EZETIMIB Mylan 10 mg Tabletten
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Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13750240
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- EZETIMIB
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Anwendungsgebiete
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin)
- Erbliche erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin)
- Sitosterinämie - (Phytosterinämie, erblich bedingte Krankheit, bei der zuviel pflanzliches Cholesterin aus der Nahrung über den Darm aufgenommen wird)
- Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit und der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff senkt den Blutfettspiegel, indem er die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung hemmt. Außerdem wird auch die Aufnahme von Phytosterinen, das ist die pflanzlichen Variante des Cholesterins, vermindert. Dadurch steht dem Körper weniger Cholesterin zur Verfügung. Der Anteil an in der Blutbahn zirkulierenden Fetten wird somit reduziert und deren Anlagerung an die Gefäßinnenwände ("Verkalkung") vermindert.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Durchfälle
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Magenschleimhautentzündung
- Übelkeit
- Appetitlosigkeit
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Brustschmerzen
- Nackenschmerzen
- Rückenschmerzen
- Müdigkeit
- Husten
- Refluxkrankheit
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Flüchtige, spontan auftretende Hautrötung mit Hitzegefühl, vor allem im Gesicht (Flush)
- Missempfindungen, wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit
- Juckreiz
- Bluthochdruck
- Wassereinlagerungen (Ödeme), vor allem an den Beinen oder Armen
- Anstieg der Leberwerte
- Muskelschwäche
- Muskelschmerzen
- Muskelkrämpfe
- Rhabdomyolyse (Schädigung von Muskelzellen)
- Allgemeine Schwäche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 100 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur für Tabletten in Flaschen. Für Tabletten in Durchdrückpackungen gilt das aufgedruckte Verfalldatum
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.
Hypercholesterinämie
Was ist das? - Definition Cholesterin ist zwar lebenswichtig, kann aber bei einem Zuviel die Gefäße schädigen. Besonders das sogenannte LDL-Cholesterin fördert Ablagerungen in den Gefäßwänden und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oft bleibt die Störung lange unbemerkt und die Ärztin oder der Arzt entdeckt sie eher zufällig.
Krankheitsbild
Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Der Körper benötigt ihn, um zum Beispiel Zellen aufzubauen oder bestimme Hormon und Gallensäure zu produzieren. Cholesterin wird zu circa 80 Prozent von unserem Körper selbst hergestellt, hauptsächlich in der Leber. Nur einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf.
Um durch den Körper transportiert zu werden, heften sich die Blutfette an Eiweiß. Diese Verbindung nennt sich Lipoprotein (Lipo = Fett, Protein = Eiweiß). Es gibt zwei Hauptformen:
- LDL (Low Density Lipoprotein). Es transportier das Cholesterin zu den Zellen. Es kann sich in den Gefäßwänden ablagern und dort zu Verengungen führen. Umgangssprachlich heißt es deswegen auch schlechtes Cholesterin.
- HDL (High Density Lipoprotein). Es bring das Cholesterin zur Leber, wo es abgebaut wird. Deswegen heißt es auch gutes Cholesterin.
- Zu viel Cholesterin im Blut führt zu Ablagerungen in den Gefäßwänden und somit zu Verkalkung und Verhärtung der Gefäße: Arteriosklerose. Die Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte sind vielfältig: Neben genetischen Einflüssen spielen Ernährung, Lebensstil und bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle.
Symptome/Verlauf
Ein erhöhter Cholesterinspiegel macht keine Beschwerden. Deswegen bleibt er oft unbemerkt. Der Cholesterinspiegel wird durch eine Blutanalyse bestimmt. Es empfiehlt sich, den kostenlosen zweijährlichen Gesundheits-Check für Menschen ab 35 Jahren beim Hausarzt wahrzunehmen.
