FESOTERODIN AL 8 mg Retardtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Retard-Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19067751
- Darreichungsform:
- Retard-Tabletten (Retard-Tabletten)
- Packungsgröße:
- 28 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 8 mg
- Marke:
- FESOTERODIN
- Hersteller:
- ALIUD Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Halluzinationen, starke Erregung, Krampfanfälle, Atemschwäche, Herzrasen, Harnverhalt, Pupillenerweiterung und Herzrhythmusstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Höchstdosis: Eine Dosis von 1 Tablette pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Häufiges Wasserlassen und Harndrang (Überaktive Blase, Reizblase)
- Ungewollter Harnabgang und starker Harndrang
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Fesoterodin hemmt die Wirkung eines körpereigenen Botenstoffs (Acetylcholin) an bestimmten Rezeptoren (Muscarinrezptoren) im Bereich der Harnblase und wirkt dadurch krampflösend auf die glatte Muskulatur der Harnleiter und der Harnblase. Fesoterodin verbessert die Symptome der überaktiven Blase einschließlich der Häufigkeit des Wasserlassens, der Blasenkapazität und der Häufigkeit und Schwere des Harndrangs.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Mundtrockenheit
- Schlaflosigkeit
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Trockene Augen
- Trockener Hals
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Verdauungsbeschwerden
- Verstopfung
- Übelkeit
- Schmerzhafte oder erschwerte Harnblasenentleerung
- Infektion der Harnwege
- Störung des Geschmacksempfindens
- Schläfrigkeit
- Verschwommenes Sehen
- Drehschwindel
- Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
- Herzklopfen
- Kehlkopfschmerz
- Husten
- Trockene Nasenschleimhaut
- Magen-Darm-Beschwerden
- Entweichen von Darmgasen
- Vermehrt auftretender Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (Reflux)
- Erhöhte Leberwerte (ALAT, GGT)
- Hautausschlag
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Juckreiz (Pruritus)
- Schwierigkeiten bei der vollständigen Blasenentleerung
- Störungen beim Wasserlassen
- Müdigkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen
- Magenentleerungsstörung
- Engwinkelglaukom (unbehandelt oder nicht ausreichend behandelt)
- Nervenerkrankung mit Muskelerschlaffung (Myasthenia gravis)
- Schwere Leberfunktionsstörung
- Schwere Dickdarmschleimhautentzündung (Colitis ulcerosa)
- Dauerhafte Ausweitung des Dickdarms (Megakolon)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Harn-Inkontinenz
Was ist das? - Definition Harninkontinenz bedeutet, dass der Urin nicht mehr zuverlässig gehalten werden kann. Es kommt zu ungewolltem Urinverlust. Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und betreffen Menschen jeden Alters.
Krankheitsbild
Harninkontinenz beschreibt das unkontrollierte Austreten von Urin. Die Erkrankung kann plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Sie zeigt sich in verschiedenen Formen, etwa als Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz oder Mischform. Viele Betroffene empfinden Scham und sprechen erst spät darüber, obwohl die Beschwerden meist gut behandelbar sind.
Symptome Verlauf
Die Symptome hängen von der Form der Inkontinenz ab. Häufig kommt es zu plötzlichem Harndrang oder Urinverlust bei körperlicher Belastung. Der Verlauf kann schwankend sein und sich mit der Zeit verstärken, wenn keine Behandlung erfolgt. Typische Anzeichen sind:
- unkontrollierter Urinverlust
- starker plötzlicher Harndrang
- häufiges Wasserlassen
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
Folgen Komplikationen
Unbehandelt kann Harninkontinenz die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Betroffene ziehen sich oft zurück und vermeiden soziale Aktivitäten. Hautreizungen oder Infektionen können auftreten, wenn Urin regelmäßig auf die Haut gelangt. In schweren Fällen kann die Erkrankung auf eine zugrunde liegende Störung hinweisen, die ärztlich abgeklärt werden muss.
