DUOVENT Dosieraerosol 20 \m63g/50 \m63g
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Pharmazeutische Informationen
Dosieraerosol — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14384671
- Darreichungsform:
- Dosieraerosol (Dosierinhalationsspray)
- Packungsgröße:
- 3 x 10 ml
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- DUOVENT
- Hersteller:
- ACA Müller/ADAG Pharma AG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Inhalieren Sie das Arzneimittel. Bei der Anwendung sollten Sie aufrecht stehen oder sitzen. Lassen Sie sich zu der Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Herzklopfen, Pulsbeschleunigung, Brustschmerzen und Zittern. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Führen Sie die Anwendung durch, sobald Sie daran denken und halten Sie dann Ihren Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Akutbehandlung - einmalige Gabe:
Bei Atemnot: Höchstdosis: Bei unzureichender Wirkung kann die Anwendung nach 5-10 Minuten wiederholt werden. Bei anhaltender Atemnot suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.
Vorbeugung gegen einen Anfall - einmalige Gabe:
Dauerbehandlung (in Kombination mit anderen Arzneimitteln):
Bei Dauerbehandlung: Höchstdosis für Kinder ab 6 Jahre und Erwachsene: Eine Dosis von 12 Sprühstößen pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Atemnot, akute (bei Atemwegserkrankungen)
- Vorbeugung gegen Atemnot bei Asthma bronchiale
- Vorbereitung zur Inhalationstherapie mit anderen Arzneistoffen
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), wie:
- Chronische Bronchitis
- Lungenemphysem (Blählunge)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 2 Sprühstöße, Zeitpunkt: zu Beginn des Anfalls
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 2 Sprühstöße, Zeitpunkt: vor Belastung (10-15 Minuten davor)
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von mindestens 3 Stunden
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Ipratropium: Der Wirkstoff bindet in den Atemwegen an speziellen Stellen, den sog. Rezeptoren, und bewirkt eine Erschlaffung der Atemwegsmuskulatur. Außerdem verringert der Wirkstoff die körpereigene Freisetzung von Botenstoffen, die zu einer Verengung der Atemwege beitragen. Somit erweitern sich verkrampfte und verengte Atemwege, wie zum Beispiel die Bronchien und die Atmung wird erleichtert.
Fenoterol: Der Wirkstoff bindet in den Bronchien an speziellen Stellen, den sog. Rezeptoren, und bewirkt eine Erschlaffung der Bronchialmuskulatur. Somit erweitern sich verkrampfte und verengte Bronchien und die Atmung wird erleichtert. Auch das Abhusten von zähflüssigem Sekret wird verbessert.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Mundtrockenheit
- Geschmacksstörungen
- Unruhe
- Zittern
- Herzklopfen
- Herzrhythmusstörungen, wie:
- Pulsbeschleunigung
- Harnverhalt, insbesondere bei Patienten mit Prostatavergrößerung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Herzmuskelerkrankung mit starker Verdickung und Einengung der Herzkammer - (Hypertrophe Kardiomyopathie)
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Herzerkrankungen, wie:
- Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt
- Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Puls - (Herzrasen)
- Herzmuskelentzündung
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Bluthochdruck
- Veränderungen an den Gefäßwänden, wie:
- Aneurysmen (Ausbuchtung der Gefäßwände)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Prostatavergrößerung
- Blasenhalsverengung
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Engwinkelglaukom
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- bei Raumtemperatur
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Dauerbehandlung, in Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf, wenn nach Arzneimittelanwendung plötzliche und zunehmende Verstärkung der Atemnot auftreten.
Asthma bronchiale (allergisch und nicht-allergisch)
Was ist das? - Definition Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Bronchien entzünden und verengen. Das führt zu anfallsartiger Atemnot, Husten und einem Engegefühl in der Brust. Die Beschwerden können durch Allergene, körperliche Belastung oder andere Reize ausgelöst werden. Mit der richtigen Behandlung lässt sich Asthma meist gut kontrollieren.
