EPI PEVARYL Creme
14,49 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 08441867
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 30 g
- Marke:
- EPI
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Allgemeine Behandlungsdauer 2-5 Wochen. Die Anwendung sollte nach Abklingen der Symptome noch 2 Wochen fortgesetzt werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Pilzinfektionen der Haut
- Pilzinfektionen in den Körperfalten
- Fußpilz
- Hautflechte durch Kleienpilz (Pityriasis versicolor)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in den Stoffwechsel der Pilze ein, es kommt zu vielen Schäden in der Struktur der Pilze. So wird z.B. die äußere Hülle, die sog. Zellmembran der Pilze in ihrem Aufbau verändert. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder sie sterben durch zusätzliche Schädigungen des Zellinneren direkt ab.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Brennen oder Stechen auf der Haut
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Hautrötung
- Beschwerden an der Anwendungsstelle
- Schwellung an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
- Konservierungsstoffe (z.B. Benzoesäure und Benzoate, E 210, E 211, E 212, E 213) können Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen.
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenprocoumon Triamcinolon acetonid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da eventuell häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Pilzbefall der Haut mit Fadenpilzen (Dermatophyten)
Was ist das? - Definition Dermatophytosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch sogenannte Fadenpilze verursacht werden. Diese Pilze befallen bevorzugt die oberste Hautschicht, Nägel oder Haare und ernähren sich vom Hornstoff Keratin. Die Erkrankung ist ansteckend und tritt häufig an Füßen, Händen oder in Hautfalten auf. Sie heilt meist gut, kann aber hartnäckig verlaufen.
Krankheitsbild
Fadenpilze, auch Dermatophyten genannt, sind spezialisierte Hautpilze, die sich vom Keratin abgestorbener Hautzellen ernähren. Sie dringen in die Hornschicht der Haut ein und verursachen dort eine lokale Entzündung. Die Erkrankung wird je nach betroffener Körperstelle als Tinea bezeichnet, zum Beispiel Tinea pedis (Fußpilz) oder Tinea corporis (Rumpf). Dermatophytosen sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten Hautinfektionen. Sie sind ansteckend und können durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Gegenstände wie Handtücher, Schuhe oder Böden übertragen werden.
Symptome/Verlauf
Die Symptome hängen von der betroffenen Körperregion ab, zeigen aber typische Merkmale:
- gerötete, schuppende Hautstellen mit scharfem Rand
- Juckreiz, Brennen oder Spannungsgefühl
- kreisförmige, sich ausbreitende Hautveränderungen (Ringelflechte)
- Bläschenbildung oder Nässen, besonders an den Füßen
- brüchige, verdickte oder verfärbte Nägel bei Nagelpilz
Die Infektion beginnt meist lokal und kann sich ohne Behandlung ausbreiten. Besonders Fuß- und Nagelpilz verlaufen oft chronisch. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Erkrankung schwerer verlaufen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt breitet sich der Pilz mitunter auf andere Körperstellen oder Personen aus. Es kann zu bakteriellen Zusatzinfektionen kommen, wenn die Haut durch Kratzen verletzt wird. Bei Nagelbefall kann der Nagel dauerhaft geschädigt werden. In seltenen Fällen entsteht eine tiefergehende Infektion, insbesondere bei Menschen mit Diabetes oder Immunschwäche. Auch psychische Belastungen durch sichtbare Hautveränderungen kommen vor.
Ursachen/Risikofaktoren
Fadenpilze gedeihen besonders gut in feuchtwarmer Umgebung. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen enge oder luftundurchlässige Kleidung und Schuhe, vermehrtes Schwitzen und Besuche in Schwimmbädern, Saunen oder Umkleiden ohne Badeschlappen. Zudem begünstigen ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes, Hautverletzungen oder chronische Hauterkrankungen eine Infektion. Das Risiko erhöht ebenfalls der Kontakt mit infizierten Personen oder Haustieren. Mangelnde Hygiene oder das Teilen von Handtüchern und Schuhen begünstigt zusätzlich die Übertragung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Dermatophytose mit antimykotischen Cremes, Sprays oder Tabletten behandeln. Zu den wichtigen Wirkstoffgruppen zählen Azole, Allylamine und Ciclopirox. Bei Nagelpilz kann eine langfristige Therapie notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, das Trocknen der Haut nach dem Duschen und das Tragen atmungsaktiver Kleidung beugen vor. In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Sauen sind Badeschlappen wichtig. Wenn die Infektion nicht abheilt, sich ausbreitet oder Nägel betroffen sind, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung reicht dann nicht mehr aus.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pilzbefall der Haut mit Hefepilzen (Candidosen)
Was ist das? - Definition Candidosen sind Hautinfektionen durch Hefepilze der Gattung Candida. Diese Pilze gehören zur natürlichen Hautflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Entzündungen verursachen. Besonders betroffen sind feuchtwarme Körperregionen wie Hautfalten, der Genitalbereich oder der Nagelwall. Bei letzterem handelt es sich um das Gewebe, das den Nagel u-förmig umfasst. Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber bei geschwächtem Immunsystem problematisch werden.
