FINASTERID Amarox 5 mg Filmtabletten
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Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16815508
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 5 mg
- Marke:
- FINASTERID
- Hersteller:
- AMAROX PHARMA GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Tabletten dürfen nicht zerteilt oder zerstoßen werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Gutartig vergrößerte Prostata (benigne Prostatahyperplasie)
- Senkung des Risikos von Harnverhalt (akut) und einer Operation bei benigner Prostatahyperplasie
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Finasterid ist ein so genannter 5-alpha-Reduktase-Hemmer, der die Umwandlung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron in Dihydrotestosteron blockiert, was zu einer Senkung der Dihydrotestosteron-Konzentration führt. Dadurch wird das Wachstum der Prostata gehemmt und der negative Einfluss des Geschlechtshormons auf das Haarwachstum bei hormonell bedingtem Haarausfall gemindert.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Störungen der Sexualfunktion, wie:
- Erektionsstörungen
- Ejakulationsstörungen - (Störungen beim Samenerguss)
- Libidoabnahme - (Abnahme der Lust zum Geschlechtsverkehr)
- Vermindertes Ejakulationsvolumen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Brustbeschwerden
- Brustdrüsenvergrößerung beim Mann
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Das Arzneimittel ist für Frauen nicht geeignet.
Frauen, die schwanger sind oder sein könnten, sollten zerkleinerte oder zerbrochene Tabletten nicht berühren, weil der Wirkstoff über die Haut aufgenommen werden könnte.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 23 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 46 × 33 × 105 mm
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie unter depressiver Stimmung, Depressionen oder Gedanken leiden, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Prostatahyperplasie
Was ist das? - Definition Die Prostatahyperplasie ist eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse des Mannes. Sie tritt vor allem im höheren Lebensalter auf und kann durch die Größenzunahme der Drüse den Harnfluss behindern. Obwohl es sich nicht um Krebs handelt, kann die Erkrankung die Lebensqualität deutlich einschränken.
Krankheitsbild
Die gutartige Prostatahyperplasie ist eine der häufigsten urologischen Erkrankungen bei Männern ab dem mittleren Alter. Ein zunehmendes Wachstum der Prostata engt die Harnröhre ein. Dadurch entstehen Beschwerden beim Wasserlassen. Die Erkrankung entwickelt sich langsam und bleibt anfangs oft unbemerkt.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden nehmen meist schleichend zu. Anfangs sind es leichte Veränderungen beim Wasserlassen, später können die Symptome stärker auftreten. Der Verlauf ist chronisch, die Beschwerden können ohne Behandlung fortschreiten.Zu den typischen Symptomen zählen:
- Abschwächung des Harnstrahls
- verlängertes Wasserlassen
- ständiger Harndrang, auch nachts
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- plötzlich auftretender, starker Harndrang
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Prostatahyperplasie unbehandelt, kann es zu wiederholten Harnwegsinfekten, Blasensteinen oder einer Überdehnung der Blase kommen. In schweren Fällen droht ein Harnverhalt, bei dem kein Wasserlassen mehr möglich ist. Langfristig kann auch die Nierenfunktion beeinträchtigt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Eine Rolle spielen hormonelle Veränderungen im Alter, insbesondere das Verhältnis von Testosteron zu anderen Hormonen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen ein höheres Lebensalter, eine familiäre Veranlagung, Übergewicht und Bewegungsmangel.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann Medikamente einsetzen, die die Muskulatur der Prostata und Blase entspannen oder das Wachstum der Drüse bremsen. In schweren Fällen ist ein operativer Eingriff möglich.
Das kann man selbst tun: Hilfreich sind ausreichend Bewegung, Gewichtsreduktion und das Vermeiden von abendlichem Alkohol oder koffeinhaltigen Getränken. Grenzen liegen dort, wo Beschwerden stark zunehmen, Harnverhalt auftritt oder die Nieren gefährdet sind. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 05.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Harnverhalt
Was ist das? - Definition Harnverhalt bedeutet, dass die Harnblase nicht oder nicht vollständig entleert werden kann, obwohl sie gefüllt ist und Harndrang besteht. Der Urin bleibt ganz oder teilweise in der Blase zurück, weil entweder der Abfluss behindert ist oder die Blasenmuskulatur nicht richtig arbeitet. Der Zustand kann plötzlich (akut) auftreten oder sich langsam entwickeln (chronisch).
