DISTRANEURIN Mixtur 5%
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Pharmazeutische Informationen
Lösung zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02151921
- Darreichungsform:
- Lösung zum Einnehmen (Lösung zum Einnehmen)
- Packungsgröße:
- 300 ml
- Marke:
- DISTRANEURIN
- Hersteller:
- CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Dazu geben Sie es in ein Glas Wasser oder Tee und rühren um.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Atemstörungen, niedrigem Blutdruck bis hin zu komatösen Zuständen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Prädelir, Delirium tremens und Entzugserscheinungen - Zur Akutbehandlung - einmalige Gabe:
Prädelir, Delirium tremens und Entzugserscheinungen: Innerhalb von 30-60 Minuten darf nur bei Wiederauftreten der Symptome eine 2. Dosis von 10ml gegeben werden.
Prädelir, Delirium tremens und Entzugserscheinungen: Höchstdosis: Eine Dosis von 40ml in einem Zeitraum von 2 Stunden sollte nicht überschritten werden.
Delirium (Verwirrtheit), Erregung und Unruhe bei Psychosen aufgrund von Hirnschäden:
Schlafstörungen:
Schlafstörungen: Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis auf 20ml pro Tag erhöht werden.
Ältere Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Anwendungsgebiete
- Entzugserscheinungen
- Prädelir (Verwirrtheit, in der Anfangsphase)
- Delirium tremens (Verwirrtheit mit Zittern und Krämpfen)vor allem während eines Alkoholentzugs
- Delirium (Verwirrtheit) bei Psychosen aufgrund von Hirnschäden
- Erregung bei Psychosen aufgrund von Hirnschäden
- Unruhe bei Psychosen aufgrund von Hirnschäden
- Schlafstörungen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 10-20ml, Gesamtdosis: 10-20ml, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 5-10ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen (unmittelbar davor)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wirkt vor allem beruhigend und krampflösend, indem er die Wirkung von körpereigenen, entspannend wirkenden Substanzen verstärkt.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Magenschmerzen
- - Sodbrennen
- Vermehrter Speichelfluss
- Kopfschmerzen
- Benommenheit, vor allem am nächsten Tag
- Müdigkeit
- Missempfindungen, wie:
- - Taubheitsgefühl
- - Kribbeln
- Bindehautentzündung
- Reizerscheinungen im Hals und im Rachen
- Reizerscheinungen in der Nase
- Schnupfen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Juckreiz
- - Hautausschlag
- - Nesselausschlag
- Herzklopfen
- Hustenreiz
- Zunahme des Bronchialschleims
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schlafapnoe-Syndrom (kurzzeitiger Atemstillstand während des Schlafes)
- Störungen des Atemzentrums im Gehirn
- Arzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
- Alkoholmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
- Drogenabhängigkeit, auch wenn sie schon längere Zeit zurückliegt
Bei Entzugserscheinungen, Prädelir (Verwirrtheit, in der Anfangsphase), Delirium tremens (Verwirrtheit mit Zittern und Krämpfen): Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schlafapnoe-Syndrom (kurzzeitiger Atemstillstand während des Schlafes)
- Störungen des Atemzentrums im Gehirn
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Atemschwäche, wie:
- Asthma bronchiale
- Akute Atemwegserkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 574 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 70 × 200 × 70 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Diese Angabe gilt für die gebrauchsfertige, verdünnte Zubereitung. Die angebrochene, unverdünnte Lösung kann bei Lagerung im Kühlschrank höchstens 120 Tage aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkohol, auch in Speisen, Mischgetränken oder Medikamenten, muss unter allen Umständen während der Behandlung mit dem Medikament und eventuell bis zu 2 Wochen danach vermieden werden. Es kann zu lebensbedrohlichen Situationen, wie Atemnot und Blutdruckabfall, kommen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Schlafstörung schwerwiegend und durch andere Maßnahmen, wie durch Beseitigung der Ursache kurzfristig nicht zu beheben ist.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: mikroemulgiert und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können unerwünschte Wirkungen, die lebensbedrohlich sein können, wie gesteigerte Produktion von Speichel, Kältegefühl, Atembeschwerden oder starker Blutdruckabfall und damit einhergehend Benommenheit und Schwindel auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit Leberschäden
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Schläfrigkeit, Atembeschwerden oder Blutdruckabfall und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Pipamperon dihydrochlorid Cetirizin dihydrochlorid Lamivudin Abacavir hemisulfat Ambroxol hydrochlorid Efeublätter-Trockenextrakt (5-7,5:1); Auszugsmittel: Ethanol und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Entzugssyndrom
Was ist das? - Definition Entzugssyndrom bezeichnet körperliche und psychische Beschwerden, die auftreten, wenn eine Substanz, zum Beispiel Alkohol, Medikamente oder Drogen, nach regelmäßiger Einnahme plötzlich abgesetzt oder stark reduziert wird. Der Körper hat sich an den Stoff gewöhnt und reagiert auf das Fehlen mit Stresssymptomen.