Krankheitsbild
Candidosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst werden. Diese Pilze leben normalerweise auf der Haut, ohne Beschwerden zu verursachen. Gerät das Gleichgewicht der Hautflora jedoch aus der Balance, können sie sich übermäßig vermehren und eine Infektion auslösen. Besonders häufig tritt die Candidose in Hautfalten, am Nagelwall, im Genitalbereich oder unter der Brust auf. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, kann aber wiederkehren, wenn die Ursachen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind lokal begrenzt. Typische Symptome sind:
- gerötete, nässende oder schuppende Hautstellen
- Juckreiz oder Brennen
- weißliche Beläge oder Pusteln
- Risse oder Schmerzen in Hautfalten
- unangenehmer Geruch bei stärkerem Befall
Die Symptome können je nach Körperregion variieren. Bei Nagelbefall kommt es zu Verdickungen, Verfärbungen und brüchigen Nägeln. Im Genitalbereich kann die Infektion mit Ausfluss und Schmerzen einhergehen. Bei gesunden Menschen heilt die Candidose meist unkompliziert ab. Bei Begleiterkrankungen wie Immunschwäche oder Diabetes kann sie jedoch hartnäckig sein.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten und tieferes Gewebe betreffen. In seltenen Fällen kommt es zu einer systemischen Ausbreitung, etwa bei stark geschwächtem Immunsystem. Wiederkehrende Candidosen können die Hautbarriere schwächen und zu bakteriellen Zusatzinfektionen führen. Auch psychische Belastungen durch Juckreiz oder sichtbare Hautveränderungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Vermehrung von Candida wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen Feuchtigkeit und Wärme, etwa durch enge Kleidung oder mangelnde Belüftungsn, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes oder eine Antibiotikatherapie, die das Gleichgewicht der Hautflora stört. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft, Übergewicht mit ausgeprägten Hautfalten, eine mangelnde Hygiene oder aggressive Pflegeprodukte erhöhen das Risiko. Zudem beeinflussen Stress und Ernährung das Hautmilieu und steigern die Wahrscheinlichkeit für Pilzerkrankungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Candidose mit antimykotischen Salben oder Cremes behandeln. Bei ausgedehntem Befall kommen auch Tabletten zum Einsatz. Wichtige Wirkstoffgruppen sind Azole und Polyene.
Das kann man selbst tun: Gute Hautpflege, das Trockenhalten gefährdeter Stellen und luftdurchlässige Kleidung beugen vor. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sich ausbreiten oder wiederkehren, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung stößt hier an ihre Grenzen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hautwolf
Was ist das? - Definition Hautwolf (Intertrigo) ist eine entzündliche Hauterkrankung, die in Körperfalten entsteht, wo Haut auf Haut liegt und sich durch Feuchtigkeit, Wärme und Reibung wundreibt. Die Haut rötet sich, brennt oder juckt und kann nässen. In dem feucht-warmen Milieu können sich zusätzlich Hefepilze wie Candida oder Bakterien vermehren und die Entzündung verstärken.
