CEFIXIM Viatris 400 mg Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19553730
- Darreichungsform:
- Filmtabletten
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- CEFIXIM
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Akute Mittelohrentzündung
Was ist das? - Definition Die akute Mittelohrentzündung ist eine plötzlich auftretende Entzündung des Mittelohrs, meist ausgelöst durch Viren oder Bakterien. Sie betrifft vor allem Kinder und äußert sich durch starke Ohrenschmerzen, Druckgefühl und Fieber. Die Erkrankung heilt oft innerhalb weniger Tage folgenlos aus.
Krankheitsbild
Das Mittelohr liegt zwischen Trommelfell und Innenohr und enthält kleine Knochen, die Schall weiterleiten. Bei einer akuten Entzündung sammelt sich dort infizierte Flüssigkeit, was zu Schmerzen und Hörproblemen führt. Die Erreger gelangen meist über die Ohrtrompete aus dem Nasen-Rachen-Raum ins Mittelohr. Die Ohrtrompete, auch Eustachische Röhre genannt, verbindet diese beiden Teile. Besonders häufig betroffen sind Kinder, da ihre Ohrtrompete kürzer und weiter ist.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Plötzliche, starke Ohrenschmerzen
- Druckgefühl im Ohr
- Hörminderung
- Fieber
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Unruhe und Weinen bei Kindern
- Manchmal Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe)
Die Symptome treten meist einseitig auf und beginnen plötzlich. In der Regel klingt die Entzündung innerhalb von zwei bis sieben Tagen ab.
Folgen/Komplikationen
In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf benachbarte Knochen (Mastoiditis) oder das Innenohr ausbreiten. Dies kann zu Hörverlust oder sogar einer Gehirnhautentzündung führen. Wiederholte oder langanhaltende Entzündungen können chronisch werden und dauerhafte Hörschäden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigen Auslösern zählen Erkältungsviren und Bakterien wie Streptokokken oder Pneumokokken. Weitere Risikofaktoren sind:
- Passivrauchen
- Vergrößerte Rachenmandeln
- Allergien
- Immunschwäche
- Häufige Schnuller-Nutzung bei Babys
Auch Verletzungen des Trommelfells oder eine schlechte Belüftung des Mittelohrs können eine Entzündung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Er untersucht das Ohr mit einem Otoskop, mit dem er den äußeren Gehörgang betrachten kann. Dann entscheidet er über die Behandlung. Bei bakteriellen Ursachen können Antibiotika helfen. Schmerzmittel wie Ibuprofen lindern Beschwerden. Nasentropfen können die Belüftung verbessern.
Was man selbst tun kann:
Ein bekanntes Hausmittel sind Zwiebelsäckchen. Zudem hilft ausreichend Ruhe, viel Flüssigkeit und Schutz vor Wasser im Ohr. Die Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber über 48 Stunden oder Ausfluss auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ohrenschmerzen
Was ist das? - Definition Ohrenschmerzen sind ein häufiges Symptom, das durch Entzündungen, Infektionen oder andere Reizungen im Bereich des Ohres verursacht wird. Sie können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln und betreffen Menschen jeden Alters. Die Schmerzen können stechend, dumpf oder pochend sein und verschiedene Ursachen haben, darunter Erkältungen, Druckveränderungen oder Verletzungen. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Krankheitsbild
Ohrenschmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Sie können im äußeren Gehörgang, im Mittelohr oder seltener im Innenohr auftreten. Häufig verursachen Entzündungen die Beschwerden, etwa Bakterien oder Viren. Auch mechanische Reize wie ein Ohrenschmalzpfropf oder Fremdkörper können Schmerzen auslösen. Die Beschwerden reichen von leichtem Druckgefühl bis zu starken, stechenden Schmerzen. Besonders Kinder sind oft betroffen, meist durch eine Mittelohrentzündung.