Krankheitsbild
Viele Substanzen beeinflussen das Gehirn und das Nervensystem. Bei längerem oder häufigem Konsum passt sich der Körper an. Wird die Substanz dann nicht mehr zugeführt, gerät dieses Gleichgewicht aus dem Takt. Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt von der Art der Substanz, der eingenommenen Menge, der Dauer des Konsums und vom allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Ein Entzug kann zum Beispiel nach regelmäßigem Alkoholkonsum, nach der Einnahme von Opioiden in der Schmerztherapie, bei Cannabis- oder Kokainkonsum sowie nach täglichem Konsum von Nikotin oder größeren Mengen Koffein auftreten. Nicht jeder Entzug bedeutet automatisch eine Suchterkrankung. Bei Opioiden kann beispielsweise auch eine medizinisch notwendige Dosisreduktion Entzugssymptome auslösen.
Symptome / Verlauf
Zu körperlichen Entzugssymptomen zählen:
- -Übelkeit und Erbrechen
- -Zittern, Schweißausbrüche oder Frieren
- -Kreislauf-Probleme oder Herzrasen
- -Kopfschmerzen
- -Muskel- und Gliederschmerzen
Zu psychischen Symptomen zählen:
- -Innere Unruhe
- -Angst
- -Schlafstörungen
- -Konzentrationsprobleme
- -Reizbarkeit
- -Halluzinationen
- -Gedrückte Stimmung
- -Starkes Verlangen nach der Substanz (Craving)
Je nach Substanz können sehr unterschiedliche Symptome im Vordergrund stehen: Beim Alkoholentzug können Zittern, starkes Schwitzen und in schweren Fällen Verwirrtheit oder Krampfanfälle auftreten. Beim Opioidentzug stehen starkes Substanzverlangen und grippeähnliche Beschwerden mit Muskel- und Bauchschmerzen im Vordergrund. Nach Kokainkonsum kommt es häufig zu einem "Crash" mit Erschöpfung und depressiver Stimmung. Bei Nikotin- oder Koffeinentzug sind Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme typisch.
Die Beschwerden beginnen meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen nach dem Absetzen. Manche Entzüge verlaufen mild und klingen nach einigen Tagen ab, andere können mehrere Wochen anhalten.
Folgen / Komplikationen
Die Entzugsbeschwerden können sehr ausgeprägt sein, unter Umständen sogar lebensbedrohlich. Insbesondere beim Alkoholentzug können Krampfanfälle oder ein sogenanntes Delir mit Verwirrtheit und Kreislaufproblemen auftreten. Das ist ein medizinischer Notfall. Auch starke depressive Einbrüche, etwa nach Kokainkonsum, können gefährlich werden, vor allem wenn Suizidgedanken auftreten. Bei schweren körperlichen Vorerkrankungen, etwa Herz- oder Leberproblemen, kann ein Entzug zusätzlich belastend sein. Deshalb sollte ein Entzug am besten unter ärztlicher Aufsicht oder in Spezialkliniken durchgeführt werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Ein Entzug entsteht, weil sich das Gehirn an die regelmäßige Wirkung einer Substanz angepasst hat. Fällt diese Wirkung plötzlich weg, reagiert das Nervensystem mit Über- oder Untererregung. Risikofaktoren sind ein längerer und regelmäßiger Konsum, hohe Dosierungen, Mischkonsum mehrerer Substanzen sowie psychische oder körperliche Vorerkrankungen. Auch ein abruptes Absetzen ohne ärztliche Begleitung erhöht das Risiko für stärkere Beschwerden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zunächst schätzt der Arzt ein, wie schwer der Entzug voraussichtlich verläuft und ob eine ambulante Begleitung ausreicht oder eine stationäre Behandlung sinnvoll ist. Bei Bedarf werden Medikamente eingesetzt, um Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu verhindern. Bei Alkoholentzug erfolgt die Behandlung häufig unter engmaschiger Überwachung. Zudem wird gemeinsam ein Plan zur weiteren Behandlung oder Rückfallvorbeugung erstellt.