Krankheitsbild
Harnverhalt bedeutet, dass die Harnblase nicht oder nicht vollständig entleert werden kann, obwohl sie gefüllt ist und Harndrang besteht. Der Urin bleibt ganz oder teilweise in der Blase zurück, weil entweder der Abfluss behindert ist oder die Blasenmuskulatur nicht richtig arbeitet. Der Zustand kann plötzlich (akut) auftreten oder sich langsam entwickeln (chronisch).
Symptome/Verlauf
Typisch ist ein starker Harndrang, ohne dass Wasserlassen möglich ist oder nur kleine Mengen abgegeben werden können. Beim akuten Harnverhalt kommt es oft zu starken Schmerzen und einer sichtbaren Wölbung im Unterbauch durch eine prall gefüllte Blase. Beim chronischen Verlauf bestehen eher Beschwerden wie ein schwacher Urinstrahl, Schwierigkeiten beim Beginn des Wasserlassens oder das Gefühl, die Blase nie ganz entleeren zu können. Häufiges Wasserlassen, nächtlicher Harndrang oder unwillkürlicher Urinverlust können ebenfalls auftreten.
Folgen/Komplikationen
Bleibt Urin in der Blase zurück, kann sich diese überdehnen. Dadurch steigt das Risiko für Harnwegsinfektionen, da sich Bakterien im Resturin vermehren können. Bei länger bestehendem Harnverhalt kann sich der Urin bis in die Nieren zurückstauen und diese schädigen. In schweren Fällen kann es zu dauerhaften Funktionsstörungen der Blase oder der Nieren kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Harnverhalt kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, die entweder den Urinabfluss behindern oder die Blasenfunktion stören. Dazu gehören insbesondere:
- Mechanische Hindernisse im Harntrakt: Eine häufige Ursache ist eine vergrößerte Prostata, die die Harnröhre einengt. Auch Harnröhrenverengungen, Blasen- oder Harnsteine sowie Tumoren können den Abfluss des Urins blockieren.
- Nervenschädigungen (neurogene Ursachen): Erkrankungen oder Verletzungen des Nervensystems - etwa bei Diabetes, Rückenmarksschäden, Bandscheibenvorfällen oder neurologischen Erkrankungen - können die Steuerung von Blase und Schließmuskel beeinträchtigen.
- Medikamente: Bestimmte Arzneimittel können Harnverhalt begünstigen, darunter solche mit anticholinerger Wirkung (z.B. bei Asthma oder Parkinson), einige Antidepressiva, Antihistaminika oder Mittel gegen Bluthochdruck.
- Operationen und Verletzungen: Eingriffe im Beckenbereich oder an der Wirbelsäule sowie Verletzungen können vorübergehend oder dauerhaft zu Problemen beim Wasserlassen führen.
- Infektionen und Entzündungen: Entzündungen im Bereich der Harnwege oder der Prostata können Schwellungen verursachen und so den Harnabfluss behindern.
