FLAMMAZINE Creme
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Pharmazeutische Informationen
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16203001
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 500 g
- Marke:
- FLAMMAZINE
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Lassen Sie sich zur Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: 10-14 Tage
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Oberflächliche Wunden, zur Vorbeugung von Infektionen (vor allem nach Verbrennungen und Verbrühungen der Haut)
- Oberflächliche Wunden, zur Vorbeugung von Infektionen (vor allem nach Säureverätzungen der Haut)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1-mal täglich, Gesamtdosis: eine ausreichende Menge, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel enthält eine desinfizierend wirkende Silberverbindung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautrötung
- Brennen auf der Haut
- Schmerzen am Applikationsort
- Graufärbung der Haut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erythema exsudativum multiforme (Stevens-Johnson-Syndrom, schwerer, schmerzhafter Hautausschlag mit Blasenbildung), auch in der Vorgeschichte
- Blutbildungsstörungen, wie:
- Abnahme der weißen Blutkörperchen
- Veränderungen der roten Blutkörperchen
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Leberentzündung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Schilddrüsenunterfunktion
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 650 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 110 × 120 × 110 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- bei Raumtemperatur
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 2 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Verätzungen
Was ist das? - Definition Verätzungen sind Verletzungen von Haut oder Schleimhäuten, die durch den Kontakt mit ätzenden Stoffen wie Säuren oder Laugen entstehen. Wie schwer die Schädigung ist, hängt von der Art, Konzentration, Menge und Dauer des Kontakts ab. Verätzungen können oberflächlich sein, aber auch tiefes Gewebe dauerhaft zerstören.
Krankheitsbild
Ätzende Substanzen finden sich nicht nur in Industrie und Handwerk, sondern auch in vielen Haushalts- und Reinigungsmitteln. Gelangen sie auf die Haut, in die Augen oder werden verschluckt, greifen sie das Gewebe an und verursachen teils starke Schmerzen. Laugen dringen oft tiefer ins Gewebe ein als Säuren und gelten deshalb als besonders gefährlich. Verätzungen ähneln in ihrem Aussehen häufig Verbrennungen durch Hitze.
Symptome / Verlauf
Die Beschwerden hängen davon ab, welcher Körperbereich betroffen ist und wie stark die Einwirkung war.
Verätzungen der Haut oder Augen sind oft gekennzeichnet durch:
- starke Schmerzen (manchmal auch Schmerzlosigkeit bei sehr tiefen Schäden)
- Rötung, Schwellung oder Blasenbildung
- Blutungen bei tieferen Hautschäden
- Sehstörungen, Tränenfluss oder Lidkrampf bei Augenbeteiligung
Nach dem Verschlucken ätzender Stoffe können auftreten:
- starke Schmerzen im Mund, Hals oder Brustbereich
- Schluckbeschwerden und vermehrter Speichelfluss
- sichtbare Veränderungen oder Blutungen der Schleimhäute
Der Schaden kann sich auch nach dem Kontakt weiter verschlimmern, da die Stoffe noch längere Zeit im Gewebe wirken.
Folgen / Komplikationen
Schwere Verätzungen können zu dauerhaften Schäden führen. Dazu gehören Narben, Gefühlsstörungen oder Bewegungseinschränkungen. Augenverätzungen können das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen oder sogar zur Erblindung führen. Werden Speiseröhre oder Magen verätzt, drohen Vernarbungen, Engstellen oder lebensbedrohliche Komplikationen. Je schneller die Behandlung erfolgt, desto besser sind die Heilungschancen.
Ursachen / Risikofaktoren
Verätzungen entstehen durch den Kontakt mit Säuren oder Laugen. Häufige Auslöser sind:
- Abfluss-, WC- und Backofenreiniger
- Kalk- und Rostentferner
- Desinfektions- und Bleichmittel
- Baustoffe wie Zement, Mörtel oder Beton
Besonders gefährdet sind Menschen, die beruflich oder beim Heimwerken mit Chemikalien arbeiten, vor allem ohne geeignete Schutzkleidung. Auch Kinder sind gefährdet, wenn ätzende Produkte nicht sicher aufbewahrt werden. Unfälle passieren durch Verschütten, Spritzen, Verschlucken oder falsche Handhabung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Jede Verätzung sollte ärztlich behandelt werden. Im Mittelpunkt jeglicher Versorgung steht die sofortige und gründliche Spülung, um den ätzenden Stoff zu entfernen. Je nach Verletzung werden Haut, Augen oder Schleimhäute weiter versorgt und mögliche Komplikationen überwacht. Bei schweren Verätzungen erfolgt die Behandlung im Krankenhaus, bei Augen- oder inneren Verletzungen oft durch spezialisierte Fachärzte. Schmerzbehandlung und Wundversorgung sind ebenfalls Teil der Therapie.
