EZETIMIB/Atorvastatin ELPEN 10 mg/40 mg Filmtabl.
75,02 €
Sofort lieferbar
Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
- Bestellen Sie das Medikament ganz einfach online
- Unser Kurier holt Ihr Rezept bei der Lieferung ab
- Ihre Apotheke löst das Rezept für Sie ein
Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17244717
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- EZETIMIB
- Hersteller:
- Elpen Pharmaceutical Co. Inc.
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Das Arzneimittel ist vor allem für die Folgebehandlung geeignet. Für den Behandlungsbeginn stehen geeignetere Arzneimittel zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Anwendungsgebiete
- Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Erbliche Fettstoffwechselstörung
- Hyperlipidämie (kombiniert)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit und Tageszeit, zum gleichen Zeitpunkt
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Ezetimib: Der Wirkstoff senkt den Blutfettspiegel, indem er die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung hemmt. Außerdem wird auch die Aufnahme von Phytosterinen, das ist die pflanzlichen Variante des Cholesterins, vermindert. Dadurch steht dem Körper weniger Cholesterin zur Verfügung. Der Anteil an in der Blutbahn zirkulierenden Fetten wird somit reduziert und deren Anlagerung an die Gefäßinnenwände ("Verkalkung") vermindert.
Atorvastatin: Der Wirkstoff senkt den Blutfettspiegel, indem er die körpereigene Cholesterinherstellung aus Nahrungsbestandteilen hemmt. Durch diesen herbeigeführten Mangel an Cholesterin in den Körperzellen wird im Folgenden mit der Nahrung aufgenommenes oder vom Körper selbst hergestelltes Cholesterin verstärkt von der Leber aufgenommen, dort verarbeitet und anschließend ausgeschieden. Der Anteil an in der Blutbahn zirkulierenden Fetten wird somit reduziert und deren Anlagerung an die Gefäßinnenwände ("Verkalkung") vermindert. Die Zusammensetzung der Blutfette wird außerdem zugunsten der besser verträglichen Variante (sog. HDL-Cholesterin) verschoben.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Überempfindlichkeit
- Krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
- Kehlkopfschmerzen
- Nasenbluten
- Entweichen von Darmgasen
- Durchfall
- Verstopfung
- Übelkeit
- Magen-Darm-Beschwerden
- Gelenkschmerzen
- Muskelkrämpfe
- Gelenkschwellung
- Gliederschmerzen
- Rückenschmerzen
- Abweichende Leberfunktionswerte
- Anstieg von Muskelenzym (Kreatinphosphokinase) im Blut
- Unterzuckerung (Hypoglykämie)
- Appetitlosigkeit
- Gewichtszunahme
- Albtraum
- Schlaflosigkeit
- Unwohlsein
- Missempfindungen
- Taubheitsgefühl
- Störung des Geschmacks
- Vollständiger oder teilweiser Verlust der Erinnerung bzw. Merkfähigkeit (Amnesie)
- Verschwommenes Sehen
- Ohrgeräusche
- Husten
- Erbrechen
- Aufstoßen
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Bauchschmerzen
- Vermehrt auftretender Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (Reflux)
- Mundtrockenheit
- Magenschleimhautentzündung
- Leberentzündung
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Hautausschlag
- Juckreiz (Pruritus)
- Haarausfall (Alopezie)
- Ermüdung des Muskels
- Muskelschwäche
- Nackenschmerzen
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Hitzewallung
- Wassereinlagerungen in den Beinen
- Schwäche
- Brustkorbschmerzen
- Müdigkeit
- Fieber
- Schmerzen
- Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) im Urin (erhöht)
- Erhöhte Leberwerte (GGT)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Lebererkrankung
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 77 × 82 × 143 mm
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird begleitend zu einer lipidsenkenden Diät gegeben.
Hypercholesterinämie
Was ist das? - Definition Cholesterin ist zwar lebenswichtig, kann aber bei einem Zuviel die Gefäße schädigen. Besonders das sogenannte LDL-Cholesterin fördert Ablagerungen in den Gefäßwänden und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oft bleibt die Störung lange unbemerkt und die Ärztin oder der Arzt entdeckt sie eher zufällig.