Krankheitsbild
Asthma bronchiale betrifft die unteren Atemwege und kann in jedem Alter auftreten. Häufig beginnt die Erkrankung bereits im Kindesalter. Die Bronchien sind dauerhaft entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize. Das führt zu einer Verengung der Atemwege, wodurch das Atmen erschwert wird. In Deutschland sind etwa 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen und rund 10 Prozent der Kinder betroffen.
Asthma tritt in Schüben auf. Zwischen den Anfällen können die Betroffenen beschwerdefrei sein. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten und einem angepassten Lebensstil gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Ein Asthma-Anfall kann plötzlich auftreten und Minuten bis Stunden andauern. Typische Beschwerden sind:
- -Atemnot, oft begleitet von Angst und Unruhe
- -Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
- -Husten mit zähem Schleim, besonders nachts oder morgens
- -Beklemmungsgefühl in der Brust
- -Erschwerte Ausatmung
- -Blaufärbung der Lippen oder Finger bei starkem Sauerstoffmangel
- -Müdigkeit durch unzureichende Sauerstoffversorgung
In schweren Fällen kann ein sogenannter "Status asthmaticus" auftreten. Das ist ein Asthma-Anfall, der länger als 24 Stunden dauert und nicht auf die üblichen Medikamente anspricht. Das ist ein medizinischer Notfall.
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen haben nur gelegentlich leichte Beschwerden, andere leiden unter häufigen und schweren Anfällen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Asthma kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Häufige Anfälle belasten Herz und Kreislauf und können zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. In schweren Fällen droht ein Sauerstoffmangel, der lebensbedrohlich sein kann.
Langfristig kann sich ein sogenanntes "remodeling" der Bronchien entwickeln. Hierbei verändern sich die Atemwege strukturell, was die Beschwerden verstärken kann. Auch psychische Belastungen wie Angst und Schlafstörungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Asthma entsteht durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber bestimmten Reizen. Man unterscheidet verschiedene Formen:
- -allergisches Asthma: Ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmel
- -nicht-allergisches Asthma: Reaktion auf Infekte, Medikamente, Stress oder kalte Luft
- -berufsbedingtes Asthma: Durch Reizstoffe am Arbeitsplatz
- -hormonelles Asthma: Kann bei Frauen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten
- -Risikofaktoren sind unter anderem:
- -familiäre Vorbelastung mit Asthma oder Allergien
- -Luftverschmutzung und Zigarettenrauch
- -Allergene in der Umgebung
- -Atemwegsinfekte in der Kindheit
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Behandlung erfolgt meist mit inhalierbaren Medikamenten. Dazu gehören entzündungshemmende Mittel wie Cortison-Sprays und bronchienerweiternde Wirkstoffe. Je nach Schweregrad wird die Therapie individuell angepasst. Bei schweren Fällen können auch Antikörpertherapien oder Cortison-Tabletten notwendig sein.
Was man selbst tun kann:
- -Asthma-Auslöser meiden
- -nicht rauchen
- -regelmäßige Bewegung
- -Gewicht reduzieren
- -Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken wahrnehmen
- -Inhalationstechnik regelmäßig überprüfen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Beschwerden zunehmen, die Medikamente nicht mehr helfen oder ein schwerer Anfall auftritt, ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Bei Atemnot, die länger anhält oder sich verschlimmert, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - AWMF, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-002, (2024) - Ginasthma.org, https://ginasthma.org/, (2024) - www.atemwegsliga.de, https://www.atemwegsliga.de/asthma.html, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Bronchitis
Was ist das? - Definition Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Krankheitsbild
Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Symptome / Verlauf
Typisch für eine einfache chronische Bronchitis sind anhaltender Husten und morgendlicher schleimig
- -weißer Auswurf (Raucherhusten). Kommt es zusätzlich zur Verengung der Atemwege durch Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Schleimhautschwellung sprechen Ärzte von einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COB). Die Patienten leiden dann auch unter Atemnot, zunächst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe. Betroffene bekommen durch die dauerhafte Reizung der Bronchien auch öfter eine Infektion der Atemwege. Wenn im Laufe der Erkrankung Lungenbläschen zerstört werden, kann sich ein sogenanntes Lungenemphysem bilden
- eine Überblähung der Lunge. Dann sprechen Experten von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD.
