COTRIM forte-ratiopharm 800 mg/160 mg Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17550621
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 10 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 800 mg
- Marke:
- COTRIM forte
- Hersteller:
- ratiopharm GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte noch 2-3 Tage nach Abklingen der Beschwerden genommen werden. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 5-8 Tage, bei Pneumocystis-carinii-Pneumonie mindestens 14 Tage, zur Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Infektionen der Harnwege 3-12 Monate, bei Harnblasenentzündung der Frau einmalige Einnahme.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Bei Harnblasenentzündung der Frau - einmalige Gabe:
Zur Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Bakterieninfektionen der Harnwege:
Pneumocystis-carinii-Pneumonie: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt dosiert.
Donovanose (Granuloma inguinale):
Bei Nocardiose:
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Pneumocystis-carinii-Pneumonie (Lungenentzündung, die durch bestimmte Kleinstlebewesen hervorgerufen wird)
- Bakterieninfektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
- Bakterieninfektion der Niere
- Bakterieninfektion der Harnwege
- Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Bakterieninfektionen der Harnwege
- Bakterieninfektionen der Geschlechtsorgane, wie:
-
- Prostataentzündung
-
- Donovanose (Granuloma inguinale)
- Bakterieninfektionen des Magen-Darm-Traktes, wie:
-
- Shigellen-Ruhr - (durch bestimmte Bakterien ausgelöste Durchfallerkrankung)
-
- Reisedurchfälle
-
- Typhus - (auch zur Behandlung von Dauerausscheidern)
-
- Paratyphus A und B
-
- Salmonellen-Enteritis, vor allem bei abwehrgeschwächten Patienten
- Brucellose
- Nocardiose
- Myzetom, nicht echt mykotisches
- Blastomykose, südamerikanische
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6-12 Jahren, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 3 Tabletten, Gesamtdosis: 3 Tabletten, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Co-trimoxazol besteht aus einer festen Wirkstoffkombination aus Sulfamethoxazol und Trimethoprim und gehört zu den Antibiotika. Er bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Folsäure verhindert. Im Gegensatz zum Menschen können Bakterien Folsäure nicht aus ihrer Umgebung aufnehmen, sondern müssen sie selbst herstellen. Die Folsäure ist für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich, durch ihr Fehlen stirbt die Bakterienkolonie aus. Da der Mensch die Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine gehört, mit der Nahrung aufnimmt, bleibt sein Stoffwechsel durch den Wirkstoff weitgehend unbeeinflusst.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Geschmacksstörungen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Zahnfleischentzündung
- Zungenentzündung
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag, schwerer
- Nesselausschlag
- Hautrötung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Durch Gallenstau bedingte Leberschäden - (cholestatische Hepatose)
- Veränderung des Blutbildes
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) - erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
- Anämie (Blutarmut)
- Störungen des Salzhaushaltes - (z.B. von Kalium, Natrium)
- Folsäuremangel
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen
- Kopfschmerzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erythema exsudativum multiforme, auch in der Vorgeschichte
- Lokaler Gewebezerfall der Haut/blasigen Ablösungen (Stevens-Johnson-Syndrom), auch in der Vorgeschichte
- Großflächiger Gewebezerfall der Haut/blasigen Ablösungen (Lyell-Syndrom), auch in der Vorgeschichte
- Medikamentenausschlag mit mehr weißen Blutkörperchen (Arzneimittelexanthem), auch in der Vorgeschichte
- Veränderungen des Blutbildes - (v.a. der weißen Blutkörperchen, des roten Blutfarbstoffes und der Blutplättchen)
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Nierenschäden
- Terminales Nierenversagen
- Leberschäden
- Eingeschränkte Leberfunktion, wie z.B. bei Hepatitis
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Knochen- und/oder Knochenmarkinfektion
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Leichte Leberfunktionsstörung
- Schilddrüsenerkrankungen
- Folsäuremangel
- Fragiles X-Chromosom-Syndrom (Erbkrankheit, die zu geistiger Behinderung führen kann)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Frühgeborene: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Säuglinge in den ersten 5 Lebenswochen: In dieser Gruppe darf das Arzneimittel nicht angewendet werden.
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Der Urin kann verfärbt werden.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bronchiektasen
Was ist das? - Definition Bronchiektasen sind krankhafte dauerhafte Erweiterungen der Bronchien, die zu wiederkehrenden Entzündungen und vermehrtem zähem Schleim führen.