Krankheitsbild
Der Begriff Hautwolf ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die medizinische Hauterkrankung Intertrigo. Intertrigo ist eine Entzündung der Haut, die besonders in Körperfalten entsteht, also an Stellen, an denen Haut auf Haut liegt und sich reibt. Häufig betroffen sind zum Beispiel die Hautfalten in der Leiste, unter den Brüsten, zwischen den Oberschenkeln oder in den Achselhöhlen. Ursache ist eine Kombination aus Feuchtigkeit, eingeschlossener Wärme und mechanischer Reibung, die dazu führt, dass die oberste Hautschicht aufweicht und gereizt wird. Dadurch verliert die Haut ihre Schutzfunktion und wird empfindlich. Häufig entstehen zusätzlich Infektionen durch Hefepilze wie Candida oder auch Bakterien, da sich in dem feucht-warmen Milieu Keime leichter vermehren können.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn zeigt sich ein Hautwolf meist als rote, entzündete Hautstelle. Die betroffenen Bereiche sind gereizt, können jucken oder brennen. Im weiteren Verlauf kann die Haut nässen oder sich schuppen. Bei einer zusätzlichen Infektion mit Pilzen oder Bakterien können sich Schmierstellen oder ein unangenehmer Geruch entwickeln. Bei chronischem oder länger bestehendem Verlauf kann die Haut verdicken und grob werden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich Intertrigo verschlimmern oder ausbreiten. Besonders häufig kommt es zu einer Superinfektion, also einer zusätzlichen Besiedelung durch Pilze wie Candida oder durch Bakterien, die die Entzündung verstärken. In schwereren Fällen entstehen tiefe Hautrisse oder Schmerzen, sodass alltägliche Bewegungen unangenehm werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Intertrigo entsteht dort, wo Hautflächen aneinander liegen und sich bewegen, zusammen mit Feuchtigkeit und Wärme - zum Beispiel durch Schwitzen. Faktoren, die ein solches feucht-warmes Hautklima begünstigen, erhöhen das Risiko erheblich. Wichtige Risikofaktoren sind Übergewicht, starkes Schwitzen, schlecht belüftete Hautareale, enge Kleidung, Diabetes mellitus, eine geschwächte Immunabwehr, Inkontinenz, Bettlägerigkeit oder auch mangelnde Hautpflege.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt kann feststellen, ob eine Superinfektion mit Hefepilzen oder Bakterien besteht. In diesem Fall können antimykotisch (pilz-bekämpfenden) oder antibakteriell wirksame Salben den Heilungsprozess fördern.
Das kann man selbst tun: Damit sich ein Hautwolf nicht ausbreitet oder wieder auftaucht, ist es wichtig, die betroffenen Hautpartien trocken und sauber zu halten. Das kann helfen:
- Hautfalten regelmäßig mit milden Seifen reinigen und danach sorgfältig trocknen.
- Locker sitzende, atmungsaktive Kleidung aus natürlichen Stoffen tragen.
- Bei stärkerem Schwitzen trockenhaltende Puder oder Antitranspirantien nutzen.
- Luft an die Haut lassen - z. B. durch häufiges Offenhalten der betroffenen Stellen.
- Schutzcremes können zusätzlich den Kontakt der Hautflächen mindern.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 08441867
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 30 g
- Marke:
- EPI
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Allgemeine Behandlungsdauer 2-5 Wochen. Die Anwendung sollte nach Abklingen der Symptome noch 2 Wochen fortgesetzt werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Pilzinfektionen der Haut
- Pilzinfektionen in den Körperfalten
- Fußpilz
- Hautflechte durch Kleienpilz (Pityriasis versicolor)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in den Stoffwechsel der Pilze ein, es kommt zu vielen Schäden in der Struktur der Pilze. So wird z.B. die äußere Hülle, die sog. Zellmembran der Pilze in ihrem Aufbau verändert. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder sie sterben durch zusätzliche Schädigungen des Zellinneren direkt ab.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Brennen oder Stechen auf der Haut
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Hautrötung
- Beschwerden an der Anwendungsstelle
- Schwellung an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
- Konservierungsstoffe (z.B. Benzoesäure und Benzoate, E 210, E 211, E 212, E 213) können Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen.
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da eventuell häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Pilzbefall der Haut mit Fadenpilzen (Dermatophyten)
Was ist das? - Definition Dermatophytosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch sogenannte Fadenpilze verursacht werden. Diese Pilze befallen bevorzugt die oberste Hautschicht, Nägel oder Haare und ernähren sich vom Hornstoff Keratin. Die Erkrankung ist ansteckend und tritt häufig an Füßen, Händen oder in Hautfalten auf. Sie heilt meist gut, kann aber hartnäckig verlaufen.
Krankheitsbild
Fadenpilze, auch Dermatophyten genannt, sind spezialisierte Hautpilze, die sich vom Keratin abgestorbener Hautzellen ernähren. Sie dringen in die Hornschicht der Haut ein und verursachen dort eine lokale Entzündung. Die Erkrankung wird je nach betroffener Körperstelle als Tinea bezeichnet, zum Beispiel Tinea pedis (Fußpilz) oder Tinea corporis (Rumpf). Dermatophytosen sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten Hautinfektionen. Sie sind ansteckend und können durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Gegenstände wie Handtücher, Schuhe oder Böden übertragen werden.
