ESPUMISAN Emulsion f. bildgebende Diagnostik
42,95 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Emulsion — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01874681
- Darreichungsform:
- Emulsion (Emulsion)
- Packungsgröße:
- 250 ml
- Marke:
- ESPUMISAN
- Hersteller:
- BERLIN-CHEMIE AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein. Sie können das Arzneimittel aber auch mit Wasser oder Tee verdünnen. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Übermäßige Gasbildung im Magen-Darm-Bereich, verstärkte Gasbildung nach Operationen und Säuglingskolik: Für die Behandlung stehen geeignetere Darreichungsformen zur Verfügung.
Zur Vorbereitung bildgebender Untersuchungen: Das Arzneimittel wird entsprechend der geplanten Untersuchung von Ihrem Arzt dosiert.
Spülmittelvergiftungen: Da es sich um einen Notfall handelt, erfolgt die Dosierung individuell und durch einen Arzt.
Anwendungsgebiete
- Übermäßige Gasbildung im Magen-Darm-Bereich, wie z.B. Blähungen
- Säuglingskolik - (Bauchkrämpfe beim Säugling)
- Erleichterung bildgebender Untersuchungen im Bauchbereich
- Vergiftungen mit Spülmitteln
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hilft gegen Blähungen. Diese werden durch aufgestaute Gase im Magen-Darm-Trakt verursacht, die in Form eines feinen Schaums vorliegen. Der Wirkstoff fördert den Abgang der Gase, indem er diesen Schaum zerstört.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 460 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 65 × 180 × 80 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Cyclamat (E-Nummer E 952)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Levothyroxin natrium Dimeticon 350 Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Reizdarm-Syndrom
Was ist das? - Definition Ein Reizdarm ist eine chronische Funktionsstörung des Darms, bei der wiederkehrende Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlveränderungen auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie Entzündungen oder Tumoren vorliegt. Die Erkrankung ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich.
Krankheitsbild
Der Reizdarm gehört zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen im Darm entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Regulation der Darmbewegung und eine erhöhte Empfindlichkeit vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Reizdarm kann in verschiedenen Formen auftreten: mit Durchfall, mit Verstopfung oder mit einem Wechsel zwischen beiden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind oft belastend und können die Lebensqualität stark einschränken. Typisch sind:
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Blähungen und Völlegefühl
- Veränderte Stuhlgewohnheiten wie Durchfall oder Verstopfung
- Gefühl unvollständiger Darmentleerung
- Schleim im Stuhl
- Dringender Stuhldrang Die Symptome treten häufig in Schüben auf und können durch Stress, bestimmte Lebensmittel oder hormonelle Veränderungen verstärkt werden. Oft bessern sie sich nach dem Stuhlgang.
Folgen/KomplikationenEin Reizdarm ist nicht lebensbedrohlich und verursacht keine bleibenden Schäden am Darm. Dennoch kann die Erkrankung zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Viele Betroffene leiden unter sozialer Unsicherheit, Schlafstörungen oder psychischen Belastungen. In seltenen Fällen kann es durch starke Vermeidung bestimmter Lebensmittel zu Mangelerscheinungen kommen. Wichtig ist, Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Fieber oder ungewollten Gewichtsverlust ernst zu nehmen, da sie auf andere Erkrankungen hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen eine gestörte Darmbewegung, eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Darm, Veränderungen der Darmflora, Stress, psychische Belastungen, frühere Magen-Darm-Infektionen sowie eine genetische Veranlagung. Auch eine gestörte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn spielt eine Rolle. Häufig lässt sich kein einzelner Auslöser benennen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen andere Erkrankungen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: krampflösende Mittel zur Linderung von Schmerzen, Ballaststoffe oder osmotische Abführmittel bei Verstopfung, Mittel gegen Durchfall sowie in manchen Fällen Antidepressiva zur Regulierung der Darmnerven.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine reizdarmgerechte Ernährung, Bewegung und ein Symptomtagebuch tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden stark zunehmen, neue Symptome auftreten oder die Lebensqualität erheblich leidet. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Blähungen (Meteorismus)
Was ist das? - Definition Bei Blähungen handelt es sich um eine vermehrte Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Der Bauch ist aufgebläht und kann schmerzen.
