CHAMPIX 0,5 mg/1 mg Filmtabl.Starterpack.4 Wochen
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20131997
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 53 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 0,5 mg
- Marke:
- CHAMPIX
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 12 Wochen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Behandlungsbeginn, weiße Tablette (Tag 1 bis Tag 3 der Therapie):
Folgebehandlung, weiße Tablette (Tag 4 bis 7 der Therapie):
Folgebehandlung, hellblaue Tablette (ab Tag 8 der Therapie):
Das Arzneimittel ist vor allem für den Behandlungsbeginn geeignet.
Die Behandlung soll 1-2 Wochen vor dem Stichtag beginnen, an dem Sie mit dem Rauchen aufhören wollen.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Raucherentwöhnung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: täglich zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff behindert die Wirkung von Nikotin im Körper. Dadurch verliert das durch die Zigarette zugeführte Nikotin seine anregende Wirkung und das Verlangen nach weiteren Zigaretten soll nach und nach verschwinden. Gleichzeitig mindert der Wirkstoff die Entzugssymptomatik.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Nasen-Rachen-Entzündung
- Ungewöhnliche Träume
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Bronchitis
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Gewichtszunahme
- Appetitlosigkeit
- Appetitsteigerung
- Schläfrigkeit
- Schwindelgefühl
- Geschmacksstörungen
- Anfälle von Atemnot
- Husten
- Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre durch Medikamente
- Erbrechen
- Verstopfung
- Durchfälle
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Zahnschmerz
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Entweichen von Darmgasen
- Mundtrockenheit
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Rückenschmerzen durch Medikamente
- Brustkorbschmerzen
- Müdigkeit
- Abweichende Leberfunktionswerte
- Pilzinfektionen
- Virusinfektionen
- Krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
- Selbstmordverhalten
- Aggression
- Panikattacken
- Ungewöhnliches Denken
- Unruhe
- Stimmungsschwankungen
- Depressionen
- Angst
- Sinnestäuschung (Halluzination)
- Gesteigertes sexuelles Verlangen
- Vermindertes sexuelles Verlangen
- Krampfanfälle
- Zittern
- Schläfrigkeit mit erhöhter Reizschwelle
- Verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Bindehautentzündung
- Augenschmerzen
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Herzinfarkt durch Medikamente
- Anfallsartige Schmerzen in der Herzgegend durch Medikamente (arzneimittelinduzierte Angina pectoris)
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Herzklopfen
- Erhöhter Puls
- Blutdruckanstieg
- Hitzewallung
- Entzündung der oberen Atemwege
- Heiserkeit
- Allergischer Schnupfen (arzneimittelinduziert)
- Rachenreizung
- Verstopfte Nasennebenhöhlen
- Beschwerden durch abfließenden Schleim aus dem Nasen-Rachen-Raum (Hustensyndrom der oberen Atemwege)
- Laufende Nase
- Blut im Stuhl
- Magenschleimhautentzündung
- Änderung der Darmentleerungsgewohnheiten
- Aufstoßen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Schmerzendes Zahnfleisch
- Hautrötung
- Akne
- Schwitzen
- Nachtschweiß
- Muskelkrampf
- Skelettmuskulatur betreffende Brustschmerzen
- Verstärkter Harndrang
- Nächtliches Wasserlassen
- Verlängerte Regelblutungsdauer (Menorrhagie)
- Beschwerden im Brustkorb
- Grippeartige Erkrankung
- Fieber
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Unwohlsein
Beim Arzneimittel werden zahlreiche Nebenwirkungen angegeben. Dabei ist zu beachten:
- Grundsätzlich können unter der Behandlung mit diesem Arzneimittel ähnliche Nebenwirkungen auftreten wie beim Rauchen.
- Beschwerden, die auftreten, können auch durch den Entzug bedingt sein.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Psychische Erkrankungen - (Fragen Sie Ihren Arzt, ob bei Ihnen deshalb evtl. das Risiko einer Verschlechterung oder einer erneut auftretenden Krise bestehen könnte.)