Folgen / Komplikationen
Schreitet die Verengung der Atemwege fort, nimmt die Atemnot zu. Bei schweren Formen der COB kann es zur Überlastung des rechten Herzens (Cor pulmonale) und Herzrhythmusstörungen kommen. Ebenso kann sich eine COPD mit Lungenemphysem (Überblähung der Lunge) entwickeln.
Gefürchtet sind Verschlechterungsschübe, die häufig durch Infektionen ausgelöst werden. Sie führen zu einer plötzlichen und teils wochenlangen Verschlechterung. Typische Anzeichen sind stärkere Atemnot, Husten, verfärbter Auswurf, Brustenge, Fieber und Erschöpfung. Mitunter ist eine Behandlung im Krankenhaus nötig.
Die Erkrankung schränkt die Lebensqualität stark ein, vermindert die körperliche Leistungsfähigkeit und kann die Lebenserwartung verkürzen
- besonders bei fortgesetztem Rauchen oder häufigen Verschlechterungsschüben.
Ursachen / Risikofaktoren
Hauptursache für eine chronische Bronchitis ist das Rauchen
- sowohl aktiv als auch passiv. Jeder zweite Raucher in Deutschland leidet unter einer einfachen chronischen Bronchitis. An der chronisch
- -obstruktiven Form der Bronchitis erkranken 2 bis 3 Prozent der Frauen und 4 bis 6 Prozent der Männer. 90 Prozent aller Patienten mit COPD sind oder waren Raucher.
Weitere mögliche Auslöser sind Belastung durch Schadstoffe wie Staub, Dämpfe oder Abgase. Manchmal sind die Ursachen einer Erkrankung nicht bekannt.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
- Rauchen konsequent aufgeben. Apotheken können mit Nikotinersatzprodukten und Beratung unterstützen.
- Körperliches Training erhöht die Lebensqualität. Bei fortgeschrittener Erkrankung sollte man dies jedoch unbedingt unter ärztlicher Aufsicht durchführen.
- Bei gelb
- -grünem Auswurf oder plötzlicher Atemverschlechterung sofort einen Arzt aufsuchen.
Was der Arzt tun kann:
Der Arzt stellt zunächst eine Diagnose durch Befragung, körperliche Untersuchung, Lungenfunktionstests und gegebenenfalls Röntgen. Er kann je nach Art und Ausprägung der Beschwerden verschiedene Medikamente verschreiben, wie zum Beispiel bronchienerweiternde oder entzündungshemmende Arzneimittel.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Anstrengungsasthma
Was ist das? - Definition Anstrengungsasthma ist eine Form von Asthma, bei der körperliche Belastung wie Sport oder schnelles Gehen zu Atemnot führt. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf die Anstrengung und verengen sich vorübergehend. Das führt zu typischen Beschwerden wie Husten, Keuchen oder Kurzatmigkeit. Die Symptome treten meist kurz nach Beginn oder am Ende der Belastung auf und verschwinden nach einiger Zeit wieder.
