CYCLOCAPS Beclometason 200 \m63g Inh.Kaps.+Cycloha
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Pharmazeutische Informationen
Inhalationskapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02417922
- Darreichungsform:
- Inhalationskapseln (Inhalationskapseln)
- Packungsgröße:
- 200 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- CYCLOCAPS
- Hersteller:
- PB Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Inhalieren Sie das Arzneimittel. Benutzen Sie dafür ein entsprechendes Gerät (z.B. Pulverinhalator). Die Anwendung sollte vor dem Essen erfolgen. Lassen Sie sich zu der Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Anfälligkeit für blaue Flecken, Dünnerwerden der Haut und Glaukom. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Höchstdosis für Kinder von 6 bis 12 Jahren: Eine Dosis von 2 Inhalationskapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Höchstdosis für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene: Eine Dosis von 10 Inhalationskapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Anwendung ein spezieller Inhalator bei.
Anwendungsgebiete
- Asthma bronchiale
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6 bis 12 Jahren, Einzeldosis: 1 Inhalationskapsel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Inhalationskapseln, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Angewendet wird der Wirkstoff vor allem um entzündliche Reaktionen der Atemwege (wie zum Beispiel beim Asthma bronchiale oder Heuschnupfen) zu vermindern. Darüber hinaus reduziert er die Schleimbildung, fördert den Transport des gebildeten Schleimes aus den Atemwegen, hemmt die Wassereinlagerung in das Gewebe der Bronchien und letztendliche eine Zerstörung der obersten Schleimhautschicht der Bronchien. Optimal wirkt der Stoff erst, wenn er regelmäßig angewendet wird.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen
- Heiserkeit
- Infektionen mit Hefepilzen, wie:
- Mundsoor
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen, wie:
- Pilzinfektionen der Atemwege
- Virusinfektionen der Atemwege
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Lungentuberkulose
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Kuhmilch bzw. Rindereiweiß!
- Vorsicht bei Allergie gegen Milchprotein.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Für die Behandlung eines akuten Anfalls ist dieses Arzneimittel nicht geeignet.
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf, wenn nach Arzneimittelanwendung plötzliche und zunehmende Verstärkung der Atemnot auftreten.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: proteinhaltig Metformin hydrochlorid Sitagliptin phosphat-1-Wasser Pioglitazon hydrochlorid Dapagliflozin-[(2S)-Propan-1,2-diol] (1:1)-1-Wasser Vildagliptin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen könnte.
Was ist zu tun?
Bitte überprüfen Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei Kombination der Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: proteinhaltig Ceritinib Itraconazol Clarithromycin Voriconazol und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Müdigkeit, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: proteinhaltig und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: proteinhaltig Atazanavir sulfat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Müdigkeit, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Allergischer Schnupfen - Heuschnupfen
Was ist das? - Definition Der allergische Schnupfen, auch Heuschnupfen genannt, ist eine Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Auslöser. Hierzu zählen vor allem Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern. Die Beschwerden treten meist saisonal auf, wenn die Pflanzen blühen. Millionen Menschen sind betroffen - oft schon im Kindesalter. Die Symptome sind lästig, können aber gut behandelt werden. Unbehandelt drohen Folgeerkrankungen wie allergisches Asthma.
Krankheitsbild
Der allergische Schnupfen, auch Heuschnupfen genannt, ist eine Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Auslöser. Hierzu zählen vor allem Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern. Die Beschwerden treten meist saisonal auf, wenn die Pflanzen blühen. Millionen Menschen sind betroffen, oft schon im Kindesalter. Die Symptome sind lästig, können aber gut behandelt werden. Unbehandelt drohen Folgeerkrankungen wie allergisches Asthma.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Laufende oder verstopfte Nase
- Niesattacken
- Juckreiz an Nase, Augen oder Rachen
- Tränende, gerötete Augen
- Müdigkeit und Konzentrationsprobleme
Die Symptome treten meist unmittelbar nach Kontakt mit den Auslösern auf. Bei starker Belastung können auch Husten, Atemnot oder Hautreaktionen hinzukommen. Unbehandelt kann sich die Allergie verschlimmern und auf die unteren Atemwege übergreifen. Man spricht dann vom Etagenwechsel.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandelter allergischer Schnupfen kann zu allergischem Asthma führen. Auch Kreuzallergien sind möglich, etwa gegen bestimmte Obstsorten oder Nüsse. Die Nase kann empfindlicher auf Reize wie kalte Luft oder Rauch reagieren. In schweren Fällen drohen chronische Entzündungen, Schlafstörungen und psychische Belastungen. Eine frühzeitige Therapie kann diese Folgen meist verhindern.
