DOC ARNIKA Creme
18,98 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09221323
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Marke:
- DOC
- Hersteller:
- HERMES Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Das Arzneimittel sollte nicht im Gesicht angewendet werden.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als eine Woche anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Juckreiz und Hautrötungen mit Bläschenbildung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Höchstdosis bei 30-50kg Körpergewicht: Eine Dosis von 22g (ca.23cm Cremestrang) pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Höchstdosis ab 50kg Körpergewicht: Eine Dosis von 30g (ca.32cm Cremestrang) pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Sport- und Unfallverletzungen, wie:
- Blutergüsse
- Prellungen und Verstauchungen
- Quetschungen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Arnika und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: krautige Staude mit behaartem Stängel, an deren oberem Ende große dottergelbe Blütenkörbchen sitzen. Die Blätter sind in einer bodenständigen Rosette angeordnet.
- Vorkommen: Skandinavien bis Südeuropa, Mittelasien, Südrussland
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Helenalin (Sesquiterpen), Flavonoide
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte, Tinkturen und Pulver aus den Blüten
Die Inhaltsstoffe vermindern Entzündungen, hemmen das Wachstum von Bakterien und Viren, wirken schmerzstillend und fördern die Wundheilung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautentzündung mit Juckreiz und Rötung (Ekzem)
- Blase
- Überempfindlichkeit bei ähnlichen Medikamenten (Kreuzallergie)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Geschädigte Hautz.B.:
- Verletzung
- Verbrennung
- Hautentzündung mit Juckreiz und Rötung (Ekzem)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 127 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 37 × 53 × 167 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzliche Beschwerden wie stärkere Schmerzen, Schwellung, Rötung, glänzende Haut oder Fieber auftreten.
Meniskusverletzung
Was ist das? - Definition Im Kniegelenk befinden sich der Innen- und Außenmeniskus. Sie verbinden den Ober- und Unterschenkel miteinander verbinden. Die Menisken verhindern, dass beim Gehen Kräfte auftreten, die den Knorpel überlasten und sogar schädigen können und haben zudem eine stabilisierende Funktion. Eine Meniskusverletzung entsteht durch plötzliche Drehbewegungen oder langfristige Abnutzung und kann Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen verursachen.
Krankheitsbild
Ein Meniskus wirkt wie ein Stoßdämpfer im Knie. Wird er verletzt, kann das Gelenk seine Belastungen nicht mehr optimal ausgleichen. Betroffene spüren oft Schmerzen bei Dreh oder Beugebewegungen. Je nach Art der Verletzung kann der Meniskus einreißen oder sich abnutzen. Akute Schäden treten häufig bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln auf, während chronische Veränderungen eher im höheren Alter vorkommen.
Symptome/Verlauf
Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen und ein Gefühl von Blockierung oder Instabilität. Manche Betroffene berichten über ein Knacken im Knie. Der Verlauf hängt von Art und Ausmaß der Verletzung ab. Häufige Merkmale sind:
- Schmerzen bei Drehbewegungen
- Schwellung des Kniegelenks
- eingeschränkte Beweglichkeit
- Blockierungs- oder Instabilitätsgefühl
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Meniskusverletzung zu dauerhaften Gelenkproblemen führen. Das Risiko für frühzeitigen Gelenkverschleiß steigt, da der Meniskus seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllt. Wiederkehrende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können den Alltag beeinträchtigen. In schweren Fällen kann es zu dauerhaften Schäden am Knorpel kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursachen sind oft plötzliche Drehbewegungen des Kniegelenks, besonders bei Sportarten wie Fußball oder Tennis. Auch altersbedingte Abnutzung spielt eine große Rolle. Risikofaktoren sind mangelnde Muskelstabilität, frühere Knieverletzungen und hohe körperliche Belastung. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für degenerative Veränderungen des Meniskus.
Das kann helfenDas macht der Arzt: Er untersucht das betroffene Knie und kann je nach Befund Physiotherapie empfehlen oder bei Bedarf operative Maßnahmen erwägen.
