. Im Genitalbereich kann die Infektion mit Ausfluss und Schmerzen einhergehen. Bei gesunden Menschen heilt die Candidose meist unkompliziert ab. Bei Begleiterkrankungen wie Immunschwäche oder Diabetes kann sie jedoch hartnäckig sein.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten und tieferes Gewebe betreffen. In seltenen Fällen kommt es zu einer systemischen Ausbreitung, etwa bei stark geschwächtem Immunsystem. Wiederkehrende Candidosen können die Hautbarriere schwächen und zu bakteriellen Zusatzinfektionen führen. Auch psychische Belastungen durch Juckreiz oder sichtbare Hautveränderungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Vermehrung von Candida wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen Feuchtigkeit und Wärme, etwa durch enge Kleidung oder mangelnde Belüftungsn, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes oder eine Antibiotikatherapie, die das Gleichgewicht der Hautflora stört. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft, Übergewicht mit ausgeprägten Hautfalten, eine mangelnde Hygiene oder aggressive Pflegeprodukte erhöhen das Risiko. Zudem beeinflussen Stress und Ernährung das Hautmilieu und steigern die Wahrscheinlichkeit für Pilzerkrankungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Candidose mit antimykotischen Salben oder Cremes behandeln. Bei ausgedehntem Befall kommen auch Tabletten zum Einsatz. Wichtige Wirkstoffgruppen sind Azole und Polyene.
Das kann man selbst tun: Gute Hautpflege, das Trockenhalten gefährdeter Stellen und luftdurchlässige Kleidung beugen vor. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sich ausbreiten oder wiederkehren, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung stößt hier an ihre Grenzen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hautwolf
Was ist das? - Definition Hautwolf (Intertrigo) ist eine entzündliche Hauterkrankung, die in Körperfalten entsteht, wo Haut auf Haut liegt und sich durch Feuchtigkeit, Wärme und Reibung wundreibt. Die Haut rötet sich, brennt oder juckt und kann nässen. In dem feucht-warmen Milieu können sich zusätzlich Hefepilze wie Candida oder Bakterien vermehren und die Entzündung verstärken.
Krankheitsbild
Der Begriff Hautwolf ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die medizinische Hauterkrankung Intertrigo. Intertrigo ist eine Entzündung der Haut, die besonders in Körperfalten entsteht, also an Stellen, an denen Haut auf Haut liegt und sich reibt. Häufig betroffen sind zum Beispiel die Hautfalten in der Leiste, unter den Brüsten, zwischen den Oberschenkeln oder in den Achselhöhlen. Ursache ist eine Kombination aus Feuchtigkeit, eingeschlossener Wärme und mechanischer Reibung, die dazu führt, dass die oberste Hautschicht aufweicht und gereizt wird. Dadurch verliert die Haut ihre Schutzfunktion und wird empfindlich. Häufig entstehen zusätzlich Infektionen durch Hefepilze wie Candida oder auch Bakterien, da sich in dem feucht-warmen Milieu Keime leichter vermehren können.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn zeigt sich ein Hautwolf meist als rote, entzündete Hautstelle. Die betroffenen Bereiche sind gereizt, können jucken oder brennen. Im weiteren Verlauf kann die Haut nässen oder sich schuppen. Bei einer zusätzlichen Infektion mit Pilzen oder Bakterien können sich Schmierstellen oder ein unangenehmer Geruch entwickeln. Bei chronischem oder länger bestehendem Verlauf kann die Haut verdicken und grob werden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich Intertrigo verschlimmern oder ausbreiten. Besonders häufig kommt es zu einer Superinfektion, also einer zusätzlichen Besiedelung durch Pilze wie Candida oder durch Bakterien, die die Entzündung verstärken. In schwereren Fällen entstehen tiefe Hautrisse oder Schmerzen, sodass alltägliche Bewegungen unangenehm werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Intertrigo entsteht dort, wo Hautflächen aneinander liegen und sich bewegen, zusammen mit Feuchtigkeit und Wärme - zum Beispiel durch Schwitzen. Faktoren, die ein solches feucht-warmes Hautklima begünstigen, erhöhen das Risiko erheblich. Wichtige Risikofaktoren sind Übergewicht, starkes Schwitzen, schlecht belüftete Hautareale, enge Kleidung, Diabetes mellitus, eine geschwächte Immunabwehr, Inkontinenz, Bettlägerigkeit oder auch mangelnde Hautpflege.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt kann feststellen, ob eine Superinfektion mit Hefepilzen oder Bakterien besteht. In diesem Fall können antimykotisch (pilz-bekämpfenden) oder antibakteriell wirksame Salben den Heilungsprozess fördern.
Das kann man selbst tun: Damit sich ein Hautwolf nicht ausbreitet oder wieder auftaucht, ist es wichtig, die betroffenen Hautpartien trocken und sauber zu halten. Das kann helfen:
- Hautfalten regelmäßig mit milden Seifen reinigen und danach sorgfältig trocknen.
- Locker sitzende, atmungsaktive Kleidung aus natürlichen Stoffen tragen.
- Bei stärkerem Schwitzen trockenhaltende Puder oder Antitranspirantien nutzen.
- Luft an die Haut lassen - z. B. durch häufiges Offenhalten der betroffenen Stellen.
- Schutzcremes können zusätzlich den Kontakt der Hautflächen mindern.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.