ENCEPUR Kinder Fertigspritzen
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Pharmazeutische Informationen
Fertigspritzen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00731005
- Darreichungsform:
- Fertigspritzen (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 10 x 0,25 ml
- Marke:
- ENCEPUR
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 1. Lebensjahr und wird 14 Tage -3 Monate nach der 1. Impfung sowie 9-12 Monate nach der 2. Impfung wiederholt.
1. Auffrischimpfung: 3 Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung und die weiteren Auffrischimpfungen alle 5 Jahre.
Beschleunigte Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 1. Lebensjahr und wird 7 Tage nach der 1. Impfung sowie 21 Tage nach der 2. Impfung wiederholt.
1. Auffrischimpfung nach der beschleunigten Grundimmunisierung: 12-18 Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung und die weiteren Auffrischimpfungen alle 5 Jahre.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Grundimmunisierung:
Auffrischimpfung:
Anwendungsgebiete
- FSME (Frühsommer-Hirnhautentzündung), zur Vorbeugung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kleinkinder und Kindern von 1-11 Jahren, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 3 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Kleinkinder und Kindern von 1-11 Jahren, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 1 Fertigspritze, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist ein Impfstoff und wird zur Vorbeugung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) gegeben. Er enthält veränderte FSME-Viren ohne krankmachende Eigenschaften. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen FSME-Viren aus (sog. Antikörper). Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und muss aufgefrischt werden.
Der Impfstoff schützt jedoch nicht vor anderen Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden können.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- Hautrötung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Schmerzen am Applikationsort
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Grippeähnliche Symptome
- Unwohlsein
- Fieber
- Lymphknotenschwellung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Hirnerkrankungen
- Infektionen
- Erhöhte Blutungsneigung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 1 Jahr: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel ist für Frauen in der Regel nicht geeignet. Sollte sich die Frage nach einer Anwendung aus irgendwelchen Gründen trotzdem stellen, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
- Stillzeit: Fragen Sie in Ausnahmefällen auch dazu Ihren Arzt, da das Arzneimittel für Frauen in der Regel nicht geeignet ist.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Hühnereiweiß!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Oxytetracyclin und Tetracyclin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Gentamicin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Neomycin!
- Vorsicht bei Allergie gegen Formaldehyd (E-Nummer E 239)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion 0,3- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion 0,3- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion 0,3- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann das Risiko für allergische Reaktionen erhöht sein. Symptome dafür sind unter anderem Juckreiz, Nesselausschlag, Schleimhautschwellungen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen oder Atembeschwerden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion 0,3- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Impfung sollte zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem ein anderes Arzneimittel nicht aufgetragen wird. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion 0,3- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Wenn möglich sollte die Impfung zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem ein anderes Arzneimittel nicht eingenommen wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion 0,3- Azathioprin Etoposid Tegafur Chlorambucil Cyclophosphamid 1-Wasser und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion 0,3- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion 0,3- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion 0,3- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann das Risiko für allergische Reaktionen erhöht sein. Symptome dafür sind unter anderem Juckreiz, Nesselausschlag, Schleimhautschwellungen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
FSME
Was ist das? - Definition Auslöser der Frühsommer-Meningoenzephalitis, abgekürzt FSME, ist ein von Zecken übertragenes Virus. Es kann eine Hirn- und Hirnhautentzündung verursachen, die unter Umständen sehr schwerwiegend verläuft. Es gibt keine spezielle Therapie gegen die Erkrankung, Schutz bietet aber bei Bedarf eine Impfung. Wer viel in FSME-Risikogebieten in der Natur unterwegs ist, sollte die Impfung erwägen und sich dazu ärztlich beraten lassen.
Krankheitsbild
Die FSME wird durch ein Virus verursacht, das durch Zecken übertragen wird. Nicht jede Zecke aber hat das Virus in sich und nicht immer erkranken Menschen an einer Infektion. Es gibt jedes Jahr einige hundert FSME-Erkrankungsfälle bundesweit, wobei es vermutlich eine hohe Dunkelziffer von Infektionen gibt, da viele Menschen kaum oder keine Symptome entwickeln.
