EUCABAL Balsam S
10,48 €
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Pharmazeutische Informationen
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 08473614
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 50 ml
- Marke:
- EUCABAL
- Hersteller:
- Aristo Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Reiben Sie das Arzneimittel auf Brust und Rücken ein. Bei Säuglingen ab 6 Monaten und Kleinkindern bis 2 Jahren, darf das Arzneimittel nur auf dem Rücken aufgetragen werden. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen. Reinigen Sie nach der Anwendung Ihre Hände gründlich.
Oder: Inhalieren Sie das Arzneimittel. Übergießen Sie dafür die vorgesehene Menge des Arzneimittel mit 1-2 Liter heißem Wasser. Beugen Sie Ihren Kopf über das Gefäß, atmen Sie die Dämpfe durch Nase und Mund ein und decken Sie nach Möglichkeit Kopf und Gefäß mit einem Tuch ab. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 4-5 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen des unverdünnten Arzneimittels wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu u.a. Magen-Darmbeschwerden, Atemnot und Krämpfen kommen.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Einreibung:
Dampfinhalation:
Das Arzneimittel darf bei Säuglingen und Kindern unter 6 Jahren nicht zur Inhalation angewendet werden.
Anwendungsgebiete
- Erkältungskrankheiten der Atemwege, vor allem mit zähem Schleim
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge ab 6 Monaten und Kleinkinder bis 2 Jahre, Einzeldosis: 2-3 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Kinder von 2 bis 11 Jahren, Einzeldosis: 3-4 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 3-5 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Kinder von 6 bis 11 Jahren, Einzeldosis: 4 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 4-6 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen mehreren Pflanzen und wirken als natürliches Gemisch. Sie bewirken im Anwendungsgebiet eine vermehrte Durchblutung sowie eine Schleimlösung. Eucalyptus regt zudem die feinen Härchen der oberen Atemwege zu schnelleren Bewegungen an. Dadurch kann festsitzender Schleim besser abtransportiert und das Abhusten erleichtert werden. Er vermindert außerdem den Hustenkrampf. Die Inhaltsstoffe der Kiefer sollen zudem ganz schwach bakterienabtötend wirken.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
- Hautreizungen
- Hautrötung
- Schleimhautreizung
- Ekzem
- Nesselausschlag
- Juckreiz
- Verengung der Atemwege
- Hustenreiz
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Geschädigte Haut - (z.B. Verbrennungen, Verletzungen, Haut- und Kinderkrankheiten mit Ausschlag)
- Asthma bronchiale
- Keuchhusten
- Pseudokrupp
- Bronchien, die überempfindlich reagieren, z.B. auf verschiedene Stoffe, Kälte etc.
- Krampfanfälle, in der Vorgeschichte, insbesondere bei Kindern
- Fieberkrämpfe, in der Vorgeschichte, insbesondere bei Kindern
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 6 Monaten: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 5 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht beim Inhalieren des Arzneimittels: Es besteht die Gefahr, dass Sie sich durch den heißen Wasserdampf verbrühen.
- Menthol/Campher/Cineol: Bei Kindern unter 2 Jahren nicht an oder in der unmittelbaren Nähe der Atmungsorgane anwenden; Gefahr eines Kehlkopfkrampfes.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Atemnot, Fieber, eitriger oder blutiger Auswurf auftreten.
Erkältung: Schnupfen, Husten, Heiserkeit
Was ist das? - Definition Eine Erkältung ist eine meist harmlose Virusinfektion der oberen Atemwege. Sie betrifft vor allem Nase, Rachen und Bronchien und wird durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Erwachsene erkranken durchschnittlich zwei- bis viermal pro Jahr, Kinder deutlich häufiger. Die Beschwerden sind unangenehm, klingen aber meist nach einigen Tagen wieder ab.