Das kann man selbst tun: Das betroffene Knie schonen, kühlen und die Muskulatur gezielt stärken. Grenzen bestehen, wenn starke Schmerzen, Blockierungen oder anhaltende Einschränkungen auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zerrung/Prellung
Was ist das? - Definition Muskelzerrungen und Prellungen sind häufige Sportverletzungen. Eine Muskelzerrung entsteht durch eine Überdehnung eines Muskels, wodurch es zu Schmerzen bei Bewegung kommt. Eine Prellung wird durch eine äußere stumpfe Gewalteinwirkung verursacht und führt zu Schmerzen, Schwellung und oft einem Bluterguss. Beide Verletzungen entstehen meist durch sportliche Belastung oder Unfälle und heilen in der Regel bei Schonung ohne bleibende Schäden aus.
Krankheitsbild
Muskelzerrungen und Prellungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Eine Muskelzerrung entsteht, wenn ein Muskel überdehnt wird, etwa bei unnatürlichen Bewegungen oder abruptem Abbremsen. Dabei entstehen kleinste Verletzungen in den Muskeln. Muskelzerrungen treten besonders häufig in stark beanspruchten Muskelgruppen auf, vor allem an den Beinen wie Oberschenkel und Wade.
Eine Prellung entsteht durch eine äußere stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch einen Stoß, Tritt oder Sturz. Dabei wird das Gewebe unter der Haut zusammengedrückt und kleine Blutgefäße werden verletzt, sodass ein Bluterguss entstehen kann. Prellungen kommen häufig an Körperstellen vor, die im Sport besonders gefährdet sind, etwa an Oberschenkel, Knie, Schulter oder auch am Kopf bei Stürzen oder Zusammenstößen.
Symptome / Verlauf
Eine Muskelzerrung macht sich durch Schmerzen im Muskel bemerkbar, die bei Bewegung stärker werden. Die Schmerzen nehmen bei Belastung oder Druck zu, es kommt aber zu keiner sichtbaren Schwellung.
Bei einer Prellung treten die Schmerzen in der Regel direkt nach der Einwirkung auf. Häufig kommt es zu einer Schwellung und einem Bluterguss, der sich im Verlauf verfärbt. Die betroffene Stelle ist druckempfindlich und die Beweglichkeit kann eingeschränkt sein.
Der Verlauf ist bei beiden Verletzungen meist günstig. Die Beschwerden gehen in der Regel nach einiger Zeit wieder ab, wenn die betroffene Stelle ausreichend geschont wird.
Folgen / Komplikationen
Muskelzerrungen und Prellungen heilen in den meisten Fällen ohne bleibende Schäden aus. Wenn die betroffene Stelle jedoch zu früh wieder belastet wird, kann sich die Heilung verzögern oder die Beschwerden können sich verschlimmern. Bei Prellungen ist besondere Vorsicht geboten, wenn empfindliche Körperbereiche betroffen sind, zum Beispiel der Kopf. Klingen die Beschwerden nicht schnell von selbst ab, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Muskelzerrungen entstehen häufig durch Überlastung oder plötzliche, ungewohnte Bewegungen, etwa beim Sprinten oder schnellen Richtungswechseln. Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn die Muskulatur nicht ausreichend aufgewärmt ist oder bereits ermüdet ist.
Prellungen werden durch äußere Einwirkungen verursacht, zum Beispiel durch Stöße, Zusammenstöße mit anderen Personen oder Stürze. Besonders häufig treten sie bei Kontaktsportarten auf.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Arzt kann bei Bedarf Untersuchungen durchführen, um schwerere Verletzungen auszuschließen. Schmerztabletten, schmerzlindernde Salben können vor allem bei Prellungen die Symptome lindern.