Krankheitsbild
Bronchiektasen entstehen, wenn Teile der Bronchien ihre normale Form verlieren und sich dauerhaft erweitern. Dadurch sammeln sich Sekrete an, die der Körper nur schwer abtransportieren kann. Dies begünstigt Infektionen und Entzündungen und führt zu einer Belastung der Lunge. Betroffene bemerken oft einen chronischen Husten mit Schleimproduktion, der im Verlauf zunehmen kann.
Symptome/Verlauf
Typische Anzeichen treten meist über längere Zeit auf und können sich schubweise verstärken. Häufige Symptome sind unter anderem:
- anhaltender Husten mit oft zähem Auswurf
- wiederkehrende Atemwegsinfekte
- Atemnot, vor allem bei körperlicher Belastung
- morgendliche Verschlechterung durch angesammelten Schleim
Der Verlauf kann von mild bis stark ausgeprägt reichen. Manche Menschen haben über Jahre wenig Beschwerden, während andere deutliche Einschränkungen bemerken.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Bronchiektasen können zu immer wiederkehrenden Infektionen führen, die die Lunge mit der Zeit schädigen. Es kann zu Blutbeimengungen im Auswurf, Einschränkungen der Leistungsfähigkeit oder selten zu schweren Lungeninfektionen kommen. Langfristig arbeitet die Lunge oft schlechter, was sich im Alltag deutlich bemerkbar macht.
Ursachen/Risikofaktoren
Bronchiektasen entstehen aus verschiedenen Gründen. Dazu gehören Infektionen im Kindesalter, wiederholte schwere Atemwegsinfekte, , chronische Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD, angeborene Erkrankungen wie Mukoviszidose oder Störungen der Schleimtransportfunktion. Auch chronische Entzündungen der Atemwege oder eine beeinträchtigte Immunabwehr begünstigen die Entstehung. In manchen Fällen bleibt die Ursache unklar.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung umfasst meist Atemtherapie, Entfernung von Sekret und bei Bedarf den Einsatz schleimlösender Mittel und bei bakteriellen Infekten geeigneter Antibiotika. Im Verlauf der Erkrankung treten akute Verschlechterungen der bronchialen Entzündung und/oder der Infektion auf. Deshalb sollten sich Betroffene unbedingt gegen Grippe, Lungenentzündung, Keuchhusten und soweit verfügbar auch weitere Atemwegsinfekte impfen lassen.
Das kann man selbst tun: Regelmäßig Atemübungen durchführen, ausreichend trinkt und sich bewegen. Grenzen bestehen, wenn starke Atemnot, Fieber, Blut im Auswurf oder häufige Infektionen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bronchitis
Was ist das? - Definition Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien, also der größeren Atemwege in der Lunge. Sie tritt meist akut auf und wird häufig durch Viren ausgelöst. Typischerweise kommt es dabei zu Husten und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Die Erkrankung kann auch chronisch verlaufen, wenn die Beschwerden über Monate bestehen oder immer wiederkehren. Besonders oft leiden Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen der Atemwege unter einer Bronchitis.
Krankheitsbild
Bronchitis betrifft die Schleimhäute der Bronchien, die sich entzünden. Die akute Form tritt meist im Zusammenhang mit Erkältungen auf und heilt in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen ab. Die chronische Bronchitis hingegen entwickelt sich über längere Zeit und kann zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. Besonders Raucher sind gefährdet, eine chronische Form zu entwickeln.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden beginnen oft plötzlich und ähneln denen einer Erkältung. Typisch sind:
- Husten, zunächst trocken, später mit Auswurf
- Kratzen oder Brennen in der Brust
- Kurzatmigkeit bei Belastung
- Fieber oder leicht erhöhte Temperatur
- Allgemeines Krankheitsgefühl und Müdigkeit