Bei befallen Zecken befindet sich das Virus direkt in den Speicheldrüsen, daher gelangt es bei einem Zeckenstich recht rasch in die Blutbahn des Wirtes. Danach kann die Erkrankung mit einer Verzögerung - einer Inkubationszeit - von 7 bis 14 Tagen ausbrechen. Das Fachwort Meningoenzephalitis steht für eine Hirn- und Hirnhautentzündung. Der Frühsommer im Namen der Krankheit ist an sich ein wenig irreführend, da die das FSME-Virus übertragenden Zecken schon im Frühjahr aktiv werden und es bis weit in den Herbst hinein bleiben. Die Mehrzahl der FSME-Erkrankungen werden in den Monaten April bis Oktober registriert.
Kommt es zu einer FSME-Erkrankung, verläuft sie oft - aber keineswegs immer - in zwei Phasen. Zunächst machen sich grippeähnliche Beschwerden bemerkbar. Nach einer kurzen symptomfreien Pause von etwa einer Woche kann eine Hirn-, Hirnhaut- und Rückenmarksentzündung folgen. Ein hoher Anteil der Infektionen, schätzungsweise 70 bis 95 Prozent, verursacht jedoch keine Symptome oder die zweite Krankheitsphase bleibt aus.
Wichtig zu wissen: FSME-Viren sind nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragbar. Eine Heilung der Erkrankung ist nicht möglich, es lassen sich nur Symptome behandeln.
Symptome/Verlauf
Bei etwa einem Drittel der Infizierten treten in einer ersten Krankheitsphase grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl auf. Diese Beschwerden lassen innerhalb einiger Tage nach. In der Folge kann es bei einem Teil der Patienten nach ungefähr einer Woche ohne Symptome erneut zu Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie zu Ausfällen des Nervensystems kommen, mit Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen für Wochen oder Monate.
Folgen/Komplikationen
Erkranken Menschen schwerer, treten Lähmungen an Armen und Beinen, Schluck- und Sprechstörungen, Krampfanfälle oder Atemlähmungen auf. Es sind bleibende Schäden möglich. Häufig kommt es jedoch selbst nach schweren Verläufen zur Heilung, informiert das Robert Koch-Institut. Beim europäischen Subtyp das Virus führen ungefähr ein Prozent der FSME-Erkrankungen zum Tode.
Ursachen/Risikofaktoren
Ausgelöst wird FSME durch ein Virus, von dem es weltweit drei ähnliche Untertypen gibt, denen man durch eine Impfung begegnen kann. In Deutschland kommt der europäische Typ vor, der vor allem durch die Zecke Ixodes ricinus übertragen wird, den gemeinen Holzbock. Der deutsche Begriff "FSME" steht für die Erkrankung durch den europäischen Virustyp.
Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, sich mit dem FSME-Virus zu infizieren, besteht in FSME-Risikogebieten. In Deutschland liegen sie in Süddeutschland, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen, Sachsen und Brandenburg sowie einzelnen weiteren Landkreisen. Zu den Risikogebieten werden auch die Schweiz, Österreich und einige Regionen Skandinaviens sowie Ost- und Südosteuropa gezählt, wobei die Definition für Risikogebiete nicht einheitlich ist. Informationen zu Risikogebieten in Deutschland bietet des Robert Koch-Institut unter www.rki.de/fsme-karte, für Europa gibt es Informationen bei www.zecken.de unter dem Menüpunkt "Gefahr durch Zecken" und dort unter "FSME". In FSME-Verbreitungsgebieten hierzulande sind nach Angaben des Robert Koch-Institutes in Naturherden etwa 0,1 bis 5 Prozent der Zecken mit dem FSME-Virus infiziert.Das Risiko, schwer zu erkranken, ist bei Kindern vergleichsweise gering und älteren oder immungeschwächten Patienten erhöht.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Kommen Patienten mit neurologischen Symptomen wie sie bei FSME auftreten zu einer Ärztin oder einem Arzt, wird untersucht, was die Beschwerden ausgelöst hat. Dazu können unter anderem Bluttests durchgeführt werden, möglicherweise wird auch ein Neurologe hinzugezogen, da neurologische Ausfälle sehr unterschiedliche Gründe haben können. Liegt eine FSME vor, lassen sich nur deren Symptome lindern, eine Therapie zur Heilung gibt es nicht.