Symptome/Verlauf
Die Symptome hängen von der betroffenen Körperregion ab, zeigen aber typische Merkmale:
- gerötete, schuppende Hautstellen mit scharfem Rand
- Juckreiz, Brennen oder Spannungsgefühl
- kreisförmige, sich ausbreitende Hautveränderungen (Ringelflechte)
- Bläschenbildung oder Nässen, besonders an den Füßen
- brüchige, verdickte oder verfärbte Nägel bei Nagelpilz
Die Infektion beginnt meist lokal und kann sich ohne Behandlung ausbreiten. Besonders Fuß- und Nagelpilz verlaufen oft chronisch. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Erkrankung schwerer verlaufen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt breitet sich der Pilz mitunter auf andere Körperstellen oder Personen aus. Es kann zu bakteriellen Zusatzinfektionen kommen, wenn die Haut durch Kratzen verletzt wird. Bei Nagelbefall kann der Nagel dauerhaft geschädigt werden. In seltenen Fällen entsteht eine tiefergehende Infektion, insbesondere bei Menschen mit Diabetes oder Immunschwäche. Auch psychische Belastungen durch sichtbare Hautveränderungen kommen vor.
Ursachen/Risikofaktoren
Fadenpilze gedeihen besonders gut in feuchtwarmer Umgebung. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen enge oder luftundurchlässige Kleidung und Schuhe, vermehrtes Schwitzen und Besuche in Schwimmbädern, Saunen oder Umkleiden ohne Badeschlappen. Zudem begünstigen ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes, Hautverletzungen oder chronische Hauterkrankungen eine Infektion. Das Risiko erhöht ebenfalls der Kontakt mit infizierten Personen oder Haustieren. Mangelnde Hygiene oder das Teilen von Handtüchern und Schuhen begünstigt zusätzlich die Übertragung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Dermatophytose mit antimykotischen Cremes, Sprays oder Tabletten behandeln. Zu den wichtigen Wirkstoffgruppen zählen Azole, Allylamine und Ciclopirox. Bei Nagelpilz kann eine langfristige Therapie notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, das Trocknen der Haut nach dem Duschen und das Tragen atmungsaktiver Kleidung beugen vor. In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Sauen sind Badeschlappen wichtig. Wenn die Infektion nicht abheilt, sich ausbreitet oder Nägel betroffen sind, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung reicht dann nicht mehr aus.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pilzbefall der Haut mit Hefepilzen (Candidosen)
Was ist das? - Definition Candidosen sind Hautinfektionen durch Hefepilze der Gattung Candida. Diese Pilze gehören zur natürlichen Hautflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Entzündungen verursachen. Besonders betroffen sind feuchtwarme Körperregionen wie Hautfalten, der Genitalbereich oder der Nagelwall. Bei letzterem handelt es sich um das Gewebe, das den Nagel u-förmig umfasst. Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber bei geschwächtem Immunsystem problematisch werden.
Krankheitsbild
Candidosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst werden. Diese Pilze leben normalerweise auf der Haut, ohne Beschwerden zu verursachen. Gerät das Gleichgewicht der Hautflora jedoch aus der Balance, können sie sich übermäßig vermehren und eine Infektion auslösen. Besonders häufig tritt die Candidose in Hautfalten, am Nagelwall, im Genitalbereich oder unter der Brust auf. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, kann aber wiederkehren, wenn die Ursachen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind lokal begrenzt. Typische Symptome sind:
- gerötete, nässende oder schuppende Hautstellen
- Juckreiz oder Brennen
- weißliche Beläge oder Pusteln
- Risse oder Schmerzen in Hautfalten
- unangenehmer Geruch bei stärkerem Befall
Die Symptome können je nach Körperregion variieren. Bei Nagelbefall kommt es zu Verdickungen, Verfärbungen und brüchigen Nägeln. Im Genitalbereich kann die Infektion mit Ausfluss und Schmerzen einhergehen. Bei gesunden Menschen heilt die Candidose meist unkompliziert ab. Bei Begleiterkrankungen wie Immunschwäche oder Diabetes kann sie jedoch hartnäckig sein.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten und tieferes Gewebe betreffen. In seltenen Fällen kommt es zu einer systemischen Ausbreitung, etwa bei stark geschwächtem Immunsystem. Wiederkehrende Candidosen können die Hautbarriere schwächen und zu bakteriellen Zusatzinfektionen führen. Auch psychische Belastungen durch Juckreiz oder sichtbare Hautveränderungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Vermehrung von Candida wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen Feuchtigkeit und Wärme, etwa durch enge Kleidung oder mangelnde Belüftungsn, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes oder eine Antibiotikatherapie, die das Gleichgewicht der Hautflora stört. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft, Übergewicht mit ausgeprägten Hautfalten, eine mangelnde Hygiene oder aggressive Pflegeprodukte erhöhen das Risiko. Zudem beeinflussen Stress und Ernährung das Hautmilieu und steigern die Wahrscheinlichkeit für Pilzerkrankungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Candidose mit antimykotischen Salben oder Cremes behandeln. Bei ausgedehntem Befall kommen auch Tabletten zum Einsatz. Wichtige Wirkstoffgruppen sind Azole und Polyene.