Krankheitsbild
Beim Anstrengungsasthma handelt es sich um eine spezielle Ausprägung des Asthma bronchiale. Die Beschwerden treten vor allem bei körperlicher Aktivität auf. Die Atemwege reagieren dann besonders empfindlich auf Reize wie kalte Luft oder trockene Umgebung. Während der Belastung kommt es zu einer Verengung der Bronchien, was das Atmen erschwert. Die Symptome treten in der Regel vorübergehend auf, können aber die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Symptome/Verlauf
Typisch für Anstrengungsasthma sind Beschwerden, die während oder kurz nach körperlicher Aktivität auftreten. Hierzu zählen:
- Kurzatmigkeit
- Trockener Reizhusten
- Keuchen oder pfeifende Atemgeräusche
- Engegefühl in der Brust
- Schnelle Ermüdung bei Belastung
Die Symptome beginnen meist wenige Minuten nach Beginn der Aktivität oder direkt danach. Sie klingen oft innerhalb von 30 Minuten wieder ab. Bei manchen Betroffenen treten die Beschwerden auch erst nach dem Sport auf. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen haben nur gelegentlich Beschwerden, andere reagieren regelmäßig auf körperliche Belastung.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Anstrengungsasthma kann dazu führen, dass Betroffene körperliche Aktivitäten meiden. Das kann langfristig zu Bewegungsmangel und eingeschränkter Fitness führen. In seltenen Fällen kann es zu schweren Atemnotanfällen kommen, die ärztlich behandelt werden müssen. Auch die psychische Belastung durch die Angst vor Symptomen kann eine Rolle spielen. Bei Kindern kann sich das Krankheitsbild auf die Entwicklung und Teilnahme am Sportunterricht auswirken.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber Belastung. Vorbestehendes Asthma bronchiales, Allergien/Heuschnupfen. kalte oder trockene Luft und Luftverschmutzung oder Rauch fördern das Auftreten. Auch Infekte der Atemwege und intensive körperliche Belastung steigern das Risiko. Zudem scheinen genetische Faktoren, also eine familiäre Belastung, eine Rolle zu spielen. Kinder und Jugendliche sind häufiger betroffen, besonders wenn sie bereits an allergischen Erkrankungen leiden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch spezielle Tests feststellen, ob es sich um Anstrengungsasthma handelt. Zur Behandlung werden meist Medikamente aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt, die die Bronchien erweitern. Auch entzündungshemmende Wirkstoffe wie Kortikosteroide können sinnvoll sein.
Das kann man selbst tun: Sportarten wählen, die weniger belasten, etwa Schwimmen, Walking oder "normales" Radfahren. Zudem möglichst kalte Luft beim Einatmen vermeiden und die Medikamente wie verordnet anwenden. Grenzen der Eigentherapie sind erreicht, wenn die Beschwerden trotz Maßnahmen bestehen bleiben oder sich verschlimmern. Bei schwerer Atemnot oder häufigen Anfällen sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosieraerosol — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14384671
- Darreichungsform:
- Dosieraerosol (Dosierinhalationsspray)
- Packungsgröße:
- 3 x 10 ml
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- DUOVENT
- Hersteller:
- ACA Müller/ADAG Pharma AG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Inhalieren Sie das Arzneimittel. Bei der Anwendung sollten Sie aufrecht stehen oder sitzen. Lassen Sie sich zu der Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Herzklopfen, Pulsbeschleunigung, Brustschmerzen und Zittern. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Führen Sie die Anwendung durch, sobald Sie daran denken und halten Sie dann Ihren Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Akutbehandlung - einmalige Gabe:
Bei Atemnot: Höchstdosis: Bei unzureichender Wirkung kann die Anwendung nach 5-10 Minuten wiederholt werden. Bei anhaltender Atemnot suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.
Vorbeugung gegen einen Anfall - einmalige Gabe:
Dauerbehandlung (in Kombination mit anderen Arzneimitteln):
Bei Dauerbehandlung: Höchstdosis für Kinder ab 6 Jahre und Erwachsene: Eine Dosis von 12 Sprühstößen pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Atemnot, akute (bei Atemwegserkrankungen)
- Vorbeugung gegen Atemnot bei Asthma bronchiale
- Vorbereitung zur Inhalationstherapie mit anderen Arzneistoffen
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), wie:
- Chronische Bronchitis
- Lungenemphysem (Blählunge)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 2 Sprühstöße, Zeitpunkt: zu Beginn des Anfalls
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 2 Sprühstöße, Zeitpunkt: vor Belastung (10-15 Minuten davor)
Personenkreis: Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Sprühstöße, Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von mindestens 3 Stunden
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Ipratropium: Der Wirkstoff bindet in den Atemwegen an speziellen Stellen, den sog. Rezeptoren, und bewirkt eine Erschlaffung der Atemwegsmuskulatur. Außerdem verringert der Wirkstoff die körpereigene Freisetzung von Botenstoffen, die zu einer Verengung der Atemwege beitragen. Somit erweitern sich verkrampfte und verengte Atemwege, wie zum Beispiel die Bronchien und die Atmung wird erleichtert.