Symptome/Verlauf
Die Schmerzen können einseitig oder beidseitig auftreten und sich als stechend, dumpf, ziehend oder pochend äußern. Oft treten sie im Zusammenhang mit Erkältungen auf. Weitere Symptome sind Hörminderung, Fieber, Schwindel, Druckgefühl im Ohr und manchmal Ausfluss. Bei Kindern kommen oft Unruhe, Weinen und Schlafstörungen hinzu. Ohrenschmerzen können plötzlich beginnen oder sich über Tage entwickeln. In manchen Fällen klingen sie von selbst ab, in anderen ist eine Behandlung nötig.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Ohrenschmerzen können zu ernsthaften Komplikationen führen. Dazu zählen Trommelfellverletzungen, Hörverlust, chronische Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Strukturen wie das Innenohr. In seltenen Fällen tritt sogar eine Gesichtsnervenlähmung auf, etwa bei Herpesinfektionen im Ohr.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind
- bakterielle oder virale Infektionen (z.?B. Erkältung, Grippe)
- Mittelohrentzündung
- Gehörgangsentzündung (Otitis externa)
- Druckveränderungen (Flugreisen, Tauchen)
- Fremdkörper im Ohr
- Ohrenschmalzpfropf
- Verletzungen durch Wattestäbchen oder Lärm
- Zahnprobleme oder Kieferfehlstellungen
- Mandelentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung
- Herpesinfektionen im Ohr
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gegen die Beschwerden helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol, abschwellende Nasensprays und bei bakteriellen Infektionen Antibiotika. Spezielle Ohrentropfen können lokal entzündungshemmend wirken. Bei Fremdkörpern oder Trommelfellverletzungen ist eine ärztliche Entfernung oder Behandlung notwendig.
Was man selbst tun kann: Wärme (zum Beispiel Kirschkernkissen), Zwiebelsäckchen, Inhalationen und Ruhe lindern die Beschwerden. Auf Wattestäbchen generell verzichtet. Bei starken Schmerzen, Fieber über 38,5 Grad, Hörverlust, Ausfluss oder länger als zwei Tage anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tubenmittelohrkatarrh
Was ist das? - Definition Ein Tubenmittelohrkatarrh ist eine Funktionsstörung der Ohrtrompete, die das Mittelohr mit dem Nasenrachenraum verbindet. Ist die dortige Schleimhaut entzündet oder geschwollen, funktioniert der Druckausgleich nicht mehr richtig. Es entsteht ein Unterdruck im Mittelohr, der zu Hörproblemen und Flüssigkeitsansammlungen führen kann. Besonders betroffen sind Kinder, aber auch Erwachsene können erkranken.
Krankheitsbild
Der Bereich der Ohrtrompete (Tuba auditiva) sorgt für den Druckausgleich zwischen Mittelohr und Außenluft. Bei einem Tubenmittelohrkatarrh ist dieser Mechanismus gestört. In der Folge kann sich Flüssigkeit im Mittelohr ansammeln. Man unterscheidet akute und chronische Formen. Die Erkrankung tritt häufig im Zusammenhang mit Erkältungen oder Nasenproblemen auf und kann auch durch Druckveränderungen, etwa beim Fliegen, ausgelöst werden.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Druckgefühl oder Völlegefühl im Ohr
- Gedämpftes Hören oder Schwerhörigkeit
- Rauschen oder Pulsieren im Ohr
- Schwindelgefühle
Die Symptome treten meist plötzlich auf und können einige Tage bis Wochen anhalten. Bei chronischem Verlauf bleibt die Hörminderung bestehen, das Trommelfell kann sich verändern und es kommt zu zähem Sekret im Mittelohr. Ohne Behandlung drohen dauerhafte Schäden.
Folgen/Komplikationen
Bleibt ein Tubenmittelohrkatarrh unbehandelt, kann sich ein sogenannter Paukenerguss bilden. Das Sekret im Mittelohr wird zäh, das Trommelfell kann verkalken und die Gehörknöchelchen versteifen. Es drohen Verwachsungen und im schlimmsten Fall ein Cholesteatom, eine chronische Mittelohrentzündung mit Gewebewucherung. Diese Komplikationen können das Hörvermögen dauerhaft beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Auslöser sind Erkältungen, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen, vergrößerte Rachenmandeln, Allergien oder anatomische Besonderheiten wie eine Nasenscheidewandverkrümmung. Auch Druckveränderungen beim Fliegen oder Tauchen können die Ohrtrompete belasten. Kinder sind besonders anfällig, da ihre Ohrtrompete kürzer und horizontaler verläuft.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er untersucht das Trommelfell und prüft die Belüftung des Mittelohrs. Abschwellende Nasentropfen, Wärmebehandlungen und Tubendurchblasung können die Beschwerden lindern. Bei Flüssigkeitsansammlung kann ein kleiner Schnitt ins Trommelfell nötig sein, um das Sekret abzusaugen. In schweren Fällen wird ein spezielles Röhrchen eingesetzt, über das das Sekret abfließt. Das kann man selbst tun: Nasenspülungen, Inhalationen und Druckausgleichsübungen wie Schlucken oder Gähnen unterstützen die Heilung. Grenzen sind erreicht bei anhaltender Hörminderung, Schmerzen oder Schwindel. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19553730
- Darreichungsform:
- Filmtabletten
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- CEFIXIM
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Akute Mittelohrentzündung
Was ist das? - Definition Die akute Mittelohrentzündung ist eine plötzlich auftretende Entzündung des Mittelohrs, meist ausgelöst durch Viren oder Bakterien. Sie betrifft vor allem Kinder und äußert sich durch starke Ohrenschmerzen, Druckgefühl und Fieber. Die Erkrankung heilt oft innerhalb weniger Tage folgenlos aus.