Ursachen/Risikofaktoren
Auslöser sind vor allem Pollen von Gräsern, Kräutern und Bäumen wie Birke, Hasel oder Erle. Risikofaktoren sind genetische Veranlagung, häufige Atemwegsinfekte, Luftverschmutzung und übertriebene Hygiene in der Kindheit. Auch Stress und bestimmte Ernährungsgewohnheiten können das Allergierisiko erhöhen. Wer bereits andere Allergien hat, ist besonders gefährdet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er führt Allergietests durch, etwa auf der Haut oder per Blutuntersuchungen. Zur Behandlung kommen Antihistaminika, Kortison-Nasensprays und bei Bedarf eine Hyposensibilisierung zum Einsatz. Hier erhalten Betroffene in symptomfreien Zeiten den Allergieauslöser erst in kleinen, dann in größeren Dosen gespritzt. In vielen Fällen mindert das auf Dauer die Symptome.
Das kann man selbst tun: Pollenschutzmaßnahmen wie Lüften zu pollenarmen Zeiten, Haarewaschen am Abend und Nasenduschen lindern die Beschwerden. Grenzen sind erreicht bei Atemnot, starkem Husten oder anhaltenden Beschwerden. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Asthma bronchiale (allergisch und nicht-allergisch)
Was ist das? - Definition Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Bronchien entzünden und verengen. Das führt zu anfallsartiger Atemnot, Husten und einem Engegefühl in der Brust. Die Beschwerden können durch Allergene, körperliche Belastung oder andere Reize ausgelöst werden. Mit der richtigen Behandlung lässt sich Asthma meist gut kontrollieren.
Krankheitsbild
Asthma bronchiale betrifft die unteren Atemwege und kann in jedem Alter auftreten. Häufig beginnt die Erkrankung bereits im Kindesalter. Die Bronchien sind dauerhaft entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize. Das führt zu einer Verengung der Atemwege, wodurch das Atmen erschwert wird. In Deutschland sind etwa 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen und rund 10 Prozent der Kinder betroffen.
Asthma tritt in Schüben auf. Zwischen den Anfällen können die Betroffenen beschwerdefrei sein. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten und einem angepassten Lebensstil gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Ein Asthma-Anfall kann plötzlich auftreten und Minuten bis Stunden andauern. Typische Beschwerden sind:
- -Atemnot, oft begleitet von Angst und Unruhe
- -Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
- -Husten mit zähem Schleim, besonders nachts oder morgens
- -Beklemmungsgefühl in der Brust
- -Erschwerte Ausatmung
- -Blaufärbung der Lippen oder Finger bei starkem Sauerstoffmangel
- -Müdigkeit durch unzureichende Sauerstoffversorgung
In schweren Fällen kann ein sogenannter "Status asthmaticus" auftreten. Das ist ein Asthma-Anfall, der länger als 24 Stunden dauert und nicht auf die üblichen Medikamente anspricht. Das ist ein medizinischer Notfall.
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen haben nur gelegentlich leichte Beschwerden, andere leiden unter häufigen und schweren Anfällen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Asthma kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Häufige Anfälle belasten Herz und Kreislauf und können zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. In schweren Fällen droht ein Sauerstoffmangel, der lebensbedrohlich sein kann.
Langfristig kann sich ein sogenanntes "remodeling" der Bronchien entwickeln. Hierbei verändern sich die Atemwege strukturell, was die Beschwerden verstärken kann. Auch psychische Belastungen wie Angst und Schlafstörungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Asthma entsteht durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber bestimmten Reizen. Man unterscheidet verschiedene Formen:
- -allergisches Asthma: Ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmel
- -nicht-allergisches Asthma: Reaktion auf Infekte, Medikamente, Stress oder kalte Luft
- -berufsbedingtes Asthma: Durch Reizstoffe am Arbeitsplatz
- -hormonelles Asthma: Kann bei Frauen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten
- -Risikofaktoren sind unter anderem:
- -familiäre Vorbelastung mit Asthma oder Allergien
- -Luftverschmutzung und Zigarettenrauch
- -Allergene in der Umgebung
- -Atemwegsinfekte in der Kindheit
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Behandlung erfolgt meist mit inhalierbaren Medikamenten. Dazu gehören entzündungshemmende Mittel wie Cortison-Sprays und bronchienerweiternde Wirkstoffe. Je nach Schweregrad wird die Therapie individuell angepasst. Bei schweren Fällen können auch Antikörpertherapien oder Cortison-Tabletten notwendig sein.