Fenoterol: Der Wirkstoff bindet in den Bronchien an speziellen Stellen, den sog. Rezeptoren, und bewirkt eine Erschlaffung der Bronchialmuskulatur. Somit erweitern sich verkrampfte und verengte Bronchien und die Atmung wird erleichtert. Auch das Abhusten von zähflüssigem Sekret wird verbessert.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Mundtrockenheit
- Geschmacksstörungen
- Unruhe
- Zittern
- Herzklopfen
- Herzrhythmusstörungen, wie:
- Pulsbeschleunigung
- Harnverhalt, insbesondere bei Patienten mit Prostatavergrößerung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Herzmuskelerkrankung mit starker Verdickung und Einengung der Herzkammer - (Hypertrophe Kardiomyopathie)
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Herzerkrankungen, wie:
- Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt
- Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Puls - (Herzrasen)
- Herzmuskelentzündung
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Bluthochdruck
- Veränderungen an den Gefäßwänden, wie:
- Aneurysmen (Ausbuchtung der Gefäßwände)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Prostatavergrößerung
- Blasenhalsverengung
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Engwinkelglaukom
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- bei Raumtemperatur
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Dauerbehandlung, in Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf, wenn nach Arzneimittelanwendung plötzliche und zunehmende Verstärkung der Atemnot auftreten.
Asthma bronchiale (allergisch und nicht-allergisch)
Was ist das? - Definition Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Bronchien entzünden und verengen. Das führt zu anfallsartiger Atemnot, Husten und einem Engegefühl in der Brust. Die Beschwerden können durch Allergene, körperliche Belastung oder andere Reize ausgelöst werden. Mit der richtigen Behandlung lässt sich Asthma meist gut kontrollieren.
Krankheitsbild
Asthma bronchiale betrifft die unteren Atemwege und kann in jedem Alter auftreten. Häufig beginnt die Erkrankung bereits im Kindesalter. Die Bronchien sind dauerhaft entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize. Das führt zu einer Verengung der Atemwege, wodurch das Atmen erschwert wird. In Deutschland sind etwa 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen und rund 10 Prozent der Kinder betroffen.
Asthma tritt in Schüben auf. Zwischen den Anfällen können die Betroffenen beschwerdefrei sein. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten und einem angepassten Lebensstil gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Ein Asthma-Anfall kann plötzlich auftreten und Minuten bis Stunden andauern. Typische Beschwerden sind:
- -Atemnot, oft begleitet von Angst und Unruhe
- -Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
- -Husten mit zähem Schleim, besonders nachts oder morgens
- -Beklemmungsgefühl in der Brust
- -Erschwerte Ausatmung
- -Blaufärbung der Lippen oder Finger bei starkem Sauerstoffmangel
- -Müdigkeit durch unzureichende Sauerstoffversorgung
In schweren Fällen kann ein sogenannter "Status asthmaticus" auftreten. Das ist ein Asthma-Anfall, der länger als 24 Stunden dauert und nicht auf die üblichen Medikamente anspricht. Das ist ein medizinischer Notfall.
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen haben nur gelegentlich leichte Beschwerden, andere leiden unter häufigen und schweren Anfällen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Asthma kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Häufige Anfälle belasten Herz und Kreislauf und können zu dauerhaften Veränderungen der Atemwege führen. In schweren Fällen droht ein Sauerstoffmangel, der lebensbedrohlich sein kann.
Langfristig kann sich ein sogenanntes "remodeling" der Bronchien entwickeln. Hierbei verändern sich die Atemwege strukturell, was die Beschwerden verstärken kann. Auch psychische Belastungen wie Angst und Schlafstörungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Asthma entsteht durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber bestimmten Reizen. Man unterscheidet verschiedene Formen:
- -allergisches Asthma: Ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmel
- -nicht-allergisches Asthma: Reaktion auf Infekte, Medikamente, Stress oder kalte Luft
- -berufsbedingtes Asthma: Durch Reizstoffe am Arbeitsplatz
- -hormonelles Asthma: Kann bei Frauen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten
- -Risikofaktoren sind unter anderem:
- -familiäre Vorbelastung mit Asthma oder Allergien
- -Luftverschmutzung und Zigarettenrauch
- -Allergene in der Umgebung
- -Atemwegsinfekte in der Kindheit
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Behandlung erfolgt meist mit inhalierbaren Medikamenten. Dazu gehören entzündungshemmende Mittel wie Cortison-Sprays und bronchienerweiternde Wirkstoffe. Je nach Schweregrad wird die Therapie individuell angepasst. Bei schweren Fällen können auch Antikörpertherapien oder Cortison-Tabletten notwendig sein.
