DARAPRIM Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01161113
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Marke:
- DARAPRIM
- Hersteller:
- GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Erbrechen, Krämpfen, Zittern bis zu Atemdepression kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Erster Behandlungstag:
Folgebehandlung:
Das Arzneimittel wird immer zusammen mit einem 2. Arzneimittel (Sulfonamid) gegeben.
Für Kinder wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Toxoplasmose - (Infektion mit Toxoplasmen (Kleinstlebewesen), die sich bei den meisten Erkrankten wie eine Erkältung äußert)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder über 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 4 Tabletten, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder über 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-2 Tabletten pro Tag, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift störend in den Stoffwechsel von Erregern der Toxoplasmose ein, indem er den Aufbau von Folsäure verhindert. Im Gegensatz zum Menschen können die Erreger Folsäure nicht aus ihrer Umgebung aufnehmen, sondern müssen sie selbst herstellen. Die Folsäure ist für Wachstum und Vermehrung der Erreger unerlässlich, durch ihr Fehlen stirbt die Erregerkolonie aus. Da der Mensch die Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine gehört, mit der Nahrung aufnimmt, bleibt sein Stoffwechsel durch den Wirkstoff weitgehend unbeeinflusst.
Nebenwirkungen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Hautausschlag
- Verfärbung der Haut
- Anämie (Blutarmut)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Folsäuremangel
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Blutarmut (megablastäre Anämie), aufgrund von Folsäuremangel
- Neigung zu Krampfanfällen, d.h. in der eigenen Vorgeschichte sind epileptische Anfälle bekannt
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Die Behandlung wird kombiniert mit einem weiteren Arzneimittel durchgeführt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Clozapin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, sind verstärkte Kontrollen nötig.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Metformin hydrochlorid Sitagliptin phosphat-1-Wasser Pioglitazon hydrochlorid Dapagliflozin-[(2S)-Propan-1,2-diol] (1:1)-1-Wasser Vildagliptin Sitagliptin tartrat-0,5-Wasser und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang kann es zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfen, vertiefter Atmung, Herzklopfen oder Schwäche bis hin zu Koma kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- alte Patienten - alkoholkranke Patienten - unterernährte Patienten - Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- eingeschränkter Leberfunktion
~i- Atemschwäche
~i- Herzschwäche
~i- schlecht eingestelltem Diabetes mellitus
~i- Sauerstoffmangel
~i- Flüssigkeitsmangel
~i- akuten schweren Infektionen
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sulfamethoxazol mit Trimethoprim Methotrexat dinatrium Methotrexat Atovaquon Trimethoprim und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Veränderungen des Blutbilds möglicherweise vermehrt auftreten, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Nach der letzten Einnahme von diesem Arzneimittel sollten mindestens 3 Tage vergangen sein, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang kann es zu Rötung des Gesichts, Fieber, Ermüdung und Kopfschmerzen kommen.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Toxoplasmose
Was ist das? - Definition Toxoplasmose ist eine Krankheit, die durch die Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Die Parasiten werden von Tieren auf den Menschen übertragen. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt. Gefährlich kann sie vor allem ungeborene Kinder in der Schwangerschaft und für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem werden.
Krankheitsbild
Toxoplasmose ist eine Krankheit, die durch die Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Dabei handelt es sich um ein einzelliges Tierchen, das von Tieren oder tierischen Produkten auf den Menschen übertragen wird. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, ähneln sie oft einem grippalen Infekt. Gefährlich kann eine Toxoplasmose-Infektion allerdings für ungeborene Kinder in der Schwangerschaft und für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem werden.
Symptome / Verlauf
Bei Menschen mit intaktem Immunsystem verläuft die Infektion in den meisten Fällen ohne Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, ähneln sie oft einem grippalen Infekt, zum Beispiel mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und geschwollenen Lymphknoten im Kopf-Hals-Bereich. Nur selten kommt es zu einer Entzündung am Auge, die das Sehen beeinträchtigen kann, oder zu einer Entzündung des Gehirns. Nach einer Infektion bleibt der Erreger ein Leben lang im Körper, löst aber bei Menschen mit einem intakten Immunsystem keine Beschwerden mehr aus.
Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann eine Reaktivierung zu schweren Verläufen führen, zum Beispiel mit Beteiligung des Gehirns oder anderer Organe.
Eine Ansteckung während der Schwangerschaft ist besonders relevant, wenn es sich um eine Erstinfektion handelt: Dann kann der Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden. Das Übertragungsrisiko steigt im Verlauf der Schwangerschaft, schwere Schäden sind jedoch besonders bei Infektionen früh in der Schwangerschaft möglich. Manche Folgen beim Kind können erst Monate oder Jahre nach der Geburt auffallen.
Folgen / Komplikationen
Bei Menschen geschwächtem Immunsystem beispielsweise bei HIV/AIDS, nach Organtransplantation oder unter immunsuppressiver Therapie kann Toxoplasmose lebensbedrohlich werden. Das gilt besonders dann, wenn das Gehirn betroffen ist. Toxoplasmose-Erreger können aber auch die Lunge, die Augen oder andere Organe befallen.
Eine Ansteckung während der Schwangerschaft ist besonders relevant, wenn es sich um eine Erstinfektion handelt: Dann kann der Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden. Besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel steigt durch eine Infektion das Risiko für einen Abgang oder eine schwere Fehlbildung und Krankheit des Ungeborenen an. Besonders das Gehirn und die Augen sind oft betroffen. Infizieren sich Babys im späteren Verlauf der Schwangerschaft, ist der Krankheitsverlauf meist leichter. Doch auch wenn infizierte Neugeborene bei der Geburt nicht auffällig sind, entwickeln viele der Kinder später noch Symptome.
Ursachen / Risikofaktoren
Die häufigsten Infektionswege sind:
- der Verzehr von rohem oder unzureichend erhitztem Fleisch beziehungsweise Fleischprodukten mit Parasitenzysten enthalten
- Kontakt mit Katzenkot. Es können sich zwar auch andere Tiere mit dem Erreger anstecken, aber nur Katzen scheiden ihn aus. In Kontakt können Katzenbesitzer beim Reinigen der Katzentoilette kommen. Auch bei der Gartenarbeit oder beim Spielen im Sandkasten ist ein Kontakt mit Katzenkot möglich.
- Verzehr von Lebensmitteln, die mit Erreger verunreinigt sind
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gesunde Menschen benötigen bei unkomplizierter, nach der Geburt erworbener Toxoplasmose häufig keine Therapie. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder wenn die Augen betroffen sind, können antiparasitäre Medikamente eingesetzt werden. Auch bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft beziehungsweise zur Behandlung von Babys nach der Geburt können Ärzte Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: Vorbeugung ist besonders wichtig für Schwangere ohne Immunität und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Folgende Maßnahmen können eine Infektion verhindern:
- Fleisch gut durchgaren
- Auf Rohe Wurst- und Fleischwaren verzichten wie Tartar, Mett, Carpaccio, Mett- oder Teewurst, Salami oder Rohschinken
- Rohes Gemüse und Obst gründlich waschen
- Hände vor dem Essen sowie nach einem Spielplatzbesuch und nach Kontakt mit rohem Fleisch oder Erde waschen.
- Bei Gartenarbeit oder Kontakt mit Erde können Handschuhe sinnvoll sein.
- Katzenklos sollten möglichst nicht von Schwangeren oder immungeschwächten Personen gereinigt werden; wenn doch, dann mit Handschuhen und möglichst täglich, damit infektiöse Stadien gar nicht erst "reifen" können.
- Katzen sollten in dieser Zeit möglichst mit Dosen
- oder Trockenfutter gefüttert werden, nicht mit rohem Fleisch.