Das kann man selbst tun: Unmittelbar nach einer Prellung oder einer Muskelzerrung ist es wichtig, die betroffene Stelle zu schonen und zu kühlen. Bewährt hat sich die sogenannte PECH-Regel: Pause, Eis, Kompression und Hochlagern. Diese Maßnahmen können helfen, Schmerzen zu lindern und eine stärkere Schwellung zu verhindern. Man sollte bis zum Abklingen der Beschwerden die Körperregion nicht zu stark belasten.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Quetschwunden
Was ist das? - Definition Quetschwunden entstehen, wenn Gewebe durch starken oder länger anhaltenden Druck verletzt wird, zum Beispiel bei Unfällen, Einklemmungen oder langem Liegen. Dabei können Haut, Muskeln und Blutgefäße geschädigt werden; je nach Schwere reichen die Folgen von schmerzhaften Blutergüssen bis hin zu schweren inneren Verletzungen.
Krankheitsbild
Eine Quetschverletzung entsteht, wenn ein Körperteil durch starken Druck oder Einklemmen geschädigt wird. Solche Verletzungen können bei kleineren Unfällen im Haushalt bei Verkehrsunfällen, durch herabfallende Trümmer oder auch durch längeren Druck des eigenen Körpergewichts auftreten, etwa wenn eine Person nach einem Sturz oder Schlaganfall bewegungslos liegen bleibt. Besonders häufig sind Beine und Arme betroffen.
Symptome / Verlauf
Eine Quetschverletzung ist nicht immer sofort erkennbar. Meistens sind Quetschungen sehr schmerzhaft und es bildet sich ein blauer Fleck. Kleinere Quetschungen sollte man kühlen. Sie heilen in der Regel von allein aus.
Bei größeren Quetschungen können im Inneren jedoch schwere Schäden entstehen. Der Schwere der Verletzung hängt davon ab, wie stark der Druck war und wie lange er auf das Gewebe eingewirkt hat. Je länger der Druck anhält, desto größer ist das Risiko, dass sich ein Quetschsyndrom entwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass eingeklemmte Personen so schnell wie möglich befreit und medizinisch versorgt werden, unabhängig davon, wie lange sie bereits festgelegen haben. Manchmal verspüren Betroffene übrigens nur geringe Schmerzen und äußerlich können sichtbare Verletzungszeichen fehlen.
Folgen / Komplikationen
Ein Quetschsyndrom kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Durch den Zerfall von Muskelgewebe gelangen schädliche Stoffe in den Blutkreislauf. Dies kann zu einem Kreislaufschock führen. Außerdem kann es zu Nieren- und Herzproblemen kommen. Auch Amputationen können nach starken Quetschungen nötig sein. Ohne rechtzeitige Behandlung verschlechtert sich die Prognose erheblich.
Risikofaktoren / Ursachen
Ein erhöhtes Risiko für schwere Quetschverletzungen und ein Quetschsyndrom besteht insbesondere bei:
- Verkehrsunfällen mit Einklemmung
- Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Gebäudeeinstürzen
- Industrie- und Arbeitsunfällen
- Stürzen mit anschließender Bewegungsunfähigkeit
- längerem Liegen nach Schlaganfall oder Bewusstseinsstörungen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: In der medizinischen Versorgung steht bei einer starken Quetschwunde zunächst die rasche Stabilisierung der betroffenen Person im Vordergrund. Flüssigkeitsversorgung und Blutwerte werden kontrolliert. Bei Bedarf gibt der Arzt Medikamente oder leitet einen operativen Eingriff ein. Bei schweren Verläufen ist eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich.
Das kann man selbst tun: Als Ersthelfer sollte man zunächst die Unfallstelle absichern und bei Bedarf einen Notarzt rufen. Ansonsten helfen diese Maßnahmen:
- Wenn es sicher möglich ist, die Quetschung so schnell wie möglich beenden
- Bei kleineren Quetschungen die Stelle mit einem Kühlpack kühlen.
