DIMENHYDRINAT Fair-Med 50 mg Tabletten
5,41 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 10803757
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 50 mg
- Marke:
- DIMENHYDRINAT
- Hersteller:
- Fairmed Healthcare GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. In der Regel sollte das Arzneimittel jedoch nur kurzzeitig angewendet werden. Spätestens nach zwei Behandlungswochen sollte geprüft werden, ob die Anwendung des Arzenimittels weiterhin erforderlich ist.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen sowie zu Störungen der Herz- Kreislauffunktion kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Höchstdosis: Eine Dosis von 2 Tabletten pro Tag sollte bei Kindern unter 30 kg Körpergewicht nicht überschritten werden.
Zur Vorbeugung gegen Reisekrankheit sollte die erste Anwendung etwa 1/2-1 Stunde vor Reisebeginn erfolgen.
Anwendungsgebiete
- Übelkeit
- Erbrechen
- Reisekrankheit
- Schwindel
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6 bis 14 Jahren, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche über 14 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff blockiert Rezeptoren für einen bestimmten Botenstoff, genannt Histamin. Über diese Blockade unterdrückt er eine durch das Histamin ausgelöste Gefäßerweiterung und vermehrte Durchblutung kleinster Haargefäße (Kapillaren). Außerdem bekämpft er über den selben Mechanismus Übelkeit und wirkt beruhigend.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Magenschmerzen
- - Durchfälle
- - Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Benommenheit
- Muskelschwäche
- Stimmungsschwankungen
- Sehstörungen
- Pulsbeschleunigung
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- Störungen beim Wasserlassen
- Gefühl der "verstopften Nase"
Besonders bei Kindern:
- Unruhe
- Erregung
- Schlaflosigkeit
- Angstzustände
- Zittern
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße, aktuell oder auch wenn sie schon länger zurückliegen
- Epilepsie
- Krampfanfälle während der Schwangerschaft (Eklampsie)
- Engwinkelglaukom
- Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Alkoholmissbrauch
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Verengung im Verdauungstrakt, vor allem am Magen
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Herzrhythmusstörungen
- Pulserniedrigung
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Kaliummangel
- Magnesiummangel
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur Vorbeugung und Behandlung von:
Übelkeit/Erbrechen
Was ist das? - Definition Übelkeit und Erbrechen sind unangenehme Symptome, die viele Ursachen haben können. Übelkeit beschreibt das Gefühl, sich übergeben zu müssen, während Erbrechen das tatsächliche Entleeren des Mageninhalts über den Mund ist. Beide treten oft gemeinsam auf und sind meist Zeichen einer vorübergehenden Störung im Verdauungssystem oder einer anderen körperlichen Belastung.
Krankheitsbild
Übelkeit und Erbrechen sind keine eigenständigen Krankheiten, sondern Symptome, die bei vielen verschiedenen Erkrankungen auftreten können. Sie entstehen durch eine Reizung des Brechzentrums im Gehirn, das über Nervenimpulse aus dem Magen-Darm-Trakt, dem Gleichgewichtsorgan oder anderen Körperregionen aktiviert wird. Häufig sind sie harmlos und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. In anderen Fällen können sie auf ernstere gesundheitliche Probleme hinweisen.
Symptome/Verlauf
Übelkeit äußert sich als flaues Gefühl im Magen, oft begleitet von Appetitlosigkeit, Schwindel oder vermehrtem Speichelfluss. Erbrechen kann plötzlich auftreten und bringt meist eine vorübergehende Erleichterung. Die Beschwerden können einmalig oder wiederholt auftreten. Je nach Ursache sind sie mit weiteren Symptomen verbunden, etwa Bauchschmerzen, Fieber oder Durchfall. Der Verlauf hängt stark vom Auslöser ab. Bei harmlosen Magenverstimmungen verschwinden die Symptome meist innerhalb weniger Stunden oder Tage.