Krankheitsbild
Ein geblähter Bauch, Druckgefühl und häufige "Winde"
- all das sind typische Zeichen für Blähungen, auch Meteorismus genannt. Rund jeder fünfte Erwachsene leidet regelmäßig darunter. Ursache ist eine vermehrte Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Diese entsteht entweder durch die natürliche Verdauung, durch verschluckte Luft oder durch Bakterien im Darm. Obwohl gelegentliche Blähungen normal sind, können sie in manchen Fällen auf eine Erkrankung hinweisen.
Symptome/Verlauf
Blähungen äußern sich meist durch unangenehmen Druck im Bauchraum. Der Bauch kann hart und sichtbar aufgetrieben sein. Begleitet wird dies oft von Schmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen können, sowie von häufigerem Abgang von Darmgasen. Solange das natürliche Gleichgewicht zwischen Gasbildung und
- -ausscheidung funktioniert, bemerken wir davon kaum etwas. Störungen in diesem Ablauf, etwa durch bestimmte Lebensmittel oder Krankheiten, führen jedoch zu Beschwerden.
Folgen/Komplikationen
Blähungen sind meist harmlos, können aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen
- insbesondere, wenn sie regelmäßig oder über Wochen auftreten. Dauerhafte Beschwerden sollten ernst genommen und durch den Arzt untersucht werden, da sie auf eine zugrunde liegende Störung wie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, ein Reizdarmsyndrom oder eine chronisch
- -entzündliche Darmerkrankung hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Viele Auslöser für Blähungen sind harmlos: Zu hastiges Essen, kohlensäurehaltige Getränke oder blähende Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte. Auch Zuckeraustauschstoffe in zuckerfreien Bonbons (Sorbit, Xylit) haben eine blähende Wirkung. Auch Medikamente wie Antibiotika, Schmerzmittel oder Abführmittel können Blähungen fördern.
Darüber hinaus kommen bestimmte Erkrankungen infrage, zum Beispiel:
- -Reizdarmsyndrom
- -Laktose- oder Fruktoseintoleranz
- -Zöliakie oder Weizensensitivität
- -Morbus Crohn, Divertikel oder Reizmagen
- -Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms
- -Verdauungsstörungen bei Diabetes
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Oft helfen einfache Maßnahmen: langsam essen, gut kauen, blähende Lebensmittel meiden, Zuckeraustauschstoffe reduzieren und sich regelmäßig bewegen. Entblähende Tees (zum Beispiel mit Fenchel oder Kümmel) und Wärme tun gut. Auch andere blähungstreibende Präparate aus der Apotheke können die Beschwerden lindern. Das Apothekenteam berät gerne zur passenden Auswahl.
Was der Arzt tun kann:
Halten die Beschwerden an, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Nach einem ausführlichen Gespräch und körperlicher Untersuchung können weitere Tests (zum Beispiel Atemtest, Ultraschall oder Blutuntersuchung) helfen, die Ursache zu finden. Bei Verdacht auf Unverträglichkeiten unterstützt ein Ernährungstagebuch die Diagnose. Je nach Ergebnis erfolgt eine gezielte Behandlung der Grunderkrankung.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Milchunverträglichkeit
Was ist das? - Definition Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit, auch Laktoseintoleranz genannt, können Betroffene den mit Milch und Milchprodukten aufgenommenen Milchzucker (Laktose) im Darm nicht ausreichend verdauen. Sie reagieren nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten mit Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen.