Das kann man selbst tun: Bei starken oder unsicheren Symptomen sollte man ärztlichen Rat einholen und riskante Substanzen, insbesondere Alkohol, nicht eigenständig abrupt absetzen. Unterstützend helfen ausreichend Flüssigkeit, regelmäßige Mahlzeiten, feste Schlafzeiten und Schonung. Wichtig ist außerdem soziale Unterstützung, etwa durch Familie, Freunde oder Beratungsstellen. Bei Verwirrtheit, Krampfanfällen oder Suizidgedanken sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Delirium
Was ist das? - Definition Ein Delirium oder Delir ist ein plötzlich auftretender Verwirrtheitszustand, der sich innerhalb von Stunden oder Tagen entwickelt. Betroffene sind orientierungslos und denken oder sprechen wirr. Der Zustand schwankt mitunter zwischen Unruhe und Teilnahmslosigkeit.
Krankheitsbild
Ein Delirium oder Delir ist ein plötzlich auftretender Verwirrtheitszustand, der sich innerhalb von Stunden oder Tagen entwickelt. Betroffene sind orientierungslos und denken oder sprechen wirr. Der Zustand schwankt mitunter zwischen Unruhe und Teilnahmslosigkeit. Mitunter haben Betroffene auch andere Symptome wie Halluzinationen oder Angstzustände. Häufige Ursachen sind Flüssigkeitsmangel, Infektionen, schwere Erkrankungen sowie Medikamente, Drogen oder Entzug. Besonders gefährdet sind ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen wie Demenz oder Parkinson. Bei Krankenhausaufenthalten oder nach Operationen erleben Menschen häufiger ein Delirium. Bei rascher Behandlung der Ursache kann sich ein Delir schnell bessern, ältere Menschen erholen sich jedoch häufig schlechter. Langfristig besteht ein erhöhtes Risiko für Pflegebedürftigkeit und Tod.
Symptome/Verlauf
Ein Delir beginnt meist plötzlich und entwickelt sich innerhalb von Stunden oder Tagen. Typisch ist eine ausgeprägte Störung der Aufmerksamkeit: Betroffene können sich nicht konzentrieren, keine neuen Informationen aufnehmen und sich nicht an kürzlich Geschehenes erinnern. Sie sind oft orientierungslos, denken und sprechen sind verworren. Die Symptome können sich innerhalb von Minuten verändern, von überaktiv zu teilnahmslos oder aggressiv, und sind abends häufig stärker ausgeprägt. Hinzu kommen mitunter optische Halluzinationen, bei denen Dinge oder Menschen gesehen werden, die nicht vorhanden sind. Auch unbegründete Ängste, Verfolgungsgedanken oder Wahnvorstellungen kommen vor. Ein Delir kann Stunden, Tage oder länger andauern. Wird die Ursache rasch erkannt und behandelt, lässt sich der Zustand in vielen Fällen schnell verbessern. Gerade ältere Patienten erholen sich aber schlechter von einem Delirium. Bis zu 2 Jahre nach Auftreten eines Delirs ist das Risiko für kognitive und funktionelle Verschlechterungen, Heimunterbringung und Tod erhöht.
Folgen/Komplikationen
Wenn ein Delir durch klar behandelbare Ursachen (siehe unten) ausgelöst wird, kann es sich unter Therapie rasch zurückbilden. Die vollständige Erholung dauert jedoch häufig länger, teils Tage, Wochen oder sogar Monate, vor allem bei älteren Menschen. Dies führt oft zu längeren Krankenhausaufenthalten, mehr und schwereren Komplikationen und mitunter auch dauerhaften Einschränkungen. Ein Delir ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für Komplikationen und Tod verbunden, besonders bei Menschen, die deswegen ins Krankenhaus kommen oder während eines Krankenhausaufenthalts ein Delir entwickeln. Etwa 30 bis 50 Prozent dieser Patienten sterben innerhalb eines Jahres, was unter anderem auch an höherem Alter und schwerer Grunderkrankungen liegt.