Folgen/Komplikationen
Kurzzeitige Übelkeit und gelegentliches Erbrechen sind meist unbedenklich. Bei häufigem oder starkem Erbrechen kann es jedoch zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlust kommen. Das kann besonders bei Kindern, älteren Menschen oder chronisch Kranken gefährlich werden. In schweren Fällen drohen Kreislaufprobleme, Austrocknung oder eine Reizung der Speiseröhre. Wenn Blut im Erbrochenen sichtbar ist oder die Beschwerden länger als zwei Tage anhalten, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Bandbreite möglicher Ursachen ist groß. Häufig sind Infektionen des Magen-Darm-Trakts, etwa durch Viren oder Bakterien. Auch verdorbene Lebensmittel, Stress, Medikamente oder hormonelle Veränderungen wie in der Schwangerschaft können Übelkeit und Erbrechen auslösen. Weitere Auslöser sind Reisekrankheit, Migräne oder Nebenwirkungen von Medikamenten. In seltenen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung wie ein Darmverschluss oder eine Hirndrucksteigerung dahinter.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen verordnen. Dazu gehören Antiemetika wie Dimenhydrinat oder Metoclopramid. Bei Infektionen kann eine symptomatische Behandlung mit Flüssigkeitszufuhr und Ruhe ausreichend sein. Auch pflanzliche Präparate, etwa mit Ingwer, können die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Leichte Kost zu sich nehmen, ausreichend trinken und reizende Einflüsse meiden. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sehr stark sind oder mit anderen Warnzeichen wie Fieber oder Blut im Erbrochenen einhergehen, sollte man nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reisekrankheit
Was ist das? - Definition Reisekrankheit ist eine vorübergehende Störung des Gleichgewichtssinns. Sie entsteht, wenn Bewegungen wahrgenommen werden, die nicht zu den Signalen passen, die die Augen melden. Typische Folgen sind Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.
Krankheitsbild
Reisekrankheit tritt bei Bewegungen auf, die das Gleichgewichtsorgan reizen, während die Augen keine passende Bewegung erkennen. Dadurch entstehen widersprüchliche Signale im Gehirn. Besonders betroffen sind Situationen wie Schiffsreisen, Autofahrten oder Flüge. Viele Menschen erleben die Beschwerden zumindest zeitweise. Kinder unter zwei Jahren sind jedoch kaum betroffen, im späteren Alter haben Frauen während Menstruation und Schwangerschaft häufiger Probleme.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden beginnen oft plötzlich. Typisch sind:
- Übelkeit und Erbrechen
- Schwindel und kalter Schweiß
- Blässe und Müdigkeit
Zudem kann es zu Kopfschmerzen oder einem generellen Schwächegefühl kommen. Bei längerer Belastung gewöhnt sich das Gehirn jedoch meist nach ein bis drei Tagen an die Bewegungen, wodurch die Symptome deutlich nachlassen.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen bleibt die Reisekrankheit harmlos. Starke oder lang anhaltende Übelkeit mit Erbrechen kann jedoch zu Flüssigkeitsmangel führen. Auch extreme Erschöpfung oder Kreislaufprobleme sind möglich. Komplikationen treten vor allem dann auf, wenn die Beschwerden unbehandelt bleiben oder die betroffene Person sehr geschwächt ist.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache liegt in widersprüchlichen Sinneseindrücken. Das Innenohr registriert Bewegung, während die Augen ein statisches Umfeld melden. Das Gehirn kann diese Diskrepanz nicht ausgleichen. Risikofaktoren sind unter anderem ältere Schiffe oder Fahrzeuge mit starken Bewegungen. Auch der Aufenthalt in geschlossenen Innenräumen ohne Sicht nach draußen begünstigt die Beschwerden. Als Risikofaktoren gilt auch ein leerer oder sehr voller Magen sowie Alkohol, psychische Anspannung und Müdigkeit. Während der Pubertät und bei Frauen während Menstruation oder Schwangerschaft tritt die Reisekrankheit häufiger und stärker auf.
