CLONID OPHTAL 1/8 sine Augentropfen
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Pharmazeutische Informationen
Augentropfen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07591895
- Darreichungsform:
- Augentropfen (Einzeldosisbehältnis)
- Packungsgröße:
- 30 x 0,5 ml
- Marke:
- CLONID
- Hersteller:
- Dr. Robert Winzer Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des betroffenen Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Augenbrennen, Mundtrockenheit, Müdigkeit und Blutdruckabfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Führen Sie die Anwendung durch, sobald Sie daran denken und halten Sie dann Ihren Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Anwendungsgebiete
- Erhöhter Augeninnendruck (ohne Augenschäden)
- Glaukom
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Tropfen, Gesamtdosis: 2-3 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Clonidin hemmt die Freisetzung der Botenstoffe des Sympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems) Adrenalin und Noradrenalin. Diese sind vorwiegend für eine Engstellung der Gefäße verantwortlich. Durch die Hemmung dieser Botenstoffe werden der Blutdruck und die Herzfrequenz gesenkt, außerdem kommt es zu einer geringfügigen Beruhigung und Schmerzlinderung. Daneben kommt der Wirkstoff in Form von Augentropfen zur Senkung des Augeninnendrucks zum Einsatz.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen am Auge, wie:
- Augenbrennen
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Eingeschränkte Bildung von Tränenflüssigkeit - (wichtig für Kontaktlinsenträger)
- Wärmegefühl am Auge
- Sehstörungen
- Übelkeit
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Niedriger Blutdruck
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Niedriger Blutdruck
- Pulserniedrigung
- Herzrhythmusstörungen, wie:
- Sinusknotensyndrom (Herzrhythmusstörungen, die durch eine Störung im Schrittmacher des Herzens, dem Sinusknoten, verursacht sind)
- AV-Block (Störung der Erregungsleitung vom Vorhof des Herzens zur Kammer), 2. und 3. Grad
- Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Falls mehrere Augentropfen/Augensalben verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich.
- Unter der Behandlung mit phosphathaltigen Augentropfen entwickelten in sehr seltenen Fällen Patienten mit ausgeprägter Hornhautschädigung Trübungen der Hornhaut durch Kalkablagerungen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: mikroemulgiert Baldrian-Tinktur Kamillenblüten-Fluidextrakt Kamillenblüten-Extrakt (1:4,0-4,5); Auszugsmittel: Ethanol Kardamomensamen (53,6:71,4:71,4:71,4:28,5:28,5:7,1:71,4:7,1:71,4:32,1:3,6:1) Guaifenesin und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können übermäßige Schläfrigkeit, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, Benommenheit oder Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Mianserin hydrochlorid Amitriptylin hydrochlorid Clomipramin hydrochlorid Imipramin hydrochlorid Doxepin hydrochlorid Opipramol dihydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Celiprolol hydrochlorid Metoprolol succinat Atenolol Betaxolol hydrochlorid Pindolol Propranolol hydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang kann der Blutdruck übermäßig stark absinken und damit zusammenhängend können Symptome wie beispielsweise Schweißausbruch, Schwindel oder Benommenheit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein können.
Grüner Star (Glaukom)
Was ist das? - Definition Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine chronische Augenerkrankung, die den Sehnerv schädigt. Ursache ist meist ein erhöhter Augeninnendruck. Die Erkrankung verläuft oft unbemerkt und kann unbehandelt zur Erblindung führen.
Krankheitsbild
Das Glaukom umfasst verschiedene Formen, bei denen der Sehnerv durch Druck oder Durchblutungsstörungen geschädigt wird. Am häufigsten kommt das Offenwinkelglaukom vor, das sich langsam entwickelt und lange symptomfrei bleibt. Seltener tritt das Engwinkelglaukom auf, das plötzlich auftreten und starke Beschwerden verursachen kann. Auch ein Normaldruckglaukom ist möglich, bei dem der Sehnerv trotz normalem Augeninnendruck geschädigt wird.
