DIPENTUM 500 mg Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07704879
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 500 mg
- Marke:
- DIPENTUM
- Hersteller:
- Atnahs Pharma Denmark ApS
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Schwindel, Erbrechen sowie zu Durchfall. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Colitis ulcerosa, akuter Schub:
Zur Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten der Colitis ulcerosa:
Anwendungsgebiete
- Colitis ulcerosa, akuter Schub
- Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten der Colitis ulcerosa
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt Entzündungen. Er unterdrückt die Bildung von Botenstoffen, die im Körper maßgeblich bei der Entstehung von Entzündungen beteiligt sind.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Weiche Stühle
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Depressionen
- Missempfindungen
- Allergische Reaktionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Haarausfall
- Pulsbeschleunigung
- Verengung der Atemwege
- Anfälle von Atemnot
- Nierenfunktionsstörungen, unter Umständen auch Nierenversagen oder Nierenentzündung
- Anstieg der Leberwerte
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Methämoglobinämie (vermind. Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen)
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Fieber
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Magengeschwür
- Zwölffingerdarmgeschwür
- Erhöhte Blutungsneigung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Eingeschränkte Nierenfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Benzocain, Oxybuprocain, Procain und Tetracain)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Durchfälle auftreten.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenprocoumon und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinflusst werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten), aber auch für Blutgerinnsel (Thrombose) könnte dadurch erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Schwellungen, Schmerzen oder Schweregefühl an bestimmten Körperregionen auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da eventuell häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Azathioprin Mercaptopurin-1-Wasser und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Veränderungen des Blutbilds vermehrt auftreten, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit erblich bedingter verminderter oder fehlender Aktivität der Thiopurinmethyltransferase (TPMT)
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Masern-Lebend-Impfstoff (PCEC); Stamm Enders Edmonston mindestens Phenylalanin Masern-Lebend-Impfstoff (PCEC); Stamm Schwarz mindestens und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie das Reye-Syndrom auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Schädigungen des Gehirns und der Leber kommen, die möglicherweise lebensbedrohlich sind. Erste Anzeichen sind vermehrtes Erbrechen oder untypische, starke Schläfrigkeit.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Enoxaparin natrium und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen, wie blaue Flecken oder Nasenbluten, könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Colitis ulcerosa
Was ist das? - Definition Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Dickdarms. Sie verläuft in Schüben und führt zu Entzündungen und Geschwüren der Darmschleimhaut. Typisch sind blutige Durchfälle und krampfartige Bauchschmerzen.
Krankheitsbild
Colitis ulcerosa gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Sie beginnt meist im Enddarm und kann sich über den gesamten Dickdarm ausbreiten. Die Entzündung betrifft die oberste Schleimhautschicht und führt zu Geschwüren. Die Erkrankung verläuft in Schüben mit symptomfreien Phasen dazwischen.
Die Erkrankung tritt häufig zum ersten Mal zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, kann aber auch Kinder oder ältere Menschen betreffen. Die Beschwerden sind oft belastend und können die Lebensqualität stark einschränken.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- häufige, oft blutige Durchfälle
- krampfartige Bauchschmerzen, besonders im linken Unterbauch
- starker Stuhldrang, auch nachts
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
- Gewichtsverlust und Müdigkeit
Der Verlauf ist schubweise. In akuten Phasen treten die Beschwerden verstärkt auf, in Remissionsphasen verschwinden sie auch ganz. Die Dauer und Häufigkeit der Schübe sind individuell verschieden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Colitis ulcerosa zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Blutverluste mit Blutarmut, Darmverengungen oder -durchbrüche sowie das sogenannte toxische Megakolon, eine gefährliche Erweiterung des Dickdarms.
Langfristig besteht ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Auch außerhalb des Darms können Beschwerden auftreten, etwa Gelenkentzündungen, Hautveränderungen oder Augenprobleme.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Vermutet wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren und einer fehlgeleiteten Immunreaktion.
