CO-TRIMOXAZOLE 80mg/400mg per 5ml Adult Susp.UK
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Pharmazeutische Informationen
Suspension zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18398598
- Darreichungsform:
- Suspension zum Einnehmen (Suspension zum Einnehmen)
- Packungsgröße:
- 100 ml
- Wirkstoffstärke:
- 80mg
- Marke:
- CO-TRIMOXAZOLE
- Hersteller:
- Aspen Germany GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein. Trinken Sie etwas Flüssigkeit nach. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Bei Donovanose (Granuloma inguinale), Nocardiose, Pneumocystis-carinii-Pneumonie: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt dosiert.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Bakterieninfektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
-
- Mittelohrentzündung
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Akute Verschlechterung einer chronischen Bronchitis (bakteriell)
-
- Pneumocystis-carinii-Pneumonie (Lungenentzündung, die durch bestimmte Kleinstlebewesen hervorgerufen wird)
- Bakterieninfektion der Harnwege
- Bakterieninfektionen der Geschlechtsorgane, wie:
-
- Donovanose (Granuloma inguinale)
- Bakterieninfektionen des Magen-Darm-Traktes, wie:
-
- Shigellen-Ruhr - (durch bestimmte Bakterien ausgelöste Durchfallerkrankung)
-
- Reisedurchfälle
- Brucellose
- Nocardiose
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche über 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 12 Stunden, zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Co-trimoxazol besteht aus einer festen Wirkstoffkombination aus Sulfamethoxazol und Trimethoprim und gehört zu den Antibiotika. Er bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Folsäure verhindert. Im Gegensatz zum Menschen können Bakterien Folsäure nicht aus ihrer Umgebung aufnehmen, sondern müssen sie selbst herstellen. Die Folsäure ist für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich, durch ihr Fehlen stirbt die Bakterienkolonie aus. Da der Mensch die Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine gehört, mit der Nahrung aufnimmt, bleibt sein Stoffwechsel durch den Wirkstoff weitgehend unbeeinflusst.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Bauchschmerzen
- - Appetitlosigkeit
- Geschmacksstörungen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Zahnfleischentzündung
- Zungenentzündung
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag, schwerer
- - Nesselausschlag
- - Hautrötung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Durch Gallenstau bedingte Leberschäden - (cholestatische Hepatose)
- Veränderung des Blutbildes
- - Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- - Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- - Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) - erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
- - Anämie (Blutarmut)
- Störungen des Salzhaushaltes - (z.B. von Kalium, Natrium)
- Folsäuremangel
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Veränderungen des Blutbildes - (v.a. der weißen Blutkörperchen, des roten Blutfarbstoffes und der Blutplättchen)
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Erythema exsudativum multiforme, auch in der Vorgeschichte
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion, wie z.B. bei Hepatitis
- Schilddrüsenerkrankungen
- Fragiles X-Chromosom-Syndrom (Erbkrankheit, die zu geistiger Behinderung führen kann)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 235 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 54 × 134 × 53 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Der Urin kann verfärbt werden.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
- Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Mandelentzündung
Was ist das? - Definition Eine Mandelentzündung ist eine Entzündung der Gaumenmandeln, die meist durch Viren oder Bakterien verursacht wird. Sie tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf, kann aber auch Erwachsene betreffen. Typisch sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.
Krankheitsbild
Die Mandelentzündung, auch Tonsillitis genannt, betrifft die Mandeln im hinteren Rachenraum. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Die akute Form beginnt plötzlich und klingt meist nach einigen Tagen ab. Die chronische Form äußert sich durch wiederkehrende Beschwerden über längere Zeit. Die Mandeln sind oft gerötet, geschwollen und können mit Belägen bedeckt sein. Die Erkrankung ist meist ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist rasch auf und sind deutlich spürbar. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Starke Halsschmerzen
- Schluckbeschwerden
- Fieber
- Gerötete und geschwollene Mandeln
- Eiterpunkte oder weißliche Beläge
- Mundgeruch
- Geschwollene Lymphknoten am Hals
- Kopfschmerzen
- Allgemeines Krankheitsgefühl
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Virale Mandelentzündungen heilen meist innerhalb weniger Tage von selbst. Bakterielle Formen, insbesondere durch Streptokokken, benötigen oft eine gezielte Behandlung. Chronische Verläufe sind seltener und mit wiederholten Beschwerden verbunden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte bakterielle Mandelentzündungen können zu Komplikationen führen. Dazu zählen Abszesse im Rachenraum, Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf andere Organe. In seltenen Fällen kann es zu rheumatischem Fieber oder Herzmuskelentzündung kommen. Chronische Entzündungen können die Mandeln dauerhaft schädigen und zu wiederholten Infektionen führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Auslöser sind Viren oder Bakterien, insbesondere Streptokokken. Die Ansteckung erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion. Risikofaktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, Kontakt mit Erkrankten, kalte Umgebung, trockene Raumluft, Rauchen, allgemeine Erschöpfung und vorherige Atemwegsinfektionen.