Krankheitsbild
Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Der Körper benötigt ihn, um zum Beispiel Zellen aufzubauen oder bestimme Hormon und Gallensäure zu produzieren. Cholesterin wird zu circa 80 Prozent von unserem Körper selbst hergestellt, hauptsächlich in der Leber. Nur einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf.
Um durch den Körper transportiert zu werden, heften sich die Blutfette an Eiweiß. Diese Verbindung nennt sich Lipoprotein (Lipo = Fett, Protein = Eiweiß). Es gibt zwei Hauptformen:
- LDL (Low Density Lipoprotein). Es transportier das Cholesterin zu den Zellen. Es kann sich in den Gefäßwänden ablagern und dort zu Verengungen führen. Umgangssprachlich heißt es deswegen auch schlechtes Cholesterin.
- HDL (High Density Lipoprotein). Es bring das Cholesterin zur Leber, wo es abgebaut wird. Deswegen heißt es auch gutes Cholesterin.
- Zu viel Cholesterin im Blut führt zu Ablagerungen in den Gefäßwänden und somit zu Verkalkung und Verhärtung der Gefäße: Arteriosklerose. Die Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte sind vielfältig: Neben genetischen Einflüssen spielen Ernährung, Lebensstil und bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle.
Symptome/Verlauf
Ein erhöhter Cholesterinspiegel macht keine Beschwerden. Deswegen bleibt er oft unbemerkt. Der Cholesterinspiegel wird durch eine Blutanalyse bestimmt. Es empfiehlt sich, den kostenlosen zweijährlichen Gesundheits-Check für Menschen ab 35 Jahren beim Hausarzt wahrzunehmen.
Da die Erkrankung schleichend verläuft, bleibt sie oft lange unbemerkt. Die eigentlichen Folgen zeigen sich erst später, etwa durch Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei erhöhtem Cholesterin liegt in der Arteriosklerose. Durch Ablagerungen in den Gefäßen kommt es zu deren Verengung, was die Durchblutung beeinträchtigt. Mögliche Komplikationen sind:
- -Herzinfarkt
- -Schlaganfall
- -Durchblutungsstörungen in den Beinen
- -Angina pectoris (Brustenge)
Besonders gefährdet sind Menschen mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder einer familiären Vorbelastung.
Ursachen/RisikofaktorenDie Ursachen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
- -Angeborene Fettstoffwechselstörungen, selten, aber oft mit sehr hohen Cholesterinwerten verbunden
- -Erworbene Hypercholesterinämie, meist durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder andere Erkrankungen
Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- -fettreiche Ernährung, besonders tierische Fette
- -Übergewicht
- -Bewegungsmangel
- -Rauchen
- -Diabetes
- -Schilddrüsenunterfunktion
- -familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
An erster Stelle steht eine Blutuntersuchung, um die Cholesterinwerte zu bestimmen. Liebt ein entsprechender Befund vor, berät er zu einer richtigen Ernährung und passender Bewegung. Reicht dies nicht aus, um die Cholesterinwerte spürbar zu senken, verschreibt er Medikamente. Zu der wichtigsten Gruppe zählen die sogenannten Statine.
Ob eine Behandlung notwendig ist und welche Zielwerte angestrebt werden sollten, hängt von dem Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Patienten ab. Um diesen zu ermitteln, werden sämtliche zusätzlichen Risikofaktoren betrachtet:
Wissenschaftlich nachgewiesen, besonders günstig: eine mediterrane Ernährung. Sie besteht aus viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Auch der regelmäßige Verzehr von Nüssen, Olivenöl, Rapsöl und Leinöl wirkt sich positiv aus. Ebenfalls wichtig: wenig Fleisch und mindestens eine Fischmahlzeit pro Woche.
Ärzte raten zudem, Übergewicht zu reduzieren, sich regelmäßig zu bewegen und Stress abzubauen. Zusätzlich empfiehlt sich, nicht zu rauchen und nur wenig Alkohol zu trinken.