Das kann helfen
Das kann der Arzt tun: Er setzt bei Bedarf kurzzeitig Medikamente ein, meist aus den Gruppen Antihistaminika wie Dimenhydrinat oder Diphenhydramin sowie in schweren Fällen Scopolamin.
Das kann man selbst tun: Durch Aufenthalt an gut belüfteten Orten, Blick auf einen festen Punkt in der Ferne, leichte Mahlzeiten und Ruhepausen lindern sich die Beschwerden häufig. Auch Ingwer-Präparate aus der Apotheke tun in vielen Fällen gut. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starkes Erbrechen anhält, starker Flüssigkeitsverlust auftritt oder die Beschwerden trotz Maßnahmen nicht nachlassen. Dann sollte ärztliche Unterstützung erfolgen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schwindel
Was ist das? - Definition Schwindel entsteht, wenn das Gleichgewichtssystem gestört ist. Betroffene fühlen sich wackelig oder haben das Gefühl, die Umgebung bewege sich. Schwindel kann harmlos sein, aber auch ein Hinweis auf ernste Erkrankungen. Die Auslöser reichen von harmlosen Reaktionen bis zu Störungen im Innenohr Kreislauf oder Nervensystem.
Krankheitsbild
Schwindel beschreibt keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom, das in vielen Situationen auftreten kann. Häufig liegt eine Störung im Gleichgewichtssystem vor, das aus Augen, Innenohr und Nerven besteht. Wenn die dort eintreffenden Signale nicht zusammenpassen, entsteht ein Gefühl von Unsicherheit oder Drehung. Manche erleben kurze Attacken, andere einen länger anhaltenden Dauerschwindel.
Symptome/Verlauf
Der Verlauf kann unterschiedlich sein. Schwindel tritt plötzlich oder allmählich auf. Manche Betroffene spüren nur eine leichte Unsicherheit, andere fühlen sich so stark beeinträchtigt, dass Stehen oder Gehen kaum möglich ist. Begleitend treten auch Übelkeit oder Schwitzen auf. Zu den typischen Schwindelformen zählen:
- Drehschwindel, bei dem sich alles im Kreis zu drehen scheint
- Schwankschwindel als Gefühl des Wegkippens oder Taumelns
- Lagerungsschwindel bei bestimmten Kopfbewegungen
Viele Formen sind harmlos. Vergeht der Schwindel jedoch nicht oder verstärkt sich, sollten Betroffene ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender oder starker Schwindel kann das Risiko für Stürze erhöhen. Dadurch können Verletzungen entstehen, die vor allem bei älteren Menschen schwerwiegend sein können. Wenn Schwindel durch Herz-Kreislauf- oder neurologische Probleme verursacht wird, kann dies auf ernste Gesundheitsstörungen hinweisen. Bei ungeklärtem Schwindel ist daher eine medizinische Abklärung wichtig.
Ursachen/Risikofaktoren
Schwindel kann viele Ursachen haben. Häufig ist das Innenohr betroffen, etwa durch Entzündungen oder gutartige Störungen der Gleichgewichtssteine. Auch niedriger Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, Infekte oder Stress zählen zu den möglichen Auslösern. Risikofaktoren sind höheres Alter, bestimmte Herz- oder Kreislaufkrankheiten sowie Erkrankungen des Nervensystems. Manchmal entsteht Schwindel auch ohne eine klar erkennbare Ursache.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache Medikamente verordnen oder gezielte Übungen anleiten.