- Epilepsie
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Die Rauchentwöhnung sollte begleitet sein von Maßnahmen, die die Motivation unterstützen.Die Rauchentwöhnung sollte begleitet sein von Maßnahmen, die die Motivation unterstützen.
Raucherentwöhnung
Was ist das? - Definition Raucherentwöhnung bezeichnet den bewussten Prozess, das Rauchen dauerhaft aufzugeben. Dabei werden körperliche und psychische Abhängigkeit überwunden. Mit geeigneten Methoden ist der Ausstieg gut möglich, auch wenn der Weg individuell unterschiedlich verläuft.
Krankheitsbild
Rauchen führt zu einer Abhängigkeit von Nikotin, das sowohl körperliche als auch psychische Faktoren umfasst. Bei der Entwöhnung reagiert der Körper auf das fehlende Nikotin mit Entzugssymptomen, bei der Gewohnheiten und erlernte Verhaltensmuster eine starke Rolle spielen. Die Umstellung betrifft Atmung, Kreislauf und Stoffwechsel und kann von emotionalen Belastungen begleitet sein. Viele erleben die ersten Tage als besonders herausfordernd, doch der Körper beginnt bereits früh mit der Regeneration.
Symptome/Verlauf
Typische Entzugssymptome können kurz nach dem Rauchstopp auftreten und nach einigen Tagen wieder abklingen. Dazu gehören innere Unruhe oder Schlafprobleme. Im Verlauf stabilisiert sich das Befinden, allerdings schwankt die Motivation auf das Rauchen zu verzichten oft. Häufige Beschwerden sind:
- Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten
- Vermehrter Appetit und leichtes Gewichtszunehmen
- Husten durch die beginnende Reinigung der Atemwege
Der Verlauf ist individuell, doch viele erleben innerhalb weniger Wochen eine deutliche Verbesserung ihrer körperlichen Belastbarkeit und ihres allgemeinen Wohlbefindens.
Folgen/Komplikationen
Der Rauchstopp führt langfristig zu einer deutlichen Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauf-Probleme, Atemwegserkrankungen und verschiedene Tumorarten. Kurzfristig können jedoch Entzugssymptome belastend sein. Manche Betroffene entwickeln starke Stimmungsschwankungen oder erleben Rückfälle, die zusätzliche Unterstützung notwendig machen. Ohne Begleitung kann die Entwöhnung schwieriger werden, besonders bei ausgeprägter Abhängigkeit.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Abhängigkeit entsteht durch die Wirkung von Nikotin auf das Belohnungssystem. Risikofaktoren sind Stress, soziale Gewohnheiten und langjähriger Konsum. Auch emotionale Belastungen können den Ausstieg erschweren. Menschen, die sehr früh begonnen haben oder viel rauchen, entwickeln häufiger eine starke körperliche Bindung und erleben intensivere Entzugssymptome.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann unterstützende Mittel wie Nikotinersatzprodukte empfehlen und Beratungsangebote vermitteln.