Krankheitsbild
Das Mittelohr liegt zwischen Trommelfell und Innenohr und enthält kleine Knochen, die Schall weiterleiten. Bei einer akuten Entzündung sammelt sich dort infizierte Flüssigkeit, was zu Schmerzen und Hörproblemen führt. Die Erreger gelangen meist über die Ohrtrompete aus dem Nasen-Rachen-Raum ins Mittelohr. Die Ohrtrompete, auch Eustachische Röhre genannt, verbindet diese beiden Teile. Besonders häufig betroffen sind Kinder, da ihre Ohrtrompete kürzer und weiter ist.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Plötzliche, starke Ohrenschmerzen
- Druckgefühl im Ohr
- Hörminderung
- Fieber
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Unruhe und Weinen bei Kindern
- Manchmal Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe)
Die Symptome treten meist einseitig auf und beginnen plötzlich. In der Regel klingt die Entzündung innerhalb von zwei bis sieben Tagen ab.
Folgen/Komplikationen
In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf benachbarte Knochen (Mastoiditis) oder das Innenohr ausbreiten. Dies kann zu Hörverlust oder sogar einer Gehirnhautentzündung führen. Wiederholte oder langanhaltende Entzündungen können chronisch werden und dauerhafte Hörschäden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigen Auslösern zählen Erkältungsviren und Bakterien wie Streptokokken oder Pneumokokken. Weitere Risikofaktoren sind:
- Passivrauchen
- Vergrößerte Rachenmandeln
- Allergien
- Immunschwäche
- Häufige Schnuller-Nutzung bei Babys
Auch Verletzungen des Trommelfells oder eine schlechte Belüftung des Mittelohrs können eine Entzündung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Er untersucht das Ohr mit einem Otoskop, mit dem er den äußeren Gehörgang betrachten kann. Dann entscheidet er über die Behandlung. Bei bakteriellen Ursachen können Antibiotika helfen. Schmerzmittel wie Ibuprofen lindern Beschwerden. Nasentropfen können die Belüftung verbessern.
Was man selbst tun kann:
Ein bekanntes Hausmittel sind Zwiebelsäckchen. Zudem hilft ausreichend Ruhe, viel Flüssigkeit und Schutz vor Wasser im Ohr. Die Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber über 48 Stunden oder Ausfluss auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ohrenschmerzen
Was ist das? - Definition Ohrenschmerzen sind ein häufiges Symptom, das durch Entzündungen, Infektionen oder andere Reizungen im Bereich des Ohres verursacht wird. Sie können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln und betreffen Menschen jeden Alters. Die Schmerzen können stechend, dumpf oder pochend sein und verschiedene Ursachen haben, darunter Erkältungen, Druckveränderungen oder Verletzungen. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Krankheitsbild
Ohrenschmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Sie können im äußeren Gehörgang, im Mittelohr oder seltener im Innenohr auftreten. Häufig verursachen Entzündungen die Beschwerden, etwa Bakterien oder Viren. Auch mechanische Reize wie ein Ohrenschmalzpfropf oder Fremdkörper können Schmerzen auslösen. Die Beschwerden reichen von leichtem Druckgefühl bis zu starken, stechenden Schmerzen. Besonders Kinder sind oft betroffen, meist durch eine Mittelohrentzündung.
