DOLOPOSTERINE N Salbe
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Pharmazeutische Informationen
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04800938
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Marke:
- DOLOPOSTERINE N
- Hersteller:
- DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel am After auf.
Oder: Bringen Sie das Arzneimittel in den After ein. Verwenden Sie dazu den Applikator.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Das Arzneimittel sollte nicht länger als 1 Woche angewendet werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Juckreiz und Schmerzen im Analbereich, wie bei:
- Schmerzlinderung nach chirurgischen Eingriffen im Analbereich
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff betäubt, allerdings nur örtlich begrenzt. Er verhindert, dass die Nerven Reize weiterleiten. In geringer Dosis macht der Wirkstoff unempfindlich gegen Schmerzen. Steigt die Menge an, reagieren die Nerven auch auf Kälte, Hitze, Druck oder Berührungen nicht mehr sensibel.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Angaben vor. Ist das Arzneimittel rezeptfrei, befragen Sie hierzu auf alle Fälle Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 38 × 57 × 190 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Articain, Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Prilocain, Ropivacain)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Analfissur
Was ist das? - Definition Eine Analfissur ist ein kleiner, schmerzhafter Riss in der Schleimhaut des Analkanals. Sie entsteht meist durch harten Stuhlgang oder starke Dehnung beim Stuhlgang. Typisch sind starke Schmerzen und Blutungen beim Toilettengang. Die Erkrankung kann akut auftreten oder chronisch werden, wenn sie nicht heilt.
Krankheitsbild
Die Analfissur betrifft die Schleimhaut im Bereich des Afters, die einreißt. Dies führt häufig zu starken Schmerzen beim Stuhlgang. Akute Fissuren können innerhalb weniger Wochen abheilen, während chronische Fissuren bestehen bleiben und sich durch wiederkehrende Beschwerden bemerkbar machen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und sind sehr unangenehm. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Starke Schmerzen beim Stuhlgang
- Hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier
- Brennendes oder stechendes Gefühl
- Verkrampfung des Schließmuskels
- Juckreiz oder Nässen im Analbereich
Der Verlauf kann akut sein und nach einigen Wochen abklingen. Bleibt die Fissur bestehen, entwickelt sich eine chronische Form mit wiederkehrenden Beschwerden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Analfissur chronisch werden und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Durch die Schmerzen kommt es oft zu einer Vermeidung des Stuhlgangs, was die Beschwerden verschlimmern kann. In seltenen Fällen entstehen zusätzliche Entzündungen oder kleine Hautwucherungen am After.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist harter oder sehr voluminöser Stuhlgang. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen chronische Verstopfung, Durchfall mit häufigem Stuhlgang, starke Anspannung des Schließmuskels, entzündliche Darmerkrankungen sowie Geburten oder Verletzungen im Analbereichs.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann Salben oder andere Medikamente verschreiben, die den den Schließmuskel entspannen und die Heilung fördern. In schweren Fällen ist ein kleiner operativer Eingriff notwendig.
Das kann man selbst tun: Durch ballaststoffreiche Ernährung, ausreichendes Trinken und sanfte Analhygiene lässt sich vorbeugen. Grenzen liegen dort, wo die Schmerzen stark sind, Blutungen zunehmen oder die Beschwerden nicht abklingen. Dann ist ärztliche Hilfe erforderlich.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Analekzem
Was ist das? - Definition Ein Analekzem ist eine entzündliche Hautveränderung im Bereich des Afters. Sie äußert sich durch Rötung, Juckreiz und manchmal nässende oder schuppende Hautstellen. Das Ekzem kann akut oder chronisch verlaufen und ist für Betroffene oft sehr belastend.