Das kann man selbst tun: Bei Verätzungen zählt schnelles Handeln:
- Eigene Sicherheit beachten und direkten Kontakt mit dem Stoff vermeiden
- Betroffene Hautstellen sofort und ausgiebig mit Wasser spülen. Zur Not gehen auch andere Flüssigkeiten wie Bier oder Limonade
- Verunreinigte Kleidung vorsichtig entfernen
- Augen bei Kontakt mit viel Wasser ausspülen und das gesunde Auge schützen
- Nach Verschlucken kein Erbrechen auslösen, sondern sofort medizinische Hilfe holen
- Generell: Notruf wählen. Eine Verätzung ist immer ein Notfall.
Zur Vorbeugung helfen Schutzmaßnahmen wie Handschuhe, Schutzbrille und geeignete Arbeitskleidung sowie die sichere Aufbewahrung von Chemikalien außerhalb der Reichweite von Kindern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Brandwunden
Was ist das? - Definition Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Krankheitsbild
Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind Schmerzen, Rötung und Blasen. Bei tieferen Verbrennungen können Schmerzen fehlen, weil Nerven zerstört sind. Experten unterscheiden folgende Verbrennungsgrade:
- Grad I: oberflächlich, gerötet und schmerzhaft (z. B. Sonnenbrand), heilt von allein ab.
- Grad II: mit Blasenbildung; bei Typ IIa heilt die Wunde meist von selbst, bei Typ IIb ist oft eine Operation nötig.
- Grad III: tiefe Verbrennung, die Haut muss durch ein Transplantat ersetzt werden.
- Grad IV: sehr schwere Verbrennung mit Zerstörung tiefer Gewebe bis hin zu Muskeln oder Knochen.
Schwere Verbrennungen müssen so schnell wie möglich in einer spezialisierten Klinik versorgt werden. Sie verlaufen in mehreren Phasen: In der Schockphase muss vor allem der Flüssigkeitshaushalt des Patienten ausgeglichen werden. Um Infektionen auszuschließen, erfolgt im weiteren Verlauf oft eine Antibiotikatherapie. Ob eine Wunde von selbst heilt oder operiert werden muss, entscheiden Ärzte gerade bei Verbrennungen 2. Grades häufig erst im Verlauf.
Folgen/Komplikationen
Große Verbrennungen beeinträchtigen häufig die Temperaturregulation des Körpers, was gerade im Anfangsstadium zu Auskühlung führen kann. Mögliche Folgen von Brandwunden sind Infektionen, Narbenbildung und in schweren Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Sepsis, auch als Blutvergiftung bekannt. Je tiefer und großflächiger die Verbrennung, desto höher ist das Risiko für bleibende Schäden oder auch einen tödlichen Verlauf.
Ursachen/Risikofaktoren
Brandwunden entstehen in über der Hälfte der Fälle durch Feuer, bei 23 Prozent durch Verbrühungen und in selteneren Fällen durch Explosionen, das Anfassen heißer Gegenstände oder Stromunfälle. Haushaltsunfälle kommen am häufigsten vor, gefolgt von Arbeitsunfällen. Männer erleiden mehr als doppelt so häufig Verbrennungen. Bei Kindern passieren die meisten Unfälle im Haushalt, häufig durch heiße Getränke oder Speisen. Dauer und Stärke der Hitzeeinwirkung sowie die betroffene Körperregion beeinflussen die Schwere der Verletzung.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann: Leichte und kleinflächige Brandverletzungen kann man mit Wasser (12 bis 15 Grad Celsius) kühlen und anschließend mit beispielsweise mit einer Brandsalbe versorgen. Auf keinen Fall Eis oder Kühlpacks verwenden. Größere Verbrennungen sollten Ersthelfer nicht kühlen oder reinigen, sondern nur steril abdecken. Wichtig ist außerdem, den Betroffenen vor Auskühlung zu schützen. Rufen Sie bei starken Verbrennungen den Rettungsdienst.
