EPI PEVARYL P.v. Btl. Lösung
18,23 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Lösung — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02787079
- Darreichungsform:
- Lösung (Beutel)
- Packungsgröße:
- 3 x 10 g
- Marke:
- EPI
- Hersteller:
- Karo Healthcare AB
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Reiben Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) ein. Duschen Sie zuvor und reiben Sie dann den Beutelinhalt auf den betroffenen Hautstellen, der feuchten Kopfhaut und der restlichen Körperoberfläche ein. Massieren Sie das Arzneimittel mindestens 3-5 Minuten in die Kopfhaut ein. Der Schaum soll eintrocknen und kann am folgenden Morgen abgespült werden. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Allgemeine Behandlungsdauer 3 Tage, in schweren Fällen 6 Tage. Zur Vorbeugung gegen Rückfälle sollte eine Nachbehandlung nach 1 und 3 Monaten erfolgen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Hautflechte durch Kleienpilz (Pityriasis versicolor)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Beutel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in den Stoffwechsel der Pilze ein, es kommt zu vielen Schäden in der Struktur der Pilze. So wird z.B. die äußere Hülle, die sog. Zellmembran der Pilze in ihrem Aufbau verändert. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder sie sterben durch zusätzliche Schädigungen des Zellinneren direkt ab.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Brennen oder Stechen auf der Haut
- Hautrötung
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Beschwerden an der Anwendungsstelle
- Schwellung an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenprocoumon Butylhydroxyanisol Triamcinolon acetonid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da eventuell häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)
Was ist das? - Definition Die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) ist eine oberflächliche Pilzinfektion der Haut, die durch Hefepilze der Gattung Malassezia verursacht wird. Sie zeigt sich durch helle oder dunkle Flecken, meist am Oberkörper. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und verläuft harmlos, kann aber kosmetisch störend sein und wiederkehren.
Krankheitsbild
Pityriasis versicolor ist eine häufige Hauterkrankung, die durch eine übermäßige Vermehrung des Hefepilzes Malassezia furfur entsteht. Dieser Pilz gehört zur normalen Hautflora und lebt bevorzugt in talgreichen Bereichen wie Rücken, Brust oder Nacken. Bei bestimmten Bedingungen kann er sich stark vermehren und die Pigmentbildung der Haut stören. Die Erkrankung tritt vor allem bei jungen Erwachsenen auf und wird auch als Kleienpilzflechte oder Schwitzpilz bezeichnet. Sie ist nicht ansteckend und betrifft nur die oberste Hautschicht.
Symptome/Verlauf
Die Kleienpilzflechte zeigt sich meist durch fleckige Hautveränderungen, die sich langsam entwickeln. Typische Merkmale sind:
- helle oder dunkle, scharf begrenzte Flecken
- feine Schuppung der betroffenen Hautstellen
- kein Juckreiz oder nur leichter Juckreiz
- Veränderungen besonders bei Wärme oder Schwitzen sichtbar
- Flecken verblassen im Winter, treten im Sommer verstärkt auf
Die Flecken können sich ausbreiten, bleiben aber meist auf den Oberkörper beschränkt. Nach Abheilung kann die Hautfarbe vorübergehend ungleichmäßig bleiben. Die Erkrankung verläuft chronisch wiederkehrend, ist aber harmlos.
Folgen/Komplikationen
Die Kleienpilzflechte verursacht keine körperlichen Schäden. Komplikationen sind selten. Die größte Belastung ist meist kosmetischer Natur, da die Flecken auffällig sein können. In seltenen Fällen kann die Erkrankung psychisch belasten, etwa durch Unsicherheit im sozialen Umfeld. Bei sehr ausgedehntem Befall oder häufigem Wiederauftreten kann eine systemische Behandlung notwendig werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die übermäßige Vermehrung von Malassezia wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme, vermehrtes Schwitzen, fettige Haut, hormonelle Veränderungen, Immunschwäche oder bestimmte Hauterkrankungen sowie eine genetische Veranlagung. Auch Stress und bestimmte Pflegeprodukte können das Hautmilieu beeinflussen und die Vermehrung fördern. Die Erkrankung tritt häufiger in tropischen oder feuchtwarmen Klimazonen auf.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Kleienpilzflechte mit antimykotischen Cremes, Shampoos oder Lösungen behandeln. Die wichtigsten Wirkstoffgruppen sind Azole und Ciclopirox. Bei ausgedehntem oder wiederkehrendem Befall können Tabletten notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Hautpflege, das Vermeiden von übermäßiger Feuchtigkeit und das Tragen atmungsaktiver Kleidung beugt vor. Auch das Verwenden von speziellen medizinischen Shampoos kann helfen. Wenn die Flecken nicht verschwinden oder sich ausbreiten, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung reicht dann nicht mehr aus.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Lösung — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02787079
