DEXAMETHASON Creme LAW
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Pharmazeutische Informationen
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04097775
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 25 g
- Marke:
- DEXAMETHASON
- Hersteller:
- Abanta Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie eine Langzeitanwendung im Gesicht sowie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel großflächig nicht länger als 2 Wochen anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei länger andauernder Anwendung kann es unter anderem zu Steroidakne, Erweiterung kleiner Hautgefäße, Hautfarbenveränderung und Hautverdünnung kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Hautentzündung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: dünn, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison greift in ganz unterschiedliche Stoffwechselvorgänge und biochemische Prozesse des Körpers ein. Bei Dexamethason wird für die Behandlung vor allem eine entzündungshemmende Wirkung und die Unterdrückung von Abwehrvorgängen des Körpers ausgenutzt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Bakterieninfektionen der Haut
- Pilzinfektionen der Haut
- Virusinfektionen der Haut
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
- Tuberkulose
- Periorale Dermatitis (akneähnliche entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich)
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
- Schädigung des Gewebes der Haut
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
- Jugendliche von 12 bis 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 39 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 27 × 40 × 113 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Konservierungsstoffe (z.B. Sorbinsäure und Sorbate, E 200, E 201, E 202, E 203) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Itraconazol Clarithromycin Voriconazol Lopinavir Ritonavir Elvitegravir und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten. Es kann aber auch zu einem Abfall des Blutdrucks, Schwäche bzw. Dehydratation kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Kleinkinder
- Bei Anwendung
~i-auf verletzter oder dünner Haut (z. B. Gesicht, Augenlider, Hoden, Schleimhäute)
~i- auf großen Flächen
~i- mit hoher Dosierung
~i- über längere Zeit
Nesselausschlag
Was ist das? - Definition Nesselausschlag ist eine Hauterkrankung, bei der sich plötzlich juckende Quaddeln und manchmal tiefer liegende Schwellungen bilden. Sie ähnelt in ihrer Reaktion dem Kontakt mit Brennnesseln, daher der Name. Die Erkrankung kann akut auftreten oder über längere Zeit bestehen und wird medizinisch als Urtikaria bezeichnet.
Krankheitsbild
Die Hautveränderungen entstehen durch eine Überreaktion des Immunsystems. Dabei werden Botenstoffe wie Histamin freigesetzt, die zu einer verstärkten Durchlässigkeit der Blutgefäße führen. Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus und verursacht die typischen Quaddeln. Man unterscheidet zwischen akutem Nesselausschlag, der meist innerhalb weniger Stunden oder Tage abklingt, und chronischem Nesselausschlag, der über Wochen oder Monate bestehen kann. Die Erkrankung kann den ganzen Körper betreffen oder nur einzelne Stellen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr belastend sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Stark juckende Quaddeln auf der Haut
- Rötung und Schwellung der betroffenen Stellen
- Brennendes oder stechendes Gefühl
- Schwellungen im Gesicht, an Händen oder Füßen
- Angioödeme, also tiefer liegende Schwellungen
- Unruhe und Schlafstörungen durch Juckreiz
- Wechselnde Lokalisation der Hautveränderungen
- Plötzlicher Beginn, oft innerhalb weniger Minuten
Die akute Form klingt meist innerhalb von 24 Stunden ab. Bei der chronischen Form treten die Symptome regelmäßig oder dauerhaft auf. Der Verlauf ist individuell und kann durch bestimmte Auslöser beeinflusst werden.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen ist Nesselausschlag harmlos, kann aber die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Starker Juckreiz führt zu Schlafmangel und Konzentrationsproblemen. Bei Beteiligung der Atemwege oder bei Kreislaufreaktionen kann es zu einem allergischen Notfall kommen. Chronische Formen belasten Betroffene psychisch und körperlich und erfordern oft eine langfristige Behandlung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Auslöser sind vielfältig. Häufige Ursachen sind allergische Reaktionen auf Lebensmittel, Medikamente oder Insektenstiche. Auch physikalische Reize wie Druck, Wärme, Kälte oder Sonnenlicht können Nesselausschlag auslösen. Weitere Risikofaktoren sind Stress, Infektionen, hormonelle Veränderungen und Autoimmunprozesse. In vielen Fällen bleibt die genaue Ursache unbekannt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung und Hauttests mögliche Auslöser identifizieren. Zur Behandlung werden Antihistaminika eingesetzt, bei schweren Fällen auch Kortikosteroide oder Biologika.