Krankheitsbild
Eine Erkältung ist keine "echte" Grippe, sondern eine durch verschiedene Viren ausgelöste Infektion der oberen Atemwege. Sie beginnt meist schleichend und entwickelt sich über mehrere Tage. Anders als bei der Influenza treten hohes Fieber und starkes Krankheitsgefühl selten auf. Die häufigsten Erreger sind Rhinoviren, daneben auch Adeno-, Corona-, RS- und Parainfluenzaviren. Eine Impfung gegen Erkältungsviren gibt es nicht.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- -Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden
- -Schnupfen oder verstopfte Nase
- -Husten (anfangs trocken, später mit Auswurf)
- -Heiserkeit, belegte Stimme
- -Kopf- und Gliederschmerzen
- -Frösteln, Abgeschlagenheit
- -leichtes Fieber (selten über 38,5 Grad Celsius)
Der Verlauf gliedert sich in drei Phasen:
- -1. Anfangsphase: Halskratzen, Niesen, Frösteln
- -2. Hauptphase: Schnupfen, Husten, allgemeines Krankheitsgefühl
- -3. Abklingen: Schleimiger Husten, Müdigkeit
In der Regel dauert eine Erkältung sieben bis zehn Tage. Bei anhaltenden Beschwerden oder hohem Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen verläuft eine Erkältung harmlos. Komplikationen entstehen, wenn zum Beispiel zusätzlich Bakterien die Schleimhäute besiedeln. Mögliche Folgen:
- -Nebenhöhlenentzündung
- -Mittelohrentzündung (besonders bei Kindern)
- -Bronchitis oder Lungenentzündung
- -In seltenen Fällen: Herzmuskelentzündung
Besondere Vorsicht gilt bei Kleinkindern. Sie besitzen ein erhöhtes Risiko für Fieberkrämpfe, Atemnot oder eine Mittelohrentzündung. Für Sie eignen sich auch nicht alle Medikamente, etwa wenn sie ätherische Öle Kampfer, Menthol oder Eukalyptusöl enthalten. Bei Schwangeren sind einige Medikamente, die Erkältungsbeschwerden bekämpfen, nur eingeschränkt oder gar nicht zugelassen. Zu den Risikogruppen zählen außerdem Personen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.
Ein Arztbesuch ist nötig bei:
- -Fieber über 38,5 Grad Celsius
- -Atemnot, Husten oder andere Beschwerden, die länger als drei Wochen anhalten
- -auffälligem Verhalten bei Kindern oder Trinkschwäche
Ursachen/Risikofaktoren
Erkältungen werden durch über 200 verschiedene Viren ausgelöst. Es gibt zwei häufige Übertragungswege. Bei der Tröpfcheninfektion gelangen sie beim Husten, Niesen oder Sprechen von einer Person zu anderen. Bei einer Schmierinfektion übertragen sich die Erreger über Hände, Türklinken oder gemeinsam genutzte Gegenstände.
Folgende Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einer Erkältung zu erkranken:
- trockene Heizungsluft
- -Unterkühlung
- -Vitaminmangel
- -geschwächtes Immunsystem
Vorbeugung:
- -Hände regelmäßig waschen
- -Abstand zu Erkrankten halten
- -in die Armbeuge niesen
- -Räume regelmäßig lüften
- -gesunde Ernährung
- -Bewegung und Schlaf
Die jährliche Grippeimpfung schützt zwar nicht direkt vor Erkältungsviren, kann aber schwere Verläufe durch eine zusätzliche Influenzainfektion verhindern.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Untersuchung zur Abgrenzung von Grippe oder bakteriellen Infektionen. Bei Komplikationen: Antibiotika oder weitere Diagnostik. Beratung zu geeigneten Medikamenten, besonders bei Kindern oder Schwangeren.
Was man selbst tun kann:
- -viel trinken
- -sich schonen
- -Nasenspray, Hustenlöser, Halsschmerzmittel gezielt einsetzen
- -Inhalationen und frische Luft nutzen
- -Bei leichtem Fieber: Wadenwickel oder fiebersenkende Arzneimittel
Grenzen der Selbstbehandlung:
Wenn Beschwerden länger als zehn Tage bestehen, Fieber über 38,5 Grad Celsius auftritt oder Atemnot hinzukommt, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch bei kleinen Kindern, Schwangeren oder chronisch Kranken ist eine frühzeitige Abklärung wichtig.
Die Apotheke berät bei der Auswahl geeigneter rezeptfreier Medikamente. Das gilt vor allem für besonders sensible Patientengruppen wie Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder.