Schwangere oder Frauen mit Kinderwunsch können ihr Blut testen lassen, ob sie im Laufe ihres Lebens schon eine Toxoplasmose durchgemacht haben und ob eine Immunität gegen den Erreger besteht. Besteht ein Verdacht auf eine akute Infektion, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten. Ohne diesen Verdacht, handelt es sich um eine Zusatzleistung, die in der Regel selbst bezahlt werden muss. Wer sich dafür interessiert, sollte sich bei seiner Krankenkasse erkundigen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01161113
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Marke:
- DARAPRIM
- Hersteller:
- GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Erbrechen, Krämpfen, Zittern bis zu Atemdepression kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Erster Behandlungstag:
Folgebehandlung:
Das Arzneimittel wird immer zusammen mit einem 2. Arzneimittel (Sulfonamid) gegeben.
Für Kinder wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Toxoplasmose - (Infektion mit Toxoplasmen (Kleinstlebewesen), die sich bei den meisten Erkrankten wie eine Erkältung äußert)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder über 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 4 Tabletten, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder über 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-2 Tabletten pro Tag, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift störend in den Stoffwechsel von Erregern der Toxoplasmose ein, indem er den Aufbau von Folsäure verhindert. Im Gegensatz zum Menschen können die Erreger Folsäure nicht aus ihrer Umgebung aufnehmen, sondern müssen sie selbst herstellen. Die Folsäure ist für Wachstum und Vermehrung der Erreger unerlässlich, durch ihr Fehlen stirbt die Erregerkolonie aus. Da der Mensch die Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine gehört, mit der Nahrung aufnimmt, bleibt sein Stoffwechsel durch den Wirkstoff weitgehend unbeeinflusst.
Nebenwirkungen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Hautausschlag
- Verfärbung der Haut
- Anämie (Blutarmut)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Folsäuremangel
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Blutarmut (megablastäre Anämie), aufgrund von Folsäuremangel
- Neigung zu Krampfanfällen, d.h. in der eigenen Vorgeschichte sind epileptische Anfälle bekannt
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Die Behandlung wird kombiniert mit einem weiteren Arzneimittel durchgeführt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, sind verstärkte Kontrollen nötig.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang kann es zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfen, vertiefter Atmung, Herzklopfen oder Schwäche bis hin zu Koma kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- alte Patienten - alkoholkranke Patienten - unterernährte Patienten - Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- eingeschränkter Leberfunktion
~i- Atemschwäche
~i- Herzschwäche
~i- schlecht eingestelltem Diabetes mellitus
~i- Sauerstoffmangel
~i- Flüssigkeitsmangel
~i- akuten schweren Infektionen
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Veränderungen des Blutbilds möglicherweise vermehrt auftreten, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Nach der letzten Einnahme von diesem Arzneimittel sollten mindestens 3 Tage vergangen sein, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang kann es zu Rötung des Gesichts, Fieber, Ermüdung und Kopfschmerzen kommen.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Toxoplasmose
Was ist das? - Definition Toxoplasmose ist eine Krankheit, die durch die Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Die Parasiten werden von Tieren auf den Menschen übertragen. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt. Gefährlich kann sie vor allem ungeborene Kinder in der Schwangerschaft und für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem werden.
Krankheitsbild
Toxoplasmose ist eine Krankheit, die durch die Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Dabei handelt es sich um ein einzelliges Tierchen, das von Tieren oder tierischen Produkten auf den Menschen übertragen wird. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, ähneln sie oft einem grippalen Infekt. Gefährlich kann eine Toxoplasmose-Infektion allerdings für ungeborene Kinder in der Schwangerschaft und für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem werden.
Symptome / Verlauf
Bei Menschen mit intaktem Immunsystem verläuft die Infektion in den meisten Fällen ohne Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, ähneln sie oft einem grippalen Infekt, zum Beispiel mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und geschwollenen Lymphknoten im Kopf-Hals-Bereich. Nur selten kommt es zu einer Entzündung am Auge, die das Sehen beeinträchtigen kann, oder zu einer Entzündung des Gehirns. Nach einer Infektion bleibt der Erreger ein Leben lang im Körper, löst aber bei Menschen mit einem intakten Immunsystem keine Beschwerden mehr aus.
Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann eine Reaktivierung zu schweren Verläufen führen, zum Beispiel mit Beteiligung des Gehirns oder anderer Organe.