Krankheitsbild
Das Analekzem ist eine Hauterkrankung im empfindlichen Bereich rund um den After. Es entsteht durch Reizung oder Entzündung der Haut und kann verschiedene Ursachen haben. Die Beschwerden sind häufig hartnäckig und kehren wieder, wenn die Auslöser nicht beseitigt werden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Juckreiz und Brennen
- Rötung und Schwellung
- Nässen oder Schuppenbildung
- Schmerzen beim Stuhlgang
- Hautrisse oder kleine Wunden
Der Verlauf kann akut sein oder sich über längere Zeit chronisch entwickeln. Wiederkehrende Beschwerden sind häufig.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandeltes Analekzem kann zu starken Schmerzen und Einschränkungen im Alltag führen. Durch Kratzen oder Reiben können sich die Hautveränderungen verschlimmern und Infektionen entstehen. Chronische Ekzeme können die Haut dauerhaft schädigen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung eines Analekzems hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den häufigen Ursachen zählen eine übermäßige oder unzureichende Hygiene im Analbereich, Hämorrhoiden oder andere Erkrankungen im Analbereich, Allergien gegen Pflegeprodukte oder Waschmittel, chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis sowie Feuchtigkeit und Reibung durch Kleidung. Auch bestimmte Nahrungsmittel oder Verdauungsprobleme können die Haut reizen und die Entstehung eines Ekzems begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Ursache feststellen und eine passende Behandlung einleiten, etwa mit entzündungshemmenden Salben oder kortisonhaltigen Präparaten.
Das kann man selbst tun: Auf sanfte Analhygiene achten, reizende Produkte meiden und die Haut trocken halten. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden stark sind, sich verschlimmern oder nicht abklingen. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig, da Selbstmaßnahmen nicht ausreichen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Analabszess/fistel
Was ist das? - Definition Ein Analabszess ist eine eitrige Entzündung im Bereich des Enddarms. Dabei sammelt sich Eiter in einer Drüse oder Gewebespalte nahe dem After. Eine Analfistel entsteht häufig als Folge, wenn sich ein kleiner Gang zwischen dem Abszess und der Haut bildet. Beide Erkrankungen sind schmerzhaft und benötigen eine ärztliche Behandlung.
Krankheitsbild
Ein Analabszess ist eine akute Entzündung mit Eiteransammlung im Analbereich. Er entsteht meist durch verstopfte oder infizierte Drüsen. Eine Analfistel ist ein kleiner Kanal, der sich nach außen oder in den Darm öffnet und oft aus einem Abszess hervorgeht. Beide Erkrankungen sind eng miteinander verbunden und treten häufig gemeinsam auf.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden beginnen meist plötzlich und verstärken sich rasch. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Starke Schmerzen im Analbereich
- Rötung und Schwellung
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
- Eiteraustritt bei Fistelbildung
- Schmerzen beim Sitzen oder Stuhlgang
Der Verlauf ist oft akut. Ein Abszess kann sich spontan entleeren, bleibt aber meist bestehen und führt zu einer Fistel.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann ein Analabszess zu einer chronischen Fistel werden. Wiederkehrende Entzündungen, Schmerzen und Einschränkungen im Alltag sind möglich. In seltenen Fällen breitet sich die Infektion aus und verursacht schwerere Komplikationen wie eine Blutvergiftung. Daher ist eine rechtzeitige Behandlung wichtig.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine Entzündung der Analdrüsen. Zu den Risikofaktoren zählen chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, ein geschwächtes Immunsystem, Verletzungen im Analbereich, ungünstige Hygiene oder Hautreizungen sowie vorangegangene Abszesse. Diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Abszess oder eine Fistel bildet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann den Abszess operativ eröffnen und den Eiter ablassen. Bei Fisteln erfolgt meist ein chirurgischer Eingriff zu deren Entfernung. Medikamente wie Antibiotika können unterstützend eingesetzt werden.
Das kann man selbst tun: Auf sorgfältige Hygiene achten und bei Bedarf die Schmerzen mit rezeptfrei in der Apotheke erhältlichen Präparaten lindern. Grenzen liegen dort, wo starke Beschwerden, Fieber oder Eiteraustritt auftreten. In solchen Fällen ist unbedingt rasche ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04800938
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Marke:
- DOLOPOSTERINE N
- Hersteller:
- DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel am After auf.