- Darreichungsform:
- Lösung (Beutel)
- Packungsgröße:
- 3 x 10 g
- Marke:
- EPI
- Hersteller:
- Karo Healthcare AB
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Reiben Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) ein. Duschen Sie zuvor und reiben Sie dann den Beutelinhalt auf den betroffenen Hautstellen, der feuchten Kopfhaut und der restlichen Körperoberfläche ein. Massieren Sie das Arzneimittel mindestens 3-5 Minuten in die Kopfhaut ein. Der Schaum soll eintrocknen und kann am folgenden Morgen abgespült werden. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Allgemeine Behandlungsdauer 3 Tage, in schweren Fällen 6 Tage. Zur Vorbeugung gegen Rückfälle sollte eine Nachbehandlung nach 1 und 3 Monaten erfolgen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Hautflechte durch Kleienpilz (Pityriasis versicolor)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Beutel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in den Stoffwechsel der Pilze ein, es kommt zu vielen Schäden in der Struktur der Pilze. So wird z.B. die äußere Hülle, die sog. Zellmembran der Pilze in ihrem Aufbau verändert. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder sie sterben durch zusätzliche Schädigungen des Zellinneren direkt ab.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Brennen oder Stechen auf der Haut
- Hautrötung
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Beschwerden an der Anwendungsstelle
- Schwellung an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da eventuell häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)
Was ist das? - Definition Die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) ist eine oberflächliche Pilzinfektion der Haut, die durch Hefepilze der Gattung Malassezia verursacht wird. Sie zeigt sich durch helle oder dunkle Flecken, meist am Oberkörper. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und verläuft harmlos, kann aber kosmetisch störend sein und wiederkehren.
Krankheitsbild
Pityriasis versicolor ist eine häufige Hauterkrankung, die durch eine übermäßige Vermehrung des Hefepilzes Malassezia furfur entsteht. Dieser Pilz gehört zur normalen Hautflora und lebt bevorzugt in talgreichen Bereichen wie Rücken, Brust oder Nacken. Bei bestimmten Bedingungen kann er sich stark vermehren und die Pigmentbildung der Haut stören. Die Erkrankung tritt vor allem bei jungen Erwachsenen auf und wird auch als Kleienpilzflechte oder Schwitzpilz bezeichnet. Sie ist nicht ansteckend und betrifft nur die oberste Hautschicht.
Symptome/Verlauf
Die Kleienpilzflechte zeigt sich meist durch fleckige Hautveränderungen, die sich langsam entwickeln. Typische Merkmale sind:
- helle oder dunkle, scharf begrenzte Flecken
- feine Schuppung der betroffenen Hautstellen
- kein Juckreiz oder nur leichter Juckreiz
- Veränderungen besonders bei Wärme oder Schwitzen sichtbar
- Flecken verblassen im Winter, treten im Sommer verstärkt auf
Die Flecken können sich ausbreiten, bleiben aber meist auf den Oberkörper beschränkt. Nach Abheilung kann die Hautfarbe vorübergehend ungleichmäßig bleiben. Die Erkrankung verläuft chronisch wiederkehrend, ist aber harmlos.
Folgen/Komplikationen
Die Kleienpilzflechte verursacht keine körperlichen Schäden. Komplikationen sind selten. Die größte Belastung ist meist kosmetischer Natur, da die Flecken auffällig sein können. In seltenen Fällen kann die Erkrankung psychisch belasten, etwa durch Unsicherheit im sozialen Umfeld. Bei sehr ausgedehntem Befall oder häufigem Wiederauftreten kann eine systemische Behandlung notwendig werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die übermäßige Vermehrung von Malassezia wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme, vermehrtes Schwitzen, fettige Haut, hormonelle Veränderungen, Immunschwäche oder bestimmte Hauterkrankungen sowie eine genetische Veranlagung. Auch Stress und bestimmte Pflegeprodukte können das Hautmilieu beeinflussen und die Vermehrung fördern. Die Erkrankung tritt häufiger in tropischen oder feuchtwarmen Klimazonen auf.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Kleienpilzflechte mit antimykotischen Cremes, Shampoos oder Lösungen behandeln. Die wichtigsten Wirkstoffgruppen sind Azole und Ciclopirox. Bei ausgedehntem oder wiederkehrendem Befall können Tabletten notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Hautpflege, das Vermeiden von übermäßiger Feuchtigkeit und das Tragen atmungsaktiver Kleidung beugt vor. Auch das Verwenden von speziellen medizinischen Shampoos kann helfen. Wenn die Flecken nicht verschwinden oder sich ausbreiten, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung reicht dann nicht mehr aus.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.