Das kann man selbst tun: Gute Hautpflege, das Trockenhalten gefährdeter Stellen und luftdurchlässige Kleidung beugen vor. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sich ausbreiten oder wiederkehren, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung stößt hier an ihre Grenzen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hautwolf
Was ist das? - Definition Hautwolf (Intertrigo) ist eine entzündliche Hauterkrankung, die in Körperfalten entsteht, wo Haut auf Haut liegt und sich durch Feuchtigkeit, Wärme und Reibung wundreibt. Die Haut rötet sich, brennt oder juckt und kann nässen. In dem feucht-warmen Milieu können sich zusätzlich Hefepilze wie Candida oder Bakterien vermehren und die Entzündung verstärken.
Krankheitsbild
Der Begriff Hautwolf ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die medizinische Hauterkrankung Intertrigo. Intertrigo ist eine Entzündung der Haut, die besonders in Körperfalten entsteht, also an Stellen, an denen Haut auf Haut liegt und sich reibt. Häufig betroffen sind zum Beispiel die Hautfalten in der Leiste, unter den Brüsten, zwischen den Oberschenkeln oder in den Achselhöhlen. Ursache ist eine Kombination aus Feuchtigkeit, eingeschlossener Wärme und mechanischer Reibung, die dazu führt, dass die oberste Hautschicht aufweicht und gereizt wird. Dadurch verliert die Haut ihre Schutzfunktion und wird empfindlich. Häufig entstehen zusätzlich Infektionen durch Hefepilze wie Candida oder auch Bakterien, da sich in dem feucht-warmen Milieu Keime leichter vermehren können.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn zeigt sich ein Hautwolf meist als rote, entzündete Hautstelle. Die betroffenen Bereiche sind gereizt, können jucken oder brennen. Im weiteren Verlauf kann die Haut nässen oder sich schuppen. Bei einer zusätzlichen Infektion mit Pilzen oder Bakterien können sich Schmierstellen oder ein unangenehmer Geruch entwickeln. Bei chronischem oder länger bestehendem Verlauf kann die Haut verdicken und grob werden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich Intertrigo verschlimmern oder ausbreiten. Besonders häufig kommt es zu einer Superinfektion, also einer zusätzlichen Besiedelung durch Pilze wie Candida oder durch Bakterien, die die Entzündung verstärken. In schwereren Fällen entstehen tiefe Hautrisse oder Schmerzen, sodass alltägliche Bewegungen unangenehm werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Intertrigo entsteht dort, wo Hautflächen aneinander liegen und sich bewegen, zusammen mit Feuchtigkeit und Wärme - zum Beispiel durch Schwitzen. Faktoren, die ein solches feucht-warmes Hautklima begünstigen, erhöhen das Risiko erheblich. Wichtige Risikofaktoren sind Übergewicht, starkes Schwitzen, schlecht belüftete Hautareale, enge Kleidung, Diabetes mellitus, eine geschwächte Immunabwehr, Inkontinenz, Bettlägerigkeit oder auch mangelnde Hautpflege.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt kann feststellen, ob eine Superinfektion mit Hefepilzen oder Bakterien besteht. In diesem Fall können antimykotisch (pilz-bekämpfenden) oder antibakteriell wirksame Salben den Heilungsprozess fördern.
Das kann man selbst tun: Damit sich ein Hautwolf nicht ausbreitet oder wieder auftaucht, ist es wichtig, die betroffenen Hautpartien trocken und sauber zu halten. Das kann helfen:
- Hautfalten regelmäßig mit milden Seifen reinigen und danach sorgfältig trocknen.
- Locker sitzende, atmungsaktive Kleidung aus natürlichen Stoffen tragen.
- Bei stärkerem Schwitzen trockenhaltende Puder oder Antitranspirantien nutzen.
- Luft an die Haut lassen - z. B. durch häufiges Offenhalten der betroffenen Stellen.
- Schutzcremes können zusätzlich den Kontakt der Hautflächen mindern.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.