Oder: Bringen Sie das Arzneimittel in den After ein. Verwenden Sie dazu den Applikator.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Das Arzneimittel sollte nicht länger als 1 Woche angewendet werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Juckreiz und Schmerzen im Analbereich, wie bei:
- Schmerzlinderung nach chirurgischen Eingriffen im Analbereich
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff betäubt, allerdings nur örtlich begrenzt. Er verhindert, dass die Nerven Reize weiterleiten. In geringer Dosis macht der Wirkstoff unempfindlich gegen Schmerzen. Steigt die Menge an, reagieren die Nerven auch auf Kälte, Hitze, Druck oder Berührungen nicht mehr sensibel.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Angaben vor. Ist das Arzneimittel rezeptfrei, befragen Sie hierzu auf alle Fälle Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 38 × 57 × 190 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Articain, Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Prilocain, Ropivacain)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Analfissur
Was ist das? - Definition Eine Analfissur ist ein kleiner, schmerzhafter Riss in der Schleimhaut des Analkanals. Sie entsteht meist durch harten Stuhlgang oder starke Dehnung beim Stuhlgang. Typisch sind starke Schmerzen und Blutungen beim Toilettengang. Die Erkrankung kann akut auftreten oder chronisch werden, wenn sie nicht heilt.
Krankheitsbild
Die Analfissur betrifft die Schleimhaut im Bereich des Afters, die einreißt. Dies führt häufig zu starken Schmerzen beim Stuhlgang. Akute Fissuren können innerhalb weniger Wochen abheilen, während chronische Fissuren bestehen bleiben und sich durch wiederkehrende Beschwerden bemerkbar machen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und sind sehr unangenehm. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Starke Schmerzen beim Stuhlgang
- Hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier
- Brennendes oder stechendes Gefühl
- Verkrampfung des Schließmuskels
- Juckreiz oder Nässen im Analbereich
Der Verlauf kann akut sein und nach einigen Wochen abklingen. Bleibt die Fissur bestehen, entwickelt sich eine chronische Form mit wiederkehrenden Beschwerden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Analfissur chronisch werden und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Durch die Schmerzen kommt es oft zu einer Vermeidung des Stuhlgangs, was die Beschwerden verschlimmern kann. In seltenen Fällen entstehen zusätzliche Entzündungen oder kleine Hautwucherungen am After.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist harter oder sehr voluminöser Stuhlgang. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen chronische Verstopfung, Durchfall mit häufigem Stuhlgang, starke Anspannung des Schließmuskels, entzündliche Darmerkrankungen sowie Geburten oder Verletzungen im Analbereichs.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann Salben oder andere Medikamente verschreiben, die den den Schließmuskel entspannen und die Heilung fördern. In schweren Fällen ist ein kleiner operativer Eingriff notwendig.
Das kann man selbst tun: Durch ballaststoffreiche Ernährung, ausreichendes Trinken und sanfte Analhygiene lässt sich vorbeugen. Grenzen liegen dort, wo die Schmerzen stark sind, Blutungen zunehmen oder die Beschwerden nicht abklingen. Dann ist ärztliche Hilfe erforderlich.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Analekzem
Was ist das? - Definition Ein Analekzem ist eine entzündliche Hautveränderung im Bereich des Afters. Sie äußert sich durch Rötung, Juckreiz und manchmal nässende oder schuppende Hautstellen. Das Ekzem kann akut oder chronisch verlaufen und ist für Betroffene oft sehr belastend.
