CERVARIX Inj.-Susp.i.e.Fertigspritze
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Pharmazeutische Informationen
Injektionssuspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 15745237
- Darreichungsform:
- Injektionssuspension (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Marke:
- CERVARIX
- Hersteller:
- Abacus Medicine A/S
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 9. Lebensjahr in Abhängigkeit vom Alter und Dosierungsschema.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Impfschama:
Anwendungsgebiete
- Gebärmutterhalskrebs durch Humane Papillomviren, zur Vorbeugung
- Krebsvorstufen der Scheide,des Gebärmutterhalses und im Analbereich - ausgelöst durch Humane Papillomviren, zur Vorbeugung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 9 bis 14 Jahren, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 2 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Jugendliche ab 15 Jahre und älter, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 3 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist ein Impfstoff und wird zur Vorbeugung gegen eine Infektion mit bestimmten Humanen Papillomviren (Typ 16 und 18) gegeben, die für Krebserkrankungen des Gebärmutterhals, der Scheide und des Analbereiches verantwortlich sein können. Er enthält inaktivierte Humane Papillomviren ohne krankmachende Eigenschaften. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen diese Viren aus (sog. Antikörper).
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- Hautrötung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Schmerzen am Applikationsort
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Infektionen der Atemwege
- Fieber
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen
- Fieber
- Erhöhte Blutungsneigung
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 9 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 21 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 42 × 133 × 24 mm
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wird das Arzneimittel bei Raumtemperatur aufbewahrt, darf es höchstens 3 Tage verwendet werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gebärmutterhalskrebs
Was ist das? - Definition Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Gebärmutterhalses, also des Übergangs zwischen Gebärmutter und Vagina. Er entsteht meist über einen längeren Zeitraum aus Vorstufen und wird in der Regel durch eine Infektion mit der Humanen Papillomviren (HPV) verursacht.
Krankheitsbild
Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist eine bösartige Veränderung von Zellen am Gebärmutterhals, also dem Übergang zwischen Gebärmutter und Vagina. In der Regel entwickelt sich der Tumor über einen längeren Zeitraum aus Vorstufen. Auslöser ist fast immer eine Infektion mit bestimmten "Hochrisiko"-Typen der Humanen Papillomviren (HPV). Viele Menschen kommen im Lauf ihres Lebens mit HPV in Kontakt, und die meisten Infektionen heilen jedoch von selbst aus. In Deutschland werden fast zwei Drittel der Tumore früh entdeckt.
Symptome/Verlauf
Am Anfang macht Gebärmutterhalskrebs meist keine Beschwerden, frühe sichere Anzeichen gibt es oft nicht. Wenn Symptome auftreten, sind sie nicht automatisch ein Krebszeichen, sollten aber ärztlich abgeklärt werden. Mögliche Hinweise sind zum Beispiel ungewöhnliche Blutungen (etwa nach dem Geschlechtsverkehr, außerhalb der Regel oder nach den Wechseljahren), länger anhaltende Monatsblutungen, übelriechender oder wässrig-blutiger Ausfluss, Schmerzen im Unterbauch oder Becken sowie Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang. In fortgeschritteneren Situationen können auch Beinschwellungen auftreten oder Flanken- bzw. Rückenschmerzen, wenn die Nieren gestaut sind.
Folgen/Komplikationen
Wenn sich der Krebs ausbreitet, können Tumorzellen in Lymphknoten gelangen und von da auch in andere Körperregionen streuen. Das Stadium der Krebserkrankung wird unter anderem danach beurteilt, wie groß der Tumor ist, inwieweit die Lymphknoten betroffen sind und ob es zur Bildung von Metastasen in anderen Körperregionen kam. Gebärmutterhalskrebs ist im frühen Stadium gut behandelbar. In Deutschland stirbt derzeit eine von 340 Frauen daran. Fünf Jahre nach der Diagnose leben noch etwa zwei Drittel der betroffenen Frauen.
Ursachen/Risikofaktoren
Der wichtigste Risikofaktor ist HPV: Bei etwa 85 Prozent der betroffenen Frauen liegt eine, teilweise schon lang zurückliegende, Infektion mit dem Virus vor. 90 Prozent der Infektionen heilen folgenlos aus. Zervixkarzinome werden in der Regel durch Hochrisiko- bzw. onkogene HPV-Subtypen verursacht. HPV wird vor allem durch sexuellen Kontakt übertragen. Die Infektion bleibt häufig unbemerkt, was die Rolle von Krebsvorsorgeuntersuchungen so wichtig macht. Weitere Faktoren wie Rauchen und eine geschwächte Immunabwehr können das Risiko begünstigen. Am häufigsten tritt Gebärmutterhalskrebs bei Frauen zwischen 40 und 59 Jahren auf.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei der Krebsvorsorgeuntersuchung macht der Arzt zunächst einen Zellabstrich (Pap-Test). Je nach Verdacht können weitere Untersuchungen folgen, zum Beispiel eine genaue Betrachtung des Gebärmutterhalses (Kolposkopie), eine Gewebeprobe (Biopsie) oder eine Konisation (kegelförmiges Ausschneiden von Gewebe). Die Behandlung richtet sich vor allem danach, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Häufig kommen Operation und/oder Strahlentherapie zum Einsatz, teils kombiniert mit einer Chemotherapie.