Ursachen/Risikofaktoren
Flüssigkeitsmangel, Infektionen und andere Erkrankungen wie Lungenentzündung, Harnwegsinfektionen, Sepsis oder Leberversagen gehören zu den häufigsten Ursachen für ein Delir. Außerdem wird es auch häufig durch Medikamente, Beruhigungsmittel oder Drogenkonsum ausgelöst, ebenso durch Medikamenten- oder Drogenentzug. Das Risiko ist bei älteren Menschen erhöht. Menschen mit Vorerkrankungen wie Demenz, Schlaganfall oder Parkinson können mitunter auch bei weniger schweren Auslösern (Schmerzen, Schlafentzug, Verstopfung) ein Delirium entwickeln. Bei Krankenhausaufenthalten oder Operationen ist das Risiko für ein Delirium erhöht. Bis zu 50 Prozent der älteren Patienten erleben während eines Krankenhausaufenthaltes ein Delirium.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung eines Delirs besteht vor allem darin, die auslösende Ursache schnell zu erkennen und zu behandeln, zum Beispiel durch Antibiotika bei Infektionen, Flüssigkeit bei Austrocknung oder gezielter Medikamentengabe bei Drogen- oder Alkoholentzug. Bei starker Unruhe oder Halluzinationen kann der Arzt unter Umständen auch Medikamente verordnen.
Das kann man selbst tun: Zusätzlich sind allgemeine unterstützende Maßnahmen wichtig, wie eine ruhige, gut beleuchtete Umgebung, Orientierungshilfen (Uhr, Kalender) oder Beruhigung durch vertraute Personen.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Unruhe/Erregung
Was ist das? - Definition Unruhe und Erregung sind Zustände, bei denen Körper und Geist in einer gesteigerten Anspannung stehen. Betroffene fühlen sich innerlich getrieben, können schwer stillsitzen oder sich konzentrieren. Diese Zustände sind keine eigenständige Krankheit, sondern treten oft als Symptom verschiedener körperlicher oder seelischer Belastungen auf.
Krankheitsbild
Unruhe und Erregung beschreiben ein Zusammenspiel aus innerer Anspannung, Nervosität und gesteigerter körperlicher Aktivität. Sie können vorübergehend auftreten, etwa in Stresssituationen, oder länger anhalten, wenn eine zugrunde liegende Erkrankung besteht. Häufig treten die Symptome als Begleiterscheinungen von psychischen Störungen, körperlichen Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten auf.
Symptome/Verlauf
Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen wirken rastlos, laufen umher oder können nicht stillsitzen. Andere berichten von einem ständigen inneren Druck oder dem Gefühl, gleich explodieren zu müssen. Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Vorübergehende Unruhe klingt oft von selbst ab, während anhaltende Erregung ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Störung sein kann.Zu den typischen Symptomen zählen:
- innere Nervosität und Getriebenheit
- Schlafstörungen und Schwierigkeiten, sich zu entspannen
- verstärkte körperliche Aktivität wie Nesteln oder Umherlaufen
- Konzentrationsprobleme und Gereiztheit
Folgen/Komplikationen
Bleiben Unruhe und Erregung über längere Zeit bestehen, können sie zu Erschöpfung, Leistungsabfall und sozialem Rückzug führen. Häufig entwickeln sich Schlafprobleme, die wiederum die Anspannung verstärken. In schweren Fällen kann es zu Angststörungen oder Depressionen kommen. Auch körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Bluthochdruck oder Magenprobleme sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Zu den häufigen Auslösern zählen Stress, Überlastung oder Konflikte. Auch körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion, Herz-Kreislauf-Störungen oder neurologische Leiden können eine Rolle spielen. Psychische Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen oder manische Episoden sind ebenfalls mögliche Hintergründe. Risikofaktoren sind zudem Schlafmangel, übermäßiger Konsum von Koffein, Alkohol oder Drogen sowie bestimmte Medikamente.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache Medikamente einsetzen, etwa Beruhigungsmittel für akute Situationen oder Antidepressiva bei zugrunde liegenden psychischen Erkrankungen.