- Starke äußere Blutungen durch Druckverband stillen
- Die betroffene Person warmhalten, um Unterkühlung zu vermeiden
- Beruhigend auf die Person einwirken und ihren Zustand ständig beobachten
- Auch ohne sichtbare Verletzungen oder Schmerzen immer eine ärztliche Abklärung veranlassen
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09221323
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Marke:
- DOC
- Hersteller:
- HERMES Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Das Arzneimittel sollte nicht im Gesicht angewendet werden.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als eine Woche anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Juckreiz und Hautrötungen mit Bläschenbildung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Höchstdosis bei 30-50kg Körpergewicht: Eine Dosis von 22g (ca.23cm Cremestrang) pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Höchstdosis ab 50kg Körpergewicht: Eine Dosis von 30g (ca.32cm Cremestrang) pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Sport- und Unfallverletzungen, wie:
- Blutergüsse
- Prellungen und Verstauchungen
- Quetschungen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Arnika und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: krautige Staude mit behaartem Stängel, an deren oberem Ende große dottergelbe Blütenkörbchen sitzen. Die Blätter sind in einer bodenständigen Rosette angeordnet.
- Vorkommen: Skandinavien bis Südeuropa, Mittelasien, Südrussland
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Helenalin (Sesquiterpen), Flavonoide
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte, Tinkturen und Pulver aus den Blüten
Die Inhaltsstoffe vermindern Entzündungen, hemmen das Wachstum von Bakterien und Viren, wirken schmerzstillend und fördern die Wundheilung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautentzündung mit Juckreiz und Rötung (Ekzem)
- Blase
- Überempfindlichkeit bei ähnlichen Medikamenten (Kreuzallergie)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Geschädigte Hautz.B.:
- Verletzung
- Verbrennung
- Hautentzündung mit Juckreiz und Rötung (Ekzem)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 127 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 37 × 53 × 167 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzliche Beschwerden wie stärkere Schmerzen, Schwellung, Rötung, glänzende Haut oder Fieber auftreten.
Meniskusverletzung
Was ist das? - Definition Im Kniegelenk befinden sich der Innen- und Außenmeniskus. Sie verbinden den Ober- und Unterschenkel miteinander verbinden. Die Menisken verhindern, dass beim Gehen Kräfte auftreten, die den Knorpel überlasten und sogar schädigen können und haben zudem eine stabilisierende Funktion. Eine Meniskusverletzung entsteht durch plötzliche Drehbewegungen oder langfristige Abnutzung und kann Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen verursachen.
Krankheitsbild
Ein Meniskus wirkt wie ein Stoßdämpfer im Knie. Wird er verletzt, kann das Gelenk seine Belastungen nicht mehr optimal ausgleichen. Betroffene spüren oft Schmerzen bei Dreh oder Beugebewegungen. Je nach Art der Verletzung kann der Meniskus einreißen oder sich abnutzen. Akute Schäden treten häufig bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln auf, während chronische Veränderungen eher im höheren Alter vorkommen.
Symptome/Verlauf
Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen und ein Gefühl von Blockierung oder Instabilität. Manche Betroffene berichten über ein Knacken im Knie. Der Verlauf hängt von Art und Ausmaß der Verletzung ab. Häufige Merkmale sind:
- Schmerzen bei Drehbewegungen
- Schwellung des Kniegelenks
- eingeschränkte Beweglichkeit
- Blockierungs- oder Instabilitätsgefühl
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Meniskusverletzung zu dauerhaften Gelenkproblemen führen. Das Risiko für frühzeitigen Gelenkverschleiß steigt, da der Meniskus seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllt. Wiederkehrende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können den Alltag beeinträchtigen. In schweren Fällen kann es zu dauerhaften Schäden am Knorpel kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursachen sind oft plötzliche Drehbewegungen des Kniegelenks, besonders bei Sportarten wie Fußball oder Tennis. Auch altersbedingte Abnutzung spielt eine große Rolle. Risikofaktoren sind mangelnde Muskelstabilität, frühere Knieverletzungen und hohe körperliche Belastung. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für degenerative Veränderungen des Meniskus.
Das kann helfenDas macht der Arzt: Er untersucht das betroffene Knie und kann je nach Befund Physiotherapie empfehlen oder bei Bedarf operative Maßnahmen erwägen.