Zu den Risikofaktoren zählen familiäre Vorbelastung, bestimmte Umweltfaktoren wie Ernährung oder Hygiene, Stress und Veränderungen der Darmflora. Colitis ulcerosa ist nicht ansteckend und entsteht nicht durch eine Infektion.
Das kann helfen
Der Arzt kann durch Blut- und Stuhluntersuchungen sowie eine Darmspiegelung die Diagnose sichern. Zur Behandlung kommen entzündungshemmende Mittel, aber auch Arzneimittel, die das Immunsystem unterdrücken, zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Stressarme Lebensweise, individuell angepasste Ernährung und regelmäßige ärztliche Kontrollen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten, Blut im Stuhl sichtbar ist oder Fieber hinzukommt. Auch bei Verdacht auf Komplikationen sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Morbus Crohn
Was ist das? - Definition Bei Morbus Crohn handelt sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Die Entzündung der Schleimhaut kann, anders als die Bezeichnung vermuten lässt, den gesamten Verdauungstrakt betreffen. Die Ursache für die Krankheit ist noch unklar. Sie kann gelindert, aber nicht geheilt werden.
Krankheitsbild
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die oft schon in jüngeren Jahren auftritt und bislang nicht heilbar ist. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen 20 und 30 Jahren. Die Krankheit kann überall im Verdauungstrakt auftreten - vom Mund bis zum After. Besonders häufig ist allerdings der Bereich des "terminalen Ileums" betroffen, das ist der letzte Abschnitt des Dünndarms im Übergang zum Dickdarm. Die Entzündung kann alle Schichten der Darmwand einschließen.
Symptome / Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- starke schleimige Durchfälle,
- Bauchschmerzen,
- Fieber,
- Blut im Stuhl.
Außerdem führt die Darmentzündung häufig dazu, dass Nährstoffe aus der Nahrung nicht vollständig aufgenommen werden. Dann kommt es auch zu Gewichtsverlust und es können sich Mangelerscheinungen einstellen.
Die Krankheit verläuft schubweise und ist nicht heilbar. Die Häufigkeit und auch die Stärke der Schübe kann sehr unterschiedlich sein. Dazwischen liegt meist eine mehr oder weniger lange entzündungsfreie Zeit, Mediziner sprechen von Remission. Ziel der Therapie ist es, die Entzündungen zu kontrollieren und Rückfälle, wenn möglich, zu vermeiden.
Folgen / Komplikationen
Generell kommt es im Verlauf der Erkrankung nicht selten zu Komplikationen:
- Fisteln: Da sich die Entzündung durch alle Wandschichten eines betroffenen Abschnitts ziehen kann, bilden sich manchmal kleine Wundkanäle, sogenannte Fisteln. Sie können zwischen inneren Organen oder von inneren Organen nach außen verlaufen. Besonders häufig sind sie im Bereich des Afters zu finden.
- Abszesse: Auch Eiteransammlungen unter der Haut oder im Bauchraum sind ein häufiges Problem.
- Stenose: Die chronische Entzündung kann dazu führen, dass sich die Darmwand an dieser Stelle verdickt und betroffene Darmabschnitte dadurch verengen. Ist die Verengung, auch Stenose genannt, so stark ausgeprägt, dass der Stuhlgang sie nicht mehr passieren kann, kommt es zu einem Darmverschluss.
- Durchbruch der Darmwand: Besonders gefährlich ist ein Durchbruch der Darmwand. Tritt Stuhl in die Bauchhöhle aus, besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung.
- Begleiterkrankungen: Es kann auch zu Entzündungen außerhalb des Bauchraums kommen, zum Beispiel der Augen, der Gelenke oder der Haut. Diese heißten im Fachjargon "extraintestinale Entzündungen".