Das kann man selbst tun: Ausreichend trinken, plötzliche Bewegungen vermeiden und bei Bedarf Ruhe einlegen. Grenzen bestehen, wenn Schwindel plötzlich sehr stark wird, Lähmungen auftreten, Sprachstörungen entstehen oder der Zustand sich nicht bessert. Dann ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 10803757
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 50 mg
- Marke:
- DIMENHYDRINAT
- Hersteller:
- Fairmed Healthcare GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. In der Regel sollte das Arzneimittel jedoch nur kurzzeitig angewendet werden. Spätestens nach zwei Behandlungswochen sollte geprüft werden, ob die Anwendung des Arzenimittels weiterhin erforderlich ist.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen sowie zu Störungen der Herz- Kreislauffunktion kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Höchstdosis: Eine Dosis von 2 Tabletten pro Tag sollte bei Kindern unter 30 kg Körpergewicht nicht überschritten werden.
Zur Vorbeugung gegen Reisekrankheit sollte die erste Anwendung etwa 1/2-1 Stunde vor Reisebeginn erfolgen.
Anwendungsgebiete
- Übelkeit
- Erbrechen
- Reisekrankheit
- Schwindel
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6 bis 14 Jahren, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche über 14 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff blockiert Rezeptoren für einen bestimmten Botenstoff, genannt Histamin. Über diese Blockade unterdrückt er eine durch das Histamin ausgelöste Gefäßerweiterung und vermehrte Durchblutung kleinster Haargefäße (Kapillaren). Außerdem bekämpft er über den selben Mechanismus Übelkeit und wirkt beruhigend.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Magenschmerzen
- - Durchfälle
- - Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Benommenheit
- Muskelschwäche
- Stimmungsschwankungen
- Sehstörungen
- Pulsbeschleunigung
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- Störungen beim Wasserlassen
- Gefühl der "verstopften Nase"
Besonders bei Kindern:
- Unruhe
- Erregung
- Schlaflosigkeit
- Angstzustände
- Zittern
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße, aktuell oder auch wenn sie schon länger zurückliegen
- Epilepsie
- Krampfanfälle während der Schwangerschaft (Eklampsie)
- Engwinkelglaukom
- Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Alkoholmissbrauch
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Verengung im Verdauungstrakt, vor allem am Magen
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Herzrhythmusstörungen
- Pulserniedrigung
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Kaliummangel
- Magnesiummangel
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur Vorbeugung und Behandlung von:
Übelkeit/Erbrechen
Was ist das? - Definition Übelkeit und Erbrechen sind unangenehme Symptome, die viele Ursachen haben können. Übelkeit beschreibt das Gefühl, sich übergeben zu müssen, während Erbrechen das tatsächliche Entleeren des Mageninhalts über den Mund ist. Beide treten oft gemeinsam auf und sind meist Zeichen einer vorübergehenden Störung im Verdauungssystem oder einer anderen körperlichen Belastung.
Krankheitsbild
Übelkeit und Erbrechen sind keine eigenständigen Krankheiten, sondern Symptome, die bei vielen verschiedenen Erkrankungen auftreten können. Sie entstehen durch eine Reizung des Brechzentrums im Gehirn, das über Nervenimpulse aus dem Magen-Darm-Trakt, dem Gleichgewichtsorgan oder anderen Körperregionen aktiviert wird. Häufig sind sie harmlos und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. In anderen Fällen können sie auf ernstere gesundheitliche Probleme hinweisen.
Symptome/Verlauf
Übelkeit äußert sich als flaues Gefühl im Magen, oft begleitet von Appetitlosigkeit, Schwindel oder vermehrtem Speichelfluss. Erbrechen kann plötzlich auftreten und bringt meist eine vorübergehende Erleichterung. Die Beschwerden können einmalig oder wiederholt auftreten. Je nach Ursache sind sie mit weiteren Symptomen verbunden, etwa Bauchschmerzen, Fieber oder Durchfall. Der Verlauf hängt stark vom Auslöser ab. Bei harmlosen Magenverstimmungen verschwinden die Symptome meist innerhalb weniger Stunden oder Tage.