Was man selbst tun kann:
- -Asthma-Auslöser meiden
- -nicht rauchen
- -regelmäßige Bewegung
- -Gewicht reduzieren
- -Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken wahrnehmen
- -Inhalationstechnik regelmäßig überprüfen
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Beschwerden zunehmen, die Medikamente nicht mehr helfen oder ein schwerer Anfall auftritt, ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Bei Atemnot, die länger anhält oder sich verschlimmert, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - AWMF, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-002, (2024) - Ginasthma.org, https://ginasthma.org/, (2024) - www.atemwegsliga.de, https://www.atemwegsliga.de/asthma.html, (2024)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Bronchitis
Was ist das? - Definition Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Krankheitsbild
Die chronische Bronchitis ist eine langanhaltende Entzündung der Atemwege, insbesondere der Bronchien. Sie gilt als gegeben, wenn Husten mit Auswurf mindestens drei Monate pro Jahr und über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre auftritt. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege kommen.
Symptome / Verlauf
Typisch für eine einfache chronische Bronchitis sind anhaltender Husten und morgendlicher schleimig
- -weißer Auswurf (Raucherhusten). Kommt es zusätzlich zur Verengung der Atemwege durch Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Schleimhautschwellung sprechen Ärzte von einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COB). Die Patienten leiden dann auch unter Atemnot, zunächst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe. Betroffene bekommen durch die dauerhafte Reizung der Bronchien auch öfter eine Infektion der Atemwege. Wenn im Laufe der Erkrankung Lungenbläschen zerstört werden, kann sich ein sogenanntes Lungenemphysem bilden
- eine Überblähung der Lunge. Dann sprechen Experten von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD.
Folgen / Komplikationen
Schreitet die Verengung der Atemwege fort, nimmt die Atemnot zu. Bei schweren Formen der COB kann es zur Überlastung des rechten Herzens (Cor pulmonale) und Herzrhythmusstörungen kommen. Ebenso kann sich eine COPD mit Lungenemphysem (Überblähung der Lunge) entwickeln.
Gefürchtet sind Verschlechterungsschübe, die häufig durch Infektionen ausgelöst werden. Sie führen zu einer plötzlichen und teils wochenlangen Verschlechterung. Typische Anzeichen sind stärkere Atemnot, Husten, verfärbter Auswurf, Brustenge, Fieber und Erschöpfung. Mitunter ist eine Behandlung im Krankenhaus nötig.
Die Erkrankung schränkt die Lebensqualität stark ein, vermindert die körperliche Leistungsfähigkeit und kann die Lebenserwartung verkürzen
- besonders bei fortgesetztem Rauchen oder häufigen Verschlechterungsschüben.
Ursachen / Risikofaktoren
Hauptursache für eine chronische Bronchitis ist das Rauchen
- sowohl aktiv als auch passiv. Jeder zweite Raucher in Deutschland leidet unter einer einfachen chronischen Bronchitis. An der chronisch
- -obstruktiven Form der Bronchitis erkranken 2 bis 3 Prozent der Frauen und 4 bis 6 Prozent der Männer. 90 Prozent aller Patienten mit COPD sind oder waren Raucher.
Weitere mögliche Auslöser sind Belastung durch Schadstoffe wie Staub, Dämpfe oder Abgase. Manchmal sind die Ursachen einer Erkrankung nicht bekannt.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
- Rauchen konsequent aufgeben. Apotheken können mit Nikotinersatzprodukten und Beratung unterstützen.
