DOLOPROCT 0,1% + 2% Rektalcreme
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Rezeptpflichtiges Arzneimittel
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Pharmazeutische Informationen
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03130513
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 30 g
- Marke:
- DOLOPROCT
- Hersteller:
- Karo Healthcare AB
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel am After auf.
Oder: Bringen Sie das Arzneimittel in den After ein. Verwenden Sie dazu den Applikator.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte nicht länger als 2 Wochen angewendet werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Bei starken Schmerzen (die ersten Tage der Therapie):
Nach Abklingen der akuten Beschwerden:
Anwendungsgebiete
- Entzündungen und Schmerzen im Analbereich, wie bei:
- Analekzem
- Hämorrhoiden
- Mastdarmentzündung (Proktitis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Fluocortolon: Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Cortison. Cortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Bei Verletzungen läuft die körpereigene Abwehr auf Hochtouren, etliche Botenstoffe und Abwehrzellen strömen zum Ort des Geschehens und vernichten eingedrungene Erreger und durch die Verletzung entstandene Zelltrümmer oder Blutgerinnsel. Diese Arbeit führt in dem betroffenen Gebiet zu Entzündungen und damit verbunden zu Schwellungen, Rötungen und letztlich zu Schmerzen. Der Wirkstoff drosselt diese körpereigenen Abwehrmechanismen, besonders wenn sie - wie etwa bei Allergien - zu übertrieben ausfällt. Es wirkt vor allem auf der Haut entzündungshemmend und beseitigt Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Pustlen.
Lidocain: Der Wirkstoff betäubt, allerdings nur örtlich begrenzt. Der Stoff verhindert, dass die Nerven Reize weiterleiten und macht dadurch unempfindlich gegen Schmerzen und betäubt den Juckreiz.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Brennen auf der Haut
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
- Gereizte Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Bakterieninfektionen der Haut, wie:
- Syphilis (Lues) - (Geschlechts- und Hautkrankheit)
- Hauttuberkulose
- Virusinfektionen der Haut, z.B.:
- Windpocken
- Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 46 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 35 × 36 × 125 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 10
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Articain, Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Prilocain, Ropivacain)!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Prilocain Fluocinonid Salbe ( Framycetin sulfat Cetylalkohol und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen möglicherweise vermehrt auftreten wie beispielsweise Herzklopfen, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Itraconazol Clarithromycin Voriconazol Lopinavir Ritonavir Elvitegravir und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten. Es kann aber auch zu einem Abfall des Blutdrucks, Schwäche bzw. Dehydratation kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Kleinkinder
- Bei Anwendung
~i-auf verletzter oder dünner Haut (z. B. Gesicht, Augenlider, Hoden, Schleimhäute)
~i- auf großen Flächen
~i- mit hoher Dosierung
~i- über längere Zeit
Analekzem
Was ist das? - Definition Ein Analekzem ist eine entzündliche Hautveränderung im Bereich des Afters. Sie äußert sich durch Rötung, Juckreiz und manchmal nässende oder schuppende Hautstellen. Das Ekzem kann akut oder chronisch verlaufen und ist für Betroffene oft sehr belastend.
Krankheitsbild
Das Analekzem ist eine Hauterkrankung im empfindlichen Bereich rund um den After. Es entsteht durch Reizung oder Entzündung der Haut und kann verschiedene Ursachen haben. Die Beschwerden sind häufig hartnäckig und kehren wieder, wenn die Auslöser nicht beseitigt werden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Juckreiz und Brennen
- Rötung und Schwellung
- Nässen oder Schuppenbildung
- Schmerzen beim Stuhlgang
- Hautrisse oder kleine Wunden
Der Verlauf kann akut sein oder sich über längere Zeit chronisch entwickeln. Wiederkehrende Beschwerden sind häufig.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandeltes Analekzem kann zu starken Schmerzen und Einschränkungen im Alltag führen. Durch Kratzen oder Reiben können sich die Hautveränderungen verschlimmern und Infektionen entstehen. Chronische Ekzeme können die Haut dauerhaft schädigen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung eines Analekzems hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den häufigen Ursachen zählen eine übermäßige oder unzureichende Hygiene im Analbereich, Hämorrhoiden oder andere Erkrankungen im Analbereich, Allergien gegen Pflegeprodukte oder Waschmittel, chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis sowie Feuchtigkeit und Reibung durch Kleidung. Auch bestimmte Nahrungsmittel oder Verdauungsprobleme können die Haut reizen und die Entstehung eines Ekzems begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Ursache feststellen und eine passende Behandlung einleiten, etwa mit entzündungshemmenden Salben oder kortisonhaltigen Präparaten.