Bearbeitungsstand: 13.04.2026
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Grippe
Was ist das? - Definition An Grippe erkranken Menschen infolge einer Infektion mit Influenzaviren. Die Krankheit darf man nicht mit einer Erkältung gleichsetzen, die durch andere Viren hervorgerufen wird. Grippe kann mitunter merklich schwerer verlaufen als eine Erkältung. Wichtigster Schutz: eine jährliche Grippe-Impfung von Risikopersonen.
Krankheitsbild
Grippe, medizinisch Influenza genannt, ist eine Infektionskrankheit der oberen Luftwege, ausgelöst durch Influenzaviren. Übertragen werden sie meist durch Tröpfchen, die Infizierte beim Husten oder Niesen abgeben, womöglich aber auch durch Kontakt zu virushaltigem Sekret auf Oberflächen. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) gilt die Faustregel, dass es bei etwa einem Drittel der Infektionen zu einem fieberhaften Verlauf, bei einem weiteren Drittel zu leichteren und dem letzten Drittel zu keinen erkennbaren Krankheitssymptomen kommt. Wenn Menschen erkranken, dann etwa ein bis zwei Tage nach der Infektion mit Influenzaviren.
Symptome/Verlauf
Typisch für eine Grippe ist der plötzliche, teils heftige Beginn mit Frösteln, Fieber, Husten oder Halsschmerzen sowie Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen. Weitere mögliche Symptome bestehen in allgemeiner Schwäche, Schweißausbrüchen oder fließender Nase, dazu kommen in seltenen Fällen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die Erkrankung hält in der Regel fünf bis sieben Tage an, kann aber mitunter je nach individueller Konstitution, Komplikationen und Risikofaktoren merklich länger dauern. Kommt es zu Komplikationen beziehungsweise einer Verschlechterung, dann typischerweise drei bis zehn Tage nach Symptombeginn.
Folgen/Komplikationen
Anders als Erkältungen kann Grippe, wenn auch selten, schwer verlaufen und sogar lebensgefährliche Komplikationen verursachen. Schwere Verläufe äußern sich oft in Form von Lungenentzündungen durch Influenzaviren selbst oder zusätzliche Bakterieninfektionen. Auch Herzmuskel- oder Hirnentzündungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Grippe wird durch Influenzaviren verursacht. Von Jahr zu Jahr breiten sich neue Varianten aus, bedingt dadurch, dass sich bestimmte Proteine in der Hülle der Viren rasch verändern können. Typischerweise treten Grippewellen im Winter auf. Dass Menschen im Winter leichter eine Atemwegserkrankung wie Grippe bekommen, kann mehrere Gründe haben. Influenzaviren sollen bei niedrigen Temperaturen und in trockener Luft stabiler sein. Außerdem scheint die Schleimhaut in den oberen Atemwegen bei trockener, kalter Luft anfälliger für eine Infektion zu werden. Zudem kommen im Winter Menschen eher längere Zeit in weniger gut belüfteten Räumen zusammen, was die Virusverbreitung begünstigt. Ein erhöhtes Risiko für schwere Grippeverläufe besteht laut RKI besonders bei älteren Personen und solchen mit Grundkrankheiten wie zum Beispiel chronischen Herz- und Lungenerkrankungen, Stoffwechselleiden wie Diabetes oder Immunschwäche. Auch Schwangerschaften steigern die Wahrscheinlichkeit für schwere Verläufe. Nach Darstellung des RKI unterscheiden sich Grippewellen deutlich darin, wie viele Menschen in einer Saison an Grippe erkranken, im Krankenhaus behandelt werden müssen oder sogar sterben. Es erkranken vergleichsweise viele Menschen, wenn das Virus sich genetisch verändert und ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Virus des gleichen Subtyps beziehungsweise der gleichen Linie noch keinen Kontakt hatte.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
- -bei einer Grippe unbedingt Ruhe/Bettruhe daheim einhalten, um das Herz und andere Organe nicht zu belasten