Das kann man selbst tun: Auslöser meiden, betroffene Stellen kühlen, lockere Kleidung tragen und Hautpflegeprodukte ohne Duftstoffe verwenden. Grenzen sind erreicht, wenn Atemnot, Kreislaufprobleme oder anhaltende Beschwerden auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe dringend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Allergie
Was ist das? - Definition Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Tierhaare oder bestimmte Nahrungsmittel. Der Körper stuft diese Substanzen fälschlicherweise als gefährlich ein und löst Abwehrreaktionen aus. Diese reichen von leichten Beschwerden bis zu schweren gesundheitlichen Problemen.
Krankheitsbild
Eine Allergie ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Dabei reagiert der Körper auf Fremdstoffe, sogenannte Allergene, mit einer übermäßigen Abwehrreaktion. Diese kann sich an Haut, Atemwegen, Augen oder im Verdauungstrakt zeigen. Allergien sind weit verbreitet und können in jedem Lebensalter auftreten.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden variieren je nach Art der Allergie und betroffener Körperregion. Häufig treten sie sofort nach Kontakt mit dem Allergen auf, manchmal auch verzögert. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Niesen und laufende Nase
- Juckende oder tränende Augen
- Hautausschläge oder Quaddeln
- Atemnot oder Husten
- Magen Darm Beschwerden
Der Verlauf kann von milden Beschwerden bis zu schweren Reaktionen wie einem anaphylaktischen Schock reichen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Allergien können die Lebensqualität stark einschränken. Chronische Beschwerden wie dauerhafte Nasenprobleme oder Asthma können entstehen. In seltenen Fällen kommt es zu lebensbedrohlichen Reaktionen, die sofortige medizinische Hilfe erfordern.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung einer Allergie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören genetische Veranlagung, Umweltbedingungen und Lebensstil. Zu den häufigen Auslösern zählen Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Lebensmittel wie Nüsse oder Milch, Insektengift und bestimmte Medikamente. Das Risiko steigt, wenn Allergien in der Familie vorkommen oder das Immunsystem durch andere Erkrankungen geschwächt ist.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Tests die Auslöser feststellen und eine passende Behandlung einleiten. Dazu gehören Medikamente aus wichtigen Wirkstoffgruppen wie Antihistaminika, Kortisonpräparate oder Notfallmittel bei schweren Reaktionen. Zudem lässt sich mit einer Hyposensibilisierung (auch genannt spezifische Immuntherapie) die allergische Reaktion abschwächen und mitunter sogar völlig beseitigen. Hierzu erhalten die Betroffenen unter ärztlicher Aufsicht in steigenden Dosen den Allergieauslöser verabreicht.
Das kann man selbst tun: Den Kontakt mit bekannten Allergenen vermeiden und den Alltag entsprechend anzupassen. Grenzen liegen dort, wo Beschwerden stark werden oder lebensbedrohlich erscheinen. In solchen Fällen ist unbedingt ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 23.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ekzem
Was ist das? - Definition Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die mit Rötung, Juckreiz und häufig auch Nässen oder Schuppung einhergeht. Der Begriff "Ekzem" beschreibt dabei kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine typische Entzündungsreaktion der Haut, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden kann. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen. Allen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen macht.
Krankheitsbild
Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die sich durch Rötung, Juckreiz, Nässen, Bläschen oder Schuppung äußern kann. Der Begriff bezeichnet kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein typisches Entzündungsmuster der Haut, das durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst wird. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen.
Zu den häufigsten Ekzemformen zählen beispielsweise:
- Atopisches Ekzem oder Neurodermitis: Diese Form beruht auf einer angeborenen Störung der Hautbarriere und tritt oft bereits im Kindesalter auf. Die Haut ist sehr trocken, empfindlich und juckt stark. Typisch sind schubweise Verläufe. Häufig besteht eine familiäre Neigung zu Allergien, Asthma oder Heuschnupfen.
- Kontaktekzem: Ein Kontaktekzem entsteht durch direkten Hautkontakt mit auslösenden Stoffen. Man unterscheidet das irritative Kontaktekzem, z. B. durch häufiges Händewaschen, Reinigungsmittel oder Chemikalien, und das allergische Kontaktekzem, bei dem das Immunsystem auf bestimmte Stoffe wie Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel reagiert. Die Hautveränderungen treten meist genau dort auf, wo der Kontakt bestand.