Da die Erkrankung schleichend verläuft, bleibt sie oft lange unbemerkt. Die eigentlichen Folgen zeigen sich erst später, etwa durch Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei erhöhtem Cholesterin liegt in der Arteriosklerose. Durch Ablagerungen in den Gefäßen kommt es zu deren Verengung, was die Durchblutung beeinträchtigt. Mögliche Komplikationen sind:
- -Herzinfarkt
- -Schlaganfall
- -Durchblutungsstörungen in den Beinen
- -Angina pectoris (Brustenge)
Besonders gefährdet sind Menschen mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder einer familiären Vorbelastung.
Ursachen/RisikofaktorenDie Ursachen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
- -Angeborene Fettstoffwechselstörungen, selten, aber oft mit sehr hohen Cholesterinwerten verbunden
- -Erworbene Hypercholesterinämie, meist durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder andere Erkrankungen
Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- -fettreiche Ernährung, besonders tierische Fette
- -Übergewicht
- -Bewegungsmangel
- -Rauchen
- -Diabetes
- -Schilddrüsenunterfunktion
- -familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
An erster Stelle steht eine Blutuntersuchung, um die Cholesterinwerte zu bestimmen. Liebt ein entsprechender Befund vor, berät er zu einer richtigen Ernährung und passender Bewegung. Reicht dies nicht aus, um die Cholesterinwerte spürbar zu senken, verschreibt er Medikamente. Zu der wichtigsten Gruppe zählen die sogenannten Statine.
Ob eine Behandlung notwendig ist und welche Zielwerte angestrebt werden sollten, hängt von dem Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Patienten ab. Um diesen zu ermitteln, werden sämtliche zusätzlichen Risikofaktoren betrachtet:
Wissenschaftlich nachgewiesen, besonders günstig: eine mediterrane Ernährung. Sie besteht aus viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Auch der regelmäßige Verzehr von Nüssen, Olivenöl, Rapsöl und Leinöl wirkt sich positiv aus. Ebenfalls wichtig: wenig Fleisch und mindestens eine Fischmahlzeit pro Woche.
Ärzte raten zudem, Übergewicht zu reduzieren, sich regelmäßig zu bewegen und Stress abzubauen. Zusätzlich empfiehlt sich, nicht zu rauchen und nur wenig Alkohol zu trinken.
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Cholesterinwerte trotz Lebensstiländerung hoch bleiben oder bereits Gefäßschäden vorliegen, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Das gilt besonders, wenn gleichzeitig andere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck auftreten. Auch bei familiärer Vorbelastung sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.
Viele Apotheken beraten zu einer gesunden Ernährung und bieten eine Messung des Cholesterinspiegels an. Sie informieren auch über rezeptfrei erhältliche Präparate, die sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können.
Bearbeitungsstand: 07.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Koronare Herzkrankheit
Was ist das? - Definition Der hart arbeitende Herzmuskel muss stetig über Blutgefäße (Koronargefäße) mit Blut versorgt werden. Drosseln Verengungen dieser Gefäße den Blutstrom im Herzmuskel, kommt es zur Koronaren Herzkrankheit. Sie kann auf Dauer schwerwiegende Folgen haben, einen Herzinfarkt etwa. Eine passende Behandlung kann dem vorbeugen.
Krankheitsbild
Die koronare Herzkrankheit (KHK) entsteht in den meisten Fällen, wenn Blutgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, durch Ablagerungen in den Gefäßinnenwänden verengt oder blockiert werden. Dadurch erhält der Herzmuskel nicht mehr genug Sauerstoff und Nährstoffe, besonders bei Anstrengung. Ein typisches Anzeichen der Erkrankung besteht darin, dass es kurzeitig zu Beschwerden wie Brustenge, Brustschmerz und Atemnot bei körperlicher Belastung kommen kann, man spricht hier von Angina pectoris. Ist sie stabil, lassen die Beschwerden in Ruhe oder durch bestimmte Medikamente meist rasch wieder nach. Aber auch Herzschwäche oder Störungen im Schlagrhythmus des Herzens können bei der Koronaren Herzkrankheit vorkommen.