- Weitere Risikofaktoren: Höheres Lebensalter, Störungen der Blasenmuskulatur, sowie bestehende Erkrankungen wie Diabetes erhöhen das Risiko für einen Harnverhalt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei einem akuten Harnverhalt ist eine schnelle ärztliche Behandlung notwendig. Der Arzt entleert die Blase meist mithilfe eines Katheters und untersucht anschließend die Ursache. Je nach Auslöser kommen Medikamente, Änderungen bestehender Therapien oder auch operative Eingriffe infrage. Wichtig ist, die zugrunde liegende Ursache gezielt zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Betroffene selbst sollten bei Beschwerden frühzeitig ärztlichen Rat suchen und nicht versuchen, den Harndrang längere Zeit zu unterdrücken. Bei bekannten Risikofaktoren, etwa bestimmten Medikamenten oder bestehenden Erkrankungen, kann eine enge ärztliche Kontrolle helfen, einen Harnverhalt zu vermeiden oder früh zu erkennen.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16815508
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 5 mg
- Marke:
- FINASTERID
- Hersteller:
- AMAROX PHARMA GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Tabletten dürfen nicht zerteilt oder zerstoßen werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Gutartig vergrößerte Prostata (benigne Prostatahyperplasie)
- Senkung des Risikos von Harnverhalt (akut) und einer Operation bei benigner Prostatahyperplasie
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Finasterid ist ein so genannter 5-alpha-Reduktase-Hemmer, der die Umwandlung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron in Dihydrotestosteron blockiert, was zu einer Senkung der Dihydrotestosteron-Konzentration führt. Dadurch wird das Wachstum der Prostata gehemmt und der negative Einfluss des Geschlechtshormons auf das Haarwachstum bei hormonell bedingtem Haarausfall gemindert.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Störungen der Sexualfunktion, wie:
- Erektionsstörungen
- Ejakulationsstörungen - (Störungen beim Samenerguss)
- Libidoabnahme - (Abnahme der Lust zum Geschlechtsverkehr)
- Vermindertes Ejakulationsvolumen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Brustbeschwerden
- Brustdrüsenvergrößerung beim Mann
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Das Arzneimittel ist für Frauen nicht geeignet.
Frauen, die schwanger sind oder sein könnten, sollten zerkleinerte oder zerbrochene Tabletten nicht berühren, weil der Wirkstoff über die Haut aufgenommen werden könnte.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 23 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 46 × 33 × 105 mm
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie unter depressiver Stimmung, Depressionen oder Gedanken leiden, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Prostatahyperplasie
Was ist das? - Definition Die Prostatahyperplasie ist eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse des Mannes. Sie tritt vor allem im höheren Lebensalter auf und kann durch die Größenzunahme der Drüse den Harnfluss behindern. Obwohl es sich nicht um Krebs handelt, kann die Erkrankung die Lebensqualität deutlich einschränken.
Krankheitsbild
Die gutartige Prostatahyperplasie ist eine der häufigsten urologischen Erkrankungen bei Männern ab dem mittleren Alter. Ein zunehmendes Wachstum der Prostata engt die Harnröhre ein. Dadurch entstehen Beschwerden beim Wasserlassen. Die Erkrankung entwickelt sich langsam und bleibt anfangs oft unbemerkt.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden nehmen meist schleichend zu. Anfangs sind es leichte Veränderungen beim Wasserlassen, später können die Symptome stärker auftreten. Der Verlauf ist chronisch, die Beschwerden können ohne Behandlung fortschreiten.Zu den typischen Symptomen zählen:
- Abschwächung des Harnstrahls
- verlängertes Wasserlassen
- ständiger Harndrang, auch nachts
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- plötzlich auftretender, starker Harndrang
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Prostatahyperplasie unbehandelt, kann es zu wiederholten Harnwegsinfekten, Blasensteinen oder einer Überdehnung der Blase kommen. In schweren Fällen droht ein Harnverhalt, bei dem kein Wasserlassen mehr möglich ist. Langfristig kann auch die Nierenfunktion beeinträchtigt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Eine Rolle spielen hormonelle Veränderungen im Alter, insbesondere das Verhältnis von Testosteron zu anderen Hormonen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen ein höheres Lebensalter, eine familiäre Veranlagung, Übergewicht und Bewegungsmangel.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann Medikamente einsetzen, die die Muskulatur der Prostata und Blase entspannen oder das Wachstum der Drüse bremsen. In schweren Fällen ist ein operativer Eingriff möglich.
Das kann man selbst tun: Hilfreich sind ausreichend Bewegung, Gewichtsreduktion und das Vermeiden von abendlichem Alkohol oder koffeinhaltigen Getränken. Grenzen liegen dort, wo Beschwerden stark zunehmen, Harnverhalt auftritt oder die Nieren gefährdet sind. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 05.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Harnverhalt
Was ist das? - Definition Harnverhalt bedeutet, dass die Harnblase nicht oder nicht vollständig entleert werden kann, obwohl sie gefüllt ist und Harndrang besteht. Der Urin bleibt ganz oder teilweise in der Blase zurück, weil entweder der Abfluss behindert ist oder die Blasenmuskulatur nicht richtig arbeitet. Der Zustand kann plötzlich (akut) auftreten oder sich langsam entwickeln (chronisch).