Das kann man selbst tun: Entspannungstechniken, ausreichend Schlaf, Bewegung und der Verzicht auf anregende Substanzen wirken sich positiv aus. Grenzen liegen dort, wo die Unruhe den Alltag stark beeinträchtigt, länger anhält oder mit weiteren Beschwerden wie Angst oder Depression verbunden ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Lösung zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02151921
- Darreichungsform:
- Lösung zum Einnehmen (Lösung zum Einnehmen)
- Packungsgröße:
- 300 ml
- Marke:
- DISTRANEURIN
- Hersteller:
- CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Dazu geben Sie es in ein Glas Wasser oder Tee und rühren um.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Atemstörungen, niedrigem Blutdruck bis hin zu komatösen Zuständen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Prädelir, Delirium tremens und Entzugserscheinungen - Zur Akutbehandlung - einmalige Gabe:
Prädelir, Delirium tremens und Entzugserscheinungen: Innerhalb von 30-60 Minuten darf nur bei Wiederauftreten der Symptome eine 2. Dosis von 10ml gegeben werden.
Prädelir, Delirium tremens und Entzugserscheinungen: Höchstdosis: Eine Dosis von 40ml in einem Zeitraum von 2 Stunden sollte nicht überschritten werden.
Delirium (Verwirrtheit), Erregung und Unruhe bei Psychosen aufgrund von Hirnschäden:
Schlafstörungen:
Schlafstörungen: Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis auf 20ml pro Tag erhöht werden.
Ältere Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Anwendungsgebiete
- Entzugserscheinungen
- Prädelir (Verwirrtheit, in der Anfangsphase)
- Delirium tremens (Verwirrtheit mit Zittern und Krämpfen)vor allem während eines Alkoholentzugs
- Delirium (Verwirrtheit) bei Psychosen aufgrund von Hirnschäden
- Erregung bei Psychosen aufgrund von Hirnschäden
- Unruhe bei Psychosen aufgrund von Hirnschäden
- Schlafstörungen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 10-20ml, Gesamtdosis: 10-20ml, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 5-10ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen (unmittelbar davor)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wirkt vor allem beruhigend und krampflösend, indem er die Wirkung von körpereigenen, entspannend wirkenden Substanzen verstärkt.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Magenschmerzen
- - Sodbrennen
- Vermehrter Speichelfluss
- Kopfschmerzen
- Benommenheit, vor allem am nächsten Tag
- Müdigkeit
- Missempfindungen, wie:
- - Taubheitsgefühl
- - Kribbeln
- Bindehautentzündung
- Reizerscheinungen im Hals und im Rachen
- Reizerscheinungen in der Nase
- Schnupfen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Juckreiz
- - Hautausschlag
- - Nesselausschlag
- Herzklopfen
- Hustenreiz
- Zunahme des Bronchialschleims
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schlafapnoe-Syndrom (kurzzeitiger Atemstillstand während des Schlafes)
- Störungen des Atemzentrums im Gehirn
- Arzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
- Alkoholmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
- Drogenabhängigkeit, auch wenn sie schon längere Zeit zurückliegt
Bei Entzugserscheinungen, Prädelir (Verwirrtheit, in der Anfangsphase), Delirium tremens (Verwirrtheit mit Zittern und Krämpfen): Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schlafapnoe-Syndrom (kurzzeitiger Atemstillstand während des Schlafes)
- Störungen des Atemzentrums im Gehirn
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Atemschwäche, wie:
- Asthma bronchiale
- Akute Atemwegserkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 574 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 70 × 200 × 70 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Diese Angabe gilt für die gebrauchsfertige, verdünnte Zubereitung. Die angebrochene, unverdünnte Lösung kann bei Lagerung im Kühlschrank höchstens 120 Tage aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkohol, auch in Speisen, Mischgetränken oder Medikamenten, muss unter allen Umständen während der Behandlung mit dem Medikament und eventuell bis zu 2 Wochen danach vermieden werden. Es kann zu lebensbedrohlichen Situationen, wie Atemnot und Blutdruckabfall, kommen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Schlafstörung schwerwiegend und durch andere Maßnahmen, wie durch Beseitigung der Ursache kurzfristig nicht zu beheben ist.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können unerwünschte Wirkungen, die lebensbedrohlich sein können, wie gesteigerte Produktion von Speichel, Kältegefühl, Atembeschwerden oder starker Blutdruckabfall und damit einhergehend Benommenheit und Schwindel auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit Leberschäden
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Schläfrigkeit, Atembeschwerden oder Blutdruckabfall und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Entzugssyndrom
Was ist das? - Definition Entzugssyndrom bezeichnet körperliche und psychische Beschwerden, die auftreten, wenn eine Substanz, zum Beispiel Alkohol, Medikamente oder Drogen, nach regelmäßiger Einnahme plötzlich abgesetzt oder stark reduziert wird. Der Körper hat sich an den Stoff gewöhnt und reagiert auf das Fehlen mit Stresssymptomen.