Das kann helfen
Ein Arzt erkennt die Mandelentzündung meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf einen Abstrich machen. Bei bakteriellen Infektionen kommen Antibiotika zum Einsatz, bei Schmerzen oft nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR. Bei immer wiederkehrenden Infekten kann eine operative Entfernung der Mandeln infrage kommen.
Das kann man selbst tun: Mit viel Flüssigkeit, Ruhe, warmen Halswickeln und Gurgeln mit Salzwasser lässt sich die Heilung unterstützen. Grenzen sind erreicht, wenn hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden, Atemnot oder wiederholte Entzündungen auftreten. Dann sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.04.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akute Mittelohrentzündung
Was ist das? - Definition Die akute Mittelohrentzündung ist eine plötzlich auftretende Entzündung des Mittelohrs, meist ausgelöst durch Viren oder Bakterien. Sie betrifft vor allem Kinder und äußert sich durch starke Ohrenschmerzen, Druckgefühl und Fieber. Die Erkrankung heilt oft innerhalb weniger Tage folgenlos aus.
Krankheitsbild
Das Mittelohr liegt zwischen Trommelfell und Innenohr und enthält kleine Knochen, die Schall weiterleiten. Bei einer akuten Entzündung sammelt sich dort infizierte Flüssigkeit, was zu Schmerzen und Hörproblemen führt. Die Erreger gelangen meist über die Ohrtrompete aus dem Nasen-Rachen-Raum ins Mittelohr. Die Ohrtrompete, auch Eustachische Röhre genannt, verbindet diese beiden Teile. Besonders häufig betroffen sind Kinder, da ihre Ohrtrompete kürzer und weiter ist.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Plötzliche, starke Ohrenschmerzen
- Druckgefühl im Ohr
- Hörminderung
- Fieber
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Unruhe und Weinen bei Kindern
- Manchmal Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe)
Die Symptome treten meist einseitig auf und beginnen plötzlich. In der Regel klingt die Entzündung innerhalb von zwei bis sieben Tagen ab.
Folgen/Komplikationen
In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf benachbarte Knochen (Mastoiditis) oder das Innenohr ausbreiten. Dies kann zu Hörverlust oder sogar einer Gehirnhautentzündung führen. Wiederholte oder langanhaltende Entzündungen können chronisch werden und dauerhafte Hörschäden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigen Auslösern zählen Erkältungsviren und Bakterien wie Streptokokken oder Pneumokokken. Weitere Risikofaktoren sind:
- Passivrauchen
- Vergrößerte Rachenmandeln
- Allergien
- Immunschwäche
- Häufige Schnuller-Nutzung bei Babys
Auch Verletzungen des Trommelfells oder eine schlechte Belüftung des Mittelohrs können eine Entzündung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Er untersucht das Ohr mit einem Otoskop, mit dem er den äußeren Gehörgang betrachten kann. Dann entscheidet er über die Behandlung. Bei bakteriellen Ursachen können Antibiotika helfen. Schmerzmittel wie Ibuprofen lindern Beschwerden. Nasentropfen können die Belüftung verbessern.
Was man selbst tun kann:
Ein bekanntes Hausmittel sind Zwiebelsäckchen. Zudem hilft ausreichend Ruhe, viel Flüssigkeit und Schutz vor Wasser im Ohr. Die Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber über 48 Stunden oder Ausfluss auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ohrenschmerzen
Was ist das? - Definition Ohrenschmerzen sind ein häufiges Symptom, das durch Entzündungen, Infektionen oder andere Reizungen im Bereich des Ohres verursacht wird. Sie können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln und betreffen Menschen jeden Alters. Die Schmerzen können stechend, dumpf oder pochend sein und verschiedene Ursachen haben, darunter Erkältungen, Druckveränderungen oder Verletzungen. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Krankheitsbild
Ohrenschmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Sie können im äußeren Gehörgang, im Mittelohr oder seltener im Innenohr auftreten. Häufig verursachen Entzündungen die Beschwerden, etwa Bakterien oder Viren. Auch mechanische Reize wie ein Ohrenschmalzpfropf oder Fremdkörper können Schmerzen auslösen. Die Beschwerden reichen von leichtem Druckgefühl bis zu starken, stechenden Schmerzen. Besonders Kinder sind oft betroffen, meist durch eine Mittelohrentzündung.