Das kann man selbst tun: Das Erkennen eigener Auslöser, regelmäßige Bewegung und feste Rauchstopproutinen erleichtern das Aufhören. Grenzen bestehen, wenn starke Entzugssymptome auftreten, Rückfälle häufig sind oder psychische Belastungen überfordern. Dann ist professionelle Unterstützung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nikotinabhängigkeit
Was ist das? - Definition Nikotinabhängigkeit ist eine körperliche und psychische Abhängigkeit von Nikotin. Sie zeigt sich durch starkes Verlangen, Kontrollverlust und Entzugssymptome, wenn kein Nikotin zugeführt wird. Die Sucht entsteht meist durch regelmäßigen Konsum von Tabakprodukten und kann langfristig die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Nikotinabhängigkeit entwickelt sich schleichend. Der Körper gewöhnt sich an die regelmäßige Zufuhr von Nikotin und verlangt zunehmend danach. Gleichzeitig verankern sich Gewohnheiten im Alltag, die das Rauchverhalten im mehr verankern. Viele Betroffene erleben eine Mischung aus körperlicher Abhängigkeit und psychischer Bindung an bestimmte Situationen oder Gefühle.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starkes Verlangen und Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren. Bei Abstinenz treten Entzugssymptome auf. Dazu gehören Reizbarkeit, Unruhe, Schlafprobleme und gesteigerter Appetit. Der Verlauf ist oft chronisch, da die psychische Komponente lange bestehen bleibt. Häufige Merkmale sind:
- starkes Verlangen nach Nikotin
- zunehmende Toleranzentwicklung
- Entzugssymptome bei Verzicht
- fortgesetzter Konsum trotz negativer Folgen
Folgen/Komplikationen
Langfristig erhöht Nikotinabhängigkeit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungenerkrankungen und verschiedene Krebsarten. Auch die Leistungsfähigkeit sinkt in vielen Fällen. Psychisch kann die Abhängigkeit zu Stress und sozialem Rückzug führen. Viele Betroffene erleben wiederholte Rückfälle, was zusätzlichen Druck erzeugt.
Ursachen/Risikofaktoren
Nikotin wirkt stark suchterzeugend. Es beeinflusst das Belohnungssystem im Gehirn und führt zu einer schnellen Gewöhnung. Risikofaktoren sind frühes Einstiegsalter, Stress, familiäre Vorbilder und soziale Gewohnheiten. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Je häufiger und regelmäßiger konsumiert wird, desto höher ist das Risiko einer Abhängigkeit.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Beratung anbieten und gegebenenfalls Nikotinersatz oder bestimmte Wirkstoffgruppen zur Linderung des Verlangens verordnen.
Das kann man selbst tun: Nach Möglichkeit Auslöser des Konsums meiden und Unterstützung im Umfeld suchen. Grenzen bestehen, wenn Entzugssymptome stark sind oder Rückfälle häufig auftreten. Dann sollte unbedingt professionelle Hilfe genutzt werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20131997
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 53 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 0,5 mg
- Marke:
- CHAMPIX
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 12 Wochen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Behandlungsbeginn, weiße Tablette (Tag 1 bis Tag 3 der Therapie):
Folgebehandlung, weiße Tablette (Tag 4 bis 7 der Therapie):
Folgebehandlung, hellblaue Tablette (ab Tag 8 der Therapie):
Das Arzneimittel ist vor allem für den Behandlungsbeginn geeignet.
Die Behandlung soll 1-2 Wochen vor dem Stichtag beginnen, an dem Sie mit dem Rauchen aufhören wollen.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Raucherentwöhnung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: täglich zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff behindert die Wirkung von Nikotin im Körper. Dadurch verliert das durch die Zigarette zugeführte Nikotin seine anregende Wirkung und das Verlangen nach weiteren Zigaretten soll nach und nach verschwinden. Gleichzeitig mindert der Wirkstoff die Entzugssymptomatik.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Nasen-Rachen-Entzündung
- Ungewöhnliche Träume
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Bronchitis
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Gewichtszunahme
- Appetitlosigkeit
- Appetitsteigerung
- Schläfrigkeit
- Schwindelgefühl
- Geschmacksstörungen