Ursachen / Risikofaktoren
Warum es zu der Entzündung der Darmschleimhaut kommt, ist derzeit noch unklar. Vermutlich gibt es mehrere Faktoren, die zur Entstehung beitragen. Eine Fehlreaktion des Immunsystems, eine erbliche Veranlagung und Umweltfaktoren scheinen dabei eine Rolle zu spielen. So gibt es genetische Veränderungen, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen. Auch Umwelteinflüsse können das Erkrankungsrisiko steigern. Rauchen etwa gilt als klarer Risikofaktor, der die Entstehung begünstigt und Krankheitsschübe fördert.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann
Wichtig ist eine angepasste Ernährung - insbesondere während eines Schubs. Alles, was Beschwerden auslöst, sollte gemieden werden. Da durch die Durchfälle und die entzündlichen Veränderungen Vitamine, Mineral- und Nährstoffe verloren gehen können, ist es sinnvoll, mit einem Arzt oder einer Ärztin über eine angepasste Ernährung oder Nahrungsergänzung zu sprechen. In besonders schweren Fällen kann eine spezielle Ernährung über Sonde oder eine Infusion sinnvoll sein.
Was der Arzt tun kann
Kommt es immer wieder zu heftigen Symptomen und Durchfallattacken, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann eine Blutuntersuchung und einen Stuhltest durchführen. In der Regel ist eine Darmspiegelung nötig, um die Diagnose zu sichern. Manchmal ist auch eine Magenspieglung notwendig.Morbus Crohn lässt sich gut mit Medikamenten behandeln. Im akuten Schub können zum Beispiel Arzneimittel mit Kortison, Salicylate, Immunsuppressiva oder Biologika zum Einsatz kommen. Auch in der schubfreien Zeit (Remission) gibt es Medikamente, die helfen, weitere Schübe zu verhindern oder hinauszuzögern.In schwereren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden.Zur Behandlung bestimmter Beschwerden können auch noch andere Arzneimittel zum Einsatz kommen, zum Beispiel bestimmte Antibiotika bei Fisteln, krampflösende Medikamente, Eisenpräparate oder Vitamin B12 bei einem Mangel oder Vitamin D und Kalzium zur Knochengesundheit.Chronische Erkrankungen sind belastend und gehen häufig mit seelischen Störungen einher. Eine psychologische Unterstützung kann beim Umgang mit Stress, Ängsten oder Depressionen helfen.
Bearbeitungsstand: 22.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07704879
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 500 mg
- Marke:
- DIPENTUM
- Hersteller:
- Atnahs Pharma Denmark ApS
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Schwindel, Erbrechen sowie zu Durchfall. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Colitis ulcerosa, akuter Schub:
Zur Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten der Colitis ulcerosa:
Anwendungsgebiete
- Colitis ulcerosa, akuter Schub
- Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten der Colitis ulcerosa
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt Entzündungen. Er unterdrückt die Bildung von Botenstoffen, die im Körper maßgeblich bei der Entstehung von Entzündungen beteiligt sind.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Weiche Stühle
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Depressionen
- Missempfindungen
- Allergische Reaktionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Haarausfall
- Pulsbeschleunigung
- Verengung der Atemwege
- Anfälle von Atemnot
- Nierenfunktionsstörungen, unter Umständen auch Nierenversagen oder Nierenentzündung
- Anstieg der Leberwerte
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Methämoglobinämie (vermind. Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen)
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Fieber
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Magengeschwür
- Zwölffingerdarmgeschwür
- Erhöhte Blutungsneigung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Eingeschränkte Nierenfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Benzocain, Oxybuprocain, Procain und Tetracain)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Durchfälle auftreten.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinflusst werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten), aber auch für Blutgerinnsel (Thrombose) könnte dadurch erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Schwellungen, Schmerzen oder Schweregefühl an bestimmten Körperregionen auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da eventuell häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Veränderungen des Blutbilds vermehrt auftreten, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit erblich bedingter verminderter oder fehlender Aktivität der Thiopurinmethyltransferase (TPMT)
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie das Reye-Syndrom auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Schädigungen des Gehirns und der Leber kommen, die möglicherweise lebensbedrohlich sind. Erste Anzeichen sind vermehrtes Erbrechen oder untypische, starke Schläfrigkeit.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen, wie blaue Flecken oder Nasenbluten, könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Colitis ulcerosa
Was ist das? - Definition Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Dickdarms. Sie verläuft in Schüben und führt zu Entzündungen und Geschwüren der Darmschleimhaut. Typisch sind blutige Durchfälle und krampfartige Bauchschmerzen.
