ENSTILAR 50 \m63g/g + 0,5 mg/g Schaum z.Anw.a.d.Ha
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Pharmazeutische Informationen
Schaum — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14347598
- Darreichungsform:
- Schaum (Schaum)
- Packungsgröße:
- 2 x 60 g
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- ENSTILAR
- Hersteller:
- FD Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Sprühen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Bei Anwenwendung auf der Kopfhaut sprühen Sie das Arzneimittel in die Handinnenfläche und tragen es dann mit den Fingerspitzen auf die betroffenen Kopfhautbereiche auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Nach der Anwendung sollten Sie nicht sofort duschen oder baden. Lassen Sie das Arzneimittel über Nacht oder am Tag auf die behandelten Hautstellen einwirken. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände, sofern Sie das Arzneimittel nicht zur Behandlung von Schuppenflechte auf den Händen anwenden. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Gesicht, Mund und Augen.
Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) sollten nicht mit einem luftdichten Verband bedeckt werden. Vor Gebrauch schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Behandlung eines akuten Psoriasisschubs: Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 4 Wochen. Eine Fortsetzung der Behandlung sollte nur nach ärztlicher Kontrolle und unter regelmäßiger Überwachung erfolgen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einem zu hohen Kalziumspiegel im Blut unter anderem mit krankhaft gesteigerter Harnausscheidung, Verstopfung, Muskelschwäche, Verwirrtheit, Koma und zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Behandlung eines akuten Psoriasisschubs:
Langzeit-Erhaltungsbehandlung der Psoriasis:
Langzeit-Erhaltungsbehandlung der Psoriasis: Zwischen den Anwendungen sollten 2-3 behandlungsfreie Tage liegen.
Höchstdosis: Eine Dosis von 15 g Schaum (entspr. der abgegebenen Menge, wenn der Sprühkopf etwa 1 Minute gedrückt wird) pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Schuppenflechte (Psoriasis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal wöchentlich, Zeitpunkt: an zwei nicht aufeinander folgenden Tagen, unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Kombination von zwei Wirkstoffen.
Betamethason ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Bei Verletzungen läuft die körpereigene Abwehr auf Hochtouren, etliche Botenstoffe und Abwehrzellen strömen zum Ort des Geschehens und vernichten eingedrungene Erreger und durch die Verletzung entstandene Zelltrümmer oder Blutgerinnsel. Diese Arbeit führt in dem betroffenen Gebiet zu Entzündungen und damit verbunden zu Schwellungen, Rötungen und letztlich zu Schmerzen. Betamethason drosselt diesen körpereigenen Abwehrmechanismus, besonders wenn er - wie etwa bei Allergien - zu übertrieben ausfällt. Es wirkt vor allem auf der Haut entzündungshemmend und beseitigt Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Pusteln.
Calcipotriol gehört zur Gruppe der der Vitamin D3-Derivate und wird zur äußerlichen Behandlung von Schuppenflechte angewendet. Calcipotriol hemmt das Wachstum und die Vermehrung hornbildender Zellen (Keratinozyten) und verbessert die gestörte Zelldifferenzierung. Darüber hinaus unterdrückt Calcipotriol die Produktion entzündungsfördernder Stoffe.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Hautschuppung bzw. -abschälung (Exfoliation)
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautinfektion, einschließlich:
- Bakterieninfektion der Haut
- Pilzinfektion der Haut
- Virusinfektion der Haut
- Haarbalgentzündung
- Rückbildung der Haut (Pergamenthaut, Hautatrophie)
- Verschlechterung einer bestehenden Schuppenflechte (Psoriasis)
- Hautentzündung
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Hautausschlag
- Schuppen bildender Hautausschlag (exfoliativer Hautauschlag)
- Knotiger Hautausschlag (Papulöser Hautauschlag)
- Hautausschlag mit Eiterbläschen
- Kleinfleckige Haut- und Schleimhauteinblutungen (Purpura)
- Fleckenartige Hautblutung (Ekchymose)
- Brennendes Gefühl auf der Haut
- Hautreizung
- Entfärbung an der Verabreichungsstelle
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Überempfindlichkeit
- Zu hoher Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)
- Wiederauftreten von Symptomen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Stark gerötete Schuppenflechte (Psoriasis) am ganzen Körper
- Eitrigen Pusteln bei Schuppenflechte (Psoriasis)
- Calciumstoffwechselstörung
- Virusinfektion der Haut, wie:
- Herpesvirus-Infektion
- Windpocken
- Pilzinfektion der Haut
- Bakterieninfektion der Haut
- Infektion durch Parasiten
- Hautschädigungen aufgrund einer Tuberkuloseinfektion (Lupus vulgaris)
- Entzündung der mittleren Hautschicht im Gesicht (periorale Dermatitis)
- Rückbildung der Haut (Pergamenthaut, Hautatrophie)
- Dehnungsstreifen (Hautstriae)
- Erhöhte Hautempfindlichkeit/-Verletzlichkeit
- Fischschuppenkrankheit (Ichthyosis)
- Akne
- Entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich (Rosacea)
- Geschwür (Ulkus)
- Wunde
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
Psoriasis
Was ist das? - Definition Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich Hautzellen viel schneller erneuern als normal. Dadurch entstehen schuppige, gerötete Hautstellen, oft an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut oder Rücken. Die Krankheit verläuft meist in Schüben und ist nicht ansteckend. Sie kann auch Gelenke betreffen (Psoriasis-Arthritis) und tritt häufig zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr erstmals auf.