Eine Ansteckung während der Schwangerschaft ist besonders relevant, wenn es sich um eine Erstinfektion handelt: Dann kann der Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden. Das Übertragungsrisiko steigt im Verlauf der Schwangerschaft, schwere Schäden sind jedoch besonders bei Infektionen früh in der Schwangerschaft möglich. Manche Folgen beim Kind können erst Monate oder Jahre nach der Geburt auffallen.
Folgen / Komplikationen
Bei Menschen geschwächtem Immunsystem beispielsweise bei HIV/AIDS, nach Organtransplantation oder unter immunsuppressiver Therapie kann Toxoplasmose lebensbedrohlich werden. Das gilt besonders dann, wenn das Gehirn betroffen ist. Toxoplasmose-Erreger können aber auch die Lunge, die Augen oder andere Organe befallen.
Eine Ansteckung während der Schwangerschaft ist besonders relevant, wenn es sich um eine Erstinfektion handelt: Dann kann der Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden. Besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel steigt durch eine Infektion das Risiko für einen Abgang oder eine schwere Fehlbildung und Krankheit des Ungeborenen an. Besonders das Gehirn und die Augen sind oft betroffen. Infizieren sich Babys im späteren Verlauf der Schwangerschaft, ist der Krankheitsverlauf meist leichter. Doch auch wenn infizierte Neugeborene bei der Geburt nicht auffällig sind, entwickeln viele der Kinder später noch Symptome.
Ursachen / Risikofaktoren
Die häufigsten Infektionswege sind:
- der Verzehr von rohem oder unzureichend erhitztem Fleisch beziehungsweise Fleischprodukten mit Parasitenzysten enthalten
- Kontakt mit Katzenkot. Es können sich zwar auch andere Tiere mit dem Erreger anstecken, aber nur Katzen scheiden ihn aus. In Kontakt können Katzenbesitzer beim Reinigen der Katzentoilette kommen. Auch bei der Gartenarbeit oder beim Spielen im Sandkasten ist ein Kontakt mit Katzenkot möglich.
- Verzehr von Lebensmitteln, die mit Erreger verunreinigt sind
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gesunde Menschen benötigen bei unkomplizierter, nach der Geburt erworbener Toxoplasmose häufig keine Therapie. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder wenn die Augen betroffen sind, können antiparasitäre Medikamente eingesetzt werden. Auch bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft beziehungsweise zur Behandlung von Babys nach der Geburt können Ärzte Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: Vorbeugung ist besonders wichtig für Schwangere ohne Immunität und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Folgende Maßnahmen können eine Infektion verhindern:
- Fleisch gut durchgaren
- Auf Rohe Wurst- und Fleischwaren verzichten wie Tartar, Mett, Carpaccio, Mett- oder Teewurst, Salami oder Rohschinken
- Rohes Gemüse und Obst gründlich waschen
- Hände vor dem Essen sowie nach einem Spielplatzbesuch und nach Kontakt mit rohem Fleisch oder Erde waschen.
- Bei Gartenarbeit oder Kontakt mit Erde können Handschuhe sinnvoll sein.
- Katzenklos sollten möglichst nicht von Schwangeren oder immungeschwächten Personen gereinigt werden; wenn doch, dann mit Handschuhen und möglichst täglich, damit infektiöse Stadien gar nicht erst "reifen" können.
- Katzen sollten in dieser Zeit möglichst mit Dosen
- oder Trockenfutter gefüttert werden, nicht mit rohem Fleisch.
Schwangere oder Frauen mit Kinderwunsch können ihr Blut testen lassen, ob sie im Laufe ihres Lebens schon eine Toxoplasmose durchgemacht haben und ob eine Immunität gegen den Erreger besteht. Besteht ein Verdacht auf eine akute Infektion, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten. Ohne diesen Verdacht, handelt es sich um eine Zusatzleistung, die in der Regel selbst bezahlt werden muss. Wer sich dafür interessiert, sollte sich bei seiner Krankenkasse erkundigen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.