Das kann man selbst tun: Das betroffene Knie schonen, kühlen und die Muskulatur gezielt stärken. Grenzen bestehen, wenn starke Schmerzen, Blockierungen oder anhaltende Einschränkungen auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zerrung/Prellung
Was ist das? - Definition Muskelzerrungen und Prellungen sind häufige Sportverletzungen. Eine Muskelzerrung entsteht durch eine Überdehnung eines Muskels, wodurch es zu Schmerzen bei Bewegung kommt. Eine Prellung wird durch eine äußere stumpfe Gewalteinwirkung verursacht und führt zu Schmerzen, Schwellung und oft einem Bluterguss. Beide Verletzungen entstehen meist durch sportliche Belastung oder Unfälle und heilen in der Regel bei Schonung ohne bleibende Schäden aus.
Krankheitsbild
Muskelzerrungen und Prellungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Eine Muskelzerrung entsteht, wenn ein Muskel überdehnt wird, etwa bei unnatürlichen Bewegungen oder abruptem Abbremsen. Dabei entstehen kleinste Verletzungen in den Muskeln. Muskelzerrungen treten besonders häufig in stark beanspruchten Muskelgruppen auf, vor allem an den Beinen wie Oberschenkel und Wade.
Eine Prellung entsteht durch eine äußere stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch einen Stoß, Tritt oder Sturz. Dabei wird das Gewebe unter der Haut zusammengedrückt und kleine Blutgefäße werden verletzt, sodass ein Bluterguss entstehen kann. Prellungen kommen häufig an Körperstellen vor, die im Sport besonders gefährdet sind, etwa an Oberschenkel, Knie, Schulter oder auch am Kopf bei Stürzen oder Zusammenstößen.
Symptome / Verlauf
Eine Muskelzerrung macht sich durch Schmerzen im Muskel bemerkbar, die bei Bewegung stärker werden. Die Schmerzen nehmen bei Belastung oder Druck zu, es kommt aber zu keiner sichtbaren Schwellung.
Bei einer Prellung treten die Schmerzen in der Regel direkt nach der Einwirkung auf. Häufig kommt es zu einer Schwellung und einem Bluterguss, der sich im Verlauf verfärbt. Die betroffene Stelle ist druckempfindlich und die Beweglichkeit kann eingeschränkt sein.
Der Verlauf ist bei beiden Verletzungen meist günstig. Die Beschwerden gehen in der Regel nach einiger Zeit wieder ab, wenn die betroffene Stelle ausreichend geschont wird.
Folgen / Komplikationen
Muskelzerrungen und Prellungen heilen in den meisten Fällen ohne bleibende Schäden aus. Wenn die betroffene Stelle jedoch zu früh wieder belastet wird, kann sich die Heilung verzögern oder die Beschwerden können sich verschlimmern. Bei Prellungen ist besondere Vorsicht geboten, wenn empfindliche Körperbereiche betroffen sind, zum Beispiel der Kopf. Klingen die Beschwerden nicht schnell von selbst ab, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Muskelzerrungen entstehen häufig durch Überlastung oder plötzliche, ungewohnte Bewegungen, etwa beim Sprinten oder schnellen Richtungswechseln. Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn die Muskulatur nicht ausreichend aufgewärmt ist oder bereits ermüdet ist.
Prellungen werden durch äußere Einwirkungen verursacht, zum Beispiel durch Stöße, Zusammenstöße mit anderen Personen oder Stürze. Besonders häufig treten sie bei Kontaktsportarten auf.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Arzt kann bei Bedarf Untersuchungen durchführen, um schwerere Verletzungen auszuschließen. Schmerztabletten, schmerzlindernde Salben können vor allem bei Prellungen die Symptome lindern.