Das kann man selbst tun: Auf sanfte Analhygiene achten, reizende Produkte meiden und die Haut trocken halten. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden stark sind, sich verschlimmern oder nicht abklingen. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig, da Selbstmaßnahmen nicht ausreichen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hämorrhoiden
Was ist das? - Definition Jeder Mensch hat unter der Schleimhaut des Enddarms kurz vor dem After ringförmig angeordnete Blutgefäßpolster, die Hämorrhoiden. Diese gut durchbluteten Schwellkörper sorgen neben Ringmuskeln dafür, den Enddarm nach außen hin abzudichten. Bei Stuhlgang schwellen die Gefäßposter ab, so dass Stuhl passieren kann. Vergrößern sich Hämorrhoiden dauerhaft, kann dies Beschwerden hervorrufen, ein Hämorrhoidalleiden entsteht.
Krankheitsbild
Durch verschiedene Risikofaktoren begünstigt, können sich direkt vor dem After liegende Schwellkörper des Enddarms, die Hämorrhoiden, zu sehr und dauerhaft vergrößern. In leichten Fällen ragen sie nicht aus dem After heraus, wohl aber bei fortschreitenden Hämorrhoidalleiden etwa beim Stuhlgang - sie ziehen sich dann wieder zurück oder lassen sich zurückschieben und sie sind als Knoten tastbar. Letztlich kann es dahin kommen, dass Hämorrhoiden dauerhaft aus dem Analkanal hervortreten und sich nicht mehr zurückschieben lassen. Vergrößerten Hämorrhoiden können verletzt werden und sich entzünden.
Symptome/Verlauf
Durch harten Stuhlgang und Pressen kann es zu Verletzungen der Hämorrhoiden und dadurch zu schmerzlosen Blutungen kommen. Beim Stuhlgang oder kurz danach wird Blut ausgeschieden.
Mögliche weitere Symptome: Jucken, Brennen und Nässen im Analbereich. Zudem können bei einem fortschreitenden Hämorrhoidalleiden ein Fremdkörpergefühl im Analbereich und Schmerzen etwa beim Sitzen oder Stuhlgang auftreten. Außerdem kann das Gefühl entstehen, dass der Darm nicht richtig entleert ist.
Nicht immer muss ein Hämorrhoidalleiden voranschreiten, ist das aber der Fall, kann dies Komplikationen und eine Zunahme der Beschwerden bewirken.
Folgen/Komplikationen
Hämorrhoidalleiden erhöhen das Risiko, dass im Enddarm- und Analbereich Entzündungen, Geschwüre, Hautrisse, Fisteln oder Abszesse auftreten. Das alles kann sehr schmerzhaft sein, genauso wie unter anderem durch Hämorrhoidalleiden begünstigte Gerinnsel in Analvenen, fachlich als Analvenenthrombosen bezeichnet. Unter Umständen lässt sich bei einem ausgeprägten Hämorrhoidalleiden der Stuhl nicht mehr in jeder Situation willentlich halten, eine Stuhlinkontinenz entsteht.