Folgen/Komplikationen
Kurzzeitige Übelkeit und gelegentliches Erbrechen sind meist unbedenklich. Bei häufigem oder starkem Erbrechen kann es jedoch zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlust kommen. Das kann besonders bei Kindern, älteren Menschen oder chronisch Kranken gefährlich werden. In schweren Fällen drohen Kreislaufprobleme, Austrocknung oder eine Reizung der Speiseröhre. Wenn Blut im Erbrochenen sichtbar ist oder die Beschwerden länger als zwei Tage anhalten, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Bandbreite möglicher Ursachen ist groß. Häufig sind Infektionen des Magen-Darm-Trakts, etwa durch Viren oder Bakterien. Auch verdorbene Lebensmittel, Stress, Medikamente oder hormonelle Veränderungen wie in der Schwangerschaft können Übelkeit und Erbrechen auslösen. Weitere Auslöser sind Reisekrankheit, Migräne oder Nebenwirkungen von Medikamenten. In seltenen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung wie ein Darmverschluss oder eine Hirndrucksteigerung dahinter.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen verordnen. Dazu gehören Antiemetika wie Dimenhydrinat oder Metoclopramid. Bei Infektionen kann eine symptomatische Behandlung mit Flüssigkeitszufuhr und Ruhe ausreichend sein. Auch pflanzliche Präparate, etwa mit Ingwer, können die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Leichte Kost zu sich nehmen, ausreichend trinken und reizende Einflüsse meiden. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sehr stark sind oder mit anderen Warnzeichen wie Fieber oder Blut im Erbrochenen einhergehen, sollte man nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reisekrankheit
Was ist das? - Definition Reisekrankheit ist eine vorübergehende Störung des Gleichgewichtssinns. Sie entsteht, wenn Bewegungen wahrgenommen werden, die nicht zu den Signalen passen, die die Augen melden. Typische Folgen sind Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.
Krankheitsbild
Reisekrankheit tritt bei Bewegungen auf, die das Gleichgewichtsorgan reizen, während die Augen keine passende Bewegung erkennen. Dadurch entstehen widersprüchliche Signale im Gehirn. Besonders betroffen sind Situationen wie Schiffsreisen, Autofahrten oder Flüge. Viele Menschen erleben die Beschwerden zumindest zeitweise. Kinder unter zwei Jahren sind jedoch kaum betroffen, im späteren Alter haben Frauen während Menstruation und Schwangerschaft häufiger Probleme.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden beginnen oft plötzlich. Typisch sind:
- Übelkeit und Erbrechen
- Schwindel und kalter Schweiß
- Blässe und Müdigkeit
Zudem kann es zu Kopfschmerzen oder einem generellen Schwächegefühl kommen. Bei längerer Belastung gewöhnt sich das Gehirn jedoch meist nach ein bis drei Tagen an die Bewegungen, wodurch die Symptome deutlich nachlassen.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen bleibt die Reisekrankheit harmlos. Starke oder lang anhaltende Übelkeit mit Erbrechen kann jedoch zu Flüssigkeitsmangel führen. Auch extreme Erschöpfung oder Kreislaufprobleme sind möglich. Komplikationen treten vor allem dann auf, wenn die Beschwerden unbehandelt bleiben oder die betroffene Person sehr geschwächt ist.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache liegt in widersprüchlichen Sinneseindrücken. Das Innenohr registriert Bewegung, während die Augen ein statisches Umfeld melden. Das Gehirn kann diese Diskrepanz nicht ausgleichen. Risikofaktoren sind unter anderem ältere Schiffe oder Fahrzeuge mit starken Bewegungen. Auch der Aufenthalt in geschlossenen Innenräumen ohne Sicht nach draußen begünstigt die Beschwerden. Als Risikofaktoren gilt auch ein leerer oder sehr voller Magen sowie Alkohol, psychische Anspannung und Müdigkeit. Während der Pubertät und bei Frauen während Menstruation oder Schwangerschaft tritt die Reisekrankheit häufiger und stärker auf.