- Seborrhoisches Ekzem: Diese Form betrifft vor allem fett
- und talgdrüsenreiche Hautareale wie Kopfhaut, Gesicht, speziell Augenbrauen oder Nasenflügel, oder Brustbereich. Typisch sind rötliche, schuppende Hautveränderungen, oft mit gelblichen Schuppen. Das seborrhoische Ekzem tritt häufig bei Säuglingen auf und wird dann auch Kopfgneis genannt. Es kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.
- Stauungsekzem oder variköses Ekzem: Diese Ekzemform entsteht infolge einer chronischen Venenschwäche, meist an den Unterschenkeln. Durch den gestörten Blutabfluss kommt es zu Hautentzündung, Rötung, Schuppung und Juckreiz. Unbehandelt kann sich das Ekzem verschlimmern und zu schlecht heilenden Wunden führen.
Allen Ekzemformen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut anfälliger für Reizstoffe, Entzündungen und Infektionen macht. Die genaue Ausprägung, der Verlauf und die Behandlung unterscheiden sich jedoch je nach Ekzemtyp deutlich.
Symptome / Verlauf
Ekzeme zeigen sich meist durch eine gerötete, entzündete Haut, die stark jucken kann. Je nach Stadium und Verlauf können unterschiedliche Hautveränderungen auftreten. In der akuten Phase kommt es häufig zu Rötung, Schwellung, Nässen und kleinen Bläschen. Diese können aufplatzen und Krusten bilden.
Im chronischen Verlauf verdickt sich die Haut oft, wird trocken, schuppig und rau. Typisch ist eine Lichenifikation, das ist eine flächenhafte lederartige Verdickung der Haut, die unter anderem durch häufiges Kratzen entsteht. Der Juckreiz kann sehr belastend sein und durch Kratzen die Entzündung weiter verstärken.
Der Verlauf eines Ekzems ist häufig schubweise: Phasen mit starken Beschwerden wechseln sich mit ruhigeren Zeiten ab. Welche Hautareale betroffen sind, hängt von der Ekzemform ab. Häufig sind Hände, Arme, Gesicht, Hals oder Hautfalten beteiligt.
Folgen / Komplikationen
Ein Ekzem ist in der Regel nicht gefährlich, kann jedoch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Anhaltender Juckreiz, sichtbare Hautveränderungen und wiederkehrende Schübe sind für viele Betroffene sehr belastend.
Durch Kratzen kann die Hautbarriere weiter geschädigt werden. Dadurch steigt das Risiko für sekundäre Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Bei chronischem Verlauf kann es zu dauerhaften Hautveränderungen kommen, etwa Verdickungen oder Pigmentverschiebungen. Narben sind eher selten und entstehen meist nur bei schweren oder komplizierten Verläufen.
Ursachen / Risikofaktoren
Ekzeme entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt eine gestörte Hautbarriere, durch die Feuchtigkeit verloren geht und Reizstoffe leichter eindringen können.
Mögliche Auslöser und Risikofaktoren sind:
- Genetische Veranlagung, insbesondere bei atopischem Ekzem
- Reizstoffe wie häufiges Waschen, Seifen, Reinigungsmittel oder Chemikalien
- Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen, z. B. Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel
- Trockene Haut, Kälte oder geringe Luftfeuchtigkeit
- Stress, der Schübe auslösen oder verstärken kann
- Hormonelle Faktoren oder bestehende Hauterkrankungen
Welche Faktoren im Einzelfall entscheidend sind, unterscheidet sich von Person zu Person.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung eines Ekzems richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und dem Verlauf. Ärzte setzen je nach Situation entzündungshemmende Cremes oder Salben ein, häufig auch kortisonhaltige Präparate, diese jedoch zeitlich begrenzt und gezielt.
Das kann man selbst tun: Eine zentrale Rolle spielt die konsequente Basispflege: rückfettende, unparfümierte Pflegeprodukte helfen, die Hautbarriere zu stabilisieren und Schübe zu verhindern. Wichtig ist außerdem, individuelle Auslöser zu erkennen und zu meiden, etwa bestimmte Kosmetika oder Reizstoffe.
