DEKRISTOL Fluor 500 I.E./0,25 mg Tabletten
5,97 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18232975
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 90 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 0,25 mg
- Marke:
- DEKRISTOL
- Hersteller:
- MIBE GmbH Arzneimittel
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Lassen Sie die Tablette auf einem Teelöffel oder in einem kleinen durchsichtigen Gefäß (z. B. ein kleines Glas) in ca. 5-10 ml Wasser zerfallen. Wenn Sie das Arzneimittel der Flaschennahrung beifügen, achten Sie darauf, dass die Flasche vollständig ausgetrunken wird. Die Tabletten sind geschmacksneutral.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer bestimmt Ihr Arzt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Zahnverfärbungen, Störungen des Knochenaufbaus, Polyurie und Polydipsie, Koma, Krämpfen, Herzstillstand und Tod. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Achten Sie darauf, dass bei Kindern nicht zusätzlich eine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird.
Berücksichtigen Sie bitte die zusätzliche Fluoridzufuhr aus Lebensmitteln, Getränken und Arzneimitteln bei der Dosierung. Informieren Sie sich hierzu bei Ihrem Arzt oder Apotheker.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung gegen Rachitis
- Vorbeugung gegen Karies
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge und Kleinkinder bis zu 18 Monaten, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1 Tablette pro Tag, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination. Über den Wirkmechanismus von Fluorid liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Folgende Mechanismen werden diskutiert: Hemmung von säureproduzierenden Mikroorganismen im Zahnbelag, Einbau in den Zahnschmelz und dadurch eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Säuren, sowie eine Verbesserung des Mineralhaushaltes des Zahnschmelzes. Der Wirkstoff Vitamin D3~t (Colecalciferol) greift in der Proteinherstellung ein. Er löst die Bildung eines Proteins aus, welches Kalzium an sich bindet und an die Blutbahn abgibt. Auf diesem Wege wird der Blutkalziumspiegel erhöht, dieses Kalzium steht dann wiederum für den Knochenaufbau zur Verfügung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Erhöhte Calciumwerte
- Erhöhte Calciumausscheidung im Urin
- Verstopfung
- Blähungen
- Übelkeit
- Durchfallerkrankung
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
- Eingeschränkte Beweglichkeit - (z.B. durch einen Gipsverband)
- Anhäufung einer giftigen Menge von Vitamin D im Körper (Hypervitaminose D)
- Kalkablagerungen in der Niere
- Neigung zur Bildung von Nierensteinen
Das Arzneimittel ist ungeeignet, wenn bereits eine ausreichende Fluoridzufuhr durch z.B. Speisesalz, Mineralwasser oder Trinknahrung bei Säuglingen erfolgt. Ihr Arzt oder Apotheker berät Sie hierzu.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Frühgeborene: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Bei Säuglingen und Kleinkindern bis zu 18 Monaten:
Rachitis (Osteomalazie)
Was ist das? - Definition Rachitis ist eine Erkrankung des kindlichen Knochenstoffwechsels, bei der die Knochen durch einen Mangel an Vitamin D oder Kalzium weich bleiben und sich verformen können.
Krankheitsbild
Rachitis betrifft vor allem Kinder im Wachstum. Ein Mangel an Vitamin D oder Kalzium stört die Knochenhärtung. Die Knochen bleiben weich und können sich verbiegen. Besonders sichtbar wird dies an Beinen, Rippen und Handgelenken. Auch Muskelschwäche und verzögerte motorische Entwicklung können auftreten.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam. Typische Anzeichen sind
- Knochenschmerzen
- verzögertes Wachstum
- verformte Beine oder Brustkorb
- vergrößerte Hand und Fußgelenke
Unbehandelt schreitet die Erkrankung fort und kann zu deutlichen Fehlstellungen führen. Bei rechtzeitiger Behandlung bessern sich die Symptome meist gut.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann es zu dauerhaften Knochendeformationen kommen. Auch Wachstumsstörungen, anhaltende Schmerzen und eine erhöhte Neigung zu Knochenbrüchen sind möglich. Fehlhaltungen können später weitere Beschwerden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist ein Vitamin-D-Mangel. Dieser entsteht oft durch zu wenig Sonnenlicht oder eine unzureichende Zufuhr über die Ernährung. Weitere Risikofaktoren sind eine unausgewogene Ernährung. Seltener liegen Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel oder genetische Ursachen vor.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann vor allem Vitamin-D- und Kalzium-Präparate verordnen. Zusätzlich prüft er, ob andere Erkrankungen vorliegen.