Vorbeugend schützt eine Impfung. Empfohlen wird sie für Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben, sich mit dem FSME-Virus zu infizieren. Das sind nach Angaben der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut Personen, die hierzulande in FSME-Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind, etwa in der Freizeit oder beruflich in der Forst- oder Landwirtschaft. Ebenso sollten Personen geimpft werden, die außerhalb Deutschlands Gefahr laufen, sich Zeckenstiche und damit das FSME-Virus oder einen ihm sehr ähnlichen Virustyp einzufangen und daran zu erkranken.
Zu Einzelheiten der Impfung muss man sich ärztlich informieren lassen. Dieser Text ersetzt keine medizinische Beratung beziehungsweise keine Impf- und Reiseimpfberatung.
Was man selbst tun kann:
Vor allem sollte man vermeiden, von Zecken gestochen zu werden - nicht nur wegen des FSME-Virus, sondern auch wegen Borreliose auslösenden Bakterien, die ebenfalls von Zecken übertragen werden können. Wichtige Maßnahmen zum Zeckenschutz:
- Kleidung sollte bei Aufenthalten in der Natur möglichst viel Körperoberfläche bedecken (lange Hosen, langärmelige Hemden und geschlossene Schuhe).
- Insekten-Abwehrmittel für die Haut etwa mit Icaridin oder Diethyltoluamid (DEET) wirken in gewissem Umfang auch gegen Zecken. Zur Wirksamkeit, Anwendung oder Wirkdauer sind die Herstellerangaben zu beachten.
- Nach Aufenthalten in der Natur mit Kontakt zu Gras, Kräutern oder Strauchwerk sollte man den Körper gut nach Zecken absuchen, ebenso Haustiere.
- Zecken gilt es rasch zu entfernen. Hierzu greift man sie etwa mit einer Pinzette oder Zeckenzange nahe der Hautoberfläche, also an ihren Mundwerkzeugen (nicht am vollgesogenen Körper), und zieht sie langsam und gerade aus der Haut.
- Bei einer Wanderröte mit oder ohne bekannten Zeckenstich und/oder bei erkältungsartigen oder neurologischen Symptomen oder Gelenkbeschwerden nach einem Zeckenstich sollte man zum Arzt gehen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Fertigspritzen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00731005
- Darreichungsform:
- Fertigspritzen (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 10 x 0,25 ml
- Marke:
- ENCEPUR
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 1. Lebensjahr und wird 14 Tage -3 Monate nach der 1. Impfung sowie 9-12 Monate nach der 2. Impfung wiederholt.
1. Auffrischimpfung: 3 Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung und die weiteren Auffrischimpfungen alle 5 Jahre.
Beschleunigte Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 1. Lebensjahr und wird 7 Tage nach der 1. Impfung sowie 21 Tage nach der 2. Impfung wiederholt.
1. Auffrischimpfung nach der beschleunigten Grundimmunisierung: 12-18 Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung und die weiteren Auffrischimpfungen alle 5 Jahre.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Grundimmunisierung:
Auffrischimpfung:
Anwendungsgebiete
- FSME (Frühsommer-Hirnhautentzündung), zur Vorbeugung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kleinkinder und Kindern von 1-11 Jahren, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 3 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Kleinkinder und Kindern von 1-11 Jahren, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 1 Fertigspritze, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist ein Impfstoff und wird zur Vorbeugung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) gegeben. Er enthält veränderte FSME-Viren ohne krankmachende Eigenschaften. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen FSME-Viren aus (sog. Antikörper). Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und muss aufgefrischt werden.
Der Impfstoff schützt jedoch nicht vor anderen Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden können.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- Hautrötung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Schmerzen am Applikationsort
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Grippeähnliche Symptome
- Unwohlsein
- Fieber
- Lymphknotenschwellung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Hirnerkrankungen
- Infektionen
- Erhöhte Blutungsneigung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 1 Jahr: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel ist für Frauen in der Regel nicht geeignet. Sollte sich die Frage nach einer Anwendung aus irgendwelchen Gründen trotzdem stellen, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
- Stillzeit: Fragen Sie in Ausnahmefällen auch dazu Ihren Arzt, da das Arzneimittel für Frauen in der Regel nicht geeignet ist.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Hühnereiweiß!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Oxytetracyclin und Tetracyclin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Gentamicin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Neomycin!