- -ausreichend Flüssigkeit trinken (Wasser, Kräutertees, Säfte), um den Flüssigkeitsverlust bei Fieber auszugleichen und Schleim zu verflüssigen
- -Angehörige bitten, bei Bedarf in der Apotheke nach geeigneten Mitteln zur Linderung der Beschwerden nachzufragen und diese zu besorgen
- -Kontakte bis zur Genesung auf das Notwendigste beschränken
- -beim Husten und Niesen Mund und Nase mit der Ellenbeuge bedecken, nicht mit der Hand, zudem regelmäßig die Hände waschen, zum Schutz von Kontaktpersonen
- -Krankenzimmer regelmäßig lüften
- -Verschlechtern sich die Beschwerden nach Auftreten erster Symptome merklich, sollte ein Arzt zurate gezogen werden
Was der Arzt tun kann:
Der Arzt kann bei schweren Verläufen fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente verordnen oder bei bakteriellen Zusatzinfektionen ein Antibiotikum. In bestimmten Fällen kommen spezielle antivirale Medikamente infrage. In den insgesamt seltenen Fällen erheblicher Komplikationen müssen betroffene Patienten vom Arzt womöglich in eine Klinik eingewiesen werden. Eine sehr wichtige Vorsorgemaßnahme ist die jährliche Grippe-Impfung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Risikogruppen empfohlen wird. Das sind vor allem Menschen ab 60 Jahren, Personen mit chronischen Erkrankungen und Schwangere ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung ab dem 1. Trimenon.
Bearbeitungsstand: 09.10.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Husten
Was ist das? - Definition Husten ist ein Schutzreflex des Körpers, der die Atemwege von Schleim, Fremdkörpern oder Reizstoffen befreien soll. Er kann akut, subakut oder chronisch auftreten und ist meist ein Begleitsymptom anderer Erkrankungen.
Krankheitsbild
Hinter Husten steck kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom. Er kann trocken oder produktiv sein und tritt häufig bei Infektionen der Atemwege auf. Akuter Husten dauert weniger als drei Wochen und ist meist viral bedingt. Subakuter Husten hält drei bis acht Wochen an und entsteht oft nach einem Infekt. Chronischer Husten dauert länger als acht Wochen und kann auf Erkrankungen wie Asthma, COPD oder die Refluxkrankheit beziehungsweise Sodbrennen hinweisen. Auch Keuchhusten, Allergien oder eingeatmete Fremdkörper können Husten auslösen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- Trockener Reizhusten ohne Auswurf
- Produktiver Husten mit Schleimauswurf
- Kitzelndes oder kratzendes Gefühl im Rachen
- Schmerzen oder Engegefühl im Brustbereich
Ein akuter Husten beginnt oft mit Erkältungssymptomen und kann sich zu produktivem Husten entwickeln. Chronischer Husten kann zu Schlafstörungen, Harnverlust beim Husten oder sogar Ohnmacht führen. Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab.
Folgen/Komplikationen
Langanhaltender Husten kann zu körperlichen und sozialen Belastungen führen. Mögliche Komplikationen sind Nasenbluten, Heiserkeit, Brustschmerzen, Hustenbedingte Ohnmacht, Verstärkung von Asthmaanfällen, Rippenbrüche durch starken Hustenstoß oder Luftansammlungen im Brustraum.
Ursachen/Risikofaktoren
Husten kann durch Infektionen der Atemwege, Allergien, Asthma, Rauchen, Schadstoffe, Refluxkrankheit, bestimmte Medikamente oder chronische Erkrankungen wie COPD ausgelöst werden. Auch trockene Luft, körperliche Anstrengung oder psychische Belastung kommen als Ursache in Frage.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt je nach Ursache schleimlösende oder hustenstillende Medikamente, auch auf Pflanzenbasis, ein. Bei bakteriellen Infekten kommen mitunter Antibiotika zum Einsatz. Bei chronischen Erkrankungen sind oft inhalative Therapien notwendig.