Das kann man selbst tun: Auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichender Aufenthalt im Sonnenlicht achten. Grenzen bestehen, wenn deutliche Fehlstellungen, starke Schmerzen oder keine Besserung trotz Maßnahmen auftreten. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Karies
Was ist das? - Definition Karies ist die weltweit häufigste Zahnerkrankung. Sie entsteht durch Bakterien, die Zucker in Säure umwandeln und damit den Zahnschmelz angreifen. Unbehandelt kann Karies zu Schmerzen, Entzündungen und sogar Zahnverlust führen. Die gute Nachricht: Mit guter Zahnpflege, zuckerarmer Ernährung und regelmäßigen Zahnarztbesuchen lässt sich Karies meist gut vermeiden oder frühzeitig behandeln.
Krankheitsbild
Karies ist eine Erkrankung der Zahnhartsubstanz. Sie beginnt mit der Demineralisierung des Zahnschmelzes und kann sich bis ins Zahninnere ausbreiten. Die Krankheit entsteht durch das Zusammenspiel von Zahnbelag, Bakterien und Zucker. Die Bakterien produzieren Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und Löcher verursachen.
Symptome/Verlauf
Erste Anzeichen sind weißliche oder bräunliche Flecken auf den Zähnen. Später entstehen Löcher, die zu Schmerzen führen können - besonders beim Verzehr von Süßem, Kaltem oder Heißem. Schreitet die Erkrankung fort, kann sie das Zahnbein und schließlich den Zahnnerv erreichen. Dann drohen starke Schmerzen und Entzündungen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Karies zu einer Entzündung des Zahninneren führen. In schweren Fällen muss der Zahn entfernt werden. Die Entzündung kann sich auch auf umliegendes Gewebe ausbreiten und zu Abszessen oder einer geschwollenen Wange führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- zuckerreiche Ernährung
- Zahnbelag durch mangelnde Mundhygiene
- reduzierter Speichelfluss
- bestimmte Medikamente
- Rauchen und Alkoholkonsum
- enge Zahnstellung oder Zahnspangen
- freiliegende Zahnhälse
Das kann helfen
Das macht der Zahnarzt: Er erkennt Karies meist durch Sichtkontrolle oder Röntgen. Bei beginnender Karies kann Fluorid helfen, den Zahnschmelz zu stärken. Ist bereits ein Loch entstanden, wird die betroffene Stelle entfernt und mit einer Füllung versorgt. Bei tiefergehender Karies kann eine Wurzelbehandlung nötig sein.
Was man selbst tun kann: Regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta beugt Karies vor. Zahnseide oder Interdentalbürstchen, zuckerarme Ernährung und Vermeidung häufiger Zwischenmahlzeiten tragen viel zur Vorbeugung bei. Die Grenzen sind erreicht, wenn Schmerzen auftreten oder bereits sichtbare Schäden vorhanden sind. Dann ist eine zahnärztliche Behandlung unumgänglich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Parodontitis: Entzündung des Zahnhalteapparates
Was ist das? - Definition Als Parodontitis werden Entzündungen im Bereich des Zahnhalteapparates bezeichnet. Zu dem Zahnhalteapparat gehören das Zahnfleisch, die Wurzelhaut und der Wurzelzement sowie das knöcherne Zahnfach im Kieferknochen.
Krankheitsbild
Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats. Sie betrifft das Gewebe, das die Zähne im Kiefer verankert. Dazu zählen das Zahnfleisch und die Kieferknochen. Ausgelöst wird sie meist durch bakterielle Zahnbeläge, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ansammeln. Die Erkrankung beginnt oft mit einer harmlosen Zahnfleischentzündung und bleibt lange unbemerkt. Schreitet sie fort, kann sie zu Zahnlockerung und schließlich zu Zahnverlust führen. Parodontitis zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten und betrifft vor allem Erwachsene ab dem mittleren Lebensalter.