Ursachen/Risikofaktoren
Hämorrhoidalleiden entstehen durch eine Störung des Blutabflusses aus Gefäßgeflechten der Hämorrhoiden, in denen es dann zu einer Blutstauung kommt. In der Folge schwellen die Hämorrhoiden an und vergrößern sich mit der Zeit dauerhaft. Gefördert werden Hämorrhoidalleiden unter anderem durch häufige Verstopfungen, starkes Pressen beim Stuhlgang, Druck im Bauchraum beim Heben großer Lasten oder im Rahmen einer Schwangerschaft, Bewegungsarmut und Übergewicht. Ein weiterer Risikofaktor ist eine angeborene Bindegewebsschwäche.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Fachärztinnen oder -ärzte für Proktologie lassen sich die Beschwerden der Patienten schildern und untersuchen sie etwa durch Inspektion und Austasten des Enddarms, mit einer Enddarmspiegelung oder bei Bedarf auch mittels einer Spiegelung des gesamten Dickdarms. Eine genauere Untersuchung dient dazu, die tatsächlichen Ursachen anhaltender Beschwerden im Enddarm- und Analbereich sowie von Blutungen aus dem Darm aufzudecken, denn es können neben vergrößerten Hämorrhoiden auch einige andere Erkrankungen dahinterstecken.
Liegt ein Hämorrhoidalleiden vor, reicht es im frühen Stadium I zumeist, die Symptome mit Medikamenten zu lindern, zum Beispiel mit Salben, Cremes oder Zäpfchen mit schmerz- und entzündungshemmenden Wirkstoffen. Die Vergrößerung der Hämorrhoiden lässt sich damit nicht rückgängig machen. Schreitet das Leiden voran, können vergrößerte Hämorrhoiden mit in diese gespritzten Substanzen, mit einer Gummiband-Abbindung oder mit Elektroverfahren verödet und so verkleinert werden. Ausgeprägte Vergrößerungen und Vorfälle von Hämorrhoiden erfordern einen operativen Eingriff, wofür es verschiedene Verfahren gibt.
Was man selbst tun kann:
Wichtig ist, regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Mehr Bewegung aktiviert unter anderem auch den Darm. Zudem sorgt eine Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen und Flüssigkeitsaufnahme dafür, dass der Stuhl weniger hart ist. Es entlastet die Hämorrhoiden auch, wenn man Toilettengänge mit Stuhlgang nicht aufschiebt und dabei nicht presst. Bei ungewöhnlichen, anhaltenden Verdauungsproblemen, Beschwerden im Enddarm- und Analbereich oder bei Blut im Stuhl sollte man ärztlichen Rat einholen.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03130513
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 30 g
- Marke:
- DOLOPROCT
- Hersteller:
- Karo Healthcare AB
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel am After auf.
Oder: Bringen Sie das Arzneimittel in den After ein. Verwenden Sie dazu den Applikator.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte nicht länger als 2 Wochen angewendet werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Bei starken Schmerzen (die ersten Tage der Therapie):
Nach Abklingen der akuten Beschwerden:
Anwendungsgebiete
- Entzündungen und Schmerzen im Analbereich, wie bei:
- Analekzem
- Hämorrhoiden
- Mastdarmentzündung (Proktitis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Fluocortolon: Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Cortison. Cortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Bei Verletzungen läuft die körpereigene Abwehr auf Hochtouren, etliche Botenstoffe und Abwehrzellen strömen zum Ort des Geschehens und vernichten eingedrungene Erreger und durch die Verletzung entstandene Zelltrümmer oder Blutgerinnsel. Diese Arbeit führt in dem betroffenen Gebiet zu Entzündungen und damit verbunden zu Schwellungen, Rötungen und letztlich zu Schmerzen. Der Wirkstoff drosselt diese körpereigenen Abwehrmechanismen, besonders wenn sie - wie etwa bei Allergien - zu übertrieben ausfällt. Es wirkt vor allem auf der Haut entzündungshemmend und beseitigt Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Pustlen.