Krankheitsbild
Bei Menschen, die eine Laktoseintoleranz haben, wird ein wichtiges Enzym, die Laktase, nicht oder nicht in ausreichender Menge produziert. Der mit Milch und Milchprodukten aufgenommene Milchzucker (Laktose) kann deshalb im Darm nicht ausreichend verdaut werden. In der Folge kommt es zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen. Die Unverträglichkeit ist keine Allergie: Kleine Mengen Milchzucker werden oft noch vertragen. Wie viel individuell möglich ist, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.
Laktoseintoleranz ist weltweit verbreitet. In Europa sind etwa 5 bis 15 Prozent der Menschen betroffen, deutlich häufiger tritt sie in Afrika und Ostasien auf. Meist entwickelt sie sich erst im Jugend- oder Erwachsenenalter.
Symptome / Verlauf
Die Beschwerden setzen meist kurze Zeit nach dem Verzehr laktosehaltiger Lebensmittel ein, oft innerhalb von 30 Minuten bis wenigen Stunden. Typisch sind Verdauungsprobleme wie ein aufgeblähter Bauch, Völlegefühl, Bauchschmerzen und Krämpfe sowie vermehrte Blähungen. Häufig kommt es auch zu Durchfall, manchmal treten zudem Übelkeit oder Verstopfung auf.
Die Stärke der Symptome hängt vor allem davon ab, wie viel Milchzucker aufgenommen wurde und wie gut der Körper ihn noch verarbeiten kann. Viele Betroffene lernen mit der Zeit, ihre persönliche Verträglichkeitsgrenze einzuschätzen.
Folgen / Komplikationen
Die Laktoseintoleranz selbst ist nicht gefährlich. Allerdings können die Beschwerden die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen, wenn sie häufig auftreten.
Wer dauerhaft auf Milchprodukte verzichtet, sollte darauf achten, genügend Kalzium aufzunehmen. Ein Mangel kann langfristig die Knochengesundheit beeinträchtigen. Wichtig ist außerdem, die Diagnose ärztlich abklären zu lassen. Ein Laktasemangel kann auch durch andere Krankheiten wie Zöliakie oder Morbus Crohn entstehen.
Ursachen / Risikofaktoren
Bei gesunden Menschen spaltet das Enzym Laktase im Dünndarm den Milchzucker in verwertbare Bestandteile. Fehlt dieses Enzym ganz oder teilweise, gelangt unverdauter Milchzucker in den Dickdarm. Dort wird er von Bakterien vergoren, wodurch Gase und andere Stoffe entstehen, die die typischen Beschwerden auslösen.
Die häufigste Form ist erblich bedingt: Nach der Kindheit nimmt die Produktion von Laktase natürlicherweise ab. Bei manchen Menschen reicht die verbleibende Menge nicht mehr aus, um größere Mengen Milchzucker zu verdauen. Seltener entsteht eine Laktoseintoleranz als Folge anderer Erkrankungen des Darms, etwa bei Entzündungen oder Schädigungen der Darmschleimhaut. In diesen Fällen kann sie sich wieder bessern, wenn die Grunderkrankung behandelt wird.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zur Abklärung können verschiedene Tests eingesetzt werden, zum Beispiel ein Atemtest ein Laktose-Toleranz-Test oder einem Diät - oder Auslassungstest. Wichtig ist dabei, dass typische Beschwerden auftreten, um die Diagnose zu sichern. Bei Bedarf wird auch geprüft, ob eine andere Erkrankung hinter den Beschwerden steckt.
Das kann man selbst tun: Im Alltag hilft es, die Ernährung anzupassen und die individuell verträgliche Menge an Milchzucker herauszufinden. Oft ist es nicht nötig, komplett auf Milchprodukte zu verzichten. Kleine Mengen werden häufig gut vertragen, besonders zusammen mit anderen Lebensmitteln.