Oft entwickelt sich die Erkrankung über Jahre unbemerkt. Sie ist nicht heilbar, lässt sich jedoch mit einer geeigneten Behandlung, regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen und einem gesunden Lebensstil in der Regel recht lange kontrollieren. Da die den Herzmuskel versorgenden Blutgefäße betroffen sind und man diese medizinisch als Koronargefäße bezeichnet, erklärt sich so der Name der Krankheit: Koronare Herzkrankheit.
Symptome/Verlauf
Kommt es bei der Koronaren Herzkrankheit zu Symptomen, handelt sich häufig um das Beschwerdebild einer Angina pectoris. Diese tritt anfangs meist nur bei Belastung auf, später möglicherweise auch in Ruhe. Typische Anzeichen sind:
- Schmerzen sowie ein Gefühl von Druck, Enge oder Brennen im Brustbereich, ausstrahlen des Schmerzes in Arme, Hals oder Oberbauch
- Atemnot, Herzklopfen oder Schwächegefühle
- unbestimmte Symptome wie Übelkeit, Erschöpfung oder Rückenschmerzen
Besonders bei Frauen und älteren Menschen können unbestimmte Symptome im Vordergrund stehen, zusammen mit Atemnot. Das der Brustschmerz fehlt, ist auch bei Diabetikern wahrscheinlicher.
Halten die Beschwerden länger als 15 Minuten an, kann das ein Herzinfarkt sein oder ein Anzeichen, dass er bald bevorsteht. Es handelt sich um einen bedrohlichen Notfall, daher sofort den Notruf 112 wählen! Bei einem Herzinfarkt bewirken auch Ruhe oder Medikamente gegen Angina pectoris keine oder kaum Besserung.
Die Koronare Herzkrankheit kann neben Angina pectoris auch eine Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Die Erkrankung verläuft in der Regel schleichend. Früh erkannt und behandelt, lässt sie sich aber oft über Jahre stabil halten.
Folgen/Komplikationen
Vor allem unbehandelt kann eine Koronare Herzkrankheit schwerwiegende Folgen haben:
- Herzinfarkt durch plötzlichen Blutgefäßverschluss
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche), wenn der Herzmuskel dauerhaft zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe bekommt
- Herzrhythmusstörungen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache ist die Arteriosklerose. Dabei verengen Ablagerungen aus Blutfetten wie Cholesterin sowie Kalzium und anderen Stoffen die Innenwand von Blutgefäßen, auch bei denjenigen im Herzmuskel. Begünstigt wird dies durch:
- Bluthochdruck
- erhöhte Blutfettwerte (besonders LDL-Cholesterin)
- Rauchen
- Diabetes mellitus
- Bewegungsmangel, Übergewicht und ungesunde Ernährung
- chronischen Stress
- familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Das kann man selbst tun:
Viel Bewegung, gesunde Ernährung, ein Rauchstopp, Stressabbau und regelmäßige ärztliche Kontrollen sind entscheidend, um das Herz zu schützen. Liegt bereits ein Koronare Herzkrankheit vor, gar mit Beschwerden, sollte man mit dem Arzt besprechen, welche Formen von Bewegung beziehungsweise Sport sich gut eignen.