Symptome/Verlauf
Die Symptome entwickeln sich schleichend. Anfangs treten meist Zahnfleischbluten, Rötungen und Schwellungen auf. Später können Beschwerden wie freiliegende Zahnhälse, schmerzempfindliche Zähne, eitriger Ausfluss am Zahnfleischrand, lockere Zähne, Mundgeruch und schließlich Zahnverlust hinzukommen. Ohne Behandlung schreitet die Entzündung weiter voran und kann das Gewebe dauerhaft schädigen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Parodontitis nicht nur zu Zahnverlust führen, sondern auch andere gesundheitliche Probleme verursachen. Studien zeigen Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Frühgeburten und einem erhöhten Schlaganfallrisiko. Die Entzündungsstoffe können über das Blut in andere Organe gelangen und dort Schaden anrichten. Umgekehrt begünstigen andere Erkrankungen oder Lebensumstände eine Parodontitis. So tritt sie zum Beispiel während einer Schwangerschaft gehäuft auf.
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache ist eine bakterielle Infektion durch Zahnbelag. Weitere Risikofaktoren sind:
- mangelnde Zahnpflege
- Rauchen
- Diabetes
- hormonelle Veränderungen, etwa während der Schwangerschaft
- Stress
- erbliche Veranlagung
- schwaches Immunsystem
Das kann helfen
Das macht der Zahnarzt: Er entfernt Zahnbeläge und reinigt die Zahnfleischtaschen, oft im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung. Bei fortgeschrittener Parodontitis können Antibiotika sowie chirurgische Eingriffe notwendig sein. Spüllösungen mit Chlorhexidin aus der Apotheke helfen zusätzlich gegen Bakterien.
Das kann man selbst tun: Gründliches Zähneputzen, Zahnseide, Mundspülungen und regelmäßige Zahnarztbesuche tragen viel zur Vorbeugung und Behandlung bei. Grenzen sind erreicht, wenn Zahnfleischtaschen tief sind oder Zähne sich bereits lockern. Dann ist eine professionelle Behandlung unumgänglich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18232975
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 90 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 0,25 mg
- Marke:
- DEKRISTOL
- Hersteller:
- MIBE GmbH Arzneimittel
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Lassen Sie die Tablette auf einem Teelöffel oder in einem kleinen durchsichtigen Gefäß (z. B. ein kleines Glas) in ca. 5-10 ml Wasser zerfallen. Wenn Sie das Arzneimittel der Flaschennahrung beifügen, achten Sie darauf, dass die Flasche vollständig ausgetrunken wird. Die Tabletten sind geschmacksneutral.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer bestimmt Ihr Arzt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Zahnverfärbungen, Störungen des Knochenaufbaus, Polyurie und Polydipsie, Koma, Krämpfen, Herzstillstand und Tod. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Achten Sie darauf, dass bei Kindern nicht zusätzlich eine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird.
Berücksichtigen Sie bitte die zusätzliche Fluoridzufuhr aus Lebensmitteln, Getränken und Arzneimitteln bei der Dosierung. Informieren Sie sich hierzu bei Ihrem Arzt oder Apotheker.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung gegen Rachitis
- Vorbeugung gegen Karies
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge und Kleinkinder bis zu 18 Monaten, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1 Tablette pro Tag, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination. Über den Wirkmechanismus von Fluorid liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Folgende Mechanismen werden diskutiert: Hemmung von säureproduzierenden Mikroorganismen im Zahnbelag, Einbau in den Zahnschmelz und dadurch eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Säuren, sowie eine Verbesserung des Mineralhaushaltes des Zahnschmelzes. Der Wirkstoff Vitamin D3~t (Colecalciferol) greift in der Proteinherstellung ein. Er löst die Bildung eines Proteins aus, welches Kalzium an sich bindet und an die Blutbahn abgibt. Auf diesem Wege wird der Blutkalziumspiegel erhöht, dieses Kalzium steht dann wiederum für den Knochenaufbau zur Verfügung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Erhöhte Calciumwerte
- Erhöhte Calciumausscheidung im Urin
- Verstopfung
- Blähungen
- Übelkeit
- Durchfallerkrankung
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
- Eingeschränkte Beweglichkeit - (z.B. durch einen Gipsverband)
- Anhäufung einer giftigen Menge von Vitamin D im Körper (Hypervitaminose D)
- Kalkablagerungen in der Niere
- Neigung zur Bildung von Nierensteinen
Das Arzneimittel ist ungeeignet, wenn bereits eine ausreichende Fluoridzufuhr durch z.B. Speisesalz, Mineralwasser oder Trinknahrung bei Säuglingen erfolgt. Ihr Arzt oder Apotheker berät Sie hierzu.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Frühgeborene: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Bei Säuglingen und Kleinkindern bis zu 18 Monaten:
Rachitis (Osteomalazie)
Was ist das? - Definition Rachitis ist eine Erkrankung des kindlichen Knochenstoffwechsels, bei der die Knochen durch einen Mangel an Vitamin D oder Kalzium weich bleiben und sich verformen können.
