DEXKETIA 25 mg Filmtabletten
15,33 €
Sofort lieferbar
Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
- Bestellen Sie das Medikament ganz einfach online
- Unser Kurier holt Ihr Rezept bei der Lieferung ab
- Ihre Apotheke löst das Rezept für Sie ein
Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18862624
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 10 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 25 mg
- Marke:
- DEXKETIA
- Hersteller:
- TAD Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Desorientierung, Bauchschmerzen und Erbrechen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Alternativ:
Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Ältere Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Leichte bis mäßig starke Schmerzen, wie:
- Schmerzen des Bewegungsapparates
- Regelschmerzen
- Zahnschmerzen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 4-6 mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 4-6 Stunden, vor der Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 8 Stunden, vor der Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt Entzündungsvorgänge, stillt den Schmerz und senkt Fieber, zudem hat er zudem ausgeprägte antirheumatische Eigenschaften. Er blockiert die Bildung bestimmter Botenstoffe, so genannte Prostaglandine. Diese sind an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen wesentlich beteiligt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Durchfälle
- Verdauungsbeschwerden
- Schlaflosigkeit
- Angstzustände
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Benommenheit
- Schläfrigkeit
- Drehschwindel
- Herzklopfen
- Flüchtige, spontan auftretende Hautrötung mit Hitzegefühl, vor allem im Gesicht (Flush)
- Magenschleimhautentzündung
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Blähungen
- Hautausschlag
- Müdigkeit
- Schmerzen
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Schüttelfrost
- Unwohlsein
- Geschwüre im Verdauungstrakt, die sehr selten auch durchbrechen können
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Teerstühle
- Bluterbrechen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensibilisierung), auf diesen Wirkstoff in der Vorgeschichte
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt
- Magen-Darm-Durchbruch, auch in der Vorgeschichte
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Chronische Verdauungsbeschwerden
- Aktive Blutungen
- Ungewöhnliche Blutungswerte
- Morbus Crohn
- Colitis ulcerosa
- Schwere Herzschwäche
- Chronisch mäßig bis schwer eingeschränkte Nierenfunktion
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
- Blutgerinnungsstörung
- Schwerer Flüssigkeitsmangel
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Allergien in der Vorgeschichte
- Erkrankungen der Speiseröhre, auch in der Vorgeschichte
- Magenschleimhautentzündung, auch in der Vorgeschichte
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bluthochdruck
- Leichte bis mittelschwere Herzschwäche
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Mögliche Gefahr einer Gefäßverengung am Herzen, wie bei:
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Rauchen
- Windpocken
- Hämoglobin-Aufbaustörung (Porphyrie)
- Nach größeren Operationen
- Asthma bronchiale
- Blutbildungsstörungen
- Autoimmunerkrankung mit Entzündungen der Haut und Organe (SLE)
- Mischkollagenose (entzündlich-rheumatische Kollagenose)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 50 × 23 × 115 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen chronisch werden.
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden. Gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen ist erlaubt, aber nicht zusammen mit dem Medikament.
Schmerz
Was ist das? - Definition Schmerz ist die Bezeichnung für sehr verschiedene unangenehme Empfindungen. Sie können in ihrem Charakter höchst unterschiedlich sein und ihre Stärke kann von kaum wahrnehmbar bis unerträglich reichen.
Krankheitsbild
Schmerz ist ein vielschichtiges, unangenehmes Empfinden, das sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die Spannbreite reicht von leichtem Ziehen bis hin zu starkem, kaum erträglichem Stechen oder Brennen. Er tritt bei akuten Verletzungen ebenso auf wie bei chronischen Erkrankungen. Schmerzen sind in erster Linie ein Warnsignal des Körpers, das auf eine mögliche oder bereits eingetretene Schädigung hinweist. Ohne Schmerzempfinden würden wir Gefahren für unseren Körper oft zu spät bemerken.