Krankheitsbild
Psoriasis gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen betroffen. Die Erkrankung zeigt sich meist durch scharf begrenzte, schuppende Hautstellen. Diese sogenannten Plaques entstehen, weil sich die Hautzellen viel zu schnell erneuern. Die Haut wird dadurch dick, trocken und entzündet.
Es gibt verschiedene Formen der Psoriasis, darunter die klassische Psoriasis vulgaris mit typischen Plaques (verdickte und verhornte Oberhaut). Zu den weiteren Varianten zählen die Tropfen-Psoriasis (Psoriasis guttata) mit vielen kleinen Herden, die Psoriasis inversa in Hautfalten, die seltene Psoriasis pustulosa mit eitrigen Bläschen sowie die schwere Psoriasis erythrodermica mit großflächiger Hautentzündung. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen befällt die Krankheit auch die Gelenke, man spricht dann von Psoriasis-Arthritis.
Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Sie verläuft meist chronisch und in Schüben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten oft schubweise auf. Typische Hautsymptome sind gerötete, schuppende Hautstellen, Juckreiz, Brennen, Spannungsgefühl sowie trockene, rissige Haut. Besonders häufig betroffen: die Kopfhaut, Ellenbogen, Knie und der untere Rücken.
Zu den weiteren möglichen Symptomen zählen Nagelveränderungen wie Grübchen oder Verdickungen, Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit sowie in seltenen Fällen großflächige Hautentzündungen. Die Symptome können kosmetisch belastend sein und zu sozialem Rückzug führen.
Der Verlauf ist individuell: Manche haben über Jahre nur kleine Herde, andere großflächige Hautveränderungen oder Gelenkbeschwerden. Zwischen den akuten Phasen können die Beschwerden deutlich zurückgehen oder ganz verschwinden. Neue Schübe lösen oft Stress, Infekte, Hautverletzungen oder bestimmte Medikamente aus.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Psoriasis zu dauerhaften Hautveränderungen und Gelenkschäden führen. Die Psoriasis-Arthritis kann die Beweglichkeit einschränken und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Psychische Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen kommen häufig vor, besonders wenn die Hautveränderungen sichtbar sind und das Selbstbild beeinflussen. Bei schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica besteht sogar Lebensgefahr durch Flüssigkeitsverlust und Infektionen. Hier ist eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig.
Ursachen/Risikofaktoren
0Psoriasis entsteht durch eine Fehlreaktion des Immunsystems. Die Hautzellen teilen sich zu schnell, was zu Entzündungen und Schuppenbildung führt. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einer Kombination aus genetischer Veranlagung und äußeren Auslösern aus.
1Was Psoriasis begünstigen oder verschlimmern kann:
- Genetische Veranlagung
- Infektionen, besonders mit Streptokokken
- Stress
- Hautverletzungen wie Kratzen oder Sonnenbrand
- Medikamente wie Betablocker oder Lithium
- Hormonelle Veränderungen
- Übergewicht, Alkohol und Rauchen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Je nach Schweregrad kommen Cremes mit Kortison oder Vitamin-D3, Lichttherapie oder Medikamente wie Methotrexat oder Biologika zum Einsatz. Bei Gelenkbeteiligung erfolgt oft eine Zusammenarbeit mit der Rheumatologie.