- Anfälle von Atemnot
- Husten
- Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre durch Medikamente
- Erbrechen
- Verstopfung
- Durchfälle
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Zahnschmerz
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Entweichen von Darmgasen
- Mundtrockenheit
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Rückenschmerzen durch Medikamente
- Brustkorbschmerzen
- Müdigkeit
- Abweichende Leberfunktionswerte
- Pilzinfektionen
- Virusinfektionen
- Krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
- Selbstmordverhalten
- Aggression
- Panikattacken
- Ungewöhnliches Denken
- Unruhe
- Stimmungsschwankungen
- Depressionen
- Angst
- Sinnestäuschung (Halluzination)
- Gesteigertes sexuelles Verlangen
- Vermindertes sexuelles Verlangen
- Krampfanfälle
- Zittern
- Schläfrigkeit mit erhöhter Reizschwelle
- Verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Bindehautentzündung
- Augenschmerzen
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Herzinfarkt durch Medikamente
- Anfallsartige Schmerzen in der Herzgegend durch Medikamente (arzneimittelinduzierte Angina pectoris)
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Herzklopfen
- Erhöhter Puls
- Blutdruckanstieg
- Hitzewallung
- Entzündung der oberen Atemwege
- Heiserkeit
- Allergischer Schnupfen (arzneimittelinduziert)
- Rachenreizung
- Verstopfte Nasennebenhöhlen
- Beschwerden durch abfließenden Schleim aus dem Nasen-Rachen-Raum (Hustensyndrom der oberen Atemwege)
- Laufende Nase
- Blut im Stuhl
- Magenschleimhautentzündung
- Änderung der Darmentleerungsgewohnheiten
- Aufstoßen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Schmerzendes Zahnfleisch
- Hautrötung
- Akne
- Schwitzen
- Nachtschweiß
- Muskelkrampf
- Skelettmuskulatur betreffende Brustschmerzen
- Verstärkter Harndrang
- Nächtliches Wasserlassen
- Verlängerte Regelblutungsdauer (Menorrhagie)
- Beschwerden im Brustkorb
- Grippeartige Erkrankung
- Fieber
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Unwohlsein
Beim Arzneimittel werden zahlreiche Nebenwirkungen angegeben. Dabei ist zu beachten:
- Grundsätzlich können unter der Behandlung mit diesem Arzneimittel ähnliche Nebenwirkungen auftreten wie beim Rauchen.
- Beschwerden, die auftreten, können auch durch den Entzug bedingt sein.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Psychische Erkrankungen - (Fragen Sie Ihren Arzt, ob bei Ihnen deshalb evtl. das Risiko einer Verschlechterung oder einer erneut auftretenden Krise bestehen könnte.)
- Epilepsie
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Die Rauchentwöhnung sollte begleitet sein von Maßnahmen, die die Motivation unterstützen.Die Rauchentwöhnung sollte begleitet sein von Maßnahmen, die die Motivation unterstützen.
Raucherentwöhnung
Was ist das? - Definition Raucherentwöhnung bezeichnet den bewussten Prozess, das Rauchen dauerhaft aufzugeben. Dabei werden körperliche und psychische Abhängigkeit überwunden. Mit geeigneten Methoden ist der Ausstieg gut möglich, auch wenn der Weg individuell unterschiedlich verläuft.
Krankheitsbild
Rauchen führt zu einer Abhängigkeit von Nikotin, das sowohl körperliche als auch psychische Faktoren umfasst. Bei der Entwöhnung reagiert der Körper auf das fehlende Nikotin mit Entzugssymptomen, bei der Gewohnheiten und erlernte Verhaltensmuster eine starke Rolle spielen. Die Umstellung betrifft Atmung, Kreislauf und Stoffwechsel und kann von emotionalen Belastungen begleitet sein. Viele erleben die ersten Tage als besonders herausfordernd, doch der Körper beginnt bereits früh mit der Regeneration.
Symptome/Verlauf
Typische Entzugssymptome können kurz nach dem Rauchstopp auftreten und nach einigen Tagen wieder abklingen. Dazu gehören innere Unruhe oder Schlafprobleme. Im Verlauf stabilisiert sich das Befinden, allerdings schwankt die Motivation auf das Rauchen zu verzichten oft. Häufige Beschwerden sind:
- Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten
- Vermehrter Appetit und leichtes Gewichtszunehmen
- Husten durch die beginnende Reinigung der Atemwege
Der Verlauf ist individuell, doch viele erleben innerhalb weniger Wochen eine deutliche Verbesserung ihrer körperlichen Belastbarkeit und ihres allgemeinen Wohlbefindens.