Was man selbst tun kann:
- -Asthma-Auslöser meiden
- -nicht rauchen
- -regelmäßige Bewegung
- -Gewicht reduzieren
- -Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken wahrnehmen
- -Inhalationstechnik regelmäßig überprüfen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Beschwerden zunehmen, die Medikamente nicht mehr helfen oder ein schwerer Anfall auftritt, ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Bei Atemnot, die länger anhält oder sich verschlimmert, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - AWMF, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-002, (2024) - Ginasthma.org, https://ginasthma.org/, (2024) - www.atemwegsliga.de, https://www.atemwegsliga.de/asthma.html, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Bronchitis
Was ist das? - Definition Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Krankheitsbild
Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Symptome / Verlauf
Typisch für eine einfache chronische Bronchitis sind anhaltender Husten und morgendlicher schleimig
- -weißer Auswurf (Raucherhusten). Kommt es zusätzlich zur Verengung der Atemwege durch Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Schleimhautschwellung sprechen Ärzte von einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COB). Die Patienten leiden dann auch unter Atemnot, zunächst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe. Betroffene bekommen durch die dauerhafte Reizung der Bronchien auch öfter eine Infektion der Atemwege. Wenn im Laufe der Erkrankung Lungenbläschen zerstört werden, kann sich ein sogenanntes Lungenemphysem bilden
- eine Überblähung der Lunge. Dann sprechen Experten von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD.
Folgen / Komplikationen
Schreitet die Verengung der Atemwege fort, nimmt die Atemnot zu. Bei schweren Formen der COB kann es zur Überlastung des rechten Herzens (Cor pulmonale) und Herzrhythmusstörungen kommen. Ebenso kann sich eine COPD mit Lungenemphysem (Überblähung der Lunge) entwickeln.
Gefürchtet sind Verschlechterungsschübe, die häufig durch Infektionen ausgelöst werden. Sie führen zu einer plötzlichen und teils wochenlangen Verschlechterung. Typische Anzeichen sind stärkere Atemnot, Husten, verfärbter Auswurf, Brustenge, Fieber und Erschöpfung. Mitunter ist eine Behandlung im Krankenhaus nötig.
Die Erkrankung schränkt die Lebensqualität stark ein, vermindert die körperliche Leistungsfähigkeit und kann die Lebenserwartung verkürzen
- besonders bei fortgesetztem Rauchen oder häufigen Verschlechterungsschüben.
Ursachen / Risikofaktoren
Hauptursache für eine chronische Bronchitis ist das Rauchen
- sowohl aktiv als auch passiv. Jeder zweite Raucher in Deutschland leidet unter einer einfachen chronischen Bronchitis. An der chronisch
- -obstruktiven Form der Bronchitis erkranken 2 bis 3 Prozent der Frauen und 4 bis 6 Prozent der Männer. 90 Prozent aller Patienten mit COPD sind oder waren Raucher.
Weitere mögliche Auslöser sind Belastung durch Schadstoffe wie Staub, Dämpfe oder Abgase. Manchmal sind die Ursachen einer Erkrankung nicht bekannt.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
- Rauchen konsequent aufgeben. Apotheken können mit Nikotinersatzprodukten und Beratung unterstützen.
- Körperliches Training erhöht die Lebensqualität. Bei fortgeschrittener Erkrankung sollte man dies jedoch unbedingt unter ärztlicher Aufsicht durchführen.
- Bei gelb
- -grünem Auswurf oder plötzlicher Atemverschlechterung sofort einen Arzt aufsuchen.