Das kann helfen
Das kann der Arzt tun: Er setzt bei Bedarf kurzzeitig Medikamente ein, meist aus den Gruppen Antihistaminika wie Dimenhydrinat oder Diphenhydramin sowie in schweren Fällen Scopolamin.
Das kann man selbst tun: Durch Aufenthalt an gut belüfteten Orten, Blick auf einen festen Punkt in der Ferne, leichte Mahlzeiten und Ruhepausen lindern sich die Beschwerden häufig. Auch Ingwer-Präparate aus der Apotheke tun in vielen Fällen gut. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starkes Erbrechen anhält, starker Flüssigkeitsverlust auftritt oder die Beschwerden trotz Maßnahmen nicht nachlassen. Dann sollte ärztliche Unterstützung erfolgen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schwindel
Was ist das? - Definition Schwindel entsteht, wenn das Gleichgewichtssystem gestört ist. Betroffene fühlen sich wackelig oder haben das Gefühl, die Umgebung bewege sich. Schwindel kann harmlos sein, aber auch ein Hinweis auf ernste Erkrankungen. Die Auslöser reichen von harmlosen Reaktionen bis zu Störungen im Innenohr Kreislauf oder Nervensystem.
Krankheitsbild
Schwindel beschreibt keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom, das in vielen Situationen auftreten kann. Häufig liegt eine Störung im Gleichgewichtssystem vor, das aus Augen, Innenohr und Nerven besteht. Wenn die dort eintreffenden Signale nicht zusammenpassen, entsteht ein Gefühl von Unsicherheit oder Drehung. Manche erleben kurze Attacken, andere einen länger anhaltenden Dauerschwindel.
Symptome/Verlauf
Der Verlauf kann unterschiedlich sein. Schwindel tritt plötzlich oder allmählich auf. Manche Betroffene spüren nur eine leichte Unsicherheit, andere fühlen sich so stark beeinträchtigt, dass Stehen oder Gehen kaum möglich ist. Begleitend treten auch Übelkeit oder Schwitzen auf. Zu den typischen Schwindelformen zählen:
- Drehschwindel, bei dem sich alles im Kreis zu drehen scheint
- Schwankschwindel als Gefühl des Wegkippens oder Taumelns
- Lagerungsschwindel bei bestimmten Kopfbewegungen
Viele Formen sind harmlos. Vergeht der Schwindel jedoch nicht oder verstärkt sich, sollten Betroffene ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender oder starker Schwindel kann das Risiko für Stürze erhöhen. Dadurch können Verletzungen entstehen, die vor allem bei älteren Menschen schwerwiegend sein können. Wenn Schwindel durch Herz-Kreislauf- oder neurologische Probleme verursacht wird, kann dies auf ernste Gesundheitsstörungen hinweisen. Bei ungeklärtem Schwindel ist daher eine medizinische Abklärung wichtig.
Ursachen/Risikofaktoren
Schwindel kann viele Ursachen haben. Häufig ist das Innenohr betroffen, etwa durch Entzündungen oder gutartige Störungen der Gleichgewichtssteine. Auch niedriger Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, Infekte oder Stress zählen zu den möglichen Auslösern. Risikofaktoren sind höheres Alter, bestimmte Herz- oder Kreislaufkrankheiten sowie Erkrankungen des Nervensystems. Manchmal entsteht Schwindel auch ohne eine klar erkennbare Ursache.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache Medikamente verordnen oder gezielte Übungen anleiten.
Das kann man selbst tun: Ausreichend trinken, plötzliche Bewegungen vermeiden und bei Bedarf Ruhe einlegen. Grenzen bestehen, wenn Schwindel plötzlich sehr stark wird, Lähmungen auftreten, Sprachstörungen entstehen oder der Zustand sich nicht bessert. Dann ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.