DEKRISTOL 20.000 I.E. Weichkapseln
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Pharmazeutische Informationen
Weichkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04007393
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- DEKRISTOL
- Hersteller:
- MIBE GmbH Arzneimittel
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu erhöhten Kalziumwerten im Blut, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Kopfschmerzen sowie zu Schläfrigkeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Nach dem ersten Behandlungsmonat wird Ihr Arzt gegenenfalls Dosisanpassungen vornehmen.
Lassen Sie sich zur Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Vitamin-D-Mangel
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal wöchentlich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in der Proteinherstellung ein. Er löst die Bildung eines Proteins aus, welches Kalzium an sich bindet und an die Blutbahn abgibt. Auf diesem Wege wird der Blutkalziumspiegel erhöht, dieses Kalzium steht dann wiederum für den Knochenaufbau zur Verfügung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
- Erhöhte Vitamin D-Spiegel im Blut
- Stoffwechselstörung (Pseudohypoparathyreoidismus)
- Kalkablagerungen in der Niere
- Nierensteine
- Schwere Nierenfunktionsstörung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Neigung zur Bildung von Nierensteinen
- Gestörte Kalziumausscheidung
- Gestörte Phosphatausscheidung
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Sarkoidose (Boeck-Krankheit) - (seltene, häufig vererbte Erkrankung, mit Bildung kleiner Gewebeknötchen, vor allem in der Lunge)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
- Jugendliche von 12 bis 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Natriumfluorid Calciumcarbonat Alendronsäure natrium-3-Wasser Colecalciferol-Trockenkonzentrat Retinol und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand zueinander eingenommen werden (siehe Produktinformation). Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Natriumfluorid Calciumcarbonat Alendronsäure natrium-3-Wasser Colecalciferol-Trockenkonzentrat Retinol und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand von mehreren Tagen zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Natriumfluorid Calciumcarbonat Alendronsäure natrium-3-Wasser Colecalciferol-Trockenkonzentrat Retinol Bendroflumethiazid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, vermehrte Harnausscheidung, starkes Durstgefühl, Muskelschwäche, Herzklopfen, Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfälle.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Natriumfluorid Orlistat Calciumcarbonat Alendronsäure natrium-3-Wasser Colecalciferol-Trockenkonzentrat Retinol und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von mindestens 2 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Vitamin-D-Mangel
Was ist das? - Definition Ein Vitamin-D-Mangel liegt vor, wenn der Körper über längere Zeit nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist und dadurch gesundheitliche Störungen entstehen, insbesondere an den Knochen. Diese werden nicht mehr ausreichend mineralisiert und können weich werden. Bei Kindern kann dies zu Rachitis, bei Erwachsenen zu Osteomalazie führen. Eine unzureichende Versorgung hingegen beschreibt erniedrigte Vitamin-D-Spiegel ohne bereits ausgeprägte Krankheitszeichen.
Krankheitsbild
Vitamin D ist wichtig für den Knochenstoffwechsel und die Muskelfunktion. Es fördert die Calciumaufnahme im Darm und fördert die Härtung der Knochen. Der Körper bildet Vitamin D vor allem selbst mithilfe des Sonnenlichts. Zu einem geringen Maß trägt auch die Ernährung zur Versorgung bei.
Von einer unzureichenden Versorgung spricht man, wenn die Vitamin-D-Spiegel im Körper zwar unter dem empfohlenen Bereich liegen, aber noch keine eindeutigen Krankheitszeichen auftreten. In Deutschland betrifft das einen großen Teil der Bevölkerung. Rund 15 Prozent der Bevölkerung zeigen Vitamin-D-Spiegel, bei denen ein Risiko für einen Vitamin-D-Mangel besteht. Ein Vitamin-D-Mangel hingegen liegt vor, wenn die Versorgung so niedrig ist, dass es zu gesundheitlichen Störungen kommt. Besonders betroffen sind die Knochen. Bei Kindern kann ein ausgeprägter Mangel zur Rachitis führen. Hier werden die Wachstumsfugen und Knochen nicht ausreichend mineralisiert. Bei Erwachsenen kommt es einer sogenannten Osteomalazie, bei der die Knochen nicht ausreichend mineralisiert sind. Bei beiden Krankheiten werden die Knochen weich und verformen leichter.
Symptome/Verlauf
Eine unzureichende Versorgung bleibt oft lange unbemerkt. Es können unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder Muskelschwäche auftreten, die aber nicht eindeutig zugeordnet werden können. Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel entwickelt sich meist schleichend. Bei Kindern entsteht mitunter eine Rachitis. Der Mangel zeigt sich unter anderem durch Wachstumsstörungen, Verformungen der Knochen, eine verzögerte Bewegungsentwicklung oder Krampfanfälle. Bei Erwachsenen kann ein Vitamin-D-Mangel zu Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Muskelschwäche und schneller Erschöpfung führen. Mögliches Krankheitsbild ist die Osteomalazie. Vitamin-D-Mangel kann außerdem, gerade bei älteren Menschen, Knochenschwund (Osteoporose) begünstigen.