Was man selbst tun kann: Eine regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Stressabbau, gesunde Ernährung, Bewegung sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol können den Verlauf positiv beeinflussen. Wenn die Haut großflächig betroffen ist, Gelenkschmerzen auftreten oder die Beschwerden stark belasten, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch bei Verdacht auf Psoriasis-Arthritis oder schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica ist eine medizinische Behandlung unverzichtbar.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schaum — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14347598
- Darreichungsform:
- Schaum (Schaum)
- Packungsgröße:
- 2 x 60 g
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- ENSTILAR
- Hersteller:
- FD Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Sprühen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Bei Anwenwendung auf der Kopfhaut sprühen Sie das Arzneimittel in die Handinnenfläche und tragen es dann mit den Fingerspitzen auf die betroffenen Kopfhautbereiche auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Nach der Anwendung sollten Sie nicht sofort duschen oder baden. Lassen Sie das Arzneimittel über Nacht oder am Tag auf die behandelten Hautstellen einwirken. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände, sofern Sie das Arzneimittel nicht zur Behandlung von Schuppenflechte auf den Händen anwenden. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Gesicht, Mund und Augen.
Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) sollten nicht mit einem luftdichten Verband bedeckt werden. Vor Gebrauch schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Behandlung eines akuten Psoriasisschubs: Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 4 Wochen. Eine Fortsetzung der Behandlung sollte nur nach ärztlicher Kontrolle und unter regelmäßiger Überwachung erfolgen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einem zu hohen Kalziumspiegel im Blut unter anderem mit krankhaft gesteigerter Harnausscheidung, Verstopfung, Muskelschwäche, Verwirrtheit, Koma und zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Behandlung eines akuten Psoriasisschubs:
Langzeit-Erhaltungsbehandlung der Psoriasis:
Langzeit-Erhaltungsbehandlung der Psoriasis: Zwischen den Anwendungen sollten 2-3 behandlungsfreie Tage liegen.
Höchstdosis: Eine Dosis von 15 g Schaum (entspr. der abgegebenen Menge, wenn der Sprühkopf etwa 1 Minute gedrückt wird) pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Schuppenflechte (Psoriasis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal wöchentlich, Zeitpunkt: an zwei nicht aufeinander folgenden Tagen, unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Kombination von zwei Wirkstoffen.
Betamethason ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Bei Verletzungen läuft die körpereigene Abwehr auf Hochtouren, etliche Botenstoffe und Abwehrzellen strömen zum Ort des Geschehens und vernichten eingedrungene Erreger und durch die Verletzung entstandene Zelltrümmer oder Blutgerinnsel. Diese Arbeit führt in dem betroffenen Gebiet zu Entzündungen und damit verbunden zu Schwellungen, Rötungen und letztlich zu Schmerzen. Betamethason drosselt diesen körpereigenen Abwehrmechanismus, besonders wenn er - wie etwa bei Allergien - zu übertrieben ausfällt. Es wirkt vor allem auf der Haut entzündungshemmend und beseitigt Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Pusteln.
Calcipotriol gehört zur Gruppe der der Vitamin D3-Derivate und wird zur äußerlichen Behandlung von Schuppenflechte angewendet. Calcipotriol hemmt das Wachstum und die Vermehrung hornbildender Zellen (Keratinozyten) und verbessert die gestörte Zelldifferenzierung. Darüber hinaus unterdrückt Calcipotriol die Produktion entzündungsfördernder Stoffe.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Hautschuppung bzw. -abschälung (Exfoliation)
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautinfektion, einschließlich:
- Bakterieninfektion der Haut
- Pilzinfektion der Haut
- Virusinfektion der Haut
- Haarbalgentzündung
- Rückbildung der Haut (Pergamenthaut, Hautatrophie)
- Verschlechterung einer bestehenden Schuppenflechte (Psoriasis)
- Hautentzündung
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Hautausschlag
- Schuppen bildender Hautausschlag (exfoliativer Hautauschlag)
- Knotiger Hautausschlag (Papulöser Hautauschlag)
- Hautausschlag mit Eiterbläschen
- Kleinfleckige Haut- und Schleimhauteinblutungen (Purpura)
- Fleckenartige Hautblutung (Ekchymose)
- Brennendes Gefühl auf der Haut
- Hautreizung
- Entfärbung an der Verabreichungsstelle
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Überempfindlichkeit
- Zu hoher Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)
- Wiederauftreten von Symptomen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Stark gerötete Schuppenflechte (Psoriasis) am ganzen Körper
- Eitrigen Pusteln bei Schuppenflechte (Psoriasis)
- Calciumstoffwechselstörung
- Virusinfektion der Haut, wie:
- Herpesvirus-Infektion
- Windpocken
- Pilzinfektion der Haut
- Bakterieninfektion der Haut
- Infektion durch Parasiten
- Hautschädigungen aufgrund einer Tuberkuloseinfektion (Lupus vulgaris)
- Entzündung der mittleren Hautschicht im Gesicht (periorale Dermatitis)
- Rückbildung der Haut (Pergamenthaut, Hautatrophie)
- Dehnungsstreifen (Hautstriae)
- Erhöhte Hautempfindlichkeit/-Verletzlichkeit
- Fischschuppenkrankheit (Ichthyosis)
- Akne
- Entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich (Rosacea)
- Geschwür (Ulkus)
- Wunde
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
Psoriasis
Was ist das? - Definition Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich Hautzellen viel schneller erneuern als normal. Dadurch entstehen schuppige, gerötete Hautstellen, oft an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut oder Rücken. Die Krankheit verläuft meist in Schüben und ist nicht ansteckend. Sie kann auch Gelenke betreffen (Psoriasis-Arthritis) und tritt häufig zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr erstmals auf.