Die Reize werden über spezielle Schmerzrezeptoren an der Körperoberfläche oder in Organen wahrgenommen. Diese Signale wandern über Nervenbahnen ins Gehirn, wo sie als Schmerz empfunden werden. Verschiedene Auslöser wie Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder chemische Reize können diesen Prozess in Gang setzen. Auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Diabetes können das Schmerzempfinden beeinflussen oder verfälschen.
Symptome/Verlauf
Schmerzen zeigen sich je nach Ursache und Person unterschiedlich. Man unterscheidet sie unter anderem nach Dauer, Intensität und Art:
- Akute Schmerzen treten plötzlich auf, etwa bei Prellungen, Schnittwunden oder Muskelverspannungen, und verschwinden meist, wenn die Ursache behoben ist.
- Chronische Schmerzen dauern länger an als die ursprüngliche Verletzung, oft über Monate hinweg. Sie gelten inzwischen als eigenständiges Krankheitsbild.
Auch die Wahrnehmung ist individuell: Manche Menschen vertragen Schmerzen gut, andere weniger. Die kulturelle Prägung kann dabei eine Rolle spielen. Die Art des Schmerzes gibt Hinweise auf die Ursache: Krampfartige (kolikartige) Schmerzen können auf Nieren
- oder Gallensteine hindeuten, dumpfe oder stechende auf Verletzungen oder innere Erkrankungen. Manche Menschen empfinden sogar in amputierten Gliedmaßen weiterhin Schmerzen, sogenannten Phantomschmerzen.
Nicht immer haben Schmerzen eine rein körperliche Ursache. Auch psychische Belastungen wie Stress oder Angst können Beschwerden auslösen, etwa Bauchweh bei Schulangst.
Folgen/Komplikationen
Werden akute Schmerzen behandelt, sind die Aussichten in der Regel gut. Schwieriger sieht es bei chronischen Schmerzen aus: Diese können das Leben stark beeinträchtigen, sowohl körperlich als auch seelisch. Hobbies und Berufstätigkeit sind oft nicht mehr möglich, was zu sozialem Rückzug, Depressionen und Isolation führen kann. Diese psychischen Belastungen wiederum verstärken das Schmerzempfinden. Es entsteht ein Teufelskreis. Deshalb ist bei chronischen Schmerzen nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Unterstützung wichtig, auch für das Umfeld der Betroffenen.
Ursachen/Risikofaktoren
Schmerzen entstehen, wenn Gewebe geschädigt oder gereizt wird, zum Beispiel durch Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder Operationen. Auch chemische Substanzen wie Säuren oder Laugen können Schmerzen verursachen. Medikamente, insbesondere bei falscher Anwendung, können ihrerseits Schmerzen auslösen (z. B. durch Schädigung von Nieren oder Magen).
Nicht alle Krankheiten verursachen frühzeitig Schmerzen:
Krebserkrankungen können lange schmerzfrei verlaufen und dadurch unentdeckt bleiben. Auch Menschen mit Diabetes spüren Schmerzen oft verzögert oder gar nicht, da die Nerven geschädigt sind. So bleiben bei ihnen mitunter selbst ernsthafte Probleme wie ein Herzinfarkt oder Fußverletzungen unbemerkt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärzte suchen gezielt nach der Schmerzursache und leiten entsprechende Maßnahmen ein. Bei akuten Schmerzen stehen oft Medikamente, Schonung oder Kühlung im Vordergrund. Chronische Schmerzen erfordern meist eine umfassendere Behandlung, etwa durch regelmäßige Schmerzmittelgabe, begleitende Therapien und psychologische Unterstützung.
Was man selbst tun kann:
- Bei unklaren oder starken Schmerzen zum Arzt gehen.
- Entspannungsverfahren wie Yoga, Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung ausprobieren.
- Bei Verstauchungen oder Zerrungen: kühlen und schonen.
- Bei Verspannungen oder krampfartigen Schmerzen: Wärme (z. B. Wärmflasche, Rotlicht).
- Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke nur kurzzeitig verwenden. Als Faustregel gilt: nicht länger als drei oder vier Tage hintereinander, monatlich nicht mehr als an zehn Tagen.