Folgen/Komplikationen
Bleibt ein Vitamin-D-Mangel unbehandelt, kann die Knochenstruktur dauerhaft geschädigt werden. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es bei Osteomalazie zu einer Knochenerweichung, wodurch die Knochen leichter brechen können.
Auch eine längerfristige unzureichende Versorgung kann die Knochengesundheit beeinträchtigen, da das volle präventive Potenzial von Vitamin D nicht ausgeschöpft wird.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigste Ursache für einen Vitamin-D-Mangel ist eine zu geringe Bildung von Vitamin D in der Haut durch Sonnenlicht. Im Sommer kann der Mensch hierzulande in der Regel genug Vitamin D bilden. Dazu reicht es, Gesicht, Hände und Arme mehrmals die Woche ungeschützt etwa 5 bis 25 Minuten der Sonne auszusetzen, abhängig vom Hauttyp und ohne Sonnenbrand zu riskieren. Im Winter reicht die UV-Strahlung in Deutschland nicht zur Vitamin-D-Versorgung aus. Gut gefüllte Speicher können aber dazu beitragen, dass kein Mangel entsteht. Erkrankungen, die die Aufnahme oder den Stoffwechsel von Vitamin D beeinträchtigen, können ebenfalls Ursache für einen Vitamin-D-Mangel sein.
Manche Bevölkerungsgruppen sind besonders gefährdet einen Vitamin-D-Mangel zu bekommen. Dazu gehören:
- Ältere Menschen, da bei ihnen die Vitamin-Produktion in der Haut nicht mehr so gut funktioniert.
- Menschen, die sich aufgrund von Krankheit oder Lebensstil kaum draußen aufhalten.
- Menschen, die zum Beispiel aus religiösen Gründen ihren ganzen Körper bedecken.
- Dunkelhäutige Menschen, die aufgrund der Pigmentierung der Haut mehr UV-Strahlung benötigen, um ausreichend Vitamin D zu bilden.
- Säuglinge, deren Haut sehr gut vor UV-Strahlung geschützt werden muss.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt klärt bei Verdacht auf einen Mangel die Vitamin-D-Werte im Blut ab und entscheidet, ob eine Behandlung notwendig ist. Bei einem nachgewiesenen Mangel kann eine gezielte Gabe von Vitamin-D-Präparaten erfolgen, um die Versorgung wieder zu normalisieren.
Das kann man selbst tun: Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, sollte man darauf achten, sich in den Sommermonaten ausreichend im Freien aufzuhalten. Die Haut bildet ausreichend Vitamin D, wenn Gesicht, Hände und Arme mehrmals die Woche ungeschützt etwa 5 bis 25 Minuten der Sonne ausgesetzt sind. Auch manche Lebensmittel können die Versorgung mit Vitamin D unterstützen. Dazu gehören fette Seefische wie Hering, Makrele oder Lachs sowie beispielsweise Speisepilze.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, (2005) - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Weichkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04007393
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- DEKRISTOL
- Hersteller:
- MIBE GmbH Arzneimittel
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu erhöhten Kalziumwerten im Blut, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Kopfschmerzen sowie zu Schläfrigkeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Nach dem ersten Behandlungsmonat wird Ihr Arzt gegenenfalls Dosisanpassungen vornehmen.
Lassen Sie sich zur Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Vitamin-D-Mangel
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal wöchentlich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in der Proteinherstellung ein. Er löst die Bildung eines Proteins aus, welches Kalzium an sich bindet und an die Blutbahn abgibt. Auf diesem Wege wird der Blutkalziumspiegel erhöht, dieses Kalzium steht dann wiederum für den Knochenaufbau zur Verfügung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
- Erhöhte Vitamin D-Spiegel im Blut
- Stoffwechselstörung (Pseudohypoparathyreoidismus)
- Kalkablagerungen in der Niere
- Nierensteine
- Schwere Nierenfunktionsstörung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Neigung zur Bildung von Nierensteinen
- Gestörte Kalziumausscheidung
- Gestörte Phosphatausscheidung
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Sarkoidose (Boeck-Krankheit) - (seltene, häufig vererbte Erkrankung, mit Bildung kleiner Gewebeknötchen, vor allem in der Lunge)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
- Jugendliche von 12 bis 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand zueinander eingenommen werden (siehe Produktinformation). Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand von mehreren Tagen zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, vermehrte Harnausscheidung, starkes Durstgefühl, Muskelschwäche, Herzklopfen, Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfälle.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von mindestens 2 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Vitamin-D-Mangel
Was ist das? - Definition Ein Vitamin-D-Mangel liegt vor, wenn der Körper über längere Zeit nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist und dadurch gesundheitliche Störungen entstehen, insbesondere an den Knochen. Diese werden nicht mehr ausreichend mineralisiert und können weich werden. Bei Kindern kann dies zu Rachitis, bei Erwachsenen zu Osteomalazie führen. Eine unzureichende Versorgung hingegen beschreibt erniedrigte Vitamin-D-Spiegel ohne bereits ausgeprägte Krankheitszeichen.