Zudem sollte auf eine ausreichende Kalziumzufuhr geachtet werden, etwa über grünes Gemüse, kalziumreiches Mineralwasser oder gereifte Käsesorten wie Parmesan oder alter Gouda, die wenig Laktose enthalten.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Emulsion — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01874681
- Darreichungsform:
- Emulsion (Emulsion)
- Packungsgröße:
- 250 ml
- Marke:
- ESPUMISAN
- Hersteller:
- BERLIN-CHEMIE AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein. Sie können das Arzneimittel aber auch mit Wasser oder Tee verdünnen. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Übermäßige Gasbildung im Magen-Darm-Bereich, verstärkte Gasbildung nach Operationen und Säuglingskolik: Für die Behandlung stehen geeignetere Darreichungsformen zur Verfügung.
Zur Vorbereitung bildgebender Untersuchungen: Das Arzneimittel wird entsprechend der geplanten Untersuchung von Ihrem Arzt dosiert.
Spülmittelvergiftungen: Da es sich um einen Notfall handelt, erfolgt die Dosierung individuell und durch einen Arzt.
Anwendungsgebiete
- Übermäßige Gasbildung im Magen-Darm-Bereich, wie z.B. Blähungen
- Säuglingskolik - (Bauchkrämpfe beim Säugling)
- Erleichterung bildgebender Untersuchungen im Bauchbereich
- Vergiftungen mit Spülmitteln
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hilft gegen Blähungen. Diese werden durch aufgestaute Gase im Magen-Darm-Trakt verursacht, die in Form eines feinen Schaums vorliegen. Der Wirkstoff fördert den Abgang der Gase, indem er diesen Schaum zerstört.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 460 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 65 × 180 × 80 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Cyclamat (E-Nummer E 952)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Reizdarm-Syndrom
Was ist das? - Definition Ein Reizdarm ist eine chronische Funktionsstörung des Darms, bei der wiederkehrende Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlveränderungen auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie Entzündungen oder Tumoren vorliegt. Die Erkrankung ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich.
Krankheitsbild
Der Reizdarm gehört zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen im Darm entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Regulation der Darmbewegung und eine erhöhte Empfindlichkeit vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Reizdarm kann in verschiedenen Formen auftreten: mit Durchfall, mit Verstopfung oder mit einem Wechsel zwischen beiden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind oft belastend und können die Lebensqualität stark einschränken. Typisch sind:
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Blähungen und Völlegefühl
- Veränderte Stuhlgewohnheiten wie Durchfall oder Verstopfung
- Gefühl unvollständiger Darmentleerung
- Schleim im Stuhl
- Dringender Stuhldrang Die Symptome treten häufig in Schüben auf und können durch Stress, bestimmte Lebensmittel oder hormonelle Veränderungen verstärkt werden. Oft bessern sie sich nach dem Stuhlgang.
Folgen/KomplikationenEin Reizdarm ist nicht lebensbedrohlich und verursacht keine bleibenden Schäden am Darm. Dennoch kann die Erkrankung zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Viele Betroffene leiden unter sozialer Unsicherheit, Schlafstörungen oder psychischen Belastungen. In seltenen Fällen kann es durch starke Vermeidung bestimmter Lebensmittel zu Mangelerscheinungen kommen. Wichtig ist, Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Fieber oder ungewollten Gewichtsverlust ernst zu nehmen, da sie auf andere Erkrankungen hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen eine gestörte Darmbewegung, eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Darm, Veränderungen der Darmflora, Stress, psychische Belastungen, frühere Magen-Darm-Infektionen sowie eine genetische Veranlagung. Auch eine gestörte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn spielt eine Rolle. Häufig lässt sich kein einzelner Auslöser benennen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen andere Erkrankungen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: krampflösende Mittel zur Linderung von Schmerzen, Ballaststoffe oder osmotische Abführmittel bei Verstopfung, Mittel gegen Durchfall sowie in manchen Fällen Antidepressiva zur Regulierung der Darmnerven.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine reizdarmgerechte Ernährung, Bewegung und ein Symptomtagebuch tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden stark zunehmen, neue Symptome auftreten oder die Lebensqualität erheblich leidet. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Blähungen (Meteorismus)
Was ist das? - Definition Bei Blähungen handelt es sich um eine vermehrte Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Der Bauch ist aufgebläht und kann schmerzen.