- Vorsicht bei Allergie gegen Formaldehyd (E-Nummer E 239)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann das Risiko für allergische Reaktionen erhöht sein. Symptome dafür sind unter anderem Juckreiz, Nesselausschlag, Schleimhautschwellungen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen oder Atembeschwerden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Impfung sollte zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem ein anderes Arzneimittel nicht aufgetragen wird. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Wenn möglich sollte die Impfung zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem ein anderes Arzneimittel nicht eingenommen wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann das Risiko für allergische Reaktionen erhöht sein. Symptome dafür sind unter anderem Juckreiz, Nesselausschlag, Schleimhautschwellungen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
FSME
Was ist das? - Definition Auslöser der Frühsommer-Meningoenzephalitis, abgekürzt FSME, ist ein von Zecken übertragenes Virus. Es kann eine Hirn- und Hirnhautentzündung verursachen, die unter Umständen sehr schwerwiegend verläuft. Es gibt keine spezielle Therapie gegen die Erkrankung, Schutz bietet aber bei Bedarf eine Impfung. Wer viel in FSME-Risikogebieten in der Natur unterwegs ist, sollte die Impfung erwägen und sich dazu ärztlich beraten lassen.
Krankheitsbild
Die FSME wird durch ein Virus verursacht, das durch Zecken übertragen wird. Nicht jede Zecke aber hat das Virus in sich und nicht immer erkranken Menschen an einer Infektion. Es gibt jedes Jahr einige hundert FSME-Erkrankungsfälle bundesweit, wobei es vermutlich eine hohe Dunkelziffer von Infektionen gibt, da viele Menschen kaum oder keine Symptome entwickeln.
Bei befallen Zecken befindet sich das Virus direkt in den Speicheldrüsen, daher gelangt es bei einem Zeckenstich recht rasch in die Blutbahn des Wirtes. Danach kann die Erkrankung mit einer Verzögerung - einer Inkubationszeit - von 7 bis 14 Tagen ausbrechen. Das Fachwort Meningoenzephalitis steht für eine Hirn- und Hirnhautentzündung. Der Frühsommer im Namen der Krankheit ist an sich ein wenig irreführend, da die das FSME-Virus übertragenden Zecken schon im Frühjahr aktiv werden und es bis weit in den Herbst hinein bleiben. Die Mehrzahl der FSME-Erkrankungen werden in den Monaten April bis Oktober registriert.
Kommt es zu einer FSME-Erkrankung, verläuft sie oft - aber keineswegs immer - in zwei Phasen. Zunächst machen sich grippeähnliche Beschwerden bemerkbar. Nach einer kurzen symptomfreien Pause von etwa einer Woche kann eine Hirn-, Hirnhaut- und Rückenmarksentzündung folgen. Ein hoher Anteil der Infektionen, schätzungsweise 70 bis 95 Prozent, verursacht jedoch keine Symptome oder die zweite Krankheitsphase bleibt aus.
Wichtig zu wissen: FSME-Viren sind nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragbar. Eine Heilung der Erkrankung ist nicht möglich, es lassen sich nur Symptome behandeln.
Symptome/Verlauf
Bei etwa einem Drittel der Infizierten treten in einer ersten Krankheitsphase grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl auf. Diese Beschwerden lassen innerhalb einiger Tage nach. In der Folge kann es bei einem Teil der Patienten nach ungefähr einer Woche ohne Symptome erneut zu Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie zu Ausfällen des Nervensystems kommen, mit Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen für Wochen oder Monate.
Folgen/Komplikationen
Erkranken Menschen schwerer, treten Lähmungen an Armen und Beinen, Schluck- und Sprechstörungen, Krampfanfälle oder Atemlähmungen auf. Es sind bleibende Schäden möglich. Häufig kommt es jedoch selbst nach schweren Verläufen zur Heilung, informiert das Robert Koch-Institut. Beim europäischen Subtyp das Virus führen ungefähr ein Prozent der FSME-Erkrankungen zum Tode.