Ursachen Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig spielen eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, Veränderungen der Blase oder Störungen der Nerven eine Rolle. Auch hormonelle Veränderungen, Operationen im Beckenbereich oder chronische Erkrankungen können die Kontinenz beeinträchtigen. Zu den Risikofaktoren zählen höheres Lebensalter, Schwangerschaft und Geburt, Übergewicht, Bewegungsmangel und bestimmte Medikamente.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er prüft zunächst die Form der Inkontinenz und empfiehlt je nach Ursache Beckenbodentraining, Blasentraining oder Wirkstoffgruppen wie bestimmte krampflösende oder entzündungshemmende Mittel. Zudem gibt es auch operative Verfahren.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Beckenbodenübungen, Blasentraining, Gewichtsreduktion und angepasste Trinkgewohnheiten nutzen. Grenzen bestehen, wenn starke Beschwerden, Schmerzen, Blut im Urin oder wiederkehrende Infektionen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangabe:
P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Retard-Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19067751
- Darreichungsform:
- Retard-Tabletten (Retard-Tabletten)
- Packungsgröße:
- 28 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 8 mg
- Marke:
- FESOTERODIN
- Hersteller:
- ALIUD Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Halluzinationen, starke Erregung, Krampfanfälle, Atemschwäche, Herzrasen, Harnverhalt, Pupillenerweiterung und Herzrhythmusstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Höchstdosis: Eine Dosis von 1 Tablette pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Häufiges Wasserlassen und Harndrang (Überaktive Blase, Reizblase)
- Ungewollter Harnabgang und starker Harndrang
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Fesoterodin hemmt die Wirkung eines körpereigenen Botenstoffs (Acetylcholin) an bestimmten Rezeptoren (Muscarinrezptoren) im Bereich der Harnblase und wirkt dadurch krampflösend auf die glatte Muskulatur der Harnleiter und der Harnblase. Fesoterodin verbessert die Symptome der überaktiven Blase einschließlich der Häufigkeit des Wasserlassens, der Blasenkapazität und der Häufigkeit und Schwere des Harndrangs.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Mundtrockenheit
- Schlaflosigkeit
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Trockene Augen
- Trockener Hals
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Verdauungsbeschwerden
- Verstopfung
- Übelkeit
- Schmerzhafte oder erschwerte Harnblasenentleerung
- Infektion der Harnwege
- Störung des Geschmacksempfindens
- Schläfrigkeit
- Verschwommenes Sehen
- Drehschwindel
- Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
- Herzklopfen
- Kehlkopfschmerz
- Husten
- Trockene Nasenschleimhaut
- Magen-Darm-Beschwerden
- Entweichen von Darmgasen
- Vermehrt auftretender Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (Reflux)
- Erhöhte Leberwerte (ALAT, GGT)
- Hautausschlag
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Juckreiz (Pruritus)
- Schwierigkeiten bei der vollständigen Blasenentleerung
- Störungen beim Wasserlassen
- Müdigkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen
- Magenentleerungsstörung
- Engwinkelglaukom (unbehandelt oder nicht ausreichend behandelt)
- Nervenerkrankung mit Muskelerschlaffung (Myasthenia gravis)
- Schwere Leberfunktionsstörung
- Schwere Dickdarmschleimhautentzündung (Colitis ulcerosa)
- Dauerhafte Ausweitung des Dickdarms (Megakolon)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Harn-Inkontinenz
Was ist das? - Definition Harninkontinenz bedeutet, dass der Urin nicht mehr zuverlässig gehalten werden kann. Es kommt zu ungewolltem Urinverlust. Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und betreffen Menschen jeden Alters.
Krankheitsbild
Harninkontinenz beschreibt das unkontrollierte Austreten von Urin. Die Erkrankung kann plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Sie zeigt sich in verschiedenen Formen, etwa als Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz oder Mischform. Viele Betroffene empfinden Scham und sprechen erst spät darüber, obwohl die Beschwerden meist gut behandelbar sind.
Symptome Verlauf
Die Symptome hängen von der Form der Inkontinenz ab. Häufig kommt es zu plötzlichem Harndrang oder Urinverlust bei körperlicher Belastung. Der Verlauf kann schwankend sein und sich mit der Zeit verstärken, wenn keine Behandlung erfolgt. Typische Anzeichen sind:
- unkontrollierter Urinverlust
- starker plötzlicher Harndrang
- häufiges Wasserlassen
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
Folgen Komplikationen
Unbehandelt kann Harninkontinenz die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Betroffene ziehen sich oft zurück und vermeiden soziale Aktivitäten. Hautreizungen oder Infektionen können auftreten, wenn Urin regelmäßig auf die Haut gelangt. In schweren Fällen kann die Erkrankung auf eine zugrunde liegende Störung hinweisen, die ärztlich abgeklärt werden muss.
Ursachen Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig spielen eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, Veränderungen der Blase oder Störungen der Nerven eine Rolle. Auch hormonelle Veränderungen, Operationen im Beckenbereich oder chronische Erkrankungen können die Kontinenz beeinträchtigen. Zu den Risikofaktoren zählen höheres Lebensalter, Schwangerschaft und Geburt, Übergewicht, Bewegungsmangel und bestimmte Medikamente.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er prüft zunächst die Form der Inkontinenz und empfiehlt je nach Ursache Beckenbodentraining, Blasentraining oder Wirkstoffgruppen wie bestimmte krampflösende oder entzündungshemmende Mittel. Zudem gibt es auch operative Verfahren.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Beckenbodenübungen, Blasentraining, Gewichtsreduktion und angepasste Trinkgewohnheiten nutzen. Grenzen bestehen, wenn starke Beschwerden, Schmerzen, Blut im Urin oder wiederkehrende Infektionen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangabe:
P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.