Symptome/Verlauf
Die Schmerzen können einseitig oder beidseitig auftreten und sich als stechend, dumpf, ziehend oder pochend äußern. Oft treten sie im Zusammenhang mit Erkältungen auf. Weitere Symptome sind Hörminderung, Fieber, Schwindel, Druckgefühl im Ohr und manchmal Ausfluss. Bei Kindern kommen oft Unruhe, Weinen und Schlafstörungen hinzu. Ohrenschmerzen können plötzlich beginnen oder sich über Tage entwickeln. In manchen Fällen klingen sie von selbst ab, in anderen ist eine Behandlung nötig.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Ohrenschmerzen können zu ernsthaften Komplikationen führen. Dazu zählen Trommelfellverletzungen, Hörverlust, chronische Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Strukturen wie das Innenohr. In seltenen Fällen tritt sogar eine Gesichtsnervenlähmung auf, etwa bei Herpesinfektionen im Ohr.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind
- bakterielle oder virale Infektionen (z.?B. Erkältung, Grippe)
- Mittelohrentzündung
- Gehörgangsentzündung (Otitis externa)
- Druckveränderungen (Flugreisen, Tauchen)
- Fremdkörper im Ohr
- Ohrenschmalzpfropf
- Verletzungen durch Wattestäbchen oder Lärm
- Zahnprobleme oder Kieferfehlstellungen
- Mandelentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung
- Herpesinfektionen im Ohr
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gegen die Beschwerden helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol, abschwellende Nasensprays und bei bakteriellen Infektionen Antibiotika. Spezielle Ohrentropfen können lokal entzündungshemmend wirken. Bei Fremdkörpern oder Trommelfellverletzungen ist eine ärztliche Entfernung oder Behandlung notwendig.
Was man selbst tun kann: Wärme (zum Beispiel Kirschkernkissen), Zwiebelsäckchen, Inhalationen und Ruhe lindern die Beschwerden. Auf Wattestäbchen generell verzichtet. Bei starken Schmerzen, Fieber über 38,5 Grad, Hörverlust, Ausfluss oder länger als zwei Tage anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tubenmittelohrkatarrh
Was ist das? - Definition Ein Tubenmittelohrkatarrh ist eine Funktionsstörung der Ohrtrompete, die das Mittelohr mit dem Nasenrachenraum verbindet. Ist die dortige Schleimhaut entzündet oder geschwollen, funktioniert der Druckausgleich nicht mehr richtig. Es entsteht ein Unterdruck im Mittelohr, der zu Hörproblemen und Flüssigkeitsansammlungen führen kann. Besonders betroffen sind Kinder, aber auch Erwachsene können erkranken.
Krankheitsbild
Der Bereich der Ohrtrompete (Tuba auditiva) sorgt für den Druckausgleich zwischen Mittelohr und Außenluft. Bei einem Tubenmittelohrkatarrh ist dieser Mechanismus gestört. In der Folge kann sich Flüssigkeit im Mittelohr ansammeln. Man unterscheidet akute und chronische Formen. Die Erkrankung tritt häufig im Zusammenhang mit Erkältungen oder Nasenproblemen auf und kann auch durch Druckveränderungen, etwa beim Fliegen, ausgelöst werden.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Druckgefühl oder Völlegefühl im Ohr
- Gedämpftes Hören oder Schwerhörigkeit
- Rauschen oder Pulsieren im Ohr
- Schwindelgefühle
Die Symptome treten meist plötzlich auf und können einige Tage bis Wochen anhalten. Bei chronischem Verlauf bleibt die Hörminderung bestehen, das Trommelfell kann sich verändern und es kommt zu zähem Sekret im Mittelohr. Ohne Behandlung drohen dauerhafte Schäden.
Folgen/Komplikationen
Bleibt ein Tubenmittelohrkatarrh unbehandelt, kann sich ein sogenannter Paukenerguss bilden. Das Sekret im Mittelohr wird zäh, das Trommelfell kann verkalken und die Gehörknöchelchen versteifen. Es drohen Verwachsungen und im schlimmsten Fall ein Cholesteatom, eine chronische Mittelohrentzündung mit Gewebewucherung. Diese Komplikationen können das Hörvermögen dauerhaft beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Auslöser sind Erkältungen, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen, vergrößerte Rachenmandeln, Allergien oder anatomische Besonderheiten wie eine Nasenscheidewandverkrümmung. Auch Druckveränderungen beim Fliegen oder Tauchen können die Ohrtrompete belasten. Kinder sind besonders anfällig, da ihre Ohrtrompete kürzer und horizontaler verläuft.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er untersucht das Trommelfell und prüft die Belüftung des Mittelohrs. Abschwellende Nasentropfen, Wärmebehandlungen und Tubendurchblasung können die Beschwerden lindern. Bei Flüssigkeitsansammlung kann ein kleiner Schnitt ins Trommelfell nötig sein, um das Sekret abzusaugen. In schweren Fällen wird ein spezielles Röhrchen eingesetzt, über das das Sekret abfließt. Das kann man selbst tun: Nasenspülungen, Inhalationen und Druckausgleichsübungen wie Schlucken oder Gähnen unterstützen die Heilung. Grenzen sind erreicht bei anhaltender Hörminderung, Schmerzen oder Schwindel. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.