Krankheitsbild
Ein geblähter Bauch, Druckgefühl und häufige "Winde"
- all das sind typische Zeichen für Blähungen, auch Meteorismus genannt. Rund jeder fünfte Erwachsene leidet regelmäßig darunter. Ursache ist eine vermehrte Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Diese entsteht entweder durch die natürliche Verdauung, durch verschluckte Luft oder durch Bakterien im Darm. Obwohl gelegentliche Blähungen normal sind, können sie in manchen Fällen auf eine Erkrankung hinweisen.
Symptome/Verlauf
Blähungen äußern sich meist durch unangenehmen Druck im Bauchraum. Der Bauch kann hart und sichtbar aufgetrieben sein. Begleitet wird dies oft von Schmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen können, sowie von häufigerem Abgang von Darmgasen. Solange das natürliche Gleichgewicht zwischen Gasbildung und
- -ausscheidung funktioniert, bemerken wir davon kaum etwas. Störungen in diesem Ablauf, etwa durch bestimmte Lebensmittel oder Krankheiten, führen jedoch zu Beschwerden.
Folgen/Komplikationen
Blähungen sind meist harmlos, können aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen
- insbesondere, wenn sie regelmäßig oder über Wochen auftreten. Dauerhafte Beschwerden sollten ernst genommen und durch den Arzt untersucht werden, da sie auf eine zugrunde liegende Störung wie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, ein Reizdarmsyndrom oder eine chronisch
- -entzündliche Darmerkrankung hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Viele Auslöser für Blähungen sind harmlos: Zu hastiges Essen, kohlensäurehaltige Getränke oder blähende Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte. Auch Zuckeraustauschstoffe in zuckerfreien Bonbons (Sorbit, Xylit) haben eine blähende Wirkung. Auch Medikamente wie Antibiotika, Schmerzmittel oder Abführmittel können Blähungen fördern.
Darüber hinaus kommen bestimmte Erkrankungen infrage, zum Beispiel:
- -Reizdarmsyndrom
- -Laktose- oder Fruktoseintoleranz
- -Zöliakie oder Weizensensitivität
- -Morbus Crohn, Divertikel oder Reizmagen
- -Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms
- -Verdauungsstörungen bei Diabetes
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Oft helfen einfache Maßnahmen: langsam essen, gut kauen, blähende Lebensmittel meiden, Zuckeraustauschstoffe reduzieren und sich regelmäßig bewegen. Entblähende Tees (zum Beispiel mit Fenchel oder Kümmel) und Wärme tun gut. Auch andere blähungstreibende Präparate aus der Apotheke können die Beschwerden lindern. Das Apothekenteam berät gerne zur passenden Auswahl.
Was der Arzt tun kann:
Halten die Beschwerden an, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Nach einem ausführlichen Gespräch und körperlicher Untersuchung können weitere Tests (zum Beispiel Atemtest, Ultraschall oder Blutuntersuchung) helfen, die Ursache zu finden. Bei Verdacht auf Unverträglichkeiten unterstützt ein Ernährungstagebuch die Diagnose. Je nach Ergebnis erfolgt eine gezielte Behandlung der Grunderkrankung.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Milchunverträglichkeit
Was ist das? - Definition Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit, auch Laktoseintoleranz genannt, können Betroffene den mit Milch und Milchprodukten aufgenommenen Milchzucker (Laktose) im Darm nicht ausreichend verdauen. Sie reagieren nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten mit Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen.