Krankheitsbild
Viele Substanzen beeinflussen das Gehirn und das Nervensystem. Bei längerem oder häufigem Konsum passt sich der Körper an. Wird die Substanz dann nicht mehr zugeführt, gerät dieses Gleichgewicht aus dem Takt. Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt von der Art der Substanz, der eingenommenen Menge, der Dauer des Konsums und vom allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Ein Entzug kann zum Beispiel nach regelmäßigem Alkoholkonsum, nach der Einnahme von Opioiden in der Schmerztherapie, bei Cannabis- oder Kokainkonsum sowie nach täglichem Konsum von Nikotin oder größeren Mengen Koffein auftreten. Nicht jeder Entzug bedeutet automatisch eine Suchterkrankung. Bei Opioiden kann beispielsweise auch eine medizinisch notwendige Dosisreduktion Entzugssymptome auslösen.
Symptome / Verlauf
Zu körperlichen Entzugssymptomen zählen:
- -Übelkeit und Erbrechen
- -Zittern, Schweißausbrüche oder Frieren
- -Kreislauf-Probleme oder Herzrasen
- -Kopfschmerzen
- -Muskel- und Gliederschmerzen
Zu psychischen Symptomen zählen:
- -Innere Unruhe
- -Angst
- -Schlafstörungen
- -Konzentrationsprobleme
- -Reizbarkeit
- -Halluzinationen
- -Gedrückte Stimmung
- -Starkes Verlangen nach der Substanz (Craving)
Je nach Substanz können sehr unterschiedliche Symptome im Vordergrund stehen: Beim Alkoholentzug können Zittern, starkes Schwitzen und in schweren Fällen Verwirrtheit oder Krampfanfälle auftreten. Beim Opioidentzug stehen starkes Substanzverlangen und grippeähnliche Beschwerden mit Muskel- und Bauchschmerzen im Vordergrund. Nach Kokainkonsum kommt es häufig zu einem "Crash" mit Erschöpfung und depressiver Stimmung. Bei Nikotin- oder Koffeinentzug sind Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme typisch.
Die Beschwerden beginnen meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen nach dem Absetzen. Manche Entzüge verlaufen mild und klingen nach einigen Tagen ab, andere können mehrere Wochen anhalten.
Folgen / Komplikationen
Die Entzugsbeschwerden können sehr ausgeprägt sein, unter Umständen sogar lebensbedrohlich. Insbesondere beim Alkoholentzug können Krampfanfälle oder ein sogenanntes Delir mit Verwirrtheit und Kreislaufproblemen auftreten. Das ist ein medizinischer Notfall. Auch starke depressive Einbrüche, etwa nach Kokainkonsum, können gefährlich werden, vor allem wenn Suizidgedanken auftreten. Bei schweren körperlichen Vorerkrankungen, etwa Herz- oder Leberproblemen, kann ein Entzug zusätzlich belastend sein. Deshalb sollte ein Entzug am besten unter ärztlicher Aufsicht oder in Spezialkliniken durchgeführt werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Ein Entzug entsteht, weil sich das Gehirn an die regelmäßige Wirkung einer Substanz angepasst hat. Fällt diese Wirkung plötzlich weg, reagiert das Nervensystem mit Über- oder Untererregung. Risikofaktoren sind ein längerer und regelmäßiger Konsum, hohe Dosierungen, Mischkonsum mehrerer Substanzen sowie psychische oder körperliche Vorerkrankungen. Auch ein abruptes Absetzen ohne ärztliche Begleitung erhöht das Risiko für stärkere Beschwerden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zunächst schätzt der Arzt ein, wie schwer der Entzug voraussichtlich verläuft und ob eine ambulante Begleitung ausreicht oder eine stationäre Behandlung sinnvoll ist. Bei Bedarf werden Medikamente eingesetzt, um Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu verhindern. Bei Alkoholentzug erfolgt die Behandlung häufig unter engmaschiger Überwachung. Zudem wird gemeinsam ein Plan zur weiteren Behandlung oder Rückfallvorbeugung erstellt.