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Cholesterinwerte trotz Lebensstiländerung hoch bleiben oder bereits Gefäßschäden vorliegen, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Das gilt besonders, wenn gleichzeitig andere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck auftreten. Auch bei familiärer Vorbelastung sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.
Viele Apotheken beraten zu einer gesunden Ernährung und bieten eine Messung des Cholesterinspiegels an. Sie informieren auch über rezeptfrei erhältliche Präparate, die sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können.
Bearbeitungsstand: 07.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hypertriglyceridämie
Was ist das? - Definition Hypertriglyceridämie bezeichnet eine Fettstoffwechselstörung, bei der die Konzentration von Triglyzeriden im Blut erhöht ist. Zu hohe Werte dieser Blutfette bleiben oft lange unbemerkt, erhöhen aber das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleber und Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Die Erkrankung ist häufig Teil des sogenannten metabolischen Syndroms.
Krankheitsbild
Triglyzeride sind Fette, die im Blut zirkulieren und aus Nahrung oder körpereigener Produktion stammen. Bei einer Hypertriglyceridämie sind diese Werte dauerhaft erhöht. Die Erkrankung bleibt oft lange symptomlos und wird meist zufällig bei Blutuntersuchungen entdeckt. Sie gilt jedoch ein bedeutender Risikofaktor für Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Folgeerkrankungen.Man unterscheidet zwischen primärer Hypertriglyceridämie (genetisch bedingt) und sekundärer Form, die durch Lebensstil, andere Erkrankungen oder Medikamente ausgelöst wird. Besonders gefährlich sind sehr hohe Werte über 1.000 mg/dl, da sie eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) auslösen können.
Symptome/Verlauf
In den meisten Fällen verursacht Hypertriglyceridämie keine direkten Beschwerden. Erst bei Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Fettleber treten Symptome auf. Seltene Anzeichen sind Fetteinlagerungen in Haut und Sehnen (Xanthome), gelbliche Flecken an den Augenlidern (Xanthelasmen) oder ein weißer Ring in der Hornhaut (Arcus corneae). Der Verlauf hängt stark von der Ursache und dem Lebensstil ab. Bei dauerhaft hohen Werten steigt das Risiko für Gefäßverengungen und Entzündungen. Ein besonders hohes Risiko besitzen Menschen mit Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Hypertriglyceridämie zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Dazu zählen Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber und akute Pankreatitis. Auch Muskelschmerzen und Muskelabbau treten auf. Psychische Belastungen durch Übergewicht oder Folgeerkrankungen wie Diabetes sind ebenfalls nicht selten.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig liegt eine Kombination aus genetischer Veranlagung und ungünstigem Lebensstil vor. Auch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente können die Werte erhöhen.Was Hypertriglyceridämie begünstigen kann:
- Fehlernährung mit zu viel Zucker und Fett
- Bewegungsmangel
- Übergewicht und Adipositas
- Diabetes
- Bluthochdruck
- Alkoholkonsum
- Schwangerschaft
- Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen
- Medikamente wie Betablocker oder Kortikosteroide
- genetische FettstoffwechselstörungenDas kann helfen
Das macht der Arzt:
Die Behandlung beginnt meist mit einer Blutuntersuchung. Bei erhöhten Werten wird zunächst der Lebensstil überprüft. Medikamente wie Fibrate oder Statine können eingesetzt werden, wenn die Werte sehr hoch sind oder andere Risiken bestehen. Bei genetischen Formen erfolgt die Betreuung in Spezialambulanzen.
Was man selbst tun kann:
Eine gesunde Ernährung mit wenig Zucker und gesättigten Fetten, regelmäßige Bewegung, Alkoholverzicht und Gewichtsreduktion sind entscheidend. Auch die Kontrolle von Diabetes und Bluthochdruck hilft, die Werte zu senken. Wenn die Werte stark erhöht sind oder bereits Folgeerkrankungen bestehen, reicht eine Lebensstiländerung allein oft nicht aus. Dann ist eine medikamentöse Therapie notwendig. Auch genetische Ursachen lassen sich nicht durch Ernährung oder Bewegung beeinflussen. Hier ist ärztliche Betreuung unerlässlich.