Der Verlauf hängt von der Ursache und dem Allgemeinzustand der Betroffenen ab. Eine akute Bronchitis klingt meist nach ein bis zwei Wochen ab. Bei einer chronischen Bronchitis halten die Symptome über Monate an oder treten immer wieder auf. In solchen Fällen sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen verläuft eine akute Bronchitis unkompliziert. Es kann jedoch zu Folgeerkrankungen kommen, etwa einer Lungenentzündung oder einer Verschlimmerung bestehender Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD. Bei einer chronischen Bronchitis besteht die Gefahr, dass sich die Atemwege dauerhaft verändern und dies die Lungenfunktion einschränkt. Auch wiederholte Infekte können die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die akute Bronchitis wird meist durch Viren ausgelöst, seltener durch Bakterien. Reizstoffe wie Rauch oder Staub können die Schleimhäute zusätzlich belasten. Rauchen, häufige Atemwegsinfekte, Luftverschmutzung oder Schadstoffe sowie ein geschwächtes Immunsystem erhöhen das Risiko. Auch chronische Lungenerkrankungen und kalte und feuchte Witterung steigern die Wahrscheinlichkeit. Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sind besonders anfällig für eine Bronchitis.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Abhören der Lunge und gegebenenfalls weitere Untersuchungen die Diagnose stellen. Bei bakteriellen Infektionen können Antibiotika notwendig sein. Zur Linderung der Beschwerden kommen schleimlösende Mittel und entzündungshemmende Wirkstoffe zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Ausreichend trinken, um den Schleim zu lösen, Rauch und Schadstoffe meiden, Inhalationen mit Wasserdampf oder Salzlösungen. Zudem fördert Schonung und ausreichend Schlaf die Genesung. Grenzen sind erreicht, wenn Fieber länger anhält, der Husten sich verschlimmert oder Atemnot auftritt. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Bronchitis
Was ist das? - Definition Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Krankheitsbild
Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Symptome / Verlauf
Typisch für eine einfache chronische Bronchitis sind anhaltender Husten und morgendlicher schleimig
- -weißer Auswurf (Raucherhusten). Kommt es zusätzlich zur Verengung der Atemwege durch Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Schleimhautschwellung sprechen Ärzte von einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COB). Die Patienten leiden dann auch unter Atemnot, zunächst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe. Betroffene bekommen durch die dauerhafte Reizung der Bronchien auch öfter eine Infektion der Atemwege. Wenn im Laufe der Erkrankung Lungenbläschen zerstört werden, kann sich ein sogenanntes Lungenemphysem bilden
- eine Überblähung der Lunge. Dann sprechen Experten von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD.
Folgen / Komplikationen
Schreitet die Verengung der Atemwege fort, nimmt die Atemnot zu. Bei schweren Formen der COB kann es zur Überlastung des rechten Herzens (Cor pulmonale) und Herzrhythmusstörungen kommen. Ebenso kann sich eine COPD mit Lungenemphysem (Überblähung der Lunge) entwickeln.
Gefürchtet sind Verschlechterungsschübe, die häufig durch Infektionen ausgelöst werden. Sie führen zu einer plötzlichen und teils wochenlangen Verschlechterung. Typische Anzeichen sind stärkere Atemnot, Husten, verfärbter Auswurf, Brustenge, Fieber und Erschöpfung. Mitunter ist eine Behandlung im Krankenhaus nötig.
Die Erkrankung schränkt die Lebensqualität stark ein, vermindert die körperliche Leistungsfähigkeit und kann die Lebenserwartung verkürzen
- besonders bei fortgesetztem Rauchen oder häufigen Verschlechterungsschüben.
Ursachen / Risikofaktoren
Hauptursache für eine chronische Bronchitis ist das Rauchen
- sowohl aktiv als auch passiv. Jeder zweite Raucher in Deutschland leidet unter einer einfachen chronischen Bronchitis. An der chronisch
- -obstruktiven Form der Bronchitis erkranken 2 bis 3 Prozent der Frauen und 4 bis 6 Prozent der Männer. 90 Prozent aller Patienten mit COPD sind oder waren Raucher.
Weitere mögliche Auslöser sind Belastung durch Schadstoffe wie Staub, Dämpfe oder Abgase. Manchmal sind die Ursachen einer Erkrankung nicht bekannt.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
- Rauchen konsequent aufgeben. Apotheken können mit Nikotinersatzprodukten und Beratung unterstützen.
- Körperliches Training erhöht die Lebensqualität. Bei fortgeschrittener Erkrankung sollte man dies jedoch unbedingt unter ärztlicher Aufsicht durchführen.
- Bei gelb
- -grünem Auswurf oder plötzlicher Atemverschlechterung sofort einen Arzt aufsuchen.