- Körperliches Training erhöht die Lebensqualität. Bei fortgeschrittener Erkrankung sollte man dies jedoch unbedingt unter ärztlicher Aufsicht durchführen.
- Bei gelb
- -grünem Auswurf oder plötzlicher Atemverschlechterung sofort einen Arzt aufsuchen.
Was der Arzt tun kann:
Der Arzt stellt zunächst eine Diagnose durch Befragung, körperliche Untersuchung, Lungenfunktionstests und gegebenenfalls Röntgen. Er kann je nach Art und Ausprägung der Beschwerden verschiedene Medikamente verschreiben, wie zum Beispiel bronchienerweiternde oder entzündungshemmende Arzneimittel.
Bearbeitungsstand: 01.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Anstrengungsasthma
Was ist das? - Definition Anstrengungsasthma ist eine Form von Asthma, bei der körperliche Belastung wie Sport oder schnelles Gehen zu Atemnot führt. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf die Anstrengung und verengen sich vorübergehend. Das führt zu typischen Beschwerden wie Husten, Keuchen oder Kurzatmigkeit. Die Symptome treten meist kurz nach Beginn oder am Ende der Belastung auf und verschwinden nach einiger Zeit wieder.
Krankheitsbild
Beim Anstrengungsasthma handelt es sich um eine spezielle Ausprägung des Asthma bronchiale. Die Beschwerden treten vor allem bei körperlicher Aktivität auf. Die Atemwege reagieren dann besonders empfindlich auf Reize wie kalte Luft oder trockene Umgebung. Während der Belastung kommt es zu einer Verengung der Bronchien, was das Atmen erschwert. Die Symptome treten in der Regel vorübergehend auf, können aber die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Symptome/Verlauf
Typisch für Anstrengungsasthma sind Beschwerden, die während oder kurz nach körperlicher Aktivität auftreten. Hierzu zählen:
- Kurzatmigkeit
- Trockener Reizhusten
- Keuchen oder pfeifende Atemgeräusche
- Engegefühl in der Brust
- Schnelle Ermüdung bei Belastung
Die Symptome beginnen meist wenige Minuten nach Beginn der Aktivität oder direkt danach. Sie klingen oft innerhalb von 30 Minuten wieder ab. Bei manchen Betroffenen treten die Beschwerden auch erst nach dem Sport auf. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen haben nur gelegentlich Beschwerden, andere reagieren regelmäßig auf körperliche Belastung.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Anstrengungsasthma kann dazu führen, dass Betroffene körperliche Aktivitäten meiden. Das kann langfristig zu Bewegungsmangel und eingeschränkter Fitness führen. In seltenen Fällen kann es zu schweren Atemnotanfällen kommen, die ärztlich behandelt werden müssen. Auch die psychische Belastung durch die Angst vor Symptomen kann eine Rolle spielen. Bei Kindern kann sich das Krankheitsbild auf die Entwicklung und Teilnahme am Sportunterricht auswirken.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber Belastung. Vorbestehendes Asthma bronchiales, Allergien/Heuschnupfen. kalte oder trockene Luft und Luftverschmutzung oder Rauch fördern das Auftreten. Auch Infekte der Atemwege und intensive körperliche Belastung steigern das Risiko. Zudem scheinen genetische Faktoren, also eine familiäre Belastung, eine Rolle zu spielen. Kinder und Jugendliche sind häufiger betroffen, besonders wenn sie bereits an allergischen Erkrankungen leiden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch spezielle Tests feststellen, ob es sich um Anstrengungsasthma handelt. Zur Behandlung werden meist Medikamente aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt, die die Bronchien erweitern. Auch entzündungshemmende Wirkstoffe wie Kortikosteroide können sinnvoll sein.
Das kann man selbst tun: Sportarten wählen, die weniger belasten, etwa Schwimmen, Walking oder "normales" Radfahren. Zudem möglichst kalte Luft beim Einatmen vermeiden und die Medikamente wie verordnet anwenden. Grenzen der Eigentherapie sind erreicht, wenn die Beschwerden trotz Maßnahmen bestehen bleiben oder sich verschlimmern. Bei schwerer Atemnot oder häufigen Anfällen sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.