Krankheitsbild
Colitis ulcerosa gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Sie beginnt meist im Enddarm und kann sich über den gesamten Dickdarm ausbreiten. Die Entzündung betrifft die oberste Schleimhautschicht und führt zu Geschwüren. Die Erkrankung verläuft in Schüben mit symptomfreien Phasen dazwischen.
Die Erkrankung tritt häufig zum ersten Mal zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, kann aber auch Kinder oder ältere Menschen betreffen. Die Beschwerden sind oft belastend und können die Lebensqualität stark einschränken.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- häufige, oft blutige Durchfälle
- krampfartige Bauchschmerzen, besonders im linken Unterbauch
- starker Stuhldrang, auch nachts
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
- Gewichtsverlust und Müdigkeit
Der Verlauf ist schubweise. In akuten Phasen treten die Beschwerden verstärkt auf, in Remissionsphasen verschwinden sie auch ganz. Die Dauer und Häufigkeit der Schübe sind individuell verschieden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Colitis ulcerosa zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Blutverluste mit Blutarmut, Darmverengungen oder -durchbrüche sowie das sogenannte toxische Megakolon, eine gefährliche Erweiterung des Dickdarms.
Langfristig besteht ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Auch außerhalb des Darms können Beschwerden auftreten, etwa Gelenkentzündungen, Hautveränderungen oder Augenprobleme.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Vermutet wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren und einer fehlgeleiteten Immunreaktion.
Zu den Risikofaktoren zählen familiäre Vorbelastung, bestimmte Umweltfaktoren wie Ernährung oder Hygiene, Stress und Veränderungen der Darmflora. Colitis ulcerosa ist nicht ansteckend und entsteht nicht durch eine Infektion.
Das kann helfen
Der Arzt kann durch Blut- und Stuhluntersuchungen sowie eine Darmspiegelung die Diagnose sichern. Zur Behandlung kommen entzündungshemmende Mittel, aber auch Arzneimittel, die das Immunsystem unterdrücken, zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Stressarme Lebensweise, individuell angepasste Ernährung und regelmäßige ärztliche Kontrollen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten, Blut im Stuhl sichtbar ist oder Fieber hinzukommt. Auch bei Verdacht auf Komplikationen sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Morbus Crohn
Was ist das? - Definition Bei Morbus Crohn handelt sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Die Entzündung der Schleimhaut kann, anders als die Bezeichnung vermuten lässt, den gesamten Verdauungstrakt betreffen. Die Ursache für die Krankheit ist noch unklar. Sie kann gelindert, aber nicht geheilt werden.
Krankheitsbild
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die oft schon in jüngeren Jahren auftritt und bislang nicht heilbar ist. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen 20 und 30 Jahren. Die Krankheit kann überall im Verdauungstrakt auftreten - vom Mund bis zum After. Besonders häufig ist allerdings der Bereich des "terminalen Ileums" betroffen, das ist der letzte Abschnitt des Dünndarms im Übergang zum Dickdarm. Die Entzündung kann alle Schichten der Darmwand einschließen.
Symptome / Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- starke schleimige Durchfälle,
- Bauchschmerzen,
- Fieber,
- Blut im Stuhl.
Außerdem führt die Darmentzündung häufig dazu, dass Nährstoffe aus der Nahrung nicht vollständig aufgenommen werden. Dann kommt es auch zu Gewichtsverlust und es können sich Mangelerscheinungen einstellen.
Die Krankheit verläuft schubweise und ist nicht heilbar. Die Häufigkeit und auch die Stärke der Schübe kann sehr unterschiedlich sein. Dazwischen liegt meist eine mehr oder weniger lange entzündungsfreie Zeit, Mediziner sprechen von Remission. Ziel der Therapie ist es, die Entzündungen zu kontrollieren und Rückfälle, wenn möglich, zu vermeiden.