Das kann der Arzt tun:
Ärztinnen und Ärzte setzen je nach Schwere der Koronaren Herzkrankheit und je nach vorliegenden Risikofaktoren Medikamente ein (zum Beispiel "Blutverdünner", Cholesterin- und Blutdrucksenker, Nitropräparate gegen Angina pectoris oder Mittel gegen Herzrhythmusstörungen). Bei stärkeren Verengungen können Eingriffe nötig sein, etwa das Einsetzen eines stützenden Drahtgeflecht-Röhrchens (Stent) an Gefäßengstellen oder eine Bypass-Operation zu deren Umgehung. Wichtig sind auch regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13750240
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- EZETIMIB
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Anwendungsgebiete
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin)
- Erbliche erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin)
- Sitosterinämie - (Phytosterinämie, erblich bedingte Krankheit, bei der zuviel pflanzliches Cholesterin aus der Nahrung über den Darm aufgenommen wird)
- Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit und der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff senkt den Blutfettspiegel, indem er die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung hemmt. Außerdem wird auch die Aufnahme von Phytosterinen, das ist die pflanzlichen Variante des Cholesterins, vermindert. Dadurch steht dem Körper weniger Cholesterin zur Verfügung. Der Anteil an in der Blutbahn zirkulierenden Fetten wird somit reduziert und deren Anlagerung an die Gefäßinnenwände ("Verkalkung") vermindert.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Durchfälle
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Magenschleimhautentzündung
- Übelkeit
- Appetitlosigkeit
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Brustschmerzen
- Nackenschmerzen
- Rückenschmerzen
- Müdigkeit
- Husten
- Refluxkrankheit
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Flüchtige, spontan auftretende Hautrötung mit Hitzegefühl, vor allem im Gesicht (Flush)
- Missempfindungen, wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit
- Juckreiz
- Bluthochdruck
- Wassereinlagerungen (Ödeme), vor allem an den Beinen oder Armen
- Anstieg der Leberwerte
- Muskelschwäche
- Muskelschmerzen
- Muskelkrämpfe
- Rhabdomyolyse (Schädigung von Muskelzellen)
- Allgemeine Schwäche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 100 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur für Tabletten in Flaschen. Für Tabletten in Durchdrückpackungen gilt das aufgedruckte Verfalldatum
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.
Hypercholesterinämie
Was ist das? - Definition Cholesterin ist zwar lebenswichtig, kann aber bei einem Zuviel die Gefäße schädigen. Besonders das sogenannte LDL-Cholesterin fördert Ablagerungen in den Gefäßwänden und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oft bleibt die Störung lange unbemerkt und die Ärztin oder der Arzt entdeckt sie eher zufällig.
Krankheitsbild
Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Der Körper benötigt ihn, um zum Beispiel Zellen aufzubauen oder bestimme Hormon und Gallensäure zu produzieren. Cholesterin wird zu circa 80 Prozent von unserem Körper selbst hergestellt, hauptsächlich in der Leber. Nur einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf.
Um durch den Körper transportiert zu werden, heften sich die Blutfette an Eiweiß. Diese Verbindung nennt sich Lipoprotein (Lipo = Fett, Protein = Eiweiß). Es gibt zwei Hauptformen:
- LDL (Low Density Lipoprotein). Es transportier das Cholesterin zu den Zellen. Es kann sich in den Gefäßwänden ablagern und dort zu Verengungen führen. Umgangssprachlich heißt es deswegen auch schlechtes Cholesterin.
- HDL (High Density Lipoprotein). Es bring das Cholesterin zur Leber, wo es abgebaut wird. Deswegen heißt es auch gutes Cholesterin.
- Zu viel Cholesterin im Blut führt zu Ablagerungen in den Gefäßwänden und somit zu Verkalkung und Verhärtung der Gefäße: Arteriosklerose. Die Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte sind vielfältig: Neben genetischen Einflüssen spielen Ernährung, Lebensstil und bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle.
Symptome/Verlauf
Ein erhöhter Cholesterinspiegel macht keine Beschwerden. Deswegen bleibt er oft unbemerkt. Der Cholesterinspiegel wird durch eine Blutanalyse bestimmt. Es empfiehlt sich, den kostenlosen zweijährlichen Gesundheits-Check für Menschen ab 35 Jahren beim Hausarzt wahrzunehmen.