Krankheitsbild
Harnverhalt bedeutet, dass die Harnblase nicht oder nicht vollständig entleert werden kann, obwohl sie gefüllt ist und Harndrang besteht. Der Urin bleibt ganz oder teilweise in der Blase zurück, weil entweder der Abfluss behindert ist oder die Blasenmuskulatur nicht richtig arbeitet. Der Zustand kann plötzlich (akut) auftreten oder sich langsam entwickeln (chronisch).
Symptome/Verlauf
Typisch ist ein starker Harndrang, ohne dass Wasserlassen möglich ist oder nur kleine Mengen abgegeben werden können. Beim akuten Harnverhalt kommt es oft zu starken Schmerzen und einer sichtbaren Wölbung im Unterbauch durch eine prall gefüllte Blase. Beim chronischen Verlauf bestehen eher Beschwerden wie ein schwacher Urinstrahl, Schwierigkeiten beim Beginn des Wasserlassens oder das Gefühl, die Blase nie ganz entleeren zu können. Häufiges Wasserlassen, nächtlicher Harndrang oder unwillkürlicher Urinverlust können ebenfalls auftreten.
Folgen/Komplikationen
Bleibt Urin in der Blase zurück, kann sich diese überdehnen. Dadurch steigt das Risiko für Harnwegsinfektionen, da sich Bakterien im Resturin vermehren können. Bei länger bestehendem Harnverhalt kann sich der Urin bis in die Nieren zurückstauen und diese schädigen. In schweren Fällen kann es zu dauerhaften Funktionsstörungen der Blase oder der Nieren kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Harnverhalt kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, die entweder den Urinabfluss behindern oder die Blasenfunktion stören. Dazu gehören insbesondere:
- Mechanische Hindernisse im Harntrakt: Eine häufige Ursache ist eine vergrößerte Prostata, die die Harnröhre einengt. Auch Harnröhrenverengungen, Blasen- oder Harnsteine sowie Tumoren können den Abfluss des Urins blockieren.
- Nervenschädigungen (neurogene Ursachen): Erkrankungen oder Verletzungen des Nervensystems - etwa bei Diabetes, Rückenmarksschäden, Bandscheibenvorfällen oder neurologischen Erkrankungen - können die Steuerung von Blase und Schließmuskel beeinträchtigen.
- Medikamente: Bestimmte Arzneimittel können Harnverhalt begünstigen, darunter solche mit anticholinerger Wirkung (z.B. bei Asthma oder Parkinson), einige Antidepressiva, Antihistaminika oder Mittel gegen Bluthochdruck.
- Operationen und Verletzungen: Eingriffe im Beckenbereich oder an der Wirbelsäule sowie Verletzungen können vorübergehend oder dauerhaft zu Problemen beim Wasserlassen führen.
- Infektionen und Entzündungen: Entzündungen im Bereich der Harnwege oder der Prostata können Schwellungen verursachen und so den Harnabfluss behindern.
- Weitere Risikofaktoren: Höheres Lebensalter, Störungen der Blasenmuskulatur, sowie bestehende Erkrankungen wie Diabetes erhöhen das Risiko für einen Harnverhalt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei einem akuten Harnverhalt ist eine schnelle ärztliche Behandlung notwendig. Der Arzt entleert die Blase meist mithilfe eines Katheters und untersucht anschließend die Ursache. Je nach Auslöser kommen Medikamente, Änderungen bestehender Therapien oder auch operative Eingriffe infrage. Wichtig ist, die zugrunde liegende Ursache gezielt zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Betroffene selbst sollten bei Beschwerden frühzeitig ärztlichen Rat suchen und nicht versuchen, den Harndrang längere Zeit zu unterdrücken. Bei bekannten Risikofaktoren, etwa bestimmten Medikamenten oder bestehenden Erkrankungen, kann eine enge ärztliche Kontrolle helfen, einen Harnverhalt zu vermeiden oder früh zu erkennen.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.