Symptome/Verlauf
Die Schmerzen können einseitig oder beidseitig auftreten und sich als stechend, dumpf, ziehend oder pochend äußern. Oft treten sie im Zusammenhang mit Erkältungen auf. Weitere Symptome sind Hörminderung, Fieber, Schwindel, Druckgefühl im Ohr und manchmal Ausfluss. Bei Kindern kommen oft Unruhe, Weinen und Schlafstörungen hinzu. Ohrenschmerzen können plötzlich beginnen oder sich über Tage entwickeln. In manchen Fällen klingen sie von selbst ab, in anderen ist eine Behandlung nötig.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Ohrenschmerzen können zu ernsthaften Komplikationen führen. Dazu zählen Trommelfellverletzungen, Hörverlust, chronische Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Strukturen wie das Innenohr. In seltenen Fällen tritt sogar eine Gesichtsnervenlähmung auf, etwa bei Herpesinfektionen im Ohr.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind
- bakterielle oder virale Infektionen (z.?B. Erkältung, Grippe)
- Mittelohrentzündung
- Gehörgangsentzündung (Otitis externa)
- Druckveränderungen (Flugreisen, Tauchen)
- Fremdkörper im Ohr
- Ohrenschmalzpfropf
- Verletzungen durch Wattestäbchen oder Lärm
- Zahnprobleme oder Kieferfehlstellungen
- Mandelentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung
- Herpesinfektionen im Ohr
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gegen die Beschwerden helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol, abschwellende Nasensprays und bei bakteriellen Infektionen Antibiotika. Spezielle Ohrentropfen können lokal entzündungshemmend wirken. Bei Fremdkörpern oder Trommelfellverletzungen ist eine ärztliche Entfernung oder Behandlung notwendig.
Was man selbst tun kann: Wärme (zum Beispiel Kirschkernkissen), Zwiebelsäckchen, Inhalationen und Ruhe lindern die Beschwerden. Auf Wattestäbchen generell verzichtet. Bei starken Schmerzen, Fieber über 38,5 Grad, Hörverlust, Ausfluss oder länger als zwei Tage anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Suspension zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18398598
- Darreichungsform:
- Suspension zum Einnehmen (Suspension zum Einnehmen)
- Packungsgröße:
- 100 ml
- Wirkstoffstärke:
- 80mg
- Marke:
- CO-TRIMOXAZOLE
- Hersteller:
- Aspen Germany GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein. Trinken Sie etwas Flüssigkeit nach. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Bei Donovanose (Granuloma inguinale), Nocardiose, Pneumocystis-carinii-Pneumonie: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt dosiert.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Bakterieninfektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
-
- Mittelohrentzündung
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Akute Verschlechterung einer chronischen Bronchitis (bakteriell)
-
- Pneumocystis-carinii-Pneumonie (Lungenentzündung, die durch bestimmte Kleinstlebewesen hervorgerufen wird)
- Bakterieninfektion der Harnwege
- Bakterieninfektionen der Geschlechtsorgane, wie:
-
- Donovanose (Granuloma inguinale)
- Bakterieninfektionen des Magen-Darm-Traktes, wie:
-
- Shigellen-Ruhr - (durch bestimmte Bakterien ausgelöste Durchfallerkrankung)
-
- Reisedurchfälle
- Brucellose
- Nocardiose
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche über 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 12 Stunden, zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Co-trimoxazol besteht aus einer festen Wirkstoffkombination aus Sulfamethoxazol und Trimethoprim und gehört zu den Antibiotika. Er bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Folsäure verhindert. Im Gegensatz zum Menschen können Bakterien Folsäure nicht aus ihrer Umgebung aufnehmen, sondern müssen sie selbst herstellen. Die Folsäure ist für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich, durch ihr Fehlen stirbt die Bakterienkolonie aus. Da der Mensch die Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine gehört, mit der Nahrung aufnimmt, bleibt sein Stoffwechsel durch den Wirkstoff weitgehend unbeeinflusst.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Bauchschmerzen
- - Appetitlosigkeit
- Geschmacksstörungen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Zahnfleischentzündung
- Zungenentzündung
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag, schwerer
- - Nesselausschlag
- - Hautrötung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Durch Gallenstau bedingte Leberschäden - (cholestatische Hepatose)
- Veränderung des Blutbildes
- - Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- - Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- - Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) - erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
- - Anämie (Blutarmut)
- Störungen des Salzhaushaltes - (z.B. von Kalium, Natrium)
- Folsäuremangel
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Veränderungen des Blutbildes - (v.a. der weißen Blutkörperchen, des roten Blutfarbstoffes und der Blutplättchen)
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Erythema exsudativum multiforme, auch in der Vorgeschichte
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion, wie z.B. bei Hepatitis
- Schilddrüsenerkrankungen
- Fragiles X-Chromosom-Syndrom (Erbkrankheit, die zu geistiger Behinderung führen kann)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 235 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 54 × 134 × 53 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Der Urin kann verfärbt werden.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
- Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Mandelentzündung
Was ist das? - Definition Eine Mandelentzündung ist eine Entzündung der Gaumenmandeln, die meist durch Viren oder Bakterien verursacht wird. Sie tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf, kann aber auch Erwachsene betreffen. Typisch sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.
