ESPRANOR 8 mg Lyophilisat zum Einnehmen
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Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
- Bestellen Sie das Medikament ganz einfach online
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Pharmazeutische Informationen
Lyophilisat zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17627329
- Darreichungsform:
- Lyophilisat zum Einnehmen (Schmelztabletten)
- Packungsgröße:
- 7 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 8 mg
- Marke:
- ESPRANOR
- Hersteller:
- ETHYPHARM GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Lutschen Sie das Arzneimittel langsam oder lassen Sie es im Mund zergehen. Legen Sie es dafür bis zum vollständigen Auflösen auf die Zunge. In den folgenden 2 Minuten sollten Sie nicht schlucken und in den ersten 5 Minuten nach der Anwendung sollten Sie nichts essen oder trinken.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu einer Atemschwäche, die zum Atemstillstand und zum Tod führen kann, Schläfrigkeit, Sehschwäche, Pupillenengstellung, niedrigem Blutdruck, Übelkeit, Erbrechen und/oder Sprachstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Ersatz bei Drogensucht (Opioide)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Buprenorphin gehört zur Gruppe der so genannten opioiden Schmerzmittel und hat eine schmerzstillende Wirkung. Der Wirkstoff bindet an spezielle Bindungsstellen (die so genannten Opiat-Rezeptoren). Buprenorphin setzt die Schmerzempfindung im Rückenmark und im Gehirn herab. Dadurch lindert der Wirkstoff starke bis sehr starke Schmerzen und unterdrückt zudem bei Opioid-abhängigen Personen Entzugssymptome.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Schwitzen
- Allgemeine Schwäche
- Entzugssyndrom beim Medikamentenmissbrauch
- Schmerzen
- Entzündung der Bronchien
- Infektionen
- Grippe
- Rachenentzündung
- Schnupfen
- Vergrößerung der Lymphknoten
- Appetitlosigkeit
- Innere Unruhe
- Angst
- Depression
- Feindseligkeit
- Nervosität
- Benommenheit
- Wahnhafte Störung mit Misstrauen
- Ungewöhnliches Denken
- Drehschwindel
- Schwindelgefühl
- Bluthochdruck
- Migräne
- Missempfindungen
- Schläfrigkeit
- Ohnmachtsanfall
- Zittern
- Störung der Tränensekrektion
- Pupillenerweiterung
- Verlängerung der QT-Dauer (Abweichung im EKG)
- Herzklopfen
- Blutdruckabfall durch Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
- Gefäßerweiterung
- Nasenfluss
- Husten
- Kurzatmigkeit
- Gähnen
- Verstopfung
- Durchfall
- Mundtrockenheit
- Verdauungsbeschwerden
- Störung im Magen-Darm-Trakt
- Blähungen
- Zahnerkrankungen
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Hautausschlag
- Gelenkschmerzen
- Rückenschmerzen
- Knochenschmerzen
- Muskelkrampf
- Muskelschmerzen
- Nackenschmerzen
- Schmerzhafte Monatsblutung (Dysmenorrhoe)
- Brustschmerz
- Schüttelfrost
- Unwohlsein
- Peripheres Ödem (Wassereinlagerung)
- Fieber
- Sinnestäuschung
- Atemschwäche
- Lebernekrose
- Leberentzündung (Hepatitis)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwere Atemschwäche
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
- Akute Alkoholsucht
- Bewusstseinseintrübung als Entzugssyndrom bei Alkoholkrankheit
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 15 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Jugendliche von 15 bis 18 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 20 × 69 × 131 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
- Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Das Arzneimittel kann Symptome verschleiern, die auf eine schwerwiegende Erkrankung hindeuten. Lassen Sie deshalb länger anhaltende Beschwerden vor Einnahme des Arzneimittels von Ihrem Arzt abklären.
- Das Arzneimittel enthält einen Stoff, der bei Kindern zu schwersten Vergiftungen führen kann. Achten Sie deshalb ganz besonders auf eine sichere Verwahrung vor Kindern, auch bei evtl. Resten nach der Anwendung und Verpackungen.
- Das Arzneimittel darf nur unter strikter medizinischer Überwachung angewendet werden.
- Aspartam/Phenylalanin kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkohol, auch in Speisen, Mischgetränken oder Medikamenten, muss unter allen Umständen während der Behandlung mit dem Medikament und eventuell bis zu 2 Wochen danach vermieden werden. Es kann zu lebensbedrohlichen Situationen, wie Atemnot und Blutdruckabfall, kommen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird im Rahmen medizinischer, sozialer und psychologischer Maßnahmen angewendet.