Betroffene selbst können unterstützen, indem sie die Haut schonend reinigen, nicht zu heiß baden oder duschen, Kratzen möglichst vermeiden und auf eine regelmäßige Pflege achten. Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Beschwerden ist eine dermatologische Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04097775
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 25 g
- Marke:
- DEXAMETHASON
- Hersteller:
- Abanta Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie eine Langzeitanwendung im Gesicht sowie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel großflächig nicht länger als 2 Wochen anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei länger andauernder Anwendung kann es unter anderem zu Steroidakne, Erweiterung kleiner Hautgefäße, Hautfarbenveränderung und Hautverdünnung kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Hautentzündung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: dünn, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison greift in ganz unterschiedliche Stoffwechselvorgänge und biochemische Prozesse des Körpers ein. Bei Dexamethason wird für die Behandlung vor allem eine entzündungshemmende Wirkung und die Unterdrückung von Abwehrvorgängen des Körpers ausgenutzt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Bakterieninfektionen der Haut
- Pilzinfektionen der Haut
- Virusinfektionen der Haut
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
- Tuberkulose
- Periorale Dermatitis (akneähnliche entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich)
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
- Schädigung des Gewebes der Haut
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
- Jugendliche von 12 bis 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 39 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 27 × 40 × 113 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Konservierungsstoffe (z.B. Sorbinsäure und Sorbate, E 200, E 201, E 202, E 203) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten. Es kann aber auch zu einem Abfall des Blutdrucks, Schwäche bzw. Dehydratation kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Kleinkinder
- Bei Anwendung
~i-auf verletzter oder dünner Haut (z. B. Gesicht, Augenlider, Hoden, Schleimhäute)
~i- auf großen Flächen
~i- mit hoher Dosierung
~i- über längere Zeit
Nesselausschlag
Was ist das? - Definition Nesselausschlag ist eine Hauterkrankung, bei der sich plötzlich juckende Quaddeln und manchmal tiefer liegende Schwellungen bilden. Sie ähnelt in ihrer Reaktion dem Kontakt mit Brennnesseln, daher der Name. Die Erkrankung kann akut auftreten oder über längere Zeit bestehen und wird medizinisch als Urtikaria bezeichnet.
Krankheitsbild
Die Hautveränderungen entstehen durch eine Überreaktion des Immunsystems. Dabei werden Botenstoffe wie Histamin freigesetzt, die zu einer verstärkten Durchlässigkeit der Blutgefäße führen. Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus und verursacht die typischen Quaddeln. Man unterscheidet zwischen akutem Nesselausschlag, der meist innerhalb weniger Stunden oder Tage abklingt, und chronischem Nesselausschlag, der über Wochen oder Monate bestehen kann. Die Erkrankung kann den ganzen Körper betreffen oder nur einzelne Stellen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr belastend sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Stark juckende Quaddeln auf der Haut
- Rötung und Schwellung der betroffenen Stellen
- Brennendes oder stechendes Gefühl
- Schwellungen im Gesicht, an Händen oder Füßen
- Angioödeme, also tiefer liegende Schwellungen
- Unruhe und Schlafstörungen durch Juckreiz
- Wechselnde Lokalisation der Hautveränderungen
- Plötzlicher Beginn, oft innerhalb weniger Minuten
Die akute Form klingt meist innerhalb von 24 Stunden ab. Bei der chronischen Form treten die Symptome regelmäßig oder dauerhaft auf. Der Verlauf ist individuell und kann durch bestimmte Auslöser beeinflusst werden.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen ist Nesselausschlag harmlos, kann aber die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Starker Juckreiz führt zu Schlafmangel und Konzentrationsproblemen. Bei Beteiligung der Atemwege oder bei Kreislaufreaktionen kann es zu einem allergischen Notfall kommen. Chronische Formen belasten Betroffene psychisch und körperlich und erfordern oft eine langfristige Behandlung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Auslöser sind vielfältig. Häufige Ursachen sind allergische Reaktionen auf Lebensmittel, Medikamente oder Insektenstiche. Auch physikalische Reize wie Druck, Wärme, Kälte oder Sonnenlicht können Nesselausschlag auslösen. Weitere Risikofaktoren sind Stress, Infektionen, hormonelle Veränderungen und Autoimmunprozesse. In vielen Fällen bleibt die genaue Ursache unbekannt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung und Hauttests mögliche Auslöser identifizieren. Zur Behandlung werden Antihistaminika eingesetzt, bei schweren Fällen auch Kortikosteroide oder Biologika.