Krankheitsbild
Die Mandelentzündung, auch Tonsillitis genannt, betrifft die Mandeln im hinteren Rachenraum. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Die akute Form beginnt plötzlich und klingt meist nach einigen Tagen ab. Die chronische Form äußert sich durch wiederkehrende Beschwerden über längere Zeit. Die Mandeln sind oft gerötet, geschwollen und können mit Belägen bedeckt sein. Die Erkrankung ist meist ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist rasch auf und sind deutlich spürbar. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Starke Halsschmerzen
- Schluckbeschwerden
- Fieber
- Gerötete und geschwollene Mandeln
- Eiterpunkte oder weißliche Beläge
- Mundgeruch
- Geschwollene Lymphknoten am Hals
- Kopfschmerzen
- Allgemeines Krankheitsgefühl
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Virale Mandelentzündungen heilen meist innerhalb weniger Tage von selbst. Bakterielle Formen, insbesondere durch Streptokokken, benötigen oft eine gezielte Behandlung. Chronische Verläufe sind seltener und mit wiederholten Beschwerden verbunden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte bakterielle Mandelentzündungen können zu Komplikationen führen. Dazu zählen Abszesse im Rachenraum, Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf andere Organe. In seltenen Fällen kann es zu rheumatischem Fieber oder Herzmuskelentzündung kommen. Chronische Entzündungen können die Mandeln dauerhaft schädigen und zu wiederholten Infektionen führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Auslöser sind Viren oder Bakterien, insbesondere Streptokokken. Die Ansteckung erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion. Risikofaktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, Kontakt mit Erkrankten, kalte Umgebung, trockene Raumluft, Rauchen, allgemeine Erschöpfung und vorherige Atemwegsinfektionen.
Das kann helfen
Ein Arzt erkennt die Mandelentzündung meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf einen Abstrich machen. Bei bakteriellen Infektionen kommen Antibiotika zum Einsatz, bei Schmerzen oft nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR. Bei immer wiederkehrenden Infekten kann eine operative Entfernung der Mandeln infrage kommen.
Das kann man selbst tun: Mit viel Flüssigkeit, Ruhe, warmen Halswickeln und Gurgeln mit Salzwasser lässt sich die Heilung unterstützen. Grenzen sind erreicht, wenn hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden, Atemnot oder wiederholte Entzündungen auftreten. Dann sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.04.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akute Mittelohrentzündung
Was ist das? - Definition Die akute Mittelohrentzündung ist eine plötzlich auftretende Entzündung des Mittelohrs, meist ausgelöst durch Viren oder Bakterien. Sie betrifft vor allem Kinder und äußert sich durch starke Ohrenschmerzen, Druckgefühl und Fieber. Die Erkrankung heilt oft innerhalb weniger Tage folgenlos aus.
Krankheitsbild
Das Mittelohr liegt zwischen Trommelfell und Innenohr und enthält kleine Knochen, die Schall weiterleiten. Bei einer akuten Entzündung sammelt sich dort infizierte Flüssigkeit, was zu Schmerzen und Hörproblemen führt. Die Erreger gelangen meist über die Ohrtrompete aus dem Nasen-Rachen-Raum ins Mittelohr. Die Ohrtrompete, auch Eustachische Röhre genannt, verbindet diese beiden Teile. Besonders häufig betroffen sind Kinder, da ihre Ohrtrompete kürzer und weiter ist.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Plötzliche, starke Ohrenschmerzen
- Druckgefühl im Ohr
- Hörminderung
- Fieber
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Unruhe und Weinen bei Kindern
- Manchmal Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe)
Die Symptome treten meist einseitig auf und beginnen plötzlich. In der Regel klingt die Entzündung innerhalb von zwei bis sieben Tagen ab.