Was der Arzt macht: Der Arzt kann die Wunde beurteilen und kleinere Verbrennungen eventuell direkt versorgen. Starke Verbrennungen müssen unbedingt in einer Spezialklinik oder zur Not telemedizinisch unterstützt therapiert werden.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16203001
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 500 g
- Marke:
- FLAMMAZINE
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Lassen Sie sich zur Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: 10-14 Tage
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Oberflächliche Wunden, zur Vorbeugung von Infektionen (vor allem nach Verbrennungen und Verbrühungen der Haut)
- Oberflächliche Wunden, zur Vorbeugung von Infektionen (vor allem nach Säureverätzungen der Haut)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1-mal täglich, Gesamtdosis: eine ausreichende Menge, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel enthält eine desinfizierend wirkende Silberverbindung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautrötung
- Brennen auf der Haut
- Schmerzen am Applikationsort
- Graufärbung der Haut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erythema exsudativum multiforme (Stevens-Johnson-Syndrom, schwerer, schmerzhafter Hautausschlag mit Blasenbildung), auch in der Vorgeschichte
- Blutbildungsstörungen, wie:
- Abnahme der weißen Blutkörperchen
- Veränderungen der roten Blutkörperchen
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Leberentzündung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Schilddrüsenunterfunktion
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 650 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 110 × 120 × 110 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- bei Raumtemperatur
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 2 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Verätzungen
Was ist das? - Definition Verätzungen sind Verletzungen von Haut oder Schleimhäuten, die durch den Kontakt mit ätzenden Stoffen wie Säuren oder Laugen entstehen. Wie schwer die Schädigung ist, hängt von der Art, Konzentration, Menge und Dauer des Kontakts ab. Verätzungen können oberflächlich sein, aber auch tiefes Gewebe dauerhaft zerstören.
Krankheitsbild
Ätzende Substanzen finden sich nicht nur in Industrie und Handwerk, sondern auch in vielen Haushalts- und Reinigungsmitteln. Gelangen sie auf die Haut, in die Augen oder werden verschluckt, greifen sie das Gewebe an und verursachen teils starke Schmerzen. Laugen dringen oft tiefer ins Gewebe ein als Säuren und gelten deshalb als besonders gefährlich. Verätzungen ähneln in ihrem Aussehen häufig Verbrennungen durch Hitze.
Symptome / Verlauf
Die Beschwerden hängen davon ab, welcher Körperbereich betroffen ist und wie stark die Einwirkung war.
Verätzungen der Haut oder Augen sind oft gekennzeichnet durch:
- starke Schmerzen (manchmal auch Schmerzlosigkeit bei sehr tiefen Schäden)
- Rötung, Schwellung oder Blasenbildung
- Blutungen bei tieferen Hautschäden
- Sehstörungen, Tränenfluss oder Lidkrampf bei Augenbeteiligung
Nach dem Verschlucken ätzender Stoffe können auftreten:
- starke Schmerzen im Mund, Hals oder Brustbereich
- Schluckbeschwerden und vermehrter Speichelfluss
- sichtbare Veränderungen oder Blutungen der Schleimhäute
Der Schaden kann sich auch nach dem Kontakt weiter verschlimmern, da die Stoffe noch längere Zeit im Gewebe wirken.
Folgen / Komplikationen
Schwere Verätzungen können zu dauerhaften Schäden führen. Dazu gehören Narben, Gefühlsstörungen oder Bewegungseinschränkungen. Augenverätzungen können das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen oder sogar zur Erblindung führen. Werden Speiseröhre oder Magen verätzt, drohen Vernarbungen, Engstellen oder lebensbedrohliche Komplikationen. Je schneller die Behandlung erfolgt, desto besser sind die Heilungschancen.
Ursachen / Risikofaktoren
Verätzungen entstehen durch den Kontakt mit Säuren oder Laugen. Häufige Auslöser sind:
- Abfluss-, WC- und Backofenreiniger
- Kalk- und Rostentferner
- Desinfektions- und Bleichmittel
- Baustoffe wie Zement, Mörtel oder Beton
Besonders gefährdet sind Menschen, die beruflich oder beim Heimwerken mit Chemikalien arbeiten, vor allem ohne geeignete Schutzkleidung. Auch Kinder sind gefährdet, wenn ätzende Produkte nicht sicher aufbewahrt werden. Unfälle passieren durch Verschütten, Spritzen, Verschlucken oder falsche Handhabung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Jede Verätzung sollte ärztlich behandelt werden. Im Mittelpunkt jeglicher Versorgung steht die sofortige und gründliche Spülung, um den ätzenden Stoff zu entfernen. Je nach Verletzung werden Haut, Augen oder Schleimhäute weiter versorgt und mögliche Komplikationen überwacht. Bei schweren Verätzungen erfolgt die Behandlung im Krankenhaus, bei Augen- oder inneren Verletzungen oft durch spezialisierte Fachärzte. Schmerzbehandlung und Wundversorgung sind ebenfalls Teil der Therapie.