- Bei Kindern ist die Behandlung mit Schmerzmitteln heikel und bedarf einer gründlichen Beratung durch Ärzte und Apotheker. Nicht alle rezeptfrei erhältlichen Schmerzmittel eignen sich für Kinder.
- Auf mögliche Wechselwirkungen achten, wenn man mehrere Medikamente nimmt.
- Selbsthilfegruppen können bei chronischen Schmerzen sehr hilfreich sein.
- Wer neben Schmerzmitteln noch weitere Medikamente einnimmt, sollte im Gespräch mit einem Apotheker oder einem Arzt gefährliche Wechselwirkungen ausschließen.
Bearbeitungsstand: 17.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Periarthritis der Schulter
Was ist das? - Definition Die Periarthritis der Schulter ist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Schulterbereich. Sie entsteht durch Veränderungen an Sehnen, Schleimbeuteln oder der Gelenkkapsel. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Periarthritis der Schulter ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Schultergelenk verursachen. Dazu gehören Entzündungen der Sehnen, Schleimbeutel oder der Gelenkkapsel. Häufig ist die sogenannte Frozen Shoulder gemeint, bei der sich die Gelenkkapsel entzündet und verhärtet. Die Schulter versteift sich zunehmend und lässt sich kaum noch bewegen. Auch Kalkablagerungen in den Sehnen oder Reizungen durch Überlastung können zu ähnlichen Beschwerden führen. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und betrifft vor allem Menschen mittleren Alters.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen bewegungsabhängige Schmerzen in der Schulter, besonders bei bestimmten Bewegungen wie dem Heben des Arms. Die Schmerzen strahlen oft in den Oberarm aus und können nachts besonders stark auftreten. Im Verlauf kommt es oft zu einer zunehmenden Steifheit der Schulter. In manchen Fällen schränkt die Periarthritis die Beweglichkeit so stark ein, dass alltägliche Tätigkeiten wie Haare kämmen oder Jacke anziehen schwerfallen. Die Beschwerden können über Wochen oder Monate bestehen. Ohne Behandlung verschlechtert sich die Beweglichkeit in vielen Fällen weiter. Manchmal heilt die Erkrankung spontan aus, was jedoch lange dauern kann.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Periarthritis unbehandelt, kann es zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen kommen. Die Schulter rostet quasi ein, was zu einer sogenannten Schultersteife führt. In schweren Fällen treten auch Sehnenrisse auf, besonders bei älteren Menschen oder bei Vorschädigungen. Viele Betroffene berichten, dass die Schmerzen und die eingeschränkte Beweglichkeit ihren Alltag stark belastet und zu Schonhaltungen führt. Letztere lösen wiederum andere Beschwerden wie Nackenverspannungen oder Rückenschmerzen aus. Auch psychisch belastet die Erkrankung, vor allem, wenn sie über längere Zeit anhält.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt viele mögliche Ursachen. Häufig entsteht die Erkrankung durch Überlastung, etwa bei ungewohnten Bewegungen oder intensiver körperlicher Arbeit. Umgekehrt kann auch eine längere Ruhigstellung der Schulter, zum Beispiel nach einer Verletzung oder Operation, eine Periarthritis auslösen. Stoffwechselstörungen wie Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen erhöhen das Risiko. Mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität der Sehnen ab, was ebenfalls die Beschwerden begünstigt. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann entzündungshemmende Medikamente verschreiben, zum Beispiel Ibuprofen oder Kortison. In manchen Fällen injiziert er auch Medikamente direkt in das Gelenk. Gezielte Krankengymnastik hilft, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Was kann man selbst tun: Regelmäßige, schonende Übungen tragen zur Mobilisierung der Schulter bei. Wärme- oder Kälteanwendungen können ebenfalls hilfreich sein. Die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Schmerzen auftreten, die Beweglichkeit weiter abnimmt oder die Beschwerden über Wochen bestehen bleiben. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schleimbeutelentzündung
Was ist das? - Definition Eine Schleimbeutelentzündung ist eine schmerzhafte Entzündung der kleinen flüssigkeitsgefüllten Polster, die zwischen Knochen, Muskeln und Sehnen liegen. Diese Schleimbeutel dienen als Puffer und erleichtern die Bewegung. Bei einer Entzündung kommt es zu Schmerzen, Schwellungen und eingeschränkter Beweglichkeit, meist an Gelenken wie Schulter, Ellenbogen, Hüfte oder Knie.