Krankheitsbild
Rachitis betrifft vor allem Kinder im Wachstum. Ein Mangel an Vitamin D oder Kalzium stört die Knochenhärtung. Die Knochen bleiben weich und können sich verbiegen. Besonders sichtbar wird dies an Beinen, Rippen und Handgelenken. Auch Muskelschwäche und verzögerte motorische Entwicklung können auftreten.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam. Typische Anzeichen sind
- Knochenschmerzen
- verzögertes Wachstum
- verformte Beine oder Brustkorb
- vergrößerte Hand und Fußgelenke
Unbehandelt schreitet die Erkrankung fort und kann zu deutlichen Fehlstellungen führen. Bei rechtzeitiger Behandlung bessern sich die Symptome meist gut.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann es zu dauerhaften Knochendeformationen kommen. Auch Wachstumsstörungen, anhaltende Schmerzen und eine erhöhte Neigung zu Knochenbrüchen sind möglich. Fehlhaltungen können später weitere Beschwerden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist ein Vitamin-D-Mangel. Dieser entsteht oft durch zu wenig Sonnenlicht oder eine unzureichende Zufuhr über die Ernährung. Weitere Risikofaktoren sind eine unausgewogene Ernährung. Seltener liegen Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel oder genetische Ursachen vor.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann vor allem Vitamin-D- und Kalzium-Präparate verordnen. Zusätzlich prüft er, ob andere Erkrankungen vorliegen.
Das kann man selbst tun: Auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichender Aufenthalt im Sonnenlicht achten. Grenzen bestehen, wenn deutliche Fehlstellungen, starke Schmerzen oder keine Besserung trotz Maßnahmen auftreten. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Karies
Was ist das? - Definition Karies ist die weltweit häufigste Zahnerkrankung. Sie entsteht durch Bakterien, die Zucker in Säure umwandeln und damit den Zahnschmelz angreifen. Unbehandelt kann Karies zu Schmerzen, Entzündungen und sogar Zahnverlust führen. Die gute Nachricht: Mit guter Zahnpflege, zuckerarmer Ernährung und regelmäßigen Zahnarztbesuchen lässt sich Karies meist gut vermeiden oder frühzeitig behandeln.
Krankheitsbild
Karies ist eine Erkrankung der Zahnhartsubstanz. Sie beginnt mit der Demineralisierung des Zahnschmelzes und kann sich bis ins Zahninnere ausbreiten. Die Krankheit entsteht durch das Zusammenspiel von Zahnbelag, Bakterien und Zucker. Die Bakterien produzieren Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und Löcher verursachen.