Krankheitsbild
Vitamin D ist wichtig für den Knochenstoffwechsel und die Muskelfunktion. Es fördert die Calciumaufnahme im Darm und fördert die Härtung der Knochen. Der Körper bildet Vitamin D vor allem selbst mithilfe des Sonnenlichts. Zu einem geringen Maß trägt auch die Ernährung zur Versorgung bei.
Von einer unzureichenden Versorgung spricht man, wenn die Vitamin-D-Spiegel im Körper zwar unter dem empfohlenen Bereich liegen, aber noch keine eindeutigen Krankheitszeichen auftreten. In Deutschland betrifft das einen großen Teil der Bevölkerung. Rund 15 Prozent der Bevölkerung zeigen Vitamin-D-Spiegel, bei denen ein Risiko für einen Vitamin-D-Mangel besteht. Ein Vitamin-D-Mangel hingegen liegt vor, wenn die Versorgung so niedrig ist, dass es zu gesundheitlichen Störungen kommt. Besonders betroffen sind die Knochen. Bei Kindern kann ein ausgeprägter Mangel zur Rachitis führen. Hier werden die Wachstumsfugen und Knochen nicht ausreichend mineralisiert. Bei Erwachsenen kommt es einer sogenannten Osteomalazie, bei der die Knochen nicht ausreichend mineralisiert sind. Bei beiden Krankheiten werden die Knochen weich und verformen leichter.
Symptome/Verlauf
Eine unzureichende Versorgung bleibt oft lange unbemerkt. Es können unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder Muskelschwäche auftreten, die aber nicht eindeutig zugeordnet werden können. Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel entwickelt sich meist schleichend. Bei Kindern entsteht mitunter eine Rachitis. Der Mangel zeigt sich unter anderem durch Wachstumsstörungen, Verformungen der Knochen, eine verzögerte Bewegungsentwicklung oder Krampfanfälle. Bei Erwachsenen kann ein Vitamin-D-Mangel zu Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Muskelschwäche und schneller Erschöpfung führen. Mögliches Krankheitsbild ist die Osteomalazie. Vitamin-D-Mangel kann außerdem, gerade bei älteren Menschen, Knochenschwund (Osteoporose) begünstigen.
Folgen/Komplikationen
Bleibt ein Vitamin-D-Mangel unbehandelt, kann die Knochenstruktur dauerhaft geschädigt werden. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es bei Osteomalazie zu einer Knochenerweichung, wodurch die Knochen leichter brechen können.
Auch eine längerfristige unzureichende Versorgung kann die Knochengesundheit beeinträchtigen, da das volle präventive Potenzial von Vitamin D nicht ausgeschöpft wird.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigste Ursache für einen Vitamin-D-Mangel ist eine zu geringe Bildung von Vitamin D in der Haut durch Sonnenlicht. Im Sommer kann der Mensch hierzulande in der Regel genug Vitamin D bilden. Dazu reicht es, Gesicht, Hände und Arme mehrmals die Woche ungeschützt etwa 5 bis 25 Minuten der Sonne auszusetzen, abhängig vom Hauttyp und ohne Sonnenbrand zu riskieren. Im Winter reicht die UV-Strahlung in Deutschland nicht zur Vitamin-D-Versorgung aus. Gut gefüllte Speicher können aber dazu beitragen, dass kein Mangel entsteht. Erkrankungen, die die Aufnahme oder den Stoffwechsel von Vitamin D beeinträchtigen, können ebenfalls Ursache für einen Vitamin-D-Mangel sein.
Manche Bevölkerungsgruppen sind besonders gefährdet einen Vitamin-D-Mangel zu bekommen. Dazu gehören:
- Ältere Menschen, da bei ihnen die Vitamin-Produktion in der Haut nicht mehr so gut funktioniert.
- Menschen, die sich aufgrund von Krankheit oder Lebensstil kaum draußen aufhalten.
- Menschen, die zum Beispiel aus religiösen Gründen ihren ganzen Körper bedecken.
- Dunkelhäutige Menschen, die aufgrund der Pigmentierung der Haut mehr UV-Strahlung benötigen, um ausreichend Vitamin D zu bilden.
- Säuglinge, deren Haut sehr gut vor UV-Strahlung geschützt werden muss.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt klärt bei Verdacht auf einen Mangel die Vitamin-D-Werte im Blut ab und entscheidet, ob eine Behandlung notwendig ist. Bei einem nachgewiesenen Mangel kann eine gezielte Gabe von Vitamin-D-Präparaten erfolgen, um die Versorgung wieder zu normalisieren.
Das kann man selbst tun: Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, sollte man darauf achten, sich in den Sommermonaten ausreichend im Freien aufzuhalten. Die Haut bildet ausreichend Vitamin D, wenn Gesicht, Hände und Arme mehrmals die Woche ungeschützt etwa 5 bis 25 Minuten der Sonne ausgesetzt sind. Auch manche Lebensmittel können die Versorgung mit Vitamin D unterstützen. Dazu gehören fette Seefische wie Hering, Makrele oder Lachs sowie beispielsweise Speisepilze.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, (2005) - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.