Was der Arzt tun kann:
Der Arzt stellt zunächst eine Diagnose durch Befragung, körperliche Untersuchung, Lungenfunktionstests und gegebenenfalls Röntgen. Er kann je nach Art und Ausprägung der Beschwerden verschiedene Medikamente verschreiben, wie zum Beispiel bronchienerweiternde oder entzündungshemmende Arzneimittel.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Inhalationskapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02417922
- Darreichungsform:
- Inhalationskapseln (Inhalationskapseln)
- Packungsgröße:
- 200 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- CYCLOCAPS
- Hersteller:
- PB Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Inhalieren Sie das Arzneimittel. Benutzen Sie dafür ein entsprechendes Gerät (z.B. Pulverinhalator). Die Anwendung sollte vor dem Essen erfolgen. Lassen Sie sich zu der Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Anfälligkeit für blaue Flecken, Dünnerwerden der Haut und Glaukom. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Höchstdosis für Kinder von 6 bis 12 Jahren: Eine Dosis von 2 Inhalationskapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Höchstdosis für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene: Eine Dosis von 10 Inhalationskapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Anwendung ein spezieller Inhalator bei.
Anwendungsgebiete
- Asthma bronchiale
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6 bis 12 Jahren, Einzeldosis: 1 Inhalationskapsel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Inhalationskapseln, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Angewendet wird der Wirkstoff vor allem um entzündliche Reaktionen der Atemwege (wie zum Beispiel beim Asthma bronchiale oder Heuschnupfen) zu vermindern. Darüber hinaus reduziert er die Schleimbildung, fördert den Transport des gebildeten Schleimes aus den Atemwegen, hemmt die Wassereinlagerung in das Gewebe der Bronchien und letztendliche eine Zerstörung der obersten Schleimhautschicht der Bronchien. Optimal wirkt der Stoff erst, wenn er regelmäßig angewendet wird.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen
- Heiserkeit
- Infektionen mit Hefepilzen, wie:
- Mundsoor
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen, wie:
- Pilzinfektionen der Atemwege
- Virusinfektionen der Atemwege
- Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
-
- Lungentuberkulose
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Kuhmilch bzw. Rindereiweiß!
- Vorsicht bei Allergie gegen Milchprotein.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Für die Behandlung eines akuten Anfalls ist dieses Arzneimittel nicht geeignet.
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf, wenn nach Arzneimittelanwendung plötzliche und zunehmende Verstärkung der Atemnot auftreten.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen könnte.
Was ist zu tun?
Bitte überprüfen Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei Kombination der Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Müdigkeit, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Müdigkeit, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Allergischer Schnupfen - Heuschnupfen
Was ist das? - Definition Der allergische Schnupfen, auch Heuschnupfen genannt, ist eine Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Auslöser. Hierzu zählen vor allem Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern. Die Beschwerden treten meist saisonal auf, wenn die Pflanzen blühen. Millionen Menschen sind betroffen - oft schon im Kindesalter. Die Symptome sind lästig, können aber gut behandelt werden. Unbehandelt drohen Folgeerkrankungen wie allergisches Asthma.
Krankheitsbild
Der allergische Schnupfen, auch Heuschnupfen genannt, ist eine Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Auslöser. Hierzu zählen vor allem Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern. Die Beschwerden treten meist saisonal auf, wenn die Pflanzen blühen. Millionen Menschen sind betroffen, oft schon im Kindesalter. Die Symptome sind lästig, können aber gut behandelt werden. Unbehandelt drohen Folgeerkrankungen wie allergisches Asthma.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- Laufende oder verstopfte Nase
- Niesattacken
- Juckreiz an Nase, Augen oder Rachen
- Tränende, gerötete Augen
- Müdigkeit und Konzentrationsprobleme
Die Symptome treten meist unmittelbar nach Kontakt mit den Auslösern auf. Bei starker Belastung können auch Husten, Atemnot oder Hautreaktionen hinzukommen. Unbehandelt kann sich die Allergie verschlimmern und auf die unteren Atemwege übergreifen. Man spricht dann vom Etagenwechsel.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandelter allergischer Schnupfen kann zu allergischem Asthma führen. Auch Kreuzallergien sind möglich, etwa gegen bestimmte Obstsorten oder Nüsse. Die Nase kann empfindlicher auf Reize wie kalte Luft oder Rauch reagieren. In schweren Fällen drohen chronische Entzündungen, Schlafstörungen und psychische Belastungen. Eine frühzeitige Therapie kann diese Folgen meist verhindern.