Symptome/Verlauf
Erste Anzeichen sind weißliche oder bräunliche Flecken auf den Zähnen. Später entstehen Löcher, die zu Schmerzen führen können - besonders beim Verzehr von Süßem, Kaltem oder Heißem. Schreitet die Erkrankung fort, kann sie das Zahnbein und schließlich den Zahnnerv erreichen. Dann drohen starke Schmerzen und Entzündungen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Karies zu einer Entzündung des Zahninneren führen. In schweren Fällen muss der Zahn entfernt werden. Die Entzündung kann sich auch auf umliegendes Gewebe ausbreiten und zu Abszessen oder einer geschwollenen Wange führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- zuckerreiche Ernährung
- Zahnbelag durch mangelnde Mundhygiene
- reduzierter Speichelfluss
- bestimmte Medikamente
- Rauchen und Alkoholkonsum
- enge Zahnstellung oder Zahnspangen
- freiliegende Zahnhälse
Das kann helfen
Das macht der Zahnarzt: Er erkennt Karies meist durch Sichtkontrolle oder Röntgen. Bei beginnender Karies kann Fluorid helfen, den Zahnschmelz zu stärken. Ist bereits ein Loch entstanden, wird die betroffene Stelle entfernt und mit einer Füllung versorgt. Bei tiefergehender Karies kann eine Wurzelbehandlung nötig sein.
Was man selbst tun kann: Regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta beugt Karies vor. Zahnseide oder Interdentalbürstchen, zuckerarme Ernährung und Vermeidung häufiger Zwischenmahlzeiten tragen viel zur Vorbeugung bei. Die Grenzen sind erreicht, wenn Schmerzen auftreten oder bereits sichtbare Schäden vorhanden sind. Dann ist eine zahnärztliche Behandlung unumgänglich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Parodontitis: Entzündung des Zahnhalteapparates
Was ist das? - Definition Als Parodontitis werden Entzündungen im Bereich des Zahnhalteapparates bezeichnet. Zu dem Zahnhalteapparat gehören das Zahnfleisch, die Wurzelhaut und der Wurzelzement sowie das knöcherne Zahnfach im Kieferknochen.
Krankheitsbild
Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats. Sie betrifft das Gewebe, das die Zähne im Kiefer verankert. Dazu zählen das Zahnfleisch und die Kieferknochen. Ausgelöst wird sie meist durch bakterielle Zahnbeläge, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ansammeln. Die Erkrankung beginnt oft mit einer harmlosen Zahnfleischentzündung und bleibt lange unbemerkt. Schreitet sie fort, kann sie zu Zahnlockerung und schließlich zu Zahnverlust führen. Parodontitis zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten und betrifft vor allem Erwachsene ab dem mittleren Lebensalter.
Symptome/Verlauf
Die Symptome entwickeln sich schleichend. Anfangs treten meist Zahnfleischbluten, Rötungen und Schwellungen auf. Später können Beschwerden wie freiliegende Zahnhälse, schmerzempfindliche Zähne, eitriger Ausfluss am Zahnfleischrand, lockere Zähne, Mundgeruch und schließlich Zahnverlust hinzukommen. Ohne Behandlung schreitet die Entzündung weiter voran und kann das Gewebe dauerhaft schädigen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Parodontitis nicht nur zu Zahnverlust führen, sondern auch andere gesundheitliche Probleme verursachen. Studien zeigen Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Frühgeburten und einem erhöhten Schlaganfallrisiko. Die Entzündungsstoffe können über das Blut in andere Organe gelangen und dort Schaden anrichten. Umgekehrt begünstigen andere Erkrankungen oder Lebensumstände eine Parodontitis. So tritt sie zum Beispiel während einer Schwangerschaft gehäuft auf.
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache ist eine bakterielle Infektion durch Zahnbelag. Weitere Risikofaktoren sind:
- mangelnde Zahnpflege
- Rauchen
- Diabetes
- hormonelle Veränderungen, etwa während der Schwangerschaft
- Stress
- erbliche Veranlagung
- schwaches Immunsystem
Das kann helfen
Das macht der Zahnarzt: Er entfernt Zahnbeläge und reinigt die Zahnfleischtaschen, oft im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung. Bei fortgeschrittener Parodontitis können Antibiotika sowie chirurgische Eingriffe notwendig sein. Spüllösungen mit Chlorhexidin aus der Apotheke helfen zusätzlich gegen Bakterien.
Das kann man selbst tun: Gründliches Zähneputzen, Zahnseide, Mundspülungen und regelmäßige Zahnarztbesuche tragen viel zur Vorbeugung und Behandlung bei. Grenzen sind erreicht, wenn Zahnfleischtaschen tief sind oder Zähne sich bereits lockern. Dann ist eine professionelle Behandlung unumgänglich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.