Krankheitsbild
Bei Menschen, die eine Laktoseintoleranz haben, wird ein wichtiges Enzym, die Laktase, nicht oder nicht in ausreichender Menge produziert. Der mit Milch und Milchprodukten aufgenommene Milchzucker (Laktose) kann deshalb im Darm nicht ausreichend verdaut werden. In der Folge kommt es zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen. Die Unverträglichkeit ist keine Allergie: Kleine Mengen Milchzucker werden oft noch vertragen. Wie viel individuell möglich ist, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.
Laktoseintoleranz ist weltweit verbreitet. In Europa sind etwa 5 bis 15 Prozent der Menschen betroffen, deutlich häufiger tritt sie in Afrika und Ostasien auf. Meist entwickelt sie sich erst im Jugend- oder Erwachsenenalter.
Symptome / Verlauf
Die Beschwerden setzen meist kurze Zeit nach dem Verzehr laktosehaltiger Lebensmittel ein, oft innerhalb von 30 Minuten bis wenigen Stunden. Typisch sind Verdauungsprobleme wie ein aufgeblähter Bauch, Völlegefühl, Bauchschmerzen und Krämpfe sowie vermehrte Blähungen. Häufig kommt es auch zu Durchfall, manchmal treten zudem Übelkeit oder Verstopfung auf.
Die Stärke der Symptome hängt vor allem davon ab, wie viel Milchzucker aufgenommen wurde und wie gut der Körper ihn noch verarbeiten kann. Viele Betroffene lernen mit der Zeit, ihre persönliche Verträglichkeitsgrenze einzuschätzen.
Folgen / Komplikationen
Die Laktoseintoleranz selbst ist nicht gefährlich. Allerdings können die Beschwerden die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen, wenn sie häufig auftreten.
Wer dauerhaft auf Milchprodukte verzichtet, sollte darauf achten, genügend Kalzium aufzunehmen. Ein Mangel kann langfristig die Knochengesundheit beeinträchtigen. Wichtig ist außerdem, die Diagnose ärztlich abklären zu lassen. Ein Laktasemangel kann auch durch andere Krankheiten wie Zöliakie oder Morbus Crohn entstehen.
Ursachen / Risikofaktoren
Bei gesunden Menschen spaltet das Enzym Laktase im Dünndarm den Milchzucker in verwertbare Bestandteile. Fehlt dieses Enzym ganz oder teilweise, gelangt unverdauter Milchzucker in den Dickdarm. Dort wird er von Bakterien vergoren, wodurch Gase und andere Stoffe entstehen, die die typischen Beschwerden auslösen.
Die häufigste Form ist erblich bedingt: Nach der Kindheit nimmt die Produktion von Laktase natürlicherweise ab. Bei manchen Menschen reicht die verbleibende Menge nicht mehr aus, um größere Mengen Milchzucker zu verdauen. Seltener entsteht eine Laktoseintoleranz als Folge anderer Erkrankungen des Darms, etwa bei Entzündungen oder Schädigungen der Darmschleimhaut. In diesen Fällen kann sie sich wieder bessern, wenn die Grunderkrankung behandelt wird.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zur Abklärung können verschiedene Tests eingesetzt werden, zum Beispiel ein Atemtest ein Laktose-Toleranz-Test oder einem Diät - oder Auslassungstest. Wichtig ist dabei, dass typische Beschwerden auftreten, um die Diagnose zu sichern. Bei Bedarf wird auch geprüft, ob eine andere Erkrankung hinter den Beschwerden steckt.
Das kann man selbst tun: Im Alltag hilft es, die Ernährung anzupassen und die individuell verträgliche Menge an Milchzucker herauszufinden. Oft ist es nicht nötig, komplett auf Milchprodukte zu verzichten. Kleine Mengen werden häufig gut vertragen, besonders zusammen mit anderen Lebensmitteln.
Zudem sollte auf eine ausreichende Kalziumzufuhr geachtet werden, etwa über grünes Gemüse, kalziumreiches Mineralwasser oder gereifte Käsesorten wie Parmesan oder alter Gouda, die wenig Laktose enthalten.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.