Das kann man selbst tun: Auslöser meiden, betroffene Stellen kühlen, lockere Kleidung tragen und Hautpflegeprodukte ohne Duftstoffe verwenden. Grenzen sind erreicht, wenn Atemnot, Kreislaufprobleme oder anhaltende Beschwerden auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe dringend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Allergie
Was ist das? - Definition Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Tierhaare oder bestimmte Nahrungsmittel. Der Körper stuft diese Substanzen fälschlicherweise als gefährlich ein und löst Abwehrreaktionen aus. Diese reichen von leichten Beschwerden bis zu schweren gesundheitlichen Problemen.
Krankheitsbild
Eine Allergie ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Dabei reagiert der Körper auf Fremdstoffe, sogenannte Allergene, mit einer übermäßigen Abwehrreaktion. Diese kann sich an Haut, Atemwegen, Augen oder im Verdauungstrakt zeigen. Allergien sind weit verbreitet und können in jedem Lebensalter auftreten.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden variieren je nach Art der Allergie und betroffener Körperregion. Häufig treten sie sofort nach Kontakt mit dem Allergen auf, manchmal auch verzögert. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Niesen und laufende Nase
- Juckende oder tränende Augen
- Hautausschläge oder Quaddeln
- Atemnot oder Husten
- Magen Darm Beschwerden
Der Verlauf kann von milden Beschwerden bis zu schweren Reaktionen wie einem anaphylaktischen Schock reichen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Allergien können die Lebensqualität stark einschränken. Chronische Beschwerden wie dauerhafte Nasenprobleme oder Asthma können entstehen. In seltenen Fällen kommt es zu lebensbedrohlichen Reaktionen, die sofortige medizinische Hilfe erfordern.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung einer Allergie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören genetische Veranlagung, Umweltbedingungen und Lebensstil. Zu den häufigen Auslösern zählen Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Lebensmittel wie Nüsse oder Milch, Insektengift und bestimmte Medikamente. Das Risiko steigt, wenn Allergien in der Familie vorkommen oder das Immunsystem durch andere Erkrankungen geschwächt ist.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Tests die Auslöser feststellen und eine passende Behandlung einleiten. Dazu gehören Medikamente aus wichtigen Wirkstoffgruppen wie Antihistaminika, Kortisonpräparate oder Notfallmittel bei schweren Reaktionen. Zudem lässt sich mit einer Hyposensibilisierung (auch genannt spezifische Immuntherapie) die allergische Reaktion abschwächen und mitunter sogar völlig beseitigen. Hierzu erhalten die Betroffenen unter ärztlicher Aufsicht in steigenden Dosen den Allergieauslöser verabreicht.
Das kann man selbst tun: Den Kontakt mit bekannten Allergenen vermeiden und den Alltag entsprechend anzupassen. Grenzen liegen dort, wo Beschwerden stark werden oder lebensbedrohlich erscheinen. In solchen Fällen ist unbedingt ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 23.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ekzem
Was ist das? - Definition Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die mit Rötung, Juckreiz und häufig auch Nässen oder Schuppung einhergeht. Der Begriff "Ekzem" beschreibt dabei kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine typische Entzündungsreaktion der Haut, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden kann. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen. Allen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen macht.
Krankheitsbild
Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die sich durch Rötung, Juckreiz, Nässen, Bläschen oder Schuppung äußern kann. Der Begriff bezeichnet kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein typisches Entzündungsmuster der Haut, das durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst wird. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen.
Zu den häufigsten Ekzemformen zählen beispielsweise:
- Atopisches Ekzem oder Neurodermitis: Diese Form beruht auf einer angeborenen Störung der Hautbarriere und tritt oft bereits im Kindesalter auf. Die Haut ist sehr trocken, empfindlich und juckt stark. Typisch sind schubweise Verläufe. Häufig besteht eine familiäre Neigung zu Allergien, Asthma oder Heuschnupfen.
- Kontaktekzem: Ein Kontaktekzem entsteht durch direkten Hautkontakt mit auslösenden Stoffen. Man unterscheidet das irritative Kontaktekzem, z. B. durch häufiges Händewaschen, Reinigungsmittel oder Chemikalien, und das allergische Kontaktekzem, bei dem das Immunsystem auf bestimmte Stoffe wie Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel reagiert. Die Hautveränderungen treten meist genau dort auf, wo der Kontakt bestand.