Ursachen/Risikofaktoren
Auslöser sind vor allem Pollen von Gräsern, Kräutern und Bäumen wie Birke, Hasel oder Erle. Risikofaktoren sind genetische Veranlagung, häufige Atemwegsinfekte, Luftverschmutzung und übertriebene Hygiene in der Kindheit. Auch Stress und bestimmte Ernährungsgewohnheiten können das Allergierisiko erhöhen. Wer bereits andere Allergien hat, ist besonders gefährdet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er führt Allergietests durch, etwa auf der Haut oder per Blutuntersuchungen. Zur Behandlung kommen Antihistaminika, Kortison-Nasensprays und bei Bedarf eine Hyposensibilisierung zum Einsatz. Hier erhalten Betroffene in symptomfreien Zeiten den Allergieauslöser erst in kleinen, dann in größeren Dosen gespritzt. In vielen Fällen mindert das auf Dauer die Symptome.
Das kann man selbst tun: Pollenschutzmaßnahmen wie Lüften zu pollenarmen Zeiten, Haarewaschen am Abend und Nasenduschen lindern die Beschwerden. Grenzen sind erreicht bei Atemnot, starkem Husten oder anhaltenden Beschwerden. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Asthma bronchiale (allergisch und nicht-allergisch)
Was ist das? - Definition Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Bronchien entzünden und verengen. Das führt zu anfallsartiger Atemnot, Husten und einem Engegefühl in der Brust. Die Beschwerden können durch Allergene, körperliche Belastung oder andere Reize ausgelöst werden. Mit der richtigen Behandlung lässt sich Asthma meist gut kontrollieren.
Krankheitsbild
Asthma bronchiale betrifft die unteren Atemwege und kann in jedem Alter auftreten. Häufig beginnt die Erkrankung bereits im Kindesalter. Die Bronchien sind dauerhaft entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize. Das führt zu einer Verengung der Atemwege, wodurch das Atmen erschwert wird. In Deutschland sind etwa 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen und rund 10 Prozent der Kinder betroffen.
Asthma tritt in Schüben auf. Zwischen den Anfällen können die Betroffenen beschwerdefrei sein. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten und einem angepassten Lebensstil gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Ein Asthma-Anfall kann plötzlich auftreten und Minuten bis Stunden andauern. Typische Beschwerden sind:
- -Atemnot, oft begleitet von Angst und Unruhe
- -Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
- -Husten mit zähem Schleim, besonders nachts oder morgens
- -Beklemmungsgefühl in der Brust
- -Erschwerte Ausatmung
- -Blaufärbung der Lippen oder Finger bei starkem Sauerstoffmangel
- -Müdigkeit durch unzureichende Sauerstoffversorgung
In schweren Fällen kann ein sogenannter "Status asthmaticus" auftreten. Das ist ein Asthma-Anfall, der länger als 24 Stunden dauert und nicht auf die üblichen Medikamente anspricht. Das ist ein medizinischer Notfall.
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen haben nur gelegentlich leichte Beschwerden, andere leiden unter häufigen und schweren Anfällen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Asthma kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Häufige Anfälle belasten Herz und Kreislauf und können zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. In schweren Fällen droht ein Sauerstoffmangel, der lebensbedrohlich sein kann.
Langfristig kann sich ein sogenanntes "remodeling" der Bronchien entwickeln. Hierbei verändern sich die Atemwege strukturell, was die Beschwerden verstärken kann. Auch psychische Belastungen wie Angst und Schlafstörungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Asthma entsteht durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber bestimmten Reizen. Man unterscheidet verschiedene Formen:
- -allergisches Asthma: Ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmel
- -nicht-allergisches Asthma: Reaktion auf Infekte, Medikamente, Stress oder kalte Luft
- -berufsbedingtes Asthma: Durch Reizstoffe am Arbeitsplatz
- -hormonelles Asthma: Kann bei Frauen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten
- -Risikofaktoren sind unter anderem:
- -familiäre Vorbelastung mit Asthma oder Allergien
- -Luftverschmutzung und Zigarettenrauch
- -Allergene in der Umgebung
- -Atemwegsinfekte in der Kindheit
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Behandlung erfolgt meist mit inhalierbaren Medikamenten. Dazu gehören entzündungshemmende Mittel wie Cortison-Sprays und bronchienerweiternde Wirkstoffe. Je nach Schweregrad wird die Therapie individuell angepasst. Bei schweren Fällen können auch Antikörpertherapien oder Cortison-Tabletten notwendig sein.