Das kann man selbst tun: Warme Getränke, Inhalationen, Brustwickeln und Ruhe lindern oft die Beschwerden. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Husten länger als drei Wochen anhält, Fieber, Atemnot oder blutiger Auswurf auftreten oder nächtlicher Husten den Schlaf stark beeinträchtigt.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 08473614
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 50 ml
- Marke:
- EUCABAL
- Hersteller:
- Aristo Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Reiben Sie das Arzneimittel auf Brust und Rücken ein. Bei Säuglingen ab 6 Monaten und Kleinkindern bis 2 Jahren, darf das Arzneimittel nur auf dem Rücken aufgetragen werden. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen. Reinigen Sie nach der Anwendung Ihre Hände gründlich.
Oder: Inhalieren Sie das Arzneimittel. Übergießen Sie dafür die vorgesehene Menge des Arzneimittel mit 1-2 Liter heißem Wasser. Beugen Sie Ihren Kopf über das Gefäß, atmen Sie die Dämpfe durch Nase und Mund ein und decken Sie nach Möglichkeit Kopf und Gefäß mit einem Tuch ab. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 4-5 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen des unverdünnten Arzneimittels wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu u.a. Magen-Darmbeschwerden, Atemnot und Krämpfen kommen.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Einreibung:
Dampfinhalation:
Das Arzneimittel darf bei Säuglingen und Kindern unter 6 Jahren nicht zur Inhalation angewendet werden.
Anwendungsgebiete
- Erkältungskrankheiten der Atemwege, vor allem mit zähem Schleim
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge ab 6 Monaten und Kleinkinder bis 2 Jahre, Einzeldosis: 2-3 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Kinder von 2 bis 11 Jahren, Einzeldosis: 3-4 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 3-5 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Kinder von 6 bis 11 Jahren, Einzeldosis: 4 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 4-6 cm Stranglänge, Gesamtdosis: 2-3mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen mehreren Pflanzen und wirken als natürliches Gemisch. Sie bewirken im Anwendungsgebiet eine vermehrte Durchblutung sowie eine Schleimlösung. Eucalyptus regt zudem die feinen Härchen der oberen Atemwege zu schnelleren Bewegungen an. Dadurch kann festsitzender Schleim besser abtransportiert und das Abhusten erleichtert werden. Er vermindert außerdem den Hustenkrampf. Die Inhaltsstoffe der Kiefer sollen zudem ganz schwach bakterienabtötend wirken.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
- Hautreizungen
- Hautrötung
- Schleimhautreizung
- Ekzem
- Nesselausschlag
- Juckreiz
- Verengung der Atemwege
- Hustenreiz
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Geschädigte Haut - (z.B. Verbrennungen, Verletzungen, Haut- und Kinderkrankheiten mit Ausschlag)
- Asthma bronchiale
- Keuchhusten
- Pseudokrupp
- Bronchien, die überempfindlich reagieren, z.B. auf verschiedene Stoffe, Kälte etc.
- Krampfanfälle, in der Vorgeschichte, insbesondere bei Kindern
- Fieberkrämpfe, in der Vorgeschichte, insbesondere bei Kindern
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 6 Monaten: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 5 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht beim Inhalieren des Arzneimittels: Es besteht die Gefahr, dass Sie sich durch den heißen Wasserdampf verbrühen.
- Menthol/Campher/Cineol: Bei Kindern unter 2 Jahren nicht an oder in der unmittelbaren Nähe der Atmungsorgane anwenden; Gefahr eines Kehlkopfkrampfes.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Atemnot, Fieber, eitriger oder blutiger Auswurf auftreten.
Erkältung: Schnupfen, Husten, Heiserkeit
Was ist das? - Definition Eine Erkältung ist eine meist harmlose Virusinfektion der oberen Atemwege. Sie betrifft vor allem Nase, Rachen und Bronchien und wird durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Erwachsene erkranken durchschnittlich zwei- bis viermal pro Jahr, Kinder deutlich häufiger. Die Beschwerden sind unangenehm, klingen aber meist nach einigen Tagen wieder ab.