Ursachen/Risikofaktoren
Ausgelöst wird FSME durch ein Virus, von dem es weltweit drei ähnliche Untertypen gibt, denen man durch eine Impfung begegnen kann. In Deutschland kommt der europäische Typ vor, der vor allem durch die Zecke Ixodes ricinus übertragen wird, den gemeinen Holzbock. Der deutsche Begriff "FSME" steht für die Erkrankung durch den europäischen Virustyp.
Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, sich mit dem FSME-Virus zu infizieren, besteht in FSME-Risikogebieten. In Deutschland liegen sie in Süddeutschland, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen, Sachsen und Brandenburg sowie einzelnen weiteren Landkreisen. Zu den Risikogebieten werden auch die Schweiz, Österreich und einige Regionen Skandinaviens sowie Ost- und Südosteuropa gezählt, wobei die Definition für Risikogebiete nicht einheitlich ist. Informationen zu Risikogebieten in Deutschland bietet des Robert Koch-Institut unter www.rki.de/fsme-karte, für Europa gibt es Informationen bei www.zecken.de unter dem Menüpunkt "Gefahr durch Zecken" und dort unter "FSME". In FSME-Verbreitungsgebieten hierzulande sind nach Angaben des Robert Koch-Institutes in Naturherden etwa 0,1 bis 5 Prozent der Zecken mit dem FSME-Virus infiziert.Das Risiko, schwer zu erkranken, ist bei Kindern vergleichsweise gering und älteren oder immungeschwächten Patienten erhöht.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Kommen Patienten mit neurologischen Symptomen wie sie bei FSME auftreten zu einer Ärztin oder einem Arzt, wird untersucht, was die Beschwerden ausgelöst hat. Dazu können unter anderem Bluttests durchgeführt werden, möglicherweise wird auch ein Neurologe hinzugezogen, da neurologische Ausfälle sehr unterschiedliche Gründe haben können. Liegt eine FSME vor, lassen sich nur deren Symptome lindern, eine Therapie zur Heilung gibt es nicht.
Vorbeugend schützt eine Impfung. Empfohlen wird sie für Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben, sich mit dem FSME-Virus zu infizieren. Das sind nach Angaben der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut Personen, die hierzulande in FSME-Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind, etwa in der Freizeit oder beruflich in der Forst- oder Landwirtschaft. Ebenso sollten Personen geimpft werden, die außerhalb Deutschlands Gefahr laufen, sich Zeckenstiche und damit das FSME-Virus oder einen ihm sehr ähnlichen Virustyp einzufangen und daran zu erkranken.
Zu Einzelheiten der Impfung muss man sich ärztlich informieren lassen. Dieser Text ersetzt keine medizinische Beratung beziehungsweise keine Impf- und Reiseimpfberatung.
Was man selbst tun kann:
Vor allem sollte man vermeiden, von Zecken gestochen zu werden - nicht nur wegen des FSME-Virus, sondern auch wegen Borreliose auslösenden Bakterien, die ebenfalls von Zecken übertragen werden können. Wichtige Maßnahmen zum Zeckenschutz:
- Kleidung sollte bei Aufenthalten in der Natur möglichst viel Körperoberfläche bedecken (lange Hosen, langärmelige Hemden und geschlossene Schuhe).
- Insekten-Abwehrmittel für die Haut etwa mit Icaridin oder Diethyltoluamid (DEET) wirken in gewissem Umfang auch gegen Zecken. Zur Wirksamkeit, Anwendung oder Wirkdauer sind die Herstellerangaben zu beachten.
- Nach Aufenthalten in der Natur mit Kontakt zu Gras, Kräutern oder Strauchwerk sollte man den Körper gut nach Zecken absuchen, ebenso Haustiere.
- Zecken gilt es rasch zu entfernen. Hierzu greift man sie etwa mit einer Pinzette oder Zeckenzange nahe der Hautoberfläche, also an ihren Mundwerkzeugen (nicht am vollgesogenen Körper), und zieht sie langsam und gerade aus der Haut.
- Bei einer Wanderröte mit oder ohne bekannten Zeckenstich und/oder bei erkältungsartigen oder neurologischen Symptomen oder Gelenkbeschwerden nach einem Zeckenstich sollte man zum Arzt gehen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.