Folgen/Komplikationen
In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf benachbarte Knochen (Mastoiditis) oder das Innenohr ausbreiten. Dies kann zu Hörverlust oder sogar einer Gehirnhautentzündung führen. Wiederholte oder langanhaltende Entzündungen können chronisch werden und dauerhafte Hörschäden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigen Auslösern zählen Erkältungsviren und Bakterien wie Streptokokken oder Pneumokokken. Weitere Risikofaktoren sind:
- Passivrauchen
- Vergrößerte Rachenmandeln
- Allergien
- Immunschwäche
- Häufige Schnuller-Nutzung bei Babys
Auch Verletzungen des Trommelfells oder eine schlechte Belüftung des Mittelohrs können eine Entzündung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Er untersucht das Ohr mit einem Otoskop, mit dem er den äußeren Gehörgang betrachten kann. Dann entscheidet er über die Behandlung. Bei bakteriellen Ursachen können Antibiotika helfen. Schmerzmittel wie Ibuprofen lindern Beschwerden. Nasentropfen können die Belüftung verbessern.
Was man selbst tun kann:
Ein bekanntes Hausmittel sind Zwiebelsäckchen. Zudem hilft ausreichend Ruhe, viel Flüssigkeit und Schutz vor Wasser im Ohr. Die Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber über 48 Stunden oder Ausfluss auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ohrenschmerzen
Was ist das? - Definition Ohrenschmerzen sind ein häufiges Symptom, das durch Entzündungen, Infektionen oder andere Reizungen im Bereich des Ohres verursacht wird. Sie können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln und betreffen Menschen jeden Alters. Die Schmerzen können stechend, dumpf oder pochend sein und verschiedene Ursachen haben, darunter Erkältungen, Druckveränderungen oder Verletzungen. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Krankheitsbild
Ohrenschmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Sie können im äußeren Gehörgang, im Mittelohr oder seltener im Innenohr auftreten. Häufig verursachen Entzündungen die Beschwerden, etwa Bakterien oder Viren. Auch mechanische Reize wie ein Ohrenschmalzpfropf oder Fremdkörper können Schmerzen auslösen. Die Beschwerden reichen von leichtem Druckgefühl bis zu starken, stechenden Schmerzen. Besonders Kinder sind oft betroffen, meist durch eine Mittelohrentzündung.
Symptome/Verlauf
Die Schmerzen können einseitig oder beidseitig auftreten und sich als stechend, dumpf, ziehend oder pochend äußern. Oft treten sie im Zusammenhang mit Erkältungen auf. Weitere Symptome sind Hörminderung, Fieber, Schwindel, Druckgefühl im Ohr und manchmal Ausfluss. Bei Kindern kommen oft Unruhe, Weinen und Schlafstörungen hinzu. Ohrenschmerzen können plötzlich beginnen oder sich über Tage entwickeln. In manchen Fällen klingen sie von selbst ab, in anderen ist eine Behandlung nötig.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Ohrenschmerzen können zu ernsthaften Komplikationen führen. Dazu zählen Trommelfellverletzungen, Hörverlust, chronische Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Strukturen wie das Innenohr. In seltenen Fällen tritt sogar eine Gesichtsnervenlähmung auf, etwa bei Herpesinfektionen im Ohr.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind
- bakterielle oder virale Infektionen (z.?B. Erkältung, Grippe)
- Mittelohrentzündung
- Gehörgangsentzündung (Otitis externa)
- Druckveränderungen (Flugreisen, Tauchen)
- Fremdkörper im Ohr
- Ohrenschmalzpfropf
- Verletzungen durch Wattestäbchen oder Lärm
- Zahnprobleme oder Kieferfehlstellungen
- Mandelentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung
- Herpesinfektionen im Ohr
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gegen die Beschwerden helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol, abschwellende Nasensprays und bei bakteriellen Infektionen Antibiotika. Spezielle Ohrentropfen können lokal entzündungshemmend wirken. Bei Fremdkörpern oder Trommelfellverletzungen ist eine ärztliche Entfernung oder Behandlung notwendig.
Was man selbst tun kann: Wärme (zum Beispiel Kirschkernkissen), Zwiebelsäckchen, Inhalationen und Ruhe lindern die Beschwerden. Auf Wattestäbchen generell verzichtet. Bei starken Schmerzen, Fieber über 38,5 Grad, Hörverlust, Ausfluss oder länger als zwei Tage anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.