Das kann man selbst tun: Vorbeugend kann die HPV-Impfung helfen: In Deutschland empfiehlt die STIKO die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren; bis zum 18. Geburtstag kann sie nachgeholt werden. Wichtig ist darüber hinaus jedes Jahr zur Krebsvorsorge zu gehen und gegebenenfalls Warnzeichen ernst zu nehmen und sie zeitnah gynäkologisch abklären zu lassen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Injektionssuspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 15745237
- Darreichungsform:
- Injektionssuspension (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Marke:
- CERVARIX
- Hersteller:
- Abacus Medicine A/S
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 9. Lebensjahr in Abhängigkeit vom Alter und Dosierungsschema.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Impfschama:
Anwendungsgebiete
- Gebärmutterhalskrebs durch Humane Papillomviren, zur Vorbeugung
- Krebsvorstufen der Scheide,des Gebärmutterhalses und im Analbereich - ausgelöst durch Humane Papillomviren, zur Vorbeugung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 9 bis 14 Jahren, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 2 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Jugendliche ab 15 Jahre und älter, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 3 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist ein Impfstoff und wird zur Vorbeugung gegen eine Infektion mit bestimmten Humanen Papillomviren (Typ 16 und 18) gegeben, die für Krebserkrankungen des Gebärmutterhals, der Scheide und des Analbereiches verantwortlich sein können. Er enthält inaktivierte Humane Papillomviren ohne krankmachende Eigenschaften. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen diese Viren aus (sog. Antikörper).
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- Hautrötung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Schmerzen am Applikationsort
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Infektionen der Atemwege
- Fieber
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen
- Fieber
- Erhöhte Blutungsneigung
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 9 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 21 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 42 × 133 × 24 mm
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wird das Arzneimittel bei Raumtemperatur aufbewahrt, darf es höchstens 3 Tage verwendet werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gebärmutterhalskrebs
Was ist das? - Definition Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Gebärmutterhalses, also des Übergangs zwischen Gebärmutter und Vagina. Er entsteht meist über einen längeren Zeitraum aus Vorstufen und wird in der Regel durch eine Infektion mit der Humanen Papillomviren (HPV) verursacht.
Krankheitsbild
Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist eine bösartige Veränderung von Zellen am Gebärmutterhals, also dem Übergang zwischen Gebärmutter und Vagina. In der Regel entwickelt sich der Tumor über einen längeren Zeitraum aus Vorstufen. Auslöser ist fast immer eine Infektion mit bestimmten "Hochrisiko"-Typen der Humanen Papillomviren (HPV). Viele Menschen kommen im Lauf ihres Lebens mit HPV in Kontakt, und die meisten Infektionen heilen jedoch von selbst aus. In Deutschland werden fast zwei Drittel der Tumore früh entdeckt.
Symptome/Verlauf
Am Anfang macht Gebärmutterhalskrebs meist keine Beschwerden, frühe sichere Anzeichen gibt es oft nicht. Wenn Symptome auftreten, sind sie nicht automatisch ein Krebszeichen, sollten aber ärztlich abgeklärt werden. Mögliche Hinweise sind zum Beispiel ungewöhnliche Blutungen (etwa nach dem Geschlechtsverkehr, außerhalb der Regel oder nach den Wechseljahren), länger anhaltende Monatsblutungen, übelriechender oder wässrig-blutiger Ausfluss, Schmerzen im Unterbauch oder Becken sowie Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang. In fortgeschritteneren Situationen können auch Beinschwellungen auftreten oder Flanken- bzw. Rückenschmerzen, wenn die Nieren gestaut sind.
Folgen/Komplikationen
Wenn sich der Krebs ausbreitet, können Tumorzellen in Lymphknoten gelangen und von da auch in andere Körperregionen streuen. Das Stadium der Krebserkrankung wird unter anderem danach beurteilt, wie groß der Tumor ist, inwieweit die Lymphknoten betroffen sind und ob es zur Bildung von Metastasen in anderen Körperregionen kam. Gebärmutterhalskrebs ist im frühen Stadium gut behandelbar. In Deutschland stirbt derzeit eine von 340 Frauen daran. Fünf Jahre nach der Diagnose leben noch etwa zwei Drittel der betroffenen Frauen.
Ursachen/Risikofaktoren
Der wichtigste Risikofaktor ist HPV: Bei etwa 85 Prozent der betroffenen Frauen liegt eine, teilweise schon lang zurückliegende, Infektion mit dem Virus vor. 90 Prozent der Infektionen heilen folgenlos aus. Zervixkarzinome werden in der Regel durch Hochrisiko- bzw. onkogene HPV-Subtypen verursacht. HPV wird vor allem durch sexuellen Kontakt übertragen. Die Infektion bleibt häufig unbemerkt, was die Rolle von Krebsvorsorgeuntersuchungen so wichtig macht. Weitere Faktoren wie Rauchen und eine geschwächte Immunabwehr können das Risiko begünstigen. Am häufigsten tritt Gebärmutterhalskrebs bei Frauen zwischen 40 und 59 Jahren auf.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei der Krebsvorsorgeuntersuchung macht der Arzt zunächst einen Zellabstrich (Pap-Test). Je nach Verdacht können weitere Untersuchungen folgen, zum Beispiel eine genaue Betrachtung des Gebärmutterhalses (Kolposkopie), eine Gewebeprobe (Biopsie) oder eine Konisation (kegelförmiges Ausschneiden von Gewebe). Die Behandlung richtet sich vor allem danach, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Häufig kommen Operation und/oder Strahlentherapie zum Einsatz, teils kombiniert mit einer Chemotherapie.
Das kann man selbst tun: Vorbeugend kann die HPV-Impfung helfen: In Deutschland empfiehlt die STIKO die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren; bis zum 18. Geburtstag kann sie nachgeholt werden. Wichtig ist darüber hinaus jedes Jahr zur Krebsvorsorge zu gehen und gegebenenfalls Warnzeichen ernst zu nehmen und sie zeitnah gynäkologisch abklären zu lassen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.