Krankheitsbild
Die Schleimbeutelentzündung, medizinisch Bursitis genannt, betrifft die kleinen Polster im Körper, die Reibung zwischen Gewebe verringern. Wird ein Schleimbeutel gereizt oder überlastet, entzündet er sich und schwillt an. Besonders häufig sind Gelenke betroffen, die stark beansprucht werden.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Schmerzen, Schwellung und Wärmegefühl im betroffenen Bereich. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt und Druck auf das Gelenk verstärkt die Beschwerden. Der Verlauf kann akut verlaufen und nach einigen Tagen abklingen oder chronisch werden, wenn die Belastung bestehen bleibt.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Schleimbeutelentzündung zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen führen. Komplikationen entstehen durch wiederholte Entzündungen oder Infektionen des Schleimbeutels. In seltenen Fällen kann eine Operation notwendig werden, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigen Ursachen zählen:
- Überlastung durch wiederholte Bewegungen
- Langes Knien oder Liegen auf harten Flächen
- Verletzungen im Bereich des Gelenks, etwa durch einen Sturz
- Infektionen durch Bakterien
- Begleiterkrankungen wie Gicht oder Rheuma
Generell erhöhen Tätigkeiten mit hoher Gelenkbelastung und die erwähnten Begleiterkrankungen das Risiko.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt entzündungshemmende Medikamente oder in schweren Fällen Kortisonpräparate ein.
Das kann man selbst tun: Schonung, Kühlung und Vermeidung belastender Bewegungen. Grenzen liegen dort, wo starke Schmerzen, Fieber oder wiederkehrende Entzündungen auftreten. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18862624
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 10 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 25 mg
- Marke:
- DEXKETIA
- Hersteller:
- TAD Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Desorientierung, Bauchschmerzen und Erbrechen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Alternativ:
Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Ältere Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Leichte bis mäßig starke Schmerzen, wie:
- Schmerzen des Bewegungsapparates
- Regelschmerzen
- Zahnschmerzen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 4-6 mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 4-6 Stunden, vor der Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 8 Stunden, vor der Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt Entzündungsvorgänge, stillt den Schmerz und senkt Fieber, zudem hat er zudem ausgeprägte antirheumatische Eigenschaften. Er blockiert die Bildung bestimmter Botenstoffe, so genannte Prostaglandine. Diese sind an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen wesentlich beteiligt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Durchfälle
- Verdauungsbeschwerden
- Schlaflosigkeit
- Angstzustände
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Benommenheit
- Schläfrigkeit
- Drehschwindel
- Herzklopfen
- Flüchtige, spontan auftretende Hautrötung mit Hitzegefühl, vor allem im Gesicht (Flush)
- Magenschleimhautentzündung
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Blähungen
- Hautausschlag
- Müdigkeit
- Schmerzen
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Schüttelfrost
- Unwohlsein
- Geschwüre im Verdauungstrakt, die sehr selten auch durchbrechen können
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Teerstühle
- Bluterbrechen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensibilisierung), auf diesen Wirkstoff in der Vorgeschichte
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt
- Magen-Darm-Durchbruch, auch in der Vorgeschichte
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Chronische Verdauungsbeschwerden
- Aktive Blutungen
- Ungewöhnliche Blutungswerte
- Morbus Crohn
- Colitis ulcerosa
- Schwere Herzschwäche
- Chronisch mäßig bis schwer eingeschränkte Nierenfunktion
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
- Blutgerinnungsstörung
- Schwerer Flüssigkeitsmangel
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Allergien in der Vorgeschichte
- Erkrankungen der Speiseröhre, auch in der Vorgeschichte
- Magenschleimhautentzündung, auch in der Vorgeschichte
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bluthochdruck
- Leichte bis mittelschwere Herzschwäche
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Mögliche Gefahr einer Gefäßverengung am Herzen, wie bei:
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Rauchen
- Windpocken
- Hämoglobin-Aufbaustörung (Porphyrie)
- Nach größeren Operationen
- Asthma bronchiale
- Blutbildungsstörungen
- Autoimmunerkrankung mit Entzündungen der Haut und Organe (SLE)
- Mischkollagenose (entzündlich-rheumatische Kollagenose)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 50 × 23 × 115 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen chronisch werden.