Krankheitsbild
Eine Erkältung ist keine "echte" Grippe, sondern eine durch verschiedene Viren ausgelöste Infektion der oberen Atemwege. Sie beginnt meist schleichend und entwickelt sich über mehrere Tage. Anders als bei der Influenza treten hohes Fieber und starkes Krankheitsgefühl selten auf. Die häufigsten Erreger sind Rhinoviren, daneben auch Adeno-, Corona-, RS- und Parainfluenzaviren. Eine Impfung gegen Erkältungsviren gibt es nicht.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- -Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden
- -Schnupfen oder verstopfte Nase
- -Husten (anfangs trocken, später mit Auswurf)
- -Heiserkeit, belegte Stimme
- -Kopf- und Gliederschmerzen
- -Frösteln, Abgeschlagenheit
- -leichtes Fieber (selten über 38,5 Grad Celsius)
Der Verlauf gliedert sich in drei Phasen:
- -1. Anfangsphase: Halskratzen, Niesen, Frösteln
- -2. Hauptphase: Schnupfen, Husten, allgemeines Krankheitsgefühl
- -3. Abklingen: Schleimiger Husten, Müdigkeit
In der Regel dauert eine Erkältung sieben bis zehn Tage. Bei anhaltenden Beschwerden oder hohem Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen verläuft eine Erkältung harmlos. Komplikationen entstehen, wenn zum Beispiel zusätzlich Bakterien die Schleimhäute besiedeln. Mögliche Folgen:
- -Nebenhöhlenentzündung
- -Mittelohrentzündung (besonders bei Kindern)
- -Bronchitis oder Lungenentzündung
- -In seltenen Fällen: Herzmuskelentzündung
Besondere Vorsicht gilt bei Kleinkindern. Sie besitzen ein erhöhtes Risiko für Fieberkrämpfe, Atemnot oder eine Mittelohrentzündung. Für Sie eignen sich auch nicht alle Medikamente, etwa wenn sie ätherische Öle Kampfer, Menthol oder Eukalyptusöl enthalten. Bei Schwangeren sind einige Medikamente, die Erkältungsbeschwerden bekämpfen, nur eingeschränkt oder gar nicht zugelassen. Zu den Risikogruppen zählen außerdem Personen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.
Ein Arztbesuch ist nötig bei:
- -Fieber über 38,5 Grad Celsius
- -Atemnot, Husten oder andere Beschwerden, die länger als drei Wochen anhalten
- -auffälligem Verhalten bei Kindern oder Trinkschwäche
Ursachen/Risikofaktoren
Erkältungen werden durch über 200 verschiedene Viren ausgelöst. Es gibt zwei häufige Übertragungswege. Bei der Tröpfcheninfektion gelangen sie beim Husten, Niesen oder Sprechen von einer Person zu anderen. Bei einer Schmierinfektion übertragen sich die Erreger über Hände, Türklinken oder gemeinsam genutzte Gegenstände.
Folgende Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einer Erkältung zu erkranken:
- trockene Heizungsluft
- -Unterkühlung
- -Vitaminmangel
- -geschwächtes Immunsystem
Vorbeugung:
- -Hände regelmäßig waschen
- -Abstand zu Erkrankten halten
- -in die Armbeuge niesen
- -Räume regelmäßig lüften
- -gesunde Ernährung
- -Bewegung und Schlaf
Die jährliche Grippeimpfung schützt zwar nicht direkt vor Erkältungsviren, kann aber schwere Verläufe durch eine zusätzliche Influenzainfektion verhindern.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Untersuchung zur Abgrenzung von Grippe oder bakteriellen Infektionen. Bei Komplikationen: Antibiotika oder weitere Diagnostik. Beratung zu geeigneten Medikamenten, besonders bei Kindern oder Schwangeren.
Was man selbst tun kann:
- -viel trinken
- -sich schonen
- -Nasenspray, Hustenlöser, Halsschmerzmittel gezielt einsetzen
- -Inhalationen und frische Luft nutzen
- -Bei leichtem Fieber: Wadenwickel oder fiebersenkende Arzneimittel
Grenzen der Selbstbehandlung:
Wenn Beschwerden länger als zehn Tage bestehen, Fieber über 38,5 Grad Celsius auftritt oder Atemnot hinzukommt, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch bei kleinen Kindern, Schwangeren oder chronisch Kranken ist eine frühzeitige Abklärung wichtig.
Die Apotheke berät bei der Auswahl geeigneter rezeptfreier Medikamente. Das gilt vor allem für besonders sensible Patientengruppen wie Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder.