Bearbeitungsstand: 10.10.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17244717
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- EZETIMIB
- Hersteller:
- Elpen Pharmaceutical Co. Inc.
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Das Arzneimittel ist vor allem für die Folgebehandlung geeignet. Für den Behandlungsbeginn stehen geeignetere Arzneimittel zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Anwendungsgebiete
- Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Erbliche Fettstoffwechselstörung
- Hyperlipidämie (kombiniert)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit und Tageszeit, zum gleichen Zeitpunkt
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Ezetimib: Der Wirkstoff senkt den Blutfettspiegel, indem er die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung hemmt. Außerdem wird auch die Aufnahme von Phytosterinen, das ist die pflanzlichen Variante des Cholesterins, vermindert. Dadurch steht dem Körper weniger Cholesterin zur Verfügung. Der Anteil an in der Blutbahn zirkulierenden Fetten wird somit reduziert und deren Anlagerung an die Gefäßinnenwände ("Verkalkung") vermindert.
Atorvastatin: Der Wirkstoff senkt den Blutfettspiegel, indem er die körpereigene Cholesterinherstellung aus Nahrungsbestandteilen hemmt. Durch diesen herbeigeführten Mangel an Cholesterin in den Körperzellen wird im Folgenden mit der Nahrung aufgenommenes oder vom Körper selbst hergestelltes Cholesterin verstärkt von der Leber aufgenommen, dort verarbeitet und anschließend ausgeschieden. Der Anteil an in der Blutbahn zirkulierenden Fetten wird somit reduziert und deren Anlagerung an die Gefäßinnenwände ("Verkalkung") vermindert. Die Zusammensetzung der Blutfette wird außerdem zugunsten der besser verträglichen Variante (sog. HDL-Cholesterin) verschoben.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Überempfindlichkeit
- Krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
- Kehlkopfschmerzen
- Nasenbluten
- Entweichen von Darmgasen
- Durchfall
- Verstopfung
- Übelkeit
- Magen-Darm-Beschwerden
- Gelenkschmerzen
- Muskelkrämpfe
- Gelenkschwellung
- Gliederschmerzen
- Rückenschmerzen
- Abweichende Leberfunktionswerte
- Anstieg von Muskelenzym (Kreatinphosphokinase) im Blut
- Unterzuckerung (Hypoglykämie)
- Appetitlosigkeit
- Gewichtszunahme
- Albtraum
- Schlaflosigkeit
- Unwohlsein
- Missempfindungen
- Taubheitsgefühl
- Störung des Geschmacks
- Vollständiger oder teilweiser Verlust der Erinnerung bzw. Merkfähigkeit (Amnesie)
- Verschwommenes Sehen
- Ohrgeräusche
- Husten
- Erbrechen
- Aufstoßen
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Bauchschmerzen
- Vermehrt auftretender Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (Reflux)
- Mundtrockenheit
- Magenschleimhautentzündung
- Leberentzündung
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Hautausschlag
- Juckreiz (Pruritus)
- Haarausfall (Alopezie)
- Ermüdung des Muskels
- Muskelschwäche
- Nackenschmerzen
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Hitzewallung
- Wassereinlagerungen in den Beinen
- Schwäche
- Brustkorbschmerzen
- Müdigkeit
- Fieber
- Schmerzen
- Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) im Urin (erhöht)
- Erhöhte Leberwerte (GGT)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Lebererkrankung
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 77 × 82 × 143 mm
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird begleitend zu einer lipidsenkenden Diät gegeben.
Hypercholesterinämie
Was ist das? - Definition Cholesterin ist zwar lebenswichtig, kann aber bei einem Zuviel die Gefäße schädigen. Besonders das sogenannte LDL-Cholesterin fördert Ablagerungen in den Gefäßwänden und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oft bleibt die Störung lange unbemerkt und die Ärztin oder der Arzt entdeckt sie eher zufällig.