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden. Gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen ist erlaubt, aber nicht zusammen mit dem Medikament.
Schmerz
Was ist das? - Definition Schmerz ist die Bezeichnung für sehr verschiedene unangenehme Empfindungen. Sie können in ihrem Charakter höchst unterschiedlich sein und ihre Stärke kann von kaum wahrnehmbar bis unerträglich reichen.
Krankheitsbild
Schmerz ist ein vielschichtiges, unangenehmes Empfinden, das sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die Spannbreite reicht von leichtem Ziehen bis hin zu starkem, kaum erträglichem Stechen oder Brennen. Er tritt bei akuten Verletzungen ebenso auf wie bei chronischen Erkrankungen. Schmerzen sind in erster Linie ein Warnsignal des Körpers, das auf eine mögliche oder bereits eingetretene Schädigung hinweist. Ohne Schmerzempfinden würden wir Gefahren für unseren Körper oft zu spät bemerken.
Die Reize werden über spezielle Schmerzrezeptoren an der Körperoberfläche oder in Organen wahrgenommen. Diese Signale wandern über Nervenbahnen ins Gehirn, wo sie als Schmerz empfunden werden. Verschiedene Auslöser wie Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder chemische Reize können diesen Prozess in Gang setzen. Auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Diabetes können das Schmerzempfinden beeinflussen oder verfälschen.
Symptome/Verlauf
Schmerzen zeigen sich je nach Ursache und Person unterschiedlich. Man unterscheidet sie unter anderem nach Dauer, Intensität und Art:
- Akute Schmerzen treten plötzlich auf, etwa bei Prellungen, Schnittwunden oder Muskelverspannungen, und verschwinden meist, wenn die Ursache behoben ist.
- Chronische Schmerzen dauern länger an als die ursprüngliche Verletzung, oft über Monate hinweg. Sie gelten inzwischen als eigenständiges Krankheitsbild.
Auch die Wahrnehmung ist individuell: Manche Menschen vertragen Schmerzen gut, andere weniger. Die kulturelle Prägung kann dabei eine Rolle spielen. Die Art des Schmerzes gibt Hinweise auf die Ursache: Krampfartige (kolikartige) Schmerzen können auf Nieren
- oder Gallensteine hindeuten, dumpfe oder stechende auf Verletzungen oder innere Erkrankungen. Manche Menschen empfinden sogar in amputierten Gliedmaßen weiterhin Schmerzen, sogenannten Phantomschmerzen.
Nicht immer haben Schmerzen eine rein körperliche Ursache. Auch psychische Belastungen wie Stress oder Angst können Beschwerden auslösen, etwa Bauchweh bei Schulangst.
Folgen/Komplikationen
Werden akute Schmerzen behandelt, sind die Aussichten in der Regel gut. Schwieriger sieht es bei chronischen Schmerzen aus: Diese können das Leben stark beeinträchtigen, sowohl körperlich als auch seelisch. Hobbies und Berufstätigkeit sind oft nicht mehr möglich, was zu sozialem Rückzug, Depressionen und Isolation führen kann. Diese psychischen Belastungen wiederum verstärken das Schmerzempfinden. Es entsteht ein Teufelskreis. Deshalb ist bei chronischen Schmerzen nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Unterstützung wichtig, auch für das Umfeld der Betroffenen.