Da die Erkrankung schleichend verläuft, bleibt sie oft lange unbemerkt. Die eigentlichen Folgen zeigen sich erst später, etwa durch Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei erhöhtem Cholesterin liegt in der Arteriosklerose. Durch Ablagerungen in den Gefäßen kommt es zu deren Verengung, was die Durchblutung beeinträchtigt. Mögliche Komplikationen sind:
- -Herzinfarkt
- -Schlaganfall
- -Durchblutungsstörungen in den Beinen
- -Angina pectoris (Brustenge)
Besonders gefährdet sind Menschen mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder einer familiären Vorbelastung.
Ursachen/RisikofaktorenDie Ursachen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
- -Angeborene Fettstoffwechselstörungen, selten, aber oft mit sehr hohen Cholesterinwerten verbunden
- -Erworbene Hypercholesterinämie, meist durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder andere Erkrankungen
Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- -fettreiche Ernährung, besonders tierische Fette
- -Übergewicht
- -Bewegungsmangel
- -Rauchen
- -Diabetes
- -Schilddrüsenunterfunktion
- -familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
An erster Stelle steht eine Blutuntersuchung, um die Cholesterinwerte zu bestimmen. Liebt ein entsprechender Befund vor, berät er zu einer richtigen Ernährung und passender Bewegung. Reicht dies nicht aus, um die Cholesterinwerte spürbar zu senken, verschreibt er Medikamente. Zu der wichtigsten Gruppe zählen die sogenannten Statine.
Ob eine Behandlung notwendig ist und welche Zielwerte angestrebt werden sollten, hängt von dem Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Patienten ab. Um diesen zu ermitteln, werden sämtliche zusätzlichen Risikofaktoren betrachtet:
Wissenschaftlich nachgewiesen, besonders günstig: eine mediterrane Ernährung. Sie besteht aus viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Auch der regelmäßige Verzehr von Nüssen, Olivenöl, Rapsöl und Leinöl wirkt sich positiv aus. Ebenfalls wichtig: wenig Fleisch und mindestens eine Fischmahlzeit pro Woche.
Ärzte raten zudem, Übergewicht zu reduzieren, sich regelmäßig zu bewegen und Stress abzubauen. Zusätzlich empfiehlt sich, nicht zu rauchen und nur wenig Alkohol zu trinken.
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Cholesterinwerte trotz Lebensstiländerung hoch bleiben oder bereits Gefäßschäden vorliegen, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Das gilt besonders, wenn gleichzeitig andere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck auftreten. Auch bei familiärer Vorbelastung sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.
Viele Apotheken beraten zu einer gesunden Ernährung und bieten eine Messung des Cholesterinspiegels an. Sie informieren auch über rezeptfrei erhältliche Präparate, die sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können.
Bearbeitungsstand: 07.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Koronare Herzkrankheit
Was ist das? - Definition Der hart arbeitende Herzmuskel muss stetig über Blutgefäße (Koronargefäße) mit Blut versorgt werden. Drosseln Verengungen dieser Gefäße den Blutstrom im Herzmuskel, kommt es zur Koronaren Herzkrankheit. Sie kann auf Dauer schwerwiegende Folgen haben, einen Herzinfarkt etwa. Eine passende Behandlung kann dem vorbeugen.
Krankheitsbild
Die koronare Herzkrankheit (KHK) entsteht in den meisten Fällen, wenn Blutgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, durch Ablagerungen in den Gefäßinnenwänden verengt oder blockiert werden. Dadurch erhält der Herzmuskel nicht mehr genug Sauerstoff und Nährstoffe, besonders bei Anstrengung. Ein typisches Anzeichen der Erkrankung besteht darin, dass es kurzeitig zu Beschwerden wie Brustenge, Brustschmerz und Atemnot bei körperlicher Belastung kommen kann, man spricht hier von Angina pectoris. Ist sie stabil, lassen die Beschwerden in Ruhe oder durch bestimmte Medikamente meist rasch wieder nach. Aber auch Herzschwäche oder Störungen im Schlagrhythmus des Herzens können bei der Koronaren Herzkrankheit vorkommen.