Krankheitsbild
Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Der Körper benötigt ihn, um zum Beispiel Zellen aufzubauen oder bestimme Hormon und Gallensäure zu produzieren. Cholesterin wird zu circa 80 Prozent von unserem Körper selbst hergestellt, hauptsächlich in der Leber. Nur einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf.
Um durch den Körper transportiert zu werden, heften sich die Blutfette an Eiweiß. Diese Verbindung nennt sich Lipoprotein (Lipo = Fett, Protein = Eiweiß). Es gibt zwei Hauptformen:
- LDL (Low Density Lipoprotein). Es transportier das Cholesterin zu den Zellen. Es kann sich in den Gefäßwänden ablagern und dort zu Verengungen führen. Umgangssprachlich heißt es deswegen auch schlechtes Cholesterin.
- HDL (High Density Lipoprotein). Es bring das Cholesterin zur Leber, wo es abgebaut wird. Deswegen heißt es auch gutes Cholesterin.
- Zu viel Cholesterin im Blut führt zu Ablagerungen in den Gefäßwänden und somit zu Verkalkung und Verhärtung der Gefäße: Arteriosklerose. Die Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte sind vielfältig: Neben genetischen Einflüssen spielen Ernährung, Lebensstil und bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle.
Symptome/Verlauf
Ein erhöhter Cholesterinspiegel macht keine Beschwerden. Deswegen bleibt er oft unbemerkt. Der Cholesterinspiegel wird durch eine Blutanalyse bestimmt. Es empfiehlt sich, den kostenlosen zweijährlichen Gesundheits-Check für Menschen ab 35 Jahren beim Hausarzt wahrzunehmen.
Da die Erkrankung schleichend verläuft, bleibt sie oft lange unbemerkt. Die eigentlichen Folgen zeigen sich erst später, etwa durch Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei erhöhtem Cholesterin liegt in der Arteriosklerose. Durch Ablagerungen in den Gefäßen kommt es zu deren Verengung, was die Durchblutung beeinträchtigt. Mögliche Komplikationen sind:
- -Herzinfarkt
- -Schlaganfall
- -Durchblutungsstörungen in den Beinen
- -Angina pectoris (Brustenge)
Besonders gefährdet sind Menschen mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder einer familiären Vorbelastung.
Ursachen/RisikofaktorenDie Ursachen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
- -Angeborene Fettstoffwechselstörungen, selten, aber oft mit sehr hohen Cholesterinwerten verbunden
- -Erworbene Hypercholesterinämie, meist durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder andere Erkrankungen
Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- -fettreiche Ernährung, besonders tierische Fette
- -Übergewicht
- -Bewegungsmangel
- -Rauchen
- -Diabetes
- -Schilddrüsenunterfunktion
- -familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
An erster Stelle steht eine Blutuntersuchung, um die Cholesterinwerte zu bestimmen. Liebt ein entsprechender Befund vor, berät er zu einer richtigen Ernährung und passender Bewegung. Reicht dies nicht aus, um die Cholesterinwerte spürbar zu senken, verschreibt er Medikamente. Zu der wichtigsten Gruppe zählen die sogenannten Statine.
Ob eine Behandlung notwendig ist und welche Zielwerte angestrebt werden sollten, hängt von dem Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Patienten ab. Um diesen zu ermitteln, werden sämtliche zusätzlichen Risikofaktoren betrachtet:
Wissenschaftlich nachgewiesen, besonders günstig: eine mediterrane Ernährung. Sie besteht aus viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Auch der regelmäßige Verzehr von Nüssen, Olivenöl, Rapsöl und Leinöl wirkt sich positiv aus. Ebenfalls wichtig: wenig Fleisch und mindestens eine Fischmahlzeit pro Woche.
Ärzte raten zudem, Übergewicht zu reduzieren, sich regelmäßig zu bewegen und Stress abzubauen. Zusätzlich empfiehlt sich, nicht zu rauchen und nur wenig Alkohol zu trinken.
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Cholesterinwerte trotz Lebensstiländerung hoch bleiben oder bereits Gefäßschäden vorliegen, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Das gilt besonders, wenn gleichzeitig andere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck auftreten. Auch bei familiärer Vorbelastung sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.