Ursachen/Risikofaktoren
Schmerzen entstehen, wenn Gewebe geschädigt oder gereizt wird, zum Beispiel durch Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder Operationen. Auch chemische Substanzen wie Säuren oder Laugen können Schmerzen verursachen. Medikamente, insbesondere bei falscher Anwendung, können ihrerseits Schmerzen auslösen (z. B. durch Schädigung von Nieren oder Magen).
Nicht alle Krankheiten verursachen frühzeitig Schmerzen:
Krebserkrankungen können lange schmerzfrei verlaufen und dadurch unentdeckt bleiben. Auch Menschen mit Diabetes spüren Schmerzen oft verzögert oder gar nicht, da die Nerven geschädigt sind. So bleiben bei ihnen mitunter selbst ernsthafte Probleme wie ein Herzinfarkt oder Fußverletzungen unbemerkt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärzte suchen gezielt nach der Schmerzursache und leiten entsprechende Maßnahmen ein. Bei akuten Schmerzen stehen oft Medikamente, Schonung oder Kühlung im Vordergrund. Chronische Schmerzen erfordern meist eine umfassendere Behandlung, etwa durch regelmäßige Schmerzmittelgabe, begleitende Therapien und psychologische Unterstützung.
Was man selbst tun kann:
- Bei unklaren oder starken Schmerzen zum Arzt gehen.
- Entspannungsverfahren wie Yoga, Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung ausprobieren.
- Bei Verstauchungen oder Zerrungen: kühlen und schonen.
- Bei Verspannungen oder krampfartigen Schmerzen: Wärme (z. B. Wärmflasche, Rotlicht).
- Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke nur kurzzeitig verwenden. Als Faustregel gilt: nicht länger als drei oder vier Tage hintereinander, monatlich nicht mehr als an zehn Tagen.
- Bei Kindern ist die Behandlung mit Schmerzmitteln heikel und bedarf einer gründlichen Beratung durch Ärzte und Apotheker. Nicht alle rezeptfrei erhältlichen Schmerzmittel eignen sich für Kinder.
- Auf mögliche Wechselwirkungen achten, wenn man mehrere Medikamente nimmt.
- Selbsthilfegruppen können bei chronischen Schmerzen sehr hilfreich sein.
- Wer neben Schmerzmitteln noch weitere Medikamente einnimmt, sollte im Gespräch mit einem Apotheker oder einem Arzt gefährliche Wechselwirkungen ausschließen.
Bearbeitungsstand: 17.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Periarthritis der Schulter
Was ist das? - Definition Die Periarthritis der Schulter ist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Schulterbereich. Sie entsteht durch Veränderungen an Sehnen, Schleimbeuteln oder der Gelenkkapsel. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Periarthritis der Schulter ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Schultergelenk verursachen. Dazu gehören Entzündungen der Sehnen, Schleimbeutel oder der Gelenkkapsel. Häufig ist die sogenannte Frozen Shoulder gemeint, bei der sich die Gelenkkapsel entzündet und verhärtet. Die Schulter versteift sich zunehmend und lässt sich kaum noch bewegen. Auch Kalkablagerungen in den Sehnen oder Reizungen durch Überlastung können zu ähnlichen Beschwerden führen. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und betrifft vor allem Menschen mittleren Alters.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen bewegungsabhängige Schmerzen in der Schulter, besonders bei bestimmten Bewegungen wie dem Heben des Arms. Die Schmerzen strahlen oft in den Oberarm aus und können nachts besonders stark auftreten. Im Verlauf kommt es oft zu einer zunehmenden Steifheit der Schulter. In manchen Fällen schränkt die Periarthritis die Beweglichkeit so stark ein, dass alltägliche Tätigkeiten wie Haare kämmen oder Jacke anziehen schwerfallen. Die Beschwerden können über Wochen oder Monate bestehen. Ohne Behandlung verschlechtert sich die Beweglichkeit in vielen Fällen weiter. Manchmal heilt die Erkrankung spontan aus, was jedoch lange dauern kann.