Oft entwickelt sich die Erkrankung über Jahre unbemerkt. Sie ist nicht heilbar, lässt sich jedoch mit einer geeigneten Behandlung, regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen und einem gesunden Lebensstil in der Regel recht lange kontrollieren. Da die den Herzmuskel versorgenden Blutgefäße betroffen sind und man diese medizinisch als Koronargefäße bezeichnet, erklärt sich so der Name der Krankheit: Koronare Herzkrankheit.
Symptome/Verlauf
Kommt es bei der Koronaren Herzkrankheit zu Symptomen, handelt sich häufig um das Beschwerdebild einer Angina pectoris. Diese tritt anfangs meist nur bei Belastung auf, später möglicherweise auch in Ruhe. Typische Anzeichen sind:
- Schmerzen sowie ein Gefühl von Druck, Enge oder Brennen im Brustbereich, ausstrahlen des Schmerzes in Arme, Hals oder Oberbauch
- Atemnot, Herzklopfen oder Schwächegefühle
- unbestimmte Symptome wie Übelkeit, Erschöpfung oder Rückenschmerzen
Besonders bei Frauen und älteren Menschen können unbestimmte Symptome im Vordergrund stehen, zusammen mit Atemnot. Das der Brustschmerz fehlt, ist auch bei Diabetikern wahrscheinlicher.
Halten die Beschwerden länger als 15 Minuten an, kann das ein Herzinfarkt sein oder ein Anzeichen, dass er bald bevorsteht. Es handelt sich um einen bedrohlichen Notfall, daher sofort den Notruf 112 wählen! Bei einem Herzinfarkt bewirken auch Ruhe oder Medikamente gegen Angina pectoris keine oder kaum Besserung.
Die Koronare Herzkrankheit kann neben Angina pectoris auch eine Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Die Erkrankung verläuft in der Regel schleichend. Früh erkannt und behandelt, lässt sie sich aber oft über Jahre stabil halten.
Folgen/Komplikationen
Vor allem unbehandelt kann eine Koronare Herzkrankheit schwerwiegende Folgen haben:
- Herzinfarkt durch plötzlichen Blutgefäßverschluss
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche), wenn der Herzmuskel dauerhaft zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe bekommt
- Herzrhythmusstörungen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache ist die Arteriosklerose. Dabei verengen Ablagerungen aus Blutfetten wie Cholesterin sowie Kalzium und anderen Stoffen die Innenwand von Blutgefäßen, auch bei denjenigen im Herzmuskel. Begünstigt wird dies durch:
- Bluthochdruck
- erhöhte Blutfettwerte (besonders LDL-Cholesterin)
- Rauchen
- Diabetes mellitus
- Bewegungsmangel, Übergewicht und ungesunde Ernährung
- chronischen Stress
- familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Das kann man selbst tun:
Viel Bewegung, gesunde Ernährung, ein Rauchstopp, Stressabbau und regelmäßige ärztliche Kontrollen sind entscheidend, um das Herz zu schützen. Liegt bereits ein Koronare Herzkrankheit vor, gar mit Beschwerden, sollte man mit dem Arzt besprechen, welche Formen von Bewegung beziehungsweise Sport sich gut eignen.
Das kann der Arzt tun:
Ärztinnen und Ärzte setzen je nach Schwere der Koronaren Herzkrankheit und je nach vorliegenden Risikofaktoren Medikamente ein (zum Beispiel "Blutverdünner", Cholesterin- und Blutdrucksenker, Nitropräparate gegen Angina pectoris oder Mittel gegen Herzrhythmusstörungen). Bei stärkeren Verengungen können Eingriffe nötig sein, etwa das Einsetzen eines stützenden Drahtgeflecht-Röhrchens (Stent) an Gefäßengstellen oder eine Bypass-Operation zu deren Umgehung. Wichtig sind auch regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.