Was der Arzt tun kann:
Der Arzt stellt zunächst eine Diagnose durch Befragung, körperliche Untersuchung, Lungenfunktionstests und gegebenenfalls Röntgen. Er kann je nach Art und Ausprägung der Beschwerden verschiedene Medikamente verschreiben, wie zum Beispiel bronchienerweiternde oder entzündungshemmende Arzneimittel.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17550621
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 10 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 800 mg
- Marke:
- COTRIM forte
- Hersteller:
- ratiopharm GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte noch 2-3 Tage nach Abklingen der Beschwerden genommen werden. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 5-8 Tage, bei Pneumocystis-carinii-Pneumonie mindestens 14 Tage, zur Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Infektionen der Harnwege 3-12 Monate, bei Harnblasenentzündung der Frau einmalige Einnahme.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Bei Harnblasenentzündung der Frau - einmalige Gabe:
Zur Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Bakterieninfektionen der Harnwege:
Pneumocystis-carinii-Pneumonie: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt dosiert.
Donovanose (Granuloma inguinale):
Bei Nocardiose:
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Pneumocystis-carinii-Pneumonie (Lungenentzündung, die durch bestimmte Kleinstlebewesen hervorgerufen wird)
- Bakterieninfektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
- Bakterieninfektion der Niere
- Bakterieninfektion der Harnwege
- Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Bakterieninfektionen der Harnwege
- Bakterieninfektionen der Geschlechtsorgane, wie:
-
- Prostataentzündung
-
- Donovanose (Granuloma inguinale)
- Bakterieninfektionen des Magen-Darm-Traktes, wie:
-
- Shigellen-Ruhr - (durch bestimmte Bakterien ausgelöste Durchfallerkrankung)
-
- Reisedurchfälle
-
- Typhus - (auch zur Behandlung von Dauerausscheidern)
-
- Paratyphus A und B
-
- Salmonellen-Enteritis, vor allem bei abwehrgeschwächten Patienten
- Brucellose
- Nocardiose
- Myzetom, nicht echt mykotisches
- Blastomykose, südamerikanische
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6-12 Jahren, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 3 Tabletten, Gesamtdosis: 3 Tabletten, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Co-trimoxazol besteht aus einer festen Wirkstoffkombination aus Sulfamethoxazol und Trimethoprim und gehört zu den Antibiotika. Er bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Folsäure verhindert. Im Gegensatz zum Menschen können Bakterien Folsäure nicht aus ihrer Umgebung aufnehmen, sondern müssen sie selbst herstellen. Die Folsäure ist für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich, durch ihr Fehlen stirbt die Bakterienkolonie aus. Da der Mensch die Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine gehört, mit der Nahrung aufnimmt, bleibt sein Stoffwechsel durch den Wirkstoff weitgehend unbeeinflusst.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Geschmacksstörungen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Zahnfleischentzündung
- Zungenentzündung
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag, schwerer
- Nesselausschlag
- Hautrötung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Durch Gallenstau bedingte Leberschäden - (cholestatische Hepatose)
- Veränderung des Blutbildes
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) - erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
- Anämie (Blutarmut)
- Störungen des Salzhaushaltes - (z.B. von Kalium, Natrium)
- Folsäuremangel
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen
- Kopfschmerzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erythema exsudativum multiforme, auch in der Vorgeschichte
- Lokaler Gewebezerfall der Haut/blasigen Ablösungen (Stevens-Johnson-Syndrom), auch in der Vorgeschichte
- Großflächiger Gewebezerfall der Haut/blasigen Ablösungen (Lyell-Syndrom), auch in der Vorgeschichte
- Medikamentenausschlag mit mehr weißen Blutkörperchen (Arzneimittelexanthem), auch in der Vorgeschichte
- Veränderungen des Blutbildes - (v.a. der weißen Blutkörperchen, des roten Blutfarbstoffes und der Blutplättchen)
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Nierenschäden
- Terminales Nierenversagen
- Leberschäden
- Eingeschränkte Leberfunktion, wie z.B. bei Hepatitis
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Knochen- und/oder Knochenmarkinfektion
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Leichte Leberfunktionsstörung
- Schilddrüsenerkrankungen
- Folsäuremangel
- Fragiles X-Chromosom-Syndrom (Erbkrankheit, die zu geistiger Behinderung führen kann)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Frühgeborene: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Säuglinge in den ersten 5 Lebenswochen: In dieser Gruppe darf das Arzneimittel nicht angewendet werden.
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Der Urin kann verfärbt werden.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bronchiektasen
Was ist das? - Definition Bronchiektasen sind krankhafte dauerhafte Erweiterungen der Bronchien, die zu wiederkehrenden Entzündungen und vermehrtem zähem Schleim führen.