Das kann man selbst tun: Bei starken oder unsicheren Symptomen sollte man ärztlichen Rat einholen und riskante Substanzen, insbesondere Alkohol, nicht eigenständig abrupt absetzen. Unterstützend helfen ausreichend Flüssigkeit, regelmäßige Mahlzeiten, feste Schlafzeiten und Schonung. Wichtig ist außerdem soziale Unterstützung, etwa durch Familie, Freunde oder Beratungsstellen. Bei Verwirrtheit, Krampfanfällen oder Suizidgedanken sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Delirium
Was ist das? - Definition Ein Delirium oder Delir ist ein plötzlich auftretender Verwirrtheitszustand, der sich innerhalb von Stunden oder Tagen entwickelt. Betroffene sind orientierungslos und denken oder sprechen wirr. Der Zustand schwankt mitunter zwischen Unruhe und Teilnahmslosigkeit.
Krankheitsbild
Ein Delirium oder Delir ist ein plötzlich auftretender Verwirrtheitszustand, der sich innerhalb von Stunden oder Tagen entwickelt. Betroffene sind orientierungslos und denken oder sprechen wirr. Der Zustand schwankt mitunter zwischen Unruhe und Teilnahmslosigkeit. Mitunter haben Betroffene auch andere Symptome wie Halluzinationen oder Angstzustände. Häufige Ursachen sind Flüssigkeitsmangel, Infektionen, schwere Erkrankungen sowie Medikamente, Drogen oder Entzug. Besonders gefährdet sind ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen wie Demenz oder Parkinson. Bei Krankenhausaufenthalten oder nach Operationen erleben Menschen häufiger ein Delirium. Bei rascher Behandlung der Ursache kann sich ein Delir schnell bessern, ältere Menschen erholen sich jedoch häufig schlechter. Langfristig besteht ein erhöhtes Risiko für Pflegebedürftigkeit und Tod.
Symptome/Verlauf
Ein Delir beginnt meist plötzlich und entwickelt sich innerhalb von Stunden oder Tagen. Typisch ist eine ausgeprägte Störung der Aufmerksamkeit: Betroffene können sich nicht konzentrieren, keine neuen Informationen aufnehmen und sich nicht an kürzlich Geschehenes erinnern. Sie sind oft orientierungslos, denken und sprechen sind verworren. Die Symptome können sich innerhalb von Minuten verändern, von überaktiv zu teilnahmslos oder aggressiv, und sind abends häufig stärker ausgeprägt. Hinzu kommen mitunter optische Halluzinationen, bei denen Dinge oder Menschen gesehen werden, die nicht vorhanden sind. Auch unbegründete Ängste, Verfolgungsgedanken oder Wahnvorstellungen kommen vor. Ein Delir kann Stunden, Tage oder länger andauern. Wird die Ursache rasch erkannt und behandelt, lässt sich der Zustand in vielen Fällen schnell verbessern. Gerade ältere Patienten erholen sich aber schlechter von einem Delirium. Bis zu 2 Jahre nach Auftreten eines Delirs ist das Risiko für kognitive und funktionelle Verschlechterungen, Heimunterbringung und Tod erhöht.
Folgen/Komplikationen
Wenn ein Delir durch klar behandelbare Ursachen (siehe unten) ausgelöst wird, kann es sich unter Therapie rasch zurückbilden. Die vollständige Erholung dauert jedoch häufig länger, teils Tage, Wochen oder sogar Monate, vor allem bei älteren Menschen. Dies führt oft zu längeren Krankenhausaufenthalten, mehr und schwereren Komplikationen und mitunter auch dauerhaften Einschränkungen. Ein Delir ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für Komplikationen und Tod verbunden, besonders bei Menschen, die deswegen ins Krankenhaus kommen oder während eines Krankenhausaufenthalts ein Delir entwickeln. Etwa 30 bis 50 Prozent dieser Patienten sterben innerhalb eines Jahres, was unter anderem auch an höherem Alter und schwerer Grunderkrankungen liegt.