Krankheitsbild
Das Analekzem ist eine Hauterkrankung im empfindlichen Bereich rund um den After. Es entsteht durch Reizung oder Entzündung der Haut und kann verschiedene Ursachen haben. Die Beschwerden sind häufig hartnäckig und kehren wieder, wenn die Auslöser nicht beseitigt werden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Juckreiz und Brennen
- Rötung und Schwellung
- Nässen oder Schuppenbildung
- Schmerzen beim Stuhlgang
- Hautrisse oder kleine Wunden
Der Verlauf kann akut sein oder sich über längere Zeit chronisch entwickeln. Wiederkehrende Beschwerden sind häufig.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandeltes Analekzem kann zu starken Schmerzen und Einschränkungen im Alltag führen. Durch Kratzen oder Reiben können sich die Hautveränderungen verschlimmern und Infektionen entstehen. Chronische Ekzeme können die Haut dauerhaft schädigen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung eines Analekzems hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den häufigen Ursachen zählen eine übermäßige oder unzureichende Hygiene im Analbereich, Hämorrhoiden oder andere Erkrankungen im Analbereich, Allergien gegen Pflegeprodukte oder Waschmittel, chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis sowie Feuchtigkeit und Reibung durch Kleidung. Auch bestimmte Nahrungsmittel oder Verdauungsprobleme können die Haut reizen und die Entstehung eines Ekzems begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Ursache feststellen und eine passende Behandlung einleiten, etwa mit entzündungshemmenden Salben oder kortisonhaltigen Präparaten.
Das kann man selbst tun: Auf sanfte Analhygiene achten, reizende Produkte meiden und die Haut trocken halten. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden stark sind, sich verschlimmern oder nicht abklingen. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig, da Selbstmaßnahmen nicht ausreichen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Analabszess/fistel
Was ist das? - Definition Ein Analabszess ist eine eitrige Entzündung im Bereich des Enddarms. Dabei sammelt sich Eiter in einer Drüse oder Gewebespalte nahe dem After. Eine Analfistel entsteht häufig als Folge, wenn sich ein kleiner Gang zwischen dem Abszess und der Haut bildet. Beide Erkrankungen sind schmerzhaft und benötigen eine ärztliche Behandlung.
Krankheitsbild
Ein Analabszess ist eine akute Entzündung mit Eiteransammlung im Analbereich. Er entsteht meist durch verstopfte oder infizierte Drüsen. Eine Analfistel ist ein kleiner Kanal, der sich nach außen oder in den Darm öffnet und oft aus einem Abszess hervorgeht. Beide Erkrankungen sind eng miteinander verbunden und treten häufig gemeinsam auf.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden beginnen meist plötzlich und verstärken sich rasch. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Starke Schmerzen im Analbereich
- Rötung und Schwellung
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
- Eiteraustritt bei Fistelbildung
- Schmerzen beim Sitzen oder Stuhlgang
Der Verlauf ist oft akut. Ein Abszess kann sich spontan entleeren, bleibt aber meist bestehen und führt zu einer Fistel.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann ein Analabszess zu einer chronischen Fistel werden. Wiederkehrende Entzündungen, Schmerzen und Einschränkungen im Alltag sind möglich. In seltenen Fällen breitet sich die Infektion aus und verursacht schwerere Komplikationen wie eine Blutvergiftung. Daher ist eine rechtzeitige Behandlung wichtig.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine Entzündung der Analdrüsen. Zu den Risikofaktoren zählen chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, ein geschwächtes Immunsystem, Verletzungen im Analbereich, ungünstige Hygiene oder Hautreizungen sowie vorangegangene Abszesse. Diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Abszess oder eine Fistel bildet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann den Abszess operativ eröffnen und den Eiter ablassen. Bei Fisteln erfolgt meist ein chirurgischer Eingriff zu deren Entfernung. Medikamente wie Antibiotika können unterstützend eingesetzt werden.
Das kann man selbst tun: Auf sorgfältige Hygiene achten und bei Bedarf die Schmerzen mit rezeptfrei in der Apotheke erhältlichen Präparaten lindern. Grenzen liegen dort, wo starke Beschwerden, Fieber oder Eiteraustritt auftreten. In solchen Fällen ist unbedingt rasche ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.