Krankheitsbild
Bronchiektasen entstehen, wenn Teile der Bronchien ihre normale Form verlieren und sich dauerhaft erweitern. Dadurch sammeln sich Sekrete an, die der Körper nur schwer abtransportieren kann. Dies begünstigt Infektionen und Entzündungen und führt zu einer Belastung der Lunge. Betroffene bemerken oft einen chronischen Husten mit Schleimproduktion, der im Verlauf zunehmen kann.
Symptome/Verlauf
Typische Anzeichen treten meist über längere Zeit auf und können sich schubweise verstärken. Häufige Symptome sind unter anderem:
- anhaltender Husten mit oft zähem Auswurf
- wiederkehrende Atemwegsinfekte
- Atemnot, vor allem bei körperlicher Belastung
- morgendliche Verschlechterung durch angesammelten Schleim
Der Verlauf kann von mild bis stark ausgeprägt reichen. Manche Menschen haben über Jahre wenig Beschwerden, während andere deutliche Einschränkungen bemerken.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Bronchiektasen können zu immer wiederkehrenden Infektionen führen, die die Lunge mit der Zeit schädigen. Es kann zu Blutbeimengungen im Auswurf, Einschränkungen der Leistungsfähigkeit oder selten zu schweren Lungeninfektionen kommen. Langfristig arbeitet die Lunge oft schlechter, was sich im Alltag deutlich bemerkbar macht.
Ursachen/Risikofaktoren
Bronchiektasen entstehen aus verschiedenen Gründen. Dazu gehören Infektionen im Kindesalter, wiederholte schwere Atemwegsinfekte, , chronische Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD, angeborene Erkrankungen wie Mukoviszidose oder Störungen der Schleimtransportfunktion. Auch chronische Entzündungen der Atemwege oder eine beeinträchtigte Immunabwehr begünstigen die Entstehung. In manchen Fällen bleibt die Ursache unklar.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung umfasst meist Atemtherapie, Entfernung von Sekret und bei Bedarf den Einsatz schleimlösender Mittel und bei bakteriellen Infekten geeigneter Antibiotika. Im Verlauf der Erkrankung treten akute Verschlechterungen der bronchialen Entzündung und/oder der Infektion auf. Deshalb sollten sich Betroffene unbedingt gegen Grippe, Lungenentzündung, Keuchhusten und soweit verfügbar auch weitere Atemwegsinfekte impfen lassen.
Das kann man selbst tun: Regelmäßig Atemübungen durchführen, ausreichend trinkt und sich bewegen. Grenzen bestehen, wenn starke Atemnot, Fieber, Blut im Auswurf oder häufige Infektionen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bronchitis
Was ist das? - Definition Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien, also der größeren Atemwege in der Lunge. Sie tritt meist akut auf und wird häufig durch Viren ausgelöst. Typischerweise kommt es dabei zu Husten und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Die Erkrankung kann auch chronisch verlaufen, wenn die Beschwerden über Monate bestehen oder immer wiederkehren. Besonders oft leiden Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen der Atemwege unter einer Bronchitis.
Krankheitsbild
Bronchitis betrifft die Schleimhäute der Bronchien, die sich entzünden. Die akute Form tritt meist im Zusammenhang mit Erkältungen auf und heilt in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen ab. Die chronische Bronchitis hingegen entwickelt sich über längere Zeit und kann zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. Besonders Raucher sind gefährdet, eine chronische Form zu entwickeln.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden beginnen oft plötzlich und ähneln denen einer Erkältung. Typisch sind:
- Husten, zunächst trocken, später mit Auswurf
- Kratzen oder Brennen in der Brust
- Kurzatmigkeit bei Belastung
- Fieber oder leicht erhöhte Temperatur
- Allgemeines Krankheitsgefühl und Müdigkeit
Der Verlauf hängt von der Ursache und dem Allgemeinzustand der Betroffenen ab. Eine akute Bronchitis klingt meist nach ein bis zwei Wochen ab. Bei einer chronischen Bronchitis halten die Symptome über Monate an oder treten immer wieder auf. In solchen Fällen sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen verläuft eine akute Bronchitis unkompliziert. Es kann jedoch zu Folgeerkrankungen kommen, etwa einer Lungenentzündung oder einer Verschlimmerung bestehender Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD. Bei einer chronischen Bronchitis besteht die Gefahr, dass sich die Atemwege dauerhaft verändern und dies die Lungenfunktion einschränkt. Auch wiederholte Infekte können die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die akute Bronchitis wird meist durch Viren ausgelöst, seltener durch Bakterien. Reizstoffe wie Rauch oder Staub können die Schleimhäute zusätzlich belasten. Rauchen, häufige Atemwegsinfekte, Luftverschmutzung oder Schadstoffe sowie ein geschwächtes Immunsystem erhöhen das Risiko. Auch chronische Lungenerkrankungen und kalte und feuchte Witterung steigern die Wahrscheinlichkeit. Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sind besonders anfällig für eine Bronchitis.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Abhören der Lunge und gegebenenfalls weitere Untersuchungen die Diagnose stellen. Bei bakteriellen Infektionen können Antibiotika notwendig sein. Zur Linderung der Beschwerden kommen schleimlösende Mittel und entzündungshemmende Wirkstoffe zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Ausreichend trinken, um den Schleim zu lösen, Rauch und Schadstoffe meiden, Inhalationen mit Wasserdampf oder Salzlösungen. Zudem fördert Schonung und ausreichend Schlaf die Genesung. Grenzen sind erreicht, wenn Fieber länger anhält, der Husten sich verschlimmert oder Atemnot auftritt. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Bronchitis
Was ist das? - Definition Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Krankheitsbild
Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Symptome / Verlauf
Typisch für eine einfache chronische Bronchitis sind anhaltender Husten und morgendlicher schleimig
- -weißer Auswurf (Raucherhusten). Kommt es zusätzlich zur Verengung der Atemwege durch Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Schleimhautschwellung sprechen Ärzte von einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COB). Die Patienten leiden dann auch unter Atemnot, zunächst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe. Betroffene bekommen durch die dauerhafte Reizung der Bronchien auch öfter eine Infektion der Atemwege. Wenn im Laufe der Erkrankung Lungenbläschen zerstört werden, kann sich ein sogenanntes Lungenemphysem bilden
- eine Überblähung der Lunge. Dann sprechen Experten von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD.
Folgen / Komplikationen
Schreitet die Verengung der Atemwege fort, nimmt die Atemnot zu. Bei schweren Formen der COB kann es zur Überlastung des rechten Herzens (Cor pulmonale) und Herzrhythmusstörungen kommen. Ebenso kann sich eine COPD mit Lungenemphysem (Überblähung der Lunge) entwickeln.
Gefürchtet sind Verschlechterungsschübe, die häufig durch Infektionen ausgelöst werden. Sie führen zu einer plötzlichen und teils wochenlangen Verschlechterung. Typische Anzeichen sind stärkere Atemnot, Husten, verfärbter Auswurf, Brustenge, Fieber und Erschöpfung. Mitunter ist eine Behandlung im Krankenhaus nötig.
Die Erkrankung schränkt die Lebensqualität stark ein, vermindert die körperliche Leistungsfähigkeit und kann die Lebenserwartung verkürzen
- besonders bei fortgesetztem Rauchen oder häufigen Verschlechterungsschüben.
Ursachen / Risikofaktoren
Hauptursache für eine chronische Bronchitis ist das Rauchen
- sowohl aktiv als auch passiv. Jeder zweite Raucher in Deutschland leidet unter einer einfachen chronischen Bronchitis. An der chronisch
- -obstruktiven Form der Bronchitis erkranken 2 bis 3 Prozent der Frauen und 4 bis 6 Prozent der Männer. 90 Prozent aller Patienten mit COPD sind oder waren Raucher.
Weitere mögliche Auslöser sind Belastung durch Schadstoffe wie Staub, Dämpfe oder Abgase. Manchmal sind die Ursachen einer Erkrankung nicht bekannt.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
- Rauchen konsequent aufgeben. Apotheken können mit Nikotinersatzprodukten und Beratung unterstützen.
- Körperliches Training erhöht die Lebensqualität. Bei fortgeschrittener Erkrankung sollte man dies jedoch unbedingt unter ärztlicher Aufsicht durchführen.
- Bei gelb
- -grünem Auswurf oder plötzlicher Atemverschlechterung sofort einen Arzt aufsuchen.
Was der Arzt tun kann:
Der Arzt stellt zunächst eine Diagnose durch Befragung, körperliche Untersuchung, Lungenfunktionstests und gegebenenfalls Röntgen. Er kann je nach Art und Ausprägung der Beschwerden verschiedene Medikamente verschreiben, wie zum Beispiel bronchienerweiternde oder entzündungshemmende Arzneimittel.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.