Die Erkrankung beginnt meist mit Ausfällen im äußeren Gesichtsfeld. Das zentrale Sehen bleibt zunächst erhalten, weshalb Betroffene die Einschränkungen oft spät bemerken. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu einem Tunnelblick kommen.
Symptome/Verlauf
Ein Glaukom entwickelt sich meist schleichend. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Blinde Flecken beziehungsweise Ausfälle im Gesichtsfeld
- Eingeschränkte Orientierung bei Dämmerung oder wechselnden Lichtverhältnissen
- Tunnelblick im fortgeschrittenen Stadium
- Plötzliche Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, verschwommenes Sehen beim Engwinkelglaukom
- Rötung des Auges und harter Augapfel
Der Verlauf hängt von der Glaukomform ab. Während das Offenwinkelglaukom über Jahre fortschreitet, kann ein Glaukomanfall innerhalb weniger Stunden zu bleibenden Schäden führen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt führt das Glaukom zu einer fortschreitenden Schädigung des Sehnervs. Die Gesichtsfeldausfälle nehmen zu, bis nur noch ein kleiner zentraler Bereich sichtbar bleibt. In seltenen Fällen kommt es zur vollständigen Erblindung. Auch das Sturzrisiko steigt, da Hindernisse nicht mehr rechtzeitig erkannt werden. Ein Glaukomanfall ist ein augenärztlicher Notfall und muss sofort behandelt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist ein gestörter Abfluss des Kammerwassers, wodurch der Augeninnendruck steigt. Weitere Risikofaktoren sind ein Alter über 40 Jahre, familiäre Vorbelastung, starke Kurz- oder Weitsichtigkeit, Diabetes, Blutdruckprobleme, Durchblutungsstörungen, langfristige Anwendung von kortisonhaltigen Medikamenten sowie eine dünne Hornhaut oder bestimmte anatomische Besonderheiten des Auges.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er misst den Augeninnendruck und untersucht den Sehnerv. Die Behandlung erfolgt meist mit drucksenkenden Augentropfen aus Wirkstoffgruppen wie Prostaglandinen, Betablockern oder Carboanhydrasehemmern. Bei Bedarf kommen Lasertherapie oder Operationen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Im Zentrum stehen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Sehstörungen auftreten oder Schmerzen bestehen. Dann ist eine augenärztliche Behandlung dringend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Augentropfen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07591895
- Darreichungsform:
- Augentropfen (Einzeldosisbehältnis)
- Packungsgröße:
- 30 x 0,5 ml
- Marke:
- CLONID
- Hersteller:
- Dr. Robert Winzer Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des betroffenen Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Augenbrennen, Mundtrockenheit, Müdigkeit und Blutdruckabfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Führen Sie die Anwendung durch, sobald Sie daran denken und halten Sie dann Ihren Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Anwendungsgebiete
- Erhöhter Augeninnendruck (ohne Augenschäden)
- Glaukom
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Tropfen, Gesamtdosis: 2-3 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Clonidin hemmt die Freisetzung der Botenstoffe des Sympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems) Adrenalin und Noradrenalin. Diese sind vorwiegend für eine Engstellung der Gefäße verantwortlich. Durch die Hemmung dieser Botenstoffe werden der Blutdruck und die Herzfrequenz gesenkt, außerdem kommt es zu einer geringfügigen Beruhigung und Schmerzlinderung. Daneben kommt der Wirkstoff in Form von Augentropfen zur Senkung des Augeninnendrucks zum Einsatz.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen am Auge, wie:
- Augenbrennen
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Eingeschränkte Bildung von Tränenflüssigkeit - (wichtig für Kontaktlinsenträger)
- Wärmegefühl am Auge
- Sehstörungen
- Übelkeit
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Niedriger Blutdruck
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Niedriger Blutdruck
- Pulserniedrigung
- Herzrhythmusstörungen, wie:
- Sinusknotensyndrom (Herzrhythmusstörungen, die durch eine Störung im Schrittmacher des Herzens, dem Sinusknoten, verursacht sind)
- AV-Block (Störung der Erregungsleitung vom Vorhof des Herzens zur Kammer), 2. und 3. Grad
- Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Falls mehrere Augentropfen/Augensalben verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich.