Lidocain: Der Wirkstoff betäubt, allerdings nur örtlich begrenzt. Der Stoff verhindert, dass die Nerven Reize weiterleiten und macht dadurch unempfindlich gegen Schmerzen und betäubt den Juckreiz.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Brennen auf der Haut
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
- Gereizte Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Bakterieninfektionen der Haut, wie:
- Syphilis (Lues) - (Geschlechts- und Hautkrankheit)
- Hauttuberkulose
- Virusinfektionen der Haut, z.B.:
- Windpocken
- Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 46 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 35 × 36 × 125 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 10
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Articain, Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Prilocain, Ropivacain)!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen möglicherweise vermehrt auftreten wie beispielsweise Herzklopfen, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Erhöhung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte, Muskelschwäche (besonders an Armen und Beinen), Gewichtszunahme (Fettansatz besonders in der Körpermitte), "Vollmondgesicht" (rund und rötlich) oder Dehnungsstreifen der Haut auftreten. Es kann aber auch zu einem Abfall des Blutdrucks, Schwäche bzw. Dehydratation kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Kleinkinder
- Bei Anwendung
~i-auf verletzter oder dünner Haut (z. B. Gesicht, Augenlider, Hoden, Schleimhäute)
~i- auf großen Flächen
~i- mit hoher Dosierung
~i- über längere Zeit
Analekzem
Was ist das? - Definition Ein Analekzem ist eine entzündliche Hautveränderung im Bereich des Afters. Sie äußert sich durch Rötung, Juckreiz und manchmal nässende oder schuppende Hautstellen. Das Ekzem kann akut oder chronisch verlaufen und ist für Betroffene oft sehr belastend.
Krankheitsbild
Das Analekzem ist eine Hauterkrankung im empfindlichen Bereich rund um den After. Es entsteht durch Reizung oder Entzündung der Haut und kann verschiedene Ursachen haben. Die Beschwerden sind häufig hartnäckig und kehren wieder, wenn die Auslöser nicht beseitigt werden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Juckreiz und Brennen
- Rötung und Schwellung
- Nässen oder Schuppenbildung
- Schmerzen beim Stuhlgang
- Hautrisse oder kleine Wunden
Der Verlauf kann akut sein oder sich über längere Zeit chronisch entwickeln. Wiederkehrende Beschwerden sind häufig.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandeltes Analekzem kann zu starken Schmerzen und Einschränkungen im Alltag führen. Durch Kratzen oder Reiben können sich die Hautveränderungen verschlimmern und Infektionen entstehen. Chronische Ekzeme können die Haut dauerhaft schädigen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung eines Analekzems hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den häufigen Ursachen zählen eine übermäßige oder unzureichende Hygiene im Analbereich, Hämorrhoiden oder andere Erkrankungen im Analbereich, Allergien gegen Pflegeprodukte oder Waschmittel, chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis sowie Feuchtigkeit und Reibung durch Kleidung. Auch bestimmte Nahrungsmittel oder Verdauungsprobleme können die Haut reizen und die Entstehung eines Ekzems begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Ursache feststellen und eine passende Behandlung einleiten, etwa mit entzündungshemmenden Salben oder kortisonhaltigen Präparaten.
Das kann man selbst tun: Auf sanfte Analhygiene achten, reizende Produkte meiden und die Haut trocken halten. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden stark sind, sich verschlimmern oder nicht abklingen. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig, da Selbstmaßnahmen nicht ausreichen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hämorrhoiden
Was ist das? - Definition Jeder Mensch hat unter der Schleimhaut des Enddarms kurz vor dem After ringförmig angeordnete Blutgefäßpolster, die Hämorrhoiden. Diese gut durchbluteten Schwellkörper sorgen neben Ringmuskeln dafür, den Enddarm nach außen hin abzudichten. Bei Stuhlgang schwellen die Gefäßposter ab, so dass Stuhl passieren kann. Vergrößern sich Hämorrhoiden dauerhaft, kann dies Beschwerden hervorrufen, ein Hämorrhoidalleiden entsteht.
Krankheitsbild
Durch verschiedene Risikofaktoren begünstigt, können sich direkt vor dem After liegende Schwellkörper des Enddarms, die Hämorrhoiden, zu sehr und dauerhaft vergrößern. In leichten Fällen ragen sie nicht aus dem After heraus, wohl aber bei fortschreitenden Hämorrhoidalleiden etwa beim Stuhlgang - sie ziehen sich dann wieder zurück oder lassen sich zurückschieben und sie sind als Knoten tastbar. Letztlich kann es dahin kommen, dass Hämorrhoiden dauerhaft aus dem Analkanal hervortreten und sich nicht mehr zurückschieben lassen. Vergrößerten Hämorrhoiden können verletzt werden und sich entzünden.