Folgen/Komplikationen
Der Rauchstopp führt langfristig zu einer deutlichen Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauf-Probleme, Atemwegserkrankungen und verschiedene Tumorarten. Kurzfristig können jedoch Entzugssymptome belastend sein. Manche Betroffene entwickeln starke Stimmungsschwankungen oder erleben Rückfälle, die zusätzliche Unterstützung notwendig machen. Ohne Begleitung kann die Entwöhnung schwieriger werden, besonders bei ausgeprägter Abhängigkeit.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Abhängigkeit entsteht durch die Wirkung von Nikotin auf das Belohnungssystem. Risikofaktoren sind Stress, soziale Gewohnheiten und langjähriger Konsum. Auch emotionale Belastungen können den Ausstieg erschweren. Menschen, die sehr früh begonnen haben oder viel rauchen, entwickeln häufiger eine starke körperliche Bindung und erleben intensivere Entzugssymptome.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann unterstützende Mittel wie Nikotinersatzprodukte empfehlen und Beratungsangebote vermitteln.
Das kann man selbst tun: Das Erkennen eigener Auslöser, regelmäßige Bewegung und feste Rauchstopproutinen erleichtern das Aufhören. Grenzen bestehen, wenn starke Entzugssymptome auftreten, Rückfälle häufig sind oder psychische Belastungen überfordern. Dann ist professionelle Unterstützung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nikotinabhängigkeit
Was ist das? - Definition Nikotinabhängigkeit ist eine körperliche und psychische Abhängigkeit von Nikotin. Sie zeigt sich durch starkes Verlangen, Kontrollverlust und Entzugssymptome, wenn kein Nikotin zugeführt wird. Die Sucht entsteht meist durch regelmäßigen Konsum von Tabakprodukten und kann langfristig die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Nikotinabhängigkeit entwickelt sich schleichend. Der Körper gewöhnt sich an die regelmäßige Zufuhr von Nikotin und verlangt zunehmend danach. Gleichzeitig verankern sich Gewohnheiten im Alltag, die das Rauchverhalten im mehr verankern. Viele Betroffene erleben eine Mischung aus körperlicher Abhängigkeit und psychischer Bindung an bestimmte Situationen oder Gefühle.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starkes Verlangen und Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren. Bei Abstinenz treten Entzugssymptome auf. Dazu gehören Reizbarkeit, Unruhe, Schlafprobleme und gesteigerter Appetit. Der Verlauf ist oft chronisch, da die psychische Komponente lange bestehen bleibt. Häufige Merkmale sind:
- starkes Verlangen nach Nikotin
- zunehmende Toleranzentwicklung
- Entzugssymptome bei Verzicht
- fortgesetzter Konsum trotz negativer Folgen
Folgen/Komplikationen
Langfristig erhöht Nikotinabhängigkeit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungenerkrankungen und verschiedene Krebsarten. Auch die Leistungsfähigkeit sinkt in vielen Fällen. Psychisch kann die Abhängigkeit zu Stress und sozialem Rückzug führen. Viele Betroffene erleben wiederholte Rückfälle, was zusätzlichen Druck erzeugt.
Ursachen/Risikofaktoren
Nikotin wirkt stark suchterzeugend. Es beeinflusst das Belohnungssystem im Gehirn und führt zu einer schnellen Gewöhnung. Risikofaktoren sind frühes Einstiegsalter, Stress, familiäre Vorbilder und soziale Gewohnheiten. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Je häufiger und regelmäßiger konsumiert wird, desto höher ist das Risiko einer Abhängigkeit.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Beratung anbieten und gegebenenfalls Nikotinersatz oder bestimmte Wirkstoffgruppen zur Linderung des Verlangens verordnen.
Das kann man selbst tun: Nach Möglichkeit Auslöser des Konsums meiden und Unterstützung im Umfeld suchen. Grenzen bestehen, wenn Entzugssymptome stark sind oder Rückfälle häufig auftreten. Dann sollte unbedingt professionelle Hilfe genutzt werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.