- Unter der Behandlung mit phosphathaltigen Augentropfen entwickelten in sehr seltenen Fällen Patienten mit ausgeprägter Hornhautschädigung Trübungen der Hornhaut durch Kalkablagerungen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können übermäßige Schläfrigkeit, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, Benommenheit oder Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang kann der Blutdruck übermäßig stark absinken und damit zusammenhängend können Symptome wie beispielsweise Schweißausbruch, Schwindel oder Benommenheit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein können.
Grüner Star (Glaukom)
Was ist das? - Definition Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine chronische Augenerkrankung, die den Sehnerv schädigt. Ursache ist meist ein erhöhter Augeninnendruck. Die Erkrankung verläuft oft unbemerkt und kann unbehandelt zur Erblindung führen.
Krankheitsbild
Das Glaukom umfasst verschiedene Formen, bei denen der Sehnerv durch Druck oder Durchblutungsstörungen geschädigt wird. Am häufigsten kommt das Offenwinkelglaukom vor, das sich langsam entwickelt und lange symptomfrei bleibt. Seltener tritt das Engwinkelglaukom auf, das plötzlich auftreten und starke Beschwerden verursachen kann. Auch ein Normaldruckglaukom ist möglich, bei dem der Sehnerv trotz normalem Augeninnendruck geschädigt wird.
Die Erkrankung beginnt meist mit Ausfällen im äußeren Gesichtsfeld. Das zentrale Sehen bleibt zunächst erhalten, weshalb Betroffene die Einschränkungen oft spät bemerken. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu einem Tunnelblick kommen.
Symptome/Verlauf
Ein Glaukom entwickelt sich meist schleichend. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Blinde Flecken beziehungsweise Ausfälle im Gesichtsfeld
- Eingeschränkte Orientierung bei Dämmerung oder wechselnden Lichtverhältnissen
- Tunnelblick im fortgeschrittenen Stadium
- Plötzliche Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, verschwommenes Sehen beim Engwinkelglaukom
- Rötung des Auges und harter Augapfel
Der Verlauf hängt von der Glaukomform ab. Während das Offenwinkelglaukom über Jahre fortschreitet, kann ein Glaukomanfall innerhalb weniger Stunden zu bleibenden Schäden führen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt führt das Glaukom zu einer fortschreitenden Schädigung des Sehnervs. Die Gesichtsfeldausfälle nehmen zu, bis nur noch ein kleiner zentraler Bereich sichtbar bleibt. In seltenen Fällen kommt es zur vollständigen Erblindung. Auch das Sturzrisiko steigt, da Hindernisse nicht mehr rechtzeitig erkannt werden. Ein Glaukomanfall ist ein augenärztlicher Notfall und muss sofort behandelt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist ein gestörter Abfluss des Kammerwassers, wodurch der Augeninnendruck steigt. Weitere Risikofaktoren sind ein Alter über 40 Jahre, familiäre Vorbelastung, starke Kurz- oder Weitsichtigkeit, Diabetes, Blutdruckprobleme, Durchblutungsstörungen, langfristige Anwendung von kortisonhaltigen Medikamenten sowie eine dünne Hornhaut oder bestimmte anatomische Besonderheiten des Auges.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er misst den Augeninnendruck und untersucht den Sehnerv. Die Behandlung erfolgt meist mit drucksenkenden Augentropfen aus Wirkstoffgruppen wie Prostaglandinen, Betablockern oder Carboanhydrasehemmern. Bei Bedarf kommen Lasertherapie oder Operationen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Im Zentrum stehen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Sehstörungen auftreten oder Schmerzen bestehen. Dann ist eine augenärztliche Behandlung dringend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.