Ursachen/Risikofaktoren
Flüssigkeitsmangel, Infektionen und andere Erkrankungen wie Lungenentzündung, Harnwegsinfektionen, Sepsis oder Leberversagen gehören zu den häufigsten Ursachen für ein Delir. Außerdem wird es auch häufig durch Medikamente, Beruhigungsmittel oder Drogenkonsum ausgelöst, ebenso durch Medikamenten- oder Drogenentzug. Das Risiko ist bei älteren Menschen erhöht. Menschen mit Vorerkrankungen wie Demenz, Schlaganfall oder Parkinson können mitunter auch bei weniger schweren Auslösern (Schmerzen, Schlafentzug, Verstopfung) ein Delirium entwickeln. Bei Krankenhausaufenthalten oder Operationen ist das Risiko für ein Delirium erhöht. Bis zu 50 Prozent der älteren Patienten erleben während eines Krankenhausaufenthaltes ein Delirium.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung eines Delirs besteht vor allem darin, die auslösende Ursache schnell zu erkennen und zu behandeln, zum Beispiel durch Antibiotika bei Infektionen, Flüssigkeit bei Austrocknung oder gezielter Medikamentengabe bei Drogen- oder Alkoholentzug. Bei starker Unruhe oder Halluzinationen kann der Arzt unter Umständen auch Medikamente verordnen.
Das kann man selbst tun: Zusätzlich sind allgemeine unterstützende Maßnahmen wichtig, wie eine ruhige, gut beleuchtete Umgebung, Orientierungshilfen (Uhr, Kalender) oder Beruhigung durch vertraute Personen.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Unruhe/Erregung
Was ist das? - Definition Unruhe und Erregung sind Zustände, bei denen Körper und Geist in einer gesteigerten Anspannung stehen. Betroffene fühlen sich innerlich getrieben, können schwer stillsitzen oder sich konzentrieren. Diese Zustände sind keine eigenständige Krankheit, sondern treten oft als Symptom verschiedener körperlicher oder seelischer Belastungen auf.
Krankheitsbild
Unruhe und Erregung beschreiben ein Zusammenspiel aus innerer Anspannung, Nervosität und gesteigerter körperlicher Aktivität. Sie können vorübergehend auftreten, etwa in Stresssituationen, oder länger anhalten, wenn eine zugrunde liegende Erkrankung besteht. Häufig treten die Symptome als Begleiterscheinungen von psychischen Störungen, körperlichen Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten auf.
Symptome/Verlauf
Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen wirken rastlos, laufen umher oder können nicht stillsitzen. Andere berichten von einem ständigen inneren Druck oder dem Gefühl, gleich explodieren zu müssen. Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Vorübergehende Unruhe klingt oft von selbst ab, während anhaltende Erregung ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Störung sein kann.Zu den typischen Symptomen zählen:
- innere Nervosität und Getriebenheit
- Schlafstörungen und Schwierigkeiten, sich zu entspannen
- verstärkte körperliche Aktivität wie Nesteln oder Umherlaufen
- Konzentrationsprobleme und Gereiztheit
Folgen/Komplikationen
Bleiben Unruhe und Erregung über längere Zeit bestehen, können sie zu Erschöpfung, Leistungsabfall und sozialem Rückzug führen. Häufig entwickeln sich Schlafprobleme, die wiederum die Anspannung verstärken. In schweren Fällen kann es zu Angststörungen oder Depressionen kommen. Auch körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Bluthochdruck oder Magenprobleme sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Zu den häufigen Auslösern zählen Stress, Überlastung oder Konflikte. Auch körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion, Herz-Kreislauf-Störungen oder neurologische Leiden können eine Rolle spielen. Psychische Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen oder manische Episoden sind ebenfalls mögliche Hintergründe. Risikofaktoren sind zudem Schlafmangel, übermäßiger Konsum von Koffein, Alkohol oder Drogen sowie bestimmte Medikamente.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache Medikamente einsetzen, etwa Beruhigungsmittel für akute Situationen oder Antidepressiva bei zugrunde liegenden psychischen Erkrankungen.
Das kann man selbst tun: Entspannungstechniken, ausreichend Schlaf, Bewegung und der Verzicht auf anregende Substanzen wirken sich positiv aus. Grenzen liegen dort, wo die Unruhe den Alltag stark beeinträchtigt, länger anhält oder mit weiteren Beschwerden wie Angst oder Depression verbunden ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.