Das kann man selbst tun: Bei Verätzungen zählt schnelles Handeln:
- Eigene Sicherheit beachten und direkten Kontakt mit dem Stoff vermeiden
- Betroffene Hautstellen sofort und ausgiebig mit Wasser spülen. Zur Not gehen auch andere Flüssigkeiten wie Bier oder Limonade
- Verunreinigte Kleidung vorsichtig entfernen
- Augen bei Kontakt mit viel Wasser ausspülen und das gesunde Auge schützen
- Nach Verschlucken kein Erbrechen auslösen, sondern sofort medizinische Hilfe holen
- Generell: Notruf wählen. Eine Verätzung ist immer ein Notfall.
Zur Vorbeugung helfen Schutzmaßnahmen wie Handschuhe, Schutzbrille und geeignete Arbeitskleidung sowie die sichere Aufbewahrung von Chemikalien außerhalb der Reichweite von Kindern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Brandwunden
Was ist das? - Definition Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Krankheitsbild
Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind Schmerzen, Rötung und Blasen. Bei tieferen Verbrennungen können Schmerzen fehlen, weil Nerven zerstört sind. Experten unterscheiden folgende Verbrennungsgrade:
- Grad I: oberflächlich, gerötet und schmerzhaft (z. B. Sonnenbrand), heilt von allein ab.
- Grad II: mit Blasenbildung; bei Typ IIa heilt die Wunde meist von selbst, bei Typ IIb ist oft eine Operation nötig.
- Grad III: tiefe Verbrennung, die Haut muss durch ein Transplantat ersetzt werden.
- Grad IV: sehr schwere Verbrennung mit Zerstörung tiefer Gewebe bis hin zu Muskeln oder Knochen.
Schwere Verbrennungen müssen so schnell wie möglich in einer spezialisierten Klinik versorgt werden. Sie verlaufen in mehreren Phasen: In der Schockphase muss vor allem der Flüssigkeitshaushalt des Patienten ausgeglichen werden. Um Infektionen auszuschließen, erfolgt im weiteren Verlauf oft eine Antibiotikatherapie. Ob eine Wunde von selbst heilt oder operiert werden muss, entscheiden Ärzte gerade bei Verbrennungen 2. Grades häufig erst im Verlauf.
Folgen/Komplikationen
Große Verbrennungen beeinträchtigen häufig die Temperaturregulation des Körpers, was gerade im Anfangsstadium zu Auskühlung führen kann. Mögliche Folgen von Brandwunden sind Infektionen, Narbenbildung und in schweren Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Sepsis, auch als Blutvergiftung bekannt. Je tiefer und großflächiger die Verbrennung, desto höher ist das Risiko für bleibende Schäden oder auch einen tödlichen Verlauf.
Ursachen/Risikofaktoren
Brandwunden entstehen in über der Hälfte der Fälle durch Feuer, bei 23 Prozent durch Verbrühungen und in selteneren Fällen durch Explosionen, das Anfassen heißer Gegenstände oder Stromunfälle. Haushaltsunfälle kommen am häufigsten vor, gefolgt von Arbeitsunfällen. Männer erleiden mehr als doppelt so häufig Verbrennungen. Bei Kindern passieren die meisten Unfälle im Haushalt, häufig durch heiße Getränke oder Speisen. Dauer und Stärke der Hitzeeinwirkung sowie die betroffene Körperregion beeinflussen die Schwere der Verletzung.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann: Leichte und kleinflächige Brandverletzungen kann man mit Wasser (12 bis 15 Grad Celsius) kühlen und anschließend mit beispielsweise mit einer Brandsalbe versorgen. Auf keinen Fall Eis oder Kühlpacks verwenden. Größere Verbrennungen sollten Ersthelfer nicht kühlen oder reinigen, sondern nur steril abdecken. Wichtig ist außerdem, den Betroffenen vor Auskühlung zu schützen. Rufen Sie bei starken Verbrennungen den Rettungsdienst.
Was der Arzt macht: Der Arzt kann die Wunde beurteilen und kleinere Verbrennungen eventuell direkt versorgen. Starke Verbrennungen müssen unbedingt in einer Spezialklinik oder zur Not telemedizinisch unterstützt therapiert werden.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.