Viele Apotheken beraten zu einer gesunden Ernährung und bieten eine Messung des Cholesterinspiegels an. Sie informieren auch über rezeptfrei erhältliche Präparate, die sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können.
Bearbeitungsstand: 07.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hypertriglyceridämie
Was ist das? - Definition Hypertriglyceridämie bezeichnet eine Fettstoffwechselstörung, bei der die Konzentration von Triglyzeriden im Blut erhöht ist. Zu hohe Werte dieser Blutfette bleiben oft lange unbemerkt, erhöhen aber das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleber und Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Die Erkrankung ist häufig Teil des sogenannten metabolischen Syndroms.
Krankheitsbild
Triglyzeride sind Fette, die im Blut zirkulieren und aus Nahrung oder körpereigener Produktion stammen. Bei einer Hypertriglyceridämie sind diese Werte dauerhaft erhöht. Die Erkrankung bleibt oft lange symptomlos und wird meist zufällig bei Blutuntersuchungen entdeckt. Sie gilt jedoch ein bedeutender Risikofaktor für Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Folgeerkrankungen.Man unterscheidet zwischen primärer Hypertriglyceridämie (genetisch bedingt) und sekundärer Form, die durch Lebensstil, andere Erkrankungen oder Medikamente ausgelöst wird. Besonders gefährlich sind sehr hohe Werte über 1.000 mg/dl, da sie eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) auslösen können.
Symptome/Verlauf
In den meisten Fällen verursacht Hypertriglyceridämie keine direkten Beschwerden. Erst bei Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Fettleber treten Symptome auf. Seltene Anzeichen sind Fetteinlagerungen in Haut und Sehnen (Xanthome), gelbliche Flecken an den Augenlidern (Xanthelasmen) oder ein weißer Ring in der Hornhaut (Arcus corneae). Der Verlauf hängt stark von der Ursache und dem Lebensstil ab. Bei dauerhaft hohen Werten steigt das Risiko für Gefäßverengungen und Entzündungen. Ein besonders hohes Risiko besitzen Menschen mit Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Hypertriglyceridämie zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Dazu zählen Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber und akute Pankreatitis. Auch Muskelschmerzen und Muskelabbau treten auf. Psychische Belastungen durch Übergewicht oder Folgeerkrankungen wie Diabetes sind ebenfalls nicht selten.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig liegt eine Kombination aus genetischer Veranlagung und ungünstigem Lebensstil vor. Auch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente können die Werte erhöhen.Was Hypertriglyceridämie begünstigen kann:
- Fehlernährung mit zu viel Zucker und Fett
- Bewegungsmangel
- Übergewicht und Adipositas
- Diabetes
- Bluthochdruck
- Alkoholkonsum
- Schwangerschaft
- Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen
- Medikamente wie Betablocker oder Kortikosteroide
- genetische FettstoffwechselstörungenDas kann helfen
Das macht der Arzt:
Die Behandlung beginnt meist mit einer Blutuntersuchung. Bei erhöhten Werten wird zunächst der Lebensstil überprüft. Medikamente wie Fibrate oder Statine können eingesetzt werden, wenn die Werte sehr hoch sind oder andere Risiken bestehen. Bei genetischen Formen erfolgt die Betreuung in Spezialambulanzen.
Was man selbst tun kann:
Eine gesunde Ernährung mit wenig Zucker und gesättigten Fetten, regelmäßige Bewegung, Alkoholverzicht und Gewichtsreduktion sind entscheidend. Auch die Kontrolle von Diabetes und Bluthochdruck hilft, die Werte zu senken. Wenn die Werte stark erhöht sind oder bereits Folgeerkrankungen bestehen, reicht eine Lebensstiländerung allein oft nicht aus. Dann ist eine medikamentöse Therapie notwendig. Auch genetische Ursachen lassen sich nicht durch Ernährung oder Bewegung beeinflussen. Hier ist ärztliche Betreuung unerlässlich.
Bearbeitungsstand: 10.10.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.