Folgen / Komplikationen
Generell kommt es im Verlauf der Erkrankung nicht selten zu Komplikationen:
- Fisteln: Da sich die Entzündung durch alle Wandschichten eines betroffenen Abschnitts ziehen kann, bilden sich manchmal kleine Wundkanäle, sogenannte Fisteln. Sie können zwischen inneren Organen oder von inneren Organen nach außen verlaufen. Besonders häufig sind sie im Bereich des Afters zu finden.
- Abszesse: Auch Eiteransammlungen unter der Haut oder im Bauchraum sind ein häufiges Problem.
- Stenose: Die chronische Entzündung kann dazu führen, dass sich die Darmwand an dieser Stelle verdickt und betroffene Darmabschnitte dadurch verengen. Ist die Verengung, auch Stenose genannt, so stark ausgeprägt, dass der Stuhlgang sie nicht mehr passieren kann, kommt es zu einem Darmverschluss.
- Durchbruch der Darmwand: Besonders gefährlich ist ein Durchbruch der Darmwand. Tritt Stuhl in die Bauchhöhle aus, besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung.
- Begleiterkrankungen: Es kann auch zu Entzündungen außerhalb des Bauchraums kommen, zum Beispiel der Augen, der Gelenke oder der Haut. Diese heißten im Fachjargon "extraintestinale Entzündungen".
Ursachen / Risikofaktoren
Warum es zu der Entzündung der Darmschleimhaut kommt, ist derzeit noch unklar. Vermutlich gibt es mehrere Faktoren, die zur Entstehung beitragen. Eine Fehlreaktion des Immunsystems, eine erbliche Veranlagung und Umweltfaktoren scheinen dabei eine Rolle zu spielen. So gibt es genetische Veränderungen, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen. Auch Umwelteinflüsse können das Erkrankungsrisiko steigern. Rauchen etwa gilt als klarer Risikofaktor, der die Entstehung begünstigt und Krankheitsschübe fördert.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann
Wichtig ist eine angepasste Ernährung - insbesondere während eines Schubs. Alles, was Beschwerden auslöst, sollte gemieden werden. Da durch die Durchfälle und die entzündlichen Veränderungen Vitamine, Mineral- und Nährstoffe verloren gehen können, ist es sinnvoll, mit einem Arzt oder einer Ärztin über eine angepasste Ernährung oder Nahrungsergänzung zu sprechen. In besonders schweren Fällen kann eine spezielle Ernährung über Sonde oder eine Infusion sinnvoll sein.
Was der Arzt tun kann
Kommt es immer wieder zu heftigen Symptomen und Durchfallattacken, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann eine Blutuntersuchung und einen Stuhltest durchführen. In der Regel ist eine Darmspiegelung nötig, um die Diagnose zu sichern. Manchmal ist auch eine Magenspieglung notwendig.Morbus Crohn lässt sich gut mit Medikamenten behandeln. Im akuten Schub können zum Beispiel Arzneimittel mit Kortison, Salicylate, Immunsuppressiva oder Biologika zum Einsatz kommen. Auch in der schubfreien Zeit (Remission) gibt es Medikamente, die helfen, weitere Schübe zu verhindern oder hinauszuzögern.In schwereren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden.Zur Behandlung bestimmter Beschwerden können auch noch andere Arzneimittel zum Einsatz kommen, zum Beispiel bestimmte Antibiotika bei Fisteln, krampflösende Medikamente, Eisenpräparate oder Vitamin B12 bei einem Mangel oder Vitamin D und Kalzium zur Knochengesundheit.Chronische Erkrankungen sind belastend und gehen häufig mit seelischen Störungen einher. Eine psychologische Unterstützung kann beim Umgang mit Stress, Ängsten oder Depressionen helfen.
Bearbeitungsstand: 22.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.