Symptome/Verlauf
Durch harten Stuhlgang und Pressen kann es zu Verletzungen der Hämorrhoiden und dadurch zu schmerzlosen Blutungen kommen. Beim Stuhlgang oder kurz danach wird Blut ausgeschieden.
Mögliche weitere Symptome: Jucken, Brennen und Nässen im Analbereich. Zudem können bei einem fortschreitenden Hämorrhoidalleiden ein Fremdkörpergefühl im Analbereich und Schmerzen etwa beim Sitzen oder Stuhlgang auftreten. Außerdem kann das Gefühl entstehen, dass der Darm nicht richtig entleert ist.
Nicht immer muss ein Hämorrhoidalleiden voranschreiten, ist das aber der Fall, kann dies Komplikationen und eine Zunahme der Beschwerden bewirken.
Folgen/Komplikationen
Hämorrhoidalleiden erhöhen das Risiko, dass im Enddarm- und Analbereich Entzündungen, Geschwüre, Hautrisse, Fisteln oder Abszesse auftreten. Das alles kann sehr schmerzhaft sein, genauso wie unter anderem durch Hämorrhoidalleiden begünstigte Gerinnsel in Analvenen, fachlich als Analvenenthrombosen bezeichnet. Unter Umständen lässt sich bei einem ausgeprägten Hämorrhoidalleiden der Stuhl nicht mehr in jeder Situation willentlich halten, eine Stuhlinkontinenz entsteht.
Ursachen/Risikofaktoren
Hämorrhoidalleiden entstehen durch eine Störung des Blutabflusses aus Gefäßgeflechten der Hämorrhoiden, in denen es dann zu einer Blutstauung kommt. In der Folge schwellen die Hämorrhoiden an und vergrößern sich mit der Zeit dauerhaft. Gefördert werden Hämorrhoidalleiden unter anderem durch häufige Verstopfungen, starkes Pressen beim Stuhlgang, Druck im Bauchraum beim Heben großer Lasten oder im Rahmen einer Schwangerschaft, Bewegungsarmut und Übergewicht. Ein weiterer Risikofaktor ist eine angeborene Bindegewebsschwäche.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Fachärztinnen oder -ärzte für Proktologie lassen sich die Beschwerden der Patienten schildern und untersuchen sie etwa durch Inspektion und Austasten des Enddarms, mit einer Enddarmspiegelung oder bei Bedarf auch mittels einer Spiegelung des gesamten Dickdarms. Eine genauere Untersuchung dient dazu, die tatsächlichen Ursachen anhaltender Beschwerden im Enddarm- und Analbereich sowie von Blutungen aus dem Darm aufzudecken, denn es können neben vergrößerten Hämorrhoiden auch einige andere Erkrankungen dahinterstecken.
Liegt ein Hämorrhoidalleiden vor, reicht es im frühen Stadium I zumeist, die Symptome mit Medikamenten zu lindern, zum Beispiel mit Salben, Cremes oder Zäpfchen mit schmerz- und entzündungshemmenden Wirkstoffen. Die Vergrößerung der Hämorrhoiden lässt sich damit nicht rückgängig machen. Schreitet das Leiden voran, können vergrößerte Hämorrhoiden mit in diese gespritzten Substanzen, mit einer Gummiband-Abbindung oder mit Elektroverfahren verödet und so verkleinert werden. Ausgeprägte Vergrößerungen und Vorfälle von Hämorrhoiden erfordern einen operativen Eingriff, wofür es verschiedene Verfahren gibt.
Was man selbst tun kann:
Wichtig ist, regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Mehr Bewegung aktiviert unter anderem auch den Darm. Zudem sorgt eine Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen und Flüssigkeitsaufnahme dafür, dass der Stuhl weniger hart ist. Es entlastet die Hämorrhoiden auch, wenn man Toilettengänge mit Stuhlgang nicht aufschiebt und dabei nicht presst. Bei ungewöhnlichen, anhaltenden Verdauungsproblemen, Beschwerden im Enddarm- und Analbereich oder bei Blut im Stuhl sollte man ärztlichen Rat einholen.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.