Bearbeitungsstand: 13.04.2026
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Grippe
Was ist das? - Definition An Grippe erkranken Menschen infolge einer Infektion mit Influenzaviren. Die Krankheit darf man nicht mit einer Erkältung gleichsetzen, die durch andere Viren hervorgerufen wird. Grippe kann mitunter merklich schwerer verlaufen als eine Erkältung. Wichtigster Schutz: eine jährliche Grippe-Impfung von Risikopersonen.
Krankheitsbild
Grippe, medizinisch Influenza genannt, ist eine Infektionskrankheit der oberen Luftwege, ausgelöst durch Influenzaviren. Übertragen werden sie meist durch Tröpfchen, die Infizierte beim Husten oder Niesen abgeben, womöglich aber auch durch Kontakt zu virushaltigem Sekret auf Oberflächen. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) gilt die Faustregel, dass es bei etwa einem Drittel der Infektionen zu einem fieberhaften Verlauf, bei einem weiteren Drittel zu leichteren und dem letzten Drittel zu keinen erkennbaren Krankheitssymptomen kommt. Wenn Menschen erkranken, dann etwa ein bis zwei Tage nach der Infektion mit Influenzaviren.
Symptome/Verlauf
Typisch für eine Grippe ist der plötzliche, teils heftige Beginn mit Frösteln, Fieber, Husten oder Halsschmerzen sowie Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen. Weitere mögliche Symptome bestehen in allgemeiner Schwäche, Schweißausbrüchen oder fließender Nase, dazu kommen in seltenen Fällen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die Erkrankung hält in der Regel fünf bis sieben Tage an, kann aber mitunter je nach individueller Konstitution, Komplikationen und Risikofaktoren merklich länger dauern. Kommt es zu Komplikationen beziehungsweise einer Verschlechterung, dann typischerweise drei bis zehn Tage nach Symptombeginn.
Folgen/Komplikationen
Anders als Erkältungen kann Grippe, wenn auch selten, schwer verlaufen und sogar lebensgefährliche Komplikationen verursachen. Schwere Verläufe äußern sich oft in Form von Lungenentzündungen durch Influenzaviren selbst oder zusätzliche Bakterieninfektionen. Auch Herzmuskel- oder Hirnentzündungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Grippe wird durch Influenzaviren verursacht. Von Jahr zu Jahr breiten sich neue Varianten aus, bedingt dadurch, dass sich bestimmte Proteine in der Hülle der Viren rasch verändern können. Typischerweise treten Grippewellen im Winter auf. Dass Menschen im Winter leichter eine Atemwegserkrankung wie Grippe bekommen, kann mehrere Gründe haben. Influenzaviren sollen bei niedrigen Temperaturen und in trockener Luft stabiler sein. Außerdem scheint die Schleimhaut in den oberen Atemwegen bei trockener, kalter Luft anfälliger für eine Infektion zu werden. Zudem kommen im Winter Menschen eher längere Zeit in weniger gut belüfteten Räumen zusammen, was die Virusverbreitung begünstigt. Ein erhöhtes Risiko für schwere Grippeverläufe besteht laut RKI besonders bei älteren Personen und solchen mit Grundkrankheiten wie zum Beispiel chronischen Herz- und Lungenerkrankungen, Stoffwechselleiden wie Diabetes oder Immunschwäche. Auch Schwangerschaften steigern die Wahrscheinlichkeit für schwere Verläufe. Nach Darstellung des RKI unterscheiden sich Grippewellen deutlich darin, wie viele Menschen in einer Saison an Grippe erkranken, im Krankenhaus behandelt werden müssen oder sogar sterben. Es erkranken vergleichsweise viele Menschen, wenn das Virus sich genetisch verändert und ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Virus des gleichen Subtyps beziehungsweise der gleichen Linie noch keinen Kontakt hatte.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
- -bei einer Grippe unbedingt Ruhe/Bettruhe daheim einhalten, um das Herz und andere Organe nicht zu belasten
- -ausreichend Flüssigkeit trinken (Wasser, Kräutertees, Säfte), um den Flüssigkeitsverlust bei Fieber auszugleichen und Schleim zu verflüssigen