- Seborrhoisches Ekzem: Diese Form betrifft vor allem fett
- und talgdrüsenreiche Hautareale wie Kopfhaut, Gesicht, speziell Augenbrauen oder Nasenflügel, oder Brustbereich. Typisch sind rötliche, schuppende Hautveränderungen, oft mit gelblichen Schuppen. Das seborrhoische Ekzem tritt häufig bei Säuglingen auf und wird dann auch Kopfgneis genannt. Es kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.
- Stauungsekzem oder variköses Ekzem: Diese Ekzemform entsteht infolge einer chronischen Venenschwäche, meist an den Unterschenkeln. Durch den gestörten Blutabfluss kommt es zu Hautentzündung, Rötung, Schuppung und Juckreiz. Unbehandelt kann sich das Ekzem verschlimmern und zu schlecht heilenden Wunden führen.
Allen Ekzemformen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut anfälliger für Reizstoffe, Entzündungen und Infektionen macht. Die genaue Ausprägung, der Verlauf und die Behandlung unterscheiden sich jedoch je nach Ekzemtyp deutlich.
Symptome / Verlauf
Ekzeme zeigen sich meist durch eine gerötete, entzündete Haut, die stark jucken kann. Je nach Stadium und Verlauf können unterschiedliche Hautveränderungen auftreten. In der akuten Phase kommt es häufig zu Rötung, Schwellung, Nässen und kleinen Bläschen. Diese können aufplatzen und Krusten bilden.
Im chronischen Verlauf verdickt sich die Haut oft, wird trocken, schuppig und rau. Typisch ist eine Lichenifikation, das ist eine flächenhafte lederartige Verdickung der Haut, die unter anderem durch häufiges Kratzen entsteht. Der Juckreiz kann sehr belastend sein und durch Kratzen die Entzündung weiter verstärken.
Der Verlauf eines Ekzems ist häufig schubweise: Phasen mit starken Beschwerden wechseln sich mit ruhigeren Zeiten ab. Welche Hautareale betroffen sind, hängt von der Ekzemform ab. Häufig sind Hände, Arme, Gesicht, Hals oder Hautfalten beteiligt.
Folgen / Komplikationen
Ein Ekzem ist in der Regel nicht gefährlich, kann jedoch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Anhaltender Juckreiz, sichtbare Hautveränderungen und wiederkehrende Schübe sind für viele Betroffene sehr belastend.
Durch Kratzen kann die Hautbarriere weiter geschädigt werden. Dadurch steigt das Risiko für sekundäre Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Bei chronischem Verlauf kann es zu dauerhaften Hautveränderungen kommen, etwa Verdickungen oder Pigmentverschiebungen. Narben sind eher selten und entstehen meist nur bei schweren oder komplizierten Verläufen.
Ursachen / Risikofaktoren
Ekzeme entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt eine gestörte Hautbarriere, durch die Feuchtigkeit verloren geht und Reizstoffe leichter eindringen können.
Mögliche Auslöser und Risikofaktoren sind:
- Genetische Veranlagung, insbesondere bei atopischem Ekzem
- Reizstoffe wie häufiges Waschen, Seifen, Reinigungsmittel oder Chemikalien
- Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen, z. B. Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel
- Trockene Haut, Kälte oder geringe Luftfeuchtigkeit
- Stress, der Schübe auslösen oder verstärken kann
- Hormonelle Faktoren oder bestehende Hauterkrankungen
Welche Faktoren im Einzelfall entscheidend sind, unterscheidet sich von Person zu Person.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung eines Ekzems richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und dem Verlauf. Ärzte setzen je nach Situation entzündungshemmende Cremes oder Salben ein, häufig auch kortisonhaltige Präparate, diese jedoch zeitlich begrenzt und gezielt.
Das kann man selbst tun: Eine zentrale Rolle spielt die konsequente Basispflege: rückfettende, unparfümierte Pflegeprodukte helfen, die Hautbarriere zu stabilisieren und Schübe zu verhindern. Wichtig ist außerdem, individuelle Auslöser zu erkennen und zu meiden, etwa bestimmte Kosmetika oder Reizstoffe.
Betroffene selbst können unterstützen, indem sie die Haut schonend reinigen, nicht zu heiß baden oder duschen, Kratzen möglichst vermeiden und auf eine regelmäßige Pflege achten. Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Beschwerden ist eine dermatologische Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.