Das kann man selbst tun: Unmittelbar nach einer Prellung oder einer Muskelzerrung ist es wichtig, die betroffene Stelle zu schonen und zu kühlen. Bewährt hat sich die sogenannte PECH-Regel: Pause, Eis, Kompression und Hochlagern. Diese Maßnahmen können helfen, Schmerzen zu lindern und eine stärkere Schwellung zu verhindern. Man sollte bis zum Abklingen der Beschwerden die Körperregion nicht zu stark belasten.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Quetschwunden
Was ist das? - Definition Quetschwunden entstehen, wenn Gewebe durch starken oder länger anhaltenden Druck verletzt wird, zum Beispiel bei Unfällen, Einklemmungen oder langem Liegen. Dabei können Haut, Muskeln und Blutgefäße geschädigt werden; je nach Schwere reichen die Folgen von schmerzhaften Blutergüssen bis hin zu schweren inneren Verletzungen.
Krankheitsbild
Eine Quetschverletzung entsteht, wenn ein Körperteil durch starken Druck oder Einklemmen geschädigt wird. Solche Verletzungen können bei kleineren Unfällen im Haushalt bei Verkehrsunfällen, durch herabfallende Trümmer oder auch durch längeren Druck des eigenen Körpergewichts auftreten, etwa wenn eine Person nach einem Sturz oder Schlaganfall bewegungslos liegen bleibt. Besonders häufig sind Beine und Arme betroffen.
Symptome / Verlauf
Eine Quetschverletzung ist nicht immer sofort erkennbar. Meistens sind Quetschungen sehr schmerzhaft und es bildet sich ein blauer Fleck. Kleinere Quetschungen sollte man kühlen. Sie heilen in der Regel von allein aus.
Bei größeren Quetschungen können im Inneren jedoch schwere Schäden entstehen. Der Schwere der Verletzung hängt davon ab, wie stark der Druck war und wie lange er auf das Gewebe eingewirkt hat. Je länger der Druck anhält, desto größer ist das Risiko, dass sich ein Quetschsyndrom entwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass eingeklemmte Personen so schnell wie möglich befreit und medizinisch versorgt werden, unabhängig davon, wie lange sie bereits festgelegen haben. Manchmal verspüren Betroffene übrigens nur geringe Schmerzen und äußerlich können sichtbare Verletzungszeichen fehlen.
Folgen / Komplikationen
Ein Quetschsyndrom kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Durch den Zerfall von Muskelgewebe gelangen schädliche Stoffe in den Blutkreislauf. Dies kann zu einem Kreislaufschock führen. Außerdem kann es zu Nieren- und Herzproblemen kommen. Auch Amputationen können nach starken Quetschungen nötig sein. Ohne rechtzeitige Behandlung verschlechtert sich die Prognose erheblich.
Risikofaktoren / Ursachen
Ein erhöhtes Risiko für schwere Quetschverletzungen und ein Quetschsyndrom besteht insbesondere bei:
- Verkehrsunfällen mit Einklemmung
- Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Gebäudeeinstürzen
- Industrie- und Arbeitsunfällen
- Stürzen mit anschließender Bewegungsunfähigkeit
- längerem Liegen nach Schlaganfall oder Bewusstseinsstörungen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: In der medizinischen Versorgung steht bei einer starken Quetschwunde zunächst die rasche Stabilisierung der betroffenen Person im Vordergrund. Flüssigkeitsversorgung und Blutwerte werden kontrolliert. Bei Bedarf gibt der Arzt Medikamente oder leitet einen operativen Eingriff ein. Bei schweren Verläufen ist eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich.
Das kann man selbst tun: Als Ersthelfer sollte man zunächst die Unfallstelle absichern und bei Bedarf einen Notarzt rufen. Ansonsten helfen diese Maßnahmen:
- Wenn es sicher möglich ist, die Quetschung so schnell wie möglich beenden
- Bei kleineren Quetschungen die Stelle mit einem Kühlpack kühlen.
- Starke äußere Blutungen durch Druckverband stillen
- Die betroffene Person warmhalten, um Unterkühlung zu vermeiden
- Beruhigend auf die Person einwirken und ihren Zustand ständig beobachten
- Auch ohne sichtbare Verletzungen oder Schmerzen immer eine ärztliche Abklärung veranlassen
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.