Was man selbst tun kann:
- -Asthma-Auslöser meiden
- -nicht rauchen
- -regelmäßige Bewegung
- -Gewicht reduzieren
- -Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken wahrnehmen
- -Inhalationstechnik regelmäßig überprüfen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Beschwerden zunehmen, die Medikamente nicht mehr helfen oder ein schwerer Anfall auftritt, ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Bei Atemnot, die länger anhält oder sich verschlimmert, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - AWMF, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-002, (2024) - Ginasthma.org, https://ginasthma.org/, (2024) - www.atemwegsliga.de, https://www.atemwegsliga.de/asthma.html, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Bronchitis
Was ist das? - Definition Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Krankheitsbild
Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Symptome / Verlauf
Typisch für eine einfache chronische Bronchitis sind anhaltender Husten und morgendlicher schleimig
- -weißer Auswurf (Raucherhusten). Kommt es zusätzlich zur Verengung der Atemwege durch Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Schleimhautschwellung sprechen Ärzte von einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COB). Die Patienten leiden dann auch unter Atemnot, zunächst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe. Betroffene bekommen durch die dauerhafte Reizung der Bronchien auch öfter eine Infektion der Atemwege. Wenn im Laufe der Erkrankung Lungenbläschen zerstört werden, kann sich ein sogenanntes Lungenemphysem bilden
- eine Überblähung der Lunge. Dann sprechen Experten von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD.
Folgen / Komplikationen
Schreitet die Verengung der Atemwege fort, nimmt die Atemnot zu. Bei schweren Formen der COB kann es zur Überlastung des rechten Herzens (Cor pulmonale) und Herzrhythmusstörungen kommen. Ebenso kann sich eine COPD mit Lungenemphysem (Überblähung der Lunge) entwickeln.
Gefürchtet sind Verschlechterungsschübe, die häufig durch Infektionen ausgelöst werden. Sie führen zu einer plötzlichen und teils wochenlangen Verschlechterung. Typische Anzeichen sind stärkere Atemnot, Husten, verfärbter Auswurf, Brustenge, Fieber und Erschöpfung. Mitunter ist eine Behandlung im Krankenhaus nötig.
Die Erkrankung schränkt die Lebensqualität stark ein, vermindert die körperliche Leistungsfähigkeit und kann die Lebenserwartung verkürzen
- besonders bei fortgesetztem Rauchen oder häufigen Verschlechterungsschüben.
Ursachen / Risikofaktoren
Hauptursache für eine chronische Bronchitis ist das Rauchen
- sowohl aktiv als auch passiv. Jeder zweite Raucher in Deutschland leidet unter einer einfachen chronischen Bronchitis. An der chronisch
- -obstruktiven Form der Bronchitis erkranken 2 bis 3 Prozent der Frauen und 4 bis 6 Prozent der Männer. 90 Prozent aller Patienten mit COPD sind oder waren Raucher.
Weitere mögliche Auslöser sind Belastung durch Schadstoffe wie Staub, Dämpfe oder Abgase. Manchmal sind die Ursachen einer Erkrankung nicht bekannt.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
- Rauchen konsequent aufgeben. Apotheken können mit Nikotinersatzprodukten und Beratung unterstützen.
- Körperliches Training erhöht die Lebensqualität. Bei fortgeschrittener Erkrankung sollte man dies jedoch unbedingt unter ärztlicher Aufsicht durchführen.
- Bei gelb
- -grünem Auswurf oder plötzlicher Atemverschlechterung sofort einen Arzt aufsuchen.
Was der Arzt tun kann:
Der Arzt stellt zunächst eine Diagnose durch Befragung, körperliche Untersuchung, Lungenfunktionstests und gegebenenfalls Röntgen. Er kann je nach Art und Ausprägung der Beschwerden verschiedene Medikamente verschreiben, wie zum Beispiel bronchienerweiternde oder entzündungshemmende Arzneimittel.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.