- -Angehörige bitten, bei Bedarf in der Apotheke nach geeigneten Mitteln zur Linderung der Beschwerden nachzufragen und diese zu besorgen
- -Kontakte bis zur Genesung auf das Notwendigste beschränken
- -beim Husten und Niesen Mund und Nase mit der Ellenbeuge bedecken, nicht mit der Hand, zudem regelmäßig die Hände waschen, zum Schutz von Kontaktpersonen
- -Krankenzimmer regelmäßig lüften
- -Verschlechtern sich die Beschwerden nach Auftreten erster Symptome merklich, sollte ein Arzt zurate gezogen werden
Was der Arzt tun kann:
Der Arzt kann bei schweren Verläufen fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente verordnen oder bei bakteriellen Zusatzinfektionen ein Antibiotikum. In bestimmten Fällen kommen spezielle antivirale Medikamente infrage. In den insgesamt seltenen Fällen erheblicher Komplikationen müssen betroffene Patienten vom Arzt womöglich in eine Klinik eingewiesen werden. Eine sehr wichtige Vorsorgemaßnahme ist die jährliche Grippe-Impfung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Risikogruppen empfohlen wird. Das sind vor allem Menschen ab 60 Jahren, Personen mit chronischen Erkrankungen und Schwangere ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung ab dem 1. Trimenon.
Bearbeitungsstand: 09.10.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Husten
Was ist das? - Definition Husten ist ein Schutzreflex des Körpers, der die Atemwege von Schleim, Fremdkörpern oder Reizstoffen befreien soll. Er kann akut, subakut oder chronisch auftreten und ist meist ein Begleitsymptom anderer Erkrankungen.
Krankheitsbild
Hinter Husten steck kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom. Er kann trocken oder produktiv sein und tritt häufig bei Infektionen der Atemwege auf. Akuter Husten dauert weniger als drei Wochen und ist meist viral bedingt. Subakuter Husten hält drei bis acht Wochen an und entsteht oft nach einem Infekt. Chronischer Husten dauert länger als acht Wochen und kann auf Erkrankungen wie Asthma, COPD oder die Refluxkrankheit beziehungsweise Sodbrennen hinweisen. Auch Keuchhusten, Allergien oder eingeatmete Fremdkörper können Husten auslösen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- Trockener Reizhusten ohne Auswurf
- Produktiver Husten mit Schleimauswurf
- Kitzelndes oder kratzendes Gefühl im Rachen
- Schmerzen oder Engegefühl im Brustbereich
Ein akuter Husten beginnt oft mit Erkältungssymptomen und kann sich zu produktivem Husten entwickeln. Chronischer Husten kann zu Schlafstörungen, Harnverlust beim Husten oder sogar Ohnmacht führen. Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab.
Folgen/Komplikationen
Langanhaltender Husten kann zu körperlichen und sozialen Belastungen führen. Mögliche Komplikationen sind Nasenbluten, Heiserkeit, Brustschmerzen, Hustenbedingte Ohnmacht, Verstärkung von Asthmaanfällen, Rippenbrüche durch starken Hustenstoß oder Luftansammlungen im Brustraum.
Ursachen/Risikofaktoren
Husten kann durch Infektionen der Atemwege, Allergien, Asthma, Rauchen, Schadstoffe, Refluxkrankheit, bestimmte Medikamente oder chronische Erkrankungen wie COPD ausgelöst werden. Auch trockene Luft, körperliche Anstrengung oder psychische Belastung kommen als Ursache in Frage.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt je nach Ursache schleimlösende oder hustenstillende Medikamente, auch auf Pflanzenbasis, ein. Bei bakteriellen Infekten kommen mitunter Antibiotika zum Einsatz. Bei chronischen Erkrankungen sind oft inhalative Therapien notwendig.
Das kann man selbst tun: Warme Getränke, Inhalationen, Brustwickeln und Ruhe lindern oft die Beschwerden. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Husten länger als drei Wochen anhält, Fieber, Atemnot oder blutiger Auswurf auftreten oder nächtlicher Husten den Schlaf stark beeinträchtigt.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.