Entzugssyndrom
Was ist das? - Definition Entzugssyndrom bezeichnet körperliche und psychische Beschwerden, die auftreten, wenn eine Substanz, zum Beispiel Alkohol, Medikamente oder Drogen, nach regelmäßiger Einnahme plötzlich abgesetzt oder stark reduziert wird. Der Körper hat sich an den Stoff gewöhnt und reagiert auf das Fehlen mit Stresssymptomen.
Krankheitsbild
Viele Substanzen beeinflussen das Gehirn und das Nervensystem. Bei längerem oder häufigem Konsum passt sich der Körper an. Wird die Substanz dann nicht mehr zugeführt, gerät dieses Gleichgewicht aus dem Takt. Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt von der Art der Substanz, der eingenommenen Menge, der Dauer des Konsums und vom allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Ein Entzug kann zum Beispiel nach regelmäßigem Alkoholkonsum, nach der Einnahme von Opioiden in der Schmerztherapie, bei Cannabis- oder Kokainkonsum sowie nach täglichem Konsum von Nikotin oder größeren Mengen Koffein auftreten. Nicht jeder Entzug bedeutet automatisch eine Suchterkrankung. Bei Opioiden kann beispielsweise auch eine medizinisch notwendige Dosisreduktion Entzugssymptome auslösen.
Symptome / Verlauf
Zu körperlichen Entzugssymptomen zählen:
- -Übelkeit und Erbrechen
- -Zittern, Schweißausbrüche oder Frieren
- -Kreislauf-Probleme oder Herzrasen
- -Kopfschmerzen
- -Muskel- und Gliederschmerzen
Zu psychischen Symptomen zählen:
- -Innere Unruhe
- -Angst
- -Schlafstörungen
- -Konzentrationsprobleme
- -Reizbarkeit
- -Halluzinationen
- -Gedrückte Stimmung
- -Starkes Verlangen nach der Substanz (Craving)
Je nach Substanz können sehr unterschiedliche Symptome im Vordergrund stehen: Beim Alkoholentzug können Zittern, starkes Schwitzen und in schweren Fällen Verwirrtheit oder Krampfanfälle auftreten. Beim Opioidentzug stehen starkes Substanzverlangen und grippeähnliche Beschwerden mit Muskel- und Bauchschmerzen im Vordergrund. Nach Kokainkonsum kommt es häufig zu einem "Crash" mit Erschöpfung und depressiver Stimmung. Bei Nikotin- oder Koffeinentzug sind Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme typisch.
Die Beschwerden beginnen meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen nach dem Absetzen. Manche Entzüge verlaufen mild und klingen nach einigen Tagen ab, andere können mehrere Wochen anhalten.
Folgen / Komplikationen
Die Entzugsbeschwerden können sehr ausgeprägt sein, unter Umständen sogar lebensbedrohlich. Insbesondere beim Alkoholentzug können Krampfanfälle oder ein sogenanntes Delir mit Verwirrtheit und Kreislaufproblemen auftreten. Das ist ein medizinischer Notfall. Auch starke depressive Einbrüche, etwa nach Kokainkonsum, können gefährlich werden, vor allem wenn Suizidgedanken auftreten. Bei schweren körperlichen Vorerkrankungen, etwa Herz- oder Leberproblemen, kann ein Entzug zusätzlich belastend sein. Deshalb sollte ein Entzug am besten unter ärztlicher Aufsicht oder in Spezialkliniken durchgeführt werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Ein Entzug entsteht, weil sich das Gehirn an die regelmäßige Wirkung einer Substanz angepasst hat. Fällt diese Wirkung plötzlich weg, reagiert das Nervensystem mit Über- oder Untererregung. Risikofaktoren sind ein längerer und regelmäßiger Konsum, hohe Dosierungen, Mischkonsum mehrerer Substanzen sowie psychische oder körperliche Vorerkrankungen. Auch ein abruptes Absetzen ohne ärztliche Begleitung erhöht das Risiko für stärkere Beschwerden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zunächst schätzt der Arzt ein, wie schwer der Entzug voraussichtlich verläuft und ob eine ambulante Begleitung ausreicht oder eine stationäre Behandlung sinnvoll ist. Bei Bedarf werden Medikamente eingesetzt, um Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu verhindern. Bei Alkoholentzug erfolgt die Behandlung häufig unter engmaschiger Überwachung. Zudem wird gemeinsam ein Plan zur weiteren Behandlung oder Rückfallvorbeugung erstellt.