Krankheitsbild
Psoriasis gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen betroffen. Die Erkrankung zeigt sich meist durch scharf begrenzte, schuppende Hautstellen. Diese sogenannten Plaques entstehen, weil sich die Hautzellen viel zu schnell erneuern. Die Haut wird dadurch dick, trocken und entzündet.
Es gibt verschiedene Formen der Psoriasis, darunter die klassische Psoriasis vulgaris mit typischen Plaques (verdickte und verhornte Oberhaut). Zu den weiteren Varianten zählen die Tropfen-Psoriasis (Psoriasis guttata) mit vielen kleinen Herden, die Psoriasis inversa in Hautfalten, die seltene Psoriasis pustulosa mit eitrigen Bläschen sowie die schwere Psoriasis erythrodermica mit großflächiger Hautentzündung. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen befällt die Krankheit auch die Gelenke, man spricht dann von Psoriasis-Arthritis.
Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Sie verläuft meist chronisch und in Schüben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten oft schubweise auf. Typische Hautsymptome sind gerötete, schuppende Hautstellen, Juckreiz, Brennen, Spannungsgefühl sowie trockene, rissige Haut. Besonders häufig betroffen: die Kopfhaut, Ellenbogen, Knie und der untere Rücken.
Zu den weiteren möglichen Symptomen zählen Nagelveränderungen wie Grübchen oder Verdickungen, Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit sowie in seltenen Fällen großflächige Hautentzündungen. Die Symptome können kosmetisch belastend sein und zu sozialem Rückzug führen.
Der Verlauf ist individuell: Manche haben über Jahre nur kleine Herde, andere großflächige Hautveränderungen oder Gelenkbeschwerden. Zwischen den akuten Phasen können die Beschwerden deutlich zurückgehen oder ganz verschwinden. Neue Schübe lösen oft Stress, Infekte, Hautverletzungen oder bestimmte Medikamente aus.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Psoriasis zu dauerhaften Hautveränderungen und Gelenkschäden führen. Die Psoriasis-Arthritis kann die Beweglichkeit einschränken und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Psychische Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen kommen häufig vor, besonders wenn die Hautveränderungen sichtbar sind und das Selbstbild beeinflussen. Bei schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica besteht sogar Lebensgefahr durch Flüssigkeitsverlust und Infektionen. Hier ist eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig.
Ursachen/Risikofaktoren
0Psoriasis entsteht durch eine Fehlreaktion des Immunsystems. Die Hautzellen teilen sich zu schnell, was zu Entzündungen und Schuppenbildung führt. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einer Kombination aus genetischer Veranlagung und äußeren Auslösern aus.
1Was Psoriasis begünstigen oder verschlimmern kann:
- Genetische Veranlagung
- Infektionen, besonders mit Streptokokken
- Stress
- Hautverletzungen wie Kratzen oder Sonnenbrand
- Medikamente wie Betablocker oder Lithium
- Hormonelle Veränderungen
- Übergewicht, Alkohol und Rauchen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Je nach Schweregrad kommen Cremes mit Kortison oder Vitamin-D3, Lichttherapie oder Medikamente wie Methotrexat oder Biologika zum Einsatz. Bei Gelenkbeteiligung erfolgt oft eine Zusammenarbeit mit der Rheumatologie.
Was man selbst tun kann: Eine regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Stressabbau, gesunde Ernährung, Bewegung sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol können den Verlauf positiv beeinflussen. Wenn die Haut großflächig betroffen ist, Gelenkschmerzen auftreten oder die Beschwerden stark belasten, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch bei Verdacht auf Psoriasis-Arthritis oder schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica ist eine medizinische Behandlung unverzichtbar.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.