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Periarthritis unbehandelt, kann es zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen kommen. Die Schulter rostet quasi ein, was zu einer sogenannten Schultersteife führt. In schweren Fällen treten auch Sehnenrisse auf, besonders bei älteren Menschen oder bei Vorschädigungen. Viele Betroffene berichten, dass die Schmerzen und die eingeschränkte Beweglichkeit ihren Alltag stark belastet und zu Schonhaltungen führt. Letztere lösen wiederum andere Beschwerden wie Nackenverspannungen oder Rückenschmerzen aus. Auch psychisch belastet die Erkrankung, vor allem, wenn sie über längere Zeit anhält.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt viele mögliche Ursachen. Häufig entsteht die Erkrankung durch Überlastung, etwa bei ungewohnten Bewegungen oder intensiver körperlicher Arbeit. Umgekehrt kann auch eine längere Ruhigstellung der Schulter, zum Beispiel nach einer Verletzung oder Operation, eine Periarthritis auslösen. Stoffwechselstörungen wie Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen erhöhen das Risiko. Mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität der Sehnen ab, was ebenfalls die Beschwerden begünstigt. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann entzündungshemmende Medikamente verschreiben, zum Beispiel Ibuprofen oder Kortison. In manchen Fällen injiziert er auch Medikamente direkt in das Gelenk. Gezielte Krankengymnastik hilft, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Was kann man selbst tun: Regelmäßige, schonende Übungen tragen zur Mobilisierung der Schulter bei. Wärme- oder Kälteanwendungen können ebenfalls hilfreich sein. Die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Schmerzen auftreten, die Beweglichkeit weiter abnimmt oder die Beschwerden über Wochen bestehen bleiben. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schleimbeutelentzündung
Was ist das? - Definition Eine Schleimbeutelentzündung ist eine schmerzhafte Entzündung der kleinen flüssigkeitsgefüllten Polster, die zwischen Knochen, Muskeln und Sehnen liegen. Diese Schleimbeutel dienen als Puffer und erleichtern die Bewegung. Bei einer Entzündung kommt es zu Schmerzen, Schwellungen und eingeschränkter Beweglichkeit, meist an Gelenken wie Schulter, Ellenbogen, Hüfte oder Knie.
Krankheitsbild
Die Schleimbeutelentzündung, medizinisch Bursitis genannt, betrifft die kleinen Polster im Körper, die Reibung zwischen Gewebe verringern. Wird ein Schleimbeutel gereizt oder überlastet, entzündet er sich und schwillt an. Besonders häufig sind Gelenke betroffen, die stark beansprucht werden.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Schmerzen, Schwellung und Wärmegefühl im betroffenen Bereich. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt und Druck auf das Gelenk verstärkt die Beschwerden. Der Verlauf kann akut verlaufen und nach einigen Tagen abklingen oder chronisch werden, wenn die Belastung bestehen bleibt.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Schleimbeutelentzündung zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen führen. Komplikationen entstehen durch wiederholte Entzündungen oder Infektionen des Schleimbeutels. In seltenen Fällen kann eine Operation notwendig werden, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigen Ursachen zählen:
- Überlastung durch wiederholte Bewegungen
- Langes Knien oder Liegen auf harten Flächen
- Verletzungen im Bereich des Gelenks, etwa durch einen Sturz
- Infektionen durch Bakterien
- Begleiterkrankungen wie Gicht oder Rheuma
Generell erhöhen Tätigkeiten mit hoher Gelenkbelastung und die erwähnten Begleiterkrankungen das Risiko.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt entzündungshemmende Medikamente oder in schweren Fällen Kortisonpräparate ein.
Das kann man selbst tun: Schonung, Kühlung und Vermeidung belastender Bewegungen. Grenzen liegen dort, wo starke Schmerzen, Fieber oder wiederkehrende Entzündungen auftreten. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.