Das kann man selbst tun: Bei starken oder unsicheren Symptomen sollte man ärztlichen Rat einholen und riskante Substanzen, insbesondere Alkohol, nicht eigenständig abrupt absetzen. Unterstützend helfen ausreichend Flüssigkeit, regelmäßige Mahlzeiten, feste Schlafzeiten und Schonung. Wichtig ist außerdem soziale Unterstützung, etwa durch Familie, Freunde oder Beratungsstellen. Bei Verwirrtheit, Krampfanfällen oder Suizidgedanken sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Lyophilisat zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17627329
- Darreichungsform:
- Lyophilisat zum Einnehmen (Schmelztabletten)
- Packungsgröße:
- 7 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 8 mg
- Marke:
- ESPRANOR
- Hersteller:
- ETHYPHARM GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Lutschen Sie das Arzneimittel langsam oder lassen Sie es im Mund zergehen. Legen Sie es dafür bis zum vollständigen Auflösen auf die Zunge. In den folgenden 2 Minuten sollten Sie nicht schlucken und in den ersten 5 Minuten nach der Anwendung sollten Sie nichts essen oder trinken.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu einer Atemschwäche, die zum Atemstillstand und zum Tod führen kann, Schläfrigkeit, Sehschwäche, Pupillenengstellung, niedrigem Blutdruck, Übelkeit, Erbrechen und/oder Sprachstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Ersatz bei Drogensucht (Opioide)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Buprenorphin gehört zur Gruppe der so genannten opioiden Schmerzmittel und hat eine schmerzstillende Wirkung. Der Wirkstoff bindet an spezielle Bindungsstellen (die so genannten Opiat-Rezeptoren). Buprenorphin setzt die Schmerzempfindung im Rückenmark und im Gehirn herab. Dadurch lindert der Wirkstoff starke bis sehr starke Schmerzen und unterdrückt zudem bei Opioid-abhängigen Personen Entzugssymptome.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Schwitzen
- Allgemeine Schwäche
- Entzugssyndrom beim Medikamentenmissbrauch
- Schmerzen
- Entzündung der Bronchien
- Infektionen
- Grippe
- Rachenentzündung
- Schnupfen
- Vergrößerung der Lymphknoten
- Appetitlosigkeit
- Innere Unruhe
- Angst
- Depression
- Feindseligkeit
- Nervosität
- Benommenheit
- Wahnhafte Störung mit Misstrauen
- Ungewöhnliches Denken
- Drehschwindel
- Schwindelgefühl
- Bluthochdruck
- Migräne
- Missempfindungen
- Schläfrigkeit
- Ohnmachtsanfall
- Zittern
- Störung der Tränensekrektion
- Pupillenerweiterung
- Verlängerung der QT-Dauer (Abweichung im EKG)
- Herzklopfen
- Blutdruckabfall durch Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
- Gefäßerweiterung
- Nasenfluss
- Husten
- Kurzatmigkeit
- Gähnen
- Verstopfung
- Durchfall
- Mundtrockenheit
- Verdauungsbeschwerden
- Störung im Magen-Darm-Trakt
- Blähungen
- Zahnerkrankungen
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Hautausschlag
- Gelenkschmerzen
- Rückenschmerzen
- Knochenschmerzen
- Muskelkrampf
- Muskelschmerzen
- Nackenschmerzen
- Schmerzhafte Monatsblutung (Dysmenorrhoe)
- Brustschmerz
- Schüttelfrost
- Unwohlsein
- Peripheres Ödem (Wassereinlagerung)
- Fieber
- Sinnestäuschung
- Atemschwäche
- Lebernekrose
- Leberentzündung (Hepatitis)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwere Atemschwäche
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
- Akute Alkoholsucht
- Bewusstseinseintrübung als Entzugssyndrom bei Alkoholkrankheit
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 15 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Jugendliche von 15 bis 18 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 20 × 69 × 131 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
- Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Das Arzneimittel kann Symptome verschleiern, die auf eine schwerwiegende Erkrankung hindeuten. Lassen Sie deshalb länger anhaltende Beschwerden vor Einnahme des Arzneimittels von Ihrem Arzt abklären.
- Das Arzneimittel enthält einen Stoff, der bei Kindern zu schwersten Vergiftungen führen kann. Achten Sie deshalb ganz besonders auf eine sichere Verwahrung vor Kindern, auch bei evtl. Resten nach der Anwendung und Verpackungen.
- Das Arzneimittel darf nur unter strikter medizinischer Überwachung angewendet werden.
- Aspartam/Phenylalanin kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkohol, auch in Speisen, Mischgetränken oder Medikamenten, muss unter allen Umständen während der Behandlung mit dem Medikament und eventuell bis zu 2 Wochen danach vermieden werden. Es kann zu lebensbedrohlichen Situationen, wie Atemnot und Blutdruckabfall, kommen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird im Rahmen medizinischer, sozialer und psychologischer Maßnahmen angewendet.
Entzugssyndrom
Was ist das? - Definition Entzugssyndrom bezeichnet körperliche und psychische Beschwerden, die auftreten, wenn eine Substanz, zum Beispiel Alkohol, Medikamente oder Drogen, nach regelmäßiger Einnahme plötzlich abgesetzt oder stark reduziert wird. Der Körper hat sich an den Stoff gewöhnt und reagiert auf das Fehlen mit Stresssymptomen.
Krankheitsbild
Viele Substanzen beeinflussen das Gehirn und das Nervensystem. Bei längerem oder häufigem Konsum passt sich der Körper an. Wird die Substanz dann nicht mehr zugeführt, gerät dieses Gleichgewicht aus dem Takt. Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt von der Art der Substanz, der eingenommenen Menge, der Dauer des Konsums und vom allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Ein Entzug kann zum Beispiel nach regelmäßigem Alkoholkonsum, nach der Einnahme von Opioiden in der Schmerztherapie, bei Cannabis- oder Kokainkonsum sowie nach täglichem Konsum von Nikotin oder größeren Mengen Koffein auftreten. Nicht jeder Entzug bedeutet automatisch eine Suchterkrankung. Bei Opioiden kann beispielsweise auch eine medizinisch notwendige Dosisreduktion Entzugssymptome auslösen.
Symptome / Verlauf
Zu körperlichen Entzugssymptomen zählen:
- -Übelkeit und Erbrechen
- -Zittern, Schweißausbrüche oder Frieren
- -Kreislauf-Probleme oder Herzrasen
- -Kopfschmerzen
- -Muskel- und Gliederschmerzen
Zu psychischen Symptomen zählen:
- -Innere Unruhe
- -Angst
- -Schlafstörungen
- -Konzentrationsprobleme
- -Reizbarkeit
- -Halluzinationen
- -Gedrückte Stimmung
- -Starkes Verlangen nach der Substanz (Craving)
Je nach Substanz können sehr unterschiedliche Symptome im Vordergrund stehen: Beim Alkoholentzug können Zittern, starkes Schwitzen und in schweren Fällen Verwirrtheit oder Krampfanfälle auftreten. Beim Opioidentzug stehen starkes Substanzverlangen und grippeähnliche Beschwerden mit Muskel- und Bauchschmerzen im Vordergrund. Nach Kokainkonsum kommt es häufig zu einem "Crash" mit Erschöpfung und depressiver Stimmung. Bei Nikotin- oder Koffeinentzug sind Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme typisch.
Die Beschwerden beginnen meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen nach dem Absetzen. Manche Entzüge verlaufen mild und klingen nach einigen Tagen ab, andere können mehrere Wochen anhalten.
Folgen / Komplikationen
Die Entzugsbeschwerden können sehr ausgeprägt sein, unter Umständen sogar lebensbedrohlich. Insbesondere beim Alkoholentzug können Krampfanfälle oder ein sogenanntes Delir mit Verwirrtheit und Kreislaufproblemen auftreten. Das ist ein medizinischer Notfall. Auch starke depressive Einbrüche, etwa nach Kokainkonsum, können gefährlich werden, vor allem wenn Suizidgedanken auftreten. Bei schweren körperlichen Vorerkrankungen, etwa Herz- oder Leberproblemen, kann ein Entzug zusätzlich belastend sein. Deshalb sollte ein Entzug am besten unter ärztlicher Aufsicht oder in Spezialkliniken durchgeführt werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Ein Entzug entsteht, weil sich das Gehirn an die regelmäßige Wirkung einer Substanz angepasst hat. Fällt diese Wirkung plötzlich weg, reagiert das Nervensystem mit Über- oder Untererregung. Risikofaktoren sind ein längerer und regelmäßiger Konsum, hohe Dosierungen, Mischkonsum mehrerer Substanzen sowie psychische oder körperliche Vorerkrankungen. Auch ein abruptes Absetzen ohne ärztliche Begleitung erhöht das Risiko für stärkere Beschwerden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zunächst schätzt der Arzt ein, wie schwer der Entzug voraussichtlich verläuft und ob eine ambulante Begleitung ausreicht oder eine stationäre Behandlung sinnvoll ist. Bei Bedarf werden Medikamente eingesetzt, um Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu verhindern. Bei Alkoholentzug erfolgt die Behandlung häufig unter engmaschiger Überwachung. Zudem wird gemeinsam ein Plan zur weiteren Behandlung oder Rückfallvorbeugung erstellt.
Das kann man selbst tun: Bei starken oder unsicheren Symptomen sollte man ärztlichen Rat einholen und riskante Substanzen, insbesondere Alkohol, nicht eigenständig abrupt absetzen. Unterstützend helfen ausreichend Flüssigkeit, regelmäßige Mahlzeiten, feste Schlafzeiten und Schonung. Wichtig ist außerdem soziale Unterstützung, etwa durch Familie, Freunde oder Beratungsstellen. Bei